Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 840 (30.5.1921)
- Date
- 1921-05-30
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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. jKt 840 &neit, ^Cumay H '.. .. mm Tagesbericht. Rückkehr Wiener Kinder ans der Schweiz. Bern. 29. Mai. Gestern ist ein Zug mit etwa 300 österreichischen Kindern aus der Schweiz in die Heimat abgegangen. Die Kinder waren während acht Wochen bei Familien der deutschen Md französischen Schweiz untergebracht, sehen glänzend aus und wurden beim Abschied von ihren Pflegeettern mit Geschenken reichlich bedacht. Bon schweizerischer Seite waren zum Abschied erschienen: Dr. T h a v e l, der Chef des Wiener Hilfskomitees, Frau Oberst von Wattenwyl und Frau Berdez, die Leiterin des Lausanner Hilfskomitees. Der gleichfalls anwesende österreichische Geschäftsträger Dipaul i dankte dem Leiter des Unternehmens und den Pflegeeltern für dagute Werk, für dessen Gelingen das gute Aussehen der Kinder Zeugnis ablege. Die Autofalle bei St. Egy-en. Noch immer-find die Urheber der unheimlichen Bluttat von St. Egyden nicht dingfest gemacht. Die Behörden arbeiten mit aller Energie an der Aufhellung des Verbrechens. Ueber den Stand der polizeilichen Erhebungen teilt die „Wiener Sonn- und MontagS- Zeitung" mit: „Alle Spuren weisen darauf hin, daß es sich um einen wohlvorbereiteten Raubmord handle. Wir haben Anhaltspunkte dafür, daß die Täter am Tatort verblieben sind, nachdem sie die Autofalle errichtet hatten, um das Ergebnis ihres schurkischen Tuns abzuwarten. Es sieht nicht so aus« als ob sie es auf eine bestimmte Person oder einen bestimmten Wagen abgesehen hätten, sondern sie planten nach allem, was wir bis jetzt erhoben haben, einen Raubmord. Das dav.onxasende Auto Vit der geköpften Leiche des unglücklichen ersten Opfers machte ihre Raubabsicht zunichte; als der zweite Wagen sich im Seile verfing, waren zuviele Personen da — es waren zwei Täter — und außerdem hatten sie zu befürchten, daß mittlerweile schon eine Sicherheitsbehörde verständigt sei und daß Amtsorgane sich dem Tatorte nahem. Wir verfolgen ganz bestimmte Verdachtsmomente; doch ist die Verfolgung noch nicht so weit gediehen, daß wir Einzelheiten mitteilen könnten/ * . Unter den Insassen des zweiten Automobils, das oie Unfällstelle bei St. Egyden passierte, war auch Herr Richard Bendlin, der gleichfalls verletzt wurde. Er wurde nach Entdeckung des Unfalles von einem Herrn nach Reichenau geführt. Der Begleiter, der Herrn Bendlin geführt hat, wird dringendst ersucht, sich beim Polizeikommissariat Wiener-Neustadt schriftlich oder persönlich vu, melden. 45*000 Kronen Ergretferpramirn. Aus die Ergreifung der Täter haben der Oesterreichische Automobilklub 30.000, der Wiener Automobilklub 10.000. und Direktor Pazofska aus. Graz 5000 Kronen ausgesetzt, so daß die Prämien insgesamt 45.000 Kronen ausmachen. Verhafteter Valutenschmnggler. An das Kriegswucheramt gelangte die telephonische Mitteilung, daß am 8. b.| M. in Hohenau her Lokomotivführer T ö g e l, II. Czerningasse 12, wegen Verdachtes des Valutenschmuggels angehalten wurde. Auf dem Tender der von ihm geführten Lokomotive wurden mehr als 300.000 österreichische ungestempelte Kronen gesunden. Tögel hat bei seiner Einvernahme angegeben, daß er im Auftrag .eines gewissen Rappaport am 8. d. M. in Lundenburg von einer etwa 50jährigen Frau fünfzehn verschlossene Pakete mit Banknoten erhalten habe. Er hat die Banknoten im Tender unter den Kohlen versteckt. Tögel hatte den Auftrag, das Geld am 8. d. M. dem Dow Rappaport, Student, 20. Bez., Klosterneuburgerstraße 63, zu übergeben. Das Kriegswucheramt nahm in der Wohnung des Studenten eine Hausdurchsuchung vor und beschlagnahmte verschiedene ausländische Valuten. Der Millionendefraudant Schuster verhaftet. Wie berichtet, ist vor einigen Wochen der 38jährige Kassier der A. E. G. Adolf Theodor Schuster mit seiner Gattin Auguste Schuster nach Unie rschlaguug von 3,700.000 Kronen aus Wien geflüchtet. Nun ist gestern aus Karlsbad die private Mitteilung hier eingetroffen, daß Schuster und seine Gattin dortselbst auf Ersuchen der Wiener Polizeibehörde verhaftet worden ton sollen. _. Diebstähle bei Gerngrotz. Bei der Firma Gerngroß auf der Mariahilferstraße haben sich m der letzten Zeit große Warendiebstähle ereignet, die aus Monate zurückdatierten. Das Polizeikommissariat Neubau hat durch seine Erhebungen ermittelt, daß vier Angestellte des Hauses die Hauptbete ligten sind: Anton G r u h n e r, Leopoldme Mayer, Joses Kümmel und eine gewisse Strauß. Bei Hausdurchsuchungen wurden Waren im Zbvmtx Morgeirzettmrg M ütrüMgen ans dem Publikum. Perlon, Gold, Silber, Platin tj.Uhren kauft ujad verkauft .776 ETTEH P-otentxirwstr. 23, Klarlafctlferstr. Sy Werte von mehr als 200.000 Kronen beschlagnahmt. AM Vorgefundenen Briefen geht hervor, daß sich die Strauß auch des Verbrechens der Abtreibung der Leibesfrucht schuldig gemacht hat. Kamwel und die Mayer sind in Haft. Gr.uhner liegt schwer krank danieder. Die Strauß ist zur Zeit auf einer Erholungsreise und wird m den' nächsten Tagen' zmückerwarlet. Gestempelte Krone --- 1.02 EeEwes, Auszahlung Wien ---- 1.87V, Centimes. In Zürich notierte: die österreichische Krone . . . . 1.37'/« { 1.36 um 28. Mai) die östekr. gestempelte Krone . . 1.02 ( 1.02 c>w 28. Mai) die tschechische Krone ...... . 8.20 (> 8.20 am 28. Mai) die Mark.. . . .. . 9.10 ( 9.10 am 28. Mai) Agram . ... . . 4.35 ( 4.40 am 28. Mai) Bukarest......... .. ( 9.40 am 28 Mai * * . 2.05 ( 2.30 am 28. Mai) Warschau ... .. . ~57 (-.55 am 28. Mai) * Die Schweiz als Ausrvanderurrssland. Die Auswanderung aus der Schweiz, welche in trüberen Jahrzehnten rrcht ansehnlich war, ist in den letzten 80 Jahren vor dem Kriege stark Wrückgegangen. Während noch im Jahre 1883 die Schweiz 13.5f>3 und rm folgenden Jahre 9608 Auswanderer stellte, sank deren Zahl un Jahre 1698 auf 2288. um im Krisenjahre 1913 wieder auf 6191 zu steigen. Im Jahre 1914 minderten jedoch nur 3869 Personen aus der Schweiz ans. Es ist nun interessant, daß nach dem Berichte des eidgenössischen Auswandcrnngsamtesdas Jahr 1920 die hoch sie Zähl von Schweizer Answandercln seit 1884. nämlich 9276 -Emigranten, feststellt. Dies? hohe Zahl, erklärt der Bericht durch die Wirtschaftskrise im Lande, welche 'im Lanfe des Jahres 1920 immer größere Dimensionen annahm. Von den Auswanderern wandte sich die Mehrzahl nach den Vereinigten Staaten, und zwar 7053, nach Südamerika gingen 1193 Personen. Es ist übrigens hervorznheben, daß die raladv größte Zahl der Auswanderer, nämlich 2779. landwirtschaftlichen Berufen augehört, nach j ihnen stellen die Industriearbeiter mit 2424 Personen das größt-:! Kontingent. Dir Erhöhung der Ennarantcmahl aus der Schwer; rst angesichts dex bei der letzten Volkszählung tut Lande feftgestellten geringen Bevölkerungszunahme für die schweizerische Volkswirtschaft von wesemucher Bedeutung. * Die Monsterknttdaebung der Aerzteschaft Wiens uud Niederösterreichs. Der Beginn der Massenversammlung der Aerzteschait Wiens und NiedcrösterrcichS tut großen Musikoereinssaale am Dienötag den 31. d. M. wurde um eine Stunde verschoben. Die Eröffnung erfolgt um 12 Uhr mittags. * Rciubanfall an einem Kassenboten. Ein überaus verwegener Naubansall ist Samstag um die Mittagstunde im Hanse IX., Kolingafse 17, cruspefi'ihrt worden. Der Praktikant der m diesem Dause etablierten Firma Fröhlich & Cv mp., Ferdinand Bla sch ek, wurde im Flur des Hauses von einem etwa 30jähr,gen großen Mann mit schwarzem Schnurrbart überfallen und mit einem spitzen Stein iürartt auf d e it Kopf geschlagen, daß er verletzt *n Boden stürzte. Er hat am Mund und an der Unken Schlafen leichte, Verletzungen. Ehe er sich seines Erlebnisses bewußt werden konnte, hatte der Mann ihm eine Aktentasche entrissen und war mit ihr davongeellt. In der Aktentasche befanden sich 150 Stück Vereinigte Schafwollsabrrks-Aktlen und 10 ukrainische Jndustriegesellschafts- Attim. * Anredlicher Filmoperatcrrr. Der 27jährige Kinoovcratenr Alfred Hawelka, XVI.. Wendgasfe 3. wohnhaft, hat am 29. d, M. dem Kmobesitzcr Friedrich Roffmak einen, vollständigen Projektionsapparat rm Werte von X 18.000 gestohlen und am 'elben Tage der Filmleihgesellichast „Collegia-Sasckia" Filme im Werte von & 130.000 entlockt. Hawelka, der wegen Diebstahls und Veruntreuung mehrfach vorbestraft ist, wurde nach einem Lichtbild aut der Straße erkannt und verhaftet. Projektionsapparat und Filme hat Hawelka um X 14.000 verkauft und das Geld in Vergnügungslokalen durcharbracht. Heute hat Hawelka rm Kommiffariatsgebäude versucht, sich mit einem 8 mm sangen und 6 mm breiten Glasscherben, den er auf dem Klosett gefunden hatte, die Schlagader am linken Handgelenk zu durchschneiden; er verletzte sich aber nur lercht und wurde wegen Diebstahls und Betruges dem landesgerichtlichen Jnquisitenspital übergeben. Gegen die Käufer der Sachen, die zustande gebracht sind, ist die Strafamlshandlung eingeleitet. * TreibriemeudiebstLhle. In der Nacht znm 27. d. Dt. wurden der Bauunternehmung A. Porr, XX., BrigiNenauerlände Nr. 166, zwei Treibriemen im Werte von X 200.000 und in der Nacht zum 28. d. M. der Fabrik Karl Beck. XV., Märzsiraße, drei Kernledertreibriemen im Werte von K 40.000 entwendet. * Einbruch im MoutnrvrpoL Kaiserebersdorf. In der Nacht zum 28. d. M. wurde, rm Montnrd.pot Karserebersdorf ein Einbruch ausgeführt, bei dem 6000 Svualbolmr verschiedener Größe rm Werte von X 3o.000 grhohlrn wurden. * Versuchter Einbruch bei einer Brordommisfion. Sicherheitswache ertappte anr 27. d. M. um 7,1 Uhr nachts zwei Burschen, die am Schulgebäude HL, Erdbergstraße 76 eine Fensterscheibe zerbrochen hatten und eindrivgen wollte». Sie sind der 19jährige Josef Gruber und der 21iährige Karl R o s N l e k, zwer wegen Einbruchs wiederholt abgestrafie Hil'Sarbriter. Im Gebäude ist der Sch einer Brytkomnnssion und die beiden Burschen gestanden, den Einbruch in dev Absicht versucht zu haben, um sich Lebensmittelkarten anzueignen. Grnber und Nosnlek wurden >m Hinblick auf ihre Vorstrafen und auf ihren Leumund dem Landesgerichte ringelicfert. * Fliegertod. Infolge eines heiligen Sturmes ist gestern abends ein Militärflugzeug hei Morgantown (Amerikas aus großer Höhe abgestürzt, wobei die Insassen, fünf Offiziere und > zwei Zivilisten, den Tob fanden. * Verunglückte Ausslügleri«. Die 19jährige Ella M o r a w e tz, XlV.,Jadcngasse 11 wohnhaft, glitt gestern abends bei einem Ausflug auf dem Baumgartner Spitz ans und brach den FußlnÜchel. Die RrNungstolonnc vom Roten Kreuz ilnttr- Stt Beit brachte sie ins Eiisabcthspital. * Lebensmittelschwindler. Ein Mann, der sich Ock» Berg m a un nennt und für den Vertretetder mehr lMcreriden Firma ..Erstes holländisches Kaufhaus" (Filiale Wien), Braühvijtraße p, (Inhaber Jgfef Wolf, vormals CH Schwarz) ansoab. hat in der letzten Zeit Kaufleulen ,m Salzbürgi chm Geldbeträge unter dem Vorwand von Lebensmütelliefernugen entlockt.- Del Ka DpontMefel. Del-Ka Gotsercr. Del-Ka Tenuisschuhe. 80. Mai mi um* der RedaMv«.! Judentum «ud Äettgio«. Die AuStritMe« M ans Grmid outheritücher amtlicher Mitteilrmgm zusamckengeftellt. best gleichen der Äückiritt, Wir Melden die bloße Tatsache, ohne H-M memare harqn zu knüpien, ia wir nicht in der Lgae sind, tof m Oem klnelnen Falle uachzuprüfen. Du ÄWl H natürlich gewöhnliche Fahnenflucht mit oder ohne Taufe! Ttaatsopcr. Die ständigen Urlaube unserer heimischer Künstler machten eine tcilwme Neabeietzung des ^Parstsal* wh wendig. Menschlich ergre fcnd ist dir Kundry der Frau W i l db run n; man glaubt ihr viel mehr di; ditnende Magd n«d die büßende Magdalenr als den.Dämon und die Urte.isrlin. Si« pflegt die schöne Gesangslmie und ihr >dles Organ vermeidet jede dramatische Ueberspannung. Ihr ebenbürtig ist der Parsifa! des Herrn O e st v i g, der mit seinem ekstatischen Gelang untz Spiel jrde Wunde zu schließen vermag. Sehr wandlung-fähig ist Herr I e r g e r, der als Gurnemanz in Ausdruck unh Bewegung den Bayreurher-Stil wahrt. Seine Stimme ist ausreichend, ohne die rechte Warane upd. Klangfülle für den Gmnemanz mitzubringe». Auch der schauspielerisch vortreffliche AnfforW des Herrn Lattermann geriet stimml'ch matt und farblech Vielleicht ist der Dresdner Länger mit den akustischen Be, hältnisten des Wiener Opernhauses noch nicht vertrant. Herr Direktor Schalk leitete als treuer Gralshutcx die Vorstellung und mußt« den Charakter des BühnrnwrihrscstspieleS?n wahren. trb. Die russische Operettentruppe eröffnet unter Mit» Wirkung der Mitglieder der Jüdischen Bühne <H , Taborstraße W und unter Leitung des Direktors Podzamczr am 1. et» Gastspiel in der Roland-Bühne, ll., Praterstraße »8. freie Jüdische Volksbühne TeI#phon 40-8-31 Heute Vs« Udr abends: Sondervorstellung Gott, üensch und Teufel Drama ia 4 Akten und Prolog toh Gordin. Regie: I. Der Hausarzt. Redigiert von Dr. Haue! Be«. Der Alkohol und seine Wirknnge«. * Krieg und Nachkriegszeit haben den Verbrauch' -OK Alkohols bei den breiten Massen in ungeheurem Maße gesteigert. Immer mehr wird überall Gelegenheit zum Genuß von hochkonzentrierten Spirituosen, wie Schnäpsen und Likörengeboten. Selbst die Frauen, die früher dem harmlosen Kaffee gehuldigt haben, gießen jetzt einige Gläschen verschiedener alkoholischer Getränk in die Kehle hinunter. So wird dem Genüsse geistiger Getränke jetzt überall Vorschub geleistet und es ist daher kein Wunder, wenn gewisse Kreise unserer Volksgenossen mit den christlich-germanischen Sitten auch den christlichen Champagner annehmen. Es droht die Gefahr, daß auch die Eigentümlichkeit der Juden, die Mäßigkeit im Trinken, die faP als Rassenmerkmal galt, schwinde und die vielgerühmte Widerstandsfähigkeit des jüdischen Volkes gegenüber gewissen ansteckenden Krankheiten verlorerl gehe. Die Abneigung gegen das Saufen hat unserein Volke vitzste soziale und ökonomische Vorteile gebracht und bas schöne, patriarchalische Familienleben tzeschafsen, dessen Zerstörung unermeßliches Unglück über das jüdische Haus bringt. Wenn es auch noch jetzt zu den größten Selten* heilen gehröt, einen jüdischen Trunkenbold zu sehe«, so besteht doch die Gefahr, daß sich in der Zukunft die Folgen des gewohnheitsmäßigen AlkoholgebraucheH bemerkbar machen, was umso verhängnisvoller wäre, zu--- mal die Juden unter allen Völkern die größte Zahl der Nervenkranken aufwÄsen. Selbst die uralten Trinksitten veweiseu nicht, daß der Alkoholgenuß ein natürliches Bedürfnis ist. Er kann wohl für den Augenblick ein Tröster in der Noi und Freudenfpender sein, aber, auf dem Fuße folgt gleich die lähmende und betäubende Wirkung. Während im Mittelalter das Trinken nur ans kleine Kreise beschränkt war. ist heute der. Alkohol durch die sabriksmäßige Herstellung des Bieres und Ausbreitung der Branntweinbrennereien zu einem Votksgetränk geworden. Und welche günstigen Wirkungen sagt mau nicht dem Alkohol nach? Er vermöge die geistige und körperliche Leistungsfähigkeit zu steigern, ein angeuehmeK Gefühl der Wärme und Erfrischung zu verleihest und zur Ernährung des Körpers weftutlich beizutragen. Die vielen wissenschaftlichen Experimente der hervorragendsten Gelehrten, wie Kräpelin,. Forvel, Bunge, Weichselbaum, vermögen diesen im Bouke verbreiteien Irrglauben nicht zu zerstören. Gewiß kann der Alköhsl vorübergehend Nutzen bringen,.^^ wenn: etwa eine letzte KraftMstrengnng notwendig ist.' Ivie z,M Beispiel b*t ^ineM Schwerkranken, aber dauernd genossen wirkt er schädlich. Besonders, geschädigt ioerben die. GehtMUlen. die schon bei einmaligem Genuß zuersterregl und dann betäubt werden. Besonders wird her' ZugsnWche Organismus in der körperlichen und geistigen Ent:vicklung getzemmt und diese Störung wich immep tieser- . greifend, je sci'cher dem Kinde Bier, Wein oder Schnäps geMcht wird. Schon müßiger Atlohoigenuß beeinflußt ungünstig die Aussassungsgabe, das VorstellungSveemögen und das Gedächtnis- Daher sollten schwächlichen Kindern nie Spirituosen verabreicht werden in der Abs'cht, sie zu stärken'. Auch die verschiekeue r zinalweine sind ungeeignet. .