Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 837 (27.5.1921)
- Date
- 1921-05-27
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
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jKt. W Wien, Frritag * Del-Lta zweite braunr Schuhwyche. * Die jüdische Schulorgarrtsatioir in Litauen. Die Bchulabteilung des Mischen Ministeriums in Litauen geht nun, wie aus einem ministeriellen Zirkulär hervorgeht, daran, das Mische Schulwesen in'den allgemeinen Ausbau des Vollsbildungs-- wesens organisch emzugliedern. Sie ruft setzt Bildungs» kommissiouen mS Lrben, welche in allen Städten, wo Mische Schulen bestehen, errichtet werden sollen. Diese Blldungsd'ommissionen werden ans einem bis dm delegierten der jüdischen Gemeindevertretungen hnd je Wer Vertretern jeder Schule, die sich m der Gemeinde befindet (ein Vertreter der Lehrerschaft und einer der Elttrnschaft) 'bestehen. Die Bildungskommsisionen Eden für ritt Schuljahr gewählt. Zu ihren Angaben gehören: Garansie für d:e materie He S e i t e der Schulführüng, s o z i a l e F ü.rsarge, soweit sie der Schule zusällt. Vertretung aller Angelegcnheilen der jüdischen Schule beiden RegieuingZ- und SelKsiver.- waltungsorganen, Durchführung Mcc Arbeiten für die Entwicklung LeS jüdischen Schulwesens, wie Gründung von Schulgärten und Svielpätzen, grmeinsü a tliche Anschaffung von Lehrbücher und dergleichen. Damit wird ein weite, er wicht.ger Schritt auf dem Gebote der lulturellen Svlbstveiwaliuttg der Judcnschaft Litauen?, den» Keimzelle die jüdische Gemeinde ist, gemacht. * Der Generalstreik 4m Krerort Bndtn abge- «endet. Aus Baden wnd berichtet: Der ^Generalstreik, welcher-den Kurort Baden durch drei Düne bedrohte'üüd . für denselben hätte katastrophal werden können, ist nnnmebr' nbgewendet. Die Angestellten bdr Hotels-, Gasthms- Nttd Hevsionsbetriebe, die Angestellten der Nnffchm Bäder, des '.EmtriMW- und Gaswerkes, welche sich mit den Musikern und Schausvietern solidarisch erklärt haben, gaben der Stadtgemeiude eme 72siiiud gr Frist für Verhandlungen. Unter diesem Drucke hat die. yeMnderätliche Theatersektion beschtossrn. den Thcäterb'etricb durch Ge« Währung einer Snbvcnt'dn von1.2hv'v00 ^st ermöglichen. Die Kurmusik, wird das Theaterorchetter besorgen und wird der Theaterhnektor auch Unleinebmcr für dre.Parkfeste und sonstige Veranstaltungen im Kurparke sein. .Puumebr ist die Siad.- grmeinde mit mehreren Theatrrdü ekto, en in VachtverhandlUngen getreten und wud die Berpebuug deS Theaters in der nächsten Gemnndeausschußsitzuug erfolgen. Vo:anssichtlich werden die.Vor» stellungen m der Arena und die Kmkonzerte be.cits am 1. Jmu ausgenommen werden. * Jrrfolge des überaus zahlreichen Zuspruches dessen sich die Stadt-Resten messe. I., We hbürggaste IQ und 12. erfreut, Hai sich die Notwendigkeit ergeben, um den Wünschen des Kundenkreises vollauf r8-entsprechen. eine zweite Verkaufsstelle zu errichten, deren Eioffnung Samstag den 28. d. M. im l. Btz'uk. Adlergaffe 5, stattfindct. . Bühne und Knnft. Nenaissanee-Bührre. Die neue Direktion erfreute gestern durch eine interessante Ausführung von Hauptmanns „Elg a", deÄn bester" Teil die Spielleitung' EllgeN R o b e p t s waß. Geschmackvolle Stilbtthne, traumhafte Bilder.-aus Nacht geboren und wieder stu Nacht persiu'kettd. Zwischen den einzelnen Szenen wurde jene Litanei gesungen, die im einleitenden Bilde den müden, fremden, Riltersmann in den Schlaf geleitet. Ein guter Einfall -der Regie und ein taugliches Bindemittel zwischen den ein^ zelnen Strophen der dramatischen Ballade. . Maria Fein chat uns ist der.'Ralle der Elga entäuscht. Sie wechselt plötzlich die Register, ist im Affekt eine andere. Eher KomööranientM 'M TMüspielkunst. Eine ansehnljche Leistung der Graf Starfchenski Ludwig Hart ans. Die Eifersuchtsszenen Wl^ Bravour, aber auch von echter Leidenschaft. Sehr -verdienstlich Karl Goeh, den wir schmerzlich im BoÜstheater vetnrjssen, Hanns Schindler sowie die Damen Maja Se ring und Jennh Udrner. ' . ' v Nach der pan senlvse it Änffüh r u ng w tt rde n Direktor Robert und. seine Künstler vom PMilnin sehr gefeiert. 0. A. Die Festspiel im Belvsdere-Parsr. Morgen, Samstag, beginnen unter der Regie von Albert Herne und unter der musikalischen Leitung von Felix W e i ng a r t'n e r die F e st j p i e l e tut Belvedere-Park. Zur Uraufführung gelangt in dir Wciugürtnekschttt Bearbeitung ttD e r Stur m", Zauberlvstspiel von William S. h a k es p e a r Musik von Felix Weingartner. Die Besetzung lautet: Alonsv — Herr Evrrlb. Sebastian- — Herx EmmeM) Reimers. Pkdsptro — Herr Klitsch, Amvmo — Herr Schmöle, FerdNiünd — Herr Schott, ,Goazalo — Herr Kutsch-ra. Adrian — Herr Moser, Ealiban — Herr Josef Dauigger, Trmculd — Herr Hans Thnmg, Stifadv — Hett'HÜnt, Ein Bootsmann — Hitv Blüm, Miranda «« Fräulein Wisicly, Ariel - Fräulein Martins. Das begleitende Symphonieorchrster dirigiert Direktor FeliK W e : n-g a r t n e r: De vorkomminden Tänze würden voll Professor Lvstis G r u n d l a ch einstudiektr Technische Leitung Alfred M e t l e r.^ Pit Erstaufführungen stndm mvrgcn. Samstag den 28,, Sonntag diü 29. d.>M-.,'Miltwoch den 1., Donnerstag den 2.. Samstag den ck'., und Soüntüg den 5, Juni statt. Dis KüMNüusgabe für diese Aüsführungitt erfülgt in der Dircktwn der Festspiele,- li!.. Haüptstraste 1, Telephon 9517, - in der.Schloßverwaltung des Belvedere, llk., Prinz Eugenstiastr 8. Telephon 2591. an den KonzerthauSkaffen I., Graben 2Ö, und lÜ.^Lothrmgerstrasie 2Q, und M M Kartenbüregus Kehlendvrfer, ^usti Schmidt,MW Ulld BühüeNveteitl. Die Aufführungen finden züw BM W GhhlsühMMdS deö BMgtheatets statt. Die FreilichtausführnugkN begrUntü NM ^«11 Ühr abends und mden nach Mitternacht. Nach Schluß der Vorstellung Sttaßcn7. bahn-« Mh ÄutvbuSvttkehr. Dir üllübiüdlich stätistndenden Belvrdcretonzttte dks Symphonirorchestirs begiütten Mittwoch den 1. Iurn um ^8 Uhr abends. Für die Belvrdsrekonzixte gelangen auch Abonnements iük die ganze Spielzeit Juni und ^lcki ^ur Ausgabe. rvie«e» «vr-eWetttzmfreie Jüdische Volksbühne XÄmS?" .... . . . T»l*phon 404-Si ..... Nlüut® l/38 tTlir alseiicls: Erstaufführung SCHMA JISHÜEL Drama in S Akten von Qseip Dyinow Regie: I. Deutsch BEN-ZWI a. G. Atts dev Theatern. , Im Burgtbeotrr gelangt morgen, Samstag, „L l b u s s a" zur Auffübrung.' Anfang Vs? Ühr. Im' S ch ö n b r u n n e x S ch l o h t h e a t e r wird morgen, Sarnstag, a s Konzert" gegeben. Anfang 7 uhr.; In der S i a a t s o p e t geht morgen. Samstag, „P a r s i s a V in <Swr. (Kundrh — Frau Heleni Wildbrumr von der StaatLoper ui Bersin. Amfartas Herr KaMm:r-- iänger Thevdo^ LaNermanu von Dresden,- Gurnemanz Herr Alfred. Ierger 'vom Rarionalthealer in München alS Gäste) Anfang V-6 Uhr. ..r i ... . ■ B o l k s o p e r. In cher BoliSoper sinden derzeit die Prol-en für dre am 1.- Jum -in S^ene gehende Nm-nnstudiennm der Jean NongueKsch^n Op-r stzuo -vaäis-'nach dem Roman von Hnrrvk Sienk-ewecz und Henri Cain in der Uebcrsetznng von Hans Liebstöckl) statt. In der F r e i e n j ü d^ i s ch^e n B v! k s b ü h n e .sindet '-Ot-vU'ch'e ^die - V^ttiierk^nvü ch ist a-.-'I-i f r n e l". Drama m drei Akten von Ossiv Dvmow. statt. Dre Hauptvosten sind mit den Damen Deutsch. Wemnanb-Gras und -dcn Herren. Ben-Zivi iiis Gast. - Deutsch und Nathan bsietzt. Sp'.rllriter: I. Deutsch. Anfang V-6 Uhr. » Dry Klage Leoyold Hrlsners auf. WV.Ü6V Krorren. Vor dem Hofrat Dr. Mattagka fand Milt mach btim Miene« .Handelsgericht bie- Schlußverbaudlung - üb r di^Klüüi r statt, die Leopold HilLner drn den Rechtsanwalt Dr. Lcopotd Plaschkes gegen. die Filmverluebsgesellschast ttEnos^ üüd gegen den Kanfmanü Adolf MuMaNn anfZahlirng »stoü Miü6d/tzjM gebracht hatte. In der Klage wmde aus-:-efüh'.t, daß Hilsner nach ' l9jahriger Ha'l ganz mittellos u.ach Wien kam, daß er hier V0n- Unterstützungen'lebte und daß der ZwntbeklagtS an ihn mit dem Anträge heran getreten sei, seine Lebensschrcksale versilMönzulasien und in diesem Film selbst als Darsteller aufmtietin. Hilsner behauptet, es sei ihm veisvidchdu^wordek,daß eb birbei sehr Wiel verd encn werde, und er habe auch gehofft, daß sich von nun ad sein Leben freundlicher gestalten werde. Pgch'FevügsttllHlEdes Films bade man ihm eine Abscrtigunä von & fsäOÖ gegeben, womit er sich allerdings znsriedSngegebeu habe, doch^ müsse diese Vereinbarung mit Rücksicht äus seine Berstaudesschwäche und seine Notlage für nichtig erklärt werden. -Die B.'klagten hätten sich an diesem Film maßlos b e r e i ch e r t,' während er leer ansgegmgen sei. Hilsner l epffert seine Ansprüche ans si 16V 6vO. Tie beiden Bcllagten haben durch ihre'Anwälte bestritten, daß dem Hckkner irgendein An'pruch außer dem verembartcn Honorar erwachsen sei: er habe als Darsteller für iein jedesmaliges Filmen ein Honorar erhalten, wie es nur erstklassige Schauspieler, wie. bciipirlSweije Frau Erika W a g u e" r, bezogen. Hilsner sei nicht geistesschwach gewesen, ebensowenig war ec in Not; denn kurz vorher hatte Hilsner durch Sammlungen der Preffe K 20.000 erhalten, hatte auch sreie Verköstigung und kamen ihm von vielen Seiten müde Gaben zu. Er sei als Darsteller nur deshalb verwendet wor um ihm die Möglichkeit eines' Verdienstes zu geben; er konnte nur in solchen Szenen als Darsteller.sich zeigen, die keine davstellcrischlü Fähigkeiten erfordern. Der-Film als solcher war nicht gelungen ütrd Übte keiüe besondere Wirkung. Es sei unrichtig, baß die Beklagten Millionen verdient hasten, im Gegenteil, die Unternehmer hatten eitt Defizit, da der Film von der Polizei ausGründen der öffentlichenSicherheit u n d O t b n ii tt ö näch wenigen Aufftihrungen inhibiert worden sri. Zur gestrigen-Verhandlmig war Hilsner nicht erschienen. Gs kam zwischen den PatteiendertretrrN km Vergleich zustande, auf Gruud dessen die „Ettos" sich verpflichtete, zuhanden des Vertreters HilsnerS siir diesen L 5l00 zu Zerlegen, wogegen Hilsner auf jeden weiteren Anspruch endgültig ver» sichtet. _ Sport. Rapid in Prag geschlagen. Prag, 26. Mar. (Eigener Drahtbericht.) Unser Meister verlor gcg<» Sparta nM wunderschönem Kampfe 1 t 3. Vorder Pause war bas Spiet vollkoninlen offen, nach Seitenwechsel waren die Tschech«^ Überlegen. Sämtliche drei-Tore für die Sieger erzielt« Iauba. Für Rapid wütt- Witlkü erfolgreich. Schiedricht r Fanto^ ... Cupspiele. M WygrM CMp:els brachttü ytthrtzki große Netzrv» taschMSeu. Sö' mtM W MdvWügcl ödst b«r Biruna mit 1: 4 geschlagen bekennen und die Amateure erfochten gegen den Provmzverein Stockcrau nur einen knappen Sieg von ü: 0. Floridsdorf gewann gegen Hertha Nach Kämpf 15 0 ütib dm Wiener Sportklub gelang es erst int Nachspiel, den W. A. F- 2 r 1 zn bkstegen. _ . Meisterschaft der zwefterr Klaffe. Gestern gelangten Nur zwei Spiels m Austragüng, bic papiebkorMgemäß vcrliessn. Die Rcintlale wüten i Dönaustadl- Bamngnrten 2: 0, Slovan-^BewegkugSsptsler 3 1. I G.L.Derezia ktvmp.-Iung-Ludü tt(3:H)t: Heros. Heute, 5 Uhr. außerordentliche Generalversammlung um Cafs ,Drei Lauser", ^tX., Alse'rsträße 34.', _ Ätöbinm spielt Sonntag mit zwei DtaNtischüfteN gegen MüdliNg. Abfahrt V-2 Ubr ab Südbahnhos. Samstag spielt flifl Gersthvftr»Platz bte Aste-HerrenMünNschastütM s Nhr-, die ^ungmanuschast «m ^,2 Uhr gegen Gerstbol-Senioren und 27. Mai 1921 •WMM ia*TT|~ Der VolkswirA Deutschlands Wirtschastsproble«. Wir entnehmen dem „Berliner TageME dbe ftÜ genden Ausführungen Dr. Felix Kiuners: > ' » - Zweierlei ist zu erreichen: Einmal muß die dtzutskW Zahlungsbilanz,- wenn auch nicht sofort, so doch ft$» urählich so gewendet werden, daß statt des jetzt npHbestehenden Pafsivums voll einigen Milliarden Gsgimark sich eine Aktivität ergibt, die ausreichr, iiftt dich erforderlichen Zahluttgerr nM Leistungen ftit 'tzchs tente zu bewerkstelligen. Zweitens -llüssen die MM«» schüsse 'der Zahlungsbilanz, cheMhurrg weise die SMM men,-, die.-aü' die Entente zu zahsi:.! sind, aus VW UebersthüsseN oder dem Msttzstanöe Ser PrivatWlrtz» schäften in die Mrsügbarkett hes Reiches überfÄW werden und''ihre Übertragung muß in einer Meist' erfolgen, die den Bestand und die- Lebensfähiger mp« se.rer Wirtschaft, so wenig -M möglich 'LaNgi^t.°> Die Zohluugsvilanz kann in dem vb-en erwähnten Sinne beeinflußt werden, einntäl durch? Erhöhüng der Ausfuhr,, zum anderÄn . aber auch durch Mpringeryna dev , Einfuhr.' Die deutsche- 'Attßenhandelsstattstik ist noch immer nicht so ineit reorganisiert, daß MrtzahM für. die Einfuhr.zuverlässig evr-echnet werden köntwen^ ^Nach .gewissen autoritativen SchäßllngHr Halt sich M;Einfuhr, zurzeit auf einem Jahvesniveau vom etwst -9 Milliarden Goldmark.- Dieses Niveau ober vielMÄjst das Verhältnis, in dem es zu der jetzigen gleichfaM geschätzten Ausfuhr von 5 bis.-6 Milliarden GsW .mark steht, - braucht nicht als das normale und fort*, staute Verhältins im Außenhandel unseres Landes -bv» - Wachket zu weröm^^^ T2il.erk(tzvKc.,siH^ die an sich! .M gOße Djsfereüz daraus, daß bei W Ausfuhr, nächt.ammer" die dollen Valutapreise erzielt werden,^ ' die füv den weitaus.größten. Teil der Einfuhrbezahl -werdeMmÄssrn. Aum anderen Teile ist das unnormal^ UeberHiegeu der Einfuhrwerte über die ÄNsfuhrwvrM daraüß-Lüritckzuführen, daß die deutsche MirLschast'ip den ersten Jahren nach Ariegsbeendigung ganz natiir». lich vcks Bestreben zeigen mußte, die während tzeG Krieges und der Blockade fast vÄlig geräumteü Lage«? an, ausländischen Mhstosfen - wieder.-zu einem emigjkv-- «Kßeü ausreichenden „Stock" aufzusütten. Auch strderje de^ während des Krieges durch. Unterkonsum und! Unterernährung start entkräftete. Vol'ksorganismus «« dieser Zeit eine reichlichere Zufuhr an ausländischech Lebens- und Gcnußmitteln, damit der Volkstörper regeneriert und zur Arbeit wrederbefähigt werden konnte- Die Befriedigung dieser der Wiederherstellung der volkswirtschaftlichen Kraft uilb Substanz dienenden Osbürfniffeließ es auch um den Preis einer vorübeze^ gehend'stark passiven Handelsbilanz gerechtfertigt, jst sogar notwendig erscheinen, eine Zeitlang Tezle bprli Einfuhr aus der Substanz der Volkswirtschaft stpÄ aus ihren laufenden Erträgen zu decken. Eine sotzchst Wirtschaft könnte aber auch dann nicht dauernd betriebe» werden, wenn Deutschland keine Neparat io ns l^istnngM zn vollbringen hätte. Ein Gleichgewicht der ZahlnNgK^ bilanz hätte unter allen Umständen hergestellt den müssest ünd die. Pflicht zür Reparation ändseE die Dinge nur insofern, als aus dem Uebergewicht de^, Einfuhr über die Ausfuhr ein Uebergewicht de.r. Ausfuhr gemacht werden muß, ' » Es wird notwendig sein, von der Bevölkerung wisse Einschränkungen in der Lebenshaltung vvtt neuenü zu fordern. Der Konsum der Bevölkerung an wirklütz lebensnotwendigen Nahrungsmitteln, BekleidungsgLAttr-, ständen usw. kann allerdings nicht unter das jetzigst immer noch erheblich iftttec dem Vortriegsnivtzaüj stehende Maß hinabgedrücktwerden, wenn das beutschR Bott arbeits- und wiedergutmachnngsfähig bleiben fufß» Hingegen wird der Verbrauch And die Einfuhr an alltzr Gegenständen des Luxus- und Genußmitt<MNsumÄ zweifellos gewisse Einschränkungen erdulden müssen,'' und zwar auch dann, wenn einzelne IndustrieuM Handels kreise, die von der Befriedigung solches Bedürft Msfe leben, dadurch geschäftlich benachteiligt wervm' Würden. ' { Die deutsche- Außenhandelsstütistik besagt, daß ittj den Monaten. Jänner bis Oktober 1920 an rohvm?.^ Tabak 607.330 DüpMMttter nach Deutschlaüd ei^ geführt worden sind gegen .814.000 Doppelzentner ims^ ganzen Jahre 19i3. An Feigen betrug die EtNftM bereits wieder 51,842 Doppelzentner gegen 9Ö*äw DvPPälzentner tut Jahve 1913. Zweifellos haben inj den ersten Jahren nach dem. Kriege Genußmittel denk Zweck gehabt, die innn-er noch bestehenden Lücken ins dür Bölksernährung, so gut es eben ging, auszufüllenÄ und auch der ziemlich rasch Wieder in Aufschwung $&', konrinsne Verbrauch an reinen Reizmitteln erklärt sich hinreichend aus der durch den Krieg, die Revolutionswirren und die großen Emotionen der- Wirtschaft lichen und' poNlischen Nmivälzung gesteigSrt^n Mrzbarkeit der Bevölkerung. Alber'.je mehr die Verhältnisse sich beruhigen, je mehr der krasse Unterkonsum an> wirklichensrührnügsmiLtM schwindet, destK dtiNMbu muß die Förderung erhoben werden, daß btck' Volk sich' im Konsum von reinen Genuß- und Reiz»j Mitteln die Beschränkungen auferlegt, die seine noch' immer nicht hinlänglich begriffene Lage erfordert, i > Wenn manche Ententelättder, die an DsutschlüW unerhört große Wiedergutmachungsfvrdernngen ftelfett und von uns ftäüdig eine Etnschränkuuz der LedM-, LüMNS joMrn^ bm Mc ÄÄ.iH ififctt-.