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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-25 · Heft 835 (25.5.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 835 (25.5.1921)
Date
1921-05-25
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr. R» Men, MUlmock -- Tagesbericht. ..Brntzeugr«". . Es ist eine Ehrcnpfl-.cht dcr Wiener' Judrnschast, die' ukrainischen Pal ä st i n a - P t o n. r t r x. ivelche karübcrzchend in Wien festgehalten sind, in ihrer Not. nicht zu verlassen, Sie bftrtcn nicht Hunger Ariden, sie müsien,' mit Kleidung und Wäsche versorgt werden, und sie-, haben An'pruch daraus, daß wir sie mit dankbarer Liebe umgeben. .Heilst «halt die «Wiener Morgrnzeitung"- einen Sanunelbogru, den duHrma Brüder L t f t a u f f i in engem Kreise auslegte. ' W'.r-. verin'icn!lich:n den Ausweis, um zur Nachaluuung anZuspvmen: Brüder Lisianski L 2009, Dr. Heinrich Fast.-ill t000, Dr: Jmnlerglück K tOGO^ Dr. Friedmann K 1000. Dr. Bcrnh ard^st 1000, Theodor N>x K 1000, S. E- Michelriädier L 1096. Dx: Berger K 1000, tzudwig .Klug K?>C0, De. SLuberi K SCO, Ingenieur Schon K SCO, Armi»? Hon mann, K 009, Salzmauu K 400. Dr. Hvffmann ll '200, Roiett Kl:rn K.200, M. SzautoA.200, F. Hahn K 100; Summe lv iZ.iou. Wiener jüdische Kinder rmch Hugoflawierr. Propadandarcif« -er ^rau 2lnrtt«r Müller. Nur derFerienakrion der „Wiener io-mlcnHilfsgnnemschast" Nvre Gebiete zu eröffnen, mueruahru Frau Anitta Müller ' eine ÄoitationSreise durch Jugoslawien, die von besteu Erfolgen begleitet war. Die erste Station ihres AnfenthaltrS war Za-grcb, wo >m Saale der jüdischen Gemünds eure Versammlung adgehalten wurde, welche di: KnlinSakmeinde in Gemeinschaft mit der .zionistischen Organisation uiumfrßl'ictt. 'Es wnrd'e»--sofort K 100.000 gesammelt; zur Ilnierbriuguug drr Kinder hsidete sich ein Kdnütee. ' - - In D e lik i-B e.L k er e k, wo Anitta Müller von derKultusaemeinde vom Frauenverkm der zjonisiischen Organrsation <mpfangen wurde, gelang es, 120 Kinder zu placieren. Ausgezüchnete Resultate wurden ferner in K i k i n d a. Seut a, D r i a k, P a n ä e v o. Beograd und N o v i s a d erzielt. Die Lichtbildervorträge Anitta Müllers i'rbteu in allen dieseir Orten tiefe Wirkung. ■ Das Elend der pensionierten Gemeindeärzte. . Heber das Elend der pensionierten Gemeindeärzte wird mit-- ectcilt: Die niederösterrcichischrn GemrindeärzLe sind zuul Verhungern verurteil.', sobald sie in den Ruhestand treten. Kaum traut man sich, die Ziffern für wahr zu hallen, die dir Summen ovsdrücken/ von denen sic monatlich leben sollen. Ein. solcher Arzt, der, nm em Beispiel zu nennen, qls G e me i n d e a r z L in m e h r e r e n Ort e n N i e d e r ö st e r * e i chs sich mit einem festen Jahr sgehalt von k^ losttz durch Jahrzehnte hindurch bescheiden mußte, erhielt ein jährliches, Ruhegehalt von K 960. •J&ili»'■.mos: im Jahre löl^ Er hatrvon diesem Geld, also vo-: monatlich L 80, bis zum Mai vorige» Jahres leben «Wen. Erst dann wurde seine Pension erhöht, und zwar betrug sie K 117 monatlich, so daß also der Arzt mit seiner Familie von K 197 monatlich leben soll. Er ist, wie viele seiner pensionierte» Berussgcvossen, auf Unterstützung e n a n g e w i e s e n. aber weder i diese noch die Lebens«rttelaushilfe» der amerikanische» ärztlichen 'Hilfsaktion könnm ihn vor Hunger und Elend' schützen. Krank geworden. können sie an Nebenrcidienst nicht denken. Ernem dieser Arrzte starb vor zweieinhalb Monaten dre Fran. Sie hatte seinen dürftigen Lebensunterhalt durch Klaviernnterncht ein bischen gebessert. Nun steht er mit den Kindern rat-- und hrlilos da. Es ist ein öffentlicher Skandal, nm die Allgemeinheit verdiente Menschen dem sicheren Hungertod üusziüiefern. Hier tut rasche Hilfe not. Vivat sesc!emia! Sochs Tag-' in der Woche lassen sich die deutschen Studenten «uf der Universität nicht blicken und /di« Professorrn klagen über die aufreizende Leere der Höri'äle. Am siebenten kommen sie „in voller Wichs" angerückt, aber natürlich auch nicht, urn die Borlesungen -u hören, sondern um sich im glanze, 'ihres Menen Geistes zu sonnen. Was da ans Tageslicht kommt, kann' uran in der Skandolchranik unserer Stadt strach-- lesen. Die Aula hält jeden 'Rekord mit der Scbmelz und anderen „enteren" Gründen, was blutige Nebersälle auf Wehrlose, Haß gegen ehrlich Arbeitende uird ionstige physische und psychische Aeußerungen urwüchsig ft-'ostender Bolkskraft betrifft. Am letzten SamSürg uiineir sie zur Abwechslung „geistig" und lösten das Problem der Lehrkanzelvakanzen. iinsere Nntervichtsbehörden zerbrechen sich bekanntlich seit längerer „Irit darüber den Kopf, tuo sie für die namhaften Gelehrten, die die Alma mater in der letzten Zeit verloren luit. würdigen Ersatz hernehmen sollen. Die deutschen Studenten haben nun in dieser.Angelegenheit das Ei brs .^olunibns gesunden. Sie verlangen einfach, daß die Äaüz.'ln nur durch Deutschavier besetzt werdend Und der Rektor hat ihnen verständnisinnig, eine. Antwort gegeben, die in ihrer Vieldeutigkeit .der. delphischen Pythia zur Ehre gereicht hätte. DH sie auch dem Oberbauvte s einer Hochschizbr,' die gerade .fetzt eine Hizmplampagne .eingöbeitet hat,' die sich durchaus nichl ^auf Deuticharier beschränkt, Ehre macht, ist eine andere ^>'age. Die sogenannte Rocke,seller-Stiftung b'östeht hauptsächlich aus jüdischem Geld. DaS hatte der Rektor schon aus Gründen des' Anstandes den strebsamen Musen söhnen, die bei der Stellenbewerbüng die „Stimme beü Blutes", für sich.sprechen lassen wollen, weil sie i'ühst bei den Prüfungen den Gebrauch der Spräche u verloren pflegen, klar machen müssen. Daß er-.dies ^'r.ibsännrl hat und den wackeren' ^BursKen" das/ Wi«tte Morge»zettmtg „2i>. * Mai 1921 Seite & sagen wir undiplomatische ihres Vorgehens nicht verj wies, zeigt trotz der Gewundenheit seiner Antwort seine - Sympathie für das beim samstägigen Bummel entj deckte Kriterium für die Hochschullehrßefähignng. Wenn auf diesem Wege weitergeschritten wird, dann wird in absehbarer Zeit die 'Habilitationsarbeit durch die — Bierprobe erseht werden . ... Zur Affäre des Gerrerals Segrö. Die italienischen Blätter -fahren fort, den FM Segre in der ausführlichsten Weife z". beleuchten und beklagen übereinstimmend, daß das Prestige Italiens int Ausland auf das schwerste geschädigt wurde. Unter anderem -wurdeauf' Grund von Dolmnenten festgestellt, däß Oberstleutnant Roinanclli für die seiner-, zeitige Besetzung Budapests < durch, runränische Truppen die Mitschuld tragt. Ausführlich beschäfrigen sich die Blätter mit der schlechten Behandlung, welche die. der Mission.zugeteilt gewesenen .Soldaten durchs die Offiziere erfahren haben. - , Kürdie Unterschleife bei den Hangars auf dem' Flugfeld in Aspern wird in erster Linie Hanptmann Z a p p e l (o n-e verantwortlich gemacht und demselben lnnlec andere,n auch der Verkauf italienischer Flugs,.'.uge zur Last gelegt. Große Schiebungen begirrgen die Offt-„ ziere auch mit Kohle, welche die Militärmission aus der Tschrchp-SLowakei bezog. ,.3Ncht'wenigäp.)a^ 'achtzig Waggons wurden von den Offizieren, die auch an Börse- - gefchäften hervorragend engagiert waren, in denSchleich-., hattdel gebracht. Dcajör Pä n % gli averänstaltete in * Gesellschaft von Aristokraten Bankette in 'Wien., und. lieferte für dieselben, aus .hem..,,^bsnsmitteimäaÄiü' der Mission das notwendige Mehl zisw^ Die, Offiziere ünterlnelteü'Mhäften Verkehr' mit' Tarnen der Halbwelt, denen sie große Geschenke, teils in.Lebensmitteln, .teils in.Juwelen machten. Die Verhafteten befinden sich derzeit in Florenz/ Die Anberaumung des Prozesses dürfte angesichts des ungeheuren Bsslastungsmaterials noch geraum-^Zeit ans sich warten lassen. .. Der Mailänder „Avanti" verweist daraus, daß noch heute Reste der italienischen Militärmission in Wien sind, so eine Abheilung Karabinieri mit dem Hauptmann Cala rj an der Spitze, der ebenfalls an den Schiebungen beteiligt gewesen sein soll. Das' BlE verlangtdie Abberufung der restlichen Mitglieder der ehemaligen ' Militärmission. General Segre und die italienischen Offiziere sollen in italienischen Banken große Guthaben besitzen. Viele von ihnen sollen in der letzten Zeit Besitzer 'von Häusern und Villen geworden sein. - Die Millionendiebstähle bei Wiener iSpediterren. Masseerverhaftungen von Diebe« u«d Hehler». - A« vier Millio»e« Ware« gestohlr«. Es wurde bereits berichtet, daß zmn Nachteil eurer große« 'Speditionsfirma, tvelche den Warenverkehr nach den Sukzesfionsstääten -verckittelt, seit vielen Monaten umfangreiche Diebstähle begangene worden sind. W ereignete sich nämlich dutzenbmal, daß an 'derc Bestimmungsorten größerer Warensendungen einzelne Kollis ihres Inhaltes beraubt und statt seiner mit Ziegel- und .Pflastersteinen, Holz oder bei leichteren Gegenständen mit Stroh und Pferdemist gefüllt ankamen. -Die Krumnalbeamten gruppe des Bezirksinspektors Eduard N a r o z n.h hat. nach langen Beobachtungen »ach und »ach die Spuren der Täter gefunden und entdeckt, daß die auf zwei Jahre zurückreichenden Diebstähle von einer Anzahl Kutschern, Auflegern und Geschäft^dienern verschiedener Fuhrwerker onsgefübrt worden sind, und daß diese gewerbsmäßigen Diebe an einer noch' weit größeren Anzahl'von Hehlern werktätige Unterstützung fanden, um die Beute, an§ welchen Artikeln sie immer bestand, zu veriverten. Die Erhebungen im Sicherheitsbuteau führte .PolizeLkämmissar.,Dr. Le wisch in einer fast zwei Wochen währenden unausgesetzten Arbeit, deren Ergebnis es ist, daß Diebstähle mit einem Schadensbetrage von etwa drei bis vier Millionen Kronen aufgeklärt und etwa ein halbes Hundert Pep son en in Hast genommen worden ist, von denen ein großer Teil gestern dem Landcsgerichte eingeliefert worden ist. Die.Verhafteten scheide« sich in zwei Gruppen: Die Diebe ltitb die Hehler, welche offensichtlich die Herkunft der Waren kannten, und die Hehler, die ohne' die gebotene Vorsicht von ihnen unbekannten Leuten Waren erstanden. Ar» meisten belastet sind und dem Landcsgerichte eingeliefert wurden der Aufleger Josef Pollhammer, der Kutscher Markus Düsybiv, der Kutscher Rudolf Kozak, der Kutscher Leopold Löwy, der Kutscher Joses Karlinger, der Geschäftsdiener Leopold Steiner, der Aufleger Jakob Taussig, der Kutscher Rrrdolf Hasst), der Kutscher' Johann Zukal, der Aufleger Leopold Taussig, der Fuhrwerksbesitzer GottUeb Schick, Anton Kvci jun., der Arbeiter Johann Nermuth, der Gastwirt Anton Kon fen., der Kaufmann Wolf Heiser, der Kellner Wilhelm Wodicka, der Kutscher Leopold Scheibenreif, der Privatbeamte Rudolf Drahvzal. Außer ihnen war anfangs noch eine weit größere Anzahl von. Personen in- Hast, die aber dann auf freien Fuß gesetzt und in strafgerichtliche Untersuchung gezogen wurden. Die Bcraubuug der Frachtgüter ist durch alle die Monat« stzstematisch geschehe». Wenn eine Fuhre zur Bah» bereit gestellt war, lenkte» sie die Lutscher auf de« Wege zur Bah» i» irgend ern Magazin, hauptsächlich nt dag des FuhrwerkerZ Gortlieb Schick oder zu dem Gastwirt Anton Loet in die Gvdrunstraßr. Bei ihm wnrden dre Listen abgeladen, auf die Legelbahn geschafft und dort vorsichtig geäffnet, svdaß der Zallverschlas; womöglich mwn-sehrt blieb. Li« Teil der Wareu wurde dm» —rrr--- .—:—.7,. .." .. ' . g'ett6stiüren und das fehleude. Gewicht je .»ach de« Juhalte hU Kiste'durch schwere Sachen, .wie Steine oder'Smrd. «der dmch leichtere ..GLgensiande, w'.e Holz «der" Pserdemist, erscht. Da« wurde das Kvll: w-eder vorsichtig grschlosien und du dmch drn Diebstahl rmlerbiochenr Trauspsit wieder aufgkttvmmeu. LvtÄl Gästhaus, daS xn diesem Falle als Hauptquartier der Lollidieie galt, stand seit iehcr im Ruft, der Znsammenkunstsort von Ber-k blechern wie Vreiwriesir und Misela zu sein/ Gestohlen wurde! Ms tcn Dieben in-die HLttde siel: so HAe, Hemden, Socken, Strönrvie, Schuhe, Hemdeusiosf. Wolldecken, Herri stsste, Dauienpelze, Tennisbälle, Weirrschläuche, Spielsachen^ Puppen^ Tabrköpfeifen^ Zigarettenpapier, Gußeisen, Weiß-^ Schwarz- und Zinkblech. Wügenachsnr, Taschenmesser, Fentv, zeuge. Chrnäsilbetwaren. hauptsächlich Eßbestecke, Manschette»! kiiqpst,. i Malermrb Austreichnpinsel«, Krawatte«, Lach-s lbffel«, Hpldserdenstoffe, Matratzengradl, Toiletteseife, Lrdergümcrschen,^ Radirrgnmmi, Notizbücher, Feilen tmd Kätmnr» Diese Artikel waren, züm allergrößten Teile zur AuSsnhr in die Dalkanstaaten bestimmt. ' Demgemäß dauerte drv, Bahntransport lange Wdchen und erst nach Ankunft der Ware»! chuKp, dir Diebstähle entdeck.', die die Adreffate» nat»rge«LV für.- Betäubungen während des Transportes ansah«:. Bei d<ru Pchwinigkriten, auf dir große Distanz eine Entschädigung z». cUangcü, unterließ matt es eben in den meisint Fallen über-^ Haupt, eine Anzeige zu machen, und die betroffene SveditiouS^ finüa'nrußte die Abgänge ersetzen. Sw ist hiedurch um e«t$ .Millwü ßeschüdigt. ■ r - Außer beut Gastwirt Koci und fetssem Sohn war auch beri Lberlelluer Wilhelm Wvdicka. einer der Hanpchrhler. Kon so» sich durch feine Hehlergcschäste ein Vermögen erworben haövtii Wse sehr er sich schuldbewußt, söhlte, gehr daraus hervor, daß «v sichi schon verpflichtete, der geschädigten Firma eine» Schade»*! erfaß' von K 1,100.000 gu leisten. Auch eine Anzahl der übriger Ochser hat sich zur Schadntersatzzahlnng verpflichtet, sodaß i»A^ gesamt ein Schaden von IV- Millionen Kronen gedeckt erscheint^. Cilir zweite große Hehlersirma war der 98jährige Kaffeesieder Jakob Zimet. N., MieSbachgasse 9, der mit dem ÄanfaKW' Leiser Wolf Storch eine Kompagnie bildete. Der Schwede als Schmurkdred. Ein geheimnisvoller Juwelendirbstahl beschäftigt feit <£****', iag das Sicherheitsbureakk. Dieser Stelle wurde am 28. d. SR*; die Anzeige erstattet, daß tags vorher aus einer Privatwohn»»», Juwelen im Mindefiwerte von einer Million Krone«- geßohlen worden sind. Die Familie, in der sich der Diebsta^ ereignete, hatte einige Zeit vorher einen elegant auftrrtmdv^ Fremden kennen gelernt. Der Mann war hier und auderSwv: als Ingenieur Oliver D i ä,r u ausgetreten. Diel wußte ML» von ihm nicht, höchstens das, daß er in den Kreise» reich« gewordener Schieber verkehrte, häufiger Gast m den ät?j mondän geltenden Lokalen war und große Zrchm machte.. Die^ demsche Sprache beherrschte er nur unvollkommen, dafür sprach er; französisch und englisch und ga»z besonders perfekt ungarisch,' was ec damit erklärte, daß er 'augeblich in llngarv studiert haben will. Dieser angebliche Schwede war a« kritisch«« Tage zu Besuch im Hanse, und als er fort war, bemerkte die Fra«! des Hauses de« Abgang eines Rehhäuteis, in dem ihr Schmuck vertvabrt. frei im Z-mwer gelegen war. Mau snchte Md fuchtelnd als man ihn nicht fand, kam man zur lleberzeugnng, daß nur der schwedr der Dieb gewesen sei»' kan«. Kommissär Dr. K l a n s e r leitete sofort Nachforschungen nach de« der Tat verdächtigte» Schwede» em. lieber ihn war ««r wenig in Erfahnmg zu bringen. Gemeldet war der Mann seit etwa April l. I. als Okiver Björn/ am 23. Februar 1800 zu Malmö geboren, angeblich jugoslawischer' Slrotsangehöriaer. Obwohl er seit April polizeilich i« H. Bezwk genreldet war, ist er dort vollkommen unbekannt. Es wird vrr-. - mutet, daß es sich nm einen internationalen Hochstapler handelt.'- * Zur «»Wesenheit Exkaiser Lael» i» Wie». Die spantschen Blätter veröffentlichen einen Bnef, welchen d«! Wiener Korrespondent des Madrider »El Sozraksta an d»^ Wiener spanische« Botichattec de Av illa genchtet hat. Dr de« Briefe behauptet der Korrespondent aus das BeinmMtrstg, d aß Erkaifer Karl in Dien mit einem spann wen Kaste «0» kä« und bei der spanischen Botschaft, wo er gesehen wmd^ übernachtete. In dem Brief wird auch aus dre u»t«1t«tzu»y 0« Resiamationßdesireb«nae« durch König AlfonS Xlll. so»« amt de« Verkauf emes Testes der österreichychen Kronruweleu «ach Spanien durch Vermittlung der spanischen Krone Md ans die. finanzielle Unterstützung des Exkaisers fertens Spaniens h«»i gewiesen. » * Da» Institut fürkriwiuattalepathische i schuuge» teilt Ms mir. daß, eS durch eine namhatte Spende! seitens einer Wiener Per'önlichkeit nunmehr m dre Lage gesetzt! rsi, seine Arbeite». zur Gewmuuna von Anhaltspunkte« » tza. Versolaung unausgrflärter Straffälle auf telepatlnschem Md hell»; seherischem Wege künftig unentgeltlich sortzusetzm. Dw Versuche finden u«ter Kontrolle eine« höheren polrzrütchen und! richterlichen Funktionärs statt, welcher auch di« wettere» Recherche«! in dte Wege leitet. * Persoualnachricht. Allen meinen Freunde« und Bekannten teile tch mit, daß «eine Trauung nnt Fräulüw I e n n h L a p p y heute in .Zabie (dn Kossow) stattstudet^ I s r a e l P i p e r. * Zürich, die Stadt der N'-illionstr«. Gegenwärtig beherbergt Zürich von alle« Städten u>N nur der Schweiz, fta* dem auch von ganz Europa die meisten Millionäre- De«n e« gibt dort nicht weniger, al-r 34t Millionäre, von denen ZK Per» sonen mehr als fünf M-llionen Franke«, besitze«. Zwei von' rhne« haben sogar ein Vermögen vo« 20 Millionen ^Franken. Dre Mehrzahl dieser Hetrschaften hat ihre Schatze erst währeud des KüegeS gesammelt,' denn im Jahre 1912 gab es i» Zürich mrr' 3t Millionäre. : * Wetterdericht. Ern Gebiet stärkerer Bewölkmrg,reW vo» Südsrankreich bis Italien und Steiermark. .DaS Wetter ist im österreichischen Alpenvorland wolkenlos.-? Bsrousfase: Verwiegend heiter, tagsüber zeitweise hohe Schichtwottev, sehr' war«, schwache tüdötzliche Winde. i * Reis« Zlcktopolskis «ach Amerika. Der Direftav de« Keren Hajeffod. Zlatopolski» begibt sich auf de» Rch Dpi W « i tz m a « « - diese Woche nach Amenka, u» an den S «re uHajess.d-Ä Ui § n teistunchmen. Na t d itsch ist in derselben Aufgabe bemits in R«w-Vork eiu-ett'eGn. skskkid. Korr^Aur.1

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