Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 834 (24.5.1921)
- Date
- 1921-05-24
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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WOBult QRk u Wien, Dienstag 24. Mai 1921 Di S Dienstag ben 34., Mi 2 nnb Do 2 Mittwoch den 25., 9 Freitag' brn 87;, Mo 1 Montag den 30.> Di 1 Dienstag den Mi 1 Mittwoch den ,1. Juni, Do 1 Donnerstag den 3. Jum ._, Fr 1 Freitag den 3. Juni. Die ' FassungStaae sowie -die-sfir. die früheren Fassungen bezeichnrte Stunde sind genau 'emzüyalten. Der Beginn und die Modalitäten der nächsten Hebensmtttelaüsgabe werden rechtzeitig verlautbart werden» I Weiterer Äücktgang der Schmalzpreise. Seit heute verlaust ■ die Größt chknchtern :-nma amerikaurscheZ Schweineschmalz im Detailverkauf um 220 das Kilogramm, das ist ziemlich genau das Hundertfache des Friedenspreises. Bekanntlich rührt das. amerikanische Schmalz aus einem in Wien errichteten Konsignationslager her und muß bei der Abnahme in Dollar bezahlt werden. Da der Dollar nach dem heutigen Kurse mehr als das Hundertfache des Friedenspreises, . in Kronen gerechnet, tostet, ergeben diese beiden Umstände. die Richtigkeit der ans Amerila eiugelausenen Nachrichten, daß.dort der Preis für Schweinespeck und Schweineschmalz unter den Friedenspreis gesunken sei. s Freie Jüdische Volksbühne Lg\e£^ter§ Leitet: Egon Brecher — Isak Deutsch. «so Tel. 40-3-31 " Heute V„S Uhr abends: , Heirat wider Willen (Bertschik) Komödie.ln t Aklon von L.-Kobrio. Regie: I.Dontsch, , BÄhKe rmd KAM. - Aus den Theatern. Im B u r g t h e a t e r gelangt morgen. Mittwoch, ,J a a k o b s T r a u m" zur Aufführung. Anfang 7 Uhr. ' Im Schönbrunn er. Schloß t h e a t e r geht morgen, Mittwoch, „D i e kleine L'e c a f s o t" in Szene. Anfang 7 Uhr. . 4 ,\ - - . .In der S t a a.t s ö p e r nurd morgen,. Mittwoch, ,T o-s?c a" gegeben. Anfang 7 Uhr. . . In der V o l k s o p e r geht Samstag den 28. d. M. als Festvorstellung .unter LeUung Direktor Felix W ein»., gartners „DieIüd i n" m Szene. Den Eteazar singt Herr Kammersänger ldLro S l e z a k von der Staatsoper als Gast. Beginn der Vorstellung* 6 Uhr. Volksoper. Am 1. Juni beginnt in der Volksoper die S omckersaiso n. Die Veranstaltungen umfassen einen Wagner-Zyklus von „Holländer" bis „Parsifal" am Bi, 6., 9., 12., 14., 18., 21:, 2»., 29. Jum und 2.'Juli und einen Verdi-Zyklus von „Traviata" bls '„Aida" am 4., 8, 11., 17. und' 23/ Juni. Für beide Zyklen werden Abo n n rm e n t s zu e r m ä ß i g t e n. P r e i s e n ausgegcben. Der Verkauf beginnt h e^l te an den Kassen der Volksoper und im Basar Rotenturmstraße. Ferner wird am 1. Jum eine Neueinstudierung von „Q u o vn d i s?" gegeben und find -Wiederholungen . dieses Werkes am 2., 5., 7.-, 10., 19. und 27. Juni angescht- Zur Feser der Enthüllung des I o h a n n S t r a u ß- D tiftnu l s gelängt am' 20. Juni ..Car ne v a l ' in Ro m" von Johann Strauß zur.Erstaufführung in der Bolkssper und sind Wiederholungen für den 23., 24,^26,, 30. Juni Md l.'Jnli angefetzt. Am Montag den 13. Juni und Mittwoch den 15. Juni gastiert Herr Baklänosf m „Faust" und „Tosca". 'Im Deutschen V o lk s t h ea t e r.gelangt am Donnerstag den 26. d. M. um Vs3 Uhr nachmittags Marco Brottners Komödie „H i n t e r d e m B o r h a n g" zum ersten Male zu volkstümlichen Preisen ohne VormttkgebÜhr zur Ausführung. — Für die K a m m e r s p i.e l c wurde für %B Uhr nachmittags Anton Wildgans dramatische Dichtung „D l e b e" angesetzt. Die heutige Uraufführung der dreiaktigen Komödie „Die goldeneBrücke" von Gi»rg Trrramare beginnt 'pünttlich um V-8 Uhr« . , . . - . . Dre Freie jüdischeV o l k s b ü h n e bringt Freitag de« 27. d. M., V-8 Uhr, Oi'sip^Dymows dreiaktigeS Drama „Schma Jisruel" zur Erstaufführung. Die Hauptrollen.sind mit den Damen Deutsch, Wemtraub-Graf und mit den Herren B e n-Z w r a l s G a st, Deutsch und Nathan besetzt. Spielleiter : Deutsch.'— Heute wird „Heirat w i b e r W i l Vtji“, Komödie tn drei Akten von L, Kobrin gegeben. Käthe D o r s ch absolviert am S t a d t t h ea t e r die letzte Woche'-ihres Gastspieles. Die Künstlerin spielh nur morgen Dienstag. Donnerstag,-Samstag und Sonntag in „F l a m me" von Häns Müller. An allen übrigen Abenden gelangt, das Schauspiel „De r Skandal" von Henri Bataille zur -Aufführung, In der Neuen Wiener BühUc findet heute, Dienstag, die 50. Aufführung von Sardous „Fed'ora" mit Oskar Beregi als Gast statt. Die Titelrolle spielt Ellen Newstüdter, ' ° . Im C a r l -,T h e a t e r fiudel Mittwoch den 25. 'd. Mt.., abends V2? Uhr, die Erstaufführung der Operette „F a s ch i st g h o ch z e'i l" ' von Oskar Friedmann und - Fritz Lunzer,! Musik von Johann S t r a u ß,' für die Bühne eingerichtet von Josef .Klein, statt. ,; . f - . . ,; In der Renaiss ä n e e b ü h Ne findet tnöxgen, Mittwoch, präzise 8 Uhr abends,, die Erstaufführung von Gerhard Hauptmanns §Elga" statt. Die Spielleitung hat Dr. Eugen Robert inne. Bühnenbilder von Alfred Kunz. Gisela Wer bezirk hat ihr Gastspiel am I o s e fstädterTheate r wieder verlängert, jedoch nur für 8 Tage, da die Künstlerin nach Ablauf dieser Zeit anderen Gästspielonpslichtnngen Nachkommen rnüß. Sie ' spielt Mittwoch den 25°. b. 3Ji. zum eisten Male die'weiblrche Haupttolle in dem neu in 'Szene gesetzten Schwanke „R o s a /Alts ch rkl" von-Hans K » kt o w und Fritz B/e d^a. Ein mißhandelter Kritiker. Prag, 2.3. Mai.'(Tell-KoÜtp.)^ Der Schauspielkriliker der „Prager Preffe" hatte in seiner. Kritik über die letzte Aufführung, von Schillers Räuber über dey Schauspieler des Neuen deutschen Theaters Ferry M o i 1111 e (ein Sohn des ehemaligen Wiener Polizeiprändenten Düron Gvrup) eine abfälltge Kritik geschrieben Heute mittags erschien Moitelle'in der Redaktion des genannten Blattes, begab sich zu deck Kritiker Dr. Paul A d le'r und attackrerte ihm mit einem Stock, woraus er sich räfch entfernte: Die zuständigen Korporationen werden sich mit dem Vorfalls beschäftigen. Dre Affäre dürfte ein gerichtliches Nachspiel haben. Das $eftfpielif)eatet im Belvedere-Park. Am Samstag den 28. d. M. beginnen, wie bereits berichtet, uttteö der Direktion von Benüo Lce die heurigen Festspiele im Belvedere» Park Zur Uraufführung gelangt tn der Wemgartnerschen Bühnenbearbeuung „Der Sturm", Zauberlustipiel von Wllliam Shakespeare Mit der Musik von Felix Weingartper. Die Regie d« Freüichifestspiele führt Albert Heme. Außerdem finveu im Festsviclth:aler ol!abcndl-ch B<lvederc-Komerte dcs Svmphome- Wiener Morgenzeimng Skr. 834 ,,.. orchesters statt. Am Falle ungünstiger Witterung werden diese. Orchesterkonzerte m den Zeremvniensälen der Hofburg abgehalten. Die.Festspiele finden zum Besten des Wohlfahrtsfonds des Burgtheaters statt. A«ton Hlavaeeh. Die künstlerische Entwicklung dieses Wrener Meisters'der Landschastsmalerei wird Schriftsteller Anton Dworzak an. der Hand von zahlreichen farbigen Lichtbildern'nach Originalgemalden am Freitag den 37. d. M-, V,8. Uhr, im Kleinen Saale der U r a ni a schildern. Brenner-Gedenkabcnd. Der Klub der hebräischen und jüdischen Schriftsteller in Wien veranstaltet heute, den 24. d. M. im Saale des Hotel Continental, IE, Taborstraße 8, einen I. Ch. B r e n u e r - Gebe n k a b e n b. Redner (hebräisch und jüdisch^: Zwi Disendruck. Alexander Chaschin, Salomon Rubaschow. Vorlesungen, aus I. Ch. Brenners Schristen: Ber Horowitz und Melcch Räwicz. - > Steife bet Wirker Philharmoniker nach Paris. Wie wir erfahren, wurden die Wiener Philharmoniker cingeladen in P n ris zu konzertieren und wc.dcn dieser Einladung Folae leisten. Die Konzerte finden anfangs Juli im Theatre bK Chawps Elysees statt. . Sport. Der M. T. K. weigert sich gegen die Hakoah anzutreten'? In dem am Samstag und Sonntag stattfindenden Jnbiläms-Rundspiel der Amateure sollen am zweiten Tage Hakoah und'der Budapester M. T.'K. zusammentresfen. Die Ungarn haben nunmehr den Amateuren telegraphisch mitgetellt, daß sie sich' nieigern,. gegen die Hakoah anzutretcn. Die Veranstalter wollen versuchen, den M. T? K. unezustimmcn — ein Vertreter des Vereines ist nach Budapest gefahren — doch wird sich wohl die Hakoah für den Grund der Ablehnung interrsficren, .da auch sie . auf im Spiel goge« ' den ungarischen Meister verzichten lünn. __ Kakoah—F. A. E. 0 : Ö. , Wenn auch das Resultat nicht dem wirklichen Kräfteverhältnis entspricht, so "hat das'. Spiel-, doch eine.'erfreuliche kleine Formverbessernng der Hakoah gezeitigt. Eiir 3 -. 0- oder 4 :1-Resultat wäre Sonntagam gerechtesten gewesen. E)as: ganz: -hervorragende Spielseines ireuen Tormannes Hofer bewahrte den F.. A. E'. vor einer Mederlage.. Bei der Hakoah mußte Grünseld im letzten Augenblick; für den nicht erschienenen Hans Weiß den linken Berteidigerposten. beziehen. Dadurch, wurde. Slutzkr - sn die Halvesreihe' zurückgezogen, und Häusler, der eigentlich hätte pausie»:n sollerr, bezog.wieder dem rechten .Fl.üNlstürWrppsten....Die^.M.aün-' schuft führte ein sbisches, zeitwei,e sehr schönes Kombipations- . spiel' vor. Ausgezeichnet, war der - linke. Flügel Katz-Grün- Wald. Gansl . arbeitete ' aufopfernd,. -obwohl er mit einem schweren Unwohlsein zu kämpfen hatte.' Häusler zeigte eine kleine. Formverbesserung. Bedauerlicherweise wurde er von Boros, der übrigens ö^r weitaus schwächste Mann im Angriff war, arg vernachlässigt. Dia Deckung' befriedigte. Molnar verstand es als Mittelläufer' mit seinen Kräften hauszuhalten. Slutzki klärte manch kritische Situation. Grünfeld war ein battsicherer Verteidiger. Scheuer, „wasserte" wieder ziemlich stark, war aber ansonsten kaum zu umgehen. Halpern bekam fast keine Arbeit. .! Bei den. Floridsborfern ÜAerragte der TornraiM alle Mitspieler. Reben ihm sind' noch. Amon, Bernauer, Wostrak' und Seidl zu nennen. Das Spiel - zeigte dck' Hakväh 'dltrchwegs überlege».°- Gleich am Anfang mußte der F. A. C. erne C'ornerserie über sich ergehrn lassen; aber alles war vergebens, der Tor-- maNn war-nicht zu - bezwingen, Erst gegen Schluß kamen , die Flüridsdorfer etwas' auf?. " ' ' ' -- - ' Die Reserve siegte '3;-1. ' Dre Hakoahner zeigten'sich diesmal in'viel besserem Licht als sonst. Sehr gut führte sich'Finder am rechten Flügel ein. Die Tore schossen Nußbäum und 'Dickler. — Die Jungmannschaft der Hakoah siegte ,4 :1. -• Sieg der MakkabLa in Preßburg. Pretzburg, 23. Mai. (Tel. der „Wr. - Morgenzig.".) Makkabäa besiegte im Mcisterschastsspiel den Preßburger Atlelhik- Klub, einen der spielstärksten Klubs Bratislavas, nach, glänzendem Spiel 3 : 0. ____________ Die deutsche Meisterschaft. Die Sonntag zur Austragung gelangten Zwtichenruudenspielr der deutschen Meisterschaft ergaben folgende Resultate: Vorwärts (Berlin)—Stettiner F. C. 2:1, Wacker tHalle)—Sportsreunde ^Breslau) 3; j,,Duisburg - Hackbur ger Sportverein 2:1. Die Sieger dieser bret Spiele und der vpriährige Meister F. C. Nürnberg nehmen nunmehr an dex nächsten Mcrsterschaslsrunde teil, . Eheruth tt—HcttiLmah 7.1 (4:0). Ueberlcgenrr Sieg. Bei den Siegern waren Meilen und Katz die besten, bei den Unterlegenen war Wilhelm gütt Die Tore elzielten: Katz (3), ■ Karl (2), Schäpira und Diuks (Elfer) für die Sieger und Jacob für die Unterlegenen. [ Eseruth — Taubstummen 1:3 (1: v). Obwohl Cherttth mehr potn Spiele hatte, verstariden es die Taubstummen durch rohe Spielweise, dasselbe für sich zu.entscheiden. Das-meterhohe Gras sowie die Regolunkenntnis des Schiedsrichters verhinderten ein regelrechtes Spiel. -Die Sieger -traten mit dem Zenterhals der ersten Mannschaft an, welcher auch der beste Mann im Felde war. Ber den Unterlegenen gefielen Bandy und Ossi am besten. Die Tore schossen der Zenterhalf (3) für die Sieger und Bandy für die Unterlegenen. Leichtathletik - Zehnkampf der Mittelschulen Oesterreichs um de« Dr. Eugen Holzer-Gedenkpreis. Sams.tag den 4. und Sonntag den b. Juni 1931. Für Schüler der Unter m i t t e l s ch ü l e ff (nach deck l. Jänner 1904 geboren): Lättfin 60 m (Mindestleistung 8'6 Sek.)/ Cricketballwerfen (Mindestleistung 50 m), Wecksp'rüng mit Anlaüf (Mindest-« leistung 4'50 m), Ablöseläuien 8X60 m. Für Schüler d e r O b e r m i t t e l s ch ul e n: Laufen 1ÖÖ m (Mindestleistung 12'5 Sek.). Schleuderballwerfen (Mindestleestuffg 85 nt), Lausen 1000 m (Mindestleistung 3 Min. 12. Sek.), Hochsprung mit Anlauf (Mindestleistung 1'40 m), Speerwerst« (Mindestleistung 30 m), Ablöselaufen 5X100 m, Sportklab Hakoah. Hecke- Dienslag. 7 Uhr, im Klubhum wichtige K l U b l e i t U n g s s i tz « n g. — Die Sch w i m m a b e,n d c bei: Hakoah im Dianabad finden jeden Montug von “Ul bis */*9 Uhr abends statt. (Beide Schwimmhallen.) ' .. . ^Hechawer. Morgen UM V»8 Uhr irff Easö Stadtpark wichtige Versammlung der Fußoallsektio». Bestimmtes Erscheinen aller Mitglieder unerläßlich. Ser Volkswirt. Gestempelte Krone 1.03 Centimes, Auszahlung Wie« -- 1.40 Centimes. 3» Liirich notinte t die österreichische Krone ... * 1*40 ( l.B7V8 am 21. Mai) die österr. gestempelte Krone > 1.03 ( 1.08 am 31. Mai) die tschechische Krone ...» . 6.20 ( 8.20 am 31. Mai) die N?ark . 9.40 ( 9.40 am 21. Mai) Agram »•»»••«*•• . 4.50 ( 4.50 am 21. Mai) Bukarest... . . 9.70 ( 9 65 am 31. Mai) Budapest ......... . 2.60 ( 2.60 am 31. Mai) Warschau.. .-62 >—.60, am 21. Mai) BANK-. UND WECHSLER GESCHÄFT S. ADVOKAT & C- Wien, I,, Franz Jcselskai 65 (Ecke Solwttenring) SÄ I Kulanteste Durchführung sämtl. Banku. Börsetransaktionen. Die Erdölgewinnung der Welt. Die Außenhandelsstelle, des deutschen Auswärtigen AmteS veröffentlicht eine Zusammenstellung über die Ausbeute der wichtigsten Produltionsgeblctr. In Millionen Barrels (1 Barrel — 160 Ater) betrug die Gewmnung m 1920 ISIS Vereinigten Staaten. ........ .443'4 3777 Mexiko ..1598 670 Rußland. 30-0 34*8 Niederländisch-Ostmdien ........ 160 15'7 Indien . .. . . 8*5 8*4 Rumänien . » . , . . ... 7*4 6*5 Pirsien . . . . ' * .......... 6'6 6 5 Galizien / . . . . . . . . . . . . 6'0 6*2 Peru 27 2*5 Japan und Formosa ..- 2'2 2*1 Die St anb erb Oil C o., die hauptsächlich ihreü Oelfelderbesitz . in den Vere nigten Staaten hat, ist heute immer uochXddv ausschlaggebende Faktor. Daneben steht die von der ttkglischcn Reg'erung ge'örderte englische Shellgrupffe. der die reichert Vorkommen der Königlich .Niederländischen Petroleum» -ge>ellschaft.in.Nlcdxrländisch-Jndlen undanderen Ländern angehör cn. Die für nicht zu ferne Zeit zu erwartende Erschöpfung d e r F e l d e r i n d e n/V e r e i n i g t e n Staaten läßt hie Bedeutung der Felder rn Mexiko sehr steiaen, über deren Ausbeute zum -'wesentlichen Teile ebenfalls die Shellgruppe verfügt. Daraus ist die Sorge der Standard Oil Co. um ihre Weltgeltung zu verstehen, die in den letzten,Tagen dazu geführt hat, daß ÄMerffa versucht, zur Herbeiführung einer Ncugruppierung der Kräfteverteilung zugunsten der amerikanischen Gesellschaft aus 'die Nirderlande'-elNen erheblichen wirtschaftlichen Druck auszuüben. - . Diese Sorge um die Ausrechterhaffung der'bisherigen Machtstellung-der Standard Oil ist, trotzdem man in den Vereinigten Stachen Trustgebildeff von derartigem Ummnge nicht allzu wohl« wollM gegenübeMstehen pflegte, eine öffentliche Angelegenheit gewordeff' 'Und' die Wichtigkeit der- Frage der BerfÜgungsmacht über bic PetroleUmfelM der 'Welt rechtfertigt demnach diese S.tellüngUabme zugunsten eines: Trustes von dem Ausmaß der Slaydard Oil.-. Die Regierung der bereinigten Staaten scheint auch in Zukunft — nachdem sie hei deck Streite um die Djambi- Oelfelder allerdings' mit nicht allzu großem Erfolge damit den Anfang gemacht hat -r» ihre Macht hinter die der Standard Oil stellen zu wollen, wie aus einer Erklärung des Staatssekretärs H ughes rm amerikanlscheu. Senat hervorgeht. Nach, dieser ist die Regrerung der Vereinigten Staaten gesonnen, jedesmal Vorstellungen bei fremden Mächten zu erheben, wenn sie Petroleumaerechtsame, die den. Charakter eines Monopols haben, „wo immer es auch sei", zum Schaden amerikanischer Bürger zubilltgen würden. Dhrch, die Entscheidung der zweiten 7 Niederländischen kammer, die die Äusbentung der Djambi-Oilfelder der Shell- Gruppe zubilligte, scheint sich die Regierung der Vereinigten Staasen in ihrer Pctrolcumpolitik nicht irremachen zu lassen. Das Handelsabkommen zwischen Italien und ' der Tschecho-Slowakei. Ans Triest wird berichtet! Wie verlautet, steht die Veröffentlichung der Handelskonvention, welche zwischen den Verirctctn der italienischen Regierung und der tschecho-slowakische» stkepublik abgeschloffen worden ist, unmittelbar bevor. AuS de» Vertragsbestimmungen ist namentlich hervorzuheben, daß jene Waren» die dre Tschecho-Slowakei verlauft hat, in Krone« bezahlt werden können, ausgenommen Zucker, Kohle und Malz, für welche Artikel die tschecho-slowakische Regierung die Zahlung .in einer anderen Valuta verlangen kann. Die Konvention setzt sich aus 17 Artikeln und einem Protokoll zusammen. In Anhangstabellen sind die Listen jener Waren angegeben, die für den Export Italiens nach der Tschccho- Slowakei kontingentiert wurden. Ebenso ist auch die Tabelle jener Waren angegeben, die speziell für den Export der Tschecho- Slowakei im Transitverkehr über Triest in Betracht kommen. Jene Waren, die Jialien att die Tschecho-Slowakei liefert, find in l t a l i e U i s ch e r B a l u t a zahlbar, ausgenommen Rohseide und ^Hanf, für welche Artikel die italienische Regierung verlangen kann, daß die Zabttrng in einer anderen Valuta erfolge. Die Konvention hat eine Dauer von dreiJahren, begonnen vom 15. April dieses Jahres und wird stillschweigend verlängert, und zwar gleichfalls für die Dauer eines Jahrs, falls sie nicht einen Monat vor Ablauf gekündigt werden sollte. Verlängerung der Frist zun BekenntniSlegnng für die Vermögensabgabe. Em dieser Tage zur Ausgabe gelangendes Stück des Bundesgesetzblattes enthält eine Verordnung durch welche die allgemeine Frist zur Bekenntmsleguna für du einmalige große Vermögensabgabe für die Abgabepflichtigen mit Ausnahme der inländischen Aktiengesellschaften bis einschließlich 30. Juni d. I. verlängert wnd. Gleichzeittg wird verfügt, daß die bis einschließlich Id. April d. I. gestellten Ansuchen uw Hypothekardarlehen bei einer Finanzierungsanstalt oderum Bewilligung der Veräußerung oder Belastung eines unter gerichtlicher Obsorge stehenden Vermögens zum Zwecke der Vorauszahlung, die rechtzeitige Bekennckrslegung vorausgesetzt, auch dann du Wirkung der begünstigten Vorauszahlung sichern, wenn die Zahlung (Gutschrift des.Finanzierung'sinstituts) bis längstens Ende Juni d. I (bisheriger-Termin Ende Mai d. I.) geleistet wird. Mit einer nychmallgen Erstreckung der. allgemeinen Frist kann i« Zukunft unter reinen umstanden mehr gerechnet werden.