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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-21 · Heft 831 (21.5.1921) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 831 (21.5.1921)
Date
1921-05-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Einzelpreis K 3.SO TT i ■< fljy*" <TTn tr MU-. K ä» te ar^QVvn^* «»MS M»«Mch. 5k»»»« UNK— Tftim» nrtini SteMKK Ä*~ MomOlch MeeteyW «»tschechs^r Nr. 831 Einzelpreis HSSj. l» pelWchrr 58H«mA<^ «--F'WLs» Mv»»«ch.. .„• V Schweis »-MWi-s EMiA LWZWW rvlckichch«»; Mm 2MS 8WMWW>>WW»WW»»MW»^EWWWWWWWWWWWM»W»W»W>M»>WWWW»»»>»»W«»»«WWWWWWMW»M«MN»z^»W^,>», /WWW.JWB.M Wien, Samstag den 21. Mai 1S21 3 P»st1p«r«ss«rr«p«. Ungarn «nd der MinorttStenschntz. —Sit», 21. Mai. , Die ungarische Regierung hat den Grafen Albert Apponyi Äs Vertreter Ungarns im Völkerbund designiert. Apponyi will die Verletzungen der Rechte der. magyarischen Minoritäten durch Rumänien und j Jugoslawien zur Sprache , bringen und sammelt jetzt dgs Material. Diese Verletzungen der im Vertrag von Tnanon .festgelegten Ansprüche der Minoritäten aus »olle politische Gleichberechügnüg,. auf Schutz ihrer, Sprache. Kultur und Religionsbekenntnis erblickt die magyarische. Regierung darf», daß in den abgetretenen Gebieten die magyarischen Beamtar aus ihren Stellen entfernt wurden und daß die magyarische Sprache vielfach von den öffentlichen Behörden nicht anerkannt wird. Es ist nun Tatsache, daß der Friedensvcktrag die magyarische Nation über Gebühr für die Hchuld ihrer. Führer an.dem Aüsbruch des Weltkrieges und an dessen Veüauf bestraft. Es trifft aüch hier -er Grundsatz zu, daß Völker in. chrer Gesamtheit nicht als schlecht und böswillig gelten können , usid. daß sie in nichts die Verantwortung./für das treffen , kann, . was m ihrem Namen. . geftevelt worden ist.> And. wenn die magoarischen Minderheiten ot den verlorenen Gebieten über, .nationale Zurücksetzung. Beschwerde, erheben, so. ist sicherlich der Völketbünd / die kompetente Statte,, von der aus. Unrecht als.. solches erkannt sind 'akAesteN'NiAdK:.Wm/.K^M-^/ rM bWE sv/Mß wie die VWßMgMyrÄisch-^urch LulWller Güter' und es M./mir recht. und billig "daß - die' magyarischen Mmderheüensich, im vollen Licht des Tages in jeder Hinsicht zu.ihrer Nation bekennen dürfen. ////. ' . f:J :: •. V.; ' •, Aber / gewde / % ungarische Regierung hat nicht bas ■ Recht jjut Beschwerde. Ihre1 juristische Klaaelegürmätion' ist nicht zu bestreitech wohl aber ihre - motaüsche. Die - heutige ungarische Regierung ist der direkte geMge^ Nachfolger der sogenannten Herrenklasse, die/sich m der Entrechtung der Nationalitäten /nicht hat genygtün. können. Die NasioNalftätengesetzgebung, deren ^heber.^ der' Gras^ Äpponyi'(al^ Külmsmimster' warf? hat' die' rsichftuagyMche« Bewohner,des.Staates bis zw BerzweWng niedeogehalten' um» entweder entnaLiöMisiert - Oer nach' Ämerika getrieben.; Es ist noch zu, ftffch' in derEmmerüng, wie 'dieser . selbe Graf Mpo'nyi gegen-das slowakische, serbische und sogar deutsche Schulwesen gewütet hat und wie niederträchtig die . ungarischen / Gerichte * 2 H^curDj magyarischen Sprachey behandelt haben. Die ungarische LtgMchkeit fußte aus der Fiktion der Aeberwertigkeit der' magyarischen Raffe und die heutige StMng der Äachhärn zu Ungarn ist, so ungerecht und Hart sie auch sein mag. in. den meisten Dingen ein Äussmß der Rache für erlittene Unbill. Die sprichwörtliche Gewalltätigkeit der matzyanschen PÄitik, die soziale und nationale Probleme' nie andtts denn mit Gendärmen und Standrecht zu behandeln, pflegte,' hat. den Widerhall geweckt, den solche Systeme erzeugen müssen. Wenn aber von Minoritäten und ihrem naiürli'chyr/Äecht die Rede ist -—- das wir in keiner'Wise geschmälert' wissen wollen — so muß auch von Hem Leben gesprochen werden, das die jüdische Minorität^ in dem ' heutigen über Bersolgungen klagenden Ungcmr führtz Wenn, sich,.Ungarn an den Völkerbund chetzdet, und /sein iütm anrust, so. erscheint. auch' das jüdische Volk außerhalb Ungarns im Namen seiner zum Schweige« veprrteillen Angehörigen innerhalb dieses angeblich getretenen Staates als Kläger vor dem Völkerbund. Die Lage der Juden in Ungarn läßt sich in der einfachen Formel zusammensafseu: Kein Jude ist seines Lebens, seines Rechtes, seines. Vermögens, sicher, Gegen. Juden und Judentum ist schlechterdings alles crlyubt Und die- Regierung beteiligt sich in der aktivsten Weise und , unter Ausnützung ihrer vollen' Gewalt und Autorität an diesem Auswttungskrieg gegen' die Juden. Das chriftlichnatiönale- Programm, das- -dieser Machtübung zugrunde liegt, ist Kein Regierungsprogranun» Keine irgendwie stäatstheoretisch fündiette Ädtt, sondern nnfach die btutalste Anwendung öe's Uebechewichtes der Maioritstt(gegendie Minorität.' Ehre Bestrafung der-Jude» Hb. deü'.Mmscheul Döljche-: wismUs,. die Verdrängung' der Juden' aUr' ihrer den Staat und die Gesellschaft bedrohenden wirtschaftliche« JF"% «* ♦ ♦ Frankreich informiert sich über die Salzburger BorgAnge. Wien, 20. Mai. Wie die Politische Korrespondenz erfahrt, hat heute der - Dni-sich rumänische Gesandte Cantae»zene bei Bundeskanzler Dr. Mayr einen Schritt wegen der Anschluftbewegung unternommen. Der Gesandte brachte dem Bundeskanzler üaMerÄ seike» Negierung zur Kenntnis, Rumänien könne dieser Bewegung nicht gleichgültig gegennb^ stehen, da es an der Aufrechterhaltung der Änabhängigkeit Oesterreich^/ im' Friedensvertrages von Saint-Germain das größte Interesse habe. : / Wie«, 20. Mai. Die Politische Korrespondenz schreibt: Der französische Geschäftitträger M a « g r a s hat heute den Bundeskanzler Dr. M a y r besucht, ' um eingehend r Informationen über die Borgauge in Salzburg einztcholen. / / Deutschland führt die Entwaffnung durch. Berlin. 20. Mai. (Wolfs.) Am 20. d. M., mittags' 12 Ahr, ist die Frist abgelaufen, die vvn der - Interalliierten Kontrollkommisfion in ihrer Rote vom 12. Mai zur Ausführung /des non Deutschland, angenommenen Entwaffnungsultimatttms gesetzt worden ist. Die geforderten Erklärungen siud sämtlich vor Ablauf der Frist vom Auswärtigen Amt im Namen der Reichsregierung vorbehaltslos abgegeben worden. Der Befehl znrAhliefernng der nichtzugestandenen Geschütze, Waffen und anderen. Bestände der - Landfestungen ist vom Reichswehrmiuister bereits am. lg. Mai, die andere« durch die Rote verlangten Befehle sind am IS. Mai erlaffen worben, Pie nötigen Ansführungsanweisuugen sind erteilt., , Witos gegen Lloyd George. Warschau, 18,-. Mai. Im Landtag gab heute Ministerpräsident W i tos die angekü'ndlgten Erklärungen zu der letzten Rede L l o y d G c o r g e s ab. Herr Witos sagte unter akderem: Am 13. Mai hgt.der ^englische Ministerpräsident im Unterhaus eine Rede gehalten, die sich mit der oberschlesifchen Frage beschäftigte.- Der englische Ministerpräsident bestreitet den polnischen C h a % alt e O b e rs ch l c s r e n s, wirft Polen vor, , haß .es' den Vertrag von V e r s äil-les verletzen wolle, und ruft es dey, Polen in Erinnerung, daß sie / ihre Freiheit Italien, England und Frankreich zu -verhÄrkey haben,' deren Soldaten für Polen bluteten, -indes., die Polen selbst in den Reihen ihrer Feinde /gegen/ ihre eigenen Interessen kämpften. . Demgegenüber sieht es die -polnische.. Regierung als ihre Pflicht.an,'das Wort zu. ergreifen. E^ wäre/ cy-.r e a u.f v o er] cy i c f r e n > qejigr. ^eoes Handbuch der Geschichte hätte Lloyd-Georgedariwer belehren können, daß . seit den Tagen Friedrichs des Großen bis auf^unfcre Zeit die preußische Regierung/ alle erdenklichen Mittel anwendet, um Oberschlesien zu kolonisieren und d eu p o l nische n/Ch orakt.er/ dieses Landes zu zerstören,daß. aber dank der ganz ' außerordentlichen AnhängUichkert der L)berschlefier au ihr polnisches VaLerlmch diese. Bemühunc^h. scheiterten.. . Ich-erinnere an die Antwort/'.' öle/am '.'16, -Jüni' 1919 durch die Vertreter der Großmächte dm Deutschen.' Hegemonie.' die ungarnfeindliche Orientierung dos Judentums, das finiv biimmc Lügen, die nicht einmal der Widerlegung1 bedürfen.' Das- Jüdetttum 'Muß dezimiert, ausgeraubt und verelenvet werden. Das ist der Sinn der chrisHichnativnalen Richtung, für die der Graf auf ihre Argumente bezüglichjvuvde^ Auchd'erM ini.ft.erpr äftdem^t-Elo^yd G ew r g e b e s a n d s i ch d a ■ D er trL t,e r n d e r. Mo ch t e. In dieftr.Antwort', heißtes ^ausdrücklich: Alled e u t s ch em SP eH La k'. werk e, a I I:c. S ch u ld ü ch e r :a c d-aß d i-e.B e vd l.k.err u u g^O b e.rs>chÄT.s.i e.ü’f d<r^ Sp-:ra:ch";e)• und h er Llbsi amMMn - R-a'M/p'0 im:f ch i st. ,D.ie Miertenund AtMen hätten '; sich also f gegen Grundsätze.- Hjx jeW:. von der deutschen Regierung anerkannt - werdU, -vet-j -- gangen, wenn sie. nicht den ^Ansprüche« (.Pastös'. Äch dieses Land Rechnung getragen hätten. - . Im weiteren. Verlars ftmer - Rede; Mvt: b« ,' Ministerpräsident Witos aus,.;daß^ 'sich. ',m^den.«u Polen angrenzenden Teilen Oberschlesiens//tzt0' meinden für Polen und 194 GemeWeu,'fur. -. lasid "ausgesprochen * haben. ''Das, Verhältnis sev dlsöi nicht, wie Lloyd George behauptete, 6:4/ / söübtzm 3:1. Wir stützm,. sagte der Ministerpräsident,' unsere! Rechtsansprüche aus den 'V e r tr ag v on^ Vrr-- s a i l l-e s. urch auf. die Ergebnisse der Volksabstimmung, die im 'Smne des Vertrages gemeindeweffe ge-! wertet werden müffen. Redner weist daraus hin', haß.' die polnische. Regierung alles aufgebüten habe, /um/d^ - oberfchlestsche Bevölkerung zu beruhigen . üud/die.' eM ' bclldigste Liquidierung des.Aufstandes zu eMöglichek/ Dle Resultate dieser .Bemühungen find schon.deutlich. sichtbar: D'c r- G ene r ä l st t, e i L H 8 r. t .a'u .f'yM nahezu alle Arbeiter haben, die Arbeit wftdxr/äufM nommen. Schließlich betonte' Ministerpräsident WiLos^ daß die polnische Regierung aus dem Boden des Be^ 'sMet.Vertrages stehe.1 Sie verlangt nur ' feine -wirklichrmg und' wird auf. diesem StandpWt '-»E harren. :'r; SöziaLMfche Krmdgebungen frsinzöfi- ' scher, Soldaten. ~ f;;: Paris, 20, Mai. (WoIsst) Parisien^ .-mdtM! - >auS Dijon.- Im Anger Mick des Abgangs und Jägern, zn Fuß nach' dem - Rheiü''- 'fLNdÄi//H'st vfä*i g c 6 uh 3 e it statt. Es war notwendig, anderes,Mlitärj -in Anspruch-zumehWnAHMie'KjychßebungHvMj,unters, drücken. Der MjlitäDug.., tonnte ^schließlich abgdlasseh Formulierung gefunden hat» die dem Horthy-System Inhalt und Farbe -gibt.'' Aügar« ist dankbar und so wüd. je-tzt in I^tLtapest rm Platz ' «Sch -;pr Hnhe zu bewegen.' i 'Zwisch'eilfLll- MM. , e't w ä p tx n ft er' dar. - -'Er 1 hätte: -sichiß iNejervistcnlager bei-' Drjion üd'dev--Nächt.--'Mu'-MftKv^W' i .ereignet. Die SoldM'.r' yäiK« das/ LÜch' „Krieg-HD )Krieg" angestinnnr. , ' ■ /;; ' :; ' Ismis0h[' nannt, verleihen zahlreiche Städte AppvlM. dr«v(MeAÄ; bürgerbries. Wir wollen uns au dftssr Ehrpruiep-beH; teiligen und, das - Mfere. dazu beitragen, haß Hatz.. wrS V.ölksrhund repräsentierte Europa die sittliche.OMä dieses Mannes genau erkennt^ Wir. empjehleu -.'Mj seinen Horthy .und , alle;; die .: christlichngLioüa^«i Galgenpalitiker, mit ihrem Material der MMM*! : letzüngen, der angespanntesten AnsniecksainkMt/.'difti'! Knliurwclt. . ..•••■ ,

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