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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-20 · Heft 830 (20.5.1921) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 830 (20.5.1921)
Date
1921-05-20
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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. I — M , — Der Volkswirt. Gestempelte Krone --- 1.04 Centimes, Auszahlung Wien ---- 1.45 Centimes. In Zürich notierte: die österreichische Krone .... 1.45 ( 1.47'/- am 18. Mai' -ie österr. gestempelte Krone . . 1.04 ( 1.03 am 18 Mai) die tschechische Krone . . . . 8.10 { 8.10 am 18. Mm die Mark .......... 9.35 ( 9.62'/e am 18 Mai Agram .. 4.60 ( 4.22'/. am 18 Mai Bakarest.. . 9.80 ( 9.95 am 18 Mai Budapest .. 2.70 ( 2.70 am 18. Mai). Warschau ... ...—.66' (—.66 am 18. Mai) Südbahn. Die Generaldirektion der Südbahn-Gesellschatt teilt mit: Das Beratungsergebnis der in Wien in der Zeit vom 5. bis 12. Februar 1921 abgehaltcn Konferenz, belreffend das Regime xrovisojrs, hat — wie bekannt — bereits vor längerer Zeit die Zustimmung der ungarischen und der italienischen Negierung fotoie der Association nationale unb des Vcrwaltun'gsrates der Südbahn-Gesellschasi gefunden. Nunmehr find der Gesellschaft auch die Zustimmungserlläiungen der jugoslawischen und der österreichischen Regierung zugekommen. Da somit die Zustimmungserklärungen sämtlicher beteiligten Faktoren vorlrcgen, erscheint das Regime provisoire, und zwar mit Rückwirkung vom 1. Jänner 1921, aktiviert. Während des Regime provisoire, dessen Dauer bis längstens Ende März 1923 festgesetzt ist, werden die Regierungen der beteiligten Staaten iür die lausenden Gelderfordern'isse des Betriebes und der notwendigen Investitionen, soweit diese Gelderfordernisse iu den Kassenbeständcn ihre Deckung finden sollten, durch verzinsliche Vorschüsse aufkommen, und zwar jeder Staat für das in seinem Gebiet gelegene, von der Südbahngesellschasr betriebene Eisenbahnnetz. Dadurch erscheint der selbständige Weiterbestand des Bahnnnternehmcns der Südbahngesellschait mindestens im gegenwärtigen Umfange bis zu der endgültigen Regelung ihrer Verhältnisse in Gemäßheit des im Artikel 320 des Friedensver- träges von St. Germam, beziehungsweise Artikel 304 des Friedenssertrages von Trianon vorgesehenen UebereinkommenS gesichert. Am 25. d. M. findet eine Verwaltungsratssitzung statt, in welcher die Einberufung einer Generalversammlung beschlosien werden wird. Diese Generalversammlung wird die im Rögims provisoire vorgesehene Äenderung der gesellschaftlichen Statuten zu beschließen und die sohin notwendig werdenden Wahlen in den Verwaltungsrat vorzunehmen haben. Der Berwaltyngsrat hat künftig aus 25 Mitgliedern zu bestehen, von denen je zwer Mitglieder auf Grund einer Präsentation der Regierungen der vier territorial beteiligten Staaten, vier Mitglieder auf Grund einer Präsentation der Association Rationale in Paris und 13 Mitglieder ohne Rücksicht aus Staatsangehörigkeit und Wohnsitz von der Generalversammlung frei zu wählen sind. Wirtschaft und Finanzen in Frankreich. Die Beurteckung der wirtschaftlichen Gegenwärt und der Zukunftsaussichten Franlrerchs ist recht verschieden; ersichtlich spielen dabei politische Momente hinein. Es fehlt nicht an Stimmen, welche erklären, die Schwierigkeiten Frankreichs würden von Pans aus absichtlich übertrieben, um die Verbündeten in der Repararationsfrage für die srtanzösischen Wünsche zu gewinnen. Die Handelsbilanz ist in fortschreitender Besserung; erst im März 1921 ist diese Sanierung unter dem Drucke der Weltkrise zum Stillstand gekommen. Zum ersten Male seit Jahresfrist ist die Ausfuhr gefallen, dre Einfuhr nicht weiter herabgemindert. Aber man kann sich in Frankreich damit trösten, daß ähnliche Erscheinungen in den andern Ländern noch viel schroffer austreten. Die Arbeitslosigkeit hat mindestens nicht zugenommen. In der Maschinenindustrie ist offenbar eine ansehnliche Besserung - zu registrieren; die Fabriken arbeiten in vollem Betrieb und sind mit Aufträgen versehen. Durch das Abkommen mit Deutschland, die Verfügung über das Saarrevier, ist Frankeich jetzt M Besitze der billigsten Kohle; würde es auch noch die Verfügung über daß Ruhrgebiet erhalten, so wäre es ein unwiderstehlicher Konkurrent für Englan d. Dieses steht vor der Tatsache einer beängstigend sinkenden Förderungsleistung, dre von 16-4 t per Arbeiter in kurzer Frist aus 14 t gesunken ist. England verliert schon jetzt mehr als 5 ‘/2 Schilling per. Koblentonne. Das französische Kohlenimperinm auf dem Kontinent wäre ein Ereignis» das vollständig revolutionierend wirken und jür England verhängnisvoll werden müßte- Auch wenn map annimmt, daß es nicht eintreten wird, so bleibt gewiß, daß die elsäsnsche und ostfranzösische Eisenindustrie durch den Beziig billiger Kohle unter den günstigsten Bedingungen Produzieren wird. Angesichts der Kraft der sräuzvstschen Landtvirlschaft, seines reichen und noch wenig ansgenützten Kolonialgebietcs und seines bedeutenden Guthaben in Deutschland, wird man der Ansicht zunelgen, daß dre jetzige französische Krise nicht über trieben werden darf. Tatsächlich entwickelt denn auch dir französische Industrie eine ganz ungewohnte Aktivität, besonders in Rumänien. Ungarn, Polen, und der Türkei. Bei der noch zu gewärtigendrn und teilweise bereits vollzogenen Besse', ung des irauzösischen Geldwertes muß sich dieser französische Reichlum als ein bedeutender Faktor der nächsten Entwicklung bemerkbar machen. Die staatsfinanzielle Krise ist natürlich ebensowenig zu leugnen wie die augenblickliche Auswirkung der Weltstockung; doch man sollte sie nicht überschätzen. Auch wenn die deutschen Reparationsraten nicht voll ein» gehen, wird nach Verbrauch der vorhandenen Lager und nach Eintritt einer politischen Entspannung sich die Lage gerade jür Frankreich bedeutend bessern müssen. ES greift sogar als H a n d e l S m a ch t nach S o w j e t r u ß! a n d, und das Goldschisi. das zehn Milliarden Golddollar von Reval nach Boulogne als Bezahlung für französische Lieferungen cm Valutenbelehnung insbesondere von Polenmark, nur grössere Posten. 70 Prozent des Tageswertes; kulante Durchführung. Auskunft bei A* FÜRST, II., lTbbsstrasse Nr. 6 täglich an Wochentagen von 11 bis 1 Uhr. 913 Sowjetrußland sührte, bedeutet, daß auch diese Schranken zu fallen , beginnen.1 Der Innenhandel ist augenblicklich gewiß behindert — die Umsatzsteuer hat im Februar bloß 151 Millionen, statt der, budgetierien 415 Millionen gebrächt — doch alle Voraussetzungen für eine durchgreifende Besserung scheinen gegeben — natürlich nur, wenn die Politik nicht auch weiterhin alles verdirbt. . Die amerikanische Köhle. Die unerwartet lange Dauer des englischen Kohlenstreiks, hatte naturgemäß bedeutende Rückwirkungen ans Amerika. In England suchten die Unternehmer auf doppelte Weise den Widerstand der Kohlenarbeitcr zu brechen : einmal durch d:e Beschleunigung der P e t r 0 l e u m f c u e r u n g, dann durch bedeutende a m e r i k a n i s ch c K 0 h l e n i m p 0 r t e. Die Vorteile der Oclseueruug sind unbestritten,' dennoch gibt es Hindernisse. Vor allem ist hervorzuheben der hohe Preis des Petroleums, das in England ab Hafen 4 Pf. 10 Shill. pro Tonne kostet, dann die Schwierigkeit des Umbaues der Kessel und Fabriksanlageu. Es ist daher verständlich, wenn man in England mehr auf die amerikanische Kohle hofft. V Zu bedenken ist nun, daß die Lage auf dem amerikanischen Kohlenmarkt ganz undurchsichtig ist. Augenblicklich ist die Produktion erschreckend gesunken, w.r3 sich durch, die .Weltkrise leicht erklärt. Innerhalb eines Zeitraumes von nicht ganz ,vier Monaten sank die tägliche Förderung von über zwer Millionen auf kaum eine einzige Million. Viele Gruben arbeiten nur zwei Tage in der Woche, es gibt Bergwerke, die viele Wochen lang überhaupt keine Aufträge erhalten haben, andere, die besser gelegen sind und in Verbindung mit Industrien stehen, kpnmn drei bis vier Tage arbeiten.' Voll gefördert wird jetzt nirgends mehr in der Union. Der Koblenprers hat sich nicht der allgemeinen Preissenkung angepaßt, weil die mächtige Gewerkschaft der Miner erfersüchtig ihre Lohnhöhe behaupten will. Diese Löhne find mehr als 3^/°mal so hoch als im Frieden, dürften daher jetzt mehr Kaufkraft haben als 1914. Der Vertrag mit.den Grubenbesitzern dauert bis zum 1. April 1922 und die Arbeiter wollen vorher in der Lohnsrage leme Konzessionen machen; ob sie später dazu.bereit sein werden, ist auch noch recht ungewiß. Dadurch entsteht die paradoxale und sehr bedenkliche Lage, daß die Union heute sehr gut ihre Kohle anbringen könnte, jedoch es nicht vermag, weil die Gestehungskosten zu hoch sind. Die Exporteure hätten Aufträge aus England und auch sonst aus Europa, sie haben die Schiffe mit mäßigen Frachtsätzen, aber sie haben keine Kohle, obwohl oder weil nur etwas mehr als ein Drittel des Möglichen gefördert wird. Das " greift auch auf die amerik a n i s ch e n Bahnen über, die mit 750 Millionen Dollar im letzten Jahre ihren Kohlenbedarf gedeckt haben, der ein Drittel der gesamten amerikanischen Förderung in Anspruch genommen hat. Es besteht die Gefahr, daß die Union ganz ohne Vorräte in die Winterkamvagne rmtritt und daß dadurch die Position der Arbeiterschaft noch mehr verstärkt wird. Wienerberger AiegelkabrikS- und Ballgesellschaft und Aktiengesellschaft der hydraulische» Kalk- und Bortland-Zementfabrik zu PerlmoS (vormals Angrlo Saullich). Zwischen der Wienerberger Ziegelfabriks- und Ballgesellschaft einerseits und' der Aktiengesellschaft der hhdraulischen Kalk- und Portland-Zcmentfabnk zu Perlmos andererseits ist ent UebereiNkommen zustande gekommen, wonach diese beiden bedeutendsten Gesellschatten der Baustoffindustrie Oesterreichs für die Zukunft eine gegensettige Förderung ihrer Interessen im Wege eines möglichst intensiven technischen und kommerziellen Zusammenarbeitens herbeiznftthre» gedenken. Dieses Zusammenarbeiten kommt nun m der Weise zum Ausdruck, daß in der gestrigen Generalversammlung der Wienerberger Zregelfabriks- und Ballgesellschaft die Herren Generaldirektor Markus R 0 t t e r und Zentraldirektor Theodor P i e r u s zu Mitgliedern des Verwaltungsratrs dieser Gesellschaft gewählt wurden, während gleichzeitig die Kooptierung der Herreu Dr. Wilhelm Franz E r n e r und Ludwig Neurath in den Berwaltungsrat der Aktiengesellschaft der hydraulischen Kalk- und Portland-Zemrutiabrik zu Perlmoos erfolgte. Der Warenimport «ach Rußland. Während noch im April 1920 täglich im Zollamt kaum 5 Waggons mit Warenladuuacn eintrafen, kommen jetzt bereits gegen 90 an. Der Häuptl'kse ant ist Deutschland, das die Sowjets mit Maschinen, landwirtschaftlichen Geräten. Farbe» nsw. versorgt. Biele Waren liefern and) Schweden und Norwegen, sowie England. Amerika, und sogar Frankreich. In diesen Tagen trafen 15 Waggons mit französischen Stoffen ein- Die Transporte langen hauptsächlich auf dem Seewege an, teils über Jambnrg, teils über Murmansk. Der Landweg führt über Sedesh. Die im Zollamt eingelrrferten Waren kann man in vier Gruppen t'nteilen: 1. Waggon-. Lokomotiven- und Automobilteile, Autos. Oele für die Autoflotte, Salze, Farben, Telegraphen- und Telephonmaterial, Papier ufw.; 2. landwirtschaftliche Geräte. Maschinen und Saatkorn; 3. Schuhwaren (15 Waggons täglich), Leder (80 Waggons täglich), Seife und'Medikamente; 4. Reis, Tee und kondensierte Milch. Allgemeine Depositenbank. Der Verwaltungsrat er- - nannte in seiner letzten Sitzung zu Dircktorstellvertretern die Prokurrsien Ludwig Fürstenthal, Jmre Kün und Heinrich Zittau, zu Prokuristen die Oberbeamten Emil Adler, Stephan Ferencz, Leopold Honvitz sen., Franz Kafka, Eduard Korsower, Louis Rigolt, Altted Spielniann. Leopold Weiß und Adalbert Wonisch und zum Vorstand des administrativen Sekretariats Dr. Waldemar Swoboda. Stinues auch in Jugoslawien. Aus Agram wird berichtet: Die Stinnrs-Gruppe errichtet gemeinsam mit heimischen Banken eine Zellulose- und Papierfabrik in Krapina mit einem Aktienkapital von 100 Millionen jugoslawischen Kronen. Valutenkuese. Im gestrigen Verkehr war das Geschäft gering, die fremden Zahlungsmittel - behauptet. Nachstehend dre offiziellen Schlußkurse: «cw»Uk At/wt ... Amsterdam 19.625.— Geld, 19.725.— Ware («Yen 1-r' Geld, 19.675.-*- Ware), Agram 438.—, 442 Belgrad 1760.—, 1770.- (1686.—, 1706.-), 925.50 (933-, 939.-1, Brüssel 4770.—, 4880t- 4645.—), Budapest 258.50, £61.50 (S60.5Q, 962 50. .972.50 (950.-, 960.-), Christians l-Kopenhagen 9975.- 9950.-), London 2180.—, 2200.— (2172.8 Mailand und Triest .3040.—, 3060.— (9O0&- New-Uork 645.-. '549.— (546.-, 550.—), P« 4805.— (4620.-. 4660.-). Prag 806.-, 812.— 810.—), Sosia , 675.—. 685.- (667.50 677.E 19-675 427.—' 919.50/ (4605.—, Bukarest 8700.— (9900.-, 2192:50), 3025.-), 4765.—. (804.-, 810.—), Sosia , 67!x-. 635.- “ (667.50'677.80L’ tockholm 12.670.—. 12.730 — (12.670.—. 12.730.-), Warschau und Krakau 59.50/ 6160 (61.50. 63.50). Zürich 9825.—/ 9875.— (9775.-, 9825.-1. Tollaruoten 543.-. 547.— (542.-, 546 -). Belgische Roten 4740.-, 4780.- (4580.-^ 4620.—), Bulgarische Noten 663.—, 675— 1655.-, 665.-H Dänische Noten 9550.—. 9900.— (9750—, 9800.-). dMchv Marknoten 937.—. 943- (938.--. 944.—), englische Rote» 2180.—, 2200 — (2150.—. 2170.-). französische Noten 4740.-> 4780.- (4600.-, 4640.—), holländische Noten 19.600.—. •19.700.— (19.475.-, 19.575.-). italienische Noten 3ß3l50/ 3052.50 (3005.—, 3025.—), unabgeflempelte jugoslawische Note» 1740.—. 1760.— (1680.--, 1700.—). no'wegtsche Noten —• —(8575.—, 8625.—), polnische Marknoten 63.—, 65.— (63.60. 64.50), Rumänische Noten 955.—, 9tz5 — <937.50, 947:50). Russische (Rom.) 112.- 143.- (172.—, 178.-), Schwedische Noten 12.570.-. 12.630 - (12.5(10.-. 12.560.—), Schweizer Noten 9725.-, 9775 - ({VTO.—, 9760.—), tschechoslowakische Noten 811.—, 817.— (805.—. 811.—)/ ungarische Noten —.—. — Poktpaketv?rkehr mit Polerr. Tic Kammer gibt bekannt. daß vom 15. d. M. an Postpakete ohne Wertangabe., bis zum Gewicht von 5 kg nach Polen, auf dem Wege über die Tschccho-Stowakei versendet werden können/ Die erforderlichen Elnsuhrbewilligungeu müssen vom Absendet' beschafft werden. / '; Autzeutzandelsb eziehungen Estlands Dir Delegatioir des Revaler Fabrikantenyereins, die nach Riga und Kowno gefahren war, ttnn mit Letiland und Litauen wirtschaftliche Be» ziehnngkn anzuknüpsen. ist nach Reval zurückgekehrt. Es wurde» die Gründung einer H a u d e s i a m m c r in K 0 w n 0 und Rev al ins Auge gefaßt.. Litauen kann Estland rohe Häute und (Getreide geben, wogegen Estland Zement, Kalk, Givs, Hefe, Baumwollzeug und Naphthamotoren geben könnte. Wenn im Juni eine Delegation litauischer Industrieller nach Reval kommt, >0 werden hier die Statuten für die Hondelskarnmer endgültig angenommen werden. Amerika nnd die PetroLeumindnstrie. Aus Was hing» t 0 n wird gemeldet: Der Staatssekretär hat im Senat erklärt, daß Amerika V 0 r st e l l u n g e n bei jenen Staaten erheben werde, die in der Petrolenmindustrie Maßnaßmen treffen würden, die das Interesse amerikanischer Staatsbürger bedrohen könnten. Erhöhung der .Marken- und MnstergebShren. Vom 27. d. M. ab beträgt laut Bundesgesetz vom 26, April 1921, B.-G.-Bl. Nr. 268, die Gebühr für die Registrierung, Erneuerung oder Umschreibuna einer Marke ie K 250, die Gebühr für die Registrierung eines Musters für jedes Jahr der Schutzdauer Li 10. (Höchstdauer 3 Jahre). Für die Ausfertigung eines Auszuges aus dem Marken- oder Musterregister sowie' für Amtszeupniffe über Marken- oder Mustereintragungen sind je K 20 zu entrichten. Wiener Börse. Das Geschäft an der gestrigen Börse bewegte sich in den allerengsten Grenzen. Wiewohl chis Erklärungen Äohd Georges günstigen Eindruck machten, wurden sie dnrch die Reserve der Spekulation im. Hinblick auf den heutigen Küssetag einerseits nnd die durchzuführende Versorgung andererseits paralysiert. Ein fester Grundion des Dtarktes war aber dennoch vorherrschend, wenngleich sich einzelne Effektengattungen in retrograder Richtung bewegten. Späterbin bewirkten mäßige Deckmgskäufe und die Annahme. daß der Kassetag ohne Schwierigkeiten verlaufen dürste, eine leichte Befestigung, ohne daß sich jedoch das Geschäft zu. beleben vermochte. Von den Bankenwertnr waren österreichische Kredit K 110 billiger erhältlich, wogegen ungarische Kredit K150, Oesterreichtsch-migarische Bank £ 305 und Zivnostenska 5 165 höher bewertet wurden. Auf dem Transportmarkt gingen Nordbahn um K 2100 in die Höhe, ferner, gewannen Graz» Koflacher K 195 und' Navigazione K 200. Die Jndustrievapiere verkehrten in nicht einheitlicher Tendenz. Hervorzuhebe» wäre die Befferuua der Petroleumwerte, von denen Galizra um & 1800 stiegen. Brüxer Kohlen profitierten K 299 und die Aktien der österr. Eisenbahnverkehr K 800. Das Geschäft hielt sich bis zum Schluffe eng begrenzt. Renten lagen fest. Oesterreichische Goldrente würde 10°/o und ungarische Kronenrente 15% höher gehalten. Im übrigen verweisen wir auf nachstehende Schlußkurse: Jndnstrie-Anternehmurrgsn. Allgemeine Bauaesellschaff 1645.— (— 5.—), Nnionbau 2150.— (+ 120.-), Wiener Bangesellschast 170i — (+ 56.—), Köniqsbofer Zement 5700.— (-Perlmooser Zement 4650.— (ck-125.—), Wienertzerger Ziegel 7800.— (—190.—), Liesinger Brauerei 2670.— (- Sarajevo 7T(K).— (-i- 800.—), Aussig Chem. 9960.— (ck- 300.—), Brosche Spiritus 5900.— <— —.—), Carborundum — Chlothilde 6500.— (+ 50.—), A. E. G. Union Eleltc. 1705.—. (— —.—),Vereinigte Elektrische 1810.— (—.—), Siemens -Schuckekt 1775— (— 16.—), Alvine 5880.— (4- 50.—>, Berg» und Hüttenwerke 10L00.- (-4 840.—), Austria Email 4090.— (Z- 80.—), Egydier —(— —Enzesselder SttOr (4-100.—),Felten & Guilleaume 5200.— (+ 150.—), Greiuitz Eist» 4700.— (+ 30.—), Hutter & Schrantz 2600.— (— 95.—), Krupp A.»G. 1528.— +( 10.—). Poldihütte 4010.— (— 250.—) Prager Eisen 9900.— (— 100.—) Rimamurany 4740.— (-f HO.-), Skodawerke 3170 - (4- 22y.-). Waffmfabrik 2100.- (— 40.—), Brüxer Kohlen 7999.— (4- 299.—). Gran» Szaszvarer —(— —.—). Nordung. Kohlen 3400.— (— 200.—), Oberung. Hütten 6590.— (—10.—). Rosfitzer 3800.— (4- 230.—), Salgo»Tarjaner 12.600.— (— 200.—), Trffailer Kohlen 3790.- (+180.-), Ung. All«. Kohlen 13.650.-(-150.-), Urikany —(— —.—), Beitscher Magnesit — .— — Westböhm. —(— —WolfSegg 1680.— (— 80.—), Danek Maschine« 3680.— (fi- 280.—), Brünner Maschinen 4850.— H- 50.—). Daimler Motoren 940.— (+ d5.—), Fiatwerke —(-Heid Maschinen 1010.— (-i-60.—). Hofherr L Schrantz 1181.-N (— 29), Sigl Lokomotiv 3775.— (-s- 185.—), Ruston 2980.— (st- 28.—), Simmeringer 1760.- (+ 55.-). Elbemühl '3590.- (ch 190.-), LchkaM'Josess» tbaler 8100.- (chlOO.—), Neusiedler 18.000.— (-.—), Apollo 5300.— (-f 300.—), Fanto Gens 22.700.— (ch 400.—), zharpache» 14.400.- (ch 400.-). Ealizia 26.900.- (ch 1800.-), Schodnica —CoSmanoS 4850.— (ch 50.—), Fufabrik« —(— —.—), Rotkosteletzer 4100.— f— 90.—). Sckoeller Zucker 9050.— (ch 50(—). Schönpricsenec 3850.- lch 150.—), Oesterr. Eisdnbahnverk. 6350.— (ch 300.—), Ung. Effmbahnperk. (—.— (- —), Wiener' Waggonlnhgesälschaft 2900.— — —.—), Gerngroß 978.— (— 22.—), HolzhandelSgMjchost —.7- (— —Türkenlose 3501- (ch 99.-). Trannport-Unternehmungrn. Adria -.-- (-) AusstL'Teplitzer —vr .t-)» Bvschtichrader tii A —

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