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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-20 · Heft 830 (20.5.1921) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 830 (20.5.1921)
Date
1921-05-20
Page
– (sequence 1)
Language
German
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K Ettrzelprels im Me ■MWVtl- P*wW: •SWIMI 1*V~ ,#wie«lOO.«- 2>schechsi>EK»akk ich .. Kesve» IV.— . .5k»a«» V«.— ÄW-^L^ KVstMNMr WpiUH ♦ > ®tai* ptefeKä&eK« » 36- &le*c: Ma»Ltlich SRjtrf 166^ •'-■•• m y6,ischrrWiitzr»U,. ' *■«»■****'; . ■•;• S^ttrt l£*p*.. - )' <" .?'. ' Jf;;. ttomvm.. . . .Sti>DY.jK7 Lchwr^z «, d«.Ue«p ^lÄanw . Msvatttch. .' . F«pyS^.- Sredartio»«.AVVti»ff^tzK»« Xvr»,SMq^S<a«M^ Lebchh««e: 44VV8,4SV1». «d «Uhr »v«rdK??r.1SE Po§tkp«kaffe»1mu«> SM,9S Nr. 830 Wie«, Freitag Ve» 20. Mai 1021 3. Jahrgang ,f floyd George und Frankreich zu den Beratungen im Obersten Rat eLngetaden. ' Paris, 19. Mai. (Havas) Q:" snglifche HefchaftstrSger in Paris untern ann gestern Wen Schritt im Auswärtigen Amt, um die Wn-Sfische Regierung einzuladen, sich bei dche Sitzung LeS Obersten Rates verLreten zu kaffen, zu der auch ein amerikanischer Vertreter eingeladen wird, neben den Vertretern DrotzbriLanniens, Italiens und Japans, die W Ha stets an den interaüiierten Konferenzen beteiligen. B> r.i a n d z e i g t e f i ch g r n n dsa tz li ch z n r T ei l n ah mea n diese r S/itzung betei.t, behielt:sich jedoch feine endgültige Entscheidung bis zum Wschlutz der Besprechungen über die ^AsHerrpoliLik dar, die» heute in der - Kammer eröffnet Wernen» Briand wünscht kein Zusammentreffen W Lloyd ^H/ > )Heorge^ .-Pa r is, -19. Mai.WvU)7Miä aus London gemeldet wzrd. veröffentlicht »Daily Mail" eine Aurörrfe-ung mit Leut Mimsterpräsideuten tz r lau d. Danach sagte dieser Auch die Franzosen wünschten, daß der Versailler, Vertrag durchgesLhrt werde. Ader nichts in dem Biertrage sage, Hatz alle reichen Bergwerksbezirke OLerfchlestens den DeuLschen Zufällen müßten nqd daß die Polen.u das erhalten sollech wäs übrig bleibe. Er wüns che nicht, sich in einen Streit mit Lloyd-George einznlaffen, tzUd hatte ein Zusammentreffen mit dem bxi tischen Ministe r p r a s i d ent e n n.icht für wnnschenswer f, solange nicht chle Dokumente über die Voltsabstrmmnng von der interalliierten Kommission in Oppeln eingegangen seien. Zusammentritt des Obersten Rates. Lsndön,' 19. -Mai.' Das Mntersche BnrsaarrsÄ);t/aus krvhlmltkruchieteu Kurisrn, es büstrhr alle Aussicht btifütr, &«§-- fea; O B c c st e Ra t z u m W och < n e,n h,e. z l'r e t e a foerbf. Bisher liege' von französischer Drite! kW-Än« zeicheu dafür vor, daß die Franzosen nicht bereit waren, so bald mit ihren Alliierten znsämmen'zuksmüiLu. Der Eindruck 'sM viekmehr der, daß die Franzosen dazu gewillt seien, sobald Briand! seine Erklärung in der ftanzösischen °. Kammer; abgegeben haben Verde. ES werde behauptet, daß alle guten Resnltatrdie auS' der Abhaltung der Konferenz herdorgehen.- konnten, - durch/ einen-. Aufschub um einige Woche«, für den gewisse Kreise -emtreten, zu-- »ichte gemacht werde«' würden." Die Verzvgeuüg chrr' endgültigen Aktion könne die Lage nur erschweren. Cs' sei/wenig wahrscheinlich, daß diese Konferenz zn - irgendeinen!' bestimmtem Beschluß bezüglich' der Zuteilung dev strittigen' Gebiete kommen^ nnte.-Vk-.'. ■ ’•{-'• i rt:nV-/;; England verlangt die Räumung des - Anhrgedietes. - Perris,-i 19..' Mai. (Wotff.) Nach' einer Meldung^ des ,!KvÜr«ül" verfiibrrt! man,- daß. der englische -.-Vertreter! ..in > der Nchemtandkommission eiligst «ach London berufen-wmd.tz. ( Diese Aüst tz8«Kr-'«K^Mer'^Ri»te; dje die ^englische :Regierung' nach über: die lAufhebung der SaMoye«! gerichtet-hvbch: zu» saürme«, - die vor euugeu Wochen in London beschloffen morde»; seien, also.'übdrd^e -A'st u m u n. g.der Städte D ü.s s i l do?r s,'. Dv-isb.«rg und- .R u h r v r t' sowie über die Aushebung fe« Zvllgretrze i« Rhemlande. Englische Regimenter «ach Sher- .schlrfie«. Berlin» IS. Mai. Wie das „Berlmer Tageblattmeldet, smd heute zwei / engtrsche Regimenter von der eutzlischen AesntziülMrmee "in' Uffcti :üt Marsch' 'gesetzt ivordkn)- n m 'n.a ch O b.er s ch l r s n iravÄtortitrt zu werden. ' Oberschlesien eine selbstandigeProviuA? Paris. 19. Mai. (Wolff.) „Chicago Tribüne" berichtet in ihrer heutigen Rümmer nachstehendm Plan - über Oöerschlesien : Oberschlesieu soll unabhängig gemacht werden, enitveder unter der Herrschaft des Völkerbundes, wie dar SaarMret,' oder uuter einem unmittelbaren Regime der alliierten Machtet Zn Frank" reich sehe man ein, daß es bei der gegeuwärtlgeu Lage dtt Znnge fast ganz unmöglich ' ser,' Polen den 'gärten-AldnsiMezttk zu sichern. Es sei auch geplant, nach einet gewissen Zeit 'die Volks-'- vbstimmnng' z» wiederholen. Witys gegen Lloyd George. . Watsch!«», 19. Mai .(Poln. Tel.--Men^) In der heutigcn Sitzmlg des Reichstages:hielt.Ministerpräsident. Wi-bos .eine Rehe, rvoöm -er '.:dre...-AvgyMnüev:--LkrYd.-^ Georges über Oberschlesien zurnckwies. Er.-stellte fest,/: baß der an Polen angrenzende - Tei^ ObAWMtzysin dem sich . 610 Gemeinden für Polerr und IM für-Deutsch-, laufe außgespvochen haben, ein, Recht, ,nrit rvcrhrs Land zu beruHiMy,.,Mn.offMündig^,B^MichHj^n Ls, sei der polnischen. Regierung feie Hntscheidüng.8er 'vier' Mächte Frankreich, Englarck, Italien und, Anlürita unbekannt. Sollten. feie «SchlußtvorÄ: Lloyd -.Geppges -als Berechtigung, feer' DeutWu.auM^Mu H^in,ANvWiret in OLerschlesven einzuöringelt.' so' widerspreche ^iesL Jntexpretation. feem-'Versailler WvtWg^,H^LeN'^ha6L feie . polnische' Regierung seite'nh de'r^pranzw fis che u "d i e V e r s ich e r u n g e vhir'l't'e ch däß sie niemals züla'ssen ' werde,' 'daß' .b^'ffche-'/Hruppcn.-.'iW. Munition 'üver ' dieschlesische Grenze--tzeAngen.' Ich' /erkläre nochmals, schloß'der Ministerpräsident,- feie Regierung steht' aüf - dem -Boden des - BetsaiMt- Her--- traM. Sie verlangt' nur seine Verwirklichung -itttfewird auf diesem Standpunkt verharren.- - Sapiehas Rütktkitti Watsch««», '18. Mai .Der Minister fees' AelrMr-n Fürst S ap ie h a hatteunmittelbar nach seiner 'Rücki kfeht'. aus' Paris eine Unterredungmit dem' Minister-!Präsidenten' Witvs. Es fand sodann ein' Kabinettsrät statt, worauf Fürst S a p i e h a entsprechend dem Wnn'che fees Landtages die Demissio n-gab. - - - - ' Deutschland erfüllt die Bedingungen. Berlin, 19. Mai. „Est Europe" inelöet aus« Paris, feer deutsche Botschafter Dr. Mayer chabe-gestern feem französischen Ministerpräschenten ' -einen- Besuch abgeschttet und im- Namen'der feentsch'en-Regierung erklärt, daß Dentschland tntschköffcn sei. die -D eÄ i-n « n gen des Ultima tu ms z n d e-n' v v-r ge sÄ/e r L'b e n e n Friste n vo llstä nd-ig zu e-rfül-'-le-n.-. -Kn.i be-v sonderen habe er Briand mitgeieil^KaßdÄrMichS-kastMr beretis Aüftrag gegeben habe, diei Ent was s n u n g z u b e s ch le « n i g e n, und daß die nötigen 'Anordnungen erteilt worden seieik, um die er fte Milltatdc Goldma r k'-zn bezahlen.- -Ueher Oberschlesien? yabe Doktor. Mayer nichts mitgeteilt.- - Exkaiser Karl verlützt die Schweiz. . . - Bern, 19. Mai. (Schweiz. DcheichemAgnttüc.) König Ka>:l von Ungarn hat am 14. War dem BundeZrai die Mitterluug zugehen lasten.' daß er imLause des Monats. A"«'.g n'.st ' die S ch w ei z e-n d g"ü l t i'g zu v. c r l a s s e u g c de üt e. Er' hat damit daS-.ErWm verbnufeen, es möchte ihm bis zu jenem Zeitpunkt' der. wertere Aufenthalt in der Dchwriz gestattet werden. Der Bundesrat' hat von dieser ErvfsikSNs, Kenntnis genommen und dem gestellten Gesuch entsprochen, nachdem ' der König ‘ den an diese». Anftuchalt grknüpfttu'Pedmsungm .züge-- stimmt hat. Der König'hat inSbesondei'e'str'formeller Weise .erklärt^ Laß sowohl^er als auch die der Ihm -Milmdcu Pm'ruen sich -während des Mfenth'atteK 'i» der 'Schweiz-stderp^tische« Tätigkeit eütbckll'm Eden. mt Mißverständnisse. - —y. W i t -n.-'MMai. ie oberschlesische Frage wird Ende dieset. Woche. ' peinlich morgen, den Gegenstand einer neÄrlichcy ' - Besprechung des Obersten Rates bilden. Eitte Londoner offiziöse Meldung kündigt als Vorläufer diöserneuen - Konferenz die AufheÜung der englisch-ftanzösisÄjen - Mißverständnisse an. Es würde also einer Mnigung ' nichts im Wege stehen, wenn die Gmndlageu für -die Stimmungen, die im Obersten Rat bisher udie Veri tagung der oberschlesifchen Entscheidung herbeifühüen, astbere geworden sind. Es fragt sich aber,, .^ob .diese - Aenderuttg ein getreten ist. Die Entente haste - -aus Rücksicht auf Frankreich ihr Urteil hinausgefchoden. : Es scheinen zwischen Frankreich und . Polen gewisse ' Abmachungen 31t bestehen, wonach die gewastsüML r Äusrollung der oberschlesifchen Frage gleichzeitige mit der Besetzung des Rührgebietes als schärfstes Amcknstttel'. auf Deutschland in Anwendung) komMen^sollst. Die Annahme der:Londomr Liste durch' DeutschlüM Höste, l. beides! überflüssig gemacht, - doch -waren. die ^Vor-.j' üereitungen zu .dem: Aufstand; schon .-.-zu.^weit - ' gediehen. - Aber - es .scheinen . auch direkte - MsagM -Frankreichs zu bestehen, düs, vberfchlesifche-Industrie- - Gebiet cm <Polen ' faüeü' zu lassen. Diese Fusagep, -ie,? den anderen. Mächten der Entente erst - jetzt-.-.Mqpstt '- werden, ließen es tätlich erscheinen, mit. der. letzten . Entscheidung zu wartet bis die allgemeine, 'durch. den >i Konflikt/rnit Dentschland zu sehr. Zugespitzte. MpgLiM-, 1eine..MeWtenmg' echchren-hast '-..Dies-..ist tWHw-.Md.-8er'-Öbttste'^VÄ- :mm -jetzt 1 Gelegenheit sich widrüew'. mch. sie. hoffentlich^ einet.» dauernden Munyszusührey. ..q s-.ii .' ..Daß es ist Verfolg''dieser Affärezu einep.so , ischarfen Auseinandersetzüng zwischen. Lloyd. Heocge^ l und - Böand komtnerr koimte, ist bezeichnerch^?fur' die...-' UM«heit/.-'.'Sie in der -Enten-Le - über die euMmschstr Probleme besteht/ Lloyd George. hataber - msth..qpn^ : einer -«nsten Warnung . an Frankreichs gesprochen und dMit^ auch 'My die ganze Oeffeytlichkeitdie Schwierig-. Wen enthM, aus die die Beruhigung Europas mnwtttt?,- brochen stößt, Er hat^ schon, eimnal bei GelegeicheitKier^ Anerkennung Wrangels ein sehr kgtegorisches .Nein, ge-\ sprochen und dämit zu erkennen gegeben, daß M), Englarw nicht durch die Hintertreppenpolitik der'ftayMschen Minssterstürzer in uferlose Abenteuer hinnnreitzen lassen wolle. In. der Folge ist auch England in der' Be- Handlung der russischen Frage/seine eigenen Wege ' gegangen und hat aus diesem Gebiet doch mänmysache / Komplikationen durch vertragliche Abmachungen ästs- ,' geschaltet. In dem Komplex der mit dem Verft'ag wE Versailles verbundenen' Fragen aber hat es,'soweit sie^ sich auf Europa beziehen, die Führung den. Franzosen ' überlassen. Dadurch ist der Zustand. herbeigMhst worben, der England endlich, zu einem energischen Protest gezwungen hat. Die englische Regierung fühlt. die Notwendigkeit, ebenso wie Amerika den Umtrieben' rmd Hetzereien der scanzösischen Sensationspresse, der-' d'lätensü'chtigen Kommissäre und der ‘ kriegsbegeistetstsi * Generäle sich zu entziehen, «m für die Klärung ihrer inneren Verhältnisse und ihrer.Beziehungen zü Amenko imd Japan Bewegungsfreiheit zu. erhalten. .. Dies wird für England umso dringender, als ' jetzt der japanische Kronprinz in London weilt. Dieser - Besuch ist von sehr weittragender Bedeutung. Das englisch-japanische Bündnis, das am 13. Juli d. I - , abläuft, ist zwar stillschweigend verlängert -worden/. l über ohne Termmbestimmung. Nun ist im japanischen i I Herrenhaus die Forderung erhoben worden, - -düf > i Japan die ausdrückliche Ergänzung der Bündnis-/ bestimmüngen' im' Hinblick auf den' amerikanischem -- Konflikt anstreben solle. - Es wird sicherlich der eng- > Rschen Diplomatie' gelingen, diese heikle Klippe 5^ umschiffen und in den japanisch-amerikanischen Streit; vermittelnd einzugreifen und einem Brand - vvrzubeugen, der für "die Welt Noch weit äxgere Konse- . quenzen bringen würde als der letzte Käeg. ' Diesem Brand wäre nicht zu lokalisieren und, in seinen Flamme?, würde der letzte Rest der europäischen Wirtschaft ae*- nutztet werden.. Denn alle Beteiligten würden die i* Europa bestehenden Stimmungen und Derpimmungev für ihre Zwecke zu benützen suchen und di« Haltung . Rußlands und. Deutschlands . . für die Entwicklung dieser Gefahr sehr stach»/ Aktualität erhalte«. Es ist wchr als sicher,-daß sich

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