Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 829 (19.5.1921)
- Date
- 1921-05-19
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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iBcftc 6 , Wien, Donnerstag bte alles Haben. Man kommt der Wirklichkeit ziemlich hohe, werm man Christen und Juden sagt." 1 Aus dieser Nebenrinanderstellung muß der Leser der „Reichspost", der sich trotz seiner christlichsozialen Gesinnung 'einen? Leinen Rest von Logik bewahrt hat, unbedingt den Schluß Ziehen, daß die Klasse derer, die „alles haben", von den noblen Firmtzathen in der Stephanskirche repräsentiert wird, während die Juden diejenigen sind, die „so gut wie' nichts haben". Wenn dieser Schluß nur. nicht am Ende in den Köpfen der „Reichspost"-Leser eine solche Verwirrung atmji-.t, daß sie entweder den Glauben an die allein unselig machend: jüdische Rasse oder an die Wahrheitsliebe ihres,, sittlich<eUaiös?n" Leibbiattes oder gar an beides verlieren! Deutsche Burschenschafter. Die Strafkammer des Landgerichtes in Gießen beschäftigte dieser Tage ein Prozeß, der ein charakteristisch e^ Licht aus den Geist wirft, der die nat.vnale Hochschuljugend Deutschlands beherrscht. In Gießen, wo der Antisemitismus sich an der Universität besonders, brutal gebärdet, ist voriges Jahr eine aus Juden bestehende Verbindung „Staufia" gegründet worden, welche natürlich von den arischen Korporationen nicht als gleichberechtigt angesehen wird. Eines Tages saßen mehrere jüdische „Staufen" in einem Restaurant, als ein am Mbentisch sitzender 'Student dem Wirte mit dem Boykott des Lokals drohte, wenn er die Juden dulde, welche den deutschen Studenten „das Essen verekeln". Darauf wurde der Stnv-ent von' einem der jüdischen'„Staufen" gefordert, aber seine Antwort war Hohn für densatisfaktion?unfähigen Inden. Nach mehreren Monaten fand dieser, Falkenstein mit Namen, seinen Gegner wieder in diesem Restaurant. Ans der Straße fragte er ihn, ob er die Beleidigung ztirücknehme, und als dieser sich weigerte, gab ihm Falkenstein einen Schlag ins Ge sich r, wogegen ihn sein Angreifer am Halse würgte. Wegen dieses Zusammenstoßes wurde Falkenstein vom Schöffengericht in Gießen vor einigen Wochen ,pve ge n h i n te r li sti g e n Ue be r fa lles" zu vier Wochen Gefängnis verurteilt. In der Berufsverchandlung führte der Verteidiger aus, daß diese Entscheidung des Schöffengerichtes völlig vereinzelt daftehe. Der Angeklagte sei beschimpft, die unter Studenten übliche Satisfaktion ihm verweigert werden, und es sei menschlich begreiflich, daß der Angeklagte, der jahrelang im vordersten Schützengraben gelegen und' alle Kriegsauszeichnungen erhalten habe, nunmehr dafür Rechenschaft verlange, daß man ihn grundlos : verhöhne. Der Angeklagte habe in Ehrennvttvehr, gehandelt, als er seinen Beleidiger züchtigte. Die Strafkammer schloß sich den Ausführungen des Verteidigers zum Teil an und verurteilte den Angeklagten nur wegen körperlicher Mißhandlung'zu einer G e löst rase von 500 Mark. ' s In einer zweiten Verhandlung, die sich' ebenfalls gegen den Angeklagten Falken stein und fünf Burschenschafter richtete, kam zur Sprache, daß Falkenstein, der sich in Begleitung einer Dame befand, von den Burschenschaftern beschimpft würde, und darauf dem einen einen Schlag gegen den Kopf gab, sodaß dessen Cvnleurmütze zu Boden fiel. Hierauf eilten die fünf ihm nach und sielen mit Stöcken so lattge über ihn her, bis die Spazierstöcke' zerbrachen und Falkenstein am Boden lag. Dann bearbeiteten die fünf Angeklagten den Halbbesinnungslosen so lange mit Fußtritten, bis ihn einige Arbeiter befreiten.. Falkenstein,, dem das N a se n b e in ze r t r ti m me r i -worden/ war, LW der außer blutenden Ko p s w U nd e n auch andere Verletzungen davongetragsn hatte, begab sich zur Universitätsklinik, wo er jedoch zunächst keine Hilfe erhielt. Das Gießener Schöffengericht hat angenommen, daß Falkenstein den ersten Gegner „Hinte r l i st i g überfallen" habe, und ihn zu 250 Mark Geldstrafe verurteilt, während die anderen Angeklagten zum Teil mit.geringeren Geldstrafen davonkamen. (!) Der Rechtsanwalt wies in seinem. Plädoyer darauf hin, daß schon bei der zahlenmäßigen Überlegenheit der Gegner von einem „hinterlistigen Ueberfall" gar keine Rede sein könne. Auch hier habe man den Angeklagten durch Beschimpfung seines Glaubens erst maßlos gereizt, bis er, dem studentische Satisfaktion grundsätzlich verweigert wurde, zur Selb st Hilfe gegriffen habe. Die Strafkammer schloß sich in ihrem Urteil den Darlegungen des Verteidigers an und sprach den Angeklagten Falkenstein frei. Woraus zn ersehen ist, daß sich' die deutschen Burschenschafter überall gleich bleiben. Ob die jüdischen „Staufen" irgendwelche Konsequenzen aus der Geschichte ziehen werden, muß bei der Harthörigkeit der jüdischen Asfimilanten gleichfalls bezweifelt werden. Die Falschabstempelungen der ungarischen Banknoten. Wie berichtet, wurde in den letzten Tagen vom Sicherheitsbureau eine ganze Bande von Leuten verhaftet, die die falsche Abstempelung der ungarischen Kronennoteu verschiedener Werte sozusagen fabriksmäßig betrieb. Obwohl die Verhafteten entschieden leugnen, selbst die Falschabstempelung ausgeführt zu haden, besteht kein Zweifel darüber, daß durch die Verhaftung der Brüder Fiedler nnd ihres Anhanges eine der Fabriken der Falschstrmpler auZL'r inchert worden ist. Wir erfahren über die Angelegenheit louieiuje Einzelheiten: Die rrfh Mitteilung, die die ^'ssizei- Wiener Msrgettzeitrms' 19. Mak'1921 Nr. 8297 direktion erhielt, lautete dahin, daß im XVI. Bezirk zwei Brüder Fiedler die ungarische Falschabstempelung der Kronennoten besorgen, um von der Spannung zwischen österreichische» und ungarischen Kconnennoten zn profitieren. Es hieß, daß sie Noten zu X 10C0, 100 und 50, namentlich aber solche zu X 20 im großen mit ungarischen Stempeln versehen und durch mehrere Mittelspersouen, teils in ihrer Wohnung, teils in einem Stadtcass vertreiben. Der Preis war verhältnismäßig billig. Auch eine gewisse Hermine Schmidt sollte als Botin snngieren und die Noten zur Abstempelung in die „Fabrik" und die fertigen zu den Agenten bringen. Am 12; d. M. schritt die Polizeidirektion znr Verhaftung der Schuldigen, des 23jährigen beschäftigungslosen Uhrmachers und Handelsangcstellten Rudolf Fiedler, seines Bruders, des 25jährigen beschäftigunSlosm Damenschneidergehilfen Franz Fiedler, beide XVI., Gablenzgassr 23 wohnhaft, und der 20jährigen posterilosm Comptoirlstin Hcrmine S ch m i d t, XVI.. Thaliästraße 119, wohnhaft. Die Brüder Fiedler bestritten jede Schuld nnd gaben lediglich zu, Dalnteuschleichhandel betrieben zu haben. Der eigentliche Leiter des FälschcrunternehmenS war Rudolf Fiedler. Als gleichfalls in die Angelegenheit verwickelt, 'wrwde der 27jährige Monteur Karl S a ß m.a n n verhaftet, der aus Rücksichten für die öffentliche Ordnung ans Oesterreich 'abgeschasst ist und daher unter dem falschen Namen „Josef Horvath", IX., Pramergasse 3, wohnte. Bei ihm fand man bei seiner Verhaftung außer anderem Geld nahezu eine halbe Million W r a u g e l - R u b e l. Bei seinem Verhör gestand Saßmann ein, von Rudolf Fiedler größere Beträge in ungarischen falsch abgestempelten Banknoten (zusammen mehr als 1Ö0.000 K) gekauft nnd im Cafe Habsbnrg an ungarische Kausleute mit einem Gewinn von zehn Punkten für je 100 X abgesctzt zu habe». Durch S a ß nl a n n s Auslage wurde auch frstgestellt, daß Rudolf Fiedler auch dem im Hotel S.ch w t i g e r, Schikanebetgasie 4 wohnhaften, 24jährigen postenlosen Buchhalter Deszö Schwarz mindestens eine Viertelmillion falscher ungarisch abgestetttpclter Banknoten geliefert hat. Auch Schwarz wurde verhaftet. Er will von.Fiedler angeblich bloß X 12.000 in ungarischen Banknoten gekauft und an die Echtheit der' Stempel geglaubt haben. Demgegenüber gestand Rudolf Fiedler selbst, daß er dem Schwarz mindestens um eine Viertelmillio« ungarisch gestempelte Banknoten verkauft hat. Allerdings will er die Stempel., nicht .selbst aufgedruckt, sondern die fertigen Roten von unbekannten Personen m verschiedenen Stadtcafss selbst gekauft haben- Wenn auch die Fälsch crw er »zeuge nicht zustande gebracht werden konnten, unterliegt cs wohl kaum einem Zweifel, daß die Brüder, Fiedler die unmittelbaren Erzeuger der Fälschstempelungen sind. Bei ihnen herrschte ein sehr reger Komittentmverkehr. Die Besteller der Falsifikate pflegten in Automobilen Leim Wohnhause der Bruder in der Gablenzgass* Vorfahren. Schon nach der Verhaftung der Bande wurde am 16. d. Mt ein Paket mit 30.840 ungarisch falsch gestempelten Danknoten.zu-je .20 X beschlagnahmt, die tags zuvor von einem Unbekannten bei der Hausbesorgerin des Wohnhauses der Brüder Fiedler hinterlegt worden sind. Die Brüder Fiedler, Saßmann in') Schwarz wurden am 16. d. M. dem Landesgerichle cmgeltcfett, die Schmidt dem Jnquifitcnspitale übergeben, da sie nach einem Abortus leidend ist. Gxgtze Veruntreuungen in der Mmekaeser Eskomptebank. Verhaftung der Funktionäre. Kascha«, 18. Mai. „Slovensti Vhchod" erfährt, daß am 11. d. M. in Munlacs der Direktor der dortigen Eskomptebank, R e n m a n n, der Buchhalter Friedmann und die Mitglieder des Verwaltungsrates Weidenmann, und Weidenfeld verhaftet wurden. Die Tätigkeit der Bank wurde eingestellt, ihre Räumlichkeiten und Bücher versiegelt. Gleichzeitig wurde die Maschinenfabriks A.-G. Vulkan, die Druckerei Karpathia und die lokale Tageszeitung „Eleti Ujsag" amtlich versiegelt. Alle diese Unternehmungen warm von Reumann und seinen Gesellschaftern gegründet worden. Es handelt sich hiebei um umfangreiche Unterschlagungen. __ Vermischte Nachrichten Ans Palästina. , (Z. K.) Ausstellung landwirtschaftlicher Maschinen. DaS Landwirtschaftsdepartement der palästinensischen Regierung ist in letzter Zeit bemüht, Mittel zur Hebung der landwirtschaftliche Produktion zn beschaffen. Im März d. I. veranstaltete die Regierung bei Haifa eine A » s st e l l n n g von DampfpNügen und Traktoren, um der ackerbautreibenden Bevölkerung den Gebrauch dieser Maschinen vorzusühren. Fast alle großen Firmen Amerikas nnd Englands waren vertreten. Jeder Traktor umpflügte eine Fläche von 3000 gm. Eine größere Anzahl von Landwirten war anwesmd, die zum ersten Male den Gebrauch landwirtschaftlicher Maschinen sahen. Blumenansstellung. DaS Museum für Landwirtschaft »nd Naturwisienschast in Jerusalem veranstaltete eine Ausstellung sämtlicher Blumen Jerusalems, die jetzt in voller Blüte stehen. Viele von ihnen sind besonders intereffant, da sie nur in Palästina, beziehungsweise im Jerusalemer Gebirge Vorkommen. Die Ausstellung erregte großes Interesse «nd wurde besonders von Schülern besucht, die die Gelegenheit wahrnahmeu, die Flora Palästinas kennen zu lernen. * Die Petzachaktio« der „Einheit". In der „Einheit^ N., Malzgasse 12, selbst wurden während der Pestachtagq 9796 Mahlzeiten verabreicht, darunter 2400 gratis. In deÄ MiltelstandZküche gab es 3200 Mahlzeiten, im Lainzer Ve« 'orgunashans 3429 Mahlzeiten. Frühstück, Mittag- und Abend-! effen. Für Rechnung des Krankenvet eines hat ferner die „(St«*] heit" an Pfleglinge der Landesanstalten am Steinhof 404, Früh« 'tücke, Mittagmahle und Nachtmahle, ins Jubiläumsspital, 79j nnd ins Spital der Barmherzigen Brüder, ins GarnisonLspitalj Nummer 2 und in btc Jnvalideuschule 100 Mahl« zeiten, Frühstück, Mittagmahl und Nachtmahl ge» liefert. Man kann sagen, daß die „Einheit", wahrend der Peßachtage 1921 eine Stadt mit 20.000 Seelen mit ritueller Kost versorgt bat. Hauptverdienst gebührt hiesür dem Vorstandsmitglied der „Einheit" Herrn Adolf Fischer, für die Aus» vetsmig im Lainzer Verkorqungshause bot der dortige rührig« Seelsorger Herr Rabbiner Bela F i s ch e r die Grundlage. Ohug große materielle Unterstützung wäre diese so umfangreiche Ausweisung nicht möglich gewesen. Die Kultusgemeinde gab, Geld, Herr Oberrabbiner Dr. H. P. C h a i e s war ein freigiebiger nud fördernder Gönner. Herr Gemeinderat Dr. Plaschkes hat Bet der Sladtgcmeinde und bei der Kultusgemeinde warm die Ausspeisung unterstützt, das SanieruugSkomitee (Obmann Herr Rabbiner Dr. Gnmwald) gab ebenfalls Geld «nd Herr Dr. Moses Erlanger sandle gleichfalls durch den Präsidenten der .„Einheit" eine schöne Summe. Auch andere Spenden lieft« eich darunter die vom Frauenverem des Hl. Bezirkes und von der zioq nistlschen Bezirkssekfton durch Herrn Oskar Goldschmidt. Es war ein edler Eifer, die Peßachaftion zu verwirklichen und allen Körperschaften und Einzelpersonen gebührt uneingeschränkter Dank. Die Humanität hat über jede Parteiung gesiegt. Trotzdem hat die „Einheit" angesichts der immensen Teuerung der Lebensmittel (Fleisch, Eier usw.) ein großes Defizit. Der „Joint" gab 'rcilich auch Lebensmittel, insbesondere Mazzoth' zu sehr ermäßigtem Preise und Herr Dr. Scherzer erwies sich wieder alZ ein rasch handelnder und jede Bitte würdigender Helfer. Herr Rabbiner S, Fürst hatte die rituelle Aufsicht über die Aus- Weisung und die „Agudath Israel" stand der „Einheit zur Sette. Unterstützt sort allen diesen Freunde« und Gönnern, konnte die „Einheit" diese große Pesrachaktion erfolgreich durchführe^ * Die Folgen eines Rozwoi-Anfrufes. Aus Warschau wird uns geschrieben: Die Gesellschaft Rozwoj, welche den Wirt« «hässlichen Jndenbohkott predigt, ist kürzlich in Warschau «nd m der Provinz mit einem Hetzplakat aufgetreten, in welchem sie d« Juden für das Ergebnis des Plebiszits i« Ob erfchlesi en verantwortlich macht und in ziemlich unzweideutiger Weise .zum Pogrom anffordert. I« Warschau wurde der Aufruf welcher bezeichnenderweise hauptsächlich in den jüdischen Vierteln plakatiert war, über Einschreiten der jüdischen Abgeordneten entfernt. In der Provinz ist die Autorität dev Regierungsbehörden nicht so stark und es haben sich bereits die Folgen dieses Rozwoj-Aufrufes bemerkbar gemacht. Dem Klub der jüdischnationalen Abgeordneten wurde gemeldet, daß inj P a w i a n i c e in der Nacht vom 11. auf de« 12. d.M. bi*! jüdischen Passagiere auf dem Bahnhof und in den Waggons von einer Gruppe Zivilisten mißhandelt wurden. Dabei riefeHj die Angreifer: „Die Juden haben Schlesien verkauft und nun müssen wir ihretwegen Blut vergießen. Schlagt die Juden tot* Der Rozwoj-Aufruf beginnt also schon seine Früchte z« tragm. * Hilfsverein der deutschen Inden. Ami. b. M. fand in Essen a. d. Ruhr eine Versammlung der Vertreter, der wichtigsten Gemeinden von Rheinland-Westfalen statt, tote Barmen» Bochum, Dortmund, Duisburg, Düsseldorf, Elberfeld, Essens Gelsenkirchen, Hagen, Hamborn, Herne, Mülheim a. d. Ruhr^ Oberhausen, Recklinghausen, Steele. Die Versammlung betcgloß^ „Der Htlfsverein der deutschen Juden hat sich bereit erklärt, btc deutsche Zentralstelle für o st i ü d i s ch e A » s- und Durchwanderer zu billigen. Die „henke gesammelten Vertreter der Mehrzahl der rhetvisch-westsältschen Gemeinden begrüßen diese Berettwilligkeil lebhaft und halten e§ für geboten, daß alle rheinisch-westfälischen Gemeinden mind est enS 2°/„ des Knltussteuerzolles sofort dem Htlfsverein überweisen mit der Aussage, die durch, die Durch Wanderung besonders in Anspruch genommenen Gemeinden aus den dem Verein überwiesenen Mitteln zu nuterstützen." * Mehr Zigarette«. Wie die „Oesterreichische Trafikanten^ zeitung" erfährt, hat die T a b a k r e g i e dem FinanMmi^ sterium nachstehenden Vorschlag unterbreitet: Herabsetzung dep Stammkundeneinheit von 18 ans 16 Zigaretten, jedoch die Stamms kundenportion statt mit 2, mit 3 Stammkundeneinheiten sestzusetze»^ dazu in Wien 6 und in der Provinz 3 Zigaretten als Zubuße zu geben, so daß eine Stammkunde statt 45 Zigaretten, 54 Stücks beziehungsweise statt 42 in Zukunft 51 Stück erhalten würde. Durch die Eiustellmg des Kompensationsverkehrs dürsten zirka 100 Millionen Stück Zigaretten im Monir^ frei werden «nd dem allgemeinen Konsum zugeführt werden] Die von der Mouopolverwaltung vom Monat Juli an zum freien Verkauf — außer der Raucherkarte — zum Verbrauch auszugebenden drei neuen Zigarettensortrn sollen in einer Meng* von zirka 20 Millionen Stück pro Monat erzeugt werden nutz wird an ihrer Herstellung bereits gearbeitet. Und zwar sollen von den drei neuen Zigareltensortrn „Anubis" pro Monat 4 Mtbj lionen Stück, „Jussuf" 15 Millionen und »Azur" 1.500.000 Stücs pro Monat erzeugt werden. „Anubis" soll X 4 pro Stüchj „Juffuff" X 2.50 und „Azur" X 1.20 kosten. Die Organisation der Trafikanten hat dem Finanzministerium dem Wunsch u»t«j breitet, die neuen Zigarettensorten mögen auf die Raucherkarte iq der Form einer Extrazubuße gebunden werden, bei der es jeder Stammkunde sreisteht, die aus sie entfallende MeuÄ zn beziehen oder nicht. ] * Rücktritt zum Judentum. Dr. Siegmund W i l d h o l z ist am 18. d. M. zum Judwtum zurück« getreten. * Begräbnisse am heutige« Tage. Alter Friedhof; 9 Uhr 45 Min. Koscherak Richard, 10 Uhr 80 Min. Hertle« Salomo«, 11 Uhr 15 Min. Duschinsky Samuel- — Neuen Friedhof: 9 Uhr Hecht Wtlhüm. > Beginn der Badesaiso« in Liberias. Die Badesaison in Liberias ist in vollem Betrieb. Ans allen Gegendm Palästinas und der benachbatteu Länder kommen Kranke,. die in den heißen Quelle« Heilung suche». Sämtliche Hotels und Privathanser sind überfüllt. Es fehlt dort noch an modernen Hotels «nd sonstigen Einrichtnugen, die die Frequenz der Bäder um ein Vielfaches steigern «nd eine einträgliche Ein- «ahm-qneÜe sür rentable Unternehmungen bilden könnten. * Erhöhung der Eisend ahntarife in Palen. Aus Warschau wird gemeldet: Der Etsenbahnminister unterbreitete im Ministerrat ein Projekt der Erhöhung dG Eisenbahntarise um 200%, * Streik in den Prager Maschinenfabriken. Ans Prag wird gemeldet: Nach den Blättern haben heut« die Arbeiter der drei großen Maschinenfabriken die Aftchüj - nirde-urlegt-'