Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 826 (15.5.1921)
- Date
- 1921-05-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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EbHÄvreis L Kronen rnirriwi wmmmmmmrmt ( Mözütznreis er gNM.Wtoi« i*.*ee 4ÜiIIm, L Se^it^ Ta-oo» 4 »i» ,L . aber meinte M«n«tttch * Sh;**e* i©0.— Hh? Wir» mrt Seßrreeich: . flHLwnrffltj». Stotntt lOö.- : [',; Sschecho^towaket:'. Km Usginut.: Mmktfük.. Srsseu?Q«— AR *. SVftB««- gJtpMfttt.. 9fa** Är «MteWchell« * ■&- renrr _ _,**'•••' ":t "M>»«»«ich .'«»»«.<w.: Ha)' SchloeizStoi« Monatlich . . «MWLAWÄL^;2)SSÄÄiSsf Nr. 826 Wien, Sonutag den 15. Mai 1921 mm 3. Zahrgang <> Die nächste Rnnnner der „Wiener Aorgenzeltnag" erscheint Dienstag de« 17. d. M., mittags. Internationale Arbeitsgemeinschaft ' , -—y. 2BUk, 15. -9Rm. ' ^Düs höchste Interesse der Verbündeten ist die Mhaltung des Vertrages von Versailles. Jetzt besitzen fenoch die Aebermachh aber die Zukunft ist dunkel W'ungewiß." Das englische Unterhaus, dem Lloyd Wrge am Frei-atz diese Worte Mief,' zeigt in den Wen Wochen eine sehr unbehagliche. Stimmung. Die Zargen, die sich am Horizont aüWmick, nehmen alle Ääfte in Anspruch. Aber nicht allein das englische Parlament, auch das französische, wie überhaupt die Volksvertretungen der Siegetstaaten, find in Unruhe Äjpannüng aller wirtschaftlichen Energien haben schon KrAt das Gebiet der 'Nffiegtim7y^sse».'Md'«in.' 'der Kchale' des Triumphs' sammelt sich bitterster ÄZermut.! öhtz"PvWche Konzeri Europas/ist- - vrckzwei' starke' vtmnnen armer geworden, Deütschland und [ Rußland Äctgen; die östMWisch^tzmMe^MonüvchieHM W - m ' ihre nationalen Atome aufgelöst. Der ettrv-. rasche 'Kontinent ttonnte als Hmich einheitlich i Wrtas Wirtschaftssystem die Herrschaft über den JMmarkt<m$pu $te; MMnetthaHE ^--W Wieg so grüudllch7 »esottzk, hat auch die wrrtschaUsche. HarMöme Ä, 'Den Abgrund gerissen. Alle . Stzwrerigkesten W > eckzelven Länder tragetz - hier" wie dort/ ms tzleiche HÜleere Antlitz deripirtWstlichen Krise, G aus der Zerreißung uralter Beziehungen entstanden P Der tausendfältig verästelte Betrieb ver Wtewer- Äung ist gestört und die Anomalien, die sich - daraus Ädernden Gebiete Mttteleüropäs' dürch StMs, po Wfche Unruhen und durch die vNen neuen Grenzen rm mit Mühe das GkeichtzeMchi halten Mnnem Eng» lmd muß sich durch ein eigenes Gesetz gegen den Ein- Krack der billigen Massenfabrikate aus valutaschwachen Nndem wehren» jut gleichen Zeih m der-es gemeintarn mit den Bundesgenossen dem Rückgang , der Produkten in Mitteleuropa entgegeyarbeitet, um die Aeparatiopssummep,. heraüszubekommen. In' Südchjertka wird . wieder einmal Kaffee valorisiert, dys heißt vernichtet, weil gu, viel Ware lagertund ‘ der. Weltmarktpreis auf andere Weife nicht gehalten werden iHnnte, während. in,Europa die Kaffeebohne zu.einem lettene«'und köfthären'.Gyd..gerpüchen ist.'! Wer Europa. n^anfbauen will,! muß .sich die Herstellung der wirtschafLchen Harmonie als' erstes M setzen. Aber dieser Einklang, kann erst.erreicht «erden, wenn. der Haß und. das gegenseitige Mißtrauen aus der politischen Rechnung ausscheiden und Mn . die sachliche Betrachtung, dessen, was ist und Vie/es. ist, über die Knetzsstimmüntzen siegt. In,.oem Streif, der in den letzten Friedensjahren die Diplomäten tzurvstas 'beschäftigte,. wäre eine, kühle Analyfierung der Differenzpunkte, des russisch-öfterreichischen Jniereisensetzensatzes auf dem Balkan und des englischdeuschen Haders aus dem Weltmeer imstande gewesen, die Anwendung der Gewalt zu verhindern. Aber die Feigheit der. Regierungen, die. ihre. Ehre engagiert glaubten, ließ sie das einfache Mittel des Schiedsgerichtes verschmähen und, wandelte, lieber den Kontinent m-ein Tollhaus. Heute müßte doch die. Erkenntnis von der Schadlichkett diesert Art des Prozeßführens indie bretten Massen gedrungen fein und die Vorgänge M den Arbeiterparteien beweisen auch», daß diese den Krjeg alspolttisches Mittel nM mehr angewendet wissen «pllen. Freilfch gilt ihre Absage^ nfcht dem Prinzip, selbst, spndem nur seiner Anwendung von der bürgerlichhqpttglistischen Seite. Wenn es sich um die.Ergchfuug her Macht handelt, dann ist auch!. der SozichsMus der Gewalt nicht abgeneigt uttd Rußland hat bewiesen, wie leicht es ist, Theorie und Praxis zu verkuppeln. Freilich hat dieses -selbe Rußland es auch zuwege gebracht, den Arbetterckassen'. die' Schlagkraft zu «ehmen. sie zu spalten und dadurch eigentlich «ehrlos bm TrWeriMmus ix» tzr«UöUche« AegemoBe- Par i L 14. Mai. (Tel.-Komp.) Am Schluffe eines: Jnqtz^icws, das der Reichskanzler Dr. Wir LH einem Mitarbeiter des „New IorL Hsrald" gewährte, sagte evz er hoffe, die Mitarbeit der Deutschen Bolkspartei für die Regierung zu gewinnen. Eo versichert, daß Deutschland die Kraft habeseinewVerpflichtungen nachzuLomwen. Es habe eine schwere Last z« tragen, aber Deutsch, laud «erde die Schwierigkeiten übertvindeu. Die b a y r i s ch-e «Ge w e h r e : u « d d i c Äfljton e n der Ostf eftnngen wiitden a u s g e l i e f e r t «erd e u und die erste Zahlung würde den guten Willen Deutschlands ular beweisen. Poincarö ist Mibtranisch und unzufrieden. Pavwi 13.Mai. (WoWRichmond P>o i ü/c schreibt ji» der ^Mmd?dch Deü? Moutzes" . dir Lövdow>r.'sta«krrMW-e-- 'toib e r-b;ö-c »- N-ri a'a d s8'i t s ri»i g c # «ffifö.: ."j :::.: BezWich^ tzü:ckOMA ttt a g-e MMkt^ PüÄLttts, DeutschAB Mime M ungeseUrcher^ «MaMrr ' 'Organisatiocka, um Pole« M bedrohe«. Zur Mirahme.^e^K eb'xü tikti ti i* :drr -Miette« durch dmr MMW'sHckrkt.' PvmcariS, rs'wSre natürlichgrweseU, wenn - die>HÜMten.a!S Kegenttlsürna für die - Deutschlaud': gervSdrtch ZMASnduisse s » so-r t m aier r e l l e P fä n de r i » Ne's i tz g e-- »ly. tg m’ e k hatten. M der persönlichen Ehrlichkeit . des Reichskanzlers Wirth 'könne' man nicht zweifeln. Werde^er aber imstande sein, die znstande gekommene Mehrheit/ahf die er sich stütze,^austechizuerhallen? / Brianverlangt Zeit -. /Paria-11.:Mai. (WM.). MmisterpMdent' B-r-i-a-n b erklärt einem Vertreter: deS .Temps", der Auszug: mw der. Mde deS: englische« Premierministersden er befitze, fei zu «nvollstaydig, / als daß. er ein. endgültiges Urteil abgeben könne. Der: ^englische Standpunkt. werde... beemstußt von der / A n:s i ch t des b r i t i sch e « K v m m i s s'ä .r S M 'Oberschkefim, die .von der. Ansicht des französtschen, Vertreters und in gewifirr Beziehung auch von der des : italienische«.- Kommissärs ü b w e i ch e. Es sei «üM'chenSwrrt.: und dies!. sei auch die Ansicht der stayzöstsihen. Regiernng, daß man de» drei Kommissären unbedingt die nörige strebens gegenüberzustellen. Die Folge ist denn auch, daß die in Mitteleuropa für kurze Zett zum Schweigen: gebrachte Reaktion sich wieder frisch zu regen: beginnt.? Von: feiten der Sozialdemokratie ist eine-Auftichtung des europäischen Konzerts, nicht mehr zu erwarten. Umso dringender^wird diese Ausgabe für das Bürgertum. Das Instrument für diese Arbeit ist bereits vorhanden und der Völkerbund könnte, wenn. er. richtig angefaßt wird, die Befugnisse eines internationalen'Amtes erhalten und ausüben, das die Schaffung einer. Arbeitsgemeinschaft der Völker sich zur Pflicht.. macht. Von hier aus könnten Produktionskrisen aufgeklärt und beseitigt werden,: von hier aus könnte eine gerechte Vertellung von Erz, Kohle und Rohstoffen erfolgen. Der Völkerbund ist heute Mur ein Torso, ein Organ der Ententepolitik, dessen Tätigkeit vielfach von den. Künstlerischen Diplomaten mit Argwohn überwacht wird.. Auch daß das Statut - des .Völkerbundes. einen integrierenden; Bestandteil der Friedensverträge bildet, den Besiegten : also. ausoktroyiert wurde, kann dieser. Jnftüution: bei den Unterlegenen keine große Sympathie erwerben. Aber er ist vorhanden und alles Bestehende hat das Bestreben, seine Notwendigkeit zu erweisen. Der Völkerbund wird erst: auf die Höhe seiner Ausgabe Äm, wenn er sich von den Fesseln der Kabinettsbefteit. Rußland und Deutschland in den: Kreis seiner Rechte und Wichten zieht und sich selbst zu dem über den Staaten stehenden Amt erhebt, das von feiner hohen Warte aus die Sorgen rmd Leide» d« DtzlLtt^ühechljckt und die- 3.c 11 l a i t,c,: ui»;' ihre verschiedene» Ansichten/ «Hchkötzüv' 'undMnäkdem Vertrag einen:etlchelürchen Vorschlag der Greuzlime zu mache». Die. dmÜche» 'Nachrichtck^ endgültigen Charakter, der Zusprechung des JndvstrirgchivLZ'.ichr!? Deuikchland entgegen dem Ergebnis der BolkZabstrmnmng i gleichfalls schuld.an den Unruhen... : . 3 ^.:.' .:^.^» England wünscht dle Anshebung -er , - Zollgrenze. »M'- Hhei«.: Papis, 14! Mai. fHavas.): Der Korr§sp0tch.svsi des Reuterfchen Bureaus: in.Berlin, ckeüret/ i bafctfej' britische Regierung für diei A^u sch -e b u rr:^.^ d Z o ljg renZe im Ahernlau^. /:soiyi« .»Mr .Wj Räumung der Städte. Düsseldorf, Duisburg undkRuhr-!;ort -Der - dipfomchische -Mitärbettex: - b«^ AgeAej Häv.as glaubt.Zu wissen.- b'ch:.Mlftanzyftsche^M-r - giexung entschieden . für die .Austechtechaltung-. dpr M :der Londoner Konferenz, ^im März d I.. gemMayr... chesDlssen^.MWahckew ist Wh: Weyon die-chrstM^ -Regierrckg^^verstänbigt htzbe> i:\ (•- v.:'-yi ,WLrIch«l»^ l4. Wai. jHiiukjpruch). Neuerlich!-^ frtki s-'Wo A n tz r r:f $6 w Gdtzolin wWdM; 0^j gewiesen. Wir.Haben Keirrpno, Ohröbiec besM - Bei -."Kolono'wska''gpff.^ 'der-'ÄegNKr.WchM-'' stärken:Kräften oxi-.:daß sich unsere'TruppetzMiWllahen, sich! zmückzüziehen. 'SvW-ereiMetewPDkeinc!- Kampsaktwnm.. ' v"- -;v: -:V . Demrssion engttscher Bedmten^ \ Wckiländ» 14. Maü Zsy:" .Stznheih»LrüP^ħ - .,Cornere Hella Sera" in Oberschlefien - : daß bereits 15 hohe englische-' Beamte: 'der ' interallnerÜN-/W:?!. . . wattung zum'Zeichen des Protests .gegen -« -- Wdyrg-MMeri ' int^alluerter Beamten/ die .sie 'als .mit.'.'.der.?GpfmkMM-exi. >'Ausgabe nicht vereinbar ‘ «achten, ihre D'emifston fäk$m£' haben. - : - s ' '-s . D« englische Kohlenkrieg.' -: : /- London, 14. Mai. Der Boüzugsausschüß drr^ Eisenbahner und Transportarbeiter fordert zur stteWen > Durchführung der Kohlenblocküde auf.! Lloyd Mortze: cheabsichLigt, mit den Führern 8er BertzarbektermÄLe^ Verhandlungen zu pflegen.: Man erwartet, daß dadurch^ eine Klärung der Lage emtreten wird. - '■?%}¥?■ 4 «"vV-:"?.'.i-ff■:""f"m'^1 'Fehlerquellen rascher entdecken kann, zum Völkerbund bedingt eine ehrliche,! aüstichtige! Friedens- und WirtsthastspolMk nachanßw mch: eine: offene^ demökrattsche Politik nach innen. BEtK Deutschland diesen Wieg pyd sagt' sich' Rußlmd pöu seinem Absolutismus der Zerstörung -los, dann kau» der Völkerbund als Schöpfung des BürgettumS M Wunden heilen, die das Bürgertum dnrch den Krieg iselbst geschlagen und erlitten hat. : : Vor einem Jahre ist der Dölherbund in Rom-, zu seiner ersten Tagung zusammengetreten und. HgMls" hat Tittoni vom Weltfrieden und der WeltversöhuMggesprochen. Vor filtern Jahr! Was ist m diesem Iyhn alles geschehen, u« dies« Programm in sein Gegenteil zu verkehren! Wie steht Europa heute, Mn Eydr dieses Jahr«, aus! Aber dochwill « es -.in. so.-kurzer Frist nicht möglich ist, die DHr»echeNi der süys Küegsjahre zu tilgen, die ihre MHeu; Schatten auf die kommenden C^neratwnm - 'we^M»^ i In diesem Jahre hat der Völkerbund wenigstens die? Kriegsgefangenen zum größten Teileheimbestzroekt^nnb dem Leben wiedergeschenkt, hat er ern international«^ Seuchenabkommen geschaffen und die Debatte: Kh« die Abrüstung eröffnet. Das scheint wenig-ist: Mr. doch sehr viel, wenn man. an die Mauem deß MM trauens und der Berbittenmg denkt. Die ZvKmft Ä! duttkel und ungewiß. Sie aufzuhellen und zu ist der Völkerbund hemfey, wenn er die gemeinfchaft der Menschen auftrebt. Der den^8V«g schaffen. .. ,.