Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 824 (13.5.1921)
- Date
- 1921-05-13
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979903--07566-2993629- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Riga 1× ep/1000826
- Ukraine 1× ep/1001131
OCR text
Seite 4 Wie», Freitag DasProblemdernattonalenAutonornie in Lettland. Riga 8. Mar. (Jüd. Korr.-Bur.) Der Berfassungs- Auc-fcnufs der lettischen Konstituantezog zwei Entwürfe einer rratto.natcn Autonomie für die Min orit.äten.in Verhandlung. Einer dieser Entwürfe, der von dem b u nd ist.i- . s chen-Deputierten B e r ö .eingebracht wurde, beschränkt die Autonomie auf kulturelle Angelegenheiten; der zweite, der vom zionistischen Deputierten Dr. Hell mann stammt, sck>ließt /in. die Autonomie alle Angelegenheiten, die das nationale, soziale und wirtschaftlichem Leben der Minoritäten betreffen. Obwohl diese Entwürfe alle Minoritäten betreffen, haben sie bei manchen Deputierten gehässige Reden, speziell gegen die Juden, ausgelöft. Nach lebhaften Debatten wurden zwei Resolutionen gefaßt, und zwar: 1. Die lettische Konstitution garantiert den Minoritäten die nationale Autonomie. 2. Die konstituierende Versammlung wählt eine besondere Kommission Ausarbeitung eines Gesetzprojekts, betreffend die nationale Autonomie der Minoritäten. Der Arbeitsplan des Prager Parlaments. Pra-, 12. Mai. (Privat.) Im Senat wurde gestern die Sommerseffion der Nationalversammlung eröffnet. Nächste Woche, am 19. d. M., tritt das Abgeordneten h a u S zusammen.; Seine Zwecke Sitzung aber wird wahrscheinlich erst am 31. d. M. statisinden, sodann wird die Nationalversammlung bis zum 20.'Juni taaen, worauf die Sommerserien e ntrelen. Dir Nätionalversammlung hat einige Finanzvorlaaen und Er- «ahrungssragm zu erledigen. Ueber dieses Arb eits Programm werden Zwischen den Majorckätsparteien Verhandlungen gepflogen. Ans der Horthy-Verfammlung. Budapest, 13. Mai. (Uvg. Tel.-Korr.-Bur.) Vor Eingehen in die Tagesordnung wird ein Antrag auf dringliche Behandlung der Budgetdebatte mit großer Mehrheit angenommen. Abgeordneter Za rka n y (parteiloser Oppositioneller) wendet sich dagegen, daß im Wege von Verordnungen regiert werde und fordert die Auflassung d e r Inte t* xtecu.n0.eo. - Prinz Ludwig W i n dis ch g r ä tz (christlichsozial) erklärt, daß eine bestimmte finanzielle Politik. nur dann befolgt werden könne, wenn die Liquidation der Kriegsschulden beendet sei- Deshalb müsse man sich eine große ausländische Anleihe verschaffen. Was die Richtung der auswärtigen Politik betrifft, müsse man ' sich' der e « g l i s ch - f r a n z ö s i s ch e n I n t e t* e s s e n s p h L r e nähern, wobei eventuell eine materielle Unterstützung seitens Frankreichs gesichert werden könne. Bon der I l e i.n e n E ,n t e.n t e habe Ungarn nichts zu erwarten. Zum Schluffe, befaßte sich Redner mit der K ö n i g 3f r a g e xnd betoute. />aß weder das Programm der Legitirmsten noch das der Anhänger der 'freien Königswahl angesichts der Haltung der Entente z» verwirklichr» sei und daher diese Frage vorläufig ganz assgeschaltet werde» müsse. Tagesbericht. Die Keren Hnjeffod-Arbeit in Amerika. Aus New-York wird gemeldet: Auf Jnitia- Ht>« des von seinem Posten, als Sekretär der Zionistischen Organisation Amerikas zurückgetretenen Louis Lipski fand hier eine außerordentliche Konferenz' in Keren Hajessod-Angelegenheiten statt, an der über '260 Delegierte verschiedener zionistischer Distrikte. meistens aus den östlichen Staaten, ieilgenvmmen haben. Nach einer lebhaften Diskussion wurden folgende, Resolutionen einstimmig gefaßt: 1. Die Minori- 1 ä t s g rup p e der .Exekutive der amerikanischen, zionöstifchen Organisation zw unterstützen. 2.-die Loyalität zu Dr. Weitzntarm und. zum Keren Hajessod zum Ausdruck zu bMgen, 3. das letzte Memovandum des I Richters Mack zurückzu weisen und von -ihm. die. r; ur it ckz i ehun g seines Ausrufes für denSpendenf o ub § gu verlangen, 4. von Richter Mack und der. ij.y. c f.ut t.to.c zu. verlangen, daß sie mit .dem amer.i-- < n i s ch cit . B'u re au des K er e.n H a j e s so d zu-. ' > rn.m e n a r b e i ten und an'der Exekutive der zioni-' 'tttttt'.sn Weltorganisation Leilneh men sollen. Aus London wird uns gemeldet: (Äcker Kabel-, c.u 'che aus New-Dork zufolge hat die Zeichnung für «Vit .Keren Hajessod in New Aork City bis jetzt zwei .Ailltonen Dollar etgeben. Anr 1. Mai fand eine Konder Delegierten von 51 Bezirken der fünf öst-» lichen Staaten statt. An der Konferenz' nahmen 221 Delegierte teil. Nach' eingehender Diskussion wurde einhellig esne energische Resolution angenommen, welche die 'Unterstützung der Aktion zugunsten des Keren Dajessod und derjenigen zionistischen Führer in Amerika zur Pflicht macht, die sich der zionistischen Exekutive' und. deren Präsidenten Dr. Weitzmann anschlossen. Die Konvention der amerikanischen Zionisten, welche, »nie bereits berichtet, für den 5. Juni anbevaumt wurde, wird in Elevcland abgehalteu werden. Schlechte Aussichten fiir de« Pfiugst- «erkehr. Amtlich wird bttfout&ait t Trotz der ix beit Zeistmgex ttf tflutbaileu Nachrichte« über weitgehende Einschränknvgrn im Personenverkehr laßt die außerordentlich starb Rachsrage bei den Fahrkartenv o rv rrkaufsstellen daraus schließen, daß sich znPsinoste» ,em NaSvuxS«« ack.d« WeuhaL»» tz^^ Dir M«-. Wiener Morgenzeiturrg bahnverwaltung sieht sich veranlaßt, in letzter Stande nochmals eindringlich darauf aufmerksam zu machen, daß das Ausbleiben der Kohlenzufxhr ans Oberschlesien irgendeine Verdichtung des gedroffelten Eisenbahnverkehrs zu Pfingsten gänzlich ausschließt und daß deshalb mit der Einleitung von Sockderzügen, Vor- und NachMen der wenigen noch verkehrenden Schnell- und Personenzüge kemesfalls zu rechnen ist. Die Bevölkerung wird deshalb im eigenen Intereffe dringendst gebeten, die Benützung der Eisenbahn zu Pfingsten zu vermeiden, weil sonst eine vetriebsgefährliche Uevcrfüllung und große Verspätungen der Züge zu erwarten wären. Ueberdies hätte der größte Terl der Reiselustigen seine Reisevorbereitungen vergeblich getroffen und könnte entweder überhaupt nicht befördert oder vielleicht sehr verspätet oder gar nicht nach Wien zurück» gebracht werden. _ Jüdische Emigrantenfürsorge. Paris, 8. Mai. (Jüd Korr.-Bur.) Ein europäisches Subkomitee der „Hebrew Immigrant Aid Society" (,Hias" Gesellschaft zur Unterstützung und Beherbergung jüdischer Emigranten) brachte vor kurzem einige Tage in Paris zu, wo es mit verschiedene» jüdischen Hilfsorganisationen in Angelegenheiten der gegenwärtigen Lage der jüdischen Auswanderung verhandelte. ES fand auch eine Konferenz mit der Exekutive der Welthilfszentrale statt. Dre Konferenz ist zur Ueberzeugung gelangt, daß alle in Betracht kommenden Organisationen ihre Kräfte, Finanzen und Organisationen verewigen müssen, um die indische Allwanderung nach neuen Ländern abzulenken. Alle jüdischen Orgauisationen seien zur Mck- »arbeit einzuladen. Jakob Mazel, der europäische Vertreter der .Hias", deren Paris verblieb, setzt seine Verhandlungen mit den verschiedenen zentralen Hilfsorganisationen fort. Wie verlautet, ist es ihm gelungen, die I c a zur Einberufung eines allgenreinen jüdischen E m i g r a n t e n k o n g r e s s e s zu bewegen. Man glanbt, daß dieser Kongreß noch um Laufe dieses Sommers statrsinden wird., . _ Die Lohnbewegung im Buchhandel. In einer gestern abends in der Volkshalle stattgrsundenen Maffenversammlung der Buchhandlungsgehilfen erstattete deren Obmann S ch o l z einen Bericht über die ergebnislos verlaufenen Verhandlungen mit dem Arbeiigeberverband der Buchhändler und über die gleichfalls ohne" Resultat gebliebenen Verhandlungen im Einigungsamt, die vorgestern fiattfanden. Auf Wunsch de§ Arbeitgeberverbandes, traten ' gestern beide Parteien abermals zu Beratungen zusammen, die zu einem Vertragsabschlüsse unter dem Vorbehalte seiner Genehmigung durch die Vollversammlungen der Gehrlfeu einerseits und der Unternehmer andererseits führten. Die Unternehmer bewilligen die von den Gehilfen geforderte Gehaltserhöhung von 50°/«», lehnen jedoch den verlangten Urlaubszuschuß ab. (Beifall und Protestrufe.) Redner begründete nun die . Motive, die zu . diesem, wie er selbst bekennenicht sehr günstigen Kollektivvertrag. führten, unter den.obwaltenden Verhältnissen sei aber nicht mehr zu erreiche» gewesen. Er empfahl die Annahme de§ geschloffenen Uebereinkommens. In der sehx lebhaften Debatte, die sich an daS Referat schloß, forderte Gehilfe G o l d « a n n unter stürmischen Beifallskundgebungen die Ablehnung der von den Unternehmer» gemachte» Anbote. Wir stehen, erklärte er, vor einer schweren neuen Teuerungswelle, zu der noch eine Lnxussteuer komme, die auch für die Angestellten ein große Belastung sei» «erde. Wenn ein Gehilfe einen Regenschirm um K 1000 kaufe» werde, so werde er noch die Luxussteuer von 16% dazuzahlen müssen, deshalh sei eine Aufbesserung der Gehälter um 50'/« ganz ungenügend, keiner könne seine Lebenshaltung damit verbessern. Nach emem Schlußworte deS GthilfenobmanneS wurde der Kollektivvertrag, der bis September d. I. in Kraft bleibt,- mit großer Majorität angenommen. Sollte jedoch dem Vertrage von seiten der Unternehmerschaft die Genehmigung verweigert werden, so treten die Gehilfen und Arbeiter des Buchhandels Dienstag den 17. d. M. früh in den Streck, zu dem, wie der Referent berichtete, , alle Vorbereitungen getroffen sind. Die Flucht des Andrö Äueff. Die Flucht des 126-Millionen-Betrügers Andre Rueff erweckt noch immer großes Interesse im Publikum. Die ungemein schwierige Untersuchung, zu der die Anzeige des Straßburger Kaufmanns Char- > les den ersten Anstoß gab, schreitet vorwärts, doch haben sich bisher außer den schon bekannten Opfern des MMionenbetrngers keine neuen Geschädigten gemeldet. Alle Personen aus der Umgebung des Flüchtigen werden n-ch und nach einvernommen, um ein Bild von seiner Person zu gewinnen, und die ungemein unfangreiche Korrespondenz wird genauestens geprüft. Es ist immer rätselhafter, wre Rueff, der in der letzten Zeit seiner Wiener Anwesenheit so vielfach von Pfändungen he im ge sucht, war seine Position so lange zu halten vermochte. Ebenso seltsam ist es, daß sich bisher nur verhältnismäßig wenig Geschädigte gemeldet haben, wiewohl sich die Zahl seiner Opfer nicht auf die bisher bekanntgewordenen beschränkt. Rueff hat, wie schon dargetan wurde, das erschwindelte Geld in der sinnlosesten Weise verausgabt. Man erzählt von seinen Reisen nach Paris und London, die Unsummen verschlungen haben sollen. So hat er bei seinem Pariser Ausenthalt, bei dem er in einem der teuersten Hotels wohnte, ein Automobil um K 300.000 gekauft. Nach Paris nahm er seinen eigenen Diener mit: in Paris selbst aber engagierte er noch einen zweiten Diener. Dann suhr er nach London und lebte ebenso aus dem Dollen. Rueff. der bei seinm Gaunereien i UM viele WillioUe> rang, verschmähte ab« auch fcfffatit fiKwar-mr . Streiche nicht. So erzählt man. daß ihn eines Tages einer seiner Bekannten traf, als er Flaschen mit Etb ketten versah. Die Flaschen enthielten minderwertige« Kognak und Rueff verschmähte es nicht, sie mit Eti« ketten weit teurerer Marken zu versehen und de« „Cognac fine Champagne" einem Geschäftsfreund um teures Geld anzuhängen. Die Untersuchung wird sortgeführt und erstreckt sich auch auf andere.33^ schuldigungen. _____ ‘ ' ' v Eine Konferenz der polnische« Jude« in Amerika. Aus New N o r k wird berichtet: Hier fand eine Sttnf serenz der polnffch-jüdischen Landsmannschaften statt, an welcher sich Vertreter von mehr als zwanzig polnisch-jüdische« Organisationen nt New Nor! betciliaten. Sie hatte den Zweck, sich uch der Wledererrrchtung des Verbandes der polnischen Inden itz Amerika zu befaffen. An die Versammelten wurde von de» Mb, zeluen Neferente« die Auifoederung gerichtet, sich' zu eine« Zentralverband zu vereinigen und mit akiwer Arbeit für die Juden «t Polen einzusetzen. Folgende Resoluttoneu «arbt« gefaßt: . .« 1. Alle polnisch-jüdischen Organisativnen und Vereine i« Amerika zum Zwammen'chluß in eine zentrale Körperschaft ein« zuladen. Die Ausarbeitung der Bestimmungen für diese Bereinigung wurde einer elfgliedrigen Kommlffion übergebem 2. Dee Konferenz beschließt, sich an der Arbeit für dt« jüdisä, en Kongreß ui Anrerika zu'beteiligen. 1 3. Die Konferenz begrüßt die zionistische D e legst, o n in Amerika und schließt sich der Arbeit für de» Keren Hajessod an. , , . , Der Pogrom-Balachowiez schreibt seine Memoiren. Der berüchtigte „©eneral“ Bulak-Balachonncz welcher jetzt in Warschau wohnt (man wird sich bald entscheiden müssen, ihn ebenso hinauszulehnen w« seinen Freund Petljura), schreibt jetzt, wie „Ruß Preß^ berichtet, seine Memoiren. Ihr erster Band befaßt sich mit dem Bolschewismus und mit de» Mitteln, welche von bolschewistischer Seiie angewendet wurden, um die Tätigkeit des memoirenschreibenden Pogromhelden zu diskreditieren. Edres dieser Mittel sind wohl die Judenpogrome, an dene« der edle „Balko" so unschuldig ist wie ein Lämmchen k Er hat bloß an den Juden verdient! Daß sie daber zugrunde gegangen sind, das ist eben eine feindliche Tücke der Bolschewiken, um ihn zu diskreditieren. Es geht doch nichts über ein. gutes Gewissen: von polnischer und jüdischer Seite wird die Aburteilung des Balachowicz wegen Mordes, Raubes und Diebstahls verlangt, ec aber — schreibt seine Memoiren! Die Jude« i« Vokohama. In Nokohama wohnen ungefähr 100 Juden, deren Lage keine schlechtes ist. denn die japümsche Regierung kennt keine Unter» schiede zwischen Juden und Nichtjuden: Die Juden in Jokoham« betreiben hauptsächlich Exporthandel. Sie haben eine eigene HilfZ-- organisatiou ^Russisch-jüdische Gesellschaft", welche die Haupt-! aufgabe hat, jeden durchreisenden Juden aus Rußland mit Geld,' Unterkunst, Nahmng und Kleidung zu unterpützeu. Durch dirj Tätigkeit dieser Gesellschaft konntm eisige taufeuh iüdifche Flüchtliuge aus Svwje« r » ß l a u d, mit allem Nötige» versehen, »ach! Amerika gebracht werden. I« Nokohama gibt eS auch ei» jüdi'ches E m i g r a n t e « h e i m, das von amenkanffchex Judm erhalte« wird. An den hohen Feiertagen wird dort deü Gottesdienst abgehalte» und dort speisen an den jüdischen Fest-! tagen sämtliche Juden von Nokohama. Am Prßach wird ein gemeinsamer Seder mit großem Gepränge veranstaltet. Mit den Japanern haben die Juden ebenso wie die übrige» in Nokohama lebenden Europäer wenig gesellschaftliche Beziehung vor allm: wegen der Verschiedenheit der Sitten. Doch hat sich die japanische Oeffentlichkelt AokohamaZ sehr für die J«den»j Pogrome in der Ukraine interessiert, welche allgemei» auch in europäischen Kreisex der Stadt verurteilt wurden. Die Juden in Nokohama haben eine Hilfsaktion für die PogromgefchLdigte^ begonnen._ '" Kmosk» wollte Akademiker «erde«: Wir haben ihn während des Antisemitentages in Wien kennen gelernt, den Herrn K m o S k o, Professor der hebräifchm Sprach^ an der Budapester theologischen Fakultät. Den Mann, der m den weitesten Kreisen unbekanut war, biZ er sich den neuen K«rS i» Ungarn nutzbar machte und in der ersten Vollversammlung dev „Erwachenden Ungarn" als Hauptredner eine zügellose Brandrede gegen die Inden losljrß. Diese Rede deS Erzieher? der ungarische» Geistli^keit, des Professors der hebräischen Sprache, zeugte von so niedriger Gesinnung, daß sie damals von mehreren christlichm Geistlichen als »rmqualifizierbare Ausfälle" gegen ein Volk, ans dessen Mitte der Stifter des Christentums selbst und deren erste Apostel und Märtyrer hervorgegange», als »nuerhörte Versündigungen gegen La8 Evangelium* mit größtes Strenge Mückgewiesen wurden. Von jenem Tage ab war Km osko der neue Star des christlichen Kurses, der überall^ hin entsendet wurde und noch entsendet wird, wo eS gilt, in skruvell'ofester Weise unter der Maske des Wissenschaftlers gegen das Judmtu« zu Hetzen. Wir lernten ihn damals als einen der zngkrästigm Rckner des Wiener Antisemitentages kennen, auf welche« er alle übrigen Redner an Heftigkeit. Leidenschaftlichkeit n»d Niedertracht überSot. Ru« glaubt«! K m o S k o, der sich in dev kurz« Zeit seiner Bolksbeglückung als Gelehrt« fchox so gründlich unsterblich gewacht hat, eme» Anspruch daraus gn haben, auch alS Mitglied der Akademie der Dissensch asten die Palme der Unsterblichkeit zu erlang«. TabsSchlich fand« sich sogenannte Männer der Wissenschaft, Mitglieder der Akademie, welche den Mut hatt«, Kmosk, bei bt» letzt« Wahlen als ordentliches Mitglied su empfehle«. ES mutz