Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 819 (8.5.1921)
- Date
- 1921-05-08
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Einzelpreis -4L Kronen Einzelpreis 4t lPrÄttunerntisnspreiie «Sie»: Asse «Metoi <•» m i0jliüftütnt, L Bezier, Tab»" tzr»i>e 1 l»i» u. sr^ t« cmrr Ltt>äierßste«e lL«fir> $U*«&x6) Krsven 19" - 4M. VsftutUmii fir Wie« uni Desterreick: S?.ins*tttA . fttinuu 100.- rschechr-EliNvakei: M»m»lrck . . ktrvE 17. -Llieitteljäkririti „ *V-- •k i A<n:©MrattU fütgma: SfcuastHÄ . . ftronat 70. Vre«tels«U»rltÄ ., >6*0.—;.e «ru^ürrsche» WAermg sivmuu% .. IS, i» MWnnp M-rnNIich^!^! Mo»a«ich . ..gtttMtf ®*3 ■r^jr-4 ffM«; Nr. 819 Wien, Sonntag den 8. Mai 1921 MonatRch r. .' . - «Mchsie»:--- Msuattrch. . . . Sei GchweiA a. d«s-beige W»«il MasMich. . »HenneS!' TeSedl,-««: «S V Uhr aSenr^Dtl«»« 7.),' i "1. WJ*i A.' 3. AahrgaW (ir; '-Ä rTTH.T Notenbank mä neue in Me ewige Konferenz. ) ) ■;• Verpfändung und Hypothekarbelastung Zn dev Antiportnote an die DölkerLundLommiffio» erklärt sich die v st e r v e L ch i sch e Regier«»g bereit, einer ««ter Beteilig«« q des ansländischen Kapitals zu gründende« Rötendaur das ausschließliche Recht der Notenausgabe in einer «enen Währung z» übertragen. Für die ansWärtigen Kredite «erden das T a b a k m o n o p o l, die Zölle und eventuell auch die S t a a t s f o r st e verpfändet. Die Aeberwachnng der Finanzgebarung soll einem K o ntro llk o miLee Übergeben «erden. Die ans de« Nealbefitz anf- Muehmende S^ige Hhpothekarbelaftnnsoll bereits auf die neue Währung laute«. .".. . .7 ' Die Kabinettsbildung in DeutfchlanD. Berlin, 7. Mar. Bezüglich der Dildnng einer neue» Regierung ist noch immer Lei» e Entscheid««» getrogen morden. Der in Berlin eingetryffene Pariser Dotschaiter Meyer hatte Besprechungen mit de» P a x L eis ü b r p r «, um sich Wer Die «ns» faffnng derselben bezügttch der Unter» Zeichnung des ttltimatums zn informieren. Der Bytfchaftee konferierte auch mit dem bereits in Berlin anwesenden bayrische« Ministerpräsidenten v Kaste de- KÄich der Frage der E in «oh »er weh re«. Wie verlautet, wäre« die KoalitioNSparteieu für die A n » ahm e der finanzielle« Bedingungen zn habsn, doch lehnen fie diaAnterzeichnnng, der übrige« Bedingungen, insbesondere jener der Entwaffnung» ab. Für die bedingungslose Annahme des Ultimatums find, wie eS heißt, nur die Sozialdemokraten und die Unabhängige«, welche durch ihren Standpunkt in der Entrvaffnnngs. frage zu diese« Entschluß bewogen würden. Berlin, 7. Mai. Wie verkantet, hat Doktor Mayer die RegiernngSbildnng abgelehnt. Heftige Kämpfe in Oberfchlefien. Troppa«, 7. Mai. (Tschecho-slow. Preßbm.) I« nberschlefische« Gebiet zunächst der Grenze fanden gestern «nd hente vormittags heftige Kämpfe statt. Die Detonationen der M i n e « w e r s e r sowie daS Gewehr» und Uaschinenqe«ehrfeuer «aren in Schillerdorf und tzuldschin z» hären. In Zadelka« und Kreuz e n o r t «ird anch heute noch gekämpft. Es sind unaufhSrliche Kämpfe um die BrüSe» bei Olfau. Zadelka« und skrenzennt im Gange. Die Dole« überstelende« Rothschild gehörige« Hof in Reuhof. Zn Oderberg treffen nnaufhSrlich Schare« von Flüchtlinge« ei«. Berlin, 7. Mai. (Wolfs.) Ein Angriff der polnischen I'l;urg<',iten aus den Eisenbahnknotenpunkt tkandrzin ftmrtv.' von italienischen Truppen abgeschlagen. Die - nschasten Kcpa, Jankowitz, Tratvnig und Rattbov-. .^aiitmer sind von Insurgenten geplündert worden. Warschau, 7. Mar. (Fnnkspruch.) In Kattowitz hi.'t sich. dar, französische Militär ^aus den Ringplatz' und den Bahnhof zurückgezogen; die Borftäbie sind von Ausüändi-schen beseht. Die italienischen Truppen würden >" N atibor zusammengezogen. ' ' * «’■; Oppeln, 7. Mai. (Sßolff!) Aach den. am; 6. Mai v^eudö vorliegende». Nächrschien ist! .die Lage' im Auf-. standsgebie^ em(L; Gr ob-E t.r'rh lih ist von den Änsständlschen'' wieder' gerSuiüt woMn. F«. fr ind e « b u i. 9. haben. P l ü n de r a ngen 'no», mett§btittelie» Wsie;-'. AattMnchisu.! f 1 " \ Der Kohlenkrieg in England. London,?. Mai. (Tel.-Komp.) Die englische Kohlenlage macht stmmer w eit e r e Gin s ch r änku«gen für die öffentliche« Betrieb« «nd für die Industrie notwendig. : Der L 0 r d L a n z l e r erstläxte gestern, die Frage der Löhne sei verschwindend geaenüber der Frage» u b d i e B e r g le n t e.h str-eM- WIII e« d er R ati 0 n a«fzuzwinge» v.e r wJ ch iÄÄ, Bergleute MWM als, die Grubenbefitzer zei - e« nach wie Vor « e i« e Neig« n g, einen Vergleich zu fchlietzen. Die Berglevte erklären, daß fie die EntzWdüng: eines Schiedsgerichtes über ttzri Po 1 i» t i sch e » Forderungen ablehne«. Die Gr» b e » b e s ist e r widersetzen sich nach wie vor mit aller Energie einer R a t i n a l is i er » *$ bttteetzitbe. Die Unruhe» in Jaffa. Ei» offizielles RegierungSeommuniqus. . Lonbou,. 6. Mai. - lJüd. Korr.-Bur.) Der High . Commiffioner Sir Herbert Samuel hat an den Staatssekretär für Kolonien sylgendes Telegramm abgesendet: Am 1. Mai würde eine jüdische A r be iter-- v.e r s a m m l u n g in der hebräischen Vorstadt von einer Gruppe jüdischer. Kommunisten. gestört. -, Die letztsa wurden in das gemisih'e arabisch-jüdische Viertel, Hoher sie gekommen waren, zurückgedrängt. Die unmittelbar darauf fölgenben Ereignisse sind noch nicht auf ge-. kl Sri. Der Distriktsgouverneur hat Truppen aufgeboten und «ine Kompagnie des Regiments „Prinz von Wellington", und 50 R. A. F. wurden von Lndd sowie Panzerautos von Jerusalem entsendet. Nach ihrem .Eintreffen hörten,die' Unruhe« auf und die Stadt war währeick der Nacht ruhig. Heute früh (Montag) begannen jedoch wieder die Unruhen. Biele Juden und Mohammedaner wurde» getötet. Es wurde mehr Militär und Polizei wie auch weitere zwei Panzerautos entsendet. Auf mein Ansuchen begab sich dev Zi vil sek re tär. sofort ^nach Einlangen der ersten Nachrichten über die Exzesse nach Jaffa, R e g i e r u n g s b e a m te durchzogen zusammen mit führen.den jüdischen und arabischen Notabel» die Straßen des Viertels, wo die Unruhen stattfanden, und es gelang ihnen, die Leute zu beruhigen. Die Stadt ist bereits seit einigen Stunden ruhig. Zu meinem Bedauern muß. ich berichten, daß zirka 40 Personen, davon 30 Inden und 10 Araber, gototet wurden und 142'Juden und 37; Arabet fidj im Spita l befinde^, und daß 28 ,J n d e'n und 20, A ra de r im! Spital' behandelt und entlassen wurden. Manche Geschäfte wurden geplündert.. Es., wird angenommen, , daß die Truppen 'es nicht, für nötig fanden, zu schießen' und/ daß es unter ihnen keine Opfer gibt. Es. wurde,auth'!nicht 'für nötig erachtzt, den Kriegsz ustand proklamieren. ./ ES wurden S0 Verhaftungen vorgenommen. In den notwendigen Fällen wird daS Gerichtsverfahren ekngeleitet werbe«. Der ü LriKü Teil bsü LandLs ] ,ß% stcht eine neue' Ententekonferenz, bevor// ichv Ästende * stattfindeü soll. Der ' Nrbeiksstoff sprechungen ist immer der .gleiche-:. Die "ZüsioMyÜg^d«ö' Löcher des - Berttäges' von Versailles und - '.^Hr..^ls^ t gearteten Instrumente 'yon '. Saint-Germam/ //Emanow. üyd Gehres.. Es ' ist nicht'zu vermeiden, Ordnung so betzeutttngsvoller und& je mannDachstÄr Jntereffen. nmspanneüdex Fragenkomplexes 'Wte^aM tauchen und berechtigte MsPrüche,^uMgÄrM.ÄHW^ müssen.' Aber das Biild EuropäA-wie . 'stellt, zeigt, .Hatz -.hie.Frkedensve^rtzge! rn^'k^nsm''MÄ' ihrem Zweck/ entsprechen , und datz sie "eineir '.uriünje,r-I, broche'nen Kriegßzustand .erzeugt..haben,' .'M MM! blutige .OPfep-fördeft,' und die, Reste dA /eürphaWW. Wohlstandes vwächiSyrf:'''-Weder'.Mpd./MHGen rlnÄ. gemordet. In Merfchlefien ^ist' .ein ' Aufstand' ausgeo. brachen,, der /mit' dey^.'GkausayikeiL - des'^Patteiganger^ 'tüms' geführt wird und seinen 'Ursprung' in Hr/MuDi -seligkeit der Entente' hat.'. Tie' Volksakstirüchun^' 'chcW.. ein ziemlich' klares''BAL der Mgerneinsn Wirüfchs'; geben. Der Westen und Norden ''HütteHr^^^ffchlürL!^ [ IhVKiOWisU* Ci«4t - ' aben der Meiste Hat KM«,. M zu!kerwrr EWcheiLM« -' enMlietzen. FiWKeM^vünMe. das. - m« dmi deutschen-HynMkt zu verbinden, uM' auZ-L " M rüng darangegansen,/ die Mge' nach HMDüsM/W Men? und -M-Mi.'WMsitzeWsft^'^Dre s«»M'7GebrÄ7m8^^'düH?''dke-MVHiwstWtH ' Le^- Berlmer Wolfs°ÄgeNtur absichtlich ^Lbertrieb^M.rden> \ j es ist doch fiMr,' .rw^''M/'Aontiy^eM' 'Äör schwere Kämpfe v.erlvrMt worden' sind und von' einem' Engagement-der Waffenehre gespröDst: MW) M ist gut, daß man doch so 'cheit' Besinnung. die Entente eine chitliche. Vereinbarun'g' mü. Hem deÄ" Aufstand leitenden Korfünch anstrebt, . um.zuerst' Blutvergießen ein Ende zu machen. Die Wirkung hiüM^ traurigen Ereignisse auf/ Deutschland, ist mW blieben.- Einerseits' hat sich eine" SewstschutzvrHViistrfio'N^ gebildet, andererseits' haben die Kriegsparteien' Mchörp Wind in die Segel bekommen und wollen die KäUnetid^ Mise zu einer Konzentration sämtlich^ natioM-Wschech Parteienbenützen. Zwar könnte feine Regierrchg urn»^ dÜS Ultimatum der Entente -herumkömmen, aber ör?!^ Aüsfirhrung her Bestimmungen '4iher 'die VeWffrhrgj^ der' Kriegsschuldigen' und über ' hie Ablieferung/ derj' Waffen bietet Gelegenheit genüg zu', neuen KöyflikLeü,^ D)ie finanzielle Belastung des deutschen Volkes? wre E das Ultimatum vorsieht und' die ja aus dem FiÄÄenL- / vertrag fließt,' verliert nichtsJ von ihrer Harte,'wemv ' man sie aus der verpflichtenden Unterschrift', DeäLfi^-L lands ableitet. Deutschland kann, wie HichfirW'' Keynes in der „Kölnischen Zeitung^ ausfuhW -dW Summe von 132 Milliarden nur unter der! Düraus^ ' setzung bezahlen, daß . es seinen Außenhandel auSdehn^ Das ist aber der springende Punkt. Die franMschei Schwerindustrie wünscht.ja nicht die aktive Könkürren^- des deutschen KandylS. - Deutschland - würde alfct rrichV^ aus seinen Reichtümern, sondern aus seinen-Löhnen'be-jzählen, was ja wohl die Sympathien seiner Krupp unbj' Stinnes und Thyssen und der sonstigm Blutsauger er-!! checken dürfte, aber die arbeitenden und schasfen^ech *■ Klassen in die Hörigkeit zürückprtzssen würde. : n " . Es ist nun sicher, daß die . neue Konferenz i^' Ostende sich mit der deutschen. Frage und' mit ' Dbsr-^ Mesien zu befassen haben wird. Daneben steht wiederj'' die Orientfrage mit ihren ewigen Unklarheiten uWVsr-!'' zögerungen, die 'gleichfalls eine Quelle ' der. 'ÄtzerstÄr,-. Streitigkeiten bilden, und. auf. dem Boden Palöstinäs, ' wie-im Norden Kleinasiens Blut fordern. DerÄanbäks-'' streit! zwischen Amerika und der Entente um die Oel^ felder in Mesopotamien und um dar Kabel arff HaPj muß. zu einer Klärung geführt werden. Dieöfter--' I r^ichische Sanierüngsaktion, die jetzt Attualitqt erhäM wird vom Völkerbund in. dieser Woche besprvch«' und hem Obersten Rat vvrgetragen werdm. AM Hier! ist die Anwesevhnt der Pereinigten Staaten, JÄt/ -.äi einer Note HardingS angekündigt wird, M > wWchü 155