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Wiener Morgenzeitung · 1921-05-05 · Heft 816 (5.5.1921) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 816 (5.5.1921)
Date
1921-05-05
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Äer letzte Anstoß znm Rücktritt des Kabinetts war Mißlingen der Rote an Amerika. Da die Sozial dem okrate« erklärt haben, daß fie ihre Unter. Wft nicht unter die E ni e n L e f 0 c d e r u n g e n setzen wollen, da es ihnen nicht einfallen könne, noch einmal Äieselherr Schäden zu trotzen und sich Len Hatz WeS großen Teiles des deutschen Voltes zuzuziehen, nach der Unterzeichnung des Friedens von VerfMeK/ bleitt - nWtz wderes übrig, .M «neu Wue Ao« ÄeyMflkfrqgen im Vordergrund stehen^ vom Abgeptdchten S t r e f em a n n, der auch im Prinzip bereit sei, in'W neue Regierung entweder ÄS Reichskanzler oder Äs 'MlyLsier des Äeutzern «Nzutreten. Letzteres, ist aber . wahrscheinlicher. Stresemann will dies aber nur dann tun, wenn er der Unterstützung der Rechten Mr alle Ob diese eine Blankovollmacht ausist sehr zweifelhaft. Die Demokraten vex° harren nach wie vor in tiefstem Stillschweigen. Die Mehrheitssozialisten nn!d die Unabhängigen scheinen zum ersten Male seit langer Zeit gemeinsam in der auswärtigen Politik marschieren zu wollen und stehen auf dem Standpunkt der Unterzeichnung des Vertrag es, nachdem alle Mittel, zu einer Verständigung zu gelangen, teils durch die Schuld der Regierung, teils durch die der Alliierten gescheitert sind, .Gänzlich' desinteressiert erscheinen die Kommunisten, die sowohl der Frage der Unterzeichnung des Vertrages als auch der Frage der neuen Regierungsbildung vollkommen teilnahmslos gegenüberstehen. . , . - Sti«««s r« «srdergrvwd? f&tföt, 4. Mai: Die Reichsregierung trat ijieiite; morgens um 9 Uhr zu einer Sitzung zusammen. Die deutsche Vvlkspartei (Stinrres) arberttt-hinter den Kulisse« ..tatkräftig für Dr. Strese mann. Anfangs rv«r von einer Reichskanzlerschaft Dp.' tzstürstmänndie- RÄe.-Da;WWeWrM.' gegtz. .MM- Wn herrscht, erklärt deutsche BvMparHei, daß sie für Dr. Stresemann den Posten bis Wlin isters des Aenßctit in Ansprruh nehmen.' mochte. In Zentrumskreisen schlägt matt' die Michskanzlerkandidatur des Pariser Botschafters Doktor May er - Kaufbeuren vor. Die Demokraten stellen sich gegenüber diesem Plan vorläufig auf einen ablehnenden Standpunkt. UMmatum vis 12. Mai. LWich«, Z. MäL. (Reuter.) Wer Oberste Rat ist einer fünfstündigen Sitzung zu einem.- vottstän- Lchzche tWtzernehme» bezüglich der nach Deutschland zu entsenbenden Mitteilung gelangt. Das Protokoll soll bis. längstens 6., Mai abgesendet wechen. Deutschland torrd bis znm 18. Mai seine.. A»ttck>rt. gebe«' ^müsfe«..' Deutschland wird 100 Millionen Pfund sterling jähnlich und außerdem eine Laxe wn 26 Prozent auf feine Ausfuhr zm zahlen haben- Bons, auf; 600 Millionen Pfund Sterling sollen sogleich und auf 1900 Millionen Psund Ster« ling im November ausgegeben werden, das sind zu-- samnren 2500 Millionen. Es bleiben dann noch Bons . ans 4250-Millionen, die nach der. Zahlungsfähig-!i M Deutschlands ausgegeben. werden sollen.- Die VpnS werden mit 5 Prozent verzinst, wozu: noch l Prozent für die Tilgung, hinzu tritt, so daß sich der Finanzdienst für die im November anszugsSeNdÄ 2500 Millionen in Bons auf 150! Milr ionen Pfund beläuft, wenn die Ann urkäten^ von 100 Millionen Pfund, vermehrt tmt bfe 25prvzenttge Tatze,!, den Betrag von 15V Millionen Pfund l über-. schreiten, bann wird ein angemessener! Dell der . in Reserve gehaltenen 4250 Millimre'n Pfund in!Bons anSgegeben werden, um den- Ueberschuß' zu absorbieren. Um einen Fonds ■ zn. schaffen, aus - dem di« Interessen! für die in Reserve gehaltenen Bon§. zu . bezahlen' fein werden,- wirb - ein . weiteres PrvMt von . der deutschen Ausfuhr zu bezahle« sein, so daß : die Ausfuhr-Abgabe auf 26 Prozent steigt Man - rechnet dawit, daß 1 jede Bons-Serie binnen!7 Jahren vom Dag« ihrer Ausgabe an eingelöst tuitbeu wird. Tie Aenderunge« 1» Lo«dl»»er Pakt. Pnrts, l. Ä>.ü.r. Paris" meldet uach-' werderr am Mi 1921 üusgegeMk und die MhlWgm von diesem Stichtage an berechnet. Bei Serie B tritt Vch« , Aenderung eür. Die Bons, der Serie C Men der Reparations Kommission am 1. November 1921 übergeben/ aber erst dann von ihr, ansgegeben werden,^ wenn sie bfe Ueberzengung gelvvmren Hot, baß die. von Deutschland geldistetLn Zahlungen genügen, um den Dienst zu sichern. Alle Bons lauten auf den Neberüringer. Die erste JahresLeistung von zwei 1 Milliarden wird; in Monatsraten gezahlt, wexden.- Vierzehn Lage nach dem: Hnkrasttvehen des. Abkommens soll Deutschland eine MMarbo in Gold oder, in dreimonatigen Wechseln, , die von den deutschen Großbanken zu girieren wären und. auf die Plätze London," Paris und New»- Kork, 'lauten,., bezahlen. Die Garantiewmmifsion. soll innerhalb, vierzehn Tage« eingesetzt werden. alle Maßnahmen noLifiziert erhalten, die hie -deutschen Ein- , nahmen, . soweit., sie für NepaDationszahlnngen hasten,' verringern könnten. Hingegen sM^M/'GaranLiekommission sich nicht.' ül' ÄerwalLungsangeLgirnheiben ein-', mengen könnerr. FM hen letzten Teil der. RMrätiinrs-^ Zahlungen ->> das ^Echo de Paris^ .nermt 85' MiNiarh« n werden, '.sojärnH die Bons nicht .ansgegeben, find,?Vs. ProMt.Zinsen berechnet. .NiN..bjd'''.AüsgaVL her' Boris zu .beschleMigen,. wird die".Wische. Ausfuhr statt. Mit.'.2h,'.'.prft. '26'. ..PÄWrL besteu-ert.' - ' . KeW ReÄsts..deutsch^- ..' Land»«, '4. Mäi. Die Meldrmg.-er ,Mmes" von. einem neuen .deutschen Ailgsbotanf die ReparatllnP- Vommissiyn wird in Lorchon' als.nnzuirefsend bezeichnet.^ Ein neues. Angebot.käme übrigens zu'spät,' da baK Protokoll der.Konferenz hents unterzeichnct wird. . Amerika gegen die Besetzung »es Äuhrgebietes, Washrngtos, L Mül (Tcl-Kvorp.) Di<-. Trr- Bheride Aenbernngen an den finanziellem BestimmunMt i lmveerfährt, daß seitens L«ttcka aAr§ versucht w«d«. I Uebsr die Vorfälle, deren Schauplatz. . drr^ Msi i .Srahtteil von Jaffa am 1. Mai war,. liegt.noch! kNNj genauer Bericht vor, der ein klares Bild geben wiixdö^ Aber die eine Tatsache, daß es zu Straßerrkämpfen gwr> schen Jirden und Arabern gekommen ist, öenefl Militär und.Belagerungszustand ein Ende bereiten: müßte,-kätzk oeutlich die Spannrmg der. Verhältnisse erkenick«^-'; ES wird, jedenr klar, daß die bisherige Methodedie!sich ^S Mische Volk in seinen Beziehungen M seiner . Mniak Zurechtgelegt hat, durchaus falsch, ist. Das System detz Wartens auf das große Geschenk, das über Vächt korw« men soll, hat in der Mischen Bevölkerung Palästinas einen Erregungszustand geschaffen, der Mschsn .Höchst gespannter Hoffnung .und ärgster MeLergeschkägsenherk schwankt und kaum länger andauern kann,. GxpWvneu wie, in Jaffa liegen in..der Natur .der Sache.- SS,ty'erÄsü unnütze Opfer gchracht, schmerzlich für die Bchcoffene» und ihre Familien, schmerzlich für Äas ganze Molk,- ftk öaS jeder, der durch . die Schuld - dieses. Systech^- Sehe« oder Gesrmdheit verliert, einfast unersHIrcher.Perlust ist.^Diejüdische ^edNn6:M-.^äM«a"ift^-nW^o'.-eeich an Kräften^ . - Wenn, es. irgerch jAuand - giht, - tuw' ansolchen tM D.. beklagenden Ereignissen.-.MjM.rmrd.Hsr^chtzMüD es -das -MschL-Pölk ckrPEMWW? Wr Haben des' öfteren darauf MtgtzwieWA /Ätz - dÄ f bloße Röchtsanspruch für die 'Latsöchkiche,.- GesMHrg -de^ ' Verhältnisse nicht entscheidendist.- -.Iötrn--'M^MW8 verleiht chm. -erst, die Macht, die hinter,ch)rnMht/.' der .Entschluß, ihn "zum' Leben'.zu formen. WO^Hat''-'das ,. jüdische. Volk getan,, um-.seinen RechtLänsprüch'Hü^ lastina so zu stützen, daß « von.niÄnandem»'a^n:M' von den.Arabern,zurückgedrängt wetden'känD."" -DF; zionistische Leitung m London hat '.'Ärrch''ihM-Mhe-1'. votlm Anstrengungen - die Forderüngen -dtzS' Volkes nach . Land, RM «ichFMHest'.' perM^Wtztz^; gemacht rmö die Zusagen 'der ^Mächte' fche- .Problem.. alseines 'HrWAMorisWÄBtz.-b&. Weltkrieges zu. behandeln. Die Mächte' haben lA^Wort) gehalten-und im März 1920 m San Rewo.EnMH^mH dem Aufbau der neuen jMrfchen' Herckstät^.^Wrüt^. England-Hat dieses Mandat übernommen-an^ seine. Ausführung geschritten. Es. hat' die' MiMrvutwaltüng aufgehoben und den O>berkotNmMr Hixl Hev° tzert. Samuel'als Dertraüensträgör.' p^c i zichnWschcht' Weltörganisätion nach Jerusalem 'gesandt.'.'indem MarchMstatü^'chrsdxückl'kch'.'das^.'KWD Wlk'mnh. als. dessen bevollmächtigten Vertreter die zchnMW 'Organisation'-'Mi den Fällör anerkannt, . defsetz Interessen bei dem Aufbau der VerwchtM8,. bei..der^'Emri-K tung des NdmimstEven Apparates/ zu Mrüftsrchtigen sind.- Vom jüdischenVolk war bei aw diesen.Stadien nur", insoweit die Rede, als man annahm, M.Voll werde. - seine.Unterhändler mit. dem; Schwungs.seines: Enthusiasmus unterstützen. . Aber, diise Hoffnung W sich bis heute nur zu einem geringen Teil erfiill^ 7'; ] Es' ist dem jüdischen Volke nicht .in Herz und HiM gedrungen, daß ihm nunmehr, die. Last der.Veraütwor»- tung zufällt. Das Volk hat die große Aufgabe auSM' führen, - sich auseiner Minderheit.'.in eine Metzr.hell. 7;^. verwandeln, die ihren Anspruch'durch'-.rhre.'.WsterT^ durch die Tatsache der Landnahme nM.V erfl.MWk/ spndern.beweist. Dies ist--nur'höchst..unzuläntz^"iH^ Perk gesetzt worden und diesec -Mangel hat.Ä^'.gegeM die Juden gerichtete arabische . . Strömung.- erlmMt,' W diesem. Mangel. liegen die Wurzeln' tzes. Unßsuck^..das; i.m Vorjahr m Jerusalem und jetzt in Jaffa.'.sich:-ei^ eignet'hat uM das dem jüdischen Volle, wo )rrnuM'M' lstbt.rans Herz greift. Denn Palästina ist. die Seele/ pes^ Wffchen^ VMs,.'istdem..Gedaüken an Erez'Mrüest. ins der . Hoffnung - auf sein Wiedererstehen auf -- denr.'. Podeü - der Heimat.und'Freiheit hat es.den Mnt uNd.^n Trösi gesintden, bie .es so oft nötig gehabt, hat. . Das" Kidssche^ Vofk muß aus.diesen Ereignissen.die Lehre-KieKesi,- daß etz/nicht genügt, Hoffnungen zu hegen, GedamM/güs., züsprecheru Zur. Politik gehört vor "allem Wossene Tat. Nur wenn jeder Jude schne ganze. Hrafksem ganges Vermögen dransetzt, nur wenn jeder . JÜM dra Arbeit für Palästina zum höchster» LeöenZenhalL.er-! hebt, wenn tsder sich bewußt ist, daß sich in Palästina drei L^SirkuM.üHec.rms. aLle enMeidet.

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