Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 815 (4.5.1921)
- Date
- 1921-05-04
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Sk 81s Wien, Mittwoch Wiewev Moegeuzettemg 4. Mat 1321 K * GyKagokenvereitt Beth Israel. Las vstjüdMe Wahlkomitee rrläm den lot^enben Äii-ru!: DonurrStig' hm 15. Mai, 3 Uhr nachumt.'-gs, findet die Wahl ui l> n Bereuisvorstand statt. Unter cm kenn bnimfct sich mä) Dr. Leo Landau .um, inet ^ttriraucn. Dinier SOitann hat sich bet den KultuSwahlne, ii:n cm.v'.M,'inoat u erlangen, m t einer Paitci vcrbunden, welche den Oüü:d:u das Wahlrecht-genöminen, dresttbcü Wiederholt öffcntlick; l-cschuupit and aU irrt n b e tr Ö) r r t j g liexetcknet har ^unv d r e Ä ustr e i b ü tt g b c v fl a l iz i s ck e n F l ü ch t l i n g t n n st r c b fc-, Es - wäre eine Schmach, die'en.PirdSydeten der Todfeinde, der Dsilirden wiederzuwählen. Streichet diesen Namen aus allen Kandidatenlisten und wählet den verdienstvollen Bezirksrat' Norbert üftV p p avort. '* Frauen, Freiheit «nd Friede! Ueber dieses Thema wird Samstag den 7, d. M. in der Bolkshalle N u,b o l f Gold' cherd sprechen. Anfang pünktlich 7 Uhr' abends.' Eintritt srer. - ' *. * DegrLbniffe am heutigen Tage. A l terFri« dh o si: 9 Uhr Lazar .Israel. O Uhr 30 Mm. Rosenberg Nathan. IO Uhe Tech Mar. 10 Ubr- 8r> Min. Musil Iu!>e. — Neuer ff r t e b b o f : 9 Uhr Kaiw'n Jonas, 9 Utzr 80 Min. Oblat Karl, to Uhr Kahn Marie, 10 Uhr 90< Mm. Jmwald. Emilie, 11 Uhr Dubower Feig-:. Die jüdische Tischgesellschaft . Nlserftratze und ttmgebung vernnstättcl D o u n e r s t ir fl einen A n s t l u g »ach B ade n. D r Ausflug bezweckt die Hebung der Geselligkeit sowie dre nähere Fühlungnahme der Mitglieder der Trschaefellschaft. Nur bet t a d e l l o s t m Wett e r /Irenen sich die Teilnehmer, v r a z i s e 9 Uh r vvr m t.t t aqs in der G r s,e l.a st r a ß e b e i d e r U a d it ,e. rElektr i s ch t n. Gemeinsames Mtttageffen um V-jt Uhr im Rudvlsstzof. Nückkrmst zrgen 6 Uhr. Gäste wlllto m in e n. Mitgiftspende für eine aus Galizien stammende Waise. Anläßlich der am 4. d.M. wiederkebrenden Jahrze.it nach ffrau Therese Low. der Schwester des Herrn Baruch Löw, gelangt rin Bewag von 4000 zur Armeuverteikrmg, von welchem Betrog K 2000 für eine vor der Hochzeit stehende Waise »us Galizien (Krieflstvaife bevorzugt) bestimmt sind. Bewerberinnen haben sich innerhalb von 14 Tagen beim Derer» Irsch uw E r e % I s r ä e l. tt., Praterstraße 48, zu melden, woselbst »me diesbezügliche Verlosung gegcn Vorlage von die .bevorstehende Heirat bestä'igenden Dokmnentm erfolgt. *■ Die Wiener Tabakverleger und Tabaltrafikanten in der Hvinburger - Tabakfabrlk. Der Reichsverband i der Tabakhauptverlegex und der ReichLverpand der Tcrdaktrafikanjen'- dereiirs Oesterreichs unternahmen vorgestern gemeinsam eine Besichtigung der Harnburger Tabakfabrik.. Die-Teilnehmer der Exkursion, , unter welchen sich der Obmann , der Verleger Doktor Ferdinand Berg c r, das gesamte Präsidium des Neichsdvrbandes der. Tabaktrafikantenvereine mit dem Präsidenten Löffler an der'Spitze, , befanden, wurden bei , der Ankunft von dem : Vertreter dr .Generaldirektion der Tabakregie in Hainburg, empfangen--und in die TaSpkfabrik geleitet, woselbst der Direktor dieser Fabrik, Herr Neugcüauer, die Teil-- «ehmer der Exkursion in vier Gruppen in dia Arbeitsräume geleitete'und die notwendigen Aufklärungen bei der Manipulation der Tabakerzeugnisse gab. Mit herzlichen Dankesworien Über das Gesehene verließen die Teilnehmer -die iAnstalt.^ - , * Die Aussage der geküßten Zeugin. Eine drollige Ge- «chlSfszötte spielte sich dieser- Dago,,.vor dem Schöffengericht einer kleinen' St<M an der'Oder och^ Sie war Stütze, ge« wesen und von der Herrin des Hauses Lbervascht.woiLen, als der Gemahl ihr einen Schmatz gab: Die Folge war Ent» lassung auf dev Stelle» mrd 'nun> klagte-die-StLtze, . nicht-etwa ' auf /Lohn, sondern wegen BersidWng,- Lstzangen durch den — Äuß. -Um die Sache klarZÜstellen, fragte dsc -Vorsitzende: „Na. Fräulein,'-Ws'küßte der -Hetw Sie-. 'eigentlich?"' Zum Ergötzen der Zutzorer antwortete die ,-Bcleidigte": „Auf den Mund!" — Ich'meine nichts, wohin, Fräulein, sondern ich meine, wo Sie sich befanden, dl§ sie geküßt wurden." — And errötend gestand sie: „In feinen Armen?' Da war es fluch mit dem Ernst des Gerichtshofes vorbei. * Der Bettler als Parteiführer. Ans Amste rd a m wird gemeldet: Die größte Üebrrraschuna bei dm Amsterdamer Gememderatswahlen war die veihältnisviaß'g große Stimmenzahl, die für die Partei eines gewissen D eg eI h c,r abgegeben wurde, die 14.000 Stimmen auf sich vereinigte. Die Partei, dre so zwei Sitze im neuen Gemeinderat erhält, scheint noch wenig bekannt zn ie'N. Es handelt sich um eine Partei, die zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten steht. Der Führer Degelder ist ein berüchtigter Bcnler, der in der letzten Zsit wegen öffentlicher Trunkenheit dreimal von der Polizei auigegriffen wurde, und der zweite, gewählie Abgeoidnere ist ein anarchistischer Kolporteur. * Kundgebung dev SMetervereinisimg Oeftee-' erich» in Wien. Die Mietervereinigung Oe -eririehs veranstaltet kommenden Sonntag vor dem Wiener Rachauie und in der Bvlkshalle eine große Kundgebung der Mieter, um für. ein neues verbestertes Mi-sterrechesgesetz zu demonstrieren und gkeichzrvig für eme den Mietern genehme Regelung der Hausbrsorgerordnung einzutreten. * Wetterbericht. Das Wetter hat sich im Laufe deS Bormittag allgemein gebeffert. Mittags w»d 1-tht Regen mehr gemeldet. Die Bewölkung bat nachgelasien. Voraussage: Brründerllch, zeitweise Regen, Gewitterneigung, kühl. * Urania. Heute. Mittwoch, */>3 Ahr (Großer Saal Echülervortrag : Eine Reile dnrch die Schwerz. Unsere Blumen in Wald und Flur. — 5 Uhr (Großer Saal) Urania-Filme: Sport, und Turnen ,m Film. — 7 Uhr «Großer Saal) Lotte W'tl: Ernstes und Heiteres in Wort und Lred. V,8 Uhr (Klemer Saal Friedrich Roserithal: Wanderbühne: Vom Thespiskarren zur Wanderbühne. — '/,6 Uhr (Kurs cmO Hochschulassistent Dr. Josef Kling: Mechanische und elektrische Schwingungen» VI. — l/78 Uhr (Kurssaa!) Dv ieut Dr. Alfred Till: Das Landschaftsbild, Werdegang und Systematik der Laudschaftsformen, Xl. — V-0 Ubr (Klubsaal) Karl Liedleitner: Drei Dichter aus Ällösterreich( Saar — Keim — Hiffon). — Uhr (Klubsaal): LubrSdrchtungen fett. Goethe. - Erhöhang den Beazinpeeife. Jufvlge der deS Zollsatzes für Beunn. der feit anfangs März t SOfachkN ans das lOOfache gestiegen ist und infolge der d in Kraft tretenven 150^/oigen Erhöhung-der polnischen FtaHte» stellen sich dre Preile deS staatlich zugrwiefene» BenzinZMrt Wilkung vom 1. d. M wie folgt: Leichtbenzin Krämvn 0.720/80 K 71, Miltelbknzin Fraktion 0.780^0 K 67, Schwerbenzin Fraktion 0.750/60 L 6t. Schwerbenzin Fraktion über 0.780 K 62. Die Preise verstehen sich per Kilogramm in Wze« Kesselwagen ab W euer L-gerstätte. Bei faßweifer Abgabe erhoben sich dre Prer e um K 2 per Kilogramm- Die Erhöhung der polni'chen Ervortvrnfe konnte der der rmenPreiSerflellung noch urv bcrückstchug' bleiben, weil die Hoffnung vorhanden ist, daß die alten staa.lick gerätigten LltferungSvertrstgt »och z» -m «chri-M Breis en m AdwMz« 4Kl«M)m Mitteilnngen aus dem PubMnm. sM Wien, I., K!»;z des 12. November Nr. 4 (FraBt-ensriDg) nach Plänen, Entwürfen und Leitung des Architekten Ingenieur Emil Lorenr, ' Wien, XIX., ßilleotbstrasao 49, Toi. 8519i, voBSafäneElg neu renoviert und ver* grösserti -wird heut« sor den 4. Mai wieder eröffnet! Alles, was ein Gast sieh von einem angenehmen Aufenthalt vorstellt und wünscht, wird im Cafe Landtmann restlos erfüllt. Ebenso werden Küche und Keller das Beste vom Beaten bieten. B RBLLAMTEN. Perlen, Gold, Silber. Platin «.Uhren kauft csd verkimft 778 £TT£8% Botentnrmstr. 23, Sdarlahilferstr. SS Grösster und bester Käufer Wiens ««> Brillanteati Feiplen Juwelen. EdelsteinhändlerRabinowitsch, iuwslfer I. Maximilianstrasse 5 II. Stephaniestrasse 3, «urNr.3 (jetzige ^ahferstrasse) (Jetzige Holiandstrasse) Tel. 854f und 45146 im eigenen-Hause Haltes teile Oper Dring, Züf. Kärntaeratr. Samstag geschlossen. Hören Sie attch unsere Preise und Bupeaumöbel die grösste Auswahl Leopold Sf einhart Rsaw wies, r., BiborstrasB« BTr. 9 Sehnibnaaehiseareperatarea rasch, billig nad gut 15? Tel. 407S/VUI Das erste FrLhlirrgsfest veranst-ltet der Verein «Erez Israel" mgunsie» des Jüdischen Nat onaltvnds am 5. d. M- (der schlechtem Wetter am 8. d. M.) im Prater. Außerordentlich reichhaltiges Programm. Karten nat Vorverkauf bloß K 40. Erbaltl ch: Jüdischer Navonalfonds, H.. Z'.rkuSgaffe 8'^ Palastina- Amt, l., Bauernmarkt 21. Löwit,Noten'urmstraße 22, Kanenbrtrean »Atdn^ H., Taborsiiaße 5, und der fämlliche» Könnt«- Mitgliedern.' * Wer suchet der findet bei S p i tz e r & M u 11 u?, I!., Hollandsiraße (frühere Stephan eiuvifter 1. besondere Gelegenheit, seine Herrengardervtren nach Maß mit Rücksicht ,auf den D r e i s a b b a u zu st a r k r e d u 5 i cr fc tt Peisen zu bestellen. DereinsmrchvichterL. " I u g e u d verein „R e ß Z i 0 n a b" (Gasthaus „zum Komet" , U, IlqPlatz 5. Heute, V,7 Uhr, Hebrär'ch-Kurs. '/,8 UhrBortr^g von Er>ng>'r Annielduiwen für den Hcdrarsch-Kurs (Avfänger) im Berciiislokal zw chen 7 und 9 Uhr. — I ü'd is ch?■ Tis ch g e s e!! sich a \ t, Pokzellangaffe. Heute, hx8 Ubr abenl's/ Vvrirag dos'Hsrrn d.« w a no N' über ..Die wirtschaftliche fttqc tn Palüsiina^ mit anschließender Diskm'sion. Eintritt frei. Gäste wiNkommem-7- Z t 0 n i si i sch e I « g e n dg r u p v e. XX. Hcnte, 8 Uhr abends,, ml Bereinklokale Heim« ^/,8 Uhr abends, im Lokal der Berirksselt'on, IX., Liechtenstein-' siraße 11, Vortraa dr'S Dr. S Ä i f f m' a n v, das Buch -Wvffermanns: ..Mein Weg als Jude und Deutscher". An» , schließend Abschiedsabend Jngemeur L a s z k 0 w i t s. Gäste willkommen. .. Die ErMhwW.. Der Marktbericht. Auf den G r ü n w a t c w m n 111 s?t ist eine tverterr sinken de Tendenz für Spinat und Häuptelsalat-zn bemerken. Kartoffclii und Eier sind in genügenden.Mengen vorhanden. In der G r v ß m a r k t h a l l s war gestern. tute geringer Verkehr. Rindfleisch hat sich im Großhandel neuerlich verteuert, da, das Angebot sich in mäßigen Grenzen hält. Auf den Fischmärkten und auf dem Geflügelmarkt sind keine Zufuhren zu verzeichnen. Woja (Wirtschaftliche Organisation jSdifcheu An-- gesiegter aller Kategorie«.) Im Lokal ll., Obere Donau- -stroße 65, gklangt an die Mitglieder ln Zephir znm-Preise von & 124 prr Mrtcr zur Ausgabe. Für Mtlgl'.eder -mit Anfangsbuchstaben l> bis R Mittwoch den 4, S bis Z Freitag den 5. d. M. von 4 bis 7 Uhr nachmittags. Mttgliedstarten sind mitzudr'Ngen. Hochstquantum 6 Meier per Kops. Neuaufnahme von Mitglirbern jeden Montag, Mittwoch und Donnerstag von 5 bis 7 Uhr nachmittags. freie Jüdische Volksbühne!Ä»&ter§ Leiter: Egon Brecher — Isak Deutsch. rsso Tel. 40-3-31 tzLichgeMrderren Familie Trachtenberg ist Ch«/cho nicht Angehörige, sondern Magd. Und was sie an 'städtischem'. Wcsey,- -vom Leben der Reiche» lernen-kann, ist nrrr Herzlosigkeit und Unmoral, gedeckt durch! die Weltanschanuilg des „kontmerz'-iellerr Prinzips", daß GeD »ttr zum Zwecke 'des, persönlichen Bocteiltz ausgegeben werden Latin.'-.Chasche, ,die nun zu -syilren bekommt, wLs es'.hesßt, eine arme muttsrlase Waise zu fein, ergibt' sich Trachtenbergs, Sohn Wladimir, -dem einzigsn», welcher in diesem Haustmenschliche Anwandlimg«»,' aber nur Anwandlungen, hat. Wladimir heiraüet sie wider den- Witten seiner Eltern uub wird deshalb bem ihnen verstoßen. Er kan« sich aber nicht in Arbslt und Not finden und ergreift die Gelegenheit, sich um den Preis, der Entfernung 'Chasches mit den Eltern auszusöhnen-. Er will Ch-rsche und ihr Kind bloß für eine Zeit -zu ihrem Vater ^schicken, aber Chasche, fofö ihr ganzes Elend sieht, Waise mrd verlasse» zu sein,, gibt sich den Tod. *.1 Das Stück ist aus bekannten Motiven zusammengesetzt und auf Rührung gearbeitst, der zuliebe Gvrdin aus einheitliche Durchführung der Charaktere verzichtet hat, so, wenn Chasche, die selbst Empfunden hat, was ' es bedeutet, mutterlos zu sein, doch von ihrem Kinde zu scheiden sich entschließt und es mutterlos zurück-- läßt. Jnlmerhin bringt bas auf Theaterloirkung ge-" arbeitete .Stück einige gute Szenen, in denen manch kluges Wort über arm und reich, mit manchem Anktang sozialer Empfindung fällt.. So versieh'Lt es uttht seine Wirkung auf das Pichsikum, in feiner Gesani t--- heit immer auf Rührung fliegt, ochre fick)' BedeM» darüber zu machen, woher sie kommt. Es wurde anch. mit: Beifall nicht gekargt. Diesen verdieiriesich Wsr allem.. Frau W e j n t r a ü b - G r a f, welche m chrev. unkompliziert-natürlichen darstellerischen Begabung speziell- Gordinschen Figuven natürliches ' Mben ei«ZUhauchen versteht. Den Tr-achtenberg gab ein (Äast Mn Lvdzer jüdischen Theater, Herr Ra th an. Wir leryien in ihm eine» intelligenten, sorgfältigen Darsteller kennen, dessen Komik einen voruehm-diskrettm Zug Hat und dessen Charakterisicnrng in ihrer minutiösen Svrg-- salt an den trefflichen.Tiedtte erinnert, der nur % kurze Zeit am Burgtheater tätig war. Herrn Nathans ausgezeichnete Darstellung verspricht für die übrigen^ RÄlen, in denen,er noch' gastieren soll, viel gutes.. Herr Deutsch hob als Wl-adimir recht -glücklich die Figur in die Sphäre der Haltlvsigkeit, wodurch sie.rnehL Bedeutung erhielt', als ihr per Dichter zugemesse« hat'. Frau Deutsch', als Frchde zeigM Ansätze zu guier Erfassung der Rolle, die wohl erst aüsrÄfen werdsu/ bis-sie.die Rolle textlich", innehak.-, Merhöhtem Mäßv. gilt dies.--von Herrn D.,tri.sv'.w-'er> welicher d-be «ns» gezeichneten MliLgenheiten, .dis die Figur hetz N»rs-'- jriben zur Entfaltung darstellerischn Tal-euts, bietet^ vor allein infolge mangelhafter B^h.'.rrfch'mrg der Z^olke vertan hat- Die. Aufführung hatte im. ganzen einige,. Unausgeglichenheit, welche hoffentlich der Ernst und Eifer der strebsamen Bühne beseitigen wird. 8. 8. kilsuf« 5/oS Uhr abends: Ziseit in zispreit ’ von Sehttlom Al*ich<mi. RegU: I. öettfioh Bühne und Kunst. > Freie Jüdische Dolbsbühre. Das Auftreten eines wie gleich vorweggenvmmen werden soll, interessanten — Gastes gibt dem Referenten di« Möglichkeit, die bisher versäumte Aufführung von Jakob Gordins Drama „D i e I e s 0 j me" an der Jüdischen Volksbühne zu besprechen. „Die Jesojm^ ist des Dorfjuden Motje Strachel mutterlose Tochler Chasche' Sie kommt in das Haus ihrer Tante Frejde Trachten* b^m. Tmt M Kst M ÄejM schsr. im Muse her. - Mar« B»««S i« Wie«. Gastspiel im .ÄrtaWa-. Es ist SezrichnLnd für die traurige mdtxüttk Dega der Jüdischen Bühne, baß sie ihre- Existenzzumeist i« anrüchiger Nachbarschaft, zwischen Nachicafes «iw ANümrÄKS!, in Hinierhöfcn und 'Kellern 'versteckt, friste Muß. Nab wertes/ baß sie, um überhaupt zu bestehen, ihr literarisches Programm! zugunsten des Kasfenrappvrt^ dem übliche« Singspiel spfev», muß. Es zeigt sich, , wir sehen es seit kurz«» bei der jüdischen Volksbühne, daß h* Schauspieler höchste« Anfsrb«- rungen gewachsen sind, wohingegetc das Publikum, von Studenten und Arbeitern abgesehen, versagt, wemr Kryfft boten wird.' ’ i DaS jüdische Ensemble der Divektarm Br eckt» Ar an hi spielte in einem Rauchchealerchen der Prstersdeatze solange, vor leeren Aschen, bis eL dem lernten Genre Tür. und Tor öffnete. Jetzt geht's und e8 ist schade darum. Den« es sei festgestellt: Die Truppe hat ganz vorzügliche Kräfte, die . besserer Verwendung würdig wären. ■ Seit einigen Tagen absolviert die amevrfanrsche Schauspielerin Klara Joung ein Gastspiel aus dieser Bühne. Sie tritt in einer armseligen Poffe, „Der Gaffenjunge'", auf. die alles gn wünschen übrig laßt. Aber ihre sprühende Persönlichkeit füllt den dürren Rahmen des Stückes mit SpannnUA, Leben und mit einem Schimmer dek Genialische«, der! Echerbcrl gu Gold macht. Sie statteck ihre dürftige Nolle mit Nüancen aus, vertieft und erhöht sie, wie «8 ttuc großen Künstlern gegeben ist. Daß überdies ihre Erscheinung das Auge fesselt, hat beinahe mchts zu sagen. Ihr Spiel ist im-, gewöhnlich -- seht sie euch an! Die übrigen Mitwirkende«, vor allem die Herren Sckramer^ Rabin»witz, Wertz urrd Schönberg verdienen alles Lob. Nicht uuerwöhnt darf Frau Rabinowitz als drolliges Dienstmädchen bbeibem —nn Mever Stadttheater. Gastspiel Käthe Marsch. .Die Berliner Künstlerin hat bas Publikum rm Sttt'vck erobert. Sie begann ihr Gastspiel in Müllers ,Flammr" Brä? hatte mit der Erinnerung an Frau Roland zu -Ndupsis^ welche die Hauptrolle «r. diesem Stücke ganz «rivergeßlich spielte. Dre Leistung der Frau Roland ist virtuoser, die fee» Fra« Dorsch elementarer, gm ersten Mt war Frau SdZstuch eindrucksvoller, späterhin über ist «daS naturhafte Spiel des