Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 813 (2.5.1921)
- Date
- 1921-05-02
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 813 Men, Montag warteten, viebich't selbst in den Kosnws verschwinden würde,, und dachten voll Angst an ihre Artikel. Aber Fr«u Einstein, die dabei stand,, half ihnen. Ein!)teporter wandte sich an sie und fragte, ob fie verstehe, was der Professor meine. „Ich verstehe jedesmal ausgezeichnet, wenn er cs mir erklärt" sagte sie. „Aber den nächsten Tag habe ich es immer wieder.vergessen, und bann muß er es mir Wieder-erklären." „Sind Sie darüber sehr unglücklich?"'fragte ein Neugieriger. „Nein, durchaus nicht," antwortete,-Frair Einstein, „ich Lin nie unglücklich." Daraus sckDpften: bie 'jA'iti und verließen fluchtartig ^die „kosmische Berühmtheit".- . 7 y?*> Wie wir erfahren,^wurde Pofessor >MXn-ft-ei tt>; der nachseiner Rückkehr aus Amerika VMträge.an der U-nivorsität Manchest.er halten soll, auch? von'der .d 0 n d 0 n e r u n i v a r s i t ä L eingeladen, an derselben BoKräge zu halten. FMf 'VKlrkte?;?chMNKgLer verhaftet. Vor ssmiger Zeit gelangte bas KriegSwucheramt zur Kenntnis, daß sich im Hotel Regina, 9; Bezirk, Freih eriLplatz (Maximilianplatz) Baürtenschniuggler aufh alten sollen. Das Hotel wurde durch Mgere§cit beobachtet und 'es nmröd schließlich gegen .solgende Personen eingeschritten: gcgey den / Schweizer 'Kajlsnrann Henry Vögcli, den Kaufmann- Oiacomo '''Sal ami" aus Italien und die Schweizer Fabrikanten Charles'M 0nn as und Albert Mathey. ' ' Man fand unter anderem bei Charles Monuas in den Schuhen versteckt: 4O Banknoten zu 10.000K. d.-ö. gestempelt, 45 Banknoten zu je .1000 K. d.-ö. gestempelt;. bei GiacomoSalami in. den Schuhen ver- > steckt: 30 Banknoten zu je 10.000 K. d.-ö. gestempelt, 19 d.-ö. gestempelte Banknoten zu je 1000 K.; bei Albert Mathey gleichfalls in den Scbuhen versteckt: 12 d.-ö. gestempelte Banknoten zu je 10.000 K. An dem Valutenschmuggel wckr auch der in der Schistamtsgasie wohnhafte Heinrich Weil, ein gebürtiger Schweizer, beteiligt. Das Kriegswucheramt hat die Abschaffung aller fünf Personen beantragt. Bekämpfung der KrebskrsmLheiLen. Vor enngen Tagen fand nt Paris m Anwesenheit des Gesuudh«tsminlstrrs Lcredu, des Präsidenten der Liga Mr. Godart und der beiden Vizepräsidenten, Professoren Hartmann und Bald- >v:n die alljährliche Versammlung der franlo-anglo-amcrikMschen kiga zur Bekämpfung der Krebsiraukheüen statt. Professor H a r t « a n n skizzierte in kurzen Worten , die bisher geleistete Arbeit der Liga. . . - Ihre hauptsächlichsten Bestrebungen gehen dahin, alle wissenschaftlichen Arbeiten, dit» bezwecken, den Ursprung und die Eigdnfchaftcn des Krebses zu erforschen, mit den modernsten und vollendetsten Mitteln zu unterstützen, ferner das Volk Aber das Wesen nnd die Symptome der Krebskraukhcttm aufznlläre«, um diese rechtzeitig bekämpfen zu können- Institute und Spitäler zu errichten, in denen Spezialisten mit. möglichst vollkommenen Mitteln an der Heilung der Krebskrankheiten arbetten können: Spiraler, die Krebskranken ein Asyl rmd Linderung ihrer Schmerzen.bieten sollen, Jnstrtnte und Laboratorten, an welchen nur an der Erforschung der Krebskrankheiten geaibcitet wird. Wenn inan die Anzahl der Todesfälle itt Frankreich an Krebs betrachtet, kommt man zu einem lehr bcsrMichcn^ Resultat- Im Jahre lfcSl starben unter 100.000 Menschen 45.7 an Krebs, int Jahre 1891 von 100.000 92, im Jahre 1911 von LOO.OOO 8205, bis zum Jahre 1921 '3622. Die Anzahl der Todesfälle vermehrt -sich von Jahr zu Jahr. Der Krebs wü'et in allen Gcscllschaflsschichten, ' tiitt bei Frauen häufiger auf als beim Mavne. In FraMeich sterbenjährlich 32.000 Menschen an Krebs. Die Tatsache, daß ex unheilbar ist, resultiert meistens aus dem Umstand, haß das Volk über das Wesen, und die Symptome der Krankheit nicht aufgeklärt ist und insolgedessm die ersten Stadien, die ja bekanntlich schmtrzlos sind, unbeachtet läßt. i - * Blummpmchit. Man mag«- noch so abgehärtet fein gegen die aüsr;tz.ende ZurschausteUung de3 nelierworbenetr Reichtums, gegen das Nebeneinander von bitterem Elend und wüstem Luxus — es gibt doch iminer. tvteder Augenblicke, in denen auch den Abgestumpften eine wilde, sinnlose Wut ergreift mrd man sich bezwingen muß, nrcht um sich. du schlagen. -Zu einem, solchen. Zornausbruch, .kann sehr leicht kommen, tvenn inan die Schaufenster. der - großen .Blumenläden näher betrachtet. Sicherlich ist.'die Freudean schöben Blumen rm sich nichts Tabelnslvertes. Als ftlbstverstätzvlrch nmß auch hip^nommeu werden, , daß schlreßlich -heute die Berlcheysttsußchen nicht: mehr UM lOHeller und diir Tulpen nicht um eine Krone zu bekommen sind. Freilich,' ,sob -die unsiimtgen Preise, die man..'auch insehr VrsöMejwAVorDaVtgHhäfscheu für rccht unausehnlichs Gewächse fordert« ihre Berechtrßung haben, ist chte offene Frage. 'Da kostet ein Primelstöckchen 150 Kronen, eines Pelargonie mit einen kaum erblühten Knospe ebensoviel, und für'das dürftigste Blattgewächs werden 60, 80, ja 100 Kronen verlangt. Wie gesagt, ob hier nicht »ie Preise höher gestM.si.frd, als bdr Sachlage entspricht, darf snglich bezweifelt werden. Aber ganz unzweifelhaft ist, daß Blumen trotz alledem in ungehörtrew Mengen gekauft werden, zu den ge'.-.aimien und noch gewaltig höheren Preisen. Iw bfct% elegairten Läden der Inneren Stabt gibt es wundervolle Azaleen> die die Kleinigkeit von 10.000 ober 12.000 Kronen Mtoi, Orchideen, die nach zwei Tagen verwelkt sind, werden wn 200 bis 300 Krönest bas Stück verkauft, und sogenannte „Arrangements", das sind Körbe mit gefällig angeordueten Blume,,, müsse»! auch mit. Tausendern bezahlt werden. Scho« das Vorhandensein dieser kostbaren Zusammenstellungen und jelteirn.- Pflanzen beweist, daß sich. Käufer dafür finden. Schließlich, si^g» V, Wiener Morgenzeiirmg Mitteilungen ans dem Publikum. MH.i.NIL'rsvS, SsrlvQ,So1ck.8Nvsr,VIs.tt» n.vdrvL trarlttzx»»<!vorLa.»tt 77S KotsstarrNstr. 23, MLicküdUksrot?. SS nicht schlechtere Geschäftsleute als all« "anderen Handelstreibenddn, und wen« die Gärtner die Prachtgetvächse ziehen, die Blumenhändler fie kaufen, so ist das wohl BewriS genug, daß --Bedarfs daran herrscht.- Bedarf-«tt ' BlumÄt, die viele Tausende'kosten, inbitter Stadl, in der Kranke elend zugrunde gehenmüssen, tytzil sie -kein Göld haben, geeigriete Nahrung und ..WlMtjekMhesaMü,.-'iN'.derLeute Hungers sterben^ ' Blumen in einer Stabt,-die im Ausland ibitten nmd 'betteln . »nuß für' ihre Kinder! -Henn eS für. jeöen Luxus immer noch eine »neyr oder minder schlechte Ausrede, gibt, tociut. fite 1 die Leckerbissen und Süßigkeiten di-e GenäschigkLrt. der Kinder angeführt, für die feinen Weine. daS Stürknilgsbedürfnis des Alters, für SchrNuck das Märlein vom . „dleiveyden Wert"; — bei BlumSn und. Pärsürns. gM es keiüe^ /auch nicht die leidste Entschuldigurtg. /'iTroh'dem- - werden -Blumen wacker gekauft.' Unter, cs .der» .Leuten, die oft . viele Taufende . für eilte»» ^Rhododendronstock hinlegen, ..sind sicherlich-viele, die-- esunwillig ablehrnÄ, für? FürsörMtrecke Geld zu geberr oder-'".ditznMhirrstrehend auf.die Sammelliste für die tuberkulösen Kürdep , ihre 50 Kronen-eintragen, murrivld: Wie man jetzt^gcschröpft wird! Dem» es gibt immer noch Wünschen '-girLüN^ie'zwelerleilister^e^ichlsche Valuta kennen. Die neue, wenn sie das- Geld für ihr Vergnügen, die andere, wenn sie es zur-Hilfe für ihre.noi.beideitden Mit- »n-enschen ausgeben. '■ . ' - •; . f K. M. Eme Krone --- 1.5v CenLimes Geld. In Zürich notürte: di< österreichische Krone .... 1.50 { 1.47% am 30. April) die osterr. gestempelte Krone . . —.94 (—.94 am 30. Aprill . die tschechische Krone ...... 7.75 ( 7.70 . ain 30. April) die Mark . . . .8.62'/, 4 8 65 am 30. Avri!^ Agram . . ...... 4.— ( 4.-^ am 30. April > Dakarest . . . . . . .... 9.25 i 9-20 am 30. April> Budapest ... . . 2 65 (^2.52Vr am 30. Aptil) Warschau . ... .,. — 63 (—.68 am 80..April) * Dresek-ArtssteLlrrug für die ReLLungsgLseSfchait. Die ffranenvcrmtngung der Wiener Fre w'.lltgm RcttAngsgeieWest veranstaltet in den Räumcn des Mtliiärkasinos,«!., Schwarzenberg- Platz 1. eine AuSstelluüg der iüugftcn und elmgxr älterer Werke des bekannten Malers Toch Kreger. Die AnMellÄng wird am e.d. M. um L Uhr uychmittags cröffnet.. Der Wtritt kostet L 20.. .. * Norristrsche Beqirksfsktiön 'Bvigittesta«. Bei der konstituierenden Auöfchubsitzmtg der zionistischen MzirkSieMn XX wurden folgend«'. Herren und J-rayM; geUähltfi.H.Wimhäus«r,,, Obmann. G. Hlrbogen/ - D/ L^benschnß undW. Wchsir als Stellvertreter. B'. Wäldntann und I. Tronwcter als Kassiere. U. Perlmutter u»»d P. Wühl : «13 SchristftthM- 'die lrAiüut E. Lebemchnß, I.- Pctvanl-B.' Eisster, Frieda Stüiden, ' Doktor E. Weiß und N. Schuber sowie die Herren Bracio-vsky, I-BM. S. Dickstein. M Ehrlich, A. Wch'ler, E. Fuchs,?. Gläser, B. Golo, W. Grüttfel^ ICEMkr HojdÄ R. Kaupp, M. Klei»», -R. Klumak»., Low-Vogel. I. L. Lustig, B.Mersrl, M. MgYer, Jitgenixur.S. Nußbäitm, E. Pollak, H. Reichsseld, M. Schönfeld, I. Spritzer. I. Schwarzbrot, Sußmann, M. Z»vvcr als Be rätc. * Große Ilnterfchleife bei einer AktiengirseVschäft. -Afn 20. v. M. erstattete eineHiesitzL Äktiestgesellschaft die Anzeige» daß die Ueberprüfung der Geschäftsbücher einvn- Abgang -in der.Höhe von 400.000 Kro rt en cmfweise; den Betrag konnte nach Vermutung der Gesellschaft nur der frühere lvbevhuchhalter''der/Firma, der 32j^rige Johann ,S o cho n r k,- veruntreut haben. Er list in dem von sciner Frau erst kürzlich gekauften Hause in Klostecneuburg-Kirrling. Weidlingbachsträße 8, verhaftet worden. Die BnchHakter Johann Jäckel, Franz W a b e r' undFranz O'e st na iter sind crlS Mitschuldige cvenfalls verhastk^.,ipoxLM^ * Ei» Zopfabschntider/ SämZIag früh hat ein etwa LOjahriger großer, magerer, bartloser Bursche mit geschlihLet» .Augen, gelbem Dümndnriartlel^Und grünem-Veloürhüt nächst der KienmaheUgafse der 13jährigen-Anna Naprabnik, Tauten- . hayngasse 16 wohnhaft, im Vorbeigehen den schwarz-braunen Zopf abgesthnitwn. ■ ,* Girr MLNitznenÄetrug rm Hauptzollamt Am l8. April »vntdrn siebcu Ballen Baumwollbarchmt. die i»n Hauptzollamt als Transitgut der Firma A. Meindls Erbeb lagerten, mit Hille gestohlener Frachtdöktunente herausgelockt. 'Durch die Erhebungen stellte Pie Polizeiduektiou fest, daß der 26jährige Speditionsbeatnte Fiiedych Zallecker, -lX., LLagnergasse IS. wohnhaft, der wegen Be»öt-echens -es.UetrugeS mit 14 Tagch Arrest bestraft ist. sich durch Dicbstäh! in de»l -Besitz derZalldoknmekite gesetzt-Ur>d mit Hilfe -selttes' Flleimdes, dfK - -SSstihrigen Jnkassäuten Oskar Fröhlich, IX./ Läbllchgasse 8 wohnhaft, die Ware behoben hat. Sie wurde dann »m-Magazin in der Hollandstraße L des Hadern- Händlers Siegmund Müirr. 26 Iahte alt, XX», Karajangasse 28 wohnhaft, eingcsagett. Dort wnrd« auch/ der Barchent, der einen Weit von einer Milliotr Kronen hat, gefunden. Zallecker behauptet, daß der Anstifter der. Tat ,L<r 34jährige Kaufmann Berglistr, Xl-., Gisterflraße 11 wohnhaft» war. Er leugnet jede Beteiligung am Betrug SauttlW Pier Personen -urden vethastet- und' .dem Landesgericht eingeliefert. «Diebstähle beim» HanptzoLamt. A»u 30. April wurde der 19jährige Aushilfsdimer 'des Zotloberamtes Rudolf Aigner, XVHI., Soiumarugagasse 8 wohnhaft, dem Laudesgcrichl cingeliefert. Er hat im Laute der letzten Monate drei Stück Stoffe und Nähseide »ui Wert von K 20.000 im Hauptzollamt. gestohlen und größtenteils durch seinen Bruder Hugo in Hadcrsdörf Weidlingau vetkaufen lassen. Dem Bruder soll er erzählt habet!- daß er die Sache»: gekauft hat. Woja (Wirtschaftliche Organisation jüdischer Anaeftellter aller Kategorien). Im Lokal U., Obere Dona«- straße 65, gelaugt an die Mttgll.cdcr Is Zephir zum Preise von X 124 per. Meter zur Ausgabe. Für Mitglieder mit Anfangsbuchstaben A bis K Dienstag de« 3., L big R Mittwoch den 4., » bis Z Freitag de« 5. d. M. von' 4 biS 7 Uhr nachmittags. Mttgliedskarien sind mitzitbringeu. Höchstguuntuiu 6 Melcr per Kopf. Neuaufnahme von Mitglledern jeden Morüag, Witt" Wach dm H bjA 3 — .v» t Mai 1921 Briefkasten -rr AevaKLi-». Schiffamtsgasse. Nicht gezogen. — M. S.. Vlensttz. Direktor S. Kann. I.. Passauerplatz 6. — StLnVeget Abonnent. Die Angelegenheit ist ziertilich komplisiert. Wttch«I Sie sich am besten an. den Indischen Nationalrat für OstgalWih ll., Taborstraße 20 a. , .? Sterrerfragekasten« 1 Artur L. Wen»» Sie das Eittkommettsteuerbekenntnis nicht rechizeiüg bis 15. Mai cindringen/ crfalgt die Schätzung Jhr«U Einkommens von Amis wegen. Gegen den Zahlungsauftrag, ‘ Sie .auf Grund dieser Schäi-rrng^^rhasten. können. Sie a)er - trotzdem Berufung erheben. — ÄbonirenL. Das Einkommertz - stetttrbekenntnis ist jetzt nür lüt dä's Jahr 1920 auf Grund .$$ Entkommens, das Sie in diesem Jahre tatsächlich erzielt haßttü ' cinzuhrmtzen. Kritzendvrf. Beider Erwetbstener fyie!t hetz Neingewin« tnsosertt eine Rolle, als-Sie gegen die Bemrssruch nur dann berufen konucm wenn der, vorgeschriebe.'^: staatliche - StritetsoiK,ohüe"'Mlchl8Ie ■%% des Neingewinues üdersteigt. Ht der. ErFerbsieueÄassion Müsien Sie aber den Reingewinn nM - angeben,'siöndeM nur den Brüttoumsätz. R. Schlefinyeri Die Mietzinsabaabe wird von deM Mietzins im das Geschäfts» lokal und demMr die Wohnung getrennt berechnet, auch wenn ., die düden räÜMich zusatumcnbnngÄ.' Sie haben also jetzt von dein Wohnungszins pön X 2-100 2'6% und dem Mietzins s8r ^datz. Geschäft? von K \fiOoO -50*/o -Mirtzmsabgabe -an >zah!e«. — Neichsdeutschrr. Als Ausländer, 'der kernen Ansenchott i» . Oe0e>re»ch gehabt bat, zahlen .Sie von dem Ihrem Wiener Geschäft gewidmeten 'Vermögen. lhäU'' seines- Wertes am Stichtag. Abtiige'rm! Grund.,.Ihrer,>MrsimMeu ^Verhältnisse, w:e zum Beispiels der Zahl PantN '-Siö nicht machen LegatsVermächtniff?E.ünd -Mbteilßföxdftungen, sind, wmn der Unfall vor dem 30. Junf'lhZO emgetreren' ist, 'im VermvgevsbelenutniZ unter ForderlmgÄt- (Beilag'rblate 4) einzubekenncu, auch wenn Sie noch nicht auSdezahlt sind. — ^abot'st««tze 17. T>ik Krichssteuer» die am 30. Juni'1920 noch nicht bezahlt war, -köutten S:e, ohne Rücksicht darauf, auf welches Jahr sie sich zieht, von Jhrein Ber»nögrn abzrehcn, wenn Sw sie bis 31. M«i beza hlen oder die Sttmdung crhaltcn. freie Jüdische Völksbfihne Ä;|»rtensh-ter! Leiter: Egon Brecher — Isak Deulscli. 4260 Tel. 40-3-31 Heuteys8 tlhr abends: (; BIE JESOJÜE - . Drama in 4 Aktea \ou Gordin. Trachtenberg: Sinten Mathan a. G. ' BühNe mrd KttRft. - Konzerte. - Man erinnert sich noch mt Georg Steiner aus ber Zeit seiner Wiener Wirksamkeit. Gilt Mensch mit gesundem ötitft» laschen Instinkt und gediegenem rechnifchejt Können meistere ha srin Justrmitent. Die Jahre haben, wie es scheint, die Entw'kck" -lüng in-ssyliden -BahULn sehr gefordert. In ruhiger Größe ließ je"' das Melos des' Bachschen Ärolinkotnerts feinen weiten Bogen spännen;; mit selbstverständlichem Können brachte er. seinem Partner V üxba üm ebenbürtig (von diesem nur dhuamnch . wenig geschont), das Doppelkonzert von Brahms mit best«»' Gelingrü. ' - Erfolgreich verlief auch ein Liederabeud. der Gelegenheit gab. den flüchtigen Eindruck, diu man jüngst von Frau Cts. Bu t-t-'l er gewonnen hatte, unter den akustisch günstigeren Bo« ' dmgimgen des Kleinen Konzrrthaussäales z« überprüfen. Das Material ist groß und watm. Sein kofibarster Besitz die samtweiche Miltollage. der gegenüber die Hohe ekwas scharf und unfrei kliugt. Der 'Dortrag ist kultiviert, stets siuüvoll und durchdacht, dabei von wohltncnder Frische und Nätiirlichkeit, gleichviel, ob es sich um schalkhaft tändelnde, altftanzostsche Schäkermtd Schafrtliedchen oder um dir schwerblütigen, schwrrmAigeu Gesang« der Mignon oder der kleinen Frau Schpretterling handelt. Emzi? eine geivisie dhnamische NnausgeglicheNheit »N mancher Phras, mag hie und dg störend empfunden werden: Fest steht jedmsaklS. ' daß die Vorbedingungen für dm Erfolg!m Konzertfaal auch.bei einem breiteren Publikum gegeben sind. Auch mit der Art von Frau Rnnn P f i f f e r kan« «an ciiümfianben sein- Hier sind es besonders lichte klare Kopftövedie dem Aufputz der flitilen Koloratur zugute komme«. Dcmv wieder läßt ein runder, hoher Forte-Ton yo« großer KlangfüD , und dramatischer Kraft aufhorcheu und die ganze, nicht gerade geschmackvolle Programmrückieite mit den müllernden Opernfigurinen wird überflüssig. Man glaubt nunmehr gerne — wußte - man's nicht --- daß die vielverwendbare Künstlerin nicht Mit einem Sarastro in der dreigestrichenen Oktave Rache zu schwöreß gewohnt ist, svndcrn daß sie anch die Lndenfchastev und Qvakttl einer Amelia wirksam zu verkörpctn vermag. Aus eine ganz einheitliche Note war der letzte Klavierabend Julmsz Wolfsohns gestimmt. Ec spielte Chopin. Mit bmgebuttgsvollcr und htnteißendcr Inbrunst wie immer. Etr weckereS erübrigt sich. Dr. Gustav Fuchs. TheaLev an der Wie». Während ln den letzten Jahrzehnten die Wiener Operette stets eiij sehr gesuchter Exportartikel war, der auf dem iuternationalen Knustmarkt reißenden Äbsrltz fand, hat mit Jean G.illberts meuem Werk eine deutsche^ Operette int Theater an der Wien ihren Einzikg gehalten. „Di< Frau im Hermelin" ist die Ahnfwu eines gräfliche» Hauses, die cmst, mn das Leben ihres Galten zu-retten, des Nachts, nur m:> einem Hermclinmantcl belleidet, in daS Zimmer eines feindlicher ftanzöstschen Kapitäns kommen mußte, der sie dann in einer Umwandlung vo»i Ritterlichkeit unberührt ziehen ließ. Seitdem hängt jm Prunksaal des Schlosses das Bild dieser ,.Moua Vanua" von der auch die Sage geht, daß fie bisweilen nachts gleich Grillparzers Ahufrau im Schlöffe herumgeistere. l5o Iaht' später bekommt das Schloß wieder feindliche Einquartimme und die schöne Schloßhemu, die drr Ahufrau »wf cm Haar gleicht, witd von.einem kroaLischcu Rciterobecsi yoc die gleicht Wahl gestellt. Mariana gehört einem schwächeren GeschleHre or als ihie Ahn« und sinnt «ach anderen Mitteln, um dm geliebten Gatten zu rettcn. Da tritt die Frau im Hrnmlin et»4 dem Rah »neu des Bitdes und gesellt sich an Stelle der Gräfin