Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 810 (29.4.1921)
- Date
- 1921-04-29
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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gSHAtfeäir- W&hfs#?*'- tu***titof. tWRtt MHV— Mt Pnßnersn«» flbf Siet nr* veß««!ch: Msssttich / Srzmett IflHfc— - Lschech»-8l«w«rei: 6R«ftc£t*; ..Nrvnerr »V - Siext-ljShr»» „ 51.-- jnMech»-slMMch«SSSHr«vs ttjtgffra: «trikfeOi* .. Ävauctt SV-" -VÄSL-s^!?-" ' ff Bigv^Q» sMfmqf »Mckt«» . . »*«** 1«.- GktzttÄlMkUch „ eittjclptdsKÄ« ««l»;. ,.--. - j,. «RtmurtiH i-9tMt : «tIß-Mch-r'j«MWch M-nEch. />»-■—ItJe. . .—_ lf«SllW*W » MsttMßch . .Ara«» Zr«a«: ' 8" M-tfMch . . . .übet mA Mlmailich . . .' '. K«k Schwriz ». drr Mng« A«»lo . . ,.,Fr«W^ 3<- Sredattis» «.Ar»mi»rif._ Wie«»rr.V«x^ TaSurftr.1—>! *eI*»§wt<;44®38,4»W«t] «» e tt^e»«TbdKr;i»a#8| PaAipckpriis«r«timm Nr. 810 m Wie», Freitag den 29. April 1921 fefä 3. Jahrgang Deutschland fürchtet einen Ueberfall. durchsetze«. Lrut-chland hat die Abrüstung durchgeführt. Bttkin, 28. April. Der Reichstag setzte Heute die Besprechung «der Regierungserklärung über die cttt&» tvWiße Lage fort. •' f 7‘ 7 . •. '•• - Reichsminifter. des Aeüßern Dr. Sr m o n s gab folgende Erklärung ab: Eine. V.e.rft ä.nst i g u n,g mit Fpankro-ich über daß ^eparäsionsproböm '. Wirst.? a ch s g es ch l o s s e n, Die Zest^Wint noch nicht 8a '.zu sein, .wo KKde Äölkererkennen/. wie?sehr'sw.auf einander. gn?ch.ewiesen sind. In.der fray^siWn^ Presse?w,Lr-' Len unserv 'Vorschläge' .ifls-.chnayneWhchr ^.-ünö. Tachexljch'' bezeichnet.^Jch gebe -.die. Hoffnungauf, .Laß Mr? doch zu! Verhandlungen kommest;. weröen./ Diese messen M^rdingß. mehr?vion", dUm PechistzAaiMn -' heherrM ^Ken-^'.Wher?;'Die^ÄLste. MnWDe.Hyte.stellt? eine DHchestsrechnstns von H2 MWgrMGoldmärk?' mif - mch? Ä ist - 'zu hchenken/ Laß. 7mfßre Ursierhächdler die. SchstM.?tzoy- 179 MiÜrävdeu ochs;&$?••: HWr {yero^ 1 gehrüH chaben-^ Hng/Hmfuntz?WL/M Zn 'Hrrzer "Zrik" .KW^v^äWDN^?KAßie^W?g^?-Latz d^ Re-Z -orMnMmnrrssiost u^s/richch M/Mundetr.^rrsr^ gibt.?: ' sMiche/AWehrng. ist.'dL.,niM WUich? Ich will. hM.ühLr" dM' ÄsthoN/unseres 'M#c Debatte mit WaWngton? WreM Ich?gläuM'aber?däß der franzSMei.WWWWMenther:Reparationsfrage nicht - wkchr' solsrchsr ML.;wie,.m?^tzbpn.^^/:Ä^Wer-'eWrt, --- dch-r'WÄler-'tein&Z'..t noch 7bei-, der 'SW^iSfsyoKi'btzün.NaÄan'- im;efneJntervention ngch- SösM'.WordÄr sei^ Md -fährt sodann 5.fürt.< Die.,f r an« SöstistchU Reg-ie.ruyg tvUt-:sAv>a.stgsmatz°- uaH m-e n , zum. Zwecke der Reparation d u.r ch s e tz e n uM;Ms. mit der HaÜung Deutschlands^ in;-d.er-EntwafsstLmMrage' begmnd°em . .Dsts'ist '$># nur am, Vor-/ W a nch. 'Die Wehrlosnrachung. Deutschlands ist nux , die erste - Mappe " für-Ä' EntMffstUyg >der ganzen -Wstt. DschschPnd; Mnn?FMkrchch?Mr 'vW bedxohen. - Die mUtärischen /Bestimmungen., des Wedenspertrage^ sind in Wen wesentlichen Punkten dutchgeführt: Das deutsche Veex ist auf'100.000!Männ zUrückgMhrt, die Festungen im besetzten Gebiet sind geschleift und die Festungen-M' der.Mdtzrenze Men kein OeMtz, Wir haben niD-M-. mal' mehr^tausend^Kanonen, die '.NoMeeküste ist. unge«^ rwgend' bechaffM. Auch in Bayern lverden wir? unseren Verpflichtungen"nachkomuren.' : ' Dagegen:: hält sich;has s ra n z 8 s i s ch e Heer auf! einem Gesamtstand; von 600*000. Mann, das L e l g i stch'e^ 'äüf 120.000,^ LcS--V o-!-:: Nische auf 6OO.6O0. (Hört! Hört!) Es ist. kein Wunder, wM-bei dieser, militärischen KrastanstrMgung ^Polens schwere Besorgnisse Lei uns bestehen.' Unbesonnenheiten könnten -tz^n- Anlätz zu schweren?Fölgen gebem ' Wir Massen -sogar' fiirchten) dttst die von^ >vnSZslki Polenpab«! yelrefei'ten Lokomotiven gegenuns verwendet werden. Wir haben der Botschasierkonserenzdie Verantwortung sät beit Schutz der deutschen Grenze gegen- Polen - über- Ünffött und Garantien verlangt, daß die Polen nicht ge^en n'n's vdrgWn. Der Botschaftsrathat geantwortet, daß die Befürchtungen wegen 'der- Absichten der Polen - nicht zu leikgnen seiem Jedoch stünde gegenwärtig -nur cm Dnttel. der Polen an der deutschen Grenze und. ^es werde^i'ter', dÄpobWert..-. 'Daß,-.ist? aber: nicht richtig, vuchr als dfe Hälste' der polnischen Armee steht an uyseret 'Grenze, dazu kommen ineguläre Formationen, utzd .gerade, an. der Grenze wird 'nicht öemobiliswrt. -Die Regierung hat nichts weiter getan,'als verhindert, daß Unbesonnenheiten geschehen. Di? Verhandlungen' für eine B e r st ä n d i g u n g mit, Polen sind weiter' f-rt- Mschritten. Wir hoffen auf eine gedeihliche Lösung?dep sxage eines wirtschästlichen Abkommens und überDberschlesien. Dberschlesien ist ein emhestliches' Gebiets das stjcht ' geteilt werden darf. Wenni. hier der Weg der G«- WÄt eingeschlagen würde, wäre;'.Vnmit' daß gagHe LM7' ...Abgeordneter• Graf■:Ber;iistorff ZD^nwkrat) bfl-, ligt das Angebot der..deutschen. Negierung, an Harding. Es sei große ZurüLhaltung '-des.MrLcweM^notwÄdig... Deutschland, müsse endwiltig öre^' Legende zerstören, daß es nicht bereit zur Einlösung seiner': Verpflichtungen, sei. ' - Abgeordneter Dr/ S p-a h u (Zentrum) schließt ssieh der Erklärung ,des Vorredners <m< Die: /.angedrohten Sanktionen,würden' -jüde. Medergutmachnng.unmöglich, wachest. / ■.;:■■■;? ' - >' r'/ •'*;! Abgeordneter Ledeb0ur (Unabhängiger):: Alle Parteien- und ' die Regierung sind einig, .daß der Friehensvertrag von Versailles.ein Akt der Vergewaltigung. ist. Aber sie sind auch darin einig» Lmß der' Friedensvertrag soweit durchgeführt ^werden muß, Äs die! Leistungsfähigkeit Deutschlands^reicht. Im emzelnen über die deutsch»« Regierungsvorfchläge zu »sprechen-* lohnt... sich nicht, angesichts derneuen Nachricht', ästs Amerika,: wonach die! Vereinigten Staaten auch die Uvb^rmittlung! der «deutschen Vorschläge ablehnen sollen. Man' hätte W eben auf' die Vorschläge- 'dsr--ELWqtrvnqlen-fazMsti'' scheu ArbEerschaft-einigen - sollen. ' -! : -:? :MgierinrgZ?7 HavÄing verlsingt neue DWchMge. ' . Pesris, 28. April. „Dailh Mail-' meldet, daß - nach gestse« abtznvs aus Washington m Paris eingetröffene» Zrrform atio nenPrästdettt Haeding -die Berliner Regierüng anfgefordert habe, neue Borfchläge z« formulieren, die fomeit als möglich den Forderungen der AMierten Nechnnng trage«. . England verlangt AusklarnuLen Loirdost. 28. April. (Wolfs.) In einem drplvmatisch2n Bericht des „Daily" Telegraph" 'heißt, es: Der erste- Erndpuck, den. die.Deutsche Note -Dienstag nach-' mittags?, iy London-gemacht hat, war ein . g ün st.ig er. Eine 7. ue u'fi:?^ Pw ü f uit g .-e.r dsutscheu Vorschläge hat jedoch gewis se- Zweifel au fko mmo-n.-Men,, und' dieAnbsstimlntheit verschiedener .Parägyaphen, ürshesondeve des. § 1, ist -alL.-«ubesriedigerch^ pieKächt sogar als verdächtig.angesehsn.woröerr.^ Heßhalh..wurde 'der britische -Botschafter in Berlin heäuftvägt, 'auf eine soso?« ti ge. Aufkl.är.ung der «nklaren' 'Punkte , zu. dringen. Solange .ld'teS.nicht','gestehenist» kann nurH'säjgt t^erden, haß. die' nöuen Äutschen - Vorschläge ' in jedem". Fälle einen wesentlichen Fortschrrttgegenüber den bisherigen darstellen und summarisch nicht'verworfen werden können. Es besteht deshalb. die - Neigung, die französische Ansicht über das deutsche Angebot mehr durch das Gefühl als durch praktische "ErtvSgü.ngnd-'bo-'-' einslußt anzusehen. 4 Roch keine Antmvrt ans Washington Borltn, 28. April. Wie die Blätter von unter? richteter Seite-erfahren, ist bisher die Antwort Amerikas aus'die deutschen Vorschläge beim Auswärtigen Amte noch nicht eingetrofsen. Der englische Botschafter Lord D'A b e r n 0 n, der gestern Besprechungen - mit - Persönlichkdilen des Auswärtigen Amtes hatte, ist heute nach London ab^veist, um an den Vöratnngen der alliierten Staatsmänner am Samstag teilzuuehmen.' Wiedie „Vossssche Zeitung" schreibt, hat D'Abernvn den Eindruck auf seine Reise mitgenommen, daß die führenden deutschen Kreise geneigt seien, dieneuen Vorschläge erner"eingehenden Durcharbeitung.z«' unterziehen," amr' eine Einigung zu erzielen. Me Besetzyug des NuhrKebiistes. Pari», S8..April. »Echo de PtNiS" glnubL r« wißru, daßj 'dkr Bes tzung des BohrTrbiues -7. tznd - Ip. M« Stinnes als Totengräber Oesterreichs, . j ■: > v, . : . st.W r e », 2S.^ April.. , -- Äls.-dre Note-'der Entente, in welcher gegen'dfe'De- MoWrationeN füt' Herr Anschluß Oesterreichs an'Heüsich. i Hand-' Protesterhöben'- wird, 'bekannt' wurde, 'zogen;bte Innsbrucker Studenten zur nahen bayr'rsHenM^rrZs, Men-- die Grenzpfähle heraus und 'schrepptÄW-M Triumph nach^Jnnsbrrrck. Diese symbolische --HdubMug-:i hat die Sache der-VereinWng Destiwreich^ msi WeMch. land' der Verwirklichung nicht näher gebrach,--dafür-Ne Situätiön 8er-Wiener- Regierung, - tvelchL-M'Unr'^e'^ witckschaftliche Hilfe 'bei?der 'Sntetsie^bemüht^'eWweü/^ TrdWm"kä'nn Äe HsnLlnngsweife' der IniMrücker - s Studentennicht - znui Gegenstand herber -MißbiLitztzÄ « gerttacht -werden. Gs'- istverständlich, wenn' junge ^-LeÜ;e? v h; der heiÜgen Ueberzmgüng, daß Nur' dieMrUniMtg * Mit Deutschland Heil bringen kann?, so: hankÄn.! Es--ist ■ '< auchr.bMeiflich, . Laß,> sie - dAn - Witdersacher ck-rotzig.. -entgogentrehen. Amso. begreLflicher,--als /ihnen tagtägM'.',gr.-: predigt wird, ^dpß sie nur- M-'.k^.Wflgen-/dtzrz.'«8KwÄi>.^ zum Ziele ckoturuen können.. Sie tun einfach- •» ihnen die alldeutschen. Zeitungen,und. andere. i'r^... nicht, empfehlen. Uwddie. ästdeutschen - Zeitungen beü.7 das^..- was' .ihr - Geldgeber, - ' Herr -Stinnes,^ rhnen?.^ stiMert.-;' .'y .-.-? .. .???.C-.’V.' | :H^r.-SLmneK. . eifert' dip.ehÄfchßn Tiroler $$8^- -1 an. ttttbj läßt. stc. im Schäopißeihres:-' AngesMs ÄMz«.' -> PfäM-MS.. hsr 'Mlw; MM- -!DaM -der? Wch- PW-W«.?. Er? fordät in Tirol HnWutzrevolten und werlaHh/M?^ selben - UügeMrck? in Wlen''Schußzöste .?gegen'. land< Er. läßt- Htilnde .ftir- Stündetausend Zunstm ^se'u»', restlosen Anschluß, -prejügen,' .Pen nationalen, .'!polAiMn,'- und t'ulLuxeÜerr, uiiid - fprdert . gleichzeitig . .Ait?/eKkÜsr^ Ssirn die wirtschaftlkche Absperrung.. .'..Er-' Mt reichs' größtes' Eisenwerk,. .''.die > .Apin6?Montang^WMH^ Len Italienern abgekäuft. Das Geschäft, an welchem?E' jetzt 'ffchon schwer verdient hat, wurde als eine deMchnationale Befreiungstat ausposäunt. Es wurde 'WLtzrtH? artikeln,- in freüd'etrunkeüen Borseartikeln, als ginn der brüderlichen Verschmelzung - deutscher?ündiLWi-7) reichijcher Arbeitgepriesen. Herr Stinnes '- hat -.M?'käktD fächelnd rühmen lassen - und < inzwischen: die Sa'W zmn' Abschluß gebracht-. NM, da - sie fertig - ist,': läßtr er ab«?4 blasen-uüd uwschweNken. Das'anschlußfryrdige<RchischeK<] im Blätterwald" wird . zum besorgten Mispeyn! '> Md-: Rärchen von «der bedrohten' österreichischen IndüWe,: 7 welche vor. der übermächtigen, gAvalttätigerr reichs.deutz-s?' scheu Konkurrenz geschützt werden muß: Bange und 'söhn« 1 süchtig «tönt die Fratze nach dem Retter. Und er'WschM § da, und -wieder ist es Herr StinneS. Er: verlangt?Schutz'.?s zolle-gegen: die Brüder vongestern?un«d den - Freund! .8.3«?' heute, wahnsinnig hohe Schutzzölle,'auf: daß, kein: Gramm? .' biNges Eisenzeug -aus..der Höhle des, brüllynLen^Hplfes! Deutschland in Len StäL des armen Lämmchens SMr»' > reich/gelange. Darob Preisen wieder alle.Zungen uttd' Fedorn den^ Herrn Stmnes. .und die Wiener! RegieMngj?, hat -schon dem Mächtigen, . ein halbes Ja. entgsgeg',? gewmselt. . . . ' ■'■'*? lieber die freche Gaukelei des .Anschlutzheld^w? Stinnes mögen-die^ von,1hm. so. schmählich irretzefiihklen, ' ehrlichen Denftchnatio.NQlen 'urteilen.. Gegen. den?Wrtz- Zöstnepischen .Erpresser. Stinnes.^müß... sich., das .arbeitende.: Oesterreich zur Wehr , setzen. . Nur absolufe?FreihiuL.?Lyp. Industrie und öes Handels kann Oesterreich'vor'Döm. ÜntMang beivahren. Darüber, sind sich alle, die Mster»? reich Wohlwollen, einig. Oesterreich, nruß . alles??därän»? setzenzu > freiem -.Verkehrsein«:: Nachbarnßj^ langen. Ein abgesperrtes. Oesterreich muß ersückchr. Ersi ' Oesterreich, welches...seine Grenzen durch' SchÄtzzMe./ sperrt,, wird zermalmt perden. Wenn ÖesterreÜ^/.hMs/ fremdes Eisen, mit Zoll helegt,.werden morgen die Nach«? baM. alle österreichischen.Erzeugnisse.' einfach^ auSstzerrÄj.' I Oesterreich wird sterben, aber Herr SsinneA. wivd^ weiter« - leben/ Was 'ist ihm. Oesterreich? . Ein ZAetätigüngSseld/ für.-kurzfristige Spekülötiön. Er wird den österreichisch^» Arbeiter,.Bauern und Kaufmann mit seinen „geschützte«' Eisensachen a'uswuchern und wenn alles zugrujjLe tzsnchtet' sein wird, dann'wird er eben abziehe« und em?^ '<NtzexeK^,MLchr« „Mten".^Er W.He.WM 04975854