Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 804 (23.4.1921)
- Date
- 1921-04-23
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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#•«» ch - - s*t»m»uig mn Vermittlung et« durch die Ratlosigkeit der Berliner .Regierung bedingtes Manöver. Sie verweisen auf bi« Biviani von HarLiNg gegebenen nachdrücklichen Versicherungen und sind der Anschauung, daß der deutsche Appell zum Mißerfslg verurteilt sei. „Petit Aüuruall< meint, die Deutschen wollen nur tzeft gewinnen durch die Verhandlungen, die die Annahme einer Vermittlung seitens Hardings nach sich zöge.? „Echo de Paris" sagt, das Vermittlungsansuchen sei die letzte'Karte der Deutschen, die ihre Partie so schwer geWrdöt sehen müssen, daß «sie zu einem Vorgehen ihre Zuflucht greisen, das so wenig Aussicht auf Etfvlg habe. Matin" schreibt, Deutschland wolle die öffentliche! Meinung, Amerikas nochmals täuschen, uni den Alliier-, j tot zu trotzen. Das Manöver zeige seine Aussichtslosigf tot und fÄ sine wertvolle Ermutigung für die französische Regietüng, die die notwendigen Maßnahmen treffe. „Petit Parisien" glaubt, bas Ansuchen Deutschlands ändere nichts an der wirklichen Sachlage. Die Deutschen müssen das zahlen, wozu sie sich verpflichtet haben> oder sie müssen zur Zahlung gezwungen werden. Daher könne die Antwort Hardings Frankreich nicht schädlich sein, bas bas gute K^cht auf seiner Seite habe. Die Fra«Le»wShru«g im Saargebiet. Protest der dentfchr» Regiernng. .. Berlin, 22. April. (Wolfs.) Die Regterungskommisfion des Saargebietes hat bekanntlich angeordnet, daß vom t Mai ab im Saatqebiei die Gebühren bei Post und Elsen» bahnen in Kranken eingehoben und die Gehälter und Löhne bei diesen Verwaltungen in Franken gezahlt werden sollen. Wie das Wolffsche Bureau erfährt, hat die Reichsregiekung wegen dieser Verordnung eine Protestnote an den Völkerbund, und an dis Regierungskommission des Saar» gebietes gerichtet, worin erklärt'wird, daß diese Verordnung gegen den Vertrag von Versailles verstößt. Die Währung-. Verhältnisse im Gaargebiet sind durch § 82 der Anlage zu den Artikeln 45 bi- 60 des Vertrages festgelegt, wonach die Mark das einzige gesetzliche WährungKgeld, der Franken m« ein gesetzlich gsdvldeteS Geld im Saargebiet ist. Die ägyptische Knechtschaft. ■ —?. Wie», 23. April. Die bürgerliche jüdische Zeitrechnung setzt heute einen Abschnitt. Em Jahr geht, em treues beginnt. DaS Bekenntnis zur Freiheit weiht seinen ersten Lag, die stetS iebenbig erhaltene Erinnerung an die Zeit, da ein; verachteter Proletarierhaufen feine Ketten zerbrach und fich^um Bewußtsein seiner Menschenwürde seines Rechtes auf Layd und Selbstbestimmung erhob. Unüberwindlich starL schien die Macht, unter deren Druck sich die jüdischen Hirten^ Feldwächter und Ziegelarbeiter im Nilland beugten. Aber die Kraft des Entschlusses dieser Sklaven war stärker, ihr Wille zur Freiheit überwand die letzten Schranken. Das Wunder dieser Befreiung, an das wir' ans'alljährlich erinnern, ist von der dichtenden Phantasie' des Volkes umsponnen worden, Aber es verliert nichts von seiner Größe, wenn die historische Betrachtung auf die Tatsachen zurüögeht. Es. gewinnt an Wärme und Inhalt/wenn man an die Zeiten denkt, in denen dieses Freiheitsfest mit der äußeren Lage des Judentum» in Wvdersprrrch stand, das nach erbittertem Kampf seine Unabhängigkeit einbützte und fortan hinter verschlossenen Lürtn und Fenstern seine Feste feiern mutzte. An diesen Tagen festigte sich das Gefühl gemeinsam getragenen Leides zu dem unzerstörbaren Empfinden der Volks» zusammengehörigkeit, die jeden umfaßte, der unter dem gleichen Schicksal der Verbannung und Verfolgung litt. Draußen drohte die Vernichtung, der kränkende giftige Hohn, drinnen.samprelte sich die Familie und sah über die grauen' Hände des Elends hinweg in vergangene, kommende Zeiten. Mut und Hoffnung, lebten in der Seele dieses von allen getretenen Volkes immer wieder auf, wenn es die Erzählung las, da „wir Sklaven waren in Aegypten". Mochte das -ur Neige gehende Jahr ungedantt Abschied nehmen, gläubig und vertrauend sah man dem jungen Tag entgegen, der einst» mals am Roten Meer ein freies, stolzes Volk gegrüßt hatte und auf den sich alle guten Wünsche richteten. So wiederholte sich alljährlich dieses Wunder, gab heißem Hoffen Adlerschwrngen und zog alle Glieder des Volkes in den Kreis, so daß sie sich als eine einzige Familie fühlten, wob ein festes, unzerreißbares Band um sie, das Band des gleichen Bekenntnisses, des Nein gegen alles, was Haß und Hetze immer ersinnen konnten. Alle Feste des jüdischen Hauses tragen . den Stempel der Volksfeier. In allen raunt die Geschichte, die Mahnung, die Vergangenheit nicht zu vergessen und die Zukunft in ihrem Sinne zu schaffen. Zum Fest der ungesäuerten Brote zog das ganze Volk nach Jerusalem, dort den Frühling zu grüßen. Und heute, wenn dieses Fest eingeht, wird die einigende Kraft der Er« innerung wieder rege und weckt, indem sie deutlich auf die neue Welle des Hasses hinweist, die Pflicht, der Zukunft zu gedenken. Unerträglich scheint unS heute die Zeit, ökger als je spült die Schmutzflut an den Bau jüdischen Volkstums heran. Umso notwendiger ist es, die Kräfte anzuspannen, um dieser Not ein Ende zu machen. Wieder wmkt, die Freiheit, aber nicht als [ Schemen aus der 3en, in der. Mythos und KeWchte wkmt snvTyrafnwnD ~es. aprtt rtfet Ttr. 804 einander Me Hand reichen. Sie steht vor uns und wartet, ob wir ihr Zeichen erkennen. Das Land der Väter, dem wir fv länge fekngehalten wären, sendet uns seinen Gruß. Es wartet auf die Kinder, öffnet ihnen seine Tore..Auf uns, nur auf uns kommt es an, ob wir den Ruf erfüllen und unserem. Volk ein neues Heim schaffen, in dem es sich zu neuer Blüte erholen und än die Lage Mrückdenken karln, La es Sklave wär kn allen Ländern ddr Etde. Wenn wir unsere Pflicht erkennen und sie erfüllen, dann beginnt eine neue Epoche im Leben unsere- V^keä. Freiheit ist der Grütze dieses Festes, Freiheit sei das Geschenk, das es uns bringt. __ Der Freiheit entgegen. P.®i ü tf, 23. April. DaS jüdische Volk ißt Noch inimirk das Boöt des 1 Elends, das aßen unsere Väter im Lande Mizxajirn. Noch immer lastet auf uns -der Fluch von zweitausend Jahren. Unsere über die WM versprengten Volksglieder umbrandet der Haß, den jedes die Völker aufwühlende Ereignis im sozialen und politischen Leben stets aufs neue verstärkt' und' Tausende unserer Brüder Und Schwestern kosten in diesen Tagenverjagt und flüchtig wie das Wild, vom Elendbecher der bitteren;. Verbannung. Das jüdische Volk, welchem sein schwetesSchicksal unermeßliches Leid, aber auch die unbesiegbare Widerstandskraft gegeben hat, hat stets noch alle Schicksals-, schlüge zu überdauern vermocht. Und heute wie einst, da der Jude, zitternd vor der Gefahr, die unmittelbar vor der eigenen TÜve lauerte, sein Peßach beging, flüchten wir uns' auf die rettende Insel der Fcste»ftier, die von Ueberwindung der Knechtschaft» von. Befreiung aus dem Exil und von Heimkehr kündet. ,Die religiöse Hülle, welche wie das gesamte jüdische Volksleben so auch das Peßachsest in ihre alles umschließende Form kleidet, hat dem nationalen Gehalt dieses Festes keine« Eintrag zu tun vermocht und sein ewiger Sinn, der der Sinn des Judentums selbst ist, heißt Ueberwindung der Materie und unentwegtes Suchen nach der eigenen. Bestimmung, zu deren Erlangung der Drang zur Scholl«, das Abschütteln der Sklaverei den Weg von der .äußeren zur inneren Befreiung und den Kampf um die Möglichkeit des nationalen Eigenlebens bedeutet. Keinem, wie dem Zionisten, ist demnach der tiefste Sinn dieses Festes vertraut: und verwand t. Den Weg, den einst Moses' ewige Führergestalt sein in Sklaventum versatlenes Volk durch di« Wüste führte, ihn schickt sich das' jüdische Volk, das ungebrochene und trotz allem zukunftsgläubige, neuerdings zu gehen cm. Das kleine Häuflein, das vor einem Vierteljahrhundert der Mann >um sich scharen Sonnte, der von neuem das blau-weiße Banner vor uns entrollte, es ist inzwischen zu einer gewaltigen Schar angewachsen, die alles im Judentum in sich schließt, das lebenskräftig geblieben ist und sich den Blick für die Wirklichkeit bewahrt hat. Unter neuen Aspekten feiert heute bas jüdische Volk sein Peßach. Der Ausblick auf die VolksheiMat, vor Jahren noch ein fernes und erträumtes Ziel, hat sich inzwischen in Wirklichkeitsform gewandelt. Täglich mehr wollen die Schraub;» fallen und schon haben, allen Widrigkeiten der schweren Uebergangszeit trotzend, zehntausend enthusiastisch« und opferbereite Pioniere der jüdischen Volkssache, unsere braven Chaluzim, sich den Weg ins Land erschlossen, wohl wissend, daß ihrer im Augenblick nicht glänzende Aussichten auf Behaglichkeit und Wohlleben, sondern Plage mannigfacher Art und Arbeit in ihrer schwersten und allzu oft ungewohnten Form harren. Aber sie sind hingezogen und lassen den Mut nicht sinken. Freudig sind sie am Werk, um den Brüdern, die Nachkommen fallen, tfte Wege zu bereiten, und von Zeit zu Zeit dringt an unser Ohr ihr fordernder Ruf, der denen gilt, die sich in den Ländern der Zerstreuung bereiten, um ihnen «achzufolgen. Zu neuem Leben will Gvez Israel erstehen und die vielfach brache Scholle ruft nach Mischen, Menschen, die kommen sollen, um in Mer und eifriger Arbeit den -Prozeß der Verwurzelung' des jüdischen Geistes mit seiner Muttererde zu vollziehen. Aber wenig, allzu wenig, ist bisher von der jüdischen Volksgesamtheit getan worden. Wir haben die großen politischen Erfolge bejubelt, die der Zionismus errungen hat, wir haben mit Stolz verkündet, baß es' unserer Bewegung gelungen ist, die Anerkennung der Weltmächte zu erringen, aber wir haben allzu wenig den Gedanken erfaßt, daß eS unsere eigenste Sacha ist, unsere Pflicht, von der uns tone Macht der Welt entbinden kann, durch eigene Anstrengung, aus eigener Kraft, und mit eigenen Opfern an Gut und Blut hi« künftige Heimat, aufzubauen. W,ir haben allzu lange und allzu viel auf fremden Altären geopfert und aüf . »ahlloftn Kriegsschauplätzen trank die Erbe jüdisches Blut- Run endlich gilt es, den Gedanken de- Opfers auf die eigene Sache zu beziehen und im jüdischen Volk einen Patriotismus zu entfachender nicht an tönenden, Worten sein Genüge findet und einmünbet ln die erlösende Tat. SS ist ein ungeheures Mrk voll Mühsal tmfc Schwierigkeit, das wir uns vorgesetzt haben, und alle unsere Absichten müssen zerschellen, wenn sie nicht auf die volle Opfer- und Tatbereitsckast des jüdischen Volkes stoßen. Palästina Hai der Zionismus dem jüdi- W» Volke und Aye Orsmchatt«» M der. Mandatsmacht als Bürge und verhandelnder Faktor gelten. Aber Erez Israel selbst ‘ soll als Dollsheimat Sache des gesamten Volkes sein. Ein« Heimat Ubev kann nicht durch Beschlüsse lllid MMüttonen, nicht' durch Kundgebungen Wohlwollens und auch nicht durch Wohltätigkeit uüd Vpenden ötrungetk wsrtzen-' Sie t&nn nur gebaut werden, MM dä MW Mwirklicher und doller Aktivität tm Volke lebendig ist.' In erneutem Lttd Unmittelbarerem Stund als einst, gilt' heut« Theodor HÄrzls Wort: ,MöNN ihr wollt/' Ist es kein Märchen? Heuw darf nism-mv zmückbleisen^' der sich' noch irgendwie mit' der jüdischen Sache verknüpft fühlt. Es liegt ä« Miß, denen hit Wege zu. ebnen, die schon fetzt gerüstet und geeignet. siitd, iüs Land hinüberzugehen und ein neues Leben' für ihr- Volk aufzubauen, denen, die ihr ganzes Sein hinzu* geben bereit sind, müssen wirdis Zurückbleiben, dis . - Arbeit ermöglichen. Der Gedanke des großen Volksopfeis-muß in seiner vollen Integrität hsm jüdischen - Oslw Endig werdest. D-M WM AttstkküfMW-M'" : Palästina, dem Keren Hajessod, gilt heute unsere nächste und dringendste'Sorge. Er ist der große SamstiSlkanal, , in den die in materiellen Opfern ausgedrilckte Energie des . jüdischen Volles Mfammenströmen soll, das zerr-, trale Instrument für den einheitlichen Aufbau Erez Israels, für Bvdenkauf Und Amslioratwn wie für ' öffentliche Arbeiten aller Art Und die Kultur- und Et- - ziehungStStigkeit, welche jode jüdische Arbeit mit Natur»'. Notwendigkeit begleitest Muß. Die Arbeit für b>m,Kextut H ajes sind, dbe vr. aller Welt ersolgverheißSntz eingesetzt hat, muß nunmehr auch M Ms unverzüglich' und mit aller Energie ausgenommen werben. Hiev Itziod jeder die Probe seiner '. Gesinnung abzulegen haben, jeder Jude, Zionist oder- Nichtzionist, zu beweisen haben, daß es ihm mit des: jüdischen Zukunft ttnft ist. Nicht um Spenden geht es, - sondern um bewußt gebracht« Opfer. Der alte jüdische ^' Grundsatz deß „Zehnten" muß auf den Aufbau des v. jüdischen Erez Israel angmendet werben. Denn mre,. .' indem toifc OpftL bringen für die alljüdische Volkse ' sache, kann es gelingen, den Grund für das künftige<'^ mit seinem MuttLikbodsn verwurzelte jüdische . Volk, zu legen, bas als gleichbdrechLigtes Glied eintretech.' soll in die groß« Gemeinschaft der Völker und den ' jüdischen Namen zu neuem Glanze bringen soll.. Mn Gedanken des zu ttotoit Leben erstehenden Cvez Israelim Bewußtsein der unaüsschiebMvsn nationalen Miöhtz.- feiern wir heute das Pe'ßachM UUd nur die ErftlWng.? dieser Wicht' verleiht Uns das Anrecht, getreu denr: uralten Brauch, die feierlichen Worte zu «sagen t Dieses Mk MH. Mftöie, das Nächstö Jahr Söhne der Freien! . PölttMe^HmdschM Das Gemeiirdewahlrecht in Polen. Aus L e m b i i fi witt> uns geschrieben: Die seiner- : zeitige Regierung M öroez-wski Hot noch im Jahre 1619 ein Gesetz erlassen, laut welchem die Wahlordnung für dir Gemeindeiäte die gleiche sein soll wie für den Landtag.' ' NUnrnehr wird ein NeiueS Wahlgesetz^ für die GemetnSeräts . der GtadtgerNeittde« in Polen geschckffen und soweit über ' die Grundsätze der neuen Wahlordnung Äaheres. bekannt ' wurde, hat «9 den Anschein, daß diese von den Prinzipien/ , der gleichen, allgemeinen und proportionalen Wahlrechtes' abv- ' gehen will Die polnischen Rechtsparteien verlangen die Ein« : sührung deS K u r i e n WemS oder eine derartige Einteilung - der Wahlbezirke in den einzelnen Städten, daßH polnische' Charakter gewahrt werde*. ' WüS dies bedeutet, wmche gieMich rmdeMümt bei dech .' kürzlich stattgefunderren jLiätztetag in Posen ausgespröcheck'' . Di« Delegierten' aus Lemberg wiesen dort daraus hm, daß: ' die Anwendung der demokratische« Wahlordnung aus Oftgalizien den Juden in de« dvrtiqen städtischen Gemeinde-'>' raten die MajoritÄ verschaffen' würde. Leber den ProMt!.-. >. antet! der Polen an der statischen Bevölkerung OstgalizienS gibt die Statistik verläßliche Auskunft. In den größeren Städten Ostgalizien» gibt e» nur drei mit eintr knappe«. polnischen Majorität, dasind Lemberg mit 81, Ja rofla u mit 81 und Sambor mit 88 Prozent Polen. In den übrige« ff größeren Städten OstgalizienS bilden « die Pole« die Minorität, so zu« Beispiek in StanislaU 81, k« ' Kolo««» 88, itt Prohobycz 84, ln Gtryj 88, in ' Buezaez LS. in Tarnöpol LS, in Gniatyn 20, ist ' Brodtz IS und in Jaiporow 18 Prozent der' Gesamt» / bevöllerung. Bon den kleineren Städten haben 'nur fünf 'ein«; ,. polnische Majorität.; Wen« btt» Neue Wahlgesetz den Wünschen der Recht». Parteien Nechnung trägt, so werden damit hauptsächlich die -' '" Juden in Ostgalizien dke Leidtragende« sein. Die polnischen ' / LinkSpävteien und auch die Sozialdemokraten wenden sich ■ gegen diese» Projekt für die neue Wahlordnung, aber ihr Widerstand scheint nicht allzu Nachhaltig zu sein. Gerade die Verhältnisse in Ostgalizien lassen e» durchaus nicht als zweck- 1 mäßig erscheinen, die dom alten Oesterreich angewandten . Methoden zur Wahrung de» nationalen Charakter» in gemacht, ' sprachigen Gegenden neu aufttSen zu lassen. Daß diese Me. thoden i« alte« Oesterreich einen furchtbaren Zusammen» .! bruch hervorbvachten, sollte doch zu denken geben. ES gibt , . weit derkätzlichere Mittel, um die nationale Frage in Ost- / - galizien zu lösen, als da» in Vorschlag gebrachte, den Juden' die ihnen gebührende Vertretung in de« Gemeinderäten!wr ostgalizifchen Städte zu .nahmen. Gerade auf dem 'Villen Poden. OstgaWerÄ wöre ein solcher Versuch in Mistscher KstßK «Ht allM NwitLMch