Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 802 (21.4.1921)
- Date
- 1921-04-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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WM ff Me», Donnerstag * Ein hetväisches BegrÄtznngSschreiben de» Fürst- | bljchofs von Belgrad. Anläßlich des sünfundzwanzigjährig« Amtsjubiläums des Landesrabbiners Dr. JsakA lkalay in Belgrad fand, wie uns von dort berichtet wird, eine Feier statt, bei welcher in Vertretung der serbischen Regierung Staatssekretär 8 tirskoy dem Jubilar nach einer längeren Begrüßungsansprache den Savaorden HI. Klaffe überreichte. Während der Feier langte ein in hebräischer Sprache abgefaßtis Glückwunschschreiben des Fürstbischofs von Belgrad. 9 r e n e, der den Titel Bischof von Timok tragt, ein. Der hebräische Brief lautet in Uebersetznng: .Geehrter Herr! Groß war meine Freude, als ich erfuhr, daß Seme Majestät Dich mit seinem Wohlwollen nit$cicseu!met und sich mit seiner Huld Dir zugewendrt hat. In -,-ra Dialogen Salomos des Weisen in dm „Mischleh" steht - eich rieben; „Gefallen finden die Könige an dem, der die Wahrheit spricht, und lieben den, der das richtige Wort findet." Nun dmn, Dn bist mein Herr, derjenige, der zu Deinem Volke in Wahrheit spricht, der ihm erhebnide, tröstende Worte sagt. Du lehrst Deine Gläubigen die Treue, die Liebe uud die Gottesfurcht' Gibt es etwas Schöneres als diese? Gibt es ein Wirken, welches dm Namen Gottes beliebter und erhabener unter den Menschen machen würde als dieses-) Auch ich bin ein Dimer des Herrn des Himmels nnd der Gott unser beider ist eigentlich ein und derselbe Gatt. Ein Gott hat uns alle geschaffen. Er ist nufer Vater, und wenn wir auch jeder einen anderen Weg wandeln, sind wir alle seine Kinder. Und so wie wir di« Kinder Gottes lind, so seien wir auch Geschwister in Liebe untereinander. Deshalb nehme ich heute aufrichtig teil an Deiner Freude und beglückwünsche Dich zur königlichen Auszeichnung. Leider konnte ich nicht persönlich zu Dir kommen um dich mündlich zu begrüßen. Ich bin jedoch hmke durch Priesterweihen beschäftigt. Adonaj sei mit Dir und segne Dich! Irene, Obrrhirte von Timok." * Ein neues Attentat gegen die jüdischen Trafikanten in Bndnpest. Ans Budapest wird uns berichtet * * •oor’einigen Tagen erschien eine Abordnung der Trafikanten beim Staatssekretär Koloman Tömöry, um ihm ihre Klagen wegen der schlechten finanziellen Lage :bec Kleintrafikanten vorzutragen. Staatssekretär Tömöry erklärte in seiner Antwort, daß er kein Freund der Erhöhung der Provisionssätze sei, hingegen habe er yvei andere radikalere Mittel zur Ausbesserung der Lage der Trafikanten im Auge. Das eine bestehe in der Erhöhung des den filcintrafikanten zuzuweisenden Ranchmakerials, das andere jedoch sei viel einschneidenderer Natur. Er habe die Aeberzeugung gewonnen, daß 1000 kleine Trafikanten für Budapest zu viel seien und 5000 hinreichen würde«. Er beabsichtigt daher, binnen kurzem neuerlich 50V Trafikkonzesstonen einzuziehm und gleichzeitig das Wohnungsamt zu verständigen, daß das Aerar auf diese Geschästslokale als Trafiken kein Gewicht mehr lege. Dieses neue Attentat richtet sich abermals gegen die jüdischen Trafikanten. Schon vor einigen Woche« hat das Propagandabureau des Verbandes der „Erwachenden Ungarn" uvter den nächfim Ausgaben auch die Verdrängung der Juden aus den Lrafikkvnzessionen arigekündigt. Die Mitglieder wmden aufgefotbcrt, dem Propagandabureau Namen und genaue Adresse jüdischerTrafika nten und Traf ik a n t i n u e n mit dm entsprechenden Persvnaldaten sowie solchen Angaben einz«senden, durch welche die Entziehung der Konzession unterstützt werden könnte. Die Acußerung des Staatssekretärs Tömöry ist ein Beweis dafür, wie stark der Einfluß der »Erwachenden- Ungarn" ist nnd welch unheimliche Wühlarbeit dir „Erwachenden Ungarn" auch auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet leisten. * Verurteilung wegen eines judenhetzerische» Artikels. Aus Warschau wird uns berichtet: Am 1b. April fand beim Warschauer Kreisgericht die Verhandlung über die Klage statt, welche das jüdisch-akademische Heim gegen den Rehakteur des .K u r j e r W a r s z a w s k i" Komad O l ch ow i c r eingebracht hatte. Der „Kurjer Warswwski" hatte nach einer Revision, welche im September 1980 im iüdlsch-akademischen Heim durchgeführt worden war, unter dem Titel „Bei unser« Kommunisten" einen Artikel veröffentlicht, rn welchem das jüdischakademische Heim beschuldigt wurde, staatsfeindliche Agitation und Tätigkeit zu betreiben, wobei es auch an sonstigen hetzerischen Verleumdungen nicht fehlte. Eine Berichtigung der Verwaltung des jüdisch-akademischen Heims brachte „Kurjer Warszawskr" nicht zum Abdruck. Bei der Verhandlung wurde der angeklaate Redakteur von einem g etauften jüdischen Advokaten Dr. Z e d e r b a u m verteidigt, welcher beweisen wollte, die jndischnationale 'Jugendbewegung verstoße gegen die Staatsrntereffe». Seine Rede unterschied sich m nichts von einer antisemitisch« Hetzrede. Er sprach bezeichnenderweise vou jüdischem Uebermut und dergleichen. Das Gericht erkannte den angeklagt« Redakteur für s ch n Idi g, durch den Druck des Artikels einm Bevölkerungsteil, gegm den anderen augehrtzt zu hobm, ferner daß Ehrrnbeleidigung der Verwaltung des «ta* dcmrschen Heims vorliege, und verurteilte ihn zu einem Tag Arrests und 20.000 Mark Geldstrafe sowie %vk Zahlung der Kosten. * Verband jüdischer Ingenieure «ttb Techniker fue de» Anfba« Palästinas in Wie». Wir erhalten aus Jaffa folgende Zuschrift: Wir beehren uns. Ihnen mitzuteilen, daß wir einm Klub eröffnet haben, deffm Aufgabe es ist, in fernem Rahmen ein Jnsormationsbnrea« für Techniker, die nach Palästina gehen wollen, «inzurichtm. Jeder Ingenieur oder Techniker, der gesonnen ist nach, Palästina zu gehen, möge sich an unser Bureau wenden, welches sich in dm Räumen des Waad-Hazirim in Tel-Awiw (P. O. B. 19) befindet. Wir erlauben uns auch, uns an Sie mit folgender Bitte zu wenden: Zur Erhaltung des Klubs bedarf es auch technischer Zeitungen und wir bitten Sie daher, sich in unserem Ramm au sämtliche technischen Zeitungsinstitutionm in Oesterreich und Deutschland zu wmdm und sie zu ersuchm, u«S Gralisexemplare ihrer Zeitungen einzukendm. Wir erwünschen eine ständige Verbindung mit dm technffchm Vereine« und versichern Sie. daß wie anch die technischen Blätter Palästinas ins Ausland versenden werden. Fiir die Jewish Technical Society ofPaiestine j« Jaffa; Dr. M. Gurewicz w. p. * Harry Sacher Sekretär der amerikanisch-zivnipischen Föderation. Harry Sacher, ehemals Redakteur des „Manchester Guardian", später Sekretär der Exekutive in London, zuletzt Redakteur des' „Palestiue Weelly" in Jerusalem, - wurde an Stelle Emanuel MohlS, des jetzigen Generaldirektors von Zion Commonwealth" in Palästina, Sekretär der Zionistischen Föderation Amerckas. Sacher dürste besonders geeignet fern, in Amenta üöcc di: wirtschaftlichen Verhältnisse Palästinas z«' inloiuuutn. Wiener Lkorgenzerm«- Mitteilungen ans dem Pnbliknm. 2UR VERLOBUNG des Fräuleins Hübscher mit Herrn Oswald Eimer gratulieren GetorMer Seltner dos Wien, VII., Neubaugasse. ZUR VERLOBUNG des Fräuleins Hübscher mit Herrn Oswald Eimer gratuliert Familie Geltner 610» Wien, XX., Othmargasse. Fräulein Kamllla Spiegel und Horrn Dr. med. Israel Czaczkes gratuliert herzlichs* zu ihrer Verlobung Familie Falkenflick Moses und Gusti Steuermann "" zeigen die Getourt eines Sotones an RILLAKTEN, Perlen, Gold,Silber,Platin ».Uhren k»ult nafl TBrkault 778 ETTER Rotentnnnatr. 33, Mariahllferstr. 98 Grösster und bester Käufer Wiens 4G80 Brillant en, Perlen Juwelen, EdelsteinhändlerfSabinowitsch, Juwelier I. Maximilianstrasse 5 II. Stephaniestrasse 3, nur Nr. 3 (jetzige Mahlerstrasse) (Jetzige Hollandstrasse) Tel. 8541 und 45145 Haltestelle Opernrinj, Zog. Kärntneratr. 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Die Großloge 3kr. 4 des unabhängige« Ordens 3'ne B'rith hielt in Portland eine Versammlung ab und befaßte ich mit der Frage der Teilnahme der B'ne B'nth-Logen an der salästioa-Arbeit. Es wurde ein« Resolution angenommen, die die Nenugiuuug über die Übernahme des Palästina-Mandats durch Sroßdritannim mrsspricht und dem feste« Glaubm Ausdruck stbt. daß das g e s a m t e I n d e n t u m in der Vorbereitung stalSstiuas zusamsienarbeitm wird, damit das Land für alle 5 » d e«, die nach Palästina auswandern wollen, ansuahmefäbig oird. Die Resolutsott begrüßt hie Gelegenheit, die Arbeit für me Vtederbevölkeruug Palästinas durch das Mische Volk zu untere tühe« >ud zu fördern. Eine weitere Resslutio« verspricht die >ilfe der Loge für die Arbeit zur Sauierung Palästinas uud die Schaffung von Stipe« die » an der Hebräische« Universität » Jerusalem. * Sine War»»«- an Mt Euttgrante». E'mrr Mit. teiümä der Pariser Abteilung der »LaiaS" zufolge, sind ,860 iüdische Emigranten nt Cherbourg einem gewissenlose« Schwindler zu« Opfer gefalle». Der Betreffmde gab sich als Beamter der .Haias" ans und lockte dm Emigranten ihr ganzes Geld, die SchlffSkarte« und sogqr die Pässe hcrans. Dtmk der Intervention der „Ha'mS" bei der .tkgmöÄÄeu RegicrMg rst es dm Lwigrantm möglich geveie«. Ä. AM IS2l 9h. »i •M «ach Amerika weiterzufahrm. Der Schwindler wird vo» franzöfischm Polizei energisch verfolgt. A»S dicke« Anlaß _ die ,Haias" ein Zirkulär, in dem die Emigranten vor allerhand, Schwindlern eindringlichst gewarnt werden. (Jüd. Korr.-BunA (Wir haben gestern eine Warnung vor zwei Leutm verösimtlichch die sich angeblich in W i e n befinden solle«. Jedenfalls wird e3 für alle Auswanderer geboten fein, sich besondere Vorsicht zve Regel zu machen.) J * Begrabniffe am hepttgrwTage. Alter Fried» lj oft 10 Uhr Cohen Pauline, 10 Uhr 30 Min. Großmann Rosn^ 11 Uhr Spitz Karoline, 11 Uhr 30 Mm. Schwarz Zäzilie. —- Neuer Friedb os: 9 Uhr 8v Min. tSiblijb.Anna, 10 Uhv Pollak Marie, 10 Uhr 80 Mm. Schilder Ameüie, U Uh» 30 Min. Kroll Michael. i * Kommrmifttsche Masienversammlrmge« m Berlin. Die „Note Fahne" kündigt ,für hmte abends fünf Maffenversammlungen in Berlin an, in denen gegen die Ermordung SylrS, gegen die Verfolgung der Kommnnlsten rmd, gegm die Ausriahmsgerichte protestiert werden soll. i * Aneutgeltlicher Unterricht in Deutsch. SefaiJ Schreiben. Rechnen und Zeichnen wird erteilt in der Jüdische» Lehrlingsabend schule. H., Vereiusgaffe 81 (Realschule. Montag. Dienstag, Mttiwych, Donnerstag von bis V»g Uhr abmdSn Einschreibung zur selben Zeiten der Schule. * A«S -er Wiener kommunistische» Partei Mo daS kommunistische Organ mitteilt, hat der Chefredakteur dies«- Blattes Herr Straffer seine Stelle niedergckegt. da er die, putschistischen Auffassungen des Parteivorstandes nicht teilt. DaS Blatt wird provisorisch von einem viergliedrigm Redaktionskomil« grleittt. * Anstrtvt für Völkerrecht. AuS Paris wird gv-i meldet: Das Institut inr Völkerrecht wird morgen in Gegew--i wart des Präsidenten Millerand eröffnet werden. Der Deka» Larnaude erörtert tm ^Ezcelsior" die Funktionen bttfefl Instituts wo die juristische Wissenschaft von den hervorragmdstm Professoren unter diplomatischen, militärische« uud wntschastliche» GifichtSPunkten vorgetragm werde» wird. > 9 Die LohnSewegANg im Schankgerverbe. Dke Unterhandlungm zwischen den Vertretern der vier vereinigt« Schankgewerbetzenosienschasten nnd der Gehilfenschaft wurd» gestern nachmittags wieder anfgenommen. Sie bauert« mehrere Stunden und galten vorwiegend de» materiellen Fordemugeuu Seitens dc§ Lohnkomitees der Scharikgewcrbeinhaber wmden fehy iveiemliche Zageständniffe gemacht, zu einem Ergebniffe führst» jedoch die Unterhandlungen nicht; sie wurd« ans heute vertagt. * Razzra im Caf6 Edison. Im Cafs Edison auf der» Franz Joiefskar haben gestern Beamte des KriegswuchrrausteL etne Razzia nach Schleichhändlern und Personen, die bedenkliche Geschälte machen, vorgenommen. Im Cafs wurden etwa 200 Gäste augetroffen. Die Personen, die sich ausreichend legitimier« tmfe Nachweisen konnten, daß sie emwandlrei seien, könnt« das Kaffee»^ Haus nach der Perlustriernng verlassen. Ungefähr 70 Personenj mußten den Weg zum Kriegswucheramt zm weitere« Behandln»« antreten. Dort wurden sie von Beamte» des KriegSwucheramtes und des Nachrichtendienstes der Finanrbezirksdirektlon uud bee Steuerbebörde ringehms verhört und ihre Person geprüft. Die Amts--! Handlung dürste bis in die späten Nachtstunden währ«. So »e« schon jetzt ein Uederblick möglich ist, w»rd« bei d« Angehaltme« ungefähr eine Million an österreichischem Gelde uud eine halb« Million an fremden Valmen gefunden. Von dem Gelde wird em beträchtlicher Teil für Steuerficherstellnvgszweck znrückbehalst» werden. Gegen eine Anzahl von Person« wird weg« Ketteitt Handels eingeschritten werden, da sie verdächtig sind.' mit verschiedenen Bedarfsartikeln ein« unerla«bt« Handel getrieben zu haben. Gegen die Leute, die «ach fremd« Staaten zuständig find und deren Papier- «icht in Ordnung te« funbett wurden, werden Schritte zur Durchführung der Ab-', schaffung einaeleitrt. Die Amtshandlung hat trotz des schlechte»! Wetters ziemliches Aufseh rn heroorgervfen. -j * Sin Irrtum mit einer Biertelmillion Schade»^ Kriminalbeamte brachten in Erfahmng, daß der bljahrige Kohlen^ Händler Janaz Wagner, II., Rembrandtstratze 30 wohnhaft,! in seiner Wohnung eine größere Menge Texttlwar«, der« Her-! kunft bedenklich ist, lagern habe. Bei einer Nachschau in drei Wohnung wurde tatsächlich eine ganze Wagenladung Tertilwareu im Werte von einer Biertelmillion Kronen gesund«. Durch die writeren Erhebung« wurde ermittelt, daß fie von der Wohlfahrts-- aktion des Amerikanische» Note» Kreuzes tm Arsenal stamm«! und daß der 27jährige Chauffeur der Aklion Anton E i s l e r die Stoffezu Wagner gebracht hat. Eisler gestand, daß dteL der Fall w<m» doch will er die Waren nicht gestohlen, sondern nur einen Irrtum ausgenützt haben. Zweimal sollen ihm zwei große Balle» mit Stoffen rrrtümlich auf sein Auto verladen worden sein und er will sich nur den Irrtum zunutze gemacht haben. Eisler undi Wagner wurden verhaftet und dem Landesgerichte elngeliefert. l * Machschem in Stundenhotels. Am 19. d. M. früh' haben Kriminalbeamte der Sittenpolizei in d« Stundenhotels des 1. Bezirkes eine Nachschau vorgmommen und neun Mädchen autgrgriffen, von denen sechs als geschlechtstrank dem Frauen^ spital übergeben werden mußten. In der Nacht zum 30. d. M. wurde unter Leitung eines Konzevtsbeamten eine Nachschau in de» Stundenhotels des H. Bezirkes voraeriommen. Dabei wurden elf Mädchen aufgegriffen, von den« sieh« als geschluhtstrank de«. Frauenspital Übergeben wurden. * Wetterbericht. Nur Vorarlberg hatte heiteres Wrtt«, sonst war es in ganz Oesterreich trüb. In Wien regnete es den ganzen Tag. Die Temperatur hat sich nicht geändert. — Voraus^ sage: Vorübergehende Besserung wahrscheinlich, bauernde noch »icht zu erwart«. * Besteuerung der Nachtbummler. In Olmütz wird eine Bummrlkarte eingrfLhrt. Personen, die nach der Sperrstunde »n öffentlichen Lokalen augetrosfcn werden, sollen m der Zeit von 12 bis 2 Uhr llö 2, von 2 bis 4 Uhr LS 4 und von 4bls5 Uhr LS 10 «trtchten. Der Betrag kommt der sozialen Fürsorge der Stadt Olmütz zugute. * Selbstmord. Der 32j8hrire Student Friedrich Pinkasr., Knöllgasse 27 wohnhaft, hat sich gestern mt Verona! vergütet und wurde von seiner Quatiergeberiu tot aufgesund«. * Reisen ins Ausland. Das Handelsmuseum in Wim hat die im August vorigen Jahres von ihm herausgegebene Zu^ sammenstellung der in den ausländischen Staaten geltenden Einreisebestimmung« nunmehr in zweiter, wesentlich vermehrter Auflage <31 Staaten) erschein« lass«. Der ins Ausland Reisende findet darin dw Bestimmungen und Erfordernisse für die Be-» willigung der Ein- und Durchreise nnd für die Erteilung deS Paßvisums seit«« der Auslandsstaaten, ferner tote genaue« Adressen der Konsulate und ausländischen Paßstellen, die sich'in Wien und Oesterreich mit der Bidierung von Passen uud der Mitwirkung bei Reisen von Oesterreichem ins Ausland amtlich brsaff«.' Die Broschüre kan« zum Preise von K 10 bei der Administration des Haudelsmuseum^ Wien, IX,, Berggasse 16, bezogen werden. * Wetteelatastrvphe auf Java. AuS Java wird über London gemeldet, daß ei» Wolkenbruch und ein Erdmtsch große BerwKffunam anrichteten. Sv Person« find tot, 60 der- »tßt.