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Wiener Morgenzeitung · 1921-04-19 · Heft 800 (19.4.1921) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 800 (19.4.1921)
Date
1921-04-19
Page
– (sequence 1)
Language
German
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'Gimzelpeers K 3.00 Einzelpreis K PrAnuUsrarLonapreLke: Wie«: 3öhi Atholw itt »er tliWn. Z Bezirk. 3«fto* ft,t bis' :i aber in. einet MrißstrNe «raW: ««qatli». . Krone» 7'K~* mier^tfäfitUat *tf»,r &U y»st»krf«vd fßr Dkm uni >“ DrfterreiÄ: 1 Monatlich. . Krvue» 70. - Tschecho-Sbowakei: .. Krone-, *?.- ©ierhfMöJiHIA „• 51.- 8,4sch«chs-slo»atts<hrrSahnuis . ttajpra: " Mqnäilich.. Krone« 7 V~ «erteliichriich .. Sw.-, i« «gartscher Wätznmz Schpiflotv»«,: S?O»«tltch . . Dinar 14« Vierte!jatzrUch M *0 — •*l':'.’ ‘a‘% ||i£H> ■ ' * " 5.?V. rrnrr IfaRttmcentfi —l 0II9PKI)K Monattkch. 7 «a»r?«W ^ierteltitlirltch -• 24V in polnischer Dahn«- " Dnttschltnid: . ■ ) Monatlich... Mark HL»-«? . . Kmykrrich: ... > Monatkkch : . FronrS «bär . . 9Mimz. Monatlich.... ...Lire ' jünmäumt1. ' Bionatlich . . .Äei 2V Lchwritz >J. daS üi-rigr AuSlaxU Monatlich.JrsinLK V N edaktto», u.A»«tkuiftrati>»" LHien.S.t8ez..Laborstr^-» Telephone: av «Uhr ah«a»FRr.t«W PoKsparkaifenIonto VKM Nr. 6V0 Wien» Dienstag dem 10. SB 1921 3. Jahrgang Bas MeRMMiM des Obersten ZnsamMenLriLL anfangs Mar. — Die Reparationen. — Oberschlesten. Dvimt* '"; mb, Marrdatfrage«.Amerika»' Paris. 18. April. Prrtinax berichtet im „Echo de Paris", der Oberste Rat dstrste sich, nachdem Sie gegenwärtige StroistZage England nicht mehr beunruhige, wa -rfcheinUch bereits in den ersten T a ge« des M a i versammeln. Dirs Programm der Beratungen werde zweifellos in erster Linie das Problem der Re^aratio n und die damit zusammenhängende Frage, der Besetzung des Ruhrgebietes, dann auch des Entscherbring in der Grenzziehnng zwischen Polen «nd Deutschland in S b e r s ch l e f i t n nmfaffen. Die weiteren Verhandlungen dßrften sich mit dem g r i e ch i s ch - t ü r S i s ch e n K o n / S S k t, mit der Antwort der avlnert?« Regierungerr an Amerika über die Zutsiluwg des H n s e l M a p und in der Dl am d ab S s r a g e sowie mit der bevorstehenden Wiederherstv^ug des FriedSnsznstandes zwischen Deutschland und den Bereinigten Staaten besaffen. . ^*rrs,"18.'April. Gavas.) Die militärischen und rvirtfcha tlichsn Sachverständigen, dadnnker iusbesoudere ÄKarschM F o ch, General Meyg and, Minister L orr cheür und der MnanzsachverstSndi e Seyd.vnx» setzten heute vormittags, vre Prü'ung der für de« Fall, daß dieSank 1 ione » auf Deutschland zur Anw ndunst gelangen würden» in Betracht gezogenen Maßnahme« fort. Aeber hie Beratung en der Konssreuz wird absolutes St i l l s ch w e I <5 en bewahrt. Der Konferenz werde« «och mehrere andere folgen.» «m die Gesamtheit der Zwan smaßnahmorr fertigzustellen. und, diese Maßnahmen den Verbündeten zu unterbreiten. Lloyd Geo^e WM nichts säten. / Lor.don» 18. April. jsReuter) Im Unterhaus or- WttöPremierminister Lloyd Geor ge in BorNtwiör'^ung' einer 'Airfra ge, da "Deutschland bisher keinem Neigung - Frzeigt habe^ praktische /Vorschläge zur Ausführung des Mrttages von Versailles zu formulieren, fei es gebbtön, daßdi« Verbündeten sich übtt ^neuerliche-' M a ß.»Ä h Nr« n beraten,, die zu' ergreifen seien, nm' Deutschland zur Einhaltung des ''Vertrages zu zw'mgen. Die Verbüübeten würden noch vor dem l.:Mai die diesbezüglichen Mitteilungen austauschen.' Aus eine weitere A.^frage,wann und woe-jne neuerliche Konferenz ftättfmden werde, erklärte Lloyd George, er müsse Line Antwort ablehnen, da er es für notwendig erachte, die Wahl der besten Methode, sich mit den Berbündelen zu verständigen, dem Ermessen der Regierung anheimzustel'en. In 'Beantwortung' weiterer Anfragen, ob das 'Unterhaus' Uno' die britische -Oesfenh'' ltch?eit daN den Absichten der bri'.ischen Regierung vorher Kenntnis erhalten würden, erklärte der Premierminister: Wir werden Vorgehen in der Ännahnre, daß das englische Volk die Ernhal ung des Vertrages von Versailles wünscht.- Wenn das Unterhaus gegenteiliger Meinung P, 'kann-es eine Debatte provozieren. ' . ' . VhrÜn^ 18. April. „Est Euro.pe". meldet aus Lowdon:, Her. VbfervÄ".'.erklärt' 'heute, die englische Regierung versichere, d^ß, ihr; his' jetzt.' noch keine genauen MitteiAirgen über yetze^ddutHe,^ Bo'rsch'käge^gemacht' 'wurden. Sobald aber ds.st.überiniUett werLen und U: Regierung b.tin geeigne te ©t.'tt’ttblage'n. findeu 'würde,.aus'driren neue Verhand^' Lungen. basieren' könnten,?würde sie eventuell für die Auf-, heb ung'ber Zwangsmaßnahmen Eintreten. Deutschland proLestiert ae-en das AoÄrsgime. Berlin 18. April. (Wolfs.) Die deutsche Friedensbelegatwn, ch Paris hat der Botfchafterkonstrenz aus Anlatz der Errichtung -ein,es..besonderLn Zollregimes für .die Rheinlands eine ^ote.' üherg;b«n, worin sie, g e g e n d a s Z o l l - Leg i rne neüsrl.ich Protest «ehe5t.'.Die Orb«?uncruz f der RheiülanLkö'ttui.'ssivr:, durch die'däö Zölwügvnr eürgefAzrL! FvLge A“9*-* s^, ML eisst m& KL von Versailles und des Äbkommenb über die militärische Besetzung ' der rheinischen:'Gebiew dar«!. Dio .deutsche Mgierung lege gegen die.Maßnahme'-'dch Rheitzlaubkowchkssisn^ Kier», lich Berioahxung:?eiw. '^lerchlaniLnbe VoÄn, hat die deutsche Regierung den RegteriingM in Lsnd?n, Paris, Brüssel und Jchm zügehen lassen. . : . , Anforderuttg der deutsche« /Gol-- ^'beWude.' Berlin, 18. April.' W'e das Wölfische Bur-sru erfährt, ist von der Reparatiönskommiss'.vn' au den Vor-; sitzenden der deutschen Kriegslastenkommission die mündliche ' Aufforderung gerichtet' 'worden,' 'die Go ldb e st ä n b e d e r R e i ch s L a n k' und der übrigen deutschen ' Notenbanken dis zum 1.' Mai nach Ptätzeir - im? besetzten Gebiet/ etwa Köln und 'Koblenz, 'zü' über- ' führen. Diese Maßnahme 'soll eine Sicherheit für die deutschen Leistungen^ auch nÄch dem,-1. 'Mai: sein. Die deutschü. Regierung soll sich verpflichten, daß ohne Zustimmung der 'Reparätiönskommisfivn'^ über", dieses Gold zur Befriedigung anderer Gläubiger nicht verfügt werde. ' ' ' ' " Direkte Berhandlunge« Amerika—Deutschland. N e w - D o r k, 18. April, (Tel.-Komp.) Die „Chiea o Trrvrsne" bringt die Mekdvng, die amerikanische Regisrnng habe die dsntsche Ne iernng ausgefordert, e'nen Speziaibeanftra ten zn einer g e g e n s e i t i g e n A u sf p v ßff) c m entsenden, die sofort nach AnnohmsderNefointio« Knox stattfinden soll. Die deuLschs Negiesunil Habs für diese Mission den ehsmalrgen Gesandten Grafen M o n t g e l a s bestimmt. Das Schicksal Sherschlestkns. - Berl'-n, 18. April.. „United Telegraph" meldet aus- London, daß unter den Verbünbets'u noch immer keine E i n i g ke i t über Obersch'eslen herrsche. Während England und Italien für die Belassung des oberschlesischen.Industriegebietes -bei Deutschland e!ntrsten>" sei Frstnst'erch dürch Len f r a nzösischp o l n'i s ch en Vertrag, über dessen Einzelheiten nichts indie' Oef'fentlich- . ke'it gelangt ist, zur Unterstützung der' igehenden ' Polnischen Ansprüche verpflichtet.. Das ifMerte Angarn. —7. Wieu.lS. AprL Die in'Bruck zwischen Len Tschecho-SlowLken und ' Ungarn eingeleit-tm wiitfchastspo'litischen^ Verhandlurr» gen sind infolge der in.Ungaxn erng^'reterwn-Hrisett'iM Stocken geraten. „Bevor wir werter verhcurdcln^ -- er»> klärte Minister Benesch -in einem Jriterview- -7- ,>mrG die Lage völlig.' geklärt sein. Wir verlangen Loyalität und Sicherheit." Diese Auffassung entspricht sy ziemlich der Meinung, die. heute übrralt herrscht und.'.Ungarns politische Isolierung in. Mittelenrova von7'ysuqM'v7he< statigi. In Bruck hatte der Minister.Gmtz.'die.Hoyigs«' frage zurückg.stellt. Eine. Woche später' setzte er-'stch'sn. der denkbdr eindeutigsten Weise für den .Exkönig'eist.. Sein Rücktritt, der von.der kleinen Entente äuf^Hrund' «dieser Sinnesänderung -'g'förd'ert ' unst.''dHchMetzt:, . wurde, hat.aber an der Wertschätzung einer ANZärfschest5 Versicherung'nichts geändert. Die A'rt,. wie. SaüW.Hit! d'7w Exkönig. umsprang,, ist.'.für .die Umjpe!^ JllustraLionsfaktum' wenn. die mit. hestt' ManäxchHmst'^ hausierenden Machthaber die. Grundideen ihres/SstMM so rasch in die Wiyde 'Magen,'. wÄchen '• We^'^htz^en'ÄE - Zusicherungen in bezug auf . hie'. AufrMüM AistE Staatswesens, dessen Unterbau Gesetzlichkeit' nstng 'wäre?' . Die. ungaysche/ NegierMgsthd teien, Äst WpjrnMdMW. .'estonspMie7.M.' verschieLentllchsten' Verhullüngen'. . ariMetenden^ ^Djiost^ Lfoneffen, sind stn dem .^umpf'Ihrer l PöMWen perlässigkeit.? schon.'l.o';weit'; mand 'gstrubsn würde, selbst, pst follrenl :U' .:.:;y; . .... ' . Dieses Schicksal trifft stst Zünächst 'MiÜW Staaten Lot kleinen Evtcnte' arbeiten bereits Uebepeinkornmen, das sie in, Dukunft gegen' baren Ueberraschungen sicherü' soll. Die uvgariMe'l,Mst! schauüng, daß die Könrgsfrage eine iaLerne'^Atsg.elö^e!K^ h?rt.:sei und.bleibe,, erfährt -durch'^ rasches Dementi. . Es" ist' kmne instttst AngelegenW^ vstnn jemand ' eist Pulv:rstisi ' riebest seinen ' giHzz^ Ofen st.llt. und' die Thrönfrage ist. iw Ungarn der.'Uus.^ gängspunkt zu schweren Kompliksttionest'.gewörW^'M'. sich nicht:auf die Landesregierungen Beschrankest!Die, Stellung der Parteien'zu dieser.Frage"reflstktiW auf'ihre Haltung zur Regierung ustd .zueinastder.^ ustst es ist kein Wunder, daß die, Anrainer.' Ungarns^ jede Enunziation aus diesem Lande', sehr aufmcrksam lesen^ Hinterder Konigsfrage birgt sich der Kampf, stest'kleistest^ Bauern gegen die Großgrundbesitzer, der Demökratrst gegen das freche Sab'elregiment. - An diesem' Iüstästst werden alle' Anstrengungen' &:§' Finanzministers?^zstst Nichte, der das Budget durch ErsParungen ordstest und. die ungarische Währung ' auf tstr' Basis der' fmststziellM Unabhängigkeit stabilisierest ^möchte. 'Er' soll, fst wird^Ht< zählt,' in der Nationalversammlung.mftgeL?ilt.^Mbw? Ungarn habe seine Schulden än Amerika rmd tzrcistk^ reich getilgt, und es wird ^hinzugefügt, d.le genanntest Gläubiger hätten diese" Erzählung'sticht dementiert^- Ha, die Sitzüngsprotökolle der Nationalversäckmlüng-' -ster'^ -Oeffentlichkeit nicht Zugänglich find/ läßt' sich die MW heit nicht feststellen/ Aber selbst wenn dies richtig wärst und wenn es wirklich wahr wäre, daß Minister' Hegedüs mit Hilfe d.r Abstoßung aller fremden Valuten aus dem. Regierungsd'esitz 'ein«' Erhöhung der Kröne erreicht, hat, so hängt doch seine Tätigkeit mit dem System zu eng zusammen.' Eine Sicherung' dbr Währring ist nür' bin einer radikalen Aenderung des Systems zu europäischest; Normen möglich. Ungarn leidet unter dem Friedens»^ vertrag, noch mehr aber unter feiner Auslegung bfesist' Vertrages, unter der Aufrechterhültstng einer'Armee,'. deren Schlagkraft sich bis heute mir gegen wehrlose' Juden uwd Arbeiter erprobt hat, unter der Illoyalität' seiner Politik und unter der Korruption seiner Oeffent^ lichküt. Es ist möglich, datz Hegedüs ein geschickter Mamr^ ist. Aber gegen ein Horthy-System kann auch er aük die Dauer nicht siegen. ' ' ''' ' Pölnisch - tttauische Ko nfevenz Paris, 18 April. (Funkspruch.) Morsten treten nnter dem Vorsitz des belgischen Außenministers tz h nr a n s die bevollmächtigten VerLreter Polens und Litanens in Brüsiel üsSMnre'nstm tzEs-p'y Sn ch - iß e-ä 3.2 r f ch s siasr LßjnM. MW- Vethle« über eine österreichischungarische Annäherung unter sranzüfischem Protektorat. . »Petit Journal" veröffentlicht eine Nnterredang mi fcem;’, ' ungrrrschen Ministerpräsidenten - Grafen tztephav. Veihle», der sich-r,nt dem französischen Interesse' ht b*tv '' i'o-^:r.c:?u'.r.-u österreichisch-::rrgarischeu Frage öeschäfugte. Diö' A ZtMÄL LMÜeiLtz m.m KSMutiMe «M

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