Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 798 (17.4.1921)
- Date
- 1921-04-17
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Wen, Sonntag WÄntzr Mörgerkzeitung 7Z Schaft von etwa WarUtz PersoNew FußhpllstspÄin. EZ waren König Llhas-vrous, Exgellenz Ha ma n. samt,schu Söhuen, dann Trau Waschti mit HÄb'S. hkarchjeiste '^hkZnder» schwarze, meterhohe^ Mtzeh.M'y'töche^ ÄiessrrMtD,' <m die der Fußball mit Vorlieike wüchtig' än'pWwst, %oic7' weite Hosen, ZicgenLärte, JenfMfrDenJ.. iinb'!' -Körnet, weiße Tracks mit roten Herzen nnd'^Ministtzr''hach^zü .^ofat. blasend. -f . Die Zuschauer' bögen - sich vöv Leichen inidst verließen den Platz nur ungern, als die Putimziigc> Wm^ Meere herkommend. ' alle Anwesenden zum Weichenzwängen. Ein: fast endlose^Rerhe von Masken, emzeln Und' in Gruppen, 2W auf. die mit Geschicklichkeit all das geißelten, was im Alltagsleben lächerlich und reparaturbedürftig ist. An der Cpitz eines jeden Zuges ritt ein Clown mit'llau-weißer ' Tafel, woraus Name, Zweck und wichtigste Merkjnele bc3!’ JugcS 3u lesen waren. Als Erster zog der Waäd iVere'rn) der Jaffa er Wcadim (Vereine) vorbei — deren es tatsächlich beinahe mehr als einzelne Juden in der Stadt (ttui -- und zeigte unter' anderem folgende Vereine: Waas der ' hebräischen Sprache, Waad der chelriiischeu Grnunnaiik, Waad für richtige Aussprache, für Interpunktion, 'für Phonetik, fiir Sprachforschung, für Schönschrift, für Bekämpfung der Chuzpah, Waad der Frechlinge. Waad der Trcjfe-Esicr, der Smanzipicrten, der SoZialdemokraten, der iSadbat-Verncincr, der Chalnzim, der Neo-Chaluzim, der unparteiischen Arbeiter, der Ausbeuter, der Faulenzer, der Miesmacher, der Schreier, der Kolonisten des Bezirkes Jaffa, der 'KolömsDn'sechs anderer'Bezirke, der Jargvnisten,. der Änti-Jargoiiistenv der Zionisten, der' Anti-Zionisten, der Freidenker, herstÄichts-' tuer und' der Hcddad-Schreie'r. Der zweite Zug war den billigen Wohnungen gewidmet ' und gab durch den Mund eines kohlschwarzen 'BajagZoZ bekannt, daß nunmehr ein unmöbliertes Zimmer in Tcl-Attriw schon für fünf -englische Pfund, eine leere Wohnung schon für öreitzig Pfund wrnatlich zu haben sei. Der dritte' Zug bestand aus .'Chaluzim. die mit Korbwerk bekleidet waren und große Tafeln mü der Aufschrift: „Reine jüdische Arbeit der rein hebräischen' Kolonie Petach-TikwÄh" trugen. Bekanntlich sprechen die Kolonisten von Petach-Tikwah. die vor vieezig'JahreN au?" Rumänien kamen, samt ihren Kinder« ZuMsk JüdiE und beschäftigen mit Vorliebe Araber. Co Men noch'' weitere' zehn bis fünfzehn Züge vorbei, Me ’ recht gelungen'. die .Schattenseiten des Jischnw geißelten. '• - Am- Abend, den ein silbcrklarer Mond beleuchiete. fand das Treiben seine Fortsetzung. . Raketen und brngriischeS ' Feuer leuchteten auf. Von der Ecke der Nothschildftcaße' her tönte die Musik des Maskenballes und rief viele in den hell erleuchteten, festlich geschmückten Theatersaal «Eden" Ein Tanzkünstler leitete die Redoutc, als Chassid verkleidet- Da gab es Hähne, Esel, Pferde, Kamele, Löwen, Hunde und Katzen, Schnorrer und Batlonirn, Schieber und ischmerbäuche, Rauchfangkehrer und Apachen —' ein Zirkus von Masken. Es wurde getanzt^ gesungen und getrunken, man wußte nicht mehr, was Traum war oder Wirklichkeit — nur eines wußten wir, daß wir Purim haben und daß wir in Palästina leben... Gegen Mitternacht entschlüpfte der Bürgermeister von Tel-Awiw durch eine Seitentür und lud einige Natabeln der Stabt zu sich nach Hause, um dort das Puriwmahl zu beginnen. Im großen Salon seiner Villa stand -in gedeckter Tisch für zwanzig Personen bereit.' Wie schön, man doch in Erez Israel leben kann, dachte ich bei mir, als ich den großen, weiten Saal sah, der mit westeuropäischen Kunsterzeugrnfsey, ' mit orientalischen Teppichen. Bildern jüdischer Gelehrter und berühmter Männer geschmückt und elektrisch» erleuchtet war. Zwei jemenitische Mädchen halfen der Frau des Bürgermeisters, die Gäste bedienen. Fünf blauweiße Kristallvasen mit Chrysanthemen, . Rosen, Melken, Lilien. Maiglöckchen, Levkojen, Heliotrop spendeten einschläfernden Dust, der an die Erzählungen aus ..Tauseuound-' eine Nacht" in Bagdad erinnerte. Hebräische Könversält'onen, Scherze, Purimwitze und -Lieder,' palästinensische Melodien, die von der Frau' des Hauses, am Klavier begleitet wurden, allerhand Tanze und Spiele beschäftigten uns derart, daß wir den Begriff der Zeit vergaßen, bis einer der Gaste bemerkte, er müsse ins Arn't gehen." Wir standen insgesamt auf, ftimmten die „Hatitwah" an und nahmen Abschied von den Hausherren und vom Purim. ES war sieben Uhr früh. Tel-Awiw, Purim 5681. Der Koffer des Rumänen Mieleseu. Wia berichtet, nimmt die Polizeibehörde an, bmfj der Rumäne Rrrul Miclescu. desstn Leiche am 20. Februar aus dem Heustadlwasser gezogen wurde, nicht an dem Fundort getötet, sondern in einer»' geschlossenen Raum erwürgt worden ist. Die Aufforderung,, es möge sich die Person melden, die für den Transport einen Handwagen geborgt hat, hat keinen Erfolg, gehabt/, Nun haben sich, vor einigen Tagen auf seltsame 'Weise zwei Bursche eine-: Kos'ers entledigt, der allenfalls inBetracht kommen könnte, wenn man annimmt, daß die Leiche in einem Koffer transportiert worden ist. Um 13. b. M. gegen halb 2 Uhr nachmittags übergaben in einem Hanfe in der Nähe des früheren Wohnortes Miclescus iit der Erdbergstraße 48 zwei Burschen von etwa 20 Jahren einen alten, mittelgroßen, unverfperrten, schwarzen Handkoffer der Hansbesorgerm Elisabeth Sternböck zur Verwahrung. Zufällig kam eine andere Partei bc^u und bat die beiden Burschen, ihr einen Koffer herab zwtragen, was sie für Len Augenblick aLlehnten, da. sie üeiue Zeit hätten. Di« Hausbesorgerin hielt bei. den Parteien im Haust: Umfrage, doch' niemand wußte Beid''Zibev den 'Koffer. Nun verständigte sie einen hdrheitsivachinatttt, der ihr verbot, den 'Koffer-ans-';ziifottze. Als nun tags.darauf, M 1'4. - 8. M.,' nnr -halb- 2 'Nhr ira'chnnttags die Burschen stavertnaks' kamen, ^verweigerte die HanöVesorgeriy die -Herausgabe des' Koffers und wies sitz an dich Postzet..'Darmt^erwiderM./ die Burschen,' sie - tvürderr sich'' heu GÄtg'-htzv'Polizei wohl Lberlegen, da M Hort. älLcnfal'ts' auch' ^Wückbehalten würden. Es' ist'-nicht'nirmWM'.ha^D sich um den Koffer, handelt» in "dein'' die Leiche' fortgefchafst würde. . - ' ’ ' - ' ■■ : - "• ■ .Gefährdetes PeLzWLNk, V BügtilA i d^r warmeir - Jahreszeit bringt es. mit sich, daß jedermann sein Pclzwerk für einige Mo-.- nate aufbewahrt, nur es-vor Schüben aller Art (sowie dies Mch' "manche'.Damen'.Lüns" einfach' .ist. Leintücher zu,Wickeln od^r in.Koffer zn verpacken und' sie nunmehrals vermeintlich.-- hinreichend-, geschützt, ihrem 'Schicksale' zu Mberlas'stzn,.. das -in - solchen -Fällen. nletstens Av-^den ^tiM-.'Mst-attzü^qrfrsuliches ist, denn dasübevansp' empfindliche Pelzwerk erleide t..Lurch unsachgemäße Behandlung, von Her Maßen .Gefahr des .Mottenfraßes gar nichts Mbedeutende.Schädsu.... ..... . - ■ •~ .Hon-. diese,, Mefahrrn.: ah zysthsn-- loiirnit es ^leider nur allM häuf.i^,.Zor,.^.d.as; .während. M Sommers leer- . stehende Wohnüstd:"^ Dinvrechetn 'Mmgesücht sterben, welche nawrgemH'üur die kpftbarsLeil Stücks rauben, und " nur sehr wellige Md-üo hoch -versicherst Mß die -Ptänne -ausreichend: ist, ulllMinen - kostbarAl- PelMgntel -nachzuschgsfen...^., . : >- . - . .Jeher BesitzLvL vjow Pelzwevk uruß-- es sich smulch angelegen.sein lassen,' seine Pelzr einer Aufbewahrungsstelle .-W-.übergM-w>/Mlche sie -durch sachgemäße BehyMungf" vvv4S,ch'M».>rschützt und überdies.-bci.Diebstahl^ -Einbruch?Mder.^Heilerntil hem vollen .Werte haftet. Me. SofteK einer dera.rtigen.-Mlfbewahrung -werden durch die längere Lebensdauer >bes PelzwerkeA und ^ieiMsparMsMMsonst^uyumgäMichen. üherarrs hohEMahirungsversicherusig vielfM- Mgehrgcht^ ' . - . Dys. .Pelzhaus- QnM--P i p e-r sch erM .. 2.. B e z., Prat^erstra ße-st, Telephone Nr. .46266 und 49.694, Hab inMichtiger.Erkenntnis dieses, dringende« Ersprderntssesi.'.eigene. Räumlichkeiten .zu. .Pelzaufbewahrmrgszwecken: in ein6d Weise e ingeri-chtet, - welche. allen rnodernM Erfordertrissen^Nschnung^-trägt»- DortfelbDwird jedes^ S tück frech äugend .unter fachmännischer' Pflegeaufbewahrt undschafte^ die'HUrma dafür mitdem vollem Werte. ' - j- Es empfiehlt sich' auch, Modernisierungen und Umarbeitungen .-nach'-den- «estssten - Modellem - für. die kommende Saiso'ü jetzt zu bestellen und werden--dieselben in den Werkstätten des PelzHauses-P,iper sb e r g zu kulantesten Bedingungen -bestens durch'gesührt. Auch die allerneuesten Pelzmodelte, darunter die letztmoderne Cape-Fasson, sind bereits unter persönlicher Leitung des Chefs des Hauses, eines gelernten Kürschners, fertig ge stellt . Die vorhandenen Blgn-,- Dilb er-, Polar- und Kreuzfüchse, sowie Zobel-, Marder- und Hermelin- Etoles sind wirkliche Sehenswürdigkeiien, deren Besichtigung jedermann wärmstens empfohlen' werden' kann. » PersonalnaHvichL. Leo Türkisch, Mim Türkisch geb. Klein, emvfchbn sich als Vermählte. * WeLterberichL. Die Nichcrschläge ümraßten rin,Gebiet, das von den Alpm iiver die Sndrten bis mr Nordsee reicht. In München schneit es andauernd. Die JnlandSmeldungen sind ansgeblieben.VorauSmge: V o r ü b e r g e h e n des Ästfhören, späiep.neuerliche Verstärkung der Niederschläge,. Temperatur.nur wenig rtttnebmend, stiäfrige nordwestliche Winde. Echlechtwetter voiaussichtlich anhaltend. * Abschluß von LohstveLhaudrustgsn Mit städtischen Bediensteten. Gestern faudm unter dem Vorsitze des Personalreferenten Stadtrat S p e i s e t die Verhandlungen zwischen der Gemeindeverwaltung und' den Vertretern der Be* d;mstet'en der städtischen Leichcnbcstattuüfl- sowie, dm Bediensteten des Lastkraftwakcnbetriebes statt. Den Bedienstete!! der Leichenbestattuny wurde eure Erhöhung um K' 200 monatlich zugesianden. Ebenso wurde die OualistkationZzvla'gc für die Professio-- nisten erhöht. Den Bediensteten des Lostkraftwagenbeiriebes wurde eine ICOVoiße Erhöhung ihrer .wöchentlichen Teuerungszulagen voll & 400, 300 und 27.0, je nach der Kategorie bewilligt. * Streik der AkgestevteR -er jüdischen Kultnsgemeinde i« Brünn. Ans B r ü it.it,, 16. d. M., wird uuS telrgraphierl: Für beute ist ein Streik aller Angestellten der jüdischen KrrltsSgemeindk angeküttdigt. Eie verlangen schon seit längercr Zeit eine Regelung ihrer Bezüge. Dü Berhandlungeu, welche seit Monatcn mit dem Vorstand der Kultusgemeinde geführt wurdr.n, sind. gcscheitert, da die Fordrrungen der Angestellte abgelchnt wnrven. * Peßachaktion des Verbandet der jüdischen Invalide« «nd Heimkehrer in Wie». Nachweisbar mittet lose jüdische KriegSinvalide erhalten auläsilich PeHach i« be«- Donaustraße 65, von 4 bis 6 Uhr nachmittags. Dortselbst sind noch die restlichen Nestls-Biichsm für Kinder zu X 20 echMcch. * Srhöhnag der Postgebühren 1« Iirgoflawie«. Um das 40 Millioneir Dinar betragende Desizit in der Pvstverivaltuug zu decken, werde« ab 1.Mai die Postgebühren wesentlich erhöht. Einfache Briefe weiden mit ö0>Pars->Marken --- 2 xirgoslawischm Krone« z« frankieren sein, Postkarten mit 25, Drucksache» mit io, Warenmuster mit 20 Para. Die Emschreihgrdühr beträgt 1 Dinar. Für Postpakete bis 5 kg sind b Dinare, für-je weitere 6 Lg je S Dinare zu entrichte». * Rachschau in Stundenhotel». Gestern früh haben Krimbralbeamte der Sittenpolizei in Len Stvndmhotcls des IH. und XIV. Bezirkes eine Nachschau abßehalieu, bei der 1-2 M8dche« aygehalten wmden, voü. denen 7 a ls g e s.ch l eK t'sk r a n k dem ftrauenspital-übei'geben werden muhlm.^-EZaS ist mit den.'Männern geschehen? -- - *,Geschröpste^WphltÄLiAkeit.- Seil eüngeü-Mauaten trieben im Wäldviertel zwei ehrmalige Angestellte des'VerbarlL^ christlicher KrregSiuvalider, welche stch in dem Besitz von Bol» machten und Sannnellisten de§ Veibnudes befaudeu, ihr Unwescm In? kurzer Zeit gelang es ihnrll, die Bevölleruug des. Bezirkes Waidhofen. ad. Thava /itm zirka ll ip.000 zu prellen. .Durch ihre üppige Lebcusweifc erregten - sie schließlich Verdacht und. das. Einschreiten der Gepdärmerie. Machte dieser „WohltntigkeitIaküo'n^ em Ende. ' ■ - 1 7 "iM: * Um die gftttje Habe gebracht. Von einem, gewissen^ losen Gauner ist der Brrlagsdireltor Emil- S ch a'f e-r aus' Berlin hier um fast seine gamr Habe gebracht worden.. Direltgr Schäfer,wcchnte ine Hotel Münchnerhof. Er.^ließ sich.ArWenin der HumamtÜren Schreibllübe, des LmrdesgerichteL,. besorgen- und bcschaüigte dort auch einen jungen Mann, ' der stch Kürk K a l u s ch nannte - und stch an' Herrn-Schäser .onzubiedirch'' wußte, indem er ihm. dem in. Wien-Fremden, mit Ratschlage» an die Hand ging. . Ersieh ihm auch aus dem, Hotel Münchner-!>of indas ' billige«. Holet Wimbergcr zu übersiedeln, was Direktor Schäfer mit Frair ' und Kind auch taw Ais -es sich-? där-iim handellr, das Gepäck' ~midj tahin zu bringrUj. riet Ler-Mann dem Direktor, doch nichtidaS Hotelpersonal zu beauftrggMi . er selbst werde eS nm"kL L6 tun^ Direktor Schy't'r - lreh. sich berrdsn, die Dienste des Mannes. t«, Anspruch .zu nehmest und'. dÄ Gauner benützte die Gelegenheit,', nm am 9. d. M. das gesamte Reisegepäck des Direktors aus drms Hotel 'abzüholen-und mit'.ernem Automobil wegzuschaffep. D'aS.! Ehepaar, ist dadurch um -seine?, ganze Habe gekommen. Dirrlto^ Schälerhat auf die Ausgreifung deS Diebes und ZuständebrinMUg.. der Beute eiste Bclohnnng von ll 30.000 Msgese'tzt.' Auaaberr sind an das Posizeikommisiarirt Neubau' in^rr Kändlgoffe zü richten. * Im Kampf wm bic SHachrWeltvreifterschask gab. wie aus London , gemeldet wird, Last e r die 1i. Partie nach 47 Zügen aüf; .- es ^st. dies der dritteWieg seines Gegners Capablanca. : \ * Der AsmmunistettfLhrer Höltz. verhaftet. Aus Berlin wird pemelbct: Max.Holtz. rvurdetu der vergangknett Nacht im Westen Derlius verhäfttt. >. /, § >:v .... * BeKeLbniste «na hevetige» Tage. Alt e r. Fr i edh o f: 9' Uhr Hirschler Amalie, 0 Uhr 30 Mini Holzer Marie,' 10 Uhr Rkichsield Emil, 10 Ubr 45 Min.i Lustig. Fran.stskl^"' 11 Uhr 80 Mm- Fonasch Heiyrich. —. N e u.e r F r i.c d b o f: 9 Uhr Silbelherz Abraham, 9 Ubr 30 Min. Neumauv ClraE, 10 Uhr 30 Min. Fantl Friedrich. 11 Uhr Belgrader Nellyf 11 Uhr 30 Min.'.Kmtz Josef, 12 Uhr Hornstem Artur ' ' * Madame Gurre bei Havding. Ans Washlstaton wird berichtet:-Der Präsident der Bereinigten Staaten und seine Gemahlin werden am -20. Mai Madame C,wr i e .im Ooißm Hause empfangen und ihr bst diesem Anlaß im Namen .der arnerckanischen. Frauen / ein Gramm Radium .im . Wktte. vpn 100.000 Dollar übel'reichcn. ' ' ' ' - -! * Schueesall ftt der Schweiz. Aus Be vn wird gerrreldet: In der ganzen Schweiz ist in den letzten - zwei--Togen U< O JtMAA AaCaYT O.'««* Stil t* Sftirt (vt »4» * Der Aufbau des neuen Zudenftaatss.' Uebcv die Verwirklichung des B'eschlusics' 'der Friedenskonferenz von San Remo, ^Schaffung emer nastqualen Heimstätte für daZ . jüdische Volk m Palästina*',, wird.Rabbiner-. Dr. Max U.r u n-w a l .d am Montag den 18. d. M., V-8 Uhr abends, im Kleinen Saale der Urania, einen Lichtbildervortrag hallen. ' -2-:, .. * Die LebensgefchiHte Boilis'. Ucber EmladuNg des ^Rew-Uorker Morgen-Journal" hat Mendel D e r l i S arrge-! fangen, seine Erinnerungen aus dem Kiewrr Prozeß in diescrn! Blatte zu deröffeniltchen. ' - - * Ein jüdisches Laudeßspital für die SlowLlrei^ I« Prrßburg fand am 10. d. M. dre konstituiereude.Generalversammlung des Jüdischen Spitalsvereines statt, welcher'. die Vertreter aller jüdischen Richtungen beiwohnten. Die Versammlung ergab völlige Einmütigkeit über, das zu schaffende Werk, welches mit der völligen Unzulänglichkeit des' jüdischen Spitals von Preßbmg notwendig geworden ist. Dir Versammlung, auf welcher die die Wähl der Funktronären erfolgte, hatte einen großen moralischen Erfolg und man hofft, bald , an -hie Schaffung des jüdischen Landesipitals schreiten zu können. - * Auflassung der Zollrevifiou irr deer jugoslawischen ExpretzzLgen. Wie uns aus Laibach gemeldet wird, wurde die Zollrevision in den Expreßzügen aufgelaffen. Die Gepäck» rcviston wird in .Marburg und Marchegg vorgenommen. . . . 'st Streiks ht Wien. In der I n st a l l a t r o tt & brauche streiken in 130 Betrieben 609 Arbeiter. In cimelnen Fabriken der M e t a l l b r a n ch e wird ebenfalls gestreikt. * PufsapzLge. Das..Prager Tagblait" schreibt: „Pussavzitge^ sind em unserem Handelsiargon noch unbekanntes Wort, aber in Galizien und in der Bukowina, die heute zu Rmnänir» aehört, ist es allgemein bekannt- Polen kauft in Rumänien Getreide ein. Da Rumänien zu Polen und Polen zu Rumänien kein Vertrauen hat, bringen die polnischen Getreidehändler ihre S-.senbahnzüge selbst mit. Sie pachten sie vom polnischen Staats fahren mit ihnen in die Bukowina, verladen dort das Getreide und führen die Züge beladt» wieder zurück. In einer Protest- Versammlung btt Czernowitzer Exporteure wurde diese neuartige Losung der Trrnsportfrage erörtert «nd der Referent ergänste die Mitteilungen anderer Noch durch folgende be^tlchnende^Erscheinungen der neuen Arra: Verschiedene Leute, wrr Proscfforen. Beamte, Kaffeehauskassierinnen,^ die nie mit dem Handel etwas zu tun gehabt' haben, erhalten von der Eisenbahnverwältung Waggons zugeteilt. Diese Leute vergeben dann die erhaltenen Waggons in den Kaffeehäusern um 2000 und nuhr Lei per Waggon und der legitime Kaufmann ist froh, auf diese .Werse eMe TranSportmöglichkert zu erlangen. st * Deutsche Studentenlieder. Dr. Karl P r n n frischt im ^Israelitische« Familienblatt* dsx Erinnerung an. zwer vergessene jüdische Studentenliederdichter auf, welche die Autoren, zweier der bekaunrrsten deutschen Stndentenlreder sind. Dr. Eduard W o l l h e i t*t aus Lisia in Posen stammend, der später em ziemlich abenteuerliches Leben fühlte und unter dem Namen Woll-! heim da Fonsecä als vebersetzer . spanischer Dramen bekannt geworden ist, ist der Dichter des LiedeS:. «Sind wird nicht zur Serrlichkeit geboren?u Noch bekannter vielleicht ist das'andere! ludentenlied „von der alte» Bnrscheuherrltchkeit", das Lew spätere« SanitatSrat Dr. S a l o m o n, der gleichfalls aus drp Provinz Posen stammte und -zuletzt Arzt in Bromberg war. zum Verfasser hat. Dre.deutscheBurschenschaft, welche bekanntlich Judew für »nebrndttrtig erklärt hat, singt also bei ihren Kneipereien von Inden verfaßte Lieder. Am .Ende findet sich «och einmal ein testscher Arier, welcher den Antrag stellt, auch auf diese Kneipm-j Repertoirrliedrr den Jüdenbanu auSzudehuen. ttoekkeine Stoffregle 6overeosl8-6sdsrfi!n! Kami &wri&d\ *-Fl1>«T *TTl1 11 »»».u»»«,« if ÜwliMmi »»»»»««» Ev«»«» L