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Wiener Morgenzeitung · 1921-04-16 · Heft 797 (16.4.1921) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 797 (16.4.1921)
Date
1921-04-16
Page
– (sequence 1)
Language
German
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Der englische Generalstreik widerrufen. London, 15. April. (Reuter.) Thomas hat beLarntgcgcbcn, -atz der für heutc abends ungesagte Streik widerrufen wird. » Lskdsn, 15. Äpril. (Reurer.) AmNich wird verlautbaLt:. Dis / Pom SrnährüngSmimsterlum zur Verteilung der Lebensmiitet getroffenen Maßnahme« wurden ergänzt. Mem verfügt gegenwärtig üter eine genügende Menge von Lehensmitteln, um ohne Furcht einem ' Streik, von welcher DtzM.' immer, eyt^egensehen zu Mnnen.- Weiters verfügt «Ml übetAm t o Mobile und Mdefe Transportmittel I für '.MH! EisiMrgha angewiesen ist.^ ' . ' ' ' ' ‘ 1 y ' 1. Das, Berkehrsminrsterium hat attgeochnet» daß. alle Besitzer von" Pferden und Transportmitteln verhalten werden, die Pferde und Tränsportmittel zur ' Verfügung der lökalxn Vertreter des Ministeriums für ' den- Hall der Requisition stellen. /. .. . - . ' So-nton, lö. 15£pwL; (R'eüter.) Die. gemeinsame * Konferenz der parlamentarischen Kommission des Kongresses der' Trcche Uxrions, des Exekutivausschusses der Arbeiterpartei und. der ÄrLeitergruPpe irn Parlament hat eine Entschließung arigenommen, in der ‘ die Ueberzeugung, zum Ausdruck ge° hrüLHL wird,^daß 'die Forderungender^ Streikenden berechtigt jÄ‘ DK'^HÄifeMnz verpflichtet sich, den' Arbeiterdreibund zu unterstützen und verurteilt die Halbung der Regierung insbesondere die militärischen.Vorbereitungen, die nur geeignet seien.' Unruhe hervorzurufen. in .L>bersch5esien und:wieS darauf hindpß .es im Interessedes europäischen Friedens liege, daß das obsrschlesischü Industriegebiet Polen angogltedevt: werde. -.Nachdem. die. Polen,7iu Oberschlesien' unter ungünstigen Bedingungen ihren Wrllen kundgegeben habenhieße es die Geduld einer großen Natron, auf die Probe stellen, -wenn man dieser.MrllenSkundgebuM nicht Rechnung. tragen würde. Die Debatte über> Äe Ratisikatiyn,. bei der sämtliches Parteien mit prinzipiellen. ^Erklärungenzu Wort, kommen, dürften, findet in der nächsten SitzungMt- - . KabrnettsbUÄrmg. . Perlin» MMstexpxqfMnt., SheK?«vM Die Ratifikation des Rigaer Friedensvertrages. Söffe* J5.' ■ »rr». ••(** ■ der .Wr. Mörg-N,«, Außenkommission des polnischen Sejm hat beschlossen, dem' Plenum folgenden Vorschlag zur Aynahme zu unterbcertcn: ».Der Sejm bestätigt den in Riga am 18. März 1921 geschlossenen Friedensvertrag zwischen. Polen einerseits und Sowjetrußlands und der Ukraine andererseits' und - beooll«. r/rächtigt den Staatspräsidenten, den Vertrag im Namen der iwlnischen Republik zu unterzeichnen; die . Ausführung dieses Gesetzes wird dem Außenminister übertragen." In der Diskussion über diesen GeseheSvorschlag wies der jüdische Abge» ordüete Gr'ünbaum darauf hin, daß der Artikel 6 de». FriodenSverirages» welcher das Optrons recht regelt» durch Erschwerungen für die Personen der neucrworbenen Gebiete,, welche nicht in den Liften der polnischen Bürgerschaft erngetragen sind, sich in Widerspruch zum Versailler Vertrag stellt, und daß daher die jüdischen Deputierten nicht für die Ratifikation'des Friedens von Riga stimmen werden, wenn nrcht durch , . entsprechende , Zusatzverordnungen diese OplionSschwierigkeiten behoben'würden. Minister.'Sapieh.a erhärte, daß b^restts..eine eigene periodische Kommission beim Minrjierrat. gesoffen wurde, uy, diese Frage 'zu erledigen. ,, Während tue.,.ordentliche. Session ,deS. Sejm..lairt .Be-, Muß des..SeniorenkonventS erst am 10. Mai -beginnen wird,' trat datz Plenum des Sejm zwecks Matifizierüng des Rrgaer^ Bürtrages. am > 14.- d. M. zu einer, zweitätigen.. außerordentlichen Session, zusammen. Ministerpräsident W i t o S wies inspirier Eröffnungsansprache darauf hin, daß der. Rigaer Perh»Ü'.dG «sten internationalen'Staatsakt^^ der polnischen Republik Hilde. Die Rigaer Berhändlüngen.'bedeuten, die end»^ gülfige .Zestsshung der Grenzen, Polens.. Der Vertrag von L>iga bMre b4 Plattform, «uf. welcher die endgültige Regelung. fÄneS Trchaltes erfolge«' 'werde. Jü "ferner Ansprache "besaßt« W d«? M»HertzrSMmj. auch M de.m-Kr^brüS des MLMtz SM Kabinett M 'VkldeP'-Ikktß' ukßeine'd^tsetzuustheralten Kckllitioü' der. PärMn-. angesichen.-iverdW 'ksnns. Audeverpekts.- -n trete er aus innerpEischen - Grstndeunicht: von .seinem Amte zurück.- Er.Wlägebekbtzr vor:-Es: wird ein M ini sperru m isus/chyerAv.1i.bi-: s-chen Per stönlich ke^i ten: Mildes tünhzwar-auD^ Spegerwald,' Srvering: und Persönlichkeiten - füllen -chie chrG; histhextM- Opalitions^ Parteien je einen char.lamentLriWM'SWts.sekretar ..ernennen, damit zur Erörterung rein - pMischer fragen: im Kabinett :ein« auZreichende. Zahl) poMsch . erfahrener Männer vorhanden sei.- Die : übrigen - vier Ministerien. sollen mit Beamten besetzt tverden^ bie-fich sverpslichten,- di« Neichsverfassnng / und diepreußische - Landesüerfassung mit allen .staatlichen MachtznMln^-zu . ver-- teidigen. Falls «auch dieser Horschlag j zu keinem Ergebnis führen soN.e, so sei er eutschtösssn, bis nach Er«: ledignng der Frage der Sanktionen -.ein. Grschäftsüb^e-- gangsministerium zu biiden. Brratungen der Repsr»As;ks- Lommlssion. Paris» 15. April. (Fnnkspruch.) Die Rsparativnskommission beschLftigt sich mit der. Beratung einer ' Anzahl Von Fragen, die gekosü Werden ' müssen, bevor der Gesamtbetrag ter deutschen Schuld'festgelegt werden kann. An erster Stelle muß bestimmt tyerdeü, von' welchem Zeitpunkt an jene S tMien, die erst später in' den Krieg eingetreien sind, Anspruch auf Reparationen erheben können. Ueberdies befaßt sich die Kommission mit der. Bewertungder verschiedenen Arten der Zugefügten Schäden und wird dxt erster Stelle den Wert des .Schadens festlegen,, der zur See zugesügt worden ist. Pariser Beratunge« über die Zwangsmatznahme«. Parts, 15. April. (Havas.) Anter pem..Vorsitz des Präsidenten Millerand fand heute rm Pälars Äysee eine.Kon-, ferenz statt» der.Ministerpräsident V ria.^l d,.' die Minister Barthou». Doum er ' und Soüche'ur, 'Ä«' Marschallc Fa ch und Petai,n sowie die Gn:eräIe.Me h'g/a n d, Vn.q.t; und D e g o u t t e beiwohnten. Die' Konferenz exörterte die' \ Eventualitäten, der gegenwärtige«-' Stünde. .! ■; „E ch o Ä e P a r i s" meldet, daß die' KoufereH densini!i->-! tarischen Plan der Ein sch l i c s; u n gdesRuh r g e b i et e S, vielleicht die Blockade H am b u r g S durch' militärische Streitkrafte, die Beihilfe der'Alliierten sow« alle wirtschaftlichen Zwangsmaßnahmen geprüft habe, die geeignet wären, Frankreich bezahlt zu machen. : " 7 Ferner werde von einer iaterällirertsn ..Konferenz g§- sprachen, die unter Teilnahme PremierMirilstörZ Lloyd Ä 5. S XSL M Mangtz Mi M HM vorge^eN tzi- Mach Der MbstiMMNNU.' 7 ' --v, -M i'en/- u Rechter Hand, linker 'Hand,' alles - -vehäuW.'-•Dl^ Sozialdemokraten bringen ein An-snahmsgeseDgegen dil^ Habsburger ein, die ^Christlichsozialen lehnen es - äb/MiÄ EnLscheiid'ung i bringt ' die Stimme 7 desD-rM: Czernin^ jenes Mannes, der als Minjster den Waiser- URmögliH gemacht hat.: Aus diefir Majorität WonL eiuf c Stimme?. schöpft die Regierung Mayr die Einsicht/! örLtz' ste: mM, zurücktreten solle. .Sie hat zum 'Häbsbürgerssesötz>,wüds!tz ja noch nein, gesagt, legt aber die AbsümmstM'Ätz'.VerP ' trauensvotum aus. Die. Krise ist abgesagt.sWenigsienZ soweit 'sie die Regierung betrifft,' und' die"Herrew'' prq. sich schon auf - den Antritt der Erbschaft .gefElt' hattet müssen Len frisch: , -gebügelten ZylindÄe'.': zOiedm:; M.deM' Schrank hängen. Sie kommen erst in ethigkn: Wochew dran. Bis. dahin w"tz -Herr - Mayr. ..kMK' 'förtsetzG,'7woHi seine Freunde regieren nennen, und Muß seisis?poliftsM Existenz weiter von -dem kärglichen und boshaften?Wohl^ wollen seiner: sozialdemokratis.chen OppüsitlyN/:nnd' vom der guten:Lanne der Großöeutschen fristen. - -s Mit: einer Stimme Mehrheit^ hat der - RationalraZ: das Gesetz - ahgelchnt,:welches.gegen. die Hahsburger?^ richtet fern , sollte, 7 tatsächlich aber ' jeden PutMsrsuÄ - gegen 'die- Republik nnter Strafsanktion stellt..Hie-MHö ' tümliche Gsschichte^ dieses. Gesetzes < zeigt - : den: PartA- Wahnsinn, der: Oesterreich ruiniert. - Die. Spzialdenry^ kraten wollten - die: -gesetzlich - -festgestMe/.-Landesver-i '.cheisung-,rPr:^-sbuxger'Moch:sduxch. StqaLKanwart^uy^ j GerMWevle' WtzW^'.M/MoßdMche^ MyMn7fW aHrsten'wi^ perweMr'-MtzK^ --die- -EDstlichsozialen,' iwnen die gegen die7ÄmM,.gL^! richtete Tendenz ganz, gut gefallen , hatte, - mußte« "schme-j : ren Herzens beides verwerfen. Der - Streich HEi'SüzrM ' demokräten -tvar - eine-, taktische Ungefchick!iDM,k . -TroH ' der unter: -.ihrer-.'Regierung . eingeführtew .HennLtrsche« Absperrung der Grenzen war d-er Exkcriser 'riäch '-O'esttr^ \ reich gekommen und hatte in- Wien übernachtet. Sein» Abenteuer scheit.rte nicht' an. der WvchKmkhG Mr Urp'! sichtsorgane, sondern an dem. ZusanimenchWetr. dc7j österreichische Bevölkerungdie.. Ueberraschung/ verpuffen > ließ. Es hat sich erwiesen, daß die Republik.picht durch ausgeklügelte Verordnungen,. , sondern, viel M'O.-duM wäre deshalb verfehlt, , die 'gestrige Abstimmung?etwa! . als einen großen Sieg' der monarchistischen; Hdes.auA zufassert., .' . . J': .. 7'.'.'- . Für? die Wertung des.österreichischen Problems ich' der Mamteuröpäischen' Politik hat sich /nicht' .' has 7 gs-!' ringste geändert. Die.finanzielle Nöttchze' bestH.Mfier^ die: 7 neue. Befbldungsreform.. erfoicheM), W/.'.. rundes-. Sümmchen von acht'Milliarden, 35 Milliarden mutz' der! Staat für' Lebensmittel 'züschiißen^- die. Bauern/^zähleKi keine Bennögenssteuer und die,' Tiroler'wollen mche»!,. dingt abstimmen...'Die..Völkmbun'dkoMMrssiöK^MxöE.auh Ersparungen drängen un>'d.'die.- StaatSaW^M'-Mi - schlag belegen. In dieser Situation .fiegenHnsendünd?! ein Anlässe zu neuen Krisen. Herr Mayr hatMeU Nationalrat. hat ihm das Bertrausn--bofierii'H^'hieÄe»j' gierung muß im Amt -bleiben.- ' Die ChriMchsozisly^-, l müssen die schwere . Last der VerantwortungwLitep:.; trägen. Den Sozialdemokraten aber. fällt, bas "AörÄenff'' zu, vor dem, Ausland die durchaüs falsche Meipuya^her*«' gestellt zu haben, daß sich im 'österreichischen-Wfional^- tßt keine Mehrheit g.gen die Habsburger gefunden - hat.'. Zur Vorgeschichte der Mteuer Eutrnte--! Demarchen' / ' Der Demarche, der - Entente ' beim BunLeskaftzleP pagne porangegangen. 'Der dem sranzös.ischett Außen7 amte' nahestehende „Temps"-behandelte' in.' seiuLv. Nummervoyr 10, b. M. an leitender Stelle hi,?''ge^' planten Polksäbstimmungen in Tipol, Salzburg. unw. Steiermark. Die Aufrufs zur - Teilnahme au diesem - >.'SZ3Z:.tam j Ms. i>c\i ^.6L>ÄlüesML^„ 5438

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