Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 796 (15.4.1921)
- Date
- 1921-04-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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MM-lvrers K Einzelpreis K SB; £)'•'«* «*«■*-;■ "iHSm, & Sc^Mt! w! 1 im SU üKsr iS «in«' p&raatfat , . .Btt»«««W*- ,.. .reich. °» M «fc M«;• ßepemtts.' . Bjwsmm W*r. - .. 3»^äK*tM: . BImmM«»;. . B^w« «v.-». MM*q«v«tch w^chscha^o»E»«««tz«»« M«««t> 1 j . «Monfg Vlt>* *ssä «ttwtfMi«. »i«S «SttteUMeSO« / : QgEne* -”-sH * - &***J£H ■- M-ischm: IB . Wr««O BUmI -.»*•«',U'«J AbMAfiftu «chweiz ».MHoies1 MS»Mich. . .SMK9Q0! &«sm**n44m9, «psvtz« *»eutti0fo tgsm mmmm 01t. 796 Wien, Freitag den iS. April 1921 Die Kabinettskrise. . . > Wiest.'IL. AM. . 'Heu^e /soll hie Erttscheibung.über. das. Schrckfy! . des . Ha'hinetts )Nayr fallen. 'Tier'Napoyalrat wird, am Nachmittag '. über das ^uläuffMsgefetz. 'GettrePng. der Konfessionen in der Schulaussichtsbehörde) und über . daS Habsburger-Gesetz abstimmen. .. Alle Parteien ° haben' die strengste Präsenz ihrer. Mitglieder, ).angeordstet. SMe tatsächlich die Regierungspartei, die rmFallendes "Habsburger-Gesetzes sonderbarersveise gegen die Regieirung steht,.»-in der Mistderhest bleiben,, .so, 'mll. sie die Konsequenzen ziehe» und Mre- Berträuensnlänner aus Löyrs Kabinett ^oHhkMfen. Das)Wnisterinm wurbe7dann i)ü«-ÄesamLdemWon; geswuyMN7j sein>^ --Ss. müßtedann - Asir' Berufung - leitender BeGntev ^untech dem pcovisarischenMorsitz des Herrn Mayr kammM > 'Mir hOMrfchdn.'erwähnt^ M^ie'Megierung-- diese Sntwicklüng "nicht, rmsternsehen Wurde. Das Kabinett M-bisher' nur 'von.: der: Gnaden, der) sozialdemokratischen Opposition v gelebt,: die. eifrigSeinüht war, alle' außer" pflrtam'entanschen ) Schwitzritzkeften s hmwegzuräum rn und :die. chrrstkichsoziills.) .E-sgrerMg^-cht'' ihrer inneren politischen Schwäche zugrrmdegeben iZu' lassen. Man erinnert sich noch der bitteren Äöschiebsr'ede Dr. Renners: „Mr haben keine Männer, keiner^ Erfolg gehabt. Nun zeigen Sie Ihre GeschiMchkeit!^ 'Die Sozialderrwk-.^ten hätten esleicht gehabt) die Regierung bei dem Preisabbaurrirnmel^ bei! der „ReigeN^-Afläre -- fortzufogen. Wer-' dies wäre - imter rfceifr^c^'^@tw6e 02^^. HeM Mayr hat wiederhMi an4seinmr Wurz ' geglaubt Etz-mftnjnb. gern die- GolesteHeft wätzr, Mt vor der.' Ddr MMtWs.iM^WEÄkDüWMMVW ■ ^e-.Mrk, chenr 2fitfkirag:; Fpinntt;, M dör Megrerung. Er> sparmste Zm -Budget zu erzwingen rmd eine innere An Ahe..dsirchzusetzest, von .deren Klingen dang-Hex W GusiiJ ^gtckMnreüe- Krestit' 'chan spricht vost V'.Wlliarden/'KtonengeipiflermaßLn Zur Ergänzung... des Nudgets abhangen föll.' In diese Verhandlungen - greift die neue )NnschftkßP'tvPyssanda^ .die,: wieder., in der tävpischesten-Weise.einsetzt und die kaumvon der.'.Habsburger- Affäre beruhigten Nächfolgeftaüien' wieder in Sorgen' WiNgt/rmrhAn. Die Regierung'. W.sich m London und Wris' 'aus. das Unterbleiben : des'. Änschlusses. fMegtzn müssen und kann - nun di'e unbotmäßigen Tiroler üstd '.Gä'Mrger-n-M)zur Besinstüntz-hrhigen':uyd'sie'vexankasten. sich' auf den Boden'der'Tatsachen^zu stellen. Der ÄnMjrtz' M Äentschland) hat' bereits' 'eine - scharfe. Vrs-huyg. her fran.'oüschen R-gierrchg - mit.. -er Ein- Mung'Hk HiMEon 'hervorg'epufey,-. aber auch für Deutsstiland, 6cffcn lZituation phstehin)kritisch geworden ist,' bedeutet die Agitation eine' schtpere Verlegenheit die iym lejcht die. nengewonnene itälienische . Freundschaft, kosten-kany.) '; \.':;; Eine Demissiondes , Kabinetts würde zweifellos, falls die Ehriststchsozialen tatsächlich ibte angesagten Befchlüsie fassen, dem Parlämentärischen ^Brauch entsprechenr Ob sie aber' politisch irgendwelchen^hat,' muß bahiw gesteht' bleiben. Äekwr Sozialdemokraten noch die' Großdentscheü können jetzt' ob eknZeln oder - gemeinsam, die Reg'rrung Übernehmen. NH-'-'Soziäkdemokrüten - We'n .sich'S m der-)SyPyütion- ^hl'^fern.' die.Großdeutschen wurden sich durch einen von ihnen in ve^cht° rvottricher Mcllirug entgegengenommenen Entente, 'd'.< .Volksabstimmungen zu untersagen. PoliLisch broDz machen.. Ein.Veamten^hmett fände Mr die .üngeheiire Zsufg..^ her.)Ordnung . des') Staatshaushaltes' t'Me parlamentarisch tragsäbige' Bäsjs. Die Fin NA-- köntrylle, die di. Entente als Voran^tzustg für Kredite und Anleihen an. sichziehen will,, erfordert);stre' sti-ke, vdnt'. Verträum ei.^r gesicherten ' Mdhrhcft und vom WMwollen' einer sachlichen, ,nü'' polit'.sch . ^.bauten Opposition'gestützte Regien»rg, die. auch die Eiüd);r)M,)der Stange 'halten - hamr;/ D'ese BorbeM^üngen trefst^bÄ einer färblöserr Beamte»»'' regM«ma -nM zu. , , , . ' lp^'AzöN.aber"W3re.^wenn einmal Herr Mahr feinem Freunde' Glanz nochfölgt, die) Bildüng eines KonzentratibnsmimsteriumS möglich und angezeigt, daS sich a'nS Vertrauensmännern der' Parteien, atzS istrem^ AktwnS-. räÄitS 'Menn.auch nicht ans ihrer direkten Häuslichkeit güsa'mmeNsetzen wurde. Es heftebt eigentlich-. wenn man bon.unfÄr permanenten GtaätSkrise abfieht. gar' keine sachlich begründete Regierungskrise. Herr Mayr will WyeUx. und seine Kartck tut'ihm bm M viel »» 3. Jahrgang) "7 11TT1'" IU ,11.IM Die kntenle verbietet Oesterreich die DrshMg.mit EiRfieMAg der HLlfsaLLivrrerr. M L tfy .14. April.' Der frsreZöfifche Gesandte § e f e v r e - P 0 n L a l i s gab heute beim 'B««deskea»zletk''' Dv.' M ck h:« . rm'.-MuftraZe felAee.-Regierssng fskgendK MMW»g atz.: - „UaAs ■ die. AsLe-seiGifche ' Rsirertt«g. > -«rcht' imftande ser» sollte, die. geAenwsrLrZsn, - - aas ö eit .. A«sch L'srtz. : taut d a s D e « t'f-ch e R e L ch hinzislerrbe» Umtviebe’ wirkungslos M maHen.' so.würde die; fran» . zSstsche Negrernng die . H i- %■$■:<& a k i L v n ■f üx'-'Ö e-fSt-er r ei ch , ein sL.e-l l s »»-«.d; •feie Repar s t r d n s ' k 0 m 'M i f f i» n ' Würde? |si - ihre« BsfAirüffsn ■ vsllftLndrg -WiederhergeftellL Werden.^ Die BertreLsr 'der -engLisch e n nnd er ' ii ßtieni s ch e n Reqisrung - schloffen ' sich dieser Erklärung d s franzoftschsn Vertreters mit dem Bemerke» an. Hätz sin Z«r8Üzieken Frankreichs von der HiLfIaktis» für Oesterreich d a s - E n d e d 'i e s e r Aktion und das Fallsnlaffen aller hierauf dezügUchen Projekte kedrute^ - ÄrffiratzMe ,ÄhftiMmüNUs-' . -Verbotes .r» AnnsdruGr.,'..,' - Demonstrationen ^geg^n- Me My^«.rs. / - - Die. Korceftzondenz Herzog meldet'.? äus J.mn s» b v.u-ck-: - Die Erklärung,' welche der französische Gesandte Lefevre-Pottalis heute bei dem.Bundeskanzler abgab würde um 6 Uhr nachmittags durch eine.'Extraausgabe der «Innsbrucker Nachrichten", verbreitet^un'd rief allseits die größte Erregung hervor, da Tirol dütz)Odinm auf sich nehmen soll, im Falle - der- DürchfüE>Mng)der Ab-' stkmmung? am 24.. d. iMp die ErnsMung? der Hilfsaktlonen verschuldet zü. haben. Gegenp'K' Ahr abends versammelte sich eine nach Tausenden' zähleüde'Menge,- vor dem Landhaus, wo Dr. Maltet )Pembaur^die Er-' klärung der Entente verlas. Die Stellen, in denen die Einstellung der .Hilfsaktion und-?-die' Wiederherstellirng der Befugnisse der R^pamtiouskommkssion ' angedroht wiröp-wrirden rnit stürmischen Pfiri-Nnfön ausgenommen? Dr.Pembäur forderte die Tiroler auf, stairdhaft auszu») halten •und auf 'keinen Fall von der Durchführung der' Abstimmung abzüstehen. Nämens der' Landesregierung sprach Dt. )Sst' e r d - aj der versicherte. ’• öafr itev Landest nrgiiirüns.öov.'Ker.Mohung der Ent'eitte^niD^surü'ck»' weichen werde) ■< \ > Dich Blätter veröfteE' \ n Aufrufe,! an deren Schluß es-heißt: '.'M)srbchkM-.-Zm^lk mehr!' Die Dölksahstimmitng am^^24; dpM. wird und muß LirrMefuhrtwerden. Selbst Wenn die Landesregierung der Drobung ' weichen sollte, soll chie Abstimmung^? deren lechniiche Details bereits..angeordnet, sind, durchgefuhrt werden. Für morgen ist eine Reibe von'Wrotestversammluugen' gegen die-Erklärung dev..Entente einberufen. ' v : BeratAllHe« Lee ObMKKnerksNsereW.: JnnsbrRü', 14.^ April. Gegen-'Abend, trat die Ob-) männerkonferenz des Landtages zu.einer .Beratung 'in betreff des Absrimmtt.ngsverbotes der Entente zusammen. Die ObmLnnerkonferenz b. '.lsioß,.. vor 'einer weiteren SstelluntzNahme zunächst das angekündigte telegraphische Einlangen des authentischen Textes der Erklärung des •französischen. Gesandten abzuivarten. 'Nach Eintreffen des. authentischen-Wortlautes wird die -Obinännerkonfenenz zur Beschsußfaffung und Präzisierung ihres Stand-' Punkteszusammcntreten. ,TH:aterdo^" .r feinest'Sturz'zu verlangen. Jede 7 .»dere kömme./.e Regiemng h)ihve 'ie gleiche schwierige Situation, vorfmden, wäre aber nicht nach in-rn durch Me Erklärungen üster die Gefahr - der- Rrstauration' und durch die Stmfbefttmmm^en' .-r^die landc^l er- .KabsbrrrM Me..MZW^ LAlgzr tzr M Die,A«e?chl«tzkun-geb»«ge« tt Het ■ Steiermark verschode«.)/..^)) .-- Graz,"14. April. Die für-Sonntag den 17,-. d.) geplante ' große? Anschlußkundgebung ' in Graz- ).und . anderen Orten des Landes wurde mit Rücksicht auf de^ Mndtagsbeschluß,. am 29. Mar in Steiermark eine. Volks». abstirnmung 'vorzunehmen, auf, einen unmittelbar ^vsr der Ädstimmung/ gelegenen Zeitpunkt versehest. .) ' ' Wie dem- „G r a z'e r D 0 l? s bl a tl" aus WlLn'ge-' meldet wird, beabsichtigt die Regierung für ven-'Ba^) als die bevorstehenden Verhandlungen wegen der-KredK« - Hilfe der Entente wider Erwarten keinen günstigen folg zeitigen sollten, beim Völkerbund' wegen -Zülassirch^ des Anschlusses Oesterreichs an 'das',Deutsche.Wich,vor»!- ';stellig"zu werden. -. , -' Vor dem GeneralsteM i« VerlWMEM'aNKfichLÄsö. -x-:;, Lvttds,jt, ...14, April.. (Reuter.) ' stS«d.rgev-. .Kowfsste»; -re« ''Mellüepl Miniftsr N«v,Ä.§». KereBsrre» dev fswie)' - d'est" ' sttkrsteiter. .WZLKeß« Thomaser sehe keme R n s f i i|'ft" «t «tz' W ie de 11 f »ff-»»« g der Ve vH-« n tun g e n. ■•■• , -• V '* -.' ' ■ *■ - ‘ ■ '•; "■ .. '■ ' •■ .. :; ' •"•. - •; t J ') - AwfchLvtz der MsktrizirKLssrdeiM»r ' LmiÄ-sstt' Verbandes: ihren Beschs Verba: b ■bzt. -E i s e ü b ä h n Süxeaua ngeHe t^'L4Wempfiehltseinen - Mtgliedev, sich b-em Beschluß..6es'-UÄ^ ' '-beitertzreibundes-' änzuschließest 'und '- sich -am 'Sivdik -?'^ ) beteiligen. Dis Äo k o-m-o Livfüh rer -Ästd-'He'LzikÜ' die ‘eine) von ' der nationalen' GewerkschafL 'de.r' EissM'- b'ahner ünabhüngige Bereinigung bildest, haben'- -bL> schlossen, am Freitag - auch 'ihverstitsden .Astsstästh' fö! beginnen.- .' ^- ' - > \ i) ,; ' Atrsfchreitrmge». - V ' LVnWu," '14.' Wrhl..' (Tel.-Fomp))/ Zyr''. bDrk F i fe s h i r e ' haben. 'großes' P.ü,n'he^iL n.g e,H sestensder. streikenden Bergarbeltör. -stättMßD^.7dM. Bahnhof- und Gu'.er.ichup'pen besetzten, und d're/Wiit^H-s. um .•-Edinburgheingestellt, werden. Die Züge' 'EsR-h^t«K-s) Mitteln, Whisky und Bier wurden'ge p lüstWM.'^^' unh den Bahnhof besveien. "Keine RessLALis^-'. --.Lords«. 13. April., .(Re»ier.>-Gi«'vom-.Breidtzie-Lud' veröffentlichte Kundgebung 'weist, nach -gung der Berechtigung, d^s Uusstandes-die ZumuLun§l zurück, daß die Bergarbeiter aus politische^ MrürcheH siMken, und erklärt, baß von einer' ^tküstWfg'stz^K-. Mvölution,keine Rede fein: könne. " ' , ' sAuch die Morgestpresse gibt, Nicht die auf. BerMeLö'ung' des drohenden StreL-kS.) Eisenbahner und. der Transportarbeiter auf) Besitze'des Vertrauenswenn' man fr — ^rtz-iMN trauens eines Teiles der Oeffentlichkeit, könM abest W ' .Parlament einegekle i- Sit'-^tion vorsi-.den.'- w'".digkeit der Zeit würde einem solchen KzentMiWUj'- mmisterinm die Unterstützung' der Wrttreusicher^ -'- ' -