Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 792 (11.4.1921)
- Date
- 1921-04-11
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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«r. m JSS\t% «Rotttog tfL HM TOI «AeA geschloffen, daß Nappard schau vorher wiederholt Edelmetalle in das Ausland geschafft hat, Zn diesem Falle dürfte eS sich darnm gchanoelt habm, Vermögen vor dem Zugriff der Sie»erbehürde zu bewahren. Die Angelegenheit beschäftigt außer der Polizeidirektion auch die Finanzbehörde, welche von den sensationellen Anhaltungen verständigt wurde. Die Erhebungen werden fortgesetzt. ' * Verhaftung eines Hochstaplers. Der angebliche Nealitatenbesitzer Alexander Schubert ist auf Grund zweier Anzeigen verhaftet worden. Eine Anzeige hatte ein Berliner Kaufmann im Namen seiner Mutter, dev Inhaberin einer hiesigen Pension, erstattet, der Schubert, unter dem Vorwände, sie zu ehelichen, 820.000 Kronen entlockt hat. Die andere Anzeige war von dem Ehepaar Grießer in Innsbruck erstattet worden, dem er aus betrügerische Weise 600.000 Kroyen herausgelockt haben soll. Schubert gab sich den Eheleuten gegenüber für einen steinreichen HeqlitätenbesiHer aus und behauptete, er sei mit einer rmwmeßlich reichen Amerttanerin verheiratet.' Schubert ist ein Verschwender größten Stile-. Bor zwei Jahre» hat er wirklich eine sehr vermögende Amerikanerin geheiratet. Er hat ihr seine Schulden geoffenhart und sie hat ihm zur Begleichung aller seiner Verbindlichkeiten etwa 600.000 Kronen gegeben. Auch ihr gegenüber brachte er das Märchen von seinem Anteil an elyem Gutsbesitz vor. Schubert wird nach Abschluß der Erhebungen dem Landesgericht eingeliefert werden. Ehrenpreise fLr Irrsendttche NaLioyalfsndskommifsäre. Luv« de» Zahns 192t «erden von der Zentrale dr- Züdischy» Nation alsoudS in Oesterreich dre» Ehrenpreise aß jugendliche Naüonalfsndskommissäre verteilt. Die Preise bestehen t» der AuSferriguns von Diplomen und werden durch.P a n f t e qualrfiziett, und zwar s», haß jeder verkaufle im Jaar-stustria einea Punkt rnbrmgt;/ferner jede verteilte und einmal e-leerte Büchse, wie «nch je weitere zwer Leerungen Ueber dir Arbeit» der javendlichen Niitionalfondskommffsöre wird Evidenz geführt und die Pnnlteanzahl der Gewinner der drei Ehrenpreis« in der „Wiener Morgevzertimg* ausgewiesen. Ein Gartenfest Jugtmfteit des Jüdische« Nationalfonds. Der Verein G r e z Israel veranstakttt a« 5. Mai ei» große« Gattrnfrst zuguusten deS Jüdischen Nationalfon-S. Der Berrm.der in der Arbeit!ür de» Jüdischen RatisnalfondS immer an erster Stelle gesta«dr« ist. scheut auch jetzt kän« Mühe, ein Fest in großem Sille vvrzubernten, dadem Jüdischen Nationalsonks keinen Unbeträchtlichen Gewinn bringe« wird. Die Beranstalnrnp begegnet schon jetzt dem lebhafteste« Interesse der Oesserttlichkeil und verspricht sowohl «nt» moral.schen MS auch ei»m materirLett Erfolg. '_ (Sitie Strowe =. 1.57*/, Centimes Geld. Bess«r«»g »nserer Kr»»». In ZSxich notierte: die österreichische Krone .... 1.57'/. ( l,52‘/s am 9. April) die öllerr. gestempelte Krone . . —.97 (-.87 am 9. Avrtt' die tschechische Krone . . « . . 7.92V« t 7.85 am 9 April), die Ätüjck «»»..».»». 957 */, ( 9 37'/. am 9. Avril Wram. . . » . . « tP» . Bukarest . . . . . ... . 410 ( 4-05 am 9 April- 8;60 (8.80 am 9 April Vridavefl » » . . . » » . . , 1.96 ( 1-97»/. am 9. Amtt, Warschau ... . . . —.76 (—.70 am 0. April) * AuSgeichnung von Aerzten. Der DundeSpräfident hat den' Wiener praktischen Aerzttn Dr. Emamrel Baron, Doktor ..S.ch.nixti, Dr. Wbplf Steiner, Dr. Mfred Ehrl ich Und'Dr. Nikolaus Damianos den Titel eines Medizinalvates verliehen. * Hoover und Ferriere — Ehrenmitglieder der Mener Gesellschaft der Aerzte. Die Gesellschaft der sterzte in Wien hat Herbert Clark H o o v e r, HandelSmmifter in Washington, mch Frederic Ferierre, Vizepräsident deS Internationalen Noten Kreuzes in^ Genf, wie mitgeteilt wird, soeben zu Ehrenmitglichern gewählt. * Der erste freie Brotverkanf in Wtn. Gestern trat die Erlaubnis des freien BrotverkanseS m Gast- und Kasieehäuiern in Kraft. Es stellte sich heran-, daß die Freigabe mir die Sanktwnnrung eines längst bestehenden ZnsiandeS darstellt, dmn schön hiSber )var Brot fast überall, wenn auch wertiger offen, vei kauft worden. Die dünne Schnitte kostet« drei Kronen. Die Wiedem'wftckrrng des Brotschani war «och nicht m bemsiken. Sie dürste wohl der Zeit Vorbehalte» lein, in der billigere Gasthaüsspeisen und billigeres—Brot einenMaftennbiats wie einst , erwarten lasten. Der erste „freie* Brotyrrkani verlief daher ohpe besonderes Aufsehen. * Bettfederre um 30V.0ÜV Aro«e» sestyhltz«. In den Abcudsinndcn des 1. d. M. wurde das Magagin der Bettied und -Flamyenuirdcrlüge Josef K o w a n i tz, XX., Pa fett-st r aß c 97, erbrochen. Es wurden Feder« im Werte von K 300.( 00 acstoblnr. Durch Erhebungen der Organe des Poltzei« lonunissaricriö Büy'tencm gelang es, die Spuren der Verbrecher b's;ii den X. Bezirk zu veifolgen und als' ÜUMUtelbgre Wer den 2tjährigen Dackidtckerflelulfen F^rdmanv Haber,'X.. Favonftnst>aße 1-17 wolmhaft, den Z4iährMN Fubrmairn Josef NeylinM X.. Feriitornsasse 86 wohnhaft. femzunehme«. Bon den gestohleneu 490, kg Bnifedcin wurden bisher 400 kg zustande gebracht. . * Der JMSür'pcker NdillionendipV verhaftet. AuS J n ySbrnck, 10. d., wird telegraphiert: Der des MillionendievstahlL im Bahnhofpoftamt verdächtigte Anton Pinzger ist heute früh m cinl'nr Gasiü 'iS in C.hmcrz verhoftet^ und dem Landes- Spricht in Jultsbruck .«iMltejeict ««cd««. Mitteilungen MS dem Publikum. v llülr.S.Slvri'e», Varia», SolÄ.SM)er,l?I»ttL «.Uhren k*utt and rerkault , 778 ETTE82 Botentarmstr. 23, MaxIaMlforstr. SS Grösster und bester Käufer Wiens 4660 rat ©Bi, Peo*l@sii Juwelen, EdelsteinhandlerRabinöwsf sch, Juwelier I. Maximiiiarsirasse 5 II. Stephaniesirasse 3, nnrNr.3 (jetzige Püahlerstraese) Qetzige Holtandeirasae) Tel. 8541 ,mä 45146 im eigenen Hause HaUeBteHe Opernrinf, Z^g. Kärntneretr. . Häre» Si. i«ch uMere Preise Neu erdfffnet! Ke« cv9ffnetl Marftsdields Frühsißcksl uii@ XX., HSli6nst«lnstra0e 58 Hflualick zubereitete Speisen «oo Wein Spezialitäten ^üebengerZte M?esrach Emailgeschirr, Teller, Gläser, Essbestecke u. s. w. Karl W o L f e r, Wien, II., Taborstrasse I^r. 50 sot * Wetterbericht. Auch der gestrige Tag brachte ganz Oesterreich schönes, meist wolkenlvfes Weltse bei höhere» Temperaturen als an den Vorlagen. Die höchste Temperatur eareichie in den Westlichen Alpmländern 20". In Wien hatte es 17*6° bei 117 Stunden Sonnenschein. * Urania. Montag den 11. d. M., Das Wüien eines Wildbaches. 5 Ubr (Großer Saal) Das Wmder des Schneeschuhs. 5 Uhr lsiehrsaal Ul) Ing. Aritvrr K. Mottal: Die Vewirtickaltimg des kleinen Landgutes, l. 1kS Uhr (Kleiner Saal) Dr. Marianne BtMer-Jokl; KorperiuliM'und Kosmeiik, VIII. Uhr (Kurssaall Direktor Ludwig Arnbart: Die.pädagogischen Bestrebungen der Gegenwärtigst Uhr(Klübsaal^Pros. Dr. Oswald Rosst: Angeniandte Ptycholvgie. V. — 1/^ Utzr < Klein er Saal) Prof. Dr. Alfred Lafimann : Ludwig Richter. */s8 Uhr (Kurssaal) sttegierungsrat Dr. Rudolf Münsterberg: Di« römachen Münzen. '/,8 Ubr lKlubsaal» Hochschulprofessor De. rvranz Strunz: Irene Forhes-Mosse. — S e m e st e r k u r s e : 3 Uhr: Spitzen» arbeiten. *1% Ubr: Schwedisch (fnr Vorgeschrittene), b Uhr: Eng-? Irsch (iür MgsÜnger). Ter Pr ater. 6 Ühr - Kuikststckerei. Gesteinsmilroskopie französisch (für Anfänger). Tschechisch (für Anfänge^. Holländisch lftir Anfänger). Schwedisch (für Arssänger). Einführung in dre Weltgefchrchte. Mcknechen und 'Mhen^von Wäschestücken. Stenographie (iür Anfänger). Latein (irirAnfänge^. Engisch (für Ansänger). 7*7 Uhr: Clremrscher Arbe-tÄkürs. 7 Uhr: Bodenkunde. Holländisch (für Borgeschrittm?). Tschechisch ^sür Vorgeschrittene). Schwedische Literatur. Französisch (für AMnger). Ste«Erfrsgekaften. H. Ne»mann. Wenn Sie das Bernrsgensbekenntnis nicht rechtzeitig erbringen, so wird Ihnen Ihre Boranszalrlung nicht um 207» höher, sondern nur mit. dem rviAlichen gezalssren Betrag augerechnet. Außerdem kann Hhre Abgabe um 57» erhöht werden. Schließftch können Sie auch wegen BerttkögeriSverbermlichung mit Geld» und Arreftstrafen bestraft werden. — Später Ent» schlntz. Nur die Bekenntuisfrist ist bis 31. Mai verlängert, die Frist zur Vorauszahlung endet am 10. Avril. — Sternbach. Für du Berwogensabgabevskicht kommt e$ nicht auf Ihre Be» tchäftrgung, sonder» nur darauf an. welches Vermögen Sie am 80. Juni 1926 besessen haben, ob S'.e a» diesem Tage JiMndcr oder Ausländer waren und iu letzterem r^lle, seit wann Sre sich irr Oesterreich aufhalteu. Wm» Sie im Oktober 1880 die österreichische Staatsbürgerschaft durch Option erworben hacken, so gelten Sie auch für den Stichtag als Inländer und sind von Ihrem ganzen Vermögen abgLbepflicht-g. X 50.*00 und je nach Ihrem Alker, dem Alter Ihrer Frau, der tzM Ihrer Kmder usw. auch mehr sind abgabeftei. — Srewer Abonnent. Mr die Velmögmsab-abe lst nur die Höhe Jhrrs Vermögens und d«S Vermögens Ihrer Frau am Juni 1900 maßgebend. Nachträgliche Erhöhungen dieses Vermögens kommen nicht in Betracht. — Exekution. Die erste Rate der Einkommensteuer 1921 war am 1. März fällcg und batten S>e an diesem Tage ein Viertel der letzten Ihnen vorgeschriebenen Ginkommenstever auch ohne Zahlungsauftrag zu bezahlen. Da Sie dies nicht getan haben, wurden Sie exekutiv aemahnt. Suchen Sie bei per Steuer» admmistratio n schrilllich um Bewilligung zur Zahlung in Monatsraten an. — St. Pölten. Ihre Anffassnng ist nicht ganz r-chtig. Sie haben im November 1820 Weptpavier« mit einem Gewinn von X chv.0(0 verkauft. Da Jbr sonstiges Eckkvmmen ll 13Y.YM betrug, mitten Sie die Einkommensteuer von K 130.060, das ist K 25.« 00 für 1920, zu bezahlen. Weil Sir aber die Papiere schon fünf Jahre besessen hatten, zahlen Sie von Ihrem ganzen Emkommen, also von K 130.000 nur so viel Prozent Steuer, als bei X 1.26 000 vorgeschriebe» sind, das ist L 21.350. Für 1021 sind die Betrage um ein Drittel ermäßigt. DriefkMe« der AedaMy«. A««ge» i8io»ift. Wenden Sie sich a» den Jüdischen Nationalrat, Wim. II., Taborstraße 20a. — Fei^e Täuftiuge. Die Brrössentlichung der Ausgetretenen hat l>M Zweck, die Tatsache des Austrittes zur allasmemen KenuinrS zu bringen. Man sott eben wisftn. wer der jüdischen GencemsWt best Rucken kehrt, und daraus die entspreehendeii Kyusequenzsn ziehen. — Z-chatk Daniel Die Frau ist tot. Der Aufmiyaft Ler beiden Töchter und de- Sohnes ist uns nubekannt. Bon tzfren Gesinnung hat man bisher »jcht viel gehört. — Ab. Kreisel Kossom Me mW» dgS in einem Adresseubnreau erfragsv.. Wenden Sie sich an das Adresienburea» Uofmzwem, Wien, I., Sonnenftlsgpsse 17. — Aerrech««»tz 100. Am 21. Klimsr 1920? Wim tn Prag 28.— und Prag in Wien 38<&,-~ bis 400.—, am 29. JÜnner 1920: Wien in Prag 28.— und Prag in Wim 340- bis S60-. am 10. Juni 1930: Wie»26.7*, Prag SSt.- bis S8S.—. am 34. Juni 1S20: Wien W.1% Prag 361- bis 385.-, am 3. Jul, 1920: Wien 26.50, Pxaz 366.- lsiS 886.— arn SS. Angusi 1928: Wert 88.75. Prag 'Dv,— bis 420,—. — A. M. 8. J!,re erste Frage können wir mcht genau beantworten, da ihre Abmachunqm mit dem M«nvüWaa» Schulduer Mt kennen. Solange Ihr Opttonsgesuch nicht erledigt ist, habm Sie keine« Anspruch. Dar HausarKt. . Hchigiept von Dr. Sauel Vuee.; Nsber se§uslle AufklÄrung.! Ktzine der in letzter Zeit anläßlich Schrckresarm die GeMter auch der ganz Unbeteiligten so erhitzt wia die Frage >dkr sexuellen Aufklärung der Schulkinder. wirklich die Aufklärung der Jugend über das GWlechts»i leben und die.Geschlechtskrankl-eiten so dringend not^ wendig? Muffen sich die Lehm und Eltern dieser D rmangenehmen Arifgabe unterziehen? Könnte de» Wissensdurst der Kinder, nicht weiter durch Dienstboten! und ältere Kameraden und Freundinnen gestillt werden?. Nur der Arzt, der schulärztliche Untersuchungen ders älteren Knaben und'- Mädchen durchgeftihrk hat, serr^ privaten Erfahrimgen ans der Ordinationsstunde uudjr gar die Bekenntnisse über das sexuelle Leben höherer Schüler, wie sie eine Arbeit junger Mediziner aufwefft) verwertet, hat in dieser Frage das letzte eirtscheider:ds Wort. Der Arzt allem weiß .es, wse viele 13- bis!. 16fährige Knaben und Mädchen nicht nur aus bm proletarischen Kreisen, sondern auch gerade 'der bessere« Gesellschaft mit Geschlechtskrankheiten belastet sindk Darum ist die Aufklärung der Jugend dringend notwendig, um sie bei Kenntnis der Gefahren vor den ftirchterlichen Folgen zü bewahren^ Gewiß waren nnseoe Eltern, vor allem die Mütter, bis, zur Derhe'iratrrng entlxütsam.' Die Zeiten haben sich aber bsdeutend geändert, die Verlockung auf der Straße,, an den Bergnugungsstatten, allüberall, ist jetzt zu groß, als daß der selbst wAensstarke Mensch dein sehr nMrlrchen Triebe nicht erliegen sollte. Wird aber durch Aussprache dem Wer* den des Menschen, dem Sinnengenuß jeldes Geheinmism volle genommen und der alleüngc Zweck des Triebes i«i der 'Kindererzengung und nicht im Vergnügen dar» gestellt, dann wird hie Jugervd gewarnt sein. Wie ost hört man <ms dem Munde eines verführte« und erkrankten Mädchens oder eines Jungen die Anklage gegen .ditz.' die^ -ie '-MGer alle mögliche Wissenschaft lehwn, die wichtigsten, arif ihren Körper bezüglichen Kenntnisse ihnerr aber versagen. Glücklicherweise sind auch die Lehrer Kr die Auf* klärrmgsidee. gewonnen; gerade sie haben beim Unterricht in der- Naturgeschichtsstunde oft genug Gelegenheit« vorbereitende Arbeit zu leisten, indem sie die.Vorgänge der Vermehrung im Pflanzen- und Tierlebe«, erläutert Das weitere über idas Mysterium der Zeugung wird doH Kind entweder selbst finden oder gelegentlich cinerj Schwangerschaft in der Familie erfahren. '■ Ist es nicht unsinnig, - das Kind in der Zeit he*. Geschlechtsreife, wo es in ihm stürmt und drängt, körper* liche Veränderungen eintreten, sich selbst zu überlassen. Je nach der individ netten Entwicklung ist eine sachgemäße begrenzte Aufklärung im 13. bis 16. Lebensjahr über die Monatsblutung, über die Gefahr der geschlechtlichen Ansteckung und über die Selbstbefleckuri g / (Onanie) notwendig. Ern gutes Mittel, die erotischen Spannungen auszugleichen, ist die gemeinsame Erziehung, der gemeinsame Schulbesuch der Knaben und Mädchen. Me Gemeinschaft erzieht zu edler Gesinnung und edlem Sinn, nur der DeMschungs- und Derfchleierungsgedanl?. schafft unsittliche Vorstellungen und Nusschrertungen. Es muß alle» diesen Tatsachen klar ins Auge gesehen werden, die Vogel-Strauß-Polittk hat schon viel Schaden gestiftet. Durch Schweigen wird das Uebel noch schlimmer. Das jrmge Weib wird erfahren, wie wiclstig für seine Gesundheit und seine Nachkomnien die Erhaltung der Reinheit der Seele und des Körpers ist, der junge Mann wird hören, daß der Geschlechtsverkehr vor dem 20. Lebensjahre ferner Entwicklung hinderlich ist. geschlechtliche Enthaltsamkeit bis zmn 30. Lebensjahr ohne Schaden ertragen wird und daß die daraus etw» entstehenden Stönmgen -viel geringer sind als der Um* gang mit Dirnen. \ ' Wie ben Kindern von Heu Krankheiissrregvrn dag Duberkulyse, der Infektionskrankheiten erzählt wirb, ebensolche Belehrung muß ihnen über die verheererchs Wirkung der Gefchlechtskrankhertsn am MKufchliche« Körper zuM.MjMschastNcher, einfach verständlicher Form, etwa verbunden mit Demou.stratwueu, kaum ihnen das für xfyce Altersstufe Wichtvgste werden. Bleibend m der Seele des .Kindes ist der Eim« druck, wen», es hört, daß Ander blind w^ebv», WM die Mütter krank waren,' daß Mensche« lahm mch wtzhtt-c ftWig werde«, wen« sie a« Syphilis erkranken. Gerade unsere jüdische Jugepd bedarf bet tffäA sten intensiven Aufklärung, derm auch', sie ist tem der allgemeinen geschlechtlichen Verlotterung «itgeriffs» ' worden. Unser schönes jüdisches FamMettiebe» ist zerstört. Auch das jüdische Mädchen, das bisher als schönst« Gabe die Reinheit ihres Körpers in die Ehe brachte, beginnt anders zu benkeu und zu handeln. VkorMche i i, Von den mondänen jüdischen Damen abgesehen, weiß die jüdische Frau wenig von der Hygiene des Geschlechtslebens. Dj-e in diesen Kxersen praktiWteNden älteren Hebammen haben im allgemeinen nicht die entspreckmrds medizinischL Bildung, um selbst aufklärend zu wirken« Man kann da ruhig behaupten, wo die Zahnbürste iq Yehyng ist, - Port ist auch der Irrigator m Gebrauch. . Man kann den Frauen nicht genüg einschärfen, daß auch die Geschlechtsorgane einer besonderen ^glichen Pfrcge und Reinigung bedürfen. Die übliche rituelle mvnnii'M Waschung i-st ungenügend. . lll DaS Ausbleiben der n?onatlichen Bllteing wr go« MMöreijen .AMx WM Mx WM«