Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 788 (7.4.1921)
- Date
- 1921-04-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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.vrwmsgr ‘ DrredrSnachUichtev. JLtz ifcheTifchgefellschaft S ttt rftt« Ü e n«d Umgebung. Heute keine Zusammenkunft. Nächsten Donnerstag, 14. d. M.. wird Herr Dr. Marek Sckerlag eigene Dichtungen vorlrfm und Fräulein Rutb . Reich wird einig« seiner Gcdichie rezitieren. — Zionistische Sektionfürdie westlichenBeztrkeWienP. Heute. 7 Mr abends, im Bezirksheim, VI., Amerlmgstraßr W, Hofstiegk, Vortrag des Herrn Oskar Goldschmredt: »Soziale Fürsorge in der jüdischen Lehre". Gäste willkommen! — Zi o n i st i s cli c B e z i r k s s r k t i o u B r i g i t t err a u. Sitzungen nud Zusammenkünfte jeden Mittwoch und Samstag, 'S Uhr abends, im Caf6 Nordost, XX., Gaußviatz lMathlldenplatz) 1. §cl:ii der Jugendgrnppe XX., Karl Meihlgafse 8. — I u g e u d r c f: v a t des Jüdischen N a t i o u also n d s. Die jugendlichen Nariouafoudskommifsäre werden noch- >nals darauf aufmerksam gemacht, daß heute. Donnerstag, im Äareau des Jlidischen Nationalfonds, 11., Zrrkusgaffe 33. eine streng vertrauliche Sitzung der jngendlichcn Natwnalfondstommiffäre stattfindet. Di- Korporationen der zionistischen Mittelschulverbindnngen und foristigen Jugendvernve haben ihre Vertreter unbedingt zu entsenden. Eintritt nnr gegen Borweisnng von Legitimationen. — Zionistische Sektion Wieden-Margareten. Heute, im Caf6 Margarete», 'Präzise */*& Uhr abends,^AnSschußntzung. Gäste willkommen. — H e b r ä i s ch e r K l u b. 7 bis 8 Uhr M. Wresrn: Grammatik« stnrs, 8 bis S Uhr Dr. Kaminka: Hiob. Der Lcfesasl, II., STtotot« straße 20a, ist von 7 Uhr abmds an geöffnet« Die ErMhrrmg. Der Marktberrcht. Im Gegensav zu den verbreitüt gewesenen Nachrichten, datz sämrliche Fleischznsnh're'.c aus Jugoslawien nach Wien aufgehört: haben, sind gestern 7 Waggons Fletsch ans Jugoslawien in Wien angekoumiLU. Infolgedessen war das Fleischangebot in der Großmarktyalle sehn günstig Und die Preise konnten sowohl inr Großhandel als auch stm Kleinhandel heruntergr setzt iverden. Für mindere und mittlere Sorten von Rindfleisch wurde der Preis im Engros- Handel bis zu 35 Kronen per Kilogramm ermäßigt, so daß gestern Rindfleisch von 185 Kronen an per Kilogramm notierte. Im Detailverkehr ermäßigte sich der Preis für Rindfleisch um 5 K roneu per Mogramm. Der Fischmarkt war nur ganz unzureichend Mit Seefischen beschickt, die rrißrnd.'n Absatz fanden. Auf den GrnnwarenMärkten reichte das Angebot vollkommen aus. Auf dem Na sch mar kt gab es auch rmgarische und holländische Kartoffeln sowie Zwiebeln und Knoblauch aus Ungarn^ Auch steirische Aepfel sind angekommen. Lebhafter Nachfrage begegneten italienische Zitronen, von denen 112 Kisten zur Verfügung standen, zum Stückpreis, mm tz Kronen. FLeZschsbgabe «r Wie» ttt der Wvche mm 7. bis zum 13. Avril 1921. In -er Abgabrwoche vom 7. bis zum 13. d. M. gelaugt m W«n Gefrierrindfleisch zn den Preisen der teuren Woche zur Ausgabe (dritte teure Woche). Es erhalten alle Haushaltungen 10 4kg t Kopf zum Preise von X 102 für 1 kg Vorderes, X 108 für 1 kg Hinteres und K 136 für 1 kg Bratenfleisch. Der Verkauf erfolgt gegen Abtremnmg des nnt Ziffer .10* bezeichneten AbschuitteS deS Rindfleifcheinkaufscheines. In der folgendm Woche vom 14. bis zum Sv. d. M. wird die Fleisch^rtrilmrs zn dm ^reisen der billigen Woche erfolgen. Lebensmittelabgabe das AmQri&xn Joint Distribution Committee, Abteilung Wien. An die im Bezüge der fortlaufenden Unterstützung stehenden Personen gelangen m der Zeit vom 11. bis einschließlich 15 d. M. m der Lebensmütelsektion,!ll.. Esteplatz 3, gegen Ablieferung dos Abschnittes XX des LebensmittelbezugSblocks nachstehmde paffahkoschereLebensmittel zur Ausgabe.: ri)GegenEntrichtnng eines R e g i e b e i t r a g e S von X 15 perKilogramm: Mazzoth 2 kg per Kopf, d) v n entgeltlich: Fett '/- ^8 Per Kopf, jedoch höchstens 4 kg für eine Familie. Z u ck e t '/r kg per Kopf, jedoch höchstens 3 kg für riue Famckie. Dw Ausgabe erfolgt: An Personen, deren Kebensmittelblock mit der Bezeichnung Mo l und 2 versehen rft, Montag de» 11. d. M., 01 i und 8 Dienstag den 12., Äi i und 2 Mittwoch den 13., Do i und g Donnerstag den 14., b'r i und 3 Freitag den 16. Die FafsungStage sowie die für die früheren Tastungen vorgeschriebene Stunde sind genau rmzuhalten. V kreie jüdische BsMüfine SZ. Box., Untere W Aagartattetr. S, WäA!WmW MörMuzeM«- dien, wie sie heute in der SynaWge gesungen werden, zunächst durch' den Solisten anstimmen, um sie dünn durch Ch-or und Orchester harmonisch und polyphon weitersprnnen zu lassen. Ueberaus eindrucksvoll ist die Anrufung Gottes im Solo, dem Oberkantor Gerson Margulies seine schöne, kraftvolle Stimme lieh, aber auch dreCho.,ätze sind in ihrer Thematik und fugierten Durchführung von einer Plastik, die an Händel gemahnt. Braslawskis Vertonung der Psalmen trägt den Beisatz „im liturgischen Stil", was vielleicht geeignet ist, über die Wesensart und den Stil der einstimmigen jüdischen Melodien Jrrtümer aufkommen zu lassen. Immerhin sind seine Vertonungen ein gangbarer Weg, um jüdische Dielodien zu popularisieren und deren Schönheiten weiteren Kreisen zugänglich zu machen- — Der laute Beifall galt nicht nur dem Kvm« ponisten, sondern auch dem Dirigenten und Erzieher des Hakoah-Orchesters, das, ebenso wie der mitwirkende Wiener jüdische Gesangverein, an. Spiel-und Sangesfreude, an Präzision und Klangfülle nichts zu wünschen übrig ließ. Eine, ganz eigenartige Begabüng besitzt Frau Mirra Sokvlskaja; man kann sie vielleicht eine Diseuse des jüdischen Vortrages neyuen. Mt ihrer hübschen, wohlklingenden Stinune sang sie größtenteils bekannte Lieder aus dem Ghetto und erfreute durch! die Mannigfaltigkeit ihres Ausdruckes in Scherz und Ernst wie durch ihre diskrete, sprechende Münik. Ein besonderes Lob gebührt auch der wie improvisiert klingenden, lebensvollen. Klatzierbegleitung des Herrn Marko G o ld in. k!d. Verdruä iückiscver k^orsclrer, Lckrrttsteller uni Künstler „HARUACH“ in Wien BEK-imKONSTAUSSTELLDNC im Kunstsalon Würthle (I., Weifrburggasse Nr* 9) VOM 4. APRIL BIS MITTE MAI ___ «6 Geöffnet von 9 bis 6 Uh» Bucharrangement: Or. M. Präge» Auguste Wttbrandt-Baudius. Vir beging gestern ihr fechzigjähriges Künstlerjubilönm und feierte es in aller Stille. Auguste Wilbrandt-VaudAS trat gestern nicht auf und beschwor die OeffentlichkUit, von allen lauten Kundgebungen Abstand zu nehmen. - Gleichwohl fei eS gestattet, der Altmeisterin des Bnrgthsaiers für die Abende zu danken, die sie uns auch jetzt Mch! beschert. Unvergeßlich ihre Fürstin im „Sc&ettbe» Leichnam". Ihre Aussprache mit der unglücklichen Lisa in diesem Tvlstoi^Drama löst jene seltene, befreiende Rührung «iS, welche die Stunde zu einem Erlebnis macht. Ihre köstlichamnutise Matrone in der ,^ahrt ins Blaue", ihre Thronfolger-HNrtker im „Schwad sdrd Gestaltungen unvergleichlich« Vchauspielkunst. Sie adelt ihre Parin«, wenn sie die Brett« betritt, ihre Gestalten sind von unendlich« Güte» vom verzeihenden Lächeln reinen Menschentums mnflofsen, man wird an eine cmdace große Frau an die Ebner- Eschenbach, ' -_'! 1 0. A. Aus deu Theater«. Im Burtztheater gelangt morgen, Frsttr^, ,^ev Schwan" zur Aufführung. Anfang. 7, Uhr. In der Bolksoper wird heute, Donnerstag, ,ßSt r fliegende Holländer" mit oen Damen Rantzau und Saling« und den Herren Fleisch«-Jariezak, Engelhard, Bandler «nd Wand gegeben. Dirigent Herr Direktor Weingartner. L«itef s Egon Brecher — hak Deutsch. 4280 Tel. 40-3-31, Heute V*8 Uhr abends: Sondervorstellung. Heirat wider Willen wertsdino KomSdle in l Akten von Hobrio. Regie: I, Deuheh Bühne Md Kunst. Konzerte. In einem Konzert des Hakvah-Orchesters lernte man zwei Sätze von S. Braslawskis erster Vym- Phonie kennen. Gleich Beethovens „Fünfter" steht sie in C-Moll und birgt eine Fülle von Kampf und §konfliktstoff, gleich dieser wendet sie sich inr zweiten Satz zirm friedlicheren As-Dür und flüchtet gewissermaßen «US oer lärmenden Wirklichkeit in das stillere Reich der Phantasie. Im übrigen scheint sie meist mehr von Tschaikswsky als von Beethoven inspiriert: Der starke Sinn für Kontraste, die unmittelbare Nachbarschaft von innigster Zärtlichkeit und brutaler Gewalt, die übergroße Sentimentalität mancher Themen, das unvermittelte iHereinbrechen von Tanzrhythmen: die Anordnung der Holzbläser und die ungeheure Wucht des SchlagwerksS zeigen den Einfluß des großen russischen Symphonikers. Dabei entbehrt Braslawskis Musik nicht einer persönliche Note und er besitzt eine meiestrhafte Technik, bis nicht nur in der Beherrschung des Orchesters, sondern ebenso m der Bewältigung des ChorsatzeS zum Ausdruck kommt. Im Psalm Nr. 118 Mt' er HMgiM Weln-. Im D'entschen Bolkstheaier wird Sarnstadeä!9. d. M., Artur Schnitzlers Komödie „Professor B«rihardi" noueinstudiert wieder m den. Spielplan eingestellt. Neu find: Herr Fisch« als Ebenwald, Herr Nowotny als Eyprian, H«r, Schreiber als Tugendvetter, Herr Ziegler als Löwenswini Herr Werrgraf als jung« B«nhardi, Herr Brausewett« als jung« Pflugfeld«, Herr Sinn als Hochreitzpoint«, Herr Lackn« als Hofrat Winkler, Herr Zetenius als Dr. Feu«- mann und.Herr Zkvmmauf als Journalist. Spielleit« Direktor Bermm. Im Wiener Mtabititchea'ter wird' heute- DmmerStag, dar Drama „Taifun von Lengyel mit Josef Janr» als Dr. Tokeramo gegeben. Samstag den 9. und Sonntag! den 10. b. M. finden Wiederholungen dieses Stückes statt. Morgen, Freitag;, «öffnen die Mitglied« des Moskauer Künstlertheaters ihr Gastspiel mit Tschechows Drama ,/Drei Schwestern" und setzen bas Gastspiel Moritag den W. d. M. in Gorkis Schauspiel „Nachtasyl" fort. Im Josefstädter Theater verbleibt allabendlich die «fotgreiche Schwanknovität ,/Div Geliebte tu Moll" mit Gisela Wer bezirk als Gast auf dem Spielplan. Die jugendliche Tänzerin Marylo Gr emo wiederholt ihren so erfolgreichen Tanzabend Samstag dm d. M. um halb '4 Uhr nachmittags im Großen Ä>AzerthauSsackl. Irr b« Freie» Jüdische« Volksbühne wirb morgen, Freitag. GorbinS Drama „Der Unbekannte" Mt Egon Brecher als Schnml Aschkenase gegeben. Jir der 3Lolle de» Müll«S Louis Korsthinfki tritt Ben-Zwi als. mrf. Anfang halb! 8 Uhr. - Herr^AertztnimN Dvno bringt i« feinem Samstag de» 9. d. M. im Mittleren Komerthausfaal stattfindkrdeu RyitationSabmd, dessen Programm sich aus bisher wen,« oder gar nicht gelesene Lyrik von Goethe, Bürger, Heine, Lena«, Eichendorff u«d andere» znsammmsetzt, als absolute Neuheit Heinrich ~ lörfümanufi Nachdichtung von Alexander P eti ji» ' ' Dicht»»« «Der WaouAnalgr" ama Vortrag- > ^trisodaktiloko Ürgemloatlo« Jüdischer Angestellter H , Obere Donaustr. 65 Tel. 98>»>U Samstag den 9. April 1921, halb 8 Uhr abends Festakademie; mit anschliessendem Tanz. au Mitwirkende Künstler: NANCY BAUER MARIANNE STRAUSS OSeAR BEREGI PROF. JOS. SULZER BETTY FISCHER LUDWIG WODICKA FRITZ LUNZER . □ □ Das gefnertrSiinls fliegst dem Fonds zur Errtohtuag einer Warenabgabestelle für jüdische Angestellte alter Kategorien zu. Karlen i K 120.— erhältlich: Koiuertäirektion Q n 11 m a rx n, I., Maximiliacstrae*© 4; Btichhsuidlunc R. Löwit, In Hotentonnstraase 33; »Wiener Morgen*eitung* II.>TaboratrasBel—3. BWMWMWWmiBnWIH . > Romain Rolland hat, wie verlautet, die gesamtes Tautiöme». die ihm aus dm Auffiihruugrn seines DühneuverkeL »Die Zeit wird kommen" am Drulschm Volkstheater zuflüßen^ den WieuerKinderN gewidmet. * Wiener Frauen SyMphottieorchester. Bei demh e»t ej im großen KonzerihanSsaale stiMfindcnden zweiten Konzert de^ Wiener Frauen-SymphonieorchesterK. kommen außer Werken von Bach und Dvorak drei Lieder! von Josef M a r x mit Stieichorchefiervealeitmig zur Erkauf-'! ührung, gesungen von Els Bottler. Auch der selten gehörte Hymntls »An die ausgehende Sonue" von Richard Mandl wird aufgefahrt. Wenige restliche Karten an der Konzerthauskaffe,' bei Guttmann und im Mozarthaus. i Für die RettrensSgesellschaft. Frau Sophie S ch S *«! born-Vuchheim veranstaltet am 16. April um 8 Uho abmdS m den Salm ihres Hauses, i. Rmng-rffe 4, zuguusten der Freiwilligen Rettungsgelellschaft und der Kinderhilssaktion des, Bund'sministers Dr. Reich eine musikalische Soiree, bei dev Brorislaw Hubermaun -am erstm Male uach Kebe»-. jähriger Abwesenheit wieder m Wie« spiele« wird. Außerdem wirkt ein Kammerorchester unter Leitung des Kapellmeisters Rudolf N i l i u s mit. Die auf Namm lautenden Eintrittskarten können vom 8. bis 15. April von 10 bis 1 und 8 bis 5 Uhr, l., Rrnuq gaffe 4, behoben werdm. , J Der Jüdisch-dramatische Klnd veranstakttt Sonntag dm 10. April in der Freie« Jüdisch e«,DolkÄ bühne (U., Untere Augartenstraße 8) eine B o r m rttagL- Matinee Zur Aufführung gelaugt »Bilanz", Spick in S Akten von E. E i n e r. Anfang % 11 Uhr. j KämmersLagert« Luey Weidt ist von ihrer Gastspiels und Konzerttournee in Italien und der Schweiz nach Wim zu-> rückgekehrt. Die Künstlerin sang in Rom «nd Neapel die Isolde und Kundry in itabmischer Sprache mit außergewöhnüchem. Er-i fofa. Ebenso berichteten ftanzösische Blätter in der Schwer; ia Worten höchster Bewunderung über den Stil und die gefaugltchm Darbietungm der Künstlerin in dm Wagner-KvMrtm. Gerichtssaal. Der Mörder seiner Schwester. Der 20jährige Hilfsarbeit« Josef Storf«, der schon! wiederholt wegen Diebstahls bestraft ist, hat am 23. AügUstvorigen Jahres fein kleines Schweswrchen exmibtt. Er wav in het Wohnung sein« Mutter erschienen, die et schon wieder^ holt bestohlen hatte, und' traf bloß seine zehnjährige Schweste« Ludmilla an. WaS zwischen dem Angeklagten und denh Kinde vorgegangen, wird wohl nie enthüllt werden, da Zeuges nicht anwesend waren. Wenige Stunden spät« kam die Mrtte^ nach Häuft und machte die niederschmetternde Entdeckung, baß die kleine Ludmilla erwürgt und ihre Leiche tn Kost« gesteckt worden war. , Gestern hatte sich' Storfa vor dem Schwurgericht wege^ Raubmordes zu vevantworten. Er «klärte, sich an nicht« mehr erinnern zu können. Der psychiatrische Sachverständige! Professor Dr. Wieg-Wickenthal bezeichnete in seinen» Gutachten den Angeklagte» als «blich belastet. Der Vater des Beschuldigten sei ein Gewohnheitstrinker gewesen und bei dem Aitgeklagüm machte sich schon in sein« frühestem Jugend eine UeSewrvegbarkeit geltend, auch' zeigten sich schom damals bei ihm brutale Triebe. Er fei psychisch minderwertig^ doch' nicht geisteskrank. Was seine heutige Verantwortung! .anlangt, baß tx sich an die Vorgänge Lei beur Morde nicht! erinnern könne, so sei dies« mit vollster Sich«heit als gau^ upglMbtvürdig zu bezeichnen. :! Stag : Die VerhajnbküHs wurde erst in spät« Abenbstuitde zu GnVe geführt. Nach zweistündiger Beratung vernetnie« die Mefchworne» die an sie gestcklte, auf Raubmord fatknfe Hauptfrage einstimmig, bejahten ab« die Evmtualfvage ans Mock» mit acht gegen vi« Stimmen «nd die GventnalftaM aus Diebstahl mit zwölf Stimme». Die Znsatzfrage auf SinneSverwirvung zur Zeit dev Tat wurde mit zwölf „Rein" beantwortet. Auf Grund dieses Wahrspruches vaurteiM d« Gerichtshof den Angeklagten Josef Vtorfa zu zwölf Jahre« schweren Kerkers. LW.AvgoLKM Eil. er MM die m$& fOL