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Wiener Morgenzeitung · 1921-04-06 · Heft 787 (6.4.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 787 (6.4.1921)
Date
1921-04-06
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Rr. 787 Mm. MÜMch r * Mm dem Vrotzstadtsumpfe. In den letzten zwei Monaten liefen beim Polizeikommnsscritt Wieden zabheiche Anzeigen en. die sich darüber beklagten, dasr sich mehrere Männer aeaenüber Schulmädchen der Schulen m der Waltei gaffe und Staihrmberggalle in ar üblicher, die Sittlichkeit vrrl tzender Weiie benehmen. Die Unholde lauerten den klonen Mädchen auf dem Heunwea im Draschepark, in der Stainer-, Walter- und Cchanmbmg-- gaffe auf und behelligten sie rn abscheulicher Weise. Die Künde »an, dem Treiben der Männer wurde bald rm ganzen Bezirke bekannt, erregte bri. den Eltern Entrüstung, bei den Kindern Furcht. Länge Zeit bat das Polizei» ,lonimssanat Wieden nach,den schamlosen Menschen gewischt. Jctz isi.eS gelungen, zwei von ihnen m'verhaften. Der ene ist der LOjahriae Zuckerbäcker Kail Ronrlek, IV.. Rainergafse 14 wohnha't. Gr wurde wegen zahlreicher ku-rartiger Berfchlunpcn dem Jugendgericht emgelrelerr. dem , die Obsorge für die Kmd-c oblreat. Der Zweite ist der Zljährige Chauffeur Ludwig Stiedl, XIII., Hollergasse 51 wohnhaft Gleichfalls unter dem dringenden Verdachte, unmündige Kinder auf der Straße durch, unsi tlrches Benehmen dehell gl zu haben, wurde der niiähriae Beamte Rolf D. verhaftet. Bezüglich seiner Person sind d:e Erhebungen noch «icht abgeschlossen!- - - - Sr« krostbares, aber gefährliches Geschenk. Die amerikanischen Frauen haben der Madame Cur? c den 41. Teil einer Unze' Radium verehrt. Das Geschenk har einen Wert von einer kalben Million Dollar, ist aber sehr schwer M Nalzsvomercn. Der französische Gesandte Becquerel steckte einmal, als man die Gefährlichkeit des Radiums noch nicht k'.nnte, eiye lleme Röhre m>l dem. kostbaren Stoffe tt die Westentasche und zog sich schwere Verletzungen zu. Frau Cune wi'd ihren Sckiav 'rn' 15 verschiedenen, sich innnanderschtebeinden Röhren mit sich führen, die in einem Ble.kasten heunettsch >tzerschloffen sino, « Begräbnisse am heutigen Tage: Ä lter Friedhof: 9 Uhr 30 Mm. Glück Rosa, 10 Uhr 15' Mm Schulz Johanna, 1l Uhr Barber Josef, 11 Ukr :0 Ing Schechter Marko,'12 Uhr Münzer Anna. ReuerF r i e d h o f: 9 Hur Schwarzbach Benuori, 9 Uhr 30 Min. Tl,at Charlotte. 1(> Uhr Ebel Am all '. 10 Uhr 30 Min. Reumann Cittn. 11 Uhr Mocsari Moritz. 11 Uhr.3i» Min Elmer Annr, 12 Uhr Sand Hedwia. 12 Uhr 3«) Mm. Reicher Samuel. Döblrnger Fried Hof: 11 Uhr Egger Jv'ef. * Empfangsfeierlichkeiten für die zionistischen Delegierten in Amerika. Am 10. d. M. w rd nt der Mettovolnanoper in New-Aork ein von drr amrikannchen nonistischcn Organisation veranstalteter Emp angsadend für Writzmann Proiessor Einstein, Zlatopolsky und Umschkm stattfinden. * Ausstellung palästiuenstscher Erzeug tifie in Jerusalem. Am 5. d. M. wurde die Ausstellung der Erzeugnisse der palästinensischen Landwirtschaft, der Industrie, des Kunstgeivcibes usw. eröffnet Auch die Ara der Transiordrmens haben ihre kunstgewerbltcheu Erzeugnisse zur Ausstellung geschickt . Die Entwickln«- Petach-Tikwahr. Die größte jüdische Kolonie Palästinas, Petach-Trkwah. hat mrt LenArdcuen für die Elektrifizierung der Ko ome begonnen. Der Kolonierat erhebt zu düsem Zwecke eme Bödenstemr von 2'/,*/, v'>' Dunam, wodurch ein Betrag von 12 0 0 Munt« zusammenkommt. Die Anglo» Palestine Company übernimmt in der Höhe dulles B träges die Garantte. Gleichzetig wird betannt, daß Baron R o t h s ch rld sich endgültig entschlossen hat. eme breitspurige An chluß-E> enbahnstr cke von U a s»e l - § i n nach P e r a ch-T r k w a ü zu bauen, nachdem d e Regierung ihm d e Verzinsung d r An» lagekosten aus der Einnahme der palästinensischen Eisenbahnen jugesichert hat. Der Ba» beginnt m diesen Tagen. * Jüdischer Frauenhund, IX., Licchlensteinstraße il-lS. S P e n d en a usw e i s der I n l a n d § a k t i o n f ü ' K r « der: Frau Emma Lrppe anläßlich des. Todestages ihres einzimy KinbeS XtttO. Durch die »Wiener Morgen-eitung": Hrr schler äus Uebeizamung F au Cohen K 50n. Dr Rahrl Mieses X 150, « ou Rebekka Schächter. II. X 50, He-r Chmm Segal X L0. Dv.rse X 8\ friibmr AuSwerS K 43.675, zusammen K 44.^30. — L e b e n S m i t 1 e l s v e n d e n: N N 20 Larh Brot, Frau Rota Koppel II., 4 Laib Brot. Nng uannt r Laib Brot. Frau Feuerstein, U. i Laib Brot, Frau Koscher, 11, 1 Laib Brot. * Iugendreferat des Jüdische« NationalsondS. Für die kommende Paffahwoche beatsichlrgt das Iugendreferat des Jüdischen Na.ional'onds, eine Altion ein ul.ittn. btt nur dann von W rkung fern kann, wenn dre ganze zionistisch organisierte Jugend an die er Akiron teilmmmt. Zw cks näherer Oucntieuinq über diese ganz besonders wichtige Angelegenheit findet Donnerstäg den 7. d. M. eine anßrro.dcntliche Sitzung der juamdlichen Ral'onalson^skanim ssäre statt, die streng geheimen Charakter trägt, und im Bureau des Jüdi'chen Nationalsonds. lk., Zirknsgasse,33. stattfindet. Beginn prLzrie 7 Uhr abends. Erntrul nur gegen V o r »v e i s „ n g v o n L.e g i l i m a t i o n e n für j u y e n d l i ch e N a t i o n a l f o n d s k o mm i s s ä r e Dr-jugendlichen Rattonalfondskomminäre werden nochmals darauf oufiitttkiain gemacht, daß morgen. Donnerstag, im Brireau des Jüdrschen Ratlonalfonds, II., Znkusgasse 33, eine arrsre. ordentli^ c Srtzung der jugendlichen Nationalfondslommckiäre slat-stndek. d e streng -geh timen Cb-.-rakter trügt. Die KorvoratÄnen und sonstigen Jbgendv r ne müssen ihre Verinter unb-'drngl entscriden Beginn' präzise 7, Uhr abends Emtritt nur gegen Vorwersurrg der Lcgrirura tonen. 0 S'ende». Für ukrainische Pogromo p f er: Reg ne H o ' o w r tz X 10>>. EliaS H o r o w r tz X 100, Fanm und Markus Schattner X 200. Aron F r «cdm a n'n X 50. A P, XVI., X loo ibisher X 644). — F ü r j ü d i s che Blinde: David L a st X 180, Berger & K,l c r n durch jüdrich-akademrsche Verbindung Simrach K U,0 (bi:her X 9670). — Für jüdische Kr r rgsinv al> de: He, mmi« Hacke l. I., X 200 (bisher X 28:254'. — F ü r j ü d i s ch e W a i s e n k i n der: Mizzi S e r e f f r s ch. XVlll„ K 50 (bisher K 1050). — ' F ü r P » g r o mw a i's e n: Irene L ö w y, IX., X 50, O.to R u j d e r, IX., X 50 (bisher X 3 .73). « FabrikSneue und gebrauchte Schreibmaschinen ,n giößter Auswahl zu billigsten Plenen bei Leopold Kurzer. Wiest. ^Vll./W^sttzahnstraße 86. Tel. 31-5-87. . * Der erste Weg für Brautpaare ist mS Neubau e r M ö b tl li nm VII., K a i s e r st r aß e l^.istur dort taust man zu Spotiprei-en er,iemoderne -und gevrthene Wohnungscilirlchtung erstehen. Haltestelle der Slraßenbahn ü und-15. - * Wosa.Akademie Für d t zugunsten der Wirtschaftlich n Organslat on. lüdrscher Angestellt r (Woj l) am 9. d. M., ^8'Uhr, rm Kursalon st.rttfindende Älad eM.r e mir anschlichendem Tain -baden sich in liebenswü'diger Weise nachiolge. de. Künstler'zur Verfügung gestellt: Rancho Baner, Os ar' Bcrege, Bct'y Fischer, Fritz Lunzer. Professor Josef Sul'.er, Ludwig Wodickü. Dre vornehmsten Kreise des Publikums .legen lebhaftes Inte tffe für dicke Veranstaltung an den Tag. Reül che Einl.-atskaiteu find erhältlich rn der Konzetthatrsd rrkiion 'Gutlm mn, l,. Max rn lianst aße 22. «owie bet der Abendkasse. Wiener Moegerzettrng il>! «pr« l«u .«MM -^0 "inunir^ * Die Speditionsfirma Leo Wang, I!., F-'dinandsstraß» 29, übernimmt zu den billigsten Tauf ätzen Transporte aller Art nach Rumänien per Schisi mit Umladung m Girrrgru und Galatz sowie per Bahn mrt els drreklrr Svczialzüge nach C z e r n o w r tz. _ Freie indische VolHshOhne I Leiter: fegon Brecher — Isak Dentteh. Ä-asav-tiaste. S, «230 Tet. 40.3-3,. Heute 798 Uhr abends: Bereinsnachrrchte«. Ziseil in Zsspreit An’eize vonSehilom Atejchcm rgitNeomi Nathea s. G. Regier!. Dentseb Unpolitische jübisch e T r ck ch g e s e ll s ch a f t Wieden-Margareten. Heule G ündungsabend, 8 Uhr, Cass Ast t. lV.. W edmer Hauptstialre 89 .Vortrag Do tor W. Weist: D>e Erziehung der jüdischen Jugend.'An'chlreßrnd geselliger Teil. Gäste willkonnnen. — I a b n e. Heute, um 7 Uhr wird der U. hebränche Kurs.Lerer Ma gulies) wieder ausgenommen. — Z i o n r st r s ch e I u g e rr d g r u v v e B r i g r t t e n a u. Heute. */sS Uhr, iw Heim, XX.. Karl Meißlgasie -5/1. erster Vortrrgsabend mr neuen Veremslahr. Nefereur M. N a t h s P r e ck e r: Die Stellung der zromstischen Juü nd zum bevorstehenden Kongreß. Iugen dverein A h a w a ' h Z r o n, U , Klerne Zufahrtsstraße 160 Heute, 7 Uiir al ends, Nat»>rvissenscha tskurs Dr. Auerbach. 8 Ubr Jüdische Geschichte ErnigeHebrärchkurötnlriehmer.(Vorgeschrittene) werden noch art^genommen. — Naturhrstorrsche Sektion des jübrsch-akademischenPhrtos o p h e n v e r e i n e s. H.ute. 8 Uvr sinb, konsistu^eende Veriammlnng ,m Berbandshcim, IX., 'Türkenstraße 9. ^caurrhi'torikcr willkonnnen. UnsoreNummer vom Sonntag den 24. April I. J. erscheint als Passah -Festnammer mit einer literarischen Beilage und in verstärktem Umfange. Dieselbe wird auch a’s Ansichts-Nummer für unsere Auslandspropaganda verwendet und in mehreren tau-enden Exemplaren in, das gesamte Ausland, insbesondere nach Polen, Jugoslawien, Tschecho*Slowakei, Rumäni n, Italien und England versendet werden. Daher erhöhte Wirksamkeit der Insertion. Normaler Anzeigentarif. Bmserate werden enlgegengenommeni In unserer Administration, ]f.,Tabor4t-asse 1, sowie von allen Annoncen-Expeditionen. Auf telephonischen Anruf (Nr. 44-0 33 und Nr. 43-3-19) Besuch durch unsere Vertreter. sie J SLerrerfraMasteir. Musiker Es kommt da>auf an. ob Sie das geschästsiche Ristko Ihrer Konzerte tragen oder das Kvnzirthu'e-ru. In letzte, rm Falle stnd Sie tür die Kon erte. die Lre geb n. nicht errvr sieuerpstlchtig und können gegen den Zahlungsan tr ag beru'en *>» Beamter. Dre Uebe'sie-lungs.'osten, die Sr-' rnkolae Ihrer etzuvg hasten, sind AvrugSpostcn bei der Bemeffnn' der Einkommen neuer. Den Abzug der Kosten für dre Herrichtuna d>r neuen Wobnung wrrb man Ihn n kaum gestatten, doch können S e es rmmerhrn vc inchen. - Hrimardetterin. Sie härten schon längst um D sreung von dcr Erwerbsteuer amuchrn sollen, da Sie Ihr Geweihe ohneHrlisarbeiter betreiben «nd von dem Estrag k rum leben tonnen. Wenn Sr: nur für fremde Unternelimerr arbeiten, haken Sie überhanvt keine Erwerbsteuer zu zahlen. — Albertgafie 5. R'ckstm Sie an d e Steuerbehörde rrn Gesuch um Belanrncrabe der Bem sjungsgrnndlrge. Sie erhalten dann Auskurttt. warum Ihnen eine so hohe Einkommensteuer vorgechrreben wurte und tönnen kann rn der Berufung beweisen, daß die Boranssetzun en Uir Ihre Bemrsiung um icht g waren. Di? 3»täg'we Berufungsfrist wrro m't dem Tage, an dem Sre dreies Gesuch üb rreichcn. gehemmt und läuft nach Bekanntgabe der Bemesinngsgrundlage wester. Sie kämen gleichzeitig um Ratenzahlung b t'en. Der Stempel ist X 4. — Srbschrft. Sre niüilen jed-rttallS Ihre Eibteilstord ruvg. auch wenn Sir h r s jem noch nichts bckommen haben, ewbekennen, wenn Ihr Bcrmö en einschliefilrch des Eibteilcs X 30; 00 übcrstergt. Sre müsien aoei rm Bekenntnis zugleich verlangen, daß Ihnen 80°/, der Erbgcbührerr rn de Vermöa nSrbgabe eingerechnet werden, da der Anfall erst rm Jahre 1920 e folgt ist. Den Nachlaß, um den es sich handelt, und die Höbe Jhr-s Erb- >crlss miillen Sre g'-nan atriühren — Anslander. Da Stc sich ichon seit Arttang 1915 bter aushalten. find Er? auch als Ausländer von Ihrem ganzen B rmögen, mit AuSn 'hme des an das Ausland gebundcnen. abgabevsirchtig. — Kriegsanleihe. Dr? fehlenden Zinsicherne tönren ^>e bar ers-tzen. m» war find für fehlende Halbjahr szrnSschc ne je 2 75 jür je X 100 N nnw ri nr bezahlen. Rai, dcm 10. Ap ü tönnen Sre nur er« Viertel der Abgabe rn Kriegsanleihe zahlen. Die Ernährurig. Der Marktbericht. Die so lange gehsgtsn Erwartirngen, daß das Fleisch endlich billiger werden wird, werde« fast täglich durch wertere Preissteigerungen zuschanverr gemacht. Gestern sind in dcr Großmarlthalle neuerlich die Preisz für frisches Rindfleisch um 5 Kronen in die Höhe gegangen, so daß sich ein -Kilogramm Rindfleisch im Kleinhandel in der Großmartthalle auf 240 bis 270 Kronen stellte. Der Marltverkehr war angesichts dieser Preise fast belanglos. Das ganze Angebot an Rindfleisch bestand in der Frühe in der Gwß-> marlthalle aus ungefähr 300 Kilogramm. Dagegen sind für die nächsten Tage große Sendungen/von Flsisch ans Jugoslawien ange?onttnen. .Dir Fi schmückte verfügten bloß über ein ganz geringes Quantum vom Seefischen zu 80 Kronen per Kilogramm. Auf den Grün woreirmärkten waren die Zufuhren für den Bedarf ausreichend. Hier gestaltete sich der Verkehr etwas lebhafter. Die Preise bst.'berr unverändert hoch. Bühne und Kunst. Freie Jüdische Volksbühne. Heute. Mittwoch, geht Scholem Alejchems „Ziseifc in sigprtit— An’oizo" in Szene. Morgen. Donnerstag, gelangt KpbnnL Komödie „Herrat wrdcr Willen" zur AufführrruZ. Anfang V«6 Uhr. Aus de« Theater«. Im Burgtöeater gelangt worge«, DormnBfag, . „H ni l et" zm 'Auffsihiung. Anfang V,? Uhr. ' In der S t a a t s o p e r geht morgen. Donnerstag, mit' He'rn B ö h n e n als Gast. a r a a r e t tm (Fausti m Lz-me Anfang Va7 Uhr. — Die Uraufführung der Oper ^D r e Kohl har m e r r n" findet Samstag den 9 d. M. statt. Frau Jerttza ist mdisvonrert. Frau Gu1hrrl--Sd!oder mußte sich einei .lercbtsn Fusiopergtion unter -rehen uud ist chetllägerrg/^ Infolge' dieser b'iden Et iranlungen muß dre?ür heute, Mittwoch, angriry'e Vorstettuny »Dre tote Stadt" abgesetzt. weiden und w rii ^Die Königin von Saba" mit den Damen Lorentz-HLMÄrr:.. als Gast.Äiürina, Paalen nnd den Herren F,sch-r-Nremann, Frfchrr ' nnd Viartboff gegeben. Musicalllche Leunng Herr Rerchenberger. An ang Vs7-Uhr ab-nds. . ' - In d'r V o! k § o p e r geht ' b?nte M} b a“ i« Szene. Die Titelrolle singt zum ersten Male Frau Pfiffe r. Dirigent- - Im - Deut scheu Volks theater wurde ber Spielv'.an dabin geändert, laß Romain RollandK »D r e Z e r L wird, kommen“ hente, ffiner morgen (Donnerstaal und Freitag den 8 d. M zvr W edrrholung gelaugt. Nm ernstudrert und in mehrer n Hauptrollen neu besetzt, wirb Samstag dm ^9 d. M. nm 7$ ‘ Ubt- Schnitzlers Komödie t » f e f s « «... Bernhard i* aufgckühr'- In den K a m m e r s p x 111 n des Deutschen Bolks-- theaters wurde tür Sonnta« den 10. d. M.» nachmittags '/«S Uhr, W.dekindz ^Schloß Wetterftein“ angeretz'. Der L o k a l v e r b n « b bet* Mitglieder des D e utlche n V o l k s t h e a t e r S teilt mit, daß die Ge« sirnibe t der Mitgl eder die er Bübue der für den 9. b. M. q»° gekündigten Veranstaltung ..Ernstes und heiteres BolkStheater-' fernestcht. wohl aber.in nächster Zeit selbst einen größeren Pr»- dnktronsabend für ihren -FcrtalfonbS.tilant., ©orti'tS „kr'uz^r-'Sonatü". Nachdem Tolstoi die Kreuzela. Sonate mit einem Ehebruchs-- und Erflrrfuchtsdrama in einen äußeren Zusammenhang gebracht hatte, ging G'ordin noch einen Schritt weiter und macht nun beide: das'Beethovcnsche Tonwerk samt dem darauf basierenden T-olstoi-Roman, zum Schicksalsreaursit eines dramatischen Lebensbildes. Vertieft hat auch er den inneren Zusammenhang der Musik - mit den dramatischen Vorgängen nicht. Im Gegenteil: Man kann de«' Titel „Die Kreuzer-Sonate"'ruhig.M Symbol dafür nehmen/ bafr in birsrs Jargonstück etwas Fremdes/ NrchtjÜdisches hineingetragen wurde. Denn es fällt uns trotz der Sprache fehle schwer, dirfes „Lebensbild" als ein Bild jüdischen Levens' zu nehmen. Ein Judsnmädchen läßt sich von einem — als Ehrenmann geschilderten — christlichen Offizier zu Fall bringen. Nachdem ihr Verführer dem Widerstand - seines Eltern gegen seine Heirat mit der Jüdin durch Selbstmord in nicht gerade zweckdienlicher Weise begegnete, läßt sie sich bestimmen, einen jüdischen — als Schurken gezeichneten —- Musiker zu h e i r a ten, um vor der Welt den Schein dev Ehre zu retten. Diesem Manne erklärt sie gelegentlich, bafi er nur ihren Körper besitze, ihre Seele gehöre dem christliche«' Jügendgeliebten. Als er aber darauf sein Herz einer anderen zuwendet, fatalerweise ihrer Schwester, erschießt sie Held« .- Me wenig das Jüdische Theater auf solche Knalleffekte eingerichtet ist, erkennt man arrf der Taborstraß^ (wo im Hotel Stephanie anläßlich einer literarische» Veranstaltung bas Stück gespielt wurde) schon rein äußerlich an dem grotesken Regieeinfall, die Schußdetonationen durch die — große Trommel markieren zu lassen:.... Auch, de^ Dichter gesteht ganz unverhohlen, daß seine Heldin im viert«« Akt bloß das getan hat, was sie im erste» — gelesen hat»' Hätte ihr der Vater den Tolstoi-Roman etwas früher weg-' genommen, als er eS in Wirklichkeit tat, dann hätte sie sich! eine Tat erspart, dis im größten. Widerspruch mit dem ganzertz Charakter liegt, den ihr der Dichter verliehen. Er. zeichnet sie nämlich als eine stille Dulderin und für diese Nolle bringt Frau Eigenfeld viel edle Hoheit mit. Sie trqs. aber auch den leidenschafüichen Ton der Schlußszene und? kittete mit großer Kunst den Sprung, den der Dichter der* schuldet hat. Neben ihr ist in erster Linie Herr Iungwirt in der Rolle des Vaterzu nennen, eines jüdischen Meisters' Anton, der die Welt nicht mehr versteht — was man aber einem jüdischen . Weltmann schwerer glaubt als einem biedere«, deutschen Tischlermeister. Die einzige, wirklich jüdische Figur, die Gorhin in diesem Stück geglückt ist, scheint uns die des Samüeh zu sein, der zwar ein „Früchte!" ist, aber, seiu jübi«' scheS /Herz dem Zkinbe seiner Schwester' gegenüber in der schönsten. Weise offenbart. Die Gestaltung dieser Figur ist Herrn W ald borg gelungen. Dr. H. Sp. , «Geständnis" wurde in der R-naiffauerbüdne .vor anSver-! sanftem 'Hause mm 1l 0. Male ausgcküh-t. H rty Wald.'n war duich Unpäßlichkeit verhindert, an diesem Jnbilänmsabenb an'zn«- irrtkn. Setne Rolle wurde von Herrn Schenvler wirkungsvoll dvrchgrführt. Sita Stand und OÄar Ber e - i wnedvp sehr «cfeiert. . ( BvlhslieLrvabenp Mime« SovolsLajn. Die andem, letzten Konzelt im Mittleren Konznthanssaale bekannte KünstleriN bringt an eine« von der Hitackbmd SamStag den S. b. M^> l/'3 Uhr. abends, en der „Scholle", U., L lienbmunoasie 1, »ev- Für Ayssfalfungen - Malrslrengraü!. LaMenlücher - - mm * frieo Chiffon« ' ' ^i«nnwop«»'"f « im biliigstra S V^Uk^GWlH»LvjK4A, iDiisK

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