Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 783 (1.4.1921)
- Date
- 1921-04-01
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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9tt. 783 _ Men,' FreM Mitteilungm aus dem Publikum. RILUWTEN, Perl», Gold,Silber,FlftUn «.Uhreu tauft and verkauft 77S ETTER Rotenturmatr. 23, Marlfthilfentr. SS Älhoi't WatTiiDr M«« - k« W - k» teil aiUüi l JMl&llul I., MiMsergasse 8 (seit 1886) § Küchengeräte für Pessacb Emailgeschirr, Teller, Gläser, Essbestecke u. s, w. Karl Wolfe r, Wien, 11, Taborstrasse Nr. 50 eoi nUyltiSwEiMnDg^^ . DeMsSLlisierung in Polerr. 't. Warschau» 31. März. (Poln. Tel -Ag.) In Völbrndung mit der demnächst zu emmienden Ralisitation, des Fnedensvrrtrages und der enbflüUißm Beilegung des Kr icgszusisnd es mit. Rußland wu>den weuere Jahrgttrge der Rekrulen und Frciwill'gen mit AuSuadme der Kavallerie und Artillerie und gennlier Abteilungen der Front, ferner der Berufsoffiziere termnlos b.urlaubt. Diese Maßnahme umfaßt die IalrrcSnge 1-93 bis 1.si <>, iom.it sie wenigstens 48 Monate gedient l;ab:n, und ebenso die Jahrgänge 1897' und 1898. Kongretz des Noten Kreuzes. Paris, 31. März, (Funkspruch.) Gestern wurde in Genf der zehnte Kongreß des Internationalen Roten Kreuzes eröffnet, an dem Vertreter von 27 Regierungen teilnehmen. VivLani bet Karding. '' , Washington, 30. Mörz. (R-üter.) Divioni hatte. Heutevormittags mit Staatssekretär Hughes eine Zuiammenkunft. ' Nachmittags wurde «er offiziell vom Präsidenten Harding empfangen, . Die erste Lesung des Trianonsr V rtrages im englischen Anterhanse. ' London, 29. März. In der letzten Sitzung vor Ostern wurde die Gesetzesvorläge über die Ratifißiennng des Trianoner Friedensvertrages im'Unterhaus in erster Lesung angenommen. Die zweite Lefüutz" erfolgt unmittelbar nach den Osterfeiertagen. Für neue VerharMMgeK Mit /DeaLschLMd.!. " äaiWi, 31, J)läi3; (Tel.-Kvmp.), Wie, die Blätter'' meHK.^dGtej«,.MeS^. .darauf Hin, daß. von iteü't £ alc r es t,e ,'Schrille unternommen,., werden, um die Wiederaufnähme, der Reparationsverhandlungen zwischen Leutschland. und.den Alliierten anzubahnen. . Mosk .u, 31. März. (Funkspnrch.) Ein Dekret des Rates der Volkskommissäre gestattet den freien Kauf und Verkauf von Leebensmrtteln in jenen Gouvernements, die^d.ie. Pflicht, der Aufbringung bereits, erfüllt habe», und zwar den Handel mit Getreide und Futtermitteln in 45, mit Aartoffeln in 16 und mit Heu ln 16 Gouvernements. Die .Verpflichtung zur Aufbringung. und Aufbewahrung von Saatgut bleibt..aufrecht. Diejenigen Personen, die das Saatgut verkaufen, werden zur strengsten Verantwortung gezogen. Ein RegLerungseomnniqnL gegen die RechLsbeschrLnLnngen der Juden in Polen. , Warschau,. 28. März. (Jüd. Korr.-Bur.) Der „Monitor Polski" bringt im nichtosfiziellen Teile ein Com mu niq u 6 des Ministerpräsidiums, Ln welchem die Behörden daran erinnert werden, daß die . von russischen Zeiten her existierender:. rechtlichen Beschränkungen der jüdischen Bevöllechlilg..in Polen durch später erlassene und bereits geltende Ver-- ürhnungen und Vorschriften aufgehoben Wurden und daß sie. demgemäß wicht, mehr irr Anwendung, 51t bringen sind. Die .. aufgehobenen Beschränkungen betreffen u. a. die Verpflichtung der jüdischen Gemeinden zur Zahlung für in kommunalen Spitalern in.Behandlung stehende . Juden, das Verbot der Ausfertigung und Zeichnung von Akten und Dokumenten ist hebräischer oder jüdischer Sprache usw. Eine Nationalpartei in der Slowakei. Prag, 31. März. Noch einer Meldung des „Denkov" yus'Turoczszentmartoir tourde dort gestern eine neue, slowakische Partei unter dem Namen „Natr-onalpartei" gegründet, die im allgemeinen konservative Ziele verfolgt und für den stufenweifen Ausbau der slowakischen Autonomie arbeiten will. Ende der Metallarbeiter-Aussperrung in Nordböhmem P'.a.g, 31. März. (Tel/Komp.) De Verhandlungen zw''heu Pen Vertretern der ausgesperrten Mrtalla r b e i t e r s ch a f t N o r d b ö h m.e n s und den' Pest - tretern der Jiwustrie, die gegenwärtig in Teplitz stattfinden, scheinen einem günstigen Abschluß enjgögenzusehen. Es wurde eine Einigung auf der Basis der bisherigen Kollekiivverträge erzielt, die bis Ende Juni verlä.^ert werden sollen. Emir Abdullah bei Churchill. . JernsaLem, 23. März. (Jüd. Korr.^Zur.) Emir Abdullah, ein Bruder des Emir Faisul, ist hier eingetrofseu, jwi mit km Kolonialminisicr Churchill m Xmtevieam. Wiener Morgenzelfnng 1. Aprkk 1921 BeBTt ■ wi’irn —.. — ■■ ■ .... miimmmmm,, i . m \ mim, m, n. .. ' "■"■4 Tagesbericht. Ein« Ermatzigun«; der hohe« Kollegiengelder für Ausländer. Intervention des Wiener Lberrabbiners Lei der Rockcfester-Ttiftung und 2er österreichischen Negierung. Bekanntlich hat die Regiemug die Kollogieng lder für ausländi,che Slubenterr auf das Fünfundzwanzigfache erhöht,, so daß nach dieser Bestimmung ein Student der Medizin etwa 25.000 Kronen zu zahlen hat. D'.e Durchführung dieser Maßregel hätte zur Folge gehabt, daß Taufende ausländischer Studenten, insbesondere aber solche, aus Valutaschwachen Ländern, wie Galizien, Ungarn usw., ihr. Studium hätien abbrechen müssen. Zur Begründung dieser. Maßregel, welche . eine 'Massenflucht. Von der Wiener Universität nach sich ziehen mußte, hat die Negierung erklärt,. daß sie von der..Ro.ck.efeller- Stiftung dazu genö'igi worden ist. Die. Rockefeller- Stiftung hat der Wiener Universität. 50 Millionen Kwnen unter der Bedingung gespendet, baß durch Erhöhung der Studiengelder für Ausländer von österreichischer Seite der gleiche Betrag aufgebracht werde.' Die von der harten Verfügung betroffenen jüdische n Studenten wandten sich an den damals in New Jorck weilenden Wiener Oberrabbiner Doktor Chajes mit der Bitte, bei der Rocksfelter-Stiftung zu intervenieren. Dr. Chajes hat sich darauf, mit der Leitung der Rockeseller-Stiftung in Verbindung gesetzt und die Zusicherung. erhalten, daß die an die..öfter reichische Regierung gestellte Bedingung, welche zu einer völlig unbeabsichtigten, für die Studenten verderblichen Wirkung geführt hat, zurückgezogen wurde. Nach seiner Ankunft in Wien hat sich Oberrabbiner Dr. Chajes in Begleitung des Delegierten der amerikanischen Hitslges-ltschaft „Menorah" für die . notleidende indische Studentenschaft in Europa, Herrn Öko, zum Bundesvizekanzler und Leiter des Untcrrichtsamtes Herrn Breisky begeben und.ihn unter Hinweis auf die mit der Nock. feller-Stiftung gepflogenen Verhandlungen ersucht, die Ansätze für die Kollegiengelder entsprechend h.e r a b z u s e tz e n. Der Vizekanzler . teilte den Herren mit, daß bereits ein Telegramm der Stiftung eingetroffen sei, in welchem, im Sinne der Herrn Dr. Chajes gemachten Zusage, die anfangs erstellten Bedingungen zurückgezogen werden. Die Regierung habe daher die Dekanate angewiesen, die Kollegiengelder in weitherzigster Weise zu reduzieren. Der Vizekanzler, erklärte auch, daß er seinerzeit nur mit Widerstreben und unter dem. Zwange.der gestellten Bedingungen der unmäßigen Erhöhungzugestmimt habe. ' - ■ Osterpogrome in Budapest. Wie bereits berichtet, entfalten die .Erwachenden Ungarn* fett ihrer großen Demonllralion am 15. März eine erhöhre A tivirät. Die ,m V.rlaufe der vergangenen Woche vvrgefallenen U e b e r f ä l l e auf Juden haben bere'ns solche Dimensionen angenommen, daß d ie Regierung srch veranlaßt sah. in i-nem Commurnqus m ekäm. daß alle Vorkehruneien getroffen seren, um solch! U^-h-rMe unmöglich zu machen. Dre Wache sei verstärkt nnv in den von den Juden bewohn'en Vierteln ein stärkerer Patlvulttendi'nst eingeführt worden^ usw. Ww die R gkerung ihr Vcrip echm hielt, zeigte sich am Ostersonntag als bci Emlrut der Dunkelheit die „Erwachenden Ungarn", zu Hundrrtergruppen sorm'.ert, dre S t r a ß e n . d e S VI. und VII. Bezirkes durchzogen und jeden ^Verdächtigen" zur Aüsweisleistung anhielt u und ihn. wenn er sich als Jude erwieS oder jüdisch aussah und keine Ausweispapiere bei sich, hatte, übersielen, blutig schlugen oder, waS sich in letzter Zeit häufig ereignet, mit Messern und D o l ch e n bearbeiteten. Dies währte mehrere Slnndcn, ohne daß die tz, Erwach enden" von der Polrzei daran grhiudert worden waren. Die Juden flücht-ten in die Haustore und bald traute sich kein Jude die Straße zu b treten. Die LLsngke t der Wachmganc am Ostersonntag ermunt.rte die ^Erwachenden Ungarn", am Ostermontag abends die Arbeit zu wiederholen. Es waren dieselben Szmen mit demselben Ergebnis. Die RettnngSgeseÜ'' scha't mußte mfünfzigFalltN intervenieren «nd konnte m allen Fällen Stichwunden an denVerletzten fcststcllen. DicS waren nur di« schwerc»en Falle, denn viele von dm Ueberfallcnen zogen es vor. sich, wenn « n v e tzü g l i ch an Herrn Dr. Guido M a h e r. Kr«ß«rr straße 8. Herrn Oskar Marmorek, U.» Taborstraße 11« oder Herrn Direktor Josef B r a z d a, H., Böcklinstraße st. bekanntzugrben. Inkrafttreten der erhöhten Lnstbarkeitsabgabe. In dem am 1. Aplil zur Ausgabe gelangende« Landesgksetzblatle tür Wien wnd das vom Wi uer Geme nderat, als Landtag beschlossene Gesetz, betreff nd die Er. öhung der Gerneindeabgabe von Vorführungen, Wettbewerben und Belustigungen in der Stadl Wien, kundgemacht. Das Gesetz tritt mrt dem Tag« seiner Kimdmachuug in Wirksamkeit. Es inten, daher die neuen erhöhten Abgabcsätze mit 1. d. M. in Kraft. Die nach Prozente» des Eintrittspreises zu brmeffeude Lustbarkeitsabgabe betrögt demnach: . io*/e bei Theaterauffübnmgsu mit ausschließlich ob« doch vm wiegend gesprochenem Wort, Rezitakionsveranstoltungm» Opernaufsübrungln, Orchester- und Solistenkorzerte« fow« Kammrrmusikabenden, wwert die drei letztgenannten Beranstaltungen in Konzertsälen oder Thratergebäuden abgehaltr« werben; b) 2[>V# bei Kon^ltakadem en; cj 25% bei sportlichen Vmsührungen und Wettbewerben . imir ^Ausnahme der im Punkt bezeickneten), wobei von de» eifleu.K m,0 der vereinbarten Eintrittspreise nur die Y<rlde Aß» . aabe zu eutrichteu ist; ■ 6) so% bei thcatrali'chen und sonstigen musikalischen A«f° si'lhruygeu der nickt im Punkt » genannten Art lzum Beispiel Overetten. Tanzvorführungrn in Konzeri alen u. dergl? sowie bet. allen sonstigen in diesem Paragraphen nicht besonders angeführte^ Vcranstaltungm; -! e) 40°/» bÄ Vorführungen in Rauchtheatern sowie irr solche» Theater».. m denen Svei cn und alkoholische Getränke während der Vorstellung im Zuschauerraum verabreicht werden, bet Lichtbilder Vorführungen und bei Tanzunterhaltungen einschließlich dev Routs urid Redouksn; i) 50% bei Pferderennen, Box- und Ringkampfe». Austritte arrs dem IudeAtu«. B r p ch t a. geb. Waffrrvvgel Johanna gev. 15. Frbrnav 18F2 Ho! c. Friseurru, XV.. Hänglüßgaffe 4. — StrM » ^! yeb. Hahn Maria gcb. 26 Juli 1872 Wien. VII!., Zeltgaste Lot bringet. Balene Nelly. geb. 12. September 1vs3 Die»,o Vvl., Auerspergstraße 21. —B rhckta Siegfried geb. 17. M8y 1896 Senic, XV., Hanglüßgaffe 4. — M e r z geb. Eltzhofz Margarete geb. 7. Juli 1899 Wien, XVII!., Geutzgaffe 158. Pollak Franziska geb. 27. September 1898 Ätzaer-dörß' kV.. Prinz Eugen-Straße 6N. — D e u r s ch Rosa g b.N.Jnnr 1892 Mistelbach, 111*. Erdbergstraße 84. — F « rda Mais, geb. 6. März 1888 Wien, HaridlnngSgchilse. XVHI., Schöffeb» gaffe 1t. — Petz Josts grb. 5. Marz 1885 Darf Janernig, Kaufmann. XlV.. Hütteldorferstraße 81. — Z w i e b a,ck Enge« geb. 9. Jänner iSvo, Wien, Kaufmann, Vl!., Mariahilierstraße8> — Strauß Hckene geb 7. Dezember 1899 Wien, Felix MM'Gaffe 25, —. W a cb s Gertrude geb. 14. Jänner 1907 Agram, IX., Herligenstädter straße 10. — Schille v Fritz Wilhelm grb. 27. September 1891 Wien, IX., Altbanplatz 8. — U r d a ch H^rrha geb. 1l. Juni 1899 Wien, lX. MÜllner» gäffe.26. — Dr. B r ü l l Les geb. 3. Mai 188t Sit»JIt& tX., Dfüllnergaffe 14. — Golbfchmr d t Mlibo, mb. 28. September 1865 Horitz, IX.. Wasagaff« 18.; —o N e um elt Hans, grb. 27. September 1889 Wien, Kaufmann, I.. Vorlausstraße 1. — Labowitz Emmy, geb. 27. September 1896 Kien, l.. Neutorpaffe 9. — G e i r»n g e r Josef, geb, 19. Juni 1884 Wien, Kaufmann, l., FLbrickaaffe 10. — Max Sikg'rrrd, geb. 6. November 1893 Schaffa, Kutscher, X^., Strefstcm gaffe 4.— L e t f e t Michael, grb. 24. Ortsbrr 1891 Givdek, Graphiker, l., Hotel Müller, Graben. — Großmann Hugo, geb. 3. April 1894 Baden, Zahntechniker, XVl., NeuleiSienfeldeistraße 5. — F eltz Jac, geb. 7. September 1891 Jasiy, Korre pondent. V., Schönbrunuerstraße 36. — Brau «*. st e i n Anna. geb. 16. November 1891 Brarla, Private, W., Mo'mtgasse 7. — G e tz e Karl. ged. 6. Juni 1885 Krerlmg, Chauffeur, XX., Raascherstraße 9. —- G r ü n h u 1 Friederike, geb. 26. Mai 1897 Wien, Schnetderin, XX^ Rauichersträße,1^ G r ü n s v a n n Malvine, geb. 20. Februar 1883 Ungarisch» Ostra. XX.. Bäuerlegaffe 9. — M"a tz a l geb. Ramer Bertas grb. 30. Marz 1870 Sanok, II., Czernmgaffe 4. * ,,Haaretz"-J«r«salem. Das in Jenffale« erscheinend« hebräische Tagblatt »Haaretz" hat stch bereit erklärt, für österrechüche Abonnenten mit Rücklicht aus b:e Hobe Valutey» differenz die Abonnementgebühr ans 1 Pfund pro Jahr (statt 4 Pfund) heradzusetzen. 0 Wetterbericht. In Oesterreich herrschte gestern wechselnd bewölktes Wetter m,<r zeitweiem Sonnenschein. Die Tagekschwankung der Temperatur war gering. Morgens war eS biö zn 5' warmer, miltaas edrn'oviel kälter als gestern. Die »achrs »nd moraens gefallenen Reoenmengen waren überall nur unbedentend. —^ Voraussage: Wechselndes Wetter anhaltend. 0 Begrabnisie am heutigen Tage. A l 1 e r F r i e b o f: 10 Ubr Münz Moris, 10 Uhr 4» Min. Neuron Johann« 1l Uhr 15 Min. Pollak Jostsine. -Neuer F r i «dH o fr 9 Uhr Roienthal Jda, 9 Uhr 30 Min. Hahn Betttz, 9 Nds 45 M>«. Hiri'ch Ignaz, 10 Uhr Schuhmann Israel, 10 Uh« 30 M-n. Lei lang Lea. 11 Uhr Schlesinger Pauline, H Uhr 30 Min. Kemeny Albert, 12 Uhr Fleckles Melame. auch zerlchnn^en, davonm'chleichen. Da am Sonntag und selbst am Montag die Budapest'r Bevölkerung infolge der strengen Zen ur von der Anwestnhe t des Ex önisZ Karl in Budap st noch keine Kenntnis halte, darf angenommen werden, daß diese Pogrome der ^Erwachenden Ungarn" mit dem großen Ereignis in keinem Zusammenhang stehen und W; es sich wahrscheinlich bloß um eine Feststier aus eigene Faust zum Ruhme des christ' lichm Kurses gehandelt hat. Der Kampf tritt den ArLerparagraphe» im O österreichische» Touristenklnb. Der Kampf um den Arierparagraphen wurde von einer Anzahl unverantwortlicher El mente nun auch in dm Oesterreichischen Tounstenklub hmeingetragen Der nächste« Generalversammlung d r Z e n t r a l e des Klubs liegt ein Antrag vo>, nach dem im W ge emer Statuieranderung in Hin «nft Nichtanern d>e Aufnahme m die Zentrale des Oesterreichlschen TomistrnklubS verwchrl fei» soll. Die freihe.il ch gesinnte» Mitglieder de» Touu> «nklubS wollen «cgrn diesr« Antrag Stellung nehme». Alle fre.heitkich gesinnten Mktgl eder der Zmtrale deS > OckerreMid« TaunLmrludS tuexbrn ankaesa;d«t, ihr« Adrüst» * Kinber-Purimfeier. Die Zionistische Frauenorganisottork für die westlichen Bezirke veranstaltete am 20. d.M. ein» , große Kinder-Purimfeier, die einen ausgezeichneten Verlauf nahm. Der große Saal war bis auf das letzte Plätzchen besetzt: und der übraus große Besuch beweist, daß sich dir Hrauen» ovgamsation immer größerer Beliebtheit erfreut. Die Zog-- linge der Heimstätte 6 erregten durch rhre Darbietungen itz; fließendem Hebräisch große Bewunderung. Das rührige Damenkamitee spendete ein reichhaltiges Büfett und verabreichte 600 Kindern der westlichen Bezirke eine opulente Jause. Das Reinerträgnis fließt der Hermstätte 6 und de» Pogromwaisen zu. * Hundert Jahre ev äuge lisch-theologische Fakultät« Die rvangeli ch-theologische Fakultät in W:e» bückt am 2. d. M. a»f ihr bundertjahr geS Bestehen m>ück. Als staatliche proteftanttfchiheolog fche Leh, anstatt am 2.Apr»l 1821 eröffnet, erhielt sie 1848 Lehr- und Lernst erheit, 1850 dre Rechie einer Fakultät »»b ls61 daS Pwmotionsrecht, 1912 wurde den Professor?« auch der Titel von ordentliche« Unwersitätsprof fforen zuerkannt. A« namhaften Gelchrten bat die Frkultat unter anderen hnvorgebracht: den Arabisten W e n r > ch. den ReligionShrstoriker R o S k » f f. den Pattistiker Otto, L psius, Vogel. Ed. Böhl. Frank. Ewald, Ätz (jetzt ,» Erlangen), Lorsche (im Ruhestand), Se 1 lr». dekan« durch seine Ausgradun-en in Palästina (jetzt i» Kiel). FDun (Halle), .Kunze (Greifswald) und andere mehr. GesenchAttNl «V«A a» de» fe&a