Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 779 (27.3.1921)
- Date
- 1921-03-27
- Page
- Seite 10 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 10 Äiimi» Sonmag Die internationalen Fnhbakwettspiele in Simmering. Der Simmerintzer Sportplatz ist! heute- und' morgen der Schauplatz großer internationaler Fußballwettspiele. Zwei auswärtige Mmnschafteu, der F. -<I. Phönix, Karlsruhe, und' -der Dudapesii Athletiker Wnb, -sind Zn Vaste, Zu denen sich!dre. Wiener SSeoemc Arnateure, Hakoah und W. A. iS. gesellen. . ‘ Der Fußballklub Phönix gehört in die Reihe der -wegen ihrer Spielstarke bestens bekannten süddeutschen Mann- 'fchastert. Er genießt seit Jahrzehnten sowohl in Deutschland wie auch' Lei ,ms einen guten Ruf. Der Führer der Mmnischaft ist der alte Kämpe Reiser, der auch in Wien für dar W. dl. jS. vorübergehend tätig war. Die Spielweise der Deutschen ist nicht so modern wie jene der Wiener besten 'Klasse, doch sehr temperamentvoll unt> energisch. Die Mannschaft besieht aus Lmrchwegs kräftig gebauten Leuten, deren tLpiel einen frischen, krästtgrn Eindruck macht. Es gelang L>er Mannschaft, einige Male »bis weit in die Entscheidungskämpse nn! die deutsche- Meisterschaft vorzndringen; einmal gewann sie sie auch. Dia letzten Resultate von Phönix sind: gegen Wacker, Dlünchen, "2:2, Sportverein, Mainz, 2:1, Karlsruher Fußballverein 2:2, Mannheimer Rasenspieler 3:2. Die ve kam: teste unter den lehtangesnhrten' Mannschaften dürstz Wacker, Mmchrn, sein, dessen Spitzlstärkr hier rühmlichst bekannt ist. Die Mannschaft tritt in folgender Aufstellung an: Maier «,Tor); Trump, Mitterer (Verteidigung); Bohners, Nagel, Hammer (Läufer); Oberle, Wächter, Reiser, SchlvarZLopf, Wrist (Stürmer). Die deutsche Mannschaft, loelche ein sehr faires, schnelles Spiel kultiviert, wird sich in Witt:, wo sie nicht unbekannt ffr, in ihren Wettspielen gegen Hakoah am Ostersonntag atnb' gegen die Amateure an Ostermontag sicherlich im r-esten Lichte zeigen imd die Zahl ihrer Freunde vermehren: Die Emleitungskämpfe besorgt an beiden Tagen der Bl. A. K. Die Athletiker sind in Wien ob ihrer fairen Spielweise stets gern gesehene Gäste. In - der ungarischen Meisterschaft liegen sie zwar im Hintertreffen, aber in internationalen Gefechten haben sie immer gut abgeschnitten.! Das genaue Programm lautet: Sonntag, y*3 Uhr: U. A. K.—W. A. K.; 4 Uhr: Phönix—Hakoah. Montag, 5/z3 Uhr: B. dl. K.—kombinierte Mannschast (Amatertre- Hakvah-W. A. iS.). Sämtliche Spiele finden auf den: Simmermger Sporlpllatz statt. i Heute vormittags' findet in der Zeit von '9 bis 12 Uhr evr Vorverkauf von Sitz-- und Stehplatzkarren, im Cafs Industriellen, T, Bezirk, Konkordiaplatz .3, 'statt. Türmer um den Srlberpokal. •r-, x'Utr ven beiden Favoritener Sportplätzen findet heute und nwrgen ein Turnier statt, dessen Gewinner einen Silberpokal erhält. Außer den Wiener Vereinen Rutwkfshügel und -Hertha nehnreu noch der Hl. Bez. Turnverein aus Budapest «nd der Liesinger A. E. an der Veranstaltung teil. Die Paarung ist folgende: Sonntag, Hertha-Platz:Liesing- Rudolfs Hügel, IO. Bez.—Hertha. Montag, Rudolfshügel-Platz: Liesing—Hertha, HI. BeZ—Rud-olfihüZÄ. Rund um die Alte Donau. Dieses von Ser Hakoah veranstaltete MännschastsKmftn wird nwrgen, Montag, umj 11 Uhr vormittags ausgetrageu. Die Stücke führt vom F. A.' C.-Platz zum alten Haboah- Platz, beim Arbeiter-Strandbad vorbei in die Wagramerstraße über die Alte Donau und längs derselben zum F. A. E.-Platz zurück, auf dem noch eine Runde zurückznlegen ist. Das Nennungsergebnis ist recht gut ausgefallen. Eine Rapid-Mannfchaft, .eine Mannschaft des Radstchrbaonsj, drei Hakoäh-Mannschrftrn sowie die zwei W. A. F.-Leute Bierbrauer und Mannsfeld und zwei Berndorfer Läufer jvrrden antteten. Die erste Mannschaft der Hakoah, bestehend aus den Läufern Scheu, Wurm, Jnwald, Jmö, Weiß und Rcvah, wird alles daransetzen, um das ungidchige Resultat der Vorrvoche zu korrigieren. Die EinzeilLnkmwenz wirb dem famosen Opfolder tvohl kaum zu» nehmen sein; um die Plätze werden die Hakoahncr mit den Radfahrern Plaminger, Gruber, den Rapid-Leuten Stellwag, Kosak und dem-W. Ä. F.-Mann Bierbrauer hart zu kämpfen haben. JÄeufrlls ist ein sehr spannender Llampf?,u erwarten, der über den größten Teil der Strecke gut zu beobachten ist. Start des Rennens. 11 Uhr. Die Hakoah-Rmger in Graz. Heute findet in Graz der Deremskaurps der RingseMonen ikx Wiener .Hakoah und des Grazer Ring- und Stemmklub statt. Die Grazer find Meister von Oesterreich -und verfügen über orlZgezÄchnew Ringer. Ihnen tritt folgende Hakoah- Mannschaft gegenüber: Reichmarm (Federgewicht).., Hübsch /Leichtgewicht), Kohvn (Mittelgewicht. A), Teichuer (Mittelgewicht' B) mb Berger (Schwergewicht); Exsatz Deutsch. Hochfchülermeisterschaften. Dm erst«! Meisterschaftsspiele entspräche!: den Erwartungen, , die in sie gesetzt Word«! waren. Die Spiele standen bei einer sehr fairen Spielweise auf einem achtenswerten Niveau: wobei auch konstatiert werden konnte, daß dir einzelnen akademischen Sportmstrtuttlm«: über ein sehr sentiertes Spielermaterial verfügen, bas bei entsprechender Anleitung schöne Leistungen vollbringen könnte. Die' ersten Spiele zättgten auch schon insofern» einen schönen Erfolg, als bei den - einzelnen Vereinen ein Zustrom von Akademikern erfolgt ist, die sich' in ihrer freien Zeit der sportlichen Betätigung widmen wollen. Pflicht der Leitungen wird es sein, diese JdeuhinzugLkoninienen auch anderen Spvrtzweigen, wie Leichtathletik, Schwimnwn nfw., zuzusühren, so daß die -akademischen HochschÄermeisterfchaften d«m auch auf diese Sportdisziplin ausgedehnt werden können. Die zur Ansixiaqtanq gdlaugteu zwei MeisterschastsspiÄe hatten folgende Er- «gebnisse: Akad. Sportabt. Judäa—Akad. Sektion RubolfSrMtzei 1:1; LSath.-deutsche Hochschüler—Akad. Sektion Sim» onering 3:2. Die Leitung dieser Meisterschaftsspiele ruhte ^in Kchr guten Händen, denn das Schiedsrichterkollegmiu der -ersten Klasse hat sich i» dankenswerter Weise berett erklärt, -die Leitung der SpÄe unter Verzicht ausalle^ Gebühren ya, -iÄernehmtt!. ZZon Spiele der Judäa ist noch folgendes zu erwähnen: iDas Ergcbrrjs erttsprach dem gezeigten Kräfteverhältnis. Es '■**£. an M'd. MtVrgGlM KM. ms Zstdäs WM itia» s wtum /27. Marz'lSLO *&rmf unter ihrer reihe unter auch Lautner war' verletzt. Unttr normalen Verhältnissen hätte die Judäa die arubitivniert kämpfenden Rudolfshüglev geschlagen. Eine besondere Leistung bot im Sttrrm Fisch, der auch nach einem schönen Zuspiel Lanüiers den Treffer ftic. seine Farben erzielte. EÜ! rmüberivindliches Hindernis bildete der rechte Verteidiger Mmrdl. Kauph in: Tore war sehr, wenig beschäftigt. Bei de:! Rudolfshügleru war der beste Manu der Tormann, der tnrrch sein gutes Spiel die Mam:- schast vor einer NiÄevlage bewahrte. Sonst ragten noch £»et' rechte Verteidiger und der rechte Verbindirngsstünncr durch ihre Leistungen hervor. Den Treffer erzielte der rechte Verbinbungsstümner Birsetzky. Dos Spiel ivurde vorn Schiedsrichter Kaufmarm sehr gut geleitet, —' Rudolfshügel III— Judäa II .4:1', ' , _■ * . : i!! i „Qtsetr durch Wie«*. Der Termin des großen Propaganda-Wettschwimmens ist vom Verbände der österreichischen SchwiMmvercine auf Sonntag den 31. Juli festgesetzt worden Die Hakoah tritt heute ae^en Phönix in folgender Aufstellung an: Holpern; Scheuer. Wnß; Lohn, Nußbanm, Pvllal; Katz, Grnnwald, GanSl, BoroS, Slntzky. Hechamer. Heute Wcttsvikl mit zwei Mannschaften « Stratzhof gegen den dort,gen Sportklub. Gemeinsame Abfahrt beider Mannschaften vom illordbahnbof um 13 Uhr,25 Mi«., Treffpunkt in der Bahnhalle um '/^12 Uhr. GeselllgkeitSsektion: ^Bunter Abend" am 3. April. Gäste »,llko«men. Schwimmsrktion: Freitag Training im Beatnxbade nnr für Mttglirder. Lank ullö Wechslergeschäft HuUes & Co. Wien, I., Sebottenring 17 vis-a-via der Börse Xulanteate Burobführung* -35 aller börsenmäasigen Transaktioaen Sa Der Volkswirt. Das tschecho-slowakische Ledergeschäst. Bo» «»seren» BrL««er b. Z.-Berichlerstatter. Auf feem inländischen Lederrimrkt hält die gedrückte Stimmung zurzeit an. Die andauernde Zurückhaltung der Käufer, das Sinken der Rohmaterialpreise, die den Welttnarkt beherrschenden Preisabbauströmungen haben zur Folge, daß von einem zufriedenstellenden Geschäftsgang schon lange nicht mehr die Rede sein kann. Was die Preisbewegung anlangt, zeigt sich bei Ermäßigung der Notierungen fite fast sämtliche Ledersorten noch immer keine besondere Nachfrage des Konsums. In R i n d s h ä u t e n ist eine wesentliche Wftauung eingetreten. Die Preise für mittelgewichtige Häute (Ochs, Kuh, Kalbin, und . zwar 23 bis 30 Kilogramm) stellen sich gegenwärtig auf 12 bis 14 tschech. K.» Stierhäute in derselben Gelvichtslage sind für 10 und 12 tschech. K. zu handeln^ mehrgewichtige Häute (voü '40 Kilogramm auswärts) gelangen um 9 und 10 tschech'. Kronen für das Kilogramm zum Anbot. In Ziegenfellen werden vereinzelte Verkäufe'getätigt. Die Kreise bewegen sich zwischen 45 bis 50 tschech'. K. per Stück und es. wäre angezeigt, wenigstens einen Dell der vorhandenen Lagerbestände für die Ausfuhr nach Deutschland freizubekomnren, wv 85 Mar? per Stück bezahlt werden. Man rechnet in der nächsten Zeit damit, diese .Posten nach Oeffnung der Grenzen abzustoßen. In K l v iusellen (Zickel-, Hirsch-, Reh-, Schaf-t Hasenfellen) ruht das Geschäft fast gänzlich. Durch die allgenwine Weltstagnation haben die Rohhautepreise auf dem Weltmarkt eine rückläufige Bewegung erfahren; in manchen Staaten wurden die Friedenspreise erreicht, ja sogar unterboten, so daß heute immerhin ein gewisses Angebot an auslÄrdischen Rinds¬ und Roßhäuten bestsht. Am La Plaha sind auch den letzten Berichten zufolge die Schlachtungen wesentlich zurückgegangen- / nachdem der, -Nachwuchs der während des Krieges für die: Ernührnug der alliierten Armeen bestimmten, Nftcher noch nicht ^grvß. genug ist, um ein normales Gefälle zu gestatten. Die Preiskotierungen sind für dortige. Verhältnisse sehr niedrig, da sich der Transport dieser Härtte in die Verladehäfen nicht rentiert und die Eigner, zulvarben müssen, bis sich der schwankere Markt gefestigt und fixe Notierungen Platz gegriffen hyben. Allerdings stellen sich Jmporchaute viel tezirer als Inlandsware und es ist unter 18 bis 24 Ma!tk «richts qualitativ Zufriedenstellendes zu erhalt«:. In letzter Zeit mehren sich die Lager an Roß- Häuten rmd es werben diese zu billigen Preisen augeboten. Mau glaubt, daß b(e Rvhhäntepreife ihren tiefsten Nvtiernngspunkt erreicht haben Und daß ein weiteres - Sinken ausgeschlossen erscheint. Was die inländischen Gerbstoffe anlangt, haben sich bei flauem Geschäftsgang die Preise auf der tzanzen Linie gehalten. Für slowakische Ware (gebrochene Lohe) sind ungefähr 65 bis 15 tschech. M..zu. erzielen, 'EWeK/ lohe derselben Provenienz' wird um '70 bis 80 tschech. Dl gehairdelt. Einheimische - E x i r.a k te , sind zn billigen' Preisen erhalüich'Md es gelangt das Gerbstoffprozent znm Preise von 12 bis 13 tschech'. ,K. zum Anbots Jugoslawische Extrakte (Kastmiie) stellen sich' auf 14 Lu 15 tschech'. K-, während Eiche unr .12 bis 44 tschech^ K zu erhaltenift.D uev ra chocholstextr.aM>festemj Zustand) hat infolge der herrschender: Stagflation :ur! Preise nachgegeben und komrat heute arrf 28 bis 30 holl.' Gulden, gegen früher 52 bis 56 holl. Gulden per 100! Kilogramm. Irr Valonea haben die Preise infolge! der Mißernte in Kleinasien ihre Haltung bewahrt rmdf werden heute firr erstklassige Trillo 140 Lire, für miuder-! wertige Posten vor: 110- Lire anfwärts gefordert.^ i! Für heimische Ledersorten werden je rmch Quall-j tät folgende Preise bezahlt: Waschkeru 8O>bis 95>tschech.' Kronen per Kilogramm, Eickienlern 100 bis 110 tschech. Kronen, Riemencvoupons (Prinraware) 100 bis 115 tschech'. K., lohgare Brandsohlenhälse 65 bis 75 tschech. Kronen, lohgare Adern 60 bis 70 tschech. K., Brandsohlenhäute (Leichtgewicht) 75 bis 80 tschech. K„ Treibriemen in diversen Breiten 440 bis 165 tschech'. K. per Kilogrannn. Waschabfall ist zn niedrigen Prüfen erhältlich (Adern werden mit 35 bis 45 tschech. K. per. Kilogramm gehandelt). . Das österreichisch-tschechische Handelsübereinkommen. Die Politische Korrespondenz schreibt'. D'ie an: 17. d. M. in Wien begonnenen Beratungen über ein Handelsübereinlommen mit der tschechoslowakischen Republik find gestern unterbrochen worden. Das bisherige Ergebnis läßt sich' folgendermaßen-, kurz zusammenfassen: Der Text eines vorläufigen Han-> delsvertragsübereinkonnnens, dem em österreichischer, Entwurf zugrunde lag, konnte einer vollständigen Lesungr unterzogen tverderr. Von beiden Delegationen mußten^ wegen eingehender Prüfimg verschiedene Vorbehalte ge-i macht werden. Sowohl dieser Eirtivurf als' auch eüy Entwurf über Er leich ter ungen im G renz ver-i kehr werden daher noch Gegenstand weiterer Derhand-! lungen bilden müssen. Dasselbe gilt von dem österreichi-j sche» Enttvurf eines Uebereinkommens zur gegenseitigen Unterstützung bei der Zvlll; ab fertigung und Zollerhebung sowie zur'Ber-j Hütung, Verfolgung und Bestrafung von Zollzuwider-- handlmrgen und zur gegenseitigen Rechtshilfe. Einen breiten Rarun nehmen die verkehrspolitischer^ Materien. «in, die im Hinblick auf ihre Komplizierthct noch weiterer «ursführlicher Auseinandersetzung bedürfen^ Inzwischen ist es gelungen, über die Durchführung des beiderseitigen Transitverkehrs nach' brüten -Staaten inj geschlossenen Zügen sowie über wagendienstlichtz Angelegenheiten ein besonderes Einvernehmen herzu^ stellen. Gegenstand besonderer Verhandlungen bildet« ferner der Abschluß eines Tierseuchenübeveinkommens, w welcher Beziehung man ebenfalls zu gewissen Formulierungen gelangt ist. j Die Frage des vertragsmäßigen AbbaueK ders beiderseitigen Ein- und Ausfuhrverbots wurde in Erörterung gezogen wt& es wurden unverbind-j liche Vorschläge über die vertragsmäßige Aufhebnngj einzeürer Verbote ausgetauscht. Hierüber fiitb weitere; Verhandlungen Vorbehalten. Im besonderen ist man aber in Ho lzan gelegenheiten schon jetzt zu bestimmtes Festlegungen gelangt. Die Wiederauftrahme der Verh^andtz lungen ist für die zweite Woche nach Ostern.,in Pr aÄ in fich t genommen. Die 5kreditaktion für Oesterreich. In einem Interview teilt der Kanzler Dr. Matzx folgendes mit: Wertvoll für uns ist die Versicherung, die wip in London und Paris erhielten, daß die Liquidation der Oesterreichisch-ungarischen Bank in einer unseve Verhältnisse berücksichtigenden und die Funktionen der Bank für Oesterreich nicht störenden Weise Lurchgeführt werden wird. — Bezüglich der in Aussicht gestellten besseren K o h l e n v e r s o r g u n'g sagte Dr. Mayr: Die' Preise ünd die Bedingungen werden ' uns ’ in den nächsten Tagen nütgeterlt werden. Tirol und Vorarlberg werden voraussichtlich' Ruhr-Kohl^ bekommen. ' . - , Es wird jetzt Aufgabe der Volksvertretung sein, im Einvernehmen mit der Regierung zn der Kreditaktion Stellung zu nehmen. Wir muffen uns dabei darüber im klaren fein,' daß wir jetzt 5kredite nur a u f q e s ch ä f t,l ich e r Basis erhalten können, das heißt unter den gegenwärtigen Verhältnissen nur gegen Sicher st ellung auf-offe n tliches-Eigentum oder öffentliche Einnahme^ Es ist uns überlassen, zu besttmmen, welche Sicherstellungen wir leisten wollen, aber tß hängt von den ausländischen Kreditgebern ab, ob ihnen die von uns vorgefchlagenen Garantien annehmbar erscheinen. Es müssen deshalb verschiedene Garantien ausgearbeitet werden. Das gleiche gilt von den Bedingungen, unter denen wir die Anleihen erhalten. Die Verhandlungen "dürften bereits in der Woche nach Ostern inner« halb der Frmmgkomnüsfion des Völkerbundes beginnen- ( m Rldizdlir Pwiafibifk P. nl l STIIUSS Leitender Gesellschafter: MAX STRAUSS. - Mreo» IV^ k^svoriM-h^t^Lse-Lr. - « ^elexluLu r 5Z.4-»L6. - TelexrsuuvLdresLe: ksprerstrauss Witn. Eyzeugung sämtlicher Alten von Papier und Pappe, Jederzeit grosses Lager für den Export.