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Wiener Morgenzeitung · 1921-03-25 · Heft 777 (25.3.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 777 (25.3.1921)
Date
1921-03-25
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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tzntr 6 Wien, ^reiiaa Wiener Mor'x'enzertüü- * Für eine direkte Augsvrrbindunq zwischen Polen und Triest. Wie _im: '.nctciV^ wud. finden derzeit Verhandlungen Natt zwisäicn Tricsstr Schissnbr!sgrlellsckcif!cn und den betretftiiden Eisenbahnverwal'itngett zwecks Einführung einer d i r e k t e it B u c\ 3 ö c r b t n b « n fl z w ischen P o l e n ü tt b Trie st. Hiedurch würde die, Palästina-Wanderung aus Polen über Triestäne^ bedeutende Erleichtet ung erfahren. Es bestehen begründete Aussichten, daß die Verhandlungen demnächst abgcschlosfcsiwerden. Obstbaume für Kleingärtreer. Heule. Freitag, gibt dir städtische Kleingartenstelle im Rescrvegarten. XII., Eibe?brnnnaaffe, billige Obstbäum?. Aevsel. Birnen. Nüsse usw>, und Beerensträuchec ab. Abgabe Nur für Kleingärtner gegen Verweis einer! Schrebergärtner-Legitimation. * Abba» der PetroleumbezugsbeschrÜNkuugsn. Infolge der günigeren Petroleumanlieferungeu ist in den Sommermonaten nicht nur leine Einschränkung der Petroleumousgabe notwendig, sondern vielmehr rin . A b b a n d e r- P r r r o l e n m b e z u g s b e s ch r ä n k u u y e n möglich geworden. Die wesentliche Atitdermig der neuen Pctrolemtibezugsbedingnngen besteht darin, daß beim Peirolcnmbemg auch WohnuugZiuhabrr Petroleuur blieben löunen. die in ihrer Wohnung Gasbeleuchtung »der elektrisches Licht haben. Die neuen PetroleumbrzugSkarten werden durch die zuständigen Brotkommissionen am 1. April für die Familiennamen A bis E, am 2. April fiir F bis H, am 5. April für I bis I-, am 6. April für >i bis 0. am 7. Apnl für U bis 8 und Sek und orn 8. April für 8t und T bis 7. ausgcf^Igt. . \ * Nnchschau in StunKer»Hotels. Gestern nachts 'haben Kriminalbeamle des polizeilichkn SittenamteS eine Nachschau in mehreren Stundenhotels des l. Bezirkes vorgrnommen. Es wurden zwanzigFranen anfgegi isseu, von denen zehn als geschlechtskrank dem Frauenspital übergeben werden mußt-n. * Berhr sieter Defraudant. Am 5. Jänner k. I. hat der Kaufmann Dnv.d Soffer aus Czernorviy im SicherbeitSbureau die Anzeiae erstattet, daß er dem 24jährigen Agenten Josef Rubel aus Cnknannc in der Bukowina emr Summe von 11.000 D o l l a r mit der Wellung anvertrant habe, daß er das Geld nach Czerrrowitz dringen'sollte. Rubel hat ihm nun der Anzeige zufolge die Dollar veruntreut und ist damit geflüchtet. Am 17. d. M. ist es gelungen, den Flüchtigen in Budapest festzonehmcn. . Er wurde der Staatsanwaltschaft in Budapest übergeben. Bei ihm bot man noch einen Betrag von 37a Millionen Kronen gesunden. >■ * Diebstähle bei der Firma Caro L Aellirrek. Die Speditionsfirma Caro Jcllinek, I., Deutschmeisterplatz 4. erstattete im Sicherbeitsbnrcau die Anzeige, daß sie rn den letzten Tagen durch Diebstahl an Gütern, die st; .mm Transport übernommen und verwahrt hatte, bedeutenden Schaden erlitten habe. Der Anzeige wurde hinzugelnat. daß der Manipulant Johann U l l b r i ch t, XIX., Friedlgaffe 24, sich in seiner Wohnung und auf dem Boden mit verschiedenen Gütern und Kisten zu schaffen gemacht habe, dir der Firma gestohlen worden sind. Die Kisten hat der MöbelpaZec Gottfried U l l b r i ch t, XX., Engrrthstrnße'108, zn chm,gebracht; haiwtsächlich handle es sich nm Bettwäsche, Kleider, Mösch, Teppiche und Leder. In der Wohnung des Ullbncht wurde eine Hausdnrchsnchung vorgrnommen, bei der viele Gegenstände gefunden wurden, die augenscheinlich von Diebstählen an Frachtgütern herrühren. Die beiden wurden beut Landcsgericht emgkliesert. Geschädigte können sich im Sicherheitsburean, IX.; Elisabethprommade 7, bei Dr. Krachler melden. * Buhowinaer Landsmannschaft Buchenland. Samstag den 2. April sind et »m 7 Uhr abends im Schwarzenberg-Kastno, eine Soiree mit anschließ.'ndem Tanz statt. Es wirken rnu Ftl...Rose W a g s ch a l (Volksoper)Hoffchamvieler Ferdinand B o n n,- Josef Reckl 'Volksover). Herr Max B r o d (Johann Strauß-Tlnaler). Violinvirtuose Herr Robert Fleischer, Pianistin Frl Melitta Ritscher. Tanzmusik Salonorckester Huber. Eintrittskarten im Vorverkauf bei den Komitermitgliederu, femer bei den Firmen Karl Schlösser & Co., I . Dorm» ni?an?rbaster 19, Karl Heller, I., Botlausstraße 5, „Texlil-Zeitung", I., Grunangergaffe 1, und in der Bereinskanzlei, l., Elisabeth« straße 26. _ . * Braut- «nd FamMenbilder liefert in bekannt gnter Auslühruttg Photo „Gebhardt" II., Taborsteaße 5. * Fadriksnerre nnd gebrauchte Schreibmaschinen in größter Auswahl zu billigsten Preisen bei Leopold Kurzer, Wien. VI!.. D-stbahnstraße 23, Tel. 31-5-37. _ * Die Speditionsfirma Leo Wang, II., FerdiuandSstraße 29, überurmmt zu dr» billigsten Tarifiätzen Transporte aller Art nach Rumänien per Schiff mit Umladung i» Giurgiu und Galatz sowie ver Bahn mittels direkter SptzialMge »ach C z e r n o tv i tz. * Der erste Weg für Brautpaare ist i»S N e ub .a n e r M ö b e l b e i m. VH., Kaiserstraße 17, «ur dort kann man zu Spottpreisen eine moderne und gediegene Wohuurrgsemrichtung erstehen. Haltestelle der Straßenbahn 5 und 15. Arrterrrchk * BandkurS. An 5er privilegierten Handelsschule Ernst Dent'ch. Wün, ^!X., Hörlaasselte <Ecke der Liechtrnsteinstraße), beginnt der nächstneunwöchige Kurs für Handels-, Bankttttb BorUwesen fiir Juristen. Techniker. Ofnzrere,Beamte,Lebrerusw. nm 1. April nm 4 Uhr nachmittags. Der Kurs umfaßt : Doppelte Buchiütrrun^ inid Bilanz, kaufmännische Arithmetik, Handels- und Wechselknnde. Handels- und" Barkkorrespondrnz sowie Banktechnik und Börk-wesen. Anmeldungen täglich nur vou 2 bis 7 Uhr abends, r Vormittags kein Schnldettieb.) Auswärtigen empfehlen wir um'rre Lrhrbrhelfe für Bankkurse z«m Selbststni^nln! Brrernsnachrichteu. , ,?\ :t fl c k b ö c t e i n J'K I) ö to o t 6,3 i o n*.!! , Kleine?>uwh:tsstl'aßc 1N0. Heute. 7 Uhr abends, dringende Besprechung. Di? biß heilte. 8 Uhr abends, nicht abgerrchnrten Karten werden als verlaus: b trachtet. _ Die Ernährung. Der Marktbericht. ° llch'lc sch hat sich gestern in der G r o ß m a r t t h a l l e uu>. d Riridrleisch. an welchem Mangel herrscht, ,um K 10 per Ki!oflra;!l7n nn Prelle erhöht. Es kostete Kalbfleisch K 240 bis 2d0. Rinofstllch K 250 bis 270 das Kilogramm. F e: : trar gestern noch unverändert im Preise, wird aber von beut.' üb fivc Preisermäßigung erfahren, und zw^r wnd in d'r Großmarkthalle prima Fett um X 256 und solchrs zivkltcr Qualität K 216 per Kilogramtn kosten. Sehr schlecht waren die F i s ch m ä r k t e versorgt. Für jugoslawisch; Karpfen weiden Prelle Big au K 200 gefordert. Außer diesen Fischen gab cs nur gewässerten Kabeljan, iaZ Kilogramm ZI! K 50. , Auch cnn dem G e s l ü g e l m a r k t wurden die P r e l s e \r\\v::: •.« dieHöhe ftcieAtgestm» Ponlards bereits X 460 (!) per Kilogramm, was im Vergleich« zu den lktzten Prnsru gleich eine El hohung von X 40 beim Äilogramnr bedeutet. ' Die G r ü n w a r e n m 8 r k t e waren mit Gäitnrrwarm weit bester als in den letzten Tagen beschickt. Trotzdem wurde für S p i « a t der P r e i s erhöbt, und zwar kostete Bläkt«'lpinat X 40 das Kilogranrin, S:engelipinnt X 2t. Die Kartoffelzufuhren haben sich etwas gebestett. Eier, sind tu genügenden Mengen aas den Märkten vonütia, finden jedoch wegen des hohen Preises nur schwachen Absatz. Bühne und Kunst. Konzerte. Fugtmsien der Orgaitrsatton' „Vereinigung Wiener Mttstker" tvirkten die Philhatiitoniler, das Shmphonie,-Orchester und da? V o l k s o p e r^Or ch e st e r in einem einzigen Klangkörper zusar.i:nen und so gab es ein MassenmtrsiAieren, wie e§ sich einst Berlisz nt seinen ksthnen Phantasien vorgestcllt hatte. Selbst der Nkagier des Klanges, Richard Strauß,'der seine Alpensymphonte dirigierte, beraurschie sich an der Wirkung dieses Orchesters und horchte freudig lächelnd in diese Sinncnprachi der Streicher, in diesen Mäserglanz, in die Wucht des Schlagitnerks. Bei einer solchen Besetzung war er-imstande, nicht nur den Hörer auf den Gletscher und mtf den Gipfel zu sichren, sondern cntch das Orchester zu Gipfelpunkten orchestraler Kunst anzufeuerrt und alle Herrlichkeiten seiner Partitur. anszubreiten. Vorher hatte Ferdinand Löwe die „S<vku.nta.la"-Ottvi:.rti'tr von Goldmark in ihrer orientalischen Pracht und chrcnt Farbenrkichtum vorgeführt. In liebenswürdigster Weise setzt sich Rossini in semcnt „Stabat tnater" mit. dem Himmel auseinander. Ec verliert sich nicht in musikalische Abgründe, sondern läßt zu Ehren des lieben Gottes die schönsten Arien, Duette, und Chore erklingen, verschmäht a-uch nicht die Zufuhr frischen Theaterbliutes und Smtger tutd Publikmn habett daran ihre Freude. Maestro Edocvrdo Gran eilt leitete die Aufführung in seiner bewährten Art, die italienische Sntnenfreude und deutsche Exaktheit aufs grünlichste vereitngt, den ausgezeichneten Chor stellte die Singakademie, die Soli waren bei den Damen Forstel und Kittel, den Herren Maik! und Mayr wohlgsborgen. Herrn Mahrs eittzigschoner Gesang, .der-mit seinein Glanze Chor und Orchester überstrahlte, bedeutete hoffentlich keinen Schwanengefang an das Wiener Publikum. Der Abgang des Herren Mayr wäre wohl ein kaum ersetzbarer Verlust für die Staatsoper, aber auch gegen das Interesse des Künstlers, der fest im Wiener Boden wurzelt und aus diefem immer frische nmstkaltsche Kräfte in sich aufnimmt. Der italienische Meistevgeiger Arrigo Serato spielte Beethovens Vioilinkonzert mit sÄtener Reinheit und Klarheit, edel im Ton, einfach mb ströß in der LinirnfÄhramg. Abgesehen von den Kadenzen, in denen er eine Brillante Technik entwickelte, vertnied er , alles Virtuose, zügelte sein starkes Temperament und brachte' r unter glücklicher Wahrung des lyrischen Charakters des Werkeseinen Beethoven-Vortrag zustattde, der eines dstckschrn Mustksrtz würdig gewesen wäre. Bei Herrn Gmdo Bo tat sch an, der an seinem Lieder-, aberch Wagners „Wesettdonck-Liedor" mü> SHiunanns .Dichterliebe" fang, werden kleine Mängel des Ansatzes und der Vokailisation durch starke, seelische Beteiligung und angenehmen Vortrag ausgeglichen. — Frau Olga Kürschner- K a l i w o d a hat Talent für den Lichgesang, müßte jedoch ihrer Stimme zunächst den richtigen Halt sichern; dann würde ihr warmer Ton ungleich leichter tntd freier mtSfließen. Bon den vielen Kamanermustkveremigungen, die in letzter Zeit mit mehr oder weniger Berechtigung vor die Oeffenüichkeit treten, hebt "sich das . Klaviertrio Jahn-Beer vorteilhaft ab. Geistige und musikalische Führerin dieser Bereinigung ist die Pianistin Frau Berta Jahn-Beer, die in treuer .Kameradschaft' mit dem Geiger Herbert Prix und dem Cellisten Wolfgang M a g g musiziert. Geistvoll in leichtem Plaltderton erklang das.Scherzo, ernst und feierlich, gleich OrgelKang, der Bariationenfatz des Beethovensch-n Klavieri trios Op. 97, das wir schon lange nicht so schön spielen gehört höben. Gm Gefühl der LeibenS-fveube strömt von Frau Germaine Schnitzer aus, wenn sie sich nach einer Äegantrn . VerBeugung mit dem liebenswürdigsten Lächeln arts Klavier setzt. Im Besitz einer perlenden Technik, versteht sie es. die verschiedenen musikalischen Kräfte, die in ihr ruhen, vorsichtig gegeneinander abguwLegen und dann ihre Kunst im hellsten Lichte spielen zu lassen. In Schuntarms Fis-Moll-Sonaie klang es wie echter Gefuhlston «nfc doch war es die wahre Innigkeit nicht. Jmnter wieder bringt Front Schnitzer kleine Kaprizen, Pikante-rien tvnd Ueberrnschungen, in ihrem Spiel ist ein ständiges Glitzern und Gleißen; bas der weltklttgen Fvau ebenso Wohl ansteht wie ihre schimmernden Schultern und chr strahlendes Silberkleid. Der starke Beifall des PuiblikumS galt einer intereffcmten musikalischen Persönlichkett. Dr. Erwin Felder. Staatsoper. Er ist bezeichnend für de« sichere» Instinkt des Theater* Menschen in Michael Bahnen, daß eine seiner liebsten Gastier- und Paraderollen der Archiopirrfürft in Verdis „Vda* ist. Bezeichnend darum, weil sie an glutvollem Lebe« und dramatischem Feuer die meisten übrige« Bariwupartien deS Derdischen OpernrrpertoireS ebensosehr übervagt, alS sie an AvSdehnmrg und gesanglicher Bedeutung hinter ihnen zurückstcht. Das dramatische Moment ist vor allem maßgebend fürB o hnrns Wa hl. U nd maßgebend für die Darstellnng seiner Gestalten. Er kegt artch diesmal alles auf den Höhepunkt der Oper, die Nils»«e, an. Und mit ihm Fra» Jeritza, nicht minder a«» %m v»llen ihr« L«ial« 2.7. März 1921 *'■ Nr. 777 . >.... — —.—..-.. —....... dramatischen Urltair schöpfend., Unrthört packend daS Schauspiel,, die Tempei antentr dieser zwei Vollblnlmcuschen in immer heftiger« Le drnschasi sich aneinander entzünden zu sehen, bis zum Augenblick der höchsten Spannung, der A'ida vor den Füßen ihres' Valets" sieht. Als '.Dritter' im Bund? S l e z a k, der. wieder Hriutgekebrle, mit allem Glanz seiner »nvergleichlichen Tenorsilmm«:. die Ensembles überstrahlend: ein Dreieesiirn blendendster'Slmtntrr.tfastung, wie es nur zu lange schon entbehrt-wird tzud wie'es ehedem, in.schöneren Tagen, selbst» vl-rständlicki war, in Tagen, da jeder Opernabend, auch ohne vielfache Pretsethöhnug, eine Fcstatmührtuig bedenkete. 2m übrige» lag — abgesehru von der ansgezeichmtm Leistung von Fra« Paalen — ans der Ausführung, iumtn,.t!uh in den Chor- und Ensemblesätzen, bereits retchtich Stand. Und im Otchester würde man gerne wieder ein richtiges. atrmranbendeS Pianissimo auch bet Grlegenheircn hören, die nicht von ltnger Hand vorbereitet werden. ' ' ' - z. t Neue Wiener Bühne. (Jrnn ersten Male „Hah netc kamp s", Komödiä ttt fünf Btlderii, i50it Heijirtch La,t tcu sack. „Der Henker", Schaufpiel in ci-tLm Akt, von Maria L a z ar.). - Dirsr Korn.ödio, welche seine ist, schildert de.i 'Kampf eiiter Komittnutstettgemeitischaft gegen den starren Verfechter deS Einzrleigenttlms. Allerdings bandelt es sich hier.nicht ttm polnische Gegens<i>c, - sondern es gehl: .um?' Weib. Eist Grüppcheit vort Dorfhonoratioreu, des^ett Wortführer^, der Apotheker, so etwas tuic eine Weltanschauung mit sich herumträgt, teilt sick) in de'a friedlichen Besitz eines Weibes uyd l prallt mit dem Geuvarmeri zusammeir, de.: die Dirtte für;, sich alle tu haben will und darob sogar die Frau des'5^onttnandanten, sein bisheriges Lichcheu, verschmäht. Seine Waffe ist: Er weiß etwas. D'run vor Jahr und Tag ist eirt 'UmtEorgan -'aus Gcheinmisoollr Weise ttms Leben getontntütt utüs d-er Gendarm droht mit der Anzeige, dio dort Herren unäugenehm werden könnte. Derr Schluß bildet, ttach bayrischem!. Landesbrauch, eine Schießerei zwischen dem Apothckev: uttdi dem Gendarmen, die für diesen letal auSgeht. Der Biedermaim von Apotheker (egt ein an dort Gendarmen gerichtetes Billettcheu der fatalen Jintyzentia .neuen die Leiche, . dep Selbstinord aus unglücklicher Liebe ist fertig und zum Schlüsse; Mndet ein Marterl voll dem tragischen. Ende .des' unglücklichen Liebhabers. Diese uninteressante Handlung fließt träge in fünf Bildern dahiit, die durch die Schilderung/einiger nicht ganz übel geratener Volkstypen belebt werdeit. sollet. .Der startz Beifall galt denn auch ausschließlich der guten Darstellung. Namentlich war eS der Gast Herr 'F o rest,/der mit denzj Apotheker eine 'starke Leistung schuf. Die übrigen größere^ Rollen lagen bet Herrn Taubler «üb Maria Eis in guteztz Handelt, ritte sehr ergötzliche Type stellte Herr Egerer... Starke Farben trägt Maria L a z a r in ihrem Einaktey „Der Henker" *mf.. M^,«rcaspe Weny,. so ekne..7ArL dramatisch-psychologischer Ritt auf.7>em Uasiermessen, zeichneti das Innenleben eines, zum Tode verurteilten Mörders, vonj Karl Forest eindriitglich dargestellt, in seiner letzten Nachts Das Gegertspiel zwischert diesem mtd dem angstschlotterndes Henker, den er sich, dies sein letzter Punsch, hat in die Zelüj - kommen. lassen, ist literarisch gut getnacht, der Besuch tag Bordelldirne, die die Todesangst seiner letzten Stunden durchs die entfachte Brtmsi übertönett will, und auf sein Geheiß den Sohn des Henkers noch/ rasch ermvrdrit geht, so " daß der Henker, der den Mörder holen kommt, bei dieser (Shü hüllung zusammenbricht und dem Deliquenten nichts übrig! bleibt, als sich selbst ins Henkerbeil zsu stürzen —sdas alüH ist schon blutrünstig« Sketch. Und man war nicht wenig! erstaunt, als eine niedliche junge Dante den Beifall' ihrer« zahlreich anwesenden nngarischett Landslcttte dankend quittiertem A. F. %m den Theatern. I» drr StaatSover gelangt im Laufe der kommende» Woche ^Ta»nhä«se r".mit Leo G l e z a k als Tau«» Häuser und Marie I e r i tz a als Elisabeth, zur Aufführung. — Michael Bohnen gastiert dieser Tage m Preßburg «u> Budapest, kehrt jedoch nach Wien zntück und wird «och einige Male in der Staatsoper singen. Frau I e r i tz a singt am Dienstage de« 29. d. M. m der Staatsoper zum ersten Male «ach ihrem Urlaub die von ihr kreierte Partie der Mart^tta in der »T o t e n S t a d i*. Der Komponist wird diese Aufführung dirigieren. Im Deutsche« Volkstheater gelangt an beiden Ostersciertagen als Nachmittagsvorstellungen nm '/-2 Uhp Grillparzers Lustspiel .Weh' dem, der lügt" zur Ausführung. Für Dienstag den 39. und Donnerstag den 31. d. M.. '/»7 Uhr abends, wurde« die beiden Drame« „M u t t e r* twd ^Freiheit" angesetzt. — Im Deutschen Bolkstheater bleibt h e« t e die Tageskasse nur bis 1 Uhr, m den Kammerspielen bis 12 Uhr mittags geöffnet. Ju den Kammerspielen beginnt morgen (Samstag) die Erstaufführung des Lustspielzyklus „Man kan» r n ch a n d e r S" von Hans Müller um 7 Uhr. JmWienerSladttheatrr gelangt Ostersonntag und Ostermontag nachmittags lUZ Uhr die Posse mit Gesang „L » m p a c t v a g a b u n d u S" von Nestroy zur Aufführung. Hanfi Nies« spielt den Knieriem. Im Josefstadter Theater findet morgen, Samskag, d,e UrauMhrung des Schwankes „Die Geliebte i » M o l l" von A- E n a e l und I. Horst, mit Gisela Werbezirk als Gast, statt. I« K o m ö d i e n h a u s e wird am l. April, 10 Uhr abends, zum ersten Male „D e r N a r r « u a b e n d d e S Herrn d e r W e l 1*, (1. Akt: Mahnung au die Könige der Erde; 2. Akt: Sturmangriff auf die Dadaisten; 3. Akt: Der Junggeselle wider Willen; 4. Akt: Das KönigSnarrenschiff) von Jakob Moreno L e v y aufgelührt. Dorverkan'Skanm an der Taaeskaffe des Komödienhansek, IX., Nußdorierstraße 4/6, Notenturmstraße 5/8 (Basar-, in allen Theaterkartenburraus tmd in der RedaMou des GenosienschastSvetlsgeS. Die R e u e W r e n e r B ü h n e veranstaltet Ostersonntag und Ostermontag zwei Avendaussührimgen, und zwar als erste Vorstellung, 7,7 Uhr, „H a H u e u k,t m p f", .D e t He«ker", als «Erstell»»-, S Uhr, .I« L«x»S-

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