Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-03-23 · Heft 775 (23.3.1921) · p. Seite 5

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 775 (23.3.1921)
Date
1921-03-23
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2979854--07060-2993074
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

3 entity mentions

Nr. 775 --?— Wien, Mittwoch, iUtettet Msxgenzeßtrtug 23. Mirz 192! Seite. L vrgans iauf die Heilkraft der „Rrkigion-der Liebe, den Aist de- ThvistentumS und der WeltÄrche" zu Erschüttern. Pathetisch wird der Welt verkündet,-? daß diese, reinigmderr Kräfte am Werke sind. D'aS ist eine- Mvorsichttgs Aeußerung nach der Probe, die uns die „ReichSpost". voin liebevollen Gristeihves gut ^christlichen SchwestsrblaLies ' in- Bayern vorgesstzt - hat. Auch sonst sind die ErfahrunAL»,. Ae die Welt^ Mit dem „sittlich-religiösen" Gedanken überall dort macht, ■ wo feine Wortführer zur. politischen Macht kommen, nicht geeitznet, die optimistischen Hrrffnungen der „Reichspost^.zu-Verallgemeinsriu Es sist ja richtig, baß zum Beispiel im .Meißen" Ungarn eine gegenseitige Beschimpfung politischer Parteien ausgeschlossen ist. Dort bewahrt der Henker die- Redner der Opposition Vox der Gefahr, die schlechten Sitten der DLajoritLt anzunehmen. Aber von Ungarn spricht hie „Rerchspos^. wohlweislich.gar nicht, sondern nur von der deutschen Republik. Vielleicht ängstigt ihr anschlußseindlrchrs Herz die -Furcht, daß die Einbürgerung des „falschen Tonfalls" in.'Deutschland..— einer der vielen Angleichungsvbrsuche an Oesterreich ist, wo die christlichsoziale 'Partei besagte» »Tonfall" schon längst sanktioniert hat. Die „Rsichspost" möge-sich bsruhigen: Die Reichsdeutschen liefern Beweise genug, baß sie an. ihrer Altväterart hängen. Ein solch«. Beweis liegt ckn-folgender Verordnung, betreffend ' den ' nrilitärischen Gtuß, diegerade in^ diesen Tagen das' Licht der ehrftrrch'tSvoll stannsnberr tMlt erblicktem ,/Der Gruß beginnt so rechtzeitig, baß er'ebenfalls rechtzeitigerwidertn-erdsN kann.: Der Gruß ist erst zu beenden, wenn der Gegrüßte völlig vorbeigegangen tist. Die rechte Hand wird au die, Kopfbedeckung^ gelegt, daS Handgelenk leicht nach unten gewinkelt, die Mager geschlossen, wie in der Grundstellung, Zeige- und * Mittelfinger berühren den unteren Rand der Kopfbedeckung. Der rechte Arm.wirb etwa in Schulterhöhe. gehoben, der linke ' Ärm zwanglos gehalten. Der Gegrüßte ist, heim' (Hnisr aitzuseyen. Dasselbe gilt für alle, die den Grüß.',LÄvidetn. Ohne Kopfbedeckung oder wenn' der rechte Ärm 'nicht bewegt werden.-kann sowie, mit nmgrhöngtem ‘ Karabiner . bei. Huß ist .die .-Achtuugsbezeugung durch MnnahMs -einer . aufttthten Haltung, beziehungsweise jnr Stehw .der.,Grund-.. stAknng Uno freies' Ansehen durch Kopsdreheu ^D ..erweisen. . Berbeugmige»' 'irgendwelcher Art sind unstatthaft"' ' . - ' --Meft' Deroftmüng ist -auch' 'itt-'änberer^-HinsW^ -sehr. belehrend. Sie zeigt, woher die deutschen Politikst ihre Scheu »or höflichen. Verbeug» «g t n haben sowie die ir^ss 'Gewohnheit, - sich .gegeuseitigr AchtUngsb^eigungett' nur durch Annähmv..-eineL.aus.rechtett Haltung zu erweisen. Der „falsche Tonfall" stammt — vom Exerzierplatz, Dessen, glor- ‘ reichte'.' 'Traditionen' auf „heidnisch-jüdisWn^ Haß" zurückzü- ^sühpest Me...einzige. neue Note -ist, die die „Reichspvst". in die-Sache -hmeingedeutelt hat'-'. . -i Tie -QchreLereLeK, eines Offizierskonsortiums. Wie aus ^talisn ÄVaa^ons --efchoben rverdew. ^Anfangs.Marz, d. F. ist in Villach sin Unbekannter, an den^hHt,sta^HWttz»,^BahnyKerxevldeptN». Anton. Pive'tz mit det Frage herangetreten, ob er Teilhaber eines glanzenden Geschäftes fein wolle. Im weiteren Verlauf der Unterredung bot ihm der Fremde. eins Summe von einer Million Kronen, wenn er ihm dazu behilflich sein wolle, einen Waggon mit-hochwertigen' Gütern im Werte vyn.26 Millionen Kronen, der aus-Italien komme» an sich zu bringen. -Der Ve^ührer 'stellte sich die Sache so. vor, daß die italienischen Frachtdokumente in' Arnoldstein verschwiriden.sollten, dadurch würde der Waggon überzählig gemacht und könnte, dann ohne Dokumente, also «schwarz", nach Villach abrollen, und dort wäre /es. nach - Aenderung der Waggonnmumer und.Beigabe von Frachtdokumenten, die auf diese gefälschte Waggonnümmer lauteten, möglich, den Waggon an die AdrW eines angeb-, lichen KaufnranneS Alberto Altavile nach Wien-Nordbahnhof - abzuscnden. Dort könnte dann der Inhalt . deS Waggons, der aus Seide, Gummi. Schafwolle usw. bestehe, veräußert werden und der Erlös ergebe für alle Teilhaber ein-nettes Sümmchen. i -q Hiveh war . von., allem. .Anfang an ,-, eut° schloffen, die Machenschaften der Gaunerbande zu enllarvm und - --ging dühM-auf. ihren Vorschlag ein, verständigt«: seine borgefttzße Behöride urrd die Bahngendarmene in Villachs ndi«H sich mit der Ausforschungsabteilung in Wien-Rord-bahnhof ins Einvecnehmensetzte.. Nun wurde, uni der .Betcügepbandü " habhaft.zu werden, .omMrdnct. daß der Waggon von Ovganen der AuSforschungSaLterlung. über Villach, nach.- Wi?n be- Aleitet;werde>: Als nun-der betreffende Waggon - am, 19.. d. M. vormfttagSr.in Wien ankdm,. -.wurden.. pMer- Aer^ur^'-.-de-7.Jni». spektors. jSchorm der Ansfo.rschungsabteikmrg . drei Personen im Nordbqhnhof -angehalten, als fie sich bei dem Gstterzug FnfanLenr-. um, vie Entladung des WaggoyS. zu veranlg-ffan. Die Angehaltenen waren der 28jährige Fabriksvertreter Mario. W afd..ia.N) aus Hermagor, ein früherer Leutnant, der 45jährige - Handelsagenturinhaber Mchard - B os h a r/ Wiedner^ Hauptstraße 77 a wohnhaft, ehemal- Kurvet t e n-k a p i t ä n, und der. 28jährige TranSportbeglertee Günter.B aravall i aus - Graz, ein.ehemaligerHauptwan». Die Verhafteten werden dem Landesgericht eingeliefert werden.. Er Almanach Mischer Kunst. - -' Wir erhalten den folgende» Aufruf an jüdische 'KkrMr, KunsNrrundc und Sammler: ' In nächster Zeit sollen in W i e n rmter dir Leitüttg HistS KollegckmS von Künstlern und Schriitsttllern i» pmodischer Folge reich illustrierte Almmache zu erfchelnm beginnen, wclche der Kunst bei den Juden gewidmet sei» sollen und das weilere Ziel verjolgrn. ein; Plattform für die Aukbldüng einer jüdischen Kunstklitik zu schaffen und eme Statte, -wo M Künstler und Schri tsteller, die sich liir feie Probleme der jüdischen Kunst inieresiieren, begegnen solle«. Die techni'chen Schnu^iotesten für die A»SMdrung einet solche« Werkeß sind groß» dck» wwstzl H ÄckSckrr«^ Ott W Wiich« L»ZO° Mittkilsvßtll aus dem Publikum, j Statt Karten! Gustav Nachtigall Anna Freilich Wien Stanisltn laden alle Freunde und Bekannten zu. ihrer am 27. März I92it 1 Uhr nachmittags, im II. Bezirk, Fazmanitentempel, stattfindenden Tfawtss-lg höfliefast ein 4SS5 Zur Vermählung ihres Kouains ll!« Luft mit Fräulein Roca Rubel gratulieren herzlichst FamiSi® ItfSoses Hopowifz it7 RILIAMTE», Perlen, 0%ld, Silber, PlaUn u-Uhren kiait vsd verkauft 776 ETTER Botezttnrmst?. 23, Marlafeilferatr. 98 B Grösster und beeter Käufer Wiens ^28 Brilla-nt©Wj Perlen Juwelen, EdelsteinhändlcirRabinouivifsch, Juwelier I. Maximilianstrasse 5 II. Stephaniestresse 3, nur Nr. 3 (jetzige MaMeretrasse) (jetzige Hollandstrasse) Tel. 8341 und 45146 im eigenen'Hausa Freitag ab 6 Uhr h. Simeiaj geschlossen. H8rßh Säe atiOh Ün8ere Prel86 und Bureaumöbel die grösste AuswaM Leopold St ein hart i,( Sibarstraas« Nr. 9 SehralbmaeehiBenraparatarea raset», billig and fnfc 158 TeL 4073/V1U mnn - In ess - En Ml L, Kohimessergasse fl (seil 18SS) g Der hum. Tfeeater* nnd Gcsclliikcitaveretn ..Amiens“ gibt hiemit bekannt, dass dis für Samstag den 26. d. M. an gekündigte KH9U zML"«v«»ov (us U A>WW^4W»tg<WWWWgff?fflWIBg^PlBW?aiBJB unter der Devise „Eine Nacht. Inn Orient“ infolge technischer Schwierjgfcöii n auf Samstag den 2. April I. J. verschoben wurde und an di .sem Ta$>ö in den Festsälen des Hotel Continental, II, Taborstrasse 4, statlfindea wird. PiestlichQ Karten erhältlich bei: * Aida“, lk>, Taborstrasso 5, Kartenbureau Schnitzer, XX., Wallensteinstncsse 84 und Tanzinstitut „Heimat“, II. Bez, Praterstrasse 43. Bereits gelöste Karten behalten ihre Gültigkeit. der Exportakademiker (Palästinasektion) Heule den 23. d, -M., um v,8 Uhr abends findet im Fests^ale des Hotel Continental,!!., Taborstrasse, die letzte Ver- »nstaHung der Exportakademiker statt. Dieser lustige Purim- Abend bildet den AI Schluss der wohlgelungenen Veranstaltungen der Exportalcadrmiker in dieser Saison. Restliche Karten sind im Heime, 11., Taborstrasse 1—3 von 8 bis 6 Ühr nachmittag« erhältlich Tanzmusik Wacek>OirehQ«tei’s jcii werke sind in der ganten Welt zerstreut vnd bei dm jetz'gen Bedingung n ist rs n cht leicht, das nötige Mat rint zn sammeln. Daher wenden sich die Unterfertigten an die jüdischen Künstler, Schristst-ller. Sammler und Mus en, ihnen die noiigen Materi.lren, me gute, dm liche Reproduktionm von Bildern, Skulpturen, Zeichniingm. kunstgewerbliche Erzeugnisse, einznsende», lerner Aufsaßr und EffayS, die allgemeine Erscheinungen und Fragen der brldende« Kunst bei den Jude« sow'e einzelne Künstler behandeln. Uebrr d.ese letzte» bitten wir auch um biographische- NotitM. Unsere Aulgale ist n'ch! nur, die hmt'gr Avnst.m behandeln, sondern auch rnrospe'tiv die ältere nnd alte jüdische blldmde Kunst. Zur Durch'ührung dies« Blaue wird ein großes R produktionsmat'-rial nötig sei. um die Möglichkeit einer Auswahl zu biete» von allem Bedeut mdm, daS jüdische Künstler,« allen Zeikcn und Landern geichaffm habm oder schaffen. Es soll nicht der Propaganda einer brsiimmlete einseitigen Richtung gebient «erden, weil uwereS Erachtens noch nicht die Zeit gekommen ist, um eine bestimmte Richtung zu propagieren. Daliei wenden wir uttS an alle jüdischen Künstler.- unabhängig von iheer Richtung, und rechnen, in der Uederreugung, daß der Moment >r Schaffung eines solchen OganS bereits gekommen ist, auf eine staike Anteilnahme aller jüdischen Künstler, Kunstschriflsteller und Sammler. Die jüdische Prcsie wird um Nachdruck gebeten. . Leopold Gslllieb, B e r H o r v » i tz. L e r b H a l p e r i,, Jüdischer Kunstalmanach, Wie». IX.. Liecktenstemsiraße SS/lst a. 9 Di« Uebergugende veda«ke«l»stgkeit tzeu m%t» beiter-Zeitung". Es war zu erwarten, daß unter dm Tugenden» die man dem verstorbenen Dr. Steinwender pflichtgemäß a« Grabe nachsagt, auch sei» Äntiiemit'-mus Nicht schien wird. Woraus man weniger gefaßt war, ist die Tatsache, daß gerade jenes Blatt die Berechtigung des Strinwenderschk» Kamvt.S gegen die „Übew ragende Rolle de» Judentumans dem Gebiete der Groöstnanz* anrrkcnnt, jenes Blatt, welche» s.iuerseit» e nr» schweren Kawpi .Hb d«. Bmchttgvug - d« 'ibttiMlN' R»8r bie tzuS Judentum im sozialistischen Lager' innehat. Die „Arbeit«- Zeüüngerschwert sich dieien Kampf für die polrüscheu Rechte ihrer Redakteure ganz gewaltig, wen« ,ffe de» dem veinlinsrigr« Prinzip, das ihr' Berliner Bruderbhrtt .^Oie Freiheit" in dieser Sache vcrstcht, abgeht v«b nicht «ehr Kapitalist und Ausgebeutete als solche elnaitder gegenüberstellt, sondern mncrhalb dieser Gruppen k^'/essisnrlL---^Lkrschirde «achL Diese Tait'.k ist ein neuer Beitrag für die. »n Dr. Riehk konstatierte Veriudnng deS AntisemitiSiims. Lassen Herrn Austerlitz vielleicht die Lo» beere» deS Artur Trebüsch nicht ruhen? Spekulwri!' auch er aus eine E nladung zum nächsten Aniisemitmtag leicht. wäre den Herren vom Antisemitenbund ein solcher mtellekineller Zuwachs nicht einmal unerwünscht. fj * Der ungarische Jachtklub und seiu« getaufte« putzen. Aus B ud a v e st wird uns geschrieben: In B a l a t v «- Für r.d wurde vor kmzew ein Jachlllub gebildet, deffen Finau- Lierüng von der Äachlbau-AkttengeieVschafr durchaeführt werde» soll.. Der Generaldirektor dieier neuen chnstlichm Miengrsellschaft ist Ministerialrat H a r k a n u i, der auf die Frage eines Jouvn ilisten. wie sich diese Akliengesillschast;u den Inden stelle, die beruhigende, Erklärung abgab, dH die Orientierung der Aktienge-<vschsft in durchaus christliche« Sinne geschehe, daß Inden weder Mitglieder noch Beamte der Gesellschnst sei« können. Der eüizige Jnde sei einer her Viiepräfidente». der getauite Simon Kmusz.- der aber auch nur i» der- Finanzierung, nicht aber in der Leitung eine Rolle zu spiele« hat. Derngegeuüber weist «in Leser de» ..Esiticntv eg" darauf hin, daß dieie Versicherung deS Herrn GeneraldnekiörS nicht ganz zutceffe, feeuji der Herr Genera^ . d i r e k t v r H a r k a n y i selbst stammt gleichfalls von Fade» ab und ist fclbft ein ßeieufler Jude. Min stenalrat Harksnyr wurde nämlich in Nagpknnizsa geboren, hat seine erste« Studien atzdrr dortigen Fudenschule grnoffen, ist der Sohn deg verstorßenrÄ , jüdischen Holzhändlers und Bauunternehm-rS Eduard H r e sch l ee, der zwei Jahrzehnte Hindurch Vizepräsident der israelitische» Kuliusgeweindr von Nagykannsa war. Sein Sohn, dke jetzt den christlich-6nti?emituch''n Jachtiport beheibt. eignet stch,^ wie man sieht, ganz gut zum Generaldiftltor der Jachtbanaktie^ gesellt cha't. * AAskuufterLrllNng für Hochschülev in vptrS««»'! krngxlegsnheiteN. Das Bundcsminisierium hat verfügt, daß bis auf weihies jeden Donnerstag in d?r Zeit vonllv di§12Uhr vv'M ltcigs Hochschülein gegen Vorweisung der Fegitimattsne« Ausküni e in OvLionsangelegrnheiten eiteilt werde«. i * Die Geheimnisse den Weifen vo« Ais« «ltz GeschssLsrelltarne. Belustigend wirkt eine im „Börsenblatt M den demschen Buchhandel" veroffenilichte Beschwerde emes Buch*' Händlers öder die Prakiikcn des deütschantiiemüischm BerlageS »Aus Vorposten", der in-die bei ihm verlegten „Gkheimmffe dev . Weilen von Zion" Aufforderungen a« de« Leser, eiuschaltet. dr» Bekarf. an Büchern nnr bei ihm z» decken. Dt'' Einsender schreibt dazu: .Nur feie allergrößien Kälber wählen ihre Metzger selber. Ich warne daher das Sommml iolange vor dem Vertrieb des BuckeS. bis der Verlag seine Sorümenlsmserate weglaßt) Um «einen Angriff nicht politisch falsch aMegrn zu lasse», er- HSre ick. daß ich mich seit 30 Jahre« konservativ und deutschnational als Führer betätige und soweit reckts stefee. daß, wenn ich we hr damit gehe, ich an die Wand komme".. Wmn «S ««§ Geschäft gibt, rauir» auch Demschnationale miteimmder. i ' ■ *■ Dev Erste internationale Id».(Weltsprach>e-b . Kongreß in Wiey. In de» Tagen vom 4. bis 8. August l. I. wird in Wien der Erste Jnteinät-onale Jdv'Kongreß ffaitsindeni ES habe» sich schon mehr als 60 Teilnehmer am Kongreß a»tz. NMand. Frankreick, Deutschland, Schweden, Dänemark. Hollands ' Jialien, der Tschecko-Stowakel und aus Ungarn augemeldet. Dü „Jdv^ steht auf de« Boden de§ von de« russischen Arzst Dr. Zamenhef erfundene» „Eiperanl»". i * OegrAßnisse a« heutige» Tage.. Alter Sttefe«' h o s: S Nbr 4b Mi«. Gvldberg Adolf, 10 Uhr SO Mm- West Mar, 11 Uhr Flandrak Erna. 11 Uhr 15 Min. Grnnwald Josef. — N tu t rFrir d h o f: S Uhr Schiff Smah, s Uhr 30 Min. Schiller Sophie, 9 Uhr 45 Min. Kopp Moritz. 10 Uhr Kahn Arnold. 1V Uhr So Mm. Müller Ott», Ist Uhr 45 Mm. Horowiy Philipp. Israelitischer Gottesdienst. Anläßlich deL Hmim» Festes veranstaltet der Vorstand der israelitische« Knltusgemeinde Wren mik Rücksicht aui die Unbenüvbarkeit de8 Leopvldstädier Tempels hrnte um */«,* Uhr abends tm Saale des Hot e'J P o ft, I.. Flei'chmark 16, einen feierliche» Gottesdienst. Der Jüdische RattosmlfiondS, Zentrale für reich, Wien, 2. Bezirk, Zirürsgasse 33, gibt bekannt, hast mit Rücksicht auf die Aktion für den „Jaar Anstri^ und' den dadurch verursachten starken Parteienverkrhr vom smG, cm dir'Bureaustunden »nuntrrbrochen von 8 Uhr vormittag^' bis halb 6 Uhr nachmittags an Wochentagen, «rs von 8 UW. vormittags bis 1 Uhr mittags an Sonntagen und all« , gemeinen Feiertaip:» dauern. Am Sabbat und an den jM- ‘ schen Feiertagen ist selbstvrrständlich das Amt geschlosse». * vesterrarchijeher Lanvesveeband Im Sßtltvt^ frdttfee zionistischer Gtndenten. Heut-, 8 Uhr abends, ich Zionistische« Bureau. 11. ZirkuSgasse 9$, Sitzung der Verband« Die Delegierten »erde« n sucht, bestimmt nnd pünttirch z« erscheinen« 9 Wetterbericht. In Oesterreich herrscht überall wolkenloses Wctler mt lokale» Winden. —- Voraussagr: Heiter; warm, lokale Winde. . : * Statt Kondewamikch — Mehlkleister. Der Sljähritzt nntnstandslose Vertreter Joses Israel G e r i» g e r hat dev Diltü.alienhandlcrin Marir Vladyka, IX., Zimmermann-- platz S wohnhaft, m Gemeinschaft mit eine« bisher «nbekanute« Manne Dosen gelieseit. dre Kondensmilch enthalte» sollt«. «»8 sich dafür K 6000 bezahlen laffen. Später stellte sich heraus, daß in de» Dosen statt Kondknsmilch — Mehlkleister war. Gering«: wurde dem Landesgerichr eingelirfert. > ' Verlvstmtzeige. Beim Match Hakoah—Hertha irnttbc am Sportplatz eine Rolle mit 30 Sammelboge» der JLdi- Zchen Nationalfonds für den „Jaar Austria" verloren. Die Nummern der Sammelbogen sind 45—1 bis 45—30; Dress Sammelbogen werden zur Verhütung anfällige» Mißbrauchs! für. ungültig erklärt. . Der redliche Finder wirb gebeten, sie im Bureau des Jüdische« Rationalfonds, 3. Bezirk, Zirkus». g'Me .33, abzugeben. / » Raubmord a« »iüe«LrSdler. 8«8 Darntdorj wird. gkMkldet:- Der Trödler Emanuel R e i n i s ch «nrdr i« seiner Wohnung ermord« anfgesimdk«. Die Leich« wies ei« a« Hinterhauptk besiiidlickeS großes Loch auf, am Hal'e befand « sich chehrere Stichwunden. Reinifch wurde in dem Augenblicke «* mordet, als er dar Hau» verlassen wollte. «« «ne» Besuch zu machen, den» er halte bereits die Handschuhe augezegen. Die ttserne Krste war ouftesperrt nnd auSgerauht. DaS geraM wurde, konnte «och nicht festgestellt werde». Vom Täter fehlt jede Spur. * Rrkadia. Der Erfolg, den das Repertoirestück .Stßik! (Mode ,» der Vorwoche erzielte. ver.r«laßie die Dircktro» b« Brk rdia, daStelbe in der laufende» Woche z« wicberhol«. Krwg tztrammer als Darstellerin der Titelrolle und*»egg Hirn«Mes als Hachm wstzm alladmdlvch ßkWjWW z'MchG»..' - ..

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.