Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 770 (18.3.1921)
- Date
- 1921-03-18
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 770 Oien. WeiLas iSUtttt Morgö-rzeirrrnK MMarz 1621 Fronten gemischt hatten. In beiden Fällen wird also fremde n Elementen die Schuld in die Schuhe geschoben, das einemal. weil solche abgewehrt werden muhten, da» ändere» mal. weil man diese Abwehr versäumt hatte. Unbefangen« werden also höchstens die Terminverwechslung de» Kräfteaufwandes bedauern. Wäre am Samstag dir Toleranz vom Sonntag und am Sonntag die Energie vom Samstag gegen die nicht Dazugehörigen in die Erscheinung getreten,-dann wäre es offenbar unserer City an beiden Tagen erspart geblieben, der Schauplatz so kompromittierender, Skandale zu werden. Eingeweihte aber können in dieser Darstellung nur die kopflose Flucht der wirklich Schuldigen vor der Verarä» Wartung, die einzig und allein f r e trifft, feststellen, -ine Absicht, die um nichts weniger verächtlich erscheint; weil fte mit unzulänglichen Mitteln verfolgt wird. Denn die Wehr- I^ule, die mit den „ünakadsmisc^n Elementen" gemeint sind, wurden von den sozialistischen Studenten erst herbergehott, nachdem die Deutschnationalen „in Unkenntnis der Whaltung der Versammlung im Kleinen Festsaal die dortige Rednertribüne zum' Zrele. eines anregenden DiSkuSioerfenS , mit Stühlen und Bänken.gewählt hätten. Und wer die „unverantwortlichen Elemente" gewesen sind, die sich auf btt Ringstrohe Prügeleien und Sachbeschädigungen zu Schulden Lommsn liehen, wurde auf dem Polizeikommissariat ewwand» frei festgestellt. Diese Feststellungen ergaben klipp und klar die Schuld der organisierten Antisemiten an den „bedauersichen Vorfällen". Es wäre daher angezeigt, daß sich alle Geschädigten mit ihren Schadenersatzansprüchen an die Leftung -es Äntifemitenbundes halten und sich von der energischen Geltendmachung ihrer Forderung durch keinerlei Mätzchen gbhalten lassest. __ gilt aKtisemitischer MÄrchenerzAhler. Untex der Ueberschrist „AuS dem Ehrenbuche der Tiroler ^elbkuraten" hat . ein gewiffer Hauptmann Reihner ''n Ar. 62 der „Reichspost" einen Artikel voll Hatz gegen die J,rde« uns speziell gegen die jüdischen kriegSgefangenen Offriere in Sibirien veröffentlicht. So erzählt er unter anderem, daß 16 kriegsgefangene Musiker, von jüdischen Kommunisten verraten, diesen Verrat mtt dem Leben hätten zahlen,müssen. Die Unwahrheit geht schon -arauö hervor, dah diese Mann von Kosaken umgebrachl worden sein sollen, denen Kommunisten, geschweige denn Juden nicht in die Rahe zu kommen gewagt hatten, ohne dieses Wagnis mit dem Tode zu Pützen. Ganz abgesehen davon, waren auch unter diesen Opfern Juden. Die Henker aber vertraten damals, wie noch jetzt, dasselbe System, dem dieser Hauptmann Reihner al§ aktiver Soldat,gedient hat. Um aber dem Ganzen einen Stich ins Sentimentale zugeben, erzählt der Hauptmann, dah diese Armchr ihp Leben mit dem Rufe »Hoch Oesterreich!" suSZehaucht haben Ganz erstaunt' hi« ich, daß dem Artikel auch eine Photographie kneseS historische« Moments.Leigedruckt war. Es war.aber Gepflogenhett der Kosaken, alle chre Opfer bei Nacht und Nebel bald da. Lald^dopt «mzubringen, und wsnrr sS dem Herrn-'Reihner eingssfäyeu wäre, die Exekution mitonzusehen, so hätte er sicher«' Lutz nicht mehr die Möglichkeit, derartige Märchen zu kolportiere»: Wer aber,- wie ich, diese Opfer einige StmÄen vor der Ermordung gesehen hatte, hat «ruf ihren Zögen eher einen Fluch gegen alle die. die de» Krieg herborAerufen haben und deren Handwerk der Krieg war, Lesen können. Ferner faselt dieser Herr von jübifdljeu Kadetten, die mit ihren bolschewikischen Umtrieben LaS L^ger terrorisiert haben. Welche Rolle ein Kadett in der seligen k. u. k. Arm« gespielt hat. Ist uns genau bekannt; dah aber in. den Kriegsgefangenenlagern strenge militärische Zucht bis zur Auflösung der Lager geherrscht hot. wird selbst Herr Reihner zugeben muffen. War er doch selbst noch im Jahre 1980 Kompagniekor^mandant einer OfsizierSkompagnie in KraSnajo Rjetschka. Nun aber möchte ich noch hinzufügen, daß 60 Prozent der Juden VeS Lagers der zionistischen Lagerorgarnsa- Lion angehörten, was eine Parteizugehörigkeit zu den Kommunisten ausschloh. Hingegen möchte ich erwähnen, daß gerade wir Juden von den diversen Kommandos — eS gab. nämlich solche in Menge — täglich terrorisiert wurden. So zum Beispiel stand Schreiber dieser Zeiten im Jahre 1920 vor einem E h e e n r a t wegen des Verdachtes der zionistischen Propaganda. Die jüdische Bücherei tvurde mit Beschlag belegt. Alles geschehen im Jahre 1820. Zum Schluffe rufe ich zum Zeugen derselben Feldkuraten DoSearolli, dem der Artikel des Herrn Reihner gewidmet war. Magister Heinrich Grünberg. Die JAdischeNatwimlbibttsthek in/ Jerusalem. ' Der Jerusalemer Korrespondent beS Jüdischen Korrespondenz-Bureaus schreibt: - Noc/ ist es nicht möglich, zu sage«, welche Schätze die Nationatbiblivthe? besitzt. Chasanolvitz, der seine ganze Energie für die Sammlung von Büchern ausgegeben hat, konnte nicht auch gleichzeitig für deren tvissenschrftliche Katalogisierung und entspreche^ Aufbewahrung Sorge tragen. Dis Jerusalemer Loge der B'nei B'rith, welche die Bücher in Verwahrung hatte, hat die größten Anstrengungen gemacht, um ciitjn würdigen Ban aufzuführen; die Mittel langten aber: nur für einen Flügel des geplanten Bibliotheksbaues. In diesem Gebäude sind die Bücher der Bibliothek urrtrrgebracht. Ein großer Teil von ihnen war noch nicht katalogisiert, zum Teil in Kisten und Berschlägen verpackt, als die Zionistische Organisation im Sommer 1920 die Verwaltung der Bibliothek Übernahm. Da der Katalog noch nicht beendet ist, läßt sich die Zahl dar Bücher nur schätzungsweise an geben. Sie dürste mm m, SÜ.0SY Mcker nmmm Mitteilungen ans dem Kvblikmn. WsdM RoseM Vf ien,V. Margataieaatriws« 71 SZtffiO MkV Borsa 4610 geben hiemit bekannt, dass idrs Trau un g Sonntag den 20. d. M. um 2 tlh.*' nachmittags in Schißfschul stattfindet; [SBl.a.ÄWTEM. Perlen,Öolfl, Silber. Platin iLÜhrera kault ntid verkantt 1 778 SSötentnsssistr, 23, MevjrlftMHerats*. 98 Unter diesen Büchem sind nicht wenige wertvolle Exemplare: Eine Anzahl der ersten hebräischen Drucke (Inkunabeln'), welche die Druckpresse in Spanien und Italien vor 150V verließen und noch, die Spuren der Tätigkeit des Zensors aufweiseu. Die- Sammlung der Novellen zum Talmud (.CH'dusche ha Ulmud") und der. Haggdoth dürfte zu den reichsten der Welt zählen. Besonde's unter den Hag adoth sind einige Kunstwerke von hervorragender Schönheit. Die Z.it ist hoffentlich nicht fern, modle Drucker und. Buchkünstler Jerusalems in die Bibliothek pilgern werden, um sich aus den Holzsch ti'teu der Hagadoth, aus den Initialen der ersten hebräischen Drucke Anregungen für die Arbeit zu holen. Nicht gering ist auch die Zahl der hebräischen Manuskripte, welche die Bibliothek besitzt, unter ihnen sehr alte palästinensische Briefe, einen Teil des Briefwechsels von I. Napaport, Handsch.'iften Herzls (die Rede auf dem fünften Kongreß; mit.den Korrekturen Herzls) usw. Erst kürzlich hat ein Sachverständiger in der Bibliothek einen, Schatz von Porträts, zum Teil außevvrLenüich.. wertvoll, entdeckt. Groß ist die Zahl der von Chasanowitz gesammelten und nach Palästina gesandten . Dokumente btt zionistischen Bewegung. Die Entwicklung der Bibliothek wird durch die Rau m s rag e erheblich gehemmt. Heute schon lagern gegen 15000 Bücher, für die Bibliothek b-euit, in derschiedeneu Zentren Europas. In Amerika har das University Library Committee in äußerst reger Tätigkeit Bücher für die Bibliothek gesammelt und die Sympathien hervorragender Gelehrter und Bibliothek.« gewonnen, so daß die Sammlungen auch in Zukunft erfolgreich sein werden.,Alle diese Bücher kommen in den nächsten Monaten nach Palästina und je früher sie kommen, desto besser. Denn Palästina ist hungrig nach Büchern. Die NatwnalbrbliotheL hat wohl einen Reichtum an älterer hebrüischrr Literatur, aber sie ist sehr arm .sn allgemein wissenschaftlicher Literatur urch kan» heute dem Naturwissenschaftler) ]Wm TechniEr. dem Soziologen, dem Agronom fast nichts bieten. Aber für eine geordnete Aufstellung der Bücher, die kommen werden, braucht man Raum! Und der Raum mutz gebaut werden! Seit die Zionistische Organisation die Biblothek übernommen und ihr ein (leider sehr kleines) Budget bewilligt hat, ist sie wie neubelebt. Ehe die Zionist Commission die Dib io hek in ihr, TätigLei.sseld eusnahm, hatte sie täglich zehn bis zwanzig Leser. Heute besuchen mehr als hundert Personen täglich de» ßefeföal, 600 Personen haben Eintrittskarten für die Bibliothek behoben und täglich kommen neu« Besucher aus alle» Ständen: Lehrer, Wissenschaftler, Studenten, Aerztr und Arbeiter. Das Schicksal der Bibliothek gleicht dem des ganzen Landes: Anbegrenzte Möglichkeiten, jcdoch Mangel an Mitteln, diese Möglichkeiten Z» realisieren. Bekanntlich hat der Keren Ha jessod eine eigene Abteilung für die Sammlungen der Universität und ihrer Institute, darunter auch die Bibliothek, eingerichtet. Es wird vom Gelingen der Sammlungen für den Keren Hajessod abhängen, ob es uns gelingen wird, in Palästina eine dieses stolzen Namens würdige Rationalbibliothek des jüdischen Volkes zu errichten. Die KohlengefchSfte eines Postbeamten. Die Holz- und Kohlenhändler und Inhaber städtischer Kohlenabgabestellen Johann Baksr, 1. Bezirk, Schönlaterngasfe 4, und Al-ois Reichert, 1. Bezirk, Tiefer Graben 20, überließen die für ihre rayonierren Kultden bestimmten Kohlenmcngcn, und zwar Bakor rm August vorigen Jahres eine Fuhre GaSkoks im Gewichte von 3100 Kilogramm im Werte , von 11.263 Kronen 36 Heller und Alois Reichert am 1. Dezember vorigen Jahres. eine Fuhre GasüikS von 4680 Kilogramm im Werte von 19.719 Kronen 18 Heller, entgeltlich dem Postobewffizial Karl Arie gl, eingeteilt beim Postamte Wien-Floridsdorf 141, Loopoldauerplatz 36, wohnhaft. VaSor erhielt für die Ueberlassung der Fuhre Koks, wie er angibt, 1500 Kronen und wie Kriegt behauptet, 3000 Kronen, Alois Reichert dagegen 4000 Kronen. Der Kaufpreis des Koks wurde von Kriegl selbst erlegt. Karl Kriegl verkaufte von diesem Koks im Dezember vorigen Jahves eine Fnhre im Gewichte von 4010 Kilogramm zum Preise von 5 Kronen, zuzüglich 1000 Kronen Fuhrloh», und im Jänner dieses Jahres eine weitere Fuhre im Gewichte von 4220 Kilogramm zum Preise von 8 Kvoue» an da- T and Hotel in Wien Der Kauf einer vsn Keizgl diesem wsitttzS Mufcint (MUH lMjiy| Mft Preises ab gelehnt. Kriegl hat bei dieser^ Ve.kauf ungefähr 20444 Kronen, nach seiner Angabe jedoch bloß 16.000 Kronen verdient. Aeberdies wurde sestg-esteM, daß Kriegl auch dem Besitzers' eines.g 'oßen/WeinetabliisemLnts (Rockenbamr, 19. Bezirk, Nußwalbgasse 5) 250 Kilogramm Kohle und Gas^ koks geliefert hat. Johann Bakor, Alois Reichert »nd . Karl Kriegl wurden wegen Kettsnhandsls der StaatZ-- Anwaltschaft. Wien l, 'Johann Bakor und Alois Reichert' auch dem Mügistrav behufs Entziehmrg der städtischen Kohlenabgabestetlen und Lbarl Kriegl der Ueweröebehörds wegen unbesugler Gewerbeausübung «ngezeigtj Die verantwortlichen Vertreter des brsagtrn Hotels und des Weinet ab lis semeuts wurbeir wegen Bezuges von Koks und Kohle ohne 'Marken vom Kriegswuchssramtk bestraft. . :V =, - ■ rj:-Jv ’ * AutikeMtifche WemonstVarksu in Merlin. Eine Nelht dratsch-völmrbrr Baböridr, darrmirr nokiMalr Slu-erttcn und der Be-.ein ebcmaliger BMentümPf-'r. daben atn Sonniasi m Berlin timn D e m ß ti fi t o u o n <S n m.?, u g gegen die Enlcnte veranstaltet, der in eme a n r i s e ur i t i s ch e Demo n str a t n) tt ausartete. Dl? etwa 6< 0 Teiliuhmer des Zu-'es. mit Hakenkrenzen ge cbmückt.' attäüriteu die jüdischen Passanten, besch-mpnen und iwlugen jüdisch ausseh ende Per'vncv. Näri dem rs noch durch cmrn Zwammem.vß nnt einer svzallstiichr» Gcgenbemonstratiorr su einem Tr«n»>!t geiommkn war. hielten die Dcwoi'sirantrn eure Versammlung ab. wo aui sie. sich zerstr'vtt«L. B reW vvr einer Woche hat eine ähulicke Demonstration siait« -e'uuden. svdaß es den Antchein'h.tt, als.ob d e ansiseminiche« Pöbrleien M einer «llsonntäslichkN BeranAeltung werden ssllftw (Jüd. Kvrr- B«r.) i 9 BstzoaDKiste «iw heutige«'Lage Alter F rir^ b o s: 9 Uhr 45 Mm Käs Cäc-üe, 16 Ukr 30 Mm.?embergep Ädoü, s Uhr nachmiltaoS Waldrk Robert —^ Rener F r i e d h o i: - Uhr ¥> Mm. Kläger Pbüipv, S Ukrr M Mi«^ Bauer Neche Zirl, 10 Uhr Fii chler M 'ximil an, 10 Uhr Mi»> Gera er Wilhelm, 1«'Uhr 30 Mm. PohonUs Rubin Leib, 10 Uhr 4ö Mm. rsred^rei Mendel. —- D ö b l r » g er F rieh ejML 11 Uhr Dr. Mendel Kml. Z s * Kein Streik der Lelearsphenaugefiellteu. Hsle drL ' Hauplrelrgravheuomtes fand .gestern nächmutagS emr; äulrcrst zahlreich besuchte Versammlung der Telegraphenangvj stellten statt, m wlcher Abaeordnet'r Z e lenla über die Be«, soldungSre'0'.m referierte. Em Antrag eines Versammlunasteißj nehmerS. m dcn Sirerk zu tte en. wurde mir erdrüclender Mebrq he>r a b g e l e h n t «nd be'chlosten, die Durchrkchnung der Be--- foldun-Sr form, d'e augksichis der großen Zahl rer in Be-, tracht kommentev Personen naturgemäß ermge Zert in Anspruch immtv, e gn «orten. Dre Technische U n i o « wird für den Fall, als sich die Durch,echnungsbettägr klein erweisen' tollten, beim ÄerkchrsmimsiruuA rntiprichende Schnitt «uterq nehmeni * Bor einem Streik der HawdekShilfsarbeite^ Seit De-embrr v. I. verhandeln dre Vertreter der HaudelshüfK« arbeirer rm Gremium der Kansmannschast über die Forderungeni., dreier Arbeiterschasr, ebne Laß bisher möglich wurd', eine Einigung zu erzielen De Orgamsatwn der Handclsbüssar bester bat nun an das Grrmwm der Kanfleüte ein Ultrmarnm gerichtet wch' droht der Nichte,fLstung -chrer Fürderrrnge» wir dem Sftefl. - » Streik der BahNZrZLe Lev SLsrerrnark. As^! Graz wird uns grmeldci: De KabnLi.ue d-r Staatsbahni und der Süddahnl nien vx Srcirimark «nd ' Küririen dabey \ gestern zur TmchützuÄg ihrer fest Jal re« vertrermm Wünschq? nach einer besten« materiellen 'Emschadigüng im Emüernehmen mit de« ärzttichen LandesorgamsaNonen ihre admm.'stroiive'TaLig-- kne eingestellt. btzreh«ngSwerse sich der gleiche« Bewegung der Tiroler Bahnärzw aNgeschloste«. Dte ÄronkevdrhsnLluug wird dadurch nicht berührt. * KinderaBuriimfeft. Dir ZiovMche FraLenrrganWisn sllr d e w e st l i ch e n Bezirke veranstattei S o u n t a g drn 20. d. M. nm 3 Uhr «achmitrags im Saale „ws schönen Lchäsrr n", Gumpeudsiferstraße 10!, ein grvtzrs Ktnder- Purimest. - * Entzug vou Kiuokonzesftsue« in Budapest. Dds „Ungarische Rundschau" meldet aus Budapest: D.äs Ministerium des Innern bat die Revision der Kinokorursstonen bereits durchs geführt «nd. wie »rrlautet, wurde von 88 Budapest« Kmobrsitzcrn f>7 die Airlokonzeifion entzogen. Die Kinal'esttzer baden brmte e m Veriammluna veranstaltet, in welcher sie gegen diese Maßnahmen prorestrerien, iNatürl'ch handelt es sich um Konzession:« jüdischer Besitzer, die »m christlrchen Nngarq keine ^ebenSberl'chi'guna bade«. Der wntschaftltchr Pogro« wird planvoll dulchgesühtt. Die Red.) j * Steqntrtevums mit Msruusemufitz. Dir Möv wiederholt berichtet, daß eS nuttr der ungarischen Bauernschast immer mehr Mrt und daß b\t Unzusrirdeuheii hauptsächlich wegen der geradezu unmenschlichen Art der K e t r e i d dreauirir rangen drre iS den Grad von R e v o l t e y anzunedme« droht. Die «nga,sichen Blätter dursten Übcr diel blutigen Zusammenstöße zwischen Militär und Gendarmerie riuerfei?S und den Bauein andererseits nicht berichte«. Nun ist vor einigen Tagen dem .Magyar Hirlav" doch ein Belicht über craji solche Requirierung durchgegangen, wonach vor kurzem an den VtUtt de- RequirierunaSamtes Staatssekretär T t x f f p eine Beschwerde der Grvßg^meinde Sarret im Biharer Komitat zugepauyen ist, in welcher eine solche Requierrrrung beschrieben wird. Hrrnach erschienen in der Gemeinde plötzlich neu« Requirierun^brantte und v t e r z r g Gendarmen, welche gllich nach ihrem Erscheinen ein großes Zechgelage vrrLiistaltrien, requirierten We n tranken und «ntcr drn Klänge» der Zigeunev! wusik durch da- Dorf zogen. Bor jedem Bauernhause blich tie Requir>e,nngSlvmmimon stehe« und nun begann der? sfstMe Akt. Drn Bauern wurd« nicht mtv das al^ znliesernde Quanivm, sondern auch em großer Teil ihrer füi die Selbstveiiorgvng bestimmte Getrridemrnge» abgcnommen. Er kam wiederholt »« Zusammenstößen »nd das Ergebnis der fjfcj quisitivn in dieser Gemeinde war, daß em großer Teil der Bauern heute nicht ««mal genügendes Saatgut besitzt. Während des ganze« Aktes war dre Gemeinde von Gendarmen umzingeltj damit den überfalle«'« Bauern nicht etwa B wem aus der Rachbarskmeinde gu Hitze kommen. Staatssekretär Tersfh sagte eine stienae Untersuchung beS Falles zu, au welche jedoch Ungarn «iemand glaubt.; * Veoso«euschtF«hvt Wße«-V«doweft Wie „Dkj «naarische Rnndscha« aus Budapest, meldet, wird die Personen» schmabrr Wun—Budapest am tl. I M. rvieder ausgcnvmme« »erdm. DaS erste Schrfi wud von Budapest Momaa om 6 Utzi abends abgehe«. j Ä * Lebenssrütze. Die 2-jährige Studentin der Mlosophttl Therese R., Brntensrerstlaße 2, 0 wohnhaft, sprastg oestrrn aus unb.konntrv Ursache bei der Augartenbrücke in den D.onarllanlU« «arde von Drsiarckm a«S dem Wasier gezogen und von sep