Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 767 (15.3.1921)
- Date
- 1921-03-15
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Einzelpreis K PrLnnmernttsnsprrifsa Ut»»: g«» «dok»' i» »»-' L VeM. T-bo-- jkche 1 Ü«!X -der"», eiü« vers»letßst«e <T«ck» r - UmmMMi . . »»«»«,?'•- Dktttt-lsihdNch ,. ««»*- SW P»ft»ers»«v ffir M» mk Qeßenerch: VlMMtffft .. Krone« 70.- S!«««tli» . - Krs«e« Vf.— terterjührlt» kt — «rchrcho^l-waNschrrDLHr«»- Lvger«: «»»ittttch .. Kr»«n V!».— »trr«eqjchrNch .. «K«ni» «««ffcher mmm $9t***MA ... ***** I«— Einzelpreis K S,«SC« ®fStnwfM(i®jiipM ifaq G^mr Mo««tttch. M«rk *0*4 ""L'WW-LÄ^ ■NMul^UlW «*dEch «W ' Stclbii: StMMtli® .' ..,. Äöe.G»-^ ‘ Rm»I»«v«: r »«metttch. . i ■ «chwet» n. bU 4W8e «nsiakü M-*«tt1ch. ./N*«»eb 3<** / iwte»,Ä.ve^r«drtzftt^^>D Leleph»«-:!«40a«,49*1% ' «d u Uhr adenySSr^WM V-Sttd«rk»N«i»i»t« -ISkVM Nr. 767 Wien, Dienstag Pen 15. März 1921 3. Jahrgang WP Die östliche DWatiernng. /* - W i e-n. 15. Marz. . Eine. /Handvoll Drgesch-Lente. magyarischer' Laschen- Liehe und' heimischer UniverWtsstu.denten hatte am Ganntäg/eß auf sich genommen, die Anstrengungen des tanzl.'rs Mayr in ^Lpydon'zÄ,unterMtzen./Die!'-tzeisttgen orbereitungen -— wenn man das so nennen darf ' hätten drei-. Lage,in, Anspruch, genommen. Diesen -Zweck füllte' der' Aniisem itenkongreß erfüllen. Als' die Fugend / genügend bearbeitet war.. MM. man ans.Werk./ Vor Hem/Wientt. Rathaus hiest.'einer die letzte Rde: .,Es gewiß/ daß' Oesterxeich /unter/ der». Friedensvertrag Lid^ aber.uuS. bedruckenHM.di'e'.Franzosen.-oder Lie> Engländer, .sond.xn. nur/ hie '-.Fud'en!" Das Werk, das Hrnn.in.den unhel.uchteteu-.Katzen.der Inneren Stadt yor sich ging, .war' das Nipegu dieses Kongresses' und dieses Redners würdig. Es / wurde. geheM, yeMriew tzeschossrn.-Seyster gingen .in Drummer, Frauen' würden , Hejagf,' Juden / urch solche,. dje// Jüdisch. aüssehen^'sierprügelt/ H Wrhäftettz,-fielen/der^Polizei in die Haüde. tzürchrus.Mittel'..und /HMchül/t'/und eine, große Zahl yön /Leuten/klagte -beweglich /M dqy. PeAust.von. Uhren Md Schmuck./ Mrz,-. es ging.'sp - zu/ wie etwa bei /dem Einmarsch.in.Schgbatz. o!vrr /ui' Ud'ine. Und das/einen Lag nach,dem.Sturm .rjeMchtzr -Studenten auf, "eine '-fozialistÜch^-./MMerer,' einen/Tag, nEem/.im'...Nationalrat /christlichsoziale, und deutschnatiönale Abgeordyettz chre/'SLrchenten hatten exkülpieren. wollen./ Lügän häbey kurze Beine und Vuzg'erch/Hügt". nicht/ Me /tüt,. wäs. sie. Mort W./tzozxt,sieexMen/Md/.' ünd'/demchiriert 'GW: die feigen Politiker, denen.dje tzaNM dieweü fprde,rt. '' // Der. Hakenkreuzzüg ist. Wieder' mißlungen. . Die Weiter-Vevolkeruüg/hat sich 'sticht forireißen/lassen und öststÄ den Verführern nur so.' weit' Gefolgschaft/. ÄZ eS sich mst der .alten Kultur utth/mit der Großstadkgewöhnüng'verträgt. Der 'einfache Mann von -der Straße hat .töei mehr-'polMchen Verstand, als siine bodenständigen und." landfremden Parteigrötzen annehmen. 'Aber-därin liegt... auch die Verurteilung dieser-' gemeingefährlichen Demagogie, die' j' Les/pdlstksoA^Zi'el verlore'w hat. Sollte öiü Retzierung^beseitigt werdett^ Sieist' ja antisemitisch ^M Heteuert ihren güten Mllen.- die- Juden zu schi'kaüiÄen. .- Dder sollten dia Sozialdemokraten'g.-tröffen werden? Die haben ja mit den Ausweisungen '- arge- Langem -Sollen die Juden aus dem Wirtschaftsleben . Msgefchieden werden dann'- müßte doch eme 'ihres Wsg.s bewußtei Partei sich zuerstdarüber klar fein, -wie sie-die ausfallenden Elemente - ersetzt. Aber es händelk sich weder um das eine noch um das andere/ Es geht einfach darumdie Straße-in Äufruhr zu versetzen und den Staat dann entweder derdeutschen oder der mägya» Mchen Reaktion in ' die Hände zu spielen. - Fe - toller es dühei zugeht, umso schöner.' Und was das Ausland dazu sagt, das ist den Trathzieh.rn, denen die Taschen/ge° Mt sind', herzlich gleichgültig? Ebenso das Schicksal der verführten jungen Leute, die in der Absicht, ihr deutsches /Volk zu erhöhen, mit Säbel' und Arrest Bekanntschaft wachen müssen, während die AntiseMitenköngreßler im Rathauskell.r einen tiefen Trunk tun. Was aber sagt die Regierung? Die Varbereitnygen zu diesen Exzessen haben ja längere Zeit gedtzüert./Eine gjut her. stinkettbsten Jauche fließt seit Monaten aus den" Preßlätrinen der im/Amt/-/ stehenden Regierung, die nichts sieht und nichts hört, weil sie, jeder Initiajive bar, um Hilfe. rufen muß/, Es wäre vielleicht un> recht, fie des stillen.Cinv/'rstonVnisies mit den. Pogrom- Frontkämpfern zu zeihen, die die allgemeine Erregung so prächtig auf die Inden ablenkM Aber - wir - haben' rücht . die Pflicht, nach Entschpldignügsgründen für. dm Regierung zu suchen oder für, sie ein Alibi zu känstruier.m. Mir fordern, daß 7die Negierüng/ offen Farbe bekenne. Mll : sie sturch Razzien, . jüdisch. gefar6te suchungen. -durch die - passive'- ÜnterMtzung /irrsinniger Demagogen und 7 Einbrech.Aplatter» die Verdörfung, > Wiens bis zur Verödung fördern', '.bahn*' möge -sie/eS jagen. Besteht: das Gesetz gegest Aufreizung zu/ öffentlicher. Gewalttätigkeit, dann möge die Regi.Mng. dafür jvr.gen> - daß -er, aMew«lndet wird/ -'Gi-e.-!ttjnNLrie's Äie Staatsanwälte.? deren Gehalt jaauch aüS jüdifKen .ßKlbew s&tyit. Pix-, <m .WM® Wz GMM MMa '' reine WegmeW Paris, 14. März. Rach einer Meldung aus Washington werde die Politik der Re ierunq Hardln-s in den Fragen» die mit der T il. nähme Amerikas am Krie e zn äminenhängen, grundsätzlich folgende R i ch t l i n ien ver oige« r 1. Der aemeins^me Sieg hat für alle beteilisten Staaten Rechte «nd Interessen geschaffen 2. Die Vereini gen Staaten wünschen» did Rechte «nd In'ereffen» die fie sich erworben Haben, ungeschmälert anfrechtzu» erhallen. 3 Kein Staat hatte oder fat das Recht, auf kie e Intereffsn zu verwichsen. 4. Wenn ei« dersrti er Verzicht abgegeben worden ist, kau« er npr durch einen Vertrag od^r ein formelles Einvernehmen in Kraftgesetzt werden. An? diefcr ^rund^ags werde die Pol tik der Re iernn^ aufge aut fein» doch könnten Über einzelne Fragen Komp r 0 misse getroffen werden. Sardln v Hui" es und.Lad ^e werden gemeinsam an der Durchführung dieses Pro« granyns arb-rteu. . - ■! fein Protest DMfWmM an den BölkerhÄVdrVL Berlin, 14. Marz. (Wolf?.-) Die deutsche Regie-, rung hat.an das Csireiariat de)'Vö<kerhu:rdra'.eZ wegen der von dsn Alliierten in Kraftgesetzten Sanktionen, einen Protest gerich.et. / 7 / 7 : *$1» -große» Mich-.' ’ Pa-is, .14- .Matz. Der frühere Staatssekretär der Negierung Wilsons, Robert Lansing, veröffentlicht in der Chicagoer Zeitschrift „Sa'.urday Evening Post" eine Reihe von Studien unter b-:m Ti'el „Dis großen Bie^". die vom „Echo de Paris7 wietierMeben worden und in denen er. - seine persönlichen ^Eindrücke von den vier' Mi'gliedern des. Obersten.-Rat .s'bei der Friedenskoufe enz, Clemencrau, Wilso.n, Llo'jd -Ge0rge und Orl ando milteilt. Lansing,- der 'seine - Schil-, derungen mit Clemenceau beginnt, .bezeichnet ihn als die - stärkste führende PersönlichM.-d?r -Konferonz. und schildert die Art. 'wie Clemenceau :d-:n Vollsitzungen der Fri'?densk>onserenz präsidiex.^. Die ei-entliche Arleit sei ', m Rate der Z(chn geleistet worden. Zu einer Aussprache . sei es i n. den Vollsitzungen .niemals gekommen.: Kaum jemand habe dem zonigen Blicks: ElcEnceaus: ktandgehälten, der jeden Widersacher traf, und als Widersacher habe jeder gegolten, der Gegenanträge zu stellen.-wünschte. Auch der . Belgier H y ma us,. der. Australier Hughes und der; Rumäne Bratianu seien vor dem „T'gor" zurückgewichen, der der ganzen^ Versammlung seinen Willen 'aufzuzwingen, verstand, und oft-bei der Verlesung der Vorschläge: des Rates der Zehn zwischen den ein'einen .Punkten kaum Innehielt / und, ehe noch jemand seine Stimme i erheben konnte^ „Angenommen" in den .Saal donnerte. : Hardings politische Richtlinien. Die Vorgä«ge in Sowjetrüßlaich. Kopenhagen» 14/ März. (Havas.) Nach emem TekMmua aus Hrlünpiors ist der vierte Iah: r-tag. /drr -.RehMlW- 12. d. M.. in P eierSb u ra mh«g vnlau^y./M?', Writ vfar übcrill eing st lli. Iy dcn . Straßen hielten/Pästouillch,.^di< Ordnung ausrecht. Dir letz en Lebensmitttlvorrüte sind, .in', diese«. Ta?«» m P>t:rsburg verte.lt worden. Es besteht keine'ÄuMchk/ auf neue Zufuhren. .'.////.////.... Moskau, 14. Mäq. (Funsivkuch.) Die au5-tzmÄ. d. M/ arberaumte Sitzung der allrusiisch/n KommumstAoxmenz ist" auf unhe'tlmmie Zeit verschoben woidkn. .;,., Moskau, 14. Mari. Gunk'pruch.) Der Rü.tz«.Roten. Mat 01 rn hat an d e Mmlrr^r m Kronstadt einen indem er sie ausiorde.t, der glvirüchen. Taten 7frsidtterMtvolutonen cingeöevk, die wttßgardistrschk» BLdiückerübecDvrd zu werfen. - . - -' ./- . Warschau» U. Marz. (Funksvruch,) In. O> b e ßf « wu den Kundgebungen gegen d>e Sowiethrnschaff durch Waffe»-, gcwalt »».erdrückt, wobei viele Personen ge.ötet wurden. - --> .Das neue spanische Kabinett. Madrid, 14. Mä»z. (Tel-Komv.) Das neue svanische Kabinett ist nunmehr geb Ibet. Sejne Häuptvrrlretec sind.AllendaS Ä'l z a r. M niste-präudenr; Marquis d' t L 0 m a, AeußcteJ; L a - i e r v a, ösfeniliche Arbeurw - Die Rigarr Verhanblnngen. - »«sch««, 14. MLrz.. (Funlspruch.). pplnischen De/egalion in.R.i g a. in der .EäWLa'gsitzuwK. vor gebracht Forherung,. das Datum/ di^/'Wtisjt^mW' des/Friedensvectrages/ sestzusetztzn, wurde /v/ow hLr r^ffi--- schen Ab-ol.hn«yS. als /eipl KM« v>;n MißtraMü. zirtW- MwWn. Die EnWeihuNg' tpurhld SWlitz-he/schob/«.: /". "" ^///A .... Moskau, 14. März. (Funkspruch.) - Hie..ÄMsch^' Vertretung . bei den Friedensverhandlüngen. - in, 'Aig^ betont die. Be ei/willigM Rußlands «nd-'-.I^P Mratz^-. die .den.polnischen Gebieten durch den /ZarrWüZ7 gef ügteu Schäden gutzumache.n^'//UügeLchiei: der Parteilichkeit der Bourgeoisie ist Rußland' Leyei^ diese Frage der Entscheidung , der; . Bourgeoisie/ des Westens zu unterbreiten. /Dir. pMfsche Abordnung hat diesen Vorschlag aber abg.ete.hni:. Nach viertägigen erregten Verhandlüngrn-/enMl-ofse«! sich die russischen Vertreter, von dieser Forderung Ähstand zu nehme»,' in - der Hoffnung, daß; die Jntevssss« Rußlands bei der. direkten Regelung der. FrägesMr.SKf sich/igu rg. finden we den. Durch dieses' Entgegeükömstrtzw kamen die Verhandlungen zu einem guten Endes / Abreise der Türke» aus London. L« Swm, 14. März. (gmifitmi^O DL MlUch- W: v/dnung wird morgen London verlassen, «m'.de.rUttg»v»-s/ Regierung. die Beichlüsse der Londoner Konferenz z«./ verbringen. Man erwärlet,'. daß Jie in einem M0nä^ ' wieder nach London.zurückhehven werde/.Ditz griechisches Abordnung, die.'volle /Verhandlungsfreiheit bekomme» hat,/wi.d in London bleiben. . / Die türkische Delegation hat die .Alliierten «np Unterstützung ihres Gesuches um Aufnahme in de«- Völkerbund gebe/en. . . / / / / Westthrazie n wird bei. Griechenland, bleibend Sieg der Rationattste» bei el«er Pariser Stichwahl. , Paris, 13. März. (Havas.) Bei^ der hMlg^tt/Stichs wghl. in die Kammer an - Stelle-: des zum / PrMdenieÄ' gewählten Millerand und des verstorbenen' unabhän^' gigen Sozialisten Laucho wurden/Lees.rb.eil(er unhl /Be n n e t- (Rationaler Block) mit 70,000 .Summe» ge-/ wählt; die Kommunisten Lo iot und/Souparipe.bliebSMryit 58.000 Stimmen in der Minderheit, / // / . Regierung wieder , vom Völkerbündrat an die Grenzen ihrer/Macht.erinnert zu werden? / // ' Pie /Berichte über die/sonntägigen .Exzesse/ gehen , in Hunderten von Telegrammen, übet §ie< Grenzen hiüäuS. ..Hirpte tveitz man in Paris, in/ London, in New- Uork ganz genau, ba%. in Hien Menschen auf „der Straße angefallen, w. rden, weil ihr' Gehaben, ihr -MchöM. Lrgen^GmdM. Mt. AeMt./ Viele WndM von Personen verlassen die Stadt und trage.« die Mit-/.; teilung von idiesey Vorfällen. in / die Nachbaychafs.^ DaK tragt — so viel/müssen auch Seipel/und 'Klssischiak ver-' Wen — nicht zur Erneuerung des WirtschastslebenS bei. Wenn, man Oesterreich vollends zugrünÜr..eWs» will, dann käst« man das nicht besser streichen, .als in»^ dem man es auf düs. Niveau Horthys herunbsrdrhfe' mrd/ .bjc .östliche ÖrientierunA ganz atzetztzext, ./