Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 764 (12.3.1921)
- Date
- 1921-03-12
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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tzelte 2' Stilen, Samsrag Jüdische Politik in der Ukraine Wie n. 1?. März. Die Inden in der Ukraine — fast vier Millionen an dfr Zahl — haben das furchtbarste Elend erlebt, das über »int Bevölkerung here.nbrechen kann. Und dies gerade in" dem Moment, als die Ukraine daranging, ihre nationale Selbständigkeit zu verwirklichen. Für die wirtschaftliche und sttziäle Konsolidierung einer ukrainischen Staatesind i-dnch die Juden ein notwendiger Faktor. Sie repräsentieren die städtische Wirtschaft. Der überwiegende' Teil' der Ukraine hat Bauernbevölkerung. Diese wurde durch die ukrainisch-nat'» nale R^iolution vom Druck de- Feudalismus befreit und bekam den Boden, nach dem sie hungerte. Die revolutionär Forderung der Bauernschaft war damit zum gr.otzrn Terl erfüllt.'Der Bauer selbst kann kein maßgebender Faktor für eine nationalstaatliche Neubildung in der Ukraine sein. Diese - Aufgabe stellten sich die ukrainischen S o z i a l i st e n. T och das Proletariat'in der Ukraine spielt heute,' da die Industrie aufgehört hat. ein wirtschaftlicher Faktor von Bedeutung zu sein, keineswegs M führende wirtschaftliche,. Nolle und be» sitzt .nicht die. Macht, dagesellschaftliche Leben des Staates zu bestimmen, auch heute nichts da dergrößte Teil des Landes .unter der Herrschaft der Bolschewiken steht. Ter ukrainische Bauer jedoch, systematisch verdummt von den" polnischen Feudalherren und der. zaristischen Russifizieru.'g-, welche sich nur um eine russische Oberschicht kümmerte, verroht durch langjährigen Krieg, wurde bei der politischen Neugestaltung, welche aus die Verselbständigung der Ukraine ausging, zum Spielball der schlimmsten politiscro« ^lbenteuerei. ''. Der neugebildete ukrainische -Staat hattevon vor.rhexein zwei politische Gegner:. Die z a r i st i s ch e 31c a k t t o n, welche von der Entente gestützt wird, und den B ot sch etpiSmuS. Beide sind einig in dem Willen, da» russischzentralistische System wieder aufzurichten. Jh: cn kann die selbstärrdige Ukraine m ihrer heutigen sozialen Struktur ^inen entschiedenen Widerstand etitgegensehrn. da ihr Herr» schendes Element, die Bauern, zu sehr an ihr Privattn»er- «sie, den Boden, gebunden sind. Bon'größtem Einfluß oiS wirklich staatsbildendes Element in der Ukraine foinitcn die Juden fein. Sie aber — und das ist die Tragik der Geschichw — wurden von den, dem ukrainischen Staatsgedaukcn feindlichen Elementen ausersehen, um den durch das zarist'.- fche System genährten Pogrominstinkten der bäuerlichen Bevölkerungsmasse in der Ukraine zum Opfer vorgcworfen .gü werden. So kam es. daß in der Ukraine im Wechsel der Ereignisse immer, und immer wieder der Pogrom auf» trat, daß der wirtschaftliche Ruin der jüdischen Bevölkerung von allen um den Besitz der Herrschaft ringenden Klassen systematisch herbei'geführt würde, daß schließlich d>e Juden auch bei den militärischen Abenteuern, in welche sich der Kampf ^mn die. Selbstäitdigkeit der Ukraine schließlich-auf»' loste, für die Popularität der einzelnen Bandenführer bluten Müßten,, sm furchtbarsten Sinne VeS Wortes. Die irrige Voraussetzung, daß die Verbindung mit den ton Lande wenig maßgebenden sozialistischen Faktoren , den Juden -die Möglichkeit geben würde, am AufbckU de» Landes «ntAuarbeiten und ihre eigene nationale Stellung zu stärken, hat die Vertreter der jüdisch-sozialistischen Parteien dazu gebracht, im Gegensatz zu den anderen jüdischen Parteien, . di? sogenannte ukrainische Bolksregierung zu unterstützen. Der formalpÄi tische Erfolgschien den Poale» Zion anfangs Recht zu geben. Es wurde das Gesetz über die j üdisch nationale Autonomie in der Ukraine erlassen. Jüdische Minister wurden ernannt. Aber was weiter kam, zeigte, daß die ukrainische Volksregierung keine wrrckliche ' Volksvertretung war. Unter solchen Verhältnissen «mußten angesichts des Umstande», daß die Bauern nach Befriedigung ihrer Forderungen auf den Boden nur soweit an der staatlichen Konsolidierung der Ukraine interessiert waren, daß sie jeden Versuch der Reaktion, ihnen den Boden weg* jpmehmen, mit Aufständen beantworteten und angesichts der Tatsachen» daß die sogenannte Bolksregierung bald zum Spielzeug der militärischen Führer .wurde, die Ereignisse sich so gestalten, wie e» in Wirtlichkeit geschah. Die weitgehenden politischen Rechte, welche den Juden verliehen wurden, waren papieren und der Pogrom und der wirtschaftliche Ruin wütete. Darüber gibt eine Schrift der ehemaligen jüdischen Vizeministers Salomon Goldelman, »Juden und Ukrainer" (Hamoju, Jüdischer Verlag in der Ukraine), lehrreichen Aufschluß. Goldelman- Schrift ist gewissermaßen ein« Rechtfertigung der Stellung der Poale-Zion, welche all das Unheil, das über die Juden hereinbrach, nicht verhindern konnten. Goldelman spricht den richtigen Gedanken von dem Zusammenarbeiten der Juöcn und Ukrainer für «ine selbständige Ukraine au». Aber er übersieht, daß die Form, in welcher dieses Zusammenarbeiten verwirklicht werden sollte, eine unmögliche war. Die VolkSregierung war eben keine Volksregierung und mußte zum Schattendasein neben der. Willkür der Bandenführer herabsinken. Mögen ihre.Vorsätze noch so löblich gewesen sein — Goldelman be«. tont dies auf jeder Seite seiner Schrift — auSführen konnte sie sie nicht. Die Schrift bringt auch eine interessante Stel. lungpahme zur Roll« PetljuraS. Petljura, der vor. kurzem erst in einem von seinem Preßbureau in der Lernberger »Chwilcch" ‘ veröffentlichten Arttkel sich unh seinen General Pawlenko von der Pogromanklage zu reinigen Versucht/ indein er die Schuld auf bolschewikische und realtionäü Agitatiün schiebt, hat auch bei Goldelman anfcmg- Glauben gefunden. Allmählich aber rückt Goldelman in seiner Schrift, ohne e» offen zu sägen, immer mehr von Petljura ab. Und mit dieser Preisgabe de» Hauptexponenten' der ukrainischen Bollvegievnng, gibt die Schrift Goldelman-. auch Wiener Morgenzelt«nft_12. M8rz < Nk. 7?< Schulreform und WeMgr. Bon unserem Parlamentsbevichterstatter. I Judenfrage . Die gestery vom Nationalrat zu Ende geführte j zu erörtern. Die Juden — der einzelne möge ja sehr edle Debatte ü. er.das Ku^usu.-.d Un.err!chtZbudget wurde! Eigenschaften haben -—'sind dem Deutschen wesenbß fast zur Ganze von dem der Christlich so-Lalen und Soziaidemok.gien um die Schulreform des früU'vm UnterstaatZsekretärs. Gltz.ckel ausgcjüllt. Als die antiiewitiichen Redner zu di-'s.m Thema nichts mehr zu sagen hat en, sprangen sie' aus das Gebiet der Jude f-'a^e über. Nam.ntlich der Großdeutsche A'üt'semit Dr. Zeidler, ein Gymnas'alproscssor aus. StoFerau, gab nebst Zrta'en aus iben E,Mh'?sm::1»sen.Ms'Mlsen' von Zi'n" noch spalt.'nl<vnge .Exzerpte zum Besten, die - cuts' den bekannten Berliner deutich wtional?MMmitischey Sydeiwischen sta-Wn. Daran schloß er auch einigen Schwatz eigener F chsuing. Währen^ ^ek . ^Mng^ jbfe stel/eyweihrüberaus ' säßmend veritief^HHstnete sich ein .anregender Zw i schen fall. Pep so^a"dcmrk'a'''sche Ub^o"dnet-o Witterniga mußte in jener N-de plötzlich innelial^en und stil^'b:.' v o n einer Ohnmacht bef.alle n. au°s N.hne/pnft. Minister Heinl und einige Ähgeo d-e'e 'ei W j tte rpsgg in den C u'okr, wo er s'ch'ba^ erhol'«. Zu Beginn der Sitzung wurden die Gesetze, betrefferßd Erhphu.ua der Teuorunaszuschläge zu den Unfallsrentm. dU siebente-Novelle -zum -KrankenversicherungSgesetz und d.ris Gesetz, betreffend Zusclüisse zu den. Provisorien der Bergp werssbruderladp». in zweiter- und dritter Lesm g u n v e r* ändert angenommen. Hierauf .wurde djo Spe.sialdobatte über da- Budgets Kapitel Unterricht. und KultyS. fortgesetzt. Abgeordneter Volkes schlistsirlssosial) sprach' gegen und Abgeordneter Volkert lSozialdemokrat) für . die Glöckclsche Schulreform. Der Großdcutfche Dr. Waneck empfahl das Theater* sqyierungsprojekt.des Kalq-KonzernS einer vorurteilssreien , Prüfung. Abgeordneter B a u m g a r t e l (Sozialdemokrat) floate über den Terror deniederen Klerus gegen die Landlehrerschaft. ' Frau St radal (großdeutsch) meinte, die Frauen haben die poliiischen Rechte durchaus nicht dazu erlangt, nm in männliche Berufe weiter einzudringen und den Männern dort Konkurrenz zu'machen.'Wir müssen den Weg finden, die Frau für jene Berufe zu erziehen, die ihren innersten Neigungen und Anlagen entsprechen. Abgeordneter Witt ednigg lieh sich in eine lärmende Polemik gegen die Chnstlichsozialen ein Und stürzte, wie erwähnt. ohnmächtig zusammen. Frau Rudel-Zeynek (christtichsoziay kam auf den , Fall Maresch zurück und erklärte» Fran Dr. Maresch ist dem Abgeordneten Glocke l nicht recht, da sie eine getankte Jüdin ist. Ich weiß nicht, was ihm w«niger recht ist, ob sie früher Jüdin war oder sich hat taufen lassen. Der Antisemitismus der Chnstlichsozialen richtet sich weder gegen die gläubigen Juden noch gegen die Konöertiten. Frau Doktor Maresch, deren Bruder katholischer Priester ist, ist K o n v e r» titin aus Ü e b e r z e u g u n g. Abgeordneter Glöckel macht ja auch, gerne Christen zu Juden uiH hat auch auS Frau Dr. Bunan eine Jüdin gemacht. . Mir Katholiken bekehre» gerne die Jude« zu Christen. Sie machen die Christen zu Juden! Vizekanzler Brei^kh verwahrt sich gegen den Vor* Wurf der Verschleppung der Schulreform. Mit den Entschei* düngen aus diesem Gebiet müsse man jedoch vorsichtig sein.' Wenn er in seinen welteren Schritten immer bestrebt sein werde, ein Einvernehmen herzüstellen. hoffe er, dadurch dem Reformwerl nicht schleä-t zu dienen, vielleicht auch au- Gegnern Freund« zu mächen. Daß die Bestimmungen de« Reich-voLkSschulgefetze» durch bie bisherigen Maßnahmen nicht berührt werden können, möchte' der Vizekanzler ausdrücklich betonen. In diesem Gesetz ist die sitttich.reNgiSse Erziehung nach wie vor verankert. . Abgeordneter Dr. Zeidler (gcvßdeutsch) hielt sich verpflichtet, im Interesse der Schule und der deutschen Kultur ihr« politische Grundlage preis r daß die «Stellung der Poale-Zion zu dieser Volksregierung gerechtfertigt wärg". Interessant ist, was Goldelman, dessen Broschüre auelf Briefen und einem Schlußwort besteht, über die polnische Okkupationszeit in der Ukraine sagt. Vor allem der Hlnwei», daß die jüdische Bevölkerung der Ukraine während der polnischen Okkupation hauptsächlich ökonomischen Antisemitismus in furchtbarster Weise zu spüren bekam. Wenn nun Goldelman im Anfänge seiner Schrift darauf himveist, daß die vom Jüdischen Nationalrat Ostgaliziens proklamierte Neutralität -er Juden im Kampf« der Polen und Ukrainer um Ostgalizien nicht gerechtfertigt, war und einer ukrainischrn Parteinahme hätte.Platz machen müssen, so vergißt er nur ein«S: dqß eben dieselben.Faktoren der LolkSregierung^ mit welcher Pyldelman» Parteigenosse« hie jüdische Lage zu.konfolidierep dachten, Ostgalizien selbst - an Polen ausgeliefert haben. Welche Konsequenzen für di« ostgalizischen Juden sich darau» ergeben Men, läßt sich nicht abs«M fa «S bekannt & fremd, sie gehören einer ganz änderen Geistevart an und es wäre Torheit zu glauben, sie könnten sich'uns arPaffeni Sie üb.en auf unser ganzes geistiges Leben einen Einfluß aus, der uns geradezu rntdeutscht. Der Jude ist der polare Gegensatz zu unserem Volk und bedeutet daher' fürden Deutschen eine größere Gefahr als für irgendeine-andere Nation. Das Charakteristische des Deutschen ist der JdSaiiS«- muS, während der Jude der TrLger-des höchsten Realismus ist. Der Jude ist auch ein - Z e r st ö rer u n serer K t u rgüt er. unser e s G o t t e s g l a u b« ns,' ein Feindet Begriffe Vaterland und Patriotismus. Er spricht Undschreibt von unseren höchsten Kulturgütern mit verletziendem Hohn. ES ist ein Skandal» daß man dem deutschen Volks etwas derartiges wie den ..R e t-g e 11" bieten kann. Dev' spezifisch jüdische Geist wirkt vergiftend auf unsere Jugend. Heute fühlt sich der Jude tatsächlich als' der Herr unseres deutschen Vaterlandes. Den Jude« ist ckus feiner Denkung-att kein Vorwurf zu machen; dep Borwurf trifft nur den Deutschen, der sich durch Juden verführen läM DaS deutsche. Volk MUß gesunden und e'S wird die Zeitkommen, wo es so gesund sein wird, daß die Regierung hiev- und in Berlin gezwungen werden kann, eine deutsch« Re«, gierung zu führen. ' ' A(g?ordneter Leu'thner (So'ialdemokrat) tzeschäftig'tö' sich mit den B ö r g ä n g e n ä n den Wie n e r H a ch » schulen. Welcher'Geist an den Wiener Hochschulen'herrscht/' zeigen . We letzt.« Wahlen t« die HochsÜMflammer,- . dl« nur von der beutschnationälen under deutschklerikalett^ Studentenschaft gewählt wurde, aber von einem Teile der' Professoren so gefördert und gestützt wird, daß sie die ' Mer' amtli.-l-en Stellung entsprechenden Einflüsse äuszuüben dev-' «iäg. Darin liegt nicht nur eine Ungehörigkeit gegenühev' den übrigen Slud-mten, sondern eine Irreführung der deutsches Universi.ätsn, an denen tatsächlich «rnst^unehmende Hochschüllammcrn gebildet wurden. Der Terrorismus beschränkt sich^ aber nicht nur auf das politische Gebiet, sondern greift in. das a.'lerpsrsönlichste ein. So hat man «m der Mensa eine förmliche Ahncnprobe eingeführt; wer an den Wohltaten der Mensa teilnehtnefl will, muß über seine Personalien, über die feiner Eltern und namentlich über die Konfession Auskunft erteilen. Einem arme« Studontcn. dessen Mutter Jüdin war, umrd« die Aufnahme verwetgttt . ,. . , und die B?yveigerung durch, das.Kurqtoriunf bestätigt- -dessen^- Obmann Professor Schwind-ist; auch ein Einschreiten beim. Rektor nützte nichts. , Das heißt die Polüik bis zur äußerste« Vrntalftät treiben. Wenn es Ihnen ernst um den Antisemitismus ist, warum--:, beschränken Sie ihn auf die Mensa? Sie haben doch. im..< Parlament eirie unzweifelhafte Majorität für Ihre anttz-'- semitische Betätigung. Also hevaumtt dem antkscmittfchen Flederwisch! 4 Schwätzen Sie nicht immer von Antisemitismus) Sie sind"'' an der Macht, gebrauchen Sie Ihre Macht! Haben . Sie^ endlich den Wut, , den Antisemitismus, den Hauptpunkt JhMl'' Programms, zum Durchbruch zu bringen, oder kämpfen SU-! yLnigsteuS dqruml Parum wurde da« Jnternicrtculager für die Ostjuden Y N '«ch nicht geschaffen, dort dem Abgeordneter Kunschak erst^' vor wenigen Tagen sprach? Tatsächlich ist eS Ihnen auch. nicht möglich, eüvaS burchzusetzen. ES ist nicht möglich Hunderttausend« von Mitbewohnern diese- Staates zu Bürgern zweiter Kategorie herunterzudrücken. Ihr Antisemitismus Ist reine Demagogie; er hat nur den Zweck, vor den Wahlen verwertet zu werde«. Auch Dr. Zeidler hat von den schädlichen Einflüsse« der Judentums gesprochen. Wenn aber gerade jene Leute,' dl« als Deutsche mit Betormng betrachtet werden wolle«/ , sich als so lächerliche Pedanten darstellen wie heute Pwfessor . Zeidler, darf man sich nicht wundern, wenn hoi Deutschtum im deutschen Volke mit einer gewissen Skepsis ausgenommen wich. E» sprachen noch die Mgeordneten Dr. Wagner und Gl-öckel, worauf'die in Verhandlung gestandenen Büdgetkapttel angenommen wurden. Nächste Sitzung: Heute, 10 Uhr vorckütags. daß schon ihre Neutralität genügend dcyu mißbraucht wurde, um sie zu ruinieren. Die Katastrophe, welche die Polstrt derer um Goldelman in keiner Weise verhindern konüte, wäre bei ÄuSdehnüng dreser Politik auf Ostgalizien no^ ävger geworden. Go hat da» ^traurige. Resümee", mit welchem Golde!*, man- Broschüre schließt» seine Berechtigung auch inbezug auf die politische Stellung, welche den Juden in der Ukraine zumeist wider ihren Willen von emer jüdischen Parteigmppe aufgezwungen wurde. Wohl hätte der Gedanke Mer staatlichen Kynsolidievung dex Ukrcn»e, bei welcher den Jlrden eine entscheidende Roll« zufällen' könnte, viel für sich: Ähee nur unter völlig ge'äirdert«« Verhältnissen, wenn e» tatsM-' lich möglich ist, da» ganze ukrainische Volk zur Bildung'des, Nationalstaates aktiv heranzuziehen. Und das, was Goldel*. Man ukrainisch-jüdische Verständigung' nennt, ist nur von Bott zu Volk möglich, nicht von PartÄ zu Partei.