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Wiener Morgenzeitung · 1921-03-11 · Heft 763 (11.3.1921) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 763 (11.3.1921)
Date
1921-03-11
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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ftiwfeY Wien, flMtaeT In Palästina. Stritt* eines Palästinensers. I. / In her ln Jaffa erscheinenden f' Monatsschrift „Maabaroth" »er- Sffentlicht Josef Aharonowitz e,ne Artikelserie unter dem Titel «Im t V' Lande", der wir einige Abschnitte ent» . nehmen. Der Verfasser bespricht die Tätigkeit I der Abordnung der zionistischen Exeku» * übe in Palästina, welche sich mit Rück» -r, ' , sicht auf die ntangelnden Mittet dafür ausgesprochen hat, daß die Ausgaben der Organisation in Palästina auf ein Minimum herabzusehen seien, daß Gelder nur > in solchen Unternehmungen zu investieren . seien, deren Einnahmen die Ausgaben * decken rönnen, und daß daher Erziehung, Rechtspflege- und dergleichen nicht mS Tätigkeitsgebiet der Zionistischen Organisation fällen sollen.-Darum wüßten auch die landwirtschaftlichen Genossenschaften (Kwuzoth) aufgelassen, die Einwanderung < vorübergehend eingestellt werden, Baden» kaufe hätten wegen des Mangels an Mitteln und der hohen Preise zu unterbleiben und die betreffenden Abteilungen in der Zionistischen Kommission müßten verkleinert werden. Dazu schreibt der Autor unter anderem: DieS sind ungefähr die «Maßnahmen", wklche d^e Mission ergreifen wollte und zum Teil auch ergriffen hat Wenn ihr dies nicht ganz gelungen ist, so liegt die Schuld rnHi an ihr, sondern an den „Störern", die ihr hier begegnet sind und die sich hartnäckig diesen „wichtigen" Maßnahmen Lidersetzten. Außerdem sollte die Mission noch, andere positive Dinge hier erlangen, nämlich papierene Zusicherungen, die als Basis zur Propaganda in Amerika dienen sollten. Das letzte ist leider Goties nicht gelungen. Darin zeigt sich die ganze Haltlosigkeit der Mission und ihrer Sender. Bodenkauf. Landwirischast, Einwanderung, Erziehung, tatsächliche Bedürfnisie des Jischub — diealles genügt der zionistischen Leitung für Propaganda im Volke nicht. Papierene Zu» sichenmgen dagegen scheinen ihr daS einzige probate Mittel, nm daS Volk zu gewinnen und zu begeistern — so glaubt die Leitung, und auf diese Weise leistet sie ihre Arbeit. Der Zionismus durchlebt setzt eine „Krise". DaS ist ein geflügeltes Wort geworden und soll bedeuten: eS sind keine Mittel zum Aufbau vorhanden. Wäre dar richtig, bestünde die Krise wirklich nur im Geldmangel, so wäre eS viel» k«cht gar nicht angebracht, darüber ein so großes Lamento gu erheben. Denn eine Geldkrise ist etwas vorübergehendes, mtd wenn wir heute über keine großen finanziellen Mittel zur ausgreifenden Arbeit verfügen, so begnügen wir u«>S eine Zeitlang mit kleiner Tätigkeit, bis die großen Mittel vorharrden sein werden. Wir werden unsere Hoffnung wegen einer vorübergehenden Krise von einigen Monaten nicht auf» geben. Aber in der zionistischen Leitung fehlt eS an Glauben, an Schwung, er fehlt dort der kategorische Imperativ, die Persönlichkeit. die einzelne oder kollektive, die imstande wäre, zu verpflichten, ein Gebot aufzustellen und er auch aufzuheben. Der Zionismus war auch in seiner Glanzzeit bei den meisten seiner Anhänger nie mehr etwas anderes als ein Traum für ferne Zukunft, der niemanden verpflichtet, in seinem bisherigen Leben irgendwelche Aenderung vorzunehmen. Die Zionistische Organisation verlangte nie Opfer, legte nie ihren Mitgliedern große Verpflichtungen auf, und wenn hie und da einer die Grenze überschritten hat und darangegangen ist, feinen Traum zu verwirklichen, so galt er als «ner, der die Sache überstürzen möchte und tat alleauf eigene Verantwortung, meist gegen den Willen der Leitung. Jahrzehnte hindurch haben die Zionisten den Kleingläubigen Glauben gepredigt und waren bestrebt, in ihnen die Erkenntnis des ErlosungSbedürfmsseS und ErlöfrmgSwillens zu wecken; aber ihnen selbst, die bereits km Besitz dieser Erkenntnis und dieses Willens waren, fiel es nie ein» daß sie die Ersten sein müssen, dos zu tun, waS sie von den anderen verlangten. Die Wohlhabenden waren damit befriedigt, daß sie „gelehrte" und tonangebende Mitglieder waren; auch der Mittelstand gab sich mit den ihm zugeteilten Auf» gcchen zufrieden — beiden Schichten gemeinsam war die Entfernung von dem Gedanken, in» Land zu gehen, um dort ihre Kräfte zu versenken. Nur die Mittellosen, diejenigen, die nichtzu verlieren hatten, und von welchen viele den Zionismus zu ihrer Lebensaufgabe gemacht hatten, äußerten oft den Wunsch, sich selbst in den Dienst des Aufbaues des Landes zu stellen, aber dieser Wunsch wurde nie durch die kollektive Macht des Zionismus unterstützt. DaS war immer die Lage unserer Bewegung. Mer, da die politischen Bedingungen deS Landes schwierige waren, konnte man sie als Ausrede für das Zuwarren benützen. DaS Volk im allgemeinen verlangte überhaupt nichts vom Zionismus, es war daher gar nicht nötig, sich vor ihm zu entschuldigen. Und die wenigen, die sofortige Arbeit unter allen Bedingungen forderten, waren auch ihren Gegnern nicht unwillkommen, denn sie brachten Gärung in die Bewegung, Diskussionsstoff, und ließen die Bewegung nicht erstarren. DeS Terminus „Krise" bediente man sich selten, nur in Kalken von Meinungsverschiedenheiten unter den Führern. Jetzt liegen die Dinge wesentlich anders. Die neuen politischen Bedingungen lassen Erez Israel greifbar er» scheinen, und wir stehen vor der Alternative: Entweder mit aller Schnelligkeit, Energie und Kraft an den Aufbau des Landes schreiten, oder auch diese unsere letzte Bewegung zu einer Art Messias-Bewegung machen, wie vir schon solcher mehrere hatte«. Aber; auA das Volk befindet fu| itt einer sollen Lage, pah Witter M"r^en^ltunq_ eS im Zionismus, wenn auch nur zum Teil, eine > Lösung seiner brennenden Tagesfrage sehen muß. Hier zeigie sich die Krise; hier zeigte sich, daß wir Jahrzehnte mit der Volkserziehung beschäftigt waren und weder uns noch die f Anderen erzogen haben, oder richtiger, wir haben die Anderen nicht erzogen, weil wir uns selber nicht erzogen hatten. Denn auch heute noch stehen viele m»ü predigen den Anderen; selbst aber rühren sie sich nicht. Nun kommen die Führer und ziehen die Konsequenz, daß die Orga:«isation, die landwirtschaftliche Arbeit der „Kwuzoth", die Erziehungsarbeit und die Ehaluzim-Einwanderung einstellen muß, das heißt, den ernzigen Nest der Seele des Zionismus töten, die wenigen Funken verlöschen und die paar tausend Menschen zugrunde richten, die sich zur Selbstaufopferung erzogen haben. Andererseits glauben die Führer, daß es ihnen gelingen wird, durch Verträge und Zusicherungen auf dem Papier das Volk aufzurütteln. Kann man da noch disputieren? Der Ausbau der jüdischen Autonomie in Palästina. J«7r"sak'm> 7. Mürz. (Jüd. Korr. Bur.) Hier fand eine Konferenz zwischen dem jüdischen Volksrat (Waad Leumi) und Sir Herbert Samuel statt, deren Beschlüsse einen wichtigen Schritt zum Ausbau der jüdischen Gemeinden in Palästina bedeutet. Der High Commissioner versprach, Instruktionen zu erlassen, die die j ü dischen Stadträte als die einzige jüdische administrative Repräsentanz in den S ädten und Kolonien und den Waad Leumi als de.en oberste Autorität anerkennen. Ebenso wird ihnen das Beste» eru ngs rech k eingeraumt. Die jüdischen Stratzenarbeiter in Palästina für die Einwanderung. Heisa, 7. Marz. (Jüd. Korr.-Bur.) In Anwesenheit von 23 Delegierten, die 2000 Arbeiter repräsentierten, fand hier eine Konferenz der jüdischen Straßenarbeiter statt. Die Konferenz drückte ihr B dauern über die Abnahme der Einwanderung im letzten Monat aus und forderte die Arbeiterorganisationen auf, Schritte zu unternehmen, um eine neue Einwanderung in Fluß zu bringen. Die Konferenz beschloß, die Bcistellung ärztlicher Hilfe von der Regierung, die als Arbeitgeber auftritt, zu verlangen, ferner daß alle Einkäufe durch die Arbeiterkonsumorganifation „Hamaschbir" vorzunehmen seien. Von besonderer Bedeutung ist der Beschluß, daß jeder Arbeiter verpflichtet sei, auf der ihm von der> Organisation zugewiesenen Stelle za arbeiten. , MitzheMgkeiten zwischen christlichen «nd mohammedanischen Arabern. Der Haifaer Korrespondent des Jerusalemer ,Oaarez" berichtet über tiefgehende Mißstimmungen zwischen den dortigen christlichen und mohammedanischen Arabern, welche, sich immer mehr zuspitzen und rm öffentlichen Leben fühlbar werden. Die christlichen Ar aber, denen das türkische Regime noch in frischer, u :angenchn.er Erinnerung lebt, mißtrauen den Moslimö. so oft diese mit irgendeinem neuen Projekt politischer oder wirtschaftlicher Natur auf den Plan treten. So ist die Idee einer arabischen Demonstration in Haifa zur Unterstützung des arabischen Kongresses au dem Widerstand der christlichen Araber gescheitert, nachdem diese erklärt hatten, an einer solchen Demonstration, nicht teilzunehmen. Die Stimmung zwischen den beiden Lagern ist noch verschlechtert worden durch die jüngst erfolgte Wahl des Mohammedaners Abu Hur Al Muaka zum Präsidenten der Handelskammer an Stelle des früheren PräsLdentm Sal im Huri, der eine führende Persönlichkeit unter den christlichen A.abern ist Die jüdischen Mitglieder der Handelskammer bewahren in diesem Bruderstreit eine neutrale Haltung und bemühen sich, die beiden Parteien mit»- einander zu versöhnen, mit dem Erfolg, daß beide Parteien in jüdisch-on Fragen gegen die Judcn Stellung nehmen. __ Anttsrmittsche Hetze gegen die Jude« von Daranya. Im Verlauf der Begründung einer Interpellation wogen der Zustände in Fünfkirchen und in dem Komitrt Baranya lenkte Abgeordneter B e r k h die Aufmerksamkeit des ungarischen Ministers des Aeuhern auf die christlichnationale Presse, insbesondere auf dar „Uj Lap" und „Uj Nemzedek", welche nicht müde worden, in Befolgung ihrer Politik d«S Hasses di« unsinnigsten Nachrichten über pie Juden der Daranya zu veröffentlichen. Aber selbst die ureigensten Blätter der Regierung, „Regqely Hirek" und „Esti Hirek". welche während des Setzerstreiks die einzigen in Budapest erschienenen Blätter waren, veröffentlichen erlogene Gerüchte. Es sei ja sehr schön, wenn man im Dienste der christlichen Richtung steht, doch darf in den Zeitungen keine Stimmung gemacht werden gegen da- Judentum in der Daranya. Dort wohiren altangefessene Juden, ihre Eltern und Großeltern wurden dort geboren und Redner müsse feststellen, daß, sie sich an jeder patriotischen Bewegung stets mit Eifer beteiligt haben. Die in den genannten Blättern gebrachte Nachricht, daß die Juden sich der Abordnung, die nach Paris geyaugen war, um dort den Anschluß an Jugoslawien zu verlangen, angeschlossen haben, seien einfach erlogen. Hingegen haben di« verjagten ungarischen Beamten, die Rot leide» müssen« wettsie ihrem Paterlgich treu -leide» 111. «Mr, lSN_Rk. TSS' wollen, dem Redner selbst gesagt, daß sie von den jüdische« Grundbesitzern und Pächtern mit Naturalien und auch sonst unterstützt werden. (Abgordrieter Zoltan M e S k o: Auch in der BacSka ist eS so!) Man müsse sich vorstellen, mit welchen Gefühlen die dortigen Juden di« Ungarn empfangen werden, wenn sie solche Artikel lesen müssen Sie müssen doch an, nehmen, daß weiß Gott waS mit ihnen geschehen werde, wenn Ungarn eir mal die Varanya wieder erhalten wird. (Diese Furcht ist leider begründet.) , Inland. Horthy ««d Teufel. Die „Vossische Zeitung" meldet: Die sogenannte „westungarische Abordnung", bestehend aus dem ehemaligen Nationalitätemninister Bleher und den Abgeordneten Huber und Scholz, ist nach Berlin abgereist, obschon ihr am Freitag aus Berlin die Bitte übermittelt wurde, nicht zu kommen. Die Mordnung reift auf Betreiben der Budapefter Negierung. Ms Vermittler bei deutschnationalen Politikern in Berlin dienten di« früheren Neichsratsabgeordneten Freiherr von P a n tz und Teufel, die heute in Wien habS» bwogische Propaganda im engsten Zusammenhang mit -er ungarischen betreiben, waS in Deutschland wohl unbekannt ist. StinneS, den die Abordnung sehen wollte, hat ihr seine Abwesenheit Mitteilen lassen und scheint nicht mehr gewillt, auf das ihm anempfohlene Projekt der Gründung einer Budapest er Zeitung in deutscher Sprache einzugehen. Den deutschen Regierungsstellen ist der unverrückbare Standpunkt der Wiener Regierung bekannt, die obendrein durch den m den letzten Tagen gefaßten endgültige« Beschluß des Pariser DotschaftervatS streng gebunden ist. Der ungarische Minister deS Aeußern Dr. Gratz hatte in der letzten Sitzung der ungarischen Nationalversammlung doch nicht die volle Wahrheit gesagt, als er von einem „kaum glaubwürdigen" Telegramm über einen „angeblich neuen Pariser Beschluß" sprach. Es mußte ihm bereits die offizielle Meldung des ungarischen Gesandten Prasznovszkh vorliegen, dem gleichzeitig mit dem deutschösterreichischen Gesandten Eichhoff von JuleS Cambon angekündigt uKrden war» daß, wie schon mitgeteilt, der Botschafterrat die Bestimmungen deS Frieden-Verträgeunbedingt durchführen werde, daß die Uebergabe Deutschwestungarns zu erfolgen habe und daß zur Ratifizierung des Vertrages von Trvanon nur eine Einigung über die neue Grenzführung mit geringen Korrekturen im beiderseiügen Einverständnis gewünscht werde. — Teufel ist der Autor der in der Wiener antisemitischen Schleich. Händlerpresse erschienenen frechen Inserate der Vereinigung Lausender gleichgesinnter Oesterreicher. Daß er jetzt gegen das deutsche Westungarn, das von den Hovchh-Banditen aus-! geraubt wird, in Berlin Hetzen will, ergibt ein höchst interessantes Bild von der christlichsozialen Politik. Aktiv« z«r Rückkehr der Gefangene« ans Nutzland. j Der Leiter des öüerreMchrn KrlkgsgefanyenmwesmS in' MoSka«. Otto Pohl. t>e„ bt sich in den näcksstcn Tasten roitbtr nach M o S kau zurück, um die Repatriierung der noch in russt'cher Kriegsgefangenschaft schmachtenden deutschöstelreichischen Staatsangehörigen zu betreiben. Die Zahl der noch in Gefangenschaft befindlichen Ocstcrrrrcher wird ruck 8000 bis 10.0^0 augrgrde», . Znr Frage der Erhöhung der Grundgehalte der Staatsbediensteten «m 100 Prozent. Ende der Woche dürften die Verhandlungen zwischen der Regierung und der GewerkschaftSkommissson sowre dem Zentralverbände d.r Saat-angkstelltenbereine in Angelegenheit der Erhöhung der Glundgchalre der Staatsbcamlenschaft vm 100'/. angenommen werden. Die Bewilligung gcner 1vy°/,igen Aufbesserung an die Angestellten her Gemeinde Wien hlck diese Frage neuerlich in Fluß gebracht. Die Verhandlungen dürsten naturgemäß einige Zeit in Anspruch nehmen, mmal die finanzielle Rückwirkung der 100*/,igeu Erhöhung der Grundgehalte her Staat-angestellten eine sehr bedeutende »st. Man schätzt de« Mehrbetrag, der nach Bewilligung dieser Forderung notwendig sein wird, ans rund sechs M lick \ d t druKronr u._ tzetzüvnschef Riedl — österreichischer Gesandter in Berlin. Wie die Politische Korrespondenz erfährt, hat Bundeskanzler Dr. Mayr vor seiner Abreise nach London dem SeklwnSchcf im Ministerium für Handel Richard Riedl die Mittcklung gemacht, daß er sür dxn Posten deS österreichischen Gesandtm in Berlin in Aussicht genommen sei. Austausch der Ratifikationsurkunden über den Ttaatsbürgerfchafisvertrag mit der tschechoslowakischen Republik. Im BundeSministerium für A'ußereShat gestern der Austausch der RalifikationSurfunden über den Vertrag zwischen der Republk Oesterreich und der tschecho-slowastschen Republik, betreffend Staatsbürgerschaft »nd MinderhcitLschutz vom 7. Juni 1920, stattgesunden. Dt« österrelchUch-tschechische» Grenz- Verhandlungen. j Prag. 10. März. Ramcnö der österreichischen und der ischecho» lowykischea Regierung habe» die bevollmächtigten Vertreter Srkttonschef Dr. Davy und SektionSches Jngenuur Roubik e« Uebuemkoumu» über dir Sützr»»L de» »och »ffuu* Zuge».

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