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Wiener Morgenzeitung · 1921-03-10 · Heft 762 (10.3.1921) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 762 (10.3.1921)
Date
1921-03-10
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Seit e 8 Wie», Voimersras SSKeac* Mor-enzeM»-!Ö. MÄrz 1-2! M. 76r^ AAcktzkAßachatzbOchAtchztta». , Ziouisiische Sektion La n d st r a - e. Heute «« » Uhr abends im Caft Hnngaria, Hl.. Rabetzktzvlatz, Rnslchoßsitzung. — W » j a, Wirtschaftliche Organ»» Katiou jüdischer Angestellter. Heute, 6 Uhr abends, dringende AMchußsitzuvg im $ei&antt(e!«t, 11, Obere Donaustraße 6S. — ^ionistischeOrtsaruppe iT/V. Heute, präzise 7»S Uhr abends, im Cast Margarete», T., Wiedner Hauptstraße 87, Plenarversammlung. — Jüdische Tischgesellschaft Alserstraße und U ml« e d « rr-. Heute, präzise 8 Uhr. im WeißmSaale des Riebhvf GesrÜigkeitSabmd. Der palästinensische Schriftsteller Herr Levauou rvird Iber ..Das Mandat in Palästina" ressricre». Gäste will» kämmen. Einladungen werden nicht verschickt. — Z i » u i st y s ch e' St 11 i »' tiT 8 t d i e westlichen Bezirke Wiens. Heute, 7 Uhr abends, im Bezirksheim. IT. Lmerliugftraße 19. Hofstiege, Bortrag des Finauzratrs Dr. Hugo Benedikt über „Die BrrmssenSabgabe". Anschließend Diskussion. Gäste willkommen! ' Die ErnShrrmg Der MarKt-ericht. Im der G r o ß m « r k t h a l l e ist geflern «ur für die besten Sorten von Riubflrifch eine Ermäßigung um L 3 tn* getreten, wahrend Wmstflriich um kl 3 teurer geworden ist. Die G r ü n » areum 8 rkte waren schwach beschickt. Die-Kartoffelknopphrit hält werter an. Gesternund vorgestern waren auf dem Naschwark überhaupt kerne Kartoffelzuführen zu verzeichnen. Orangen und Zitronen sind auf. dem Raschmarkt gleichfalls nicht zu sehen. Trotzdem werden diese Südfrüchte ru unerdörten Preisen in den Handel gebracht. .Der Preis von K. 40 f n r eine Orange ist so horrend, dag die Marktamtsorgane ur^edingt gehen solchen, Preiswucher, falls die Ware auf dem' Markt zu bieiem Preise angeboten würde, mit größter Strenge woroehen würden. E««re 3iiudsleisch«»che. I» der kommrndeu Woche gelangt in Wien H efr»err»ndfl«»sch zu dr« Preisen der teuren Woche zur Abgabe td r i t t e teure. ch e). ES rrhalien alle HauShaltnngen 10 Lg Rindfleisch per Kops zum Preise von L 302 1 kg Vorderes. K 108 für 1 kg Hinteres uud L 136 für 1 kg Bralrnflrisch. Der Verkauf erfolgt gearn;Abtreuu»ng der mit „6" bezeichnet«» Abschnitte des Rmdflejsch- «inksufschemeS. W. ZW. Heule. 8 Uhr «achmittagS, -LerlraueuSmäunerverssmmlung. imr Jomnalistrnzimmer de- ParlamrukS. TagrS- »rdnung: Kohleuskttou U. BLHne und Kurrft. De«tfchrs VOlkstheater. Das Gute konim: nicht zu spät. Unmittelbar „ach dem- L-iide des Weltkrieges gespielt, hätte rvohl das „Drama ans der Zeit" „Freiheit von Herbert Ara nungeh«rres .Auffeheii -gemacht. Jetzt hat man M Legründetes-'-Dorurtril tzegen Dramen mit solchem Titel emdUntertites. Die fingerfertigen Spekulanten, die eine Unzahl-rasch gezimmerter, ver-. logener- ^Zeitstücke« auf die Bretter brachten, haben' es am . Gewissen, daß ein Schauspiel, -welchkK... sich ^,Ftzeiheitz< nechit, 'gegen -Mititarisnuls. und > Imperialismus --gerichtet^ ist und sozialistische-Tendenz-hat, nschts l^-^^rMtz^;Mhe'LaWe, Kondor« -rwie.'eine n-.trS.DM.wftft,^.-Diese Neuheit ah«r^ zwingt. Vorurteil und Widerwillen nieder.. Em. ehrliches Werk, szenisch nhcrans wirkungsvoll.und!' straff. gebaut, Mpt,' einern, Dichter geschrieben und .von großer Liehe.beseelt. Wärees nicht-, mir. der expressionistisch«: Form belastet, ^die^iu -.diesem-^ FE nicht. Eigenbau, sondern sichtlich überndrMerl,^ kn- , empsundem nachgeahmt -istwürtze» diese Bchrcrn,. Matrpsen,.. dieses Weib 'Ms! dem Doltd st>: sprechen, wie.s.ihr^/-'der Schnabel gewachsen ist, nian -könnte ,Freiheit" nehedi Franks „Der-Mensch ist gut"- und, Andrejrws- „Die sieben MhenUen" stellen. - ----- ' ' ' - - ■ . Acht Gesanchure im Kerker. Siehaben die ^ssel des /Schlachtschiffes' nicht geheizt, die Gewehre rvrWrMrfen, den. ischießenden die Waffen entrissen, ans offenen Plätzen gegen den Krieg, gesprochen. Sie suhlen,. daß sie'Gutes' getan 'haben -und erwarten die Freisprechung. Indessen verkündet eia Offizier: Hinrichtilng durch','den Strang;, morgen, ,8Uhr früh. . Nun beginnt Me . Todesangst z,» Wirker», der Zbmnps um das'nackte Leben hebt unter den Unglücklichen tut. Erst gememsäm, dann einzeln-, heimtückisch, einer gegen den anderen. Erst will man die Ordonnanzen überreden, di«: Brot, Suppe, den letzten- - Trunk bringen. Einem', jungen: Gefängniswärter igeht ihr/ Jammer .nahe. Er läßt den ^Schlüsselbund ' im Sannnelgefängnis -zurück. Prachtvoll,. krxapp 'urch bezeichnend ffnr die--Kraft.des Änsors diese Szene. Ein Äatros« sagt'zu dem invaliden Aufseher nichts als dies: „Wo- Hast du. deinen Arm. vtzrlyren?" antlvortet auf \bfc aufwühlende, an-' flagende, zur Rebellion «ufpeitschende Frage: „Ich Hab', eine - M-ltter --zu ernähren." Aber er ist, gewonnM, schmeißt sdie Schlüssel zur Erde *mb rennt hinaus. Dich mitverurteilte Frau .hebt, drn AckstZsselbnud auf. Wie loird - mpit jetzt chinausschleichen? Wer' geht zuerst.? Wer zuletzt? Wer nimmt die Schlüssel mit? Kampf aller gegen all«. In tiefer ^cham verhüllt sich die Frau (die stark an die 'weibliche 'Heldengestalt in Leottis- 4tndrxjews Geschichte von den'siebrrr Geunkten erinnert)/ irtfi sich plötzlich auf und wirft die Schlüssel durchs Gitterloch. aus'^dm Gefängnksgchlg) Kein -Entrinmn mehr. Jetzt werden die .wildesten Jrrstittkte lrb'eiÄig. Ein' riesentzasler-Matrssr, nberschäumend von Lebenslust, tobt wie eine gefangene .Befliß.' .Anseiner- -Pritschs: hockt -schweigend ein - blasst'r 'Zivilist,'der durch drei - Mid/'anden Vorgängenteuren' .Anteil' genommen hat. Der Matrose springt ihn **: „ttöaüich sch-vrigst bn, bist ,du' besser /als wir? -Nrmrchistt JildÜnb „Jud!"brüttt der' Ehor^der-- Unglücklichen^ Der. Jltd' schweigr-, tveiter.- Da, in der'letzten .Stunde, vor-.brr Erekutivh, sicht der Matrose, mit hervorquellenden Augen'^ in der Genofsiu das Weib. Los aus sie! Die Kleiber vom Lerbe! '-Wir wollen sie haben! Letzte Steigerung: , Der «ychsM Mitiat fefe fetüsßfitot mit Iwbcr, öwftfec tkk* Wtmnck«»tzlM .eint sie zu brüderlicher Umschlingung, lehrt sie bas herrlichebeglückende Opfer für die Mnschhrit und in Freiheit geh'n sie Kn den Tod.' ' ' ' " . Bon Direkto r 'Bernau. 'vörWfflich' einstudiert' und in Szene gesetzt, wird das Stück ütemveÄinmend 'urtd ergreifend gespielt. Höchstleistungen aller Mitwirknd«r. Herr W e r n e r- Kahle gibt den'wilden, starkest-'Mütrosen mit solcher Hingabe, daß man um die'Gesundheit des ausgezleichn'eteü '.Künstlers bangt. Frau Wagner und die Herren S tw a, Zetenius, Braujewette r, Echr-Ie, -Nowiotny, Onno und S te in b ö ck durchaus' hervorragend. Die -Publikumsrvirklrng mlgewöhnlich stark und der Beifall einNiütig. Direktor Bernau dankte für den Autor. Den Abend leitete der Einakter „Mmtter" von Lina Loos rin. Dieses Preislied der Mutterliebe ist doch nur ein sehr geschickt gearbeiteter Sketch, - in der gewissen „geballten" Sprache geschriebmr und durch einen geschmacklosen Schluß verunziert. Aber die' Autorin ist^ sehr begabt und sollte nur weniger skrupellos aus „Wirkung" hinarbeiten. Auch dieser Uraufführung nahm., sich Bernaus RegieLmst liebevoll an und. die Darstellung,, insbesondere das -Spiel der Damen Janower und Trabitsch, verhalfest dem Stück zu einem großen^ Pnbliknmserfolg. - Die Verfasserin konnte wiederholt für den reichen Beifall da n kein 0. A. Staatssper. An der Staatsoper häufen, sich die Ueberrüschungen gleich den-Gastspielen. Wegen Indisposition des Herrn Schmedes wurde in. letzter Stunde statt des neueinstudierten „Palestrina" der „Freischütz" angetündigt und Herr Michael Boh n en sang den Kaspar mit seiner gewaltigen Stimme, seinen; stets eigenartigen. Spiel und all den Freiheityr und Uebertreibun. gen, die man de.nr gefeierten Künstler nicht weiter übelnimmt. Herr , Bohnen, der die Mitwirkenden mit der Wucht seines Organs , in . Grund und Boden fingt,, vermag einem wohlgegründeten Ensemble durch seine überragende, rücksichtslose Persönlichkeit gefährlich zu werden, so intereffant er auch stets als Gast sein mag) Er verkörpert den Typus des großen, wandernden. Koniödianten, der heute da, morgen dort in seinen Paraderollen. auftritt und. sich immer und überall mit Selbstverständlichkeit in den Mittelpunkt der Szene stellt. Bei aller Anerkennung seiner/reichen Stimrnittel, mit denen 'er' das Trinklied und die große Arie voll, wilden Ungestüms sang, wirkt er doch vor allem durch die ganz außerordentliche . Kraft der Darstellung. Leise, und behutsam tritt er cm dqn ahnungslosen Max heran, um ihn dann immer fester zu umklammern, das Dämonische der, Wolfsschlucht gelingt'ihm weit'besser als. der Inszenierung und der ^ödcskampf des Bösewichts ist von grauenvoller Realität.. — ^Die übrige« Mitwirkenden, boten gutes Mittelmaß,' nur Herr Mayr als „Eremit" von überzeugender Milde und.Güte ttzär mit seiner Men Stimme dem berühmten .Gaste ebenbürtig. Ad, Verre Wiener' Pithne. Der -noch' aus besserpu. ZWeir. belannte- „L u x,us z ug" vvjtz Übel .Her,«aut wurde, vqu. de^ Neuest Wiener- Bühne wieder irr Verkehr gesetzt. Das recht amüsante -Lustspiel, welches das internationale Paris der Leute auf die Bühne bringt, die es als. L>Mszug Ie'trqchtejl', uutrrhält auch' setzt dstrch sehM harmlos. einfumtig«< Schmiß . / Für die' .in Mn MftelpMktstellte -Mvalität.. Kwseier^ Weibchen, unr. .ein Männchen, deren' Intrigen dem Männk gutbekiommeü, hat die Neue MenerBühne zwei Gäfte'be^sge». Frau K^nstasiZtz Liniden bnngt'die'Lie^^fahrnüg Änev ,chaochantisch" ge-" reiften Jnfmttin von Fberien mit der nötigen, an Budapest erinnernden Deutlichkeit recht ergötzlich z,nn Ausdruck. Fräulein dldrkenne G eßner s Prinzeß macht ihre ',M>lygame Periioöe" vor der Ehe unschuldsvoll, stübenmädchttlwrssiend. durch. Herr - H'endrichs ist vorschrifPmäßig stett. Frau Förster,Herr Egerer und Herr'-Treller ja h (in ergötzlicher Maske und Haltung, wenn er Kaffeefle^ vondm Beinkleidern tupft, geradezu hinreißend) bringen giite' 'Figurm ans die Beine.'' Das Ämpo gab Frau Lindtn au; nicht Me Partner 'konnten mithalten, -aber mm? merkte' Keuchen, was lobeirswert ist. M 'gab 'virl 'Lachest '»md' Beifall. ' ZS-8. Atzs de^ The-ier«. Bur s t^h.e« t er Orlaurt Freitag, „D i e Fah r t i » s B l a s e" zur A«ffkhm»s. A»fa»> 7 Uhr. . In der Sta u tso per M «»rgem Freitag, „Elektra" m Szme. Anfang 7 Uhr. , ,B olksope r. Heute. Do««erStag, «erden in der Volksaper „H^v f f«-«»'» S E r - ä h l-» » « e n", mit de« Damen W«Mal. Ferenczy, Reich, Dleckman», Salinqer und de« Herren > Pacher. Mainau und PHnch i« den Hauptrolle»,.-egebe«. Diriaent Herr Dr. Wemch. Beginn V-8 Uhr. Im Deutschen Bolksth «ater wurde für Sa«»tag de« 12. d. M., 8 Uhr szu volkstümlichen Preisen, »b»r Bormerkgebühr) LessinaS „N a t d/n.n? d e r W e i s e° und für Sountag den IS. d. M., 7*3 Uhr, Molnars Lustspiel „D e r S-a r d e » f f i * i c t*, wi! Herrn HanS Olde« in der Titelrolle alS Hast, angesetzk. , , . Au den. K a m « e r's p i e l e n wird Sonntag, den 18; d. M., 7*8 Uhr. Anton Wildgans' dramatische Dichtung „A r » n t" gespielt. .Jrn Josef st ädter Theater findet. morgen. Freitag, die 75. Aufführung des Schwaukek „L u t t i" von Pierre' Veder'statt. Die Havvkrolle« «erden auch m dieser JüdiläomSvorstelllms - darhrstellt von de« Damen Mazda Harbin, Lili Fröhlich und -de« Herren Hans Rhoden, JulmS Strobl, Karl Althoff und Oskar Hugelmann. Die Direktion der R-e n a i f s a n c e - B tt h n e hat das Schauspiel «M a r i a Dolore t°, von Felix Dorm a m« für die «achste Spielzeit -« Aufführu«g erworben.! K»u»e»t «,«»» W V-«»O»fr« Vttgaugenen Dienstag fand im S»«Lerth«aSsaal rin mtereffa«ter Arie«- und Liedrratze«d statt, n «elche« sich n»e bisher de» Wiener Padlcku« «emä heLamet» Simgm«,'Aß»es de Br«ky.»ska, Lest«» mrjührte. D«rch .. - jw». VlelsrNigleit, die wenige Sängerinnen in sich vereinen, uud riß dist Zuhörerschaft -u spontanen Beifallsstürmen hin, so - daß -st« mehrere Nummer« drß ohnehm reichen Programms wiederhole» wuvte. Auch zum Schluß des K»«-eris wurde'sie von den Zu-I Hörern, die. nicht weiche« 'wollte«, zu mehreren Zugabe» gerwunge«. Die Sängerin verfügt über dramatische Gestaltum« kraft/hie sie für dre.Bühne, geradeiu, prädestinier^-und -zngte auch ei»e bemerkenswerte Festigkeit in de» schwierigste« Kvlonatm-» Passagen französischer und spa«ksch«r Arien. Unter immer wstder sich erne«rrndkn Applaussalven verlief der interessante Abend, de«! die hochtalentierte Sängerin mit einer hochdramatischen Wiedergabe der Gebetes aus „ToSca" effektvoll abschlvß. . — r. Die .BAlkvoperntrisp. Gestern fanden im Rathaus unterj de» Vorsitze des Bürgermeisters Verhandlungen in bezug, ausi die Schlichtung der striitrgen Ängelegenbriten in der V o l ks o p e t statt. Anwesend waren Vertreter aller Jnteressrntengrupp'en, doch konute in der sast^ vierstündigen Beratung k e l n e n d g ü l t i g-e K Ergehn i - erzrelk werden. Dagegen wurde dmch diese Aussprache die Grundlage für weirere Verhandlungen gefunden, '.did in einem engeren Ausschuß fortgesetzt werden. Da die Zeit drangt,'- wird die Entscheidung sehr rasch folgen. '' j Sportpalast Rotatide,Wicn II, Prater Donnerstag den \10. März,\ 7 Uhr abends, bei ermlssigten Preisen Grösst internationale Üal re nnen Armbiadekampf: Schräge £egenKofM;mii. — Z«ei Hauptfahren. — lO-Kilomctcr-Renncn mit Motorschrittmacher» Samstag den 12. März, 9 Uhr abends: Beginn des 24-Stauden*Rennens Ko . aeit €*r Kap«21® Waoek Amateure—Rapid 2 r 1 <1 r 1). Das C u p - W i e.d e r.h.o l u n g.s s P.i e l nahm einen überraschrnLen Ausgang. Die Amateure, die «ach ihrer sonntägige»' Niederlage gegen.Hakoah, allgemein unterschätzt worden tvare«/ kvnntr« einen knappen, aber verdiente« Sieg erringm- Das Spiel sta»d auf ziemlich bescheidener sportlicher Stufe nud. wurde zeitweise recht gehässig geführt. Beide Mannschaften traten mit Ersatz. . an. Brr den Amateure« fehlte wieder Kalman Konrad, an dessen! Stelle der Reservespreler Bognar spielte; er versagte vollkommen^ Bei Rapid stand für den verletzten Kraupar Bullnock aus! dev Reserve i« Tor. Er war sehr unsicher, doch trifft ih« an der Niederlage kein Verschulde», da beide Treffer der Amateure unhaltbar waren. Sehr schwach waren die beiden Rapid-Berteidigep Sudrich nnd Dietrich, während die.Amateur.e-Berteidiger Popovich und. Heikenwälder Borzügliches leisteten; ebenso Iökl i« Tor, Das llebergewicht im Berieidigungsttio war für de« Sieg'dpi Ober°St. Beiter ausschlaggebend. . ' Das hon Schiedsrichter Komac geleitete Wettspiel sieht dis Amateure bereits i« der 7. Minute durch HanSl m der Führung,' Schon eine Minute spater kan« Wiltka mit scharfem Schaffe ausgleiche«. Bis zur Papse komme» »och mehrmals beide Tore in Gefahr. Nach Wiederbeginn komme» die Amateure wird«: rascher in SchwÄrg, Dkoramtti bringt.'nach eiunn Paß' H«OSL7^ de« Stand auf 2:1. '»Der Kampf wird immer schatfer. Dw- Rapid^eute spiele« äußerst uervör. Ein Bömbrnsch«ßHa«slS geht an die Latte-Die'Angrtffe Rapidr verliere» immer mehr an Wucht, schließlich ergeben sich die Hütteldorser iu. ihr Schicksal — De« Spiele wohnte« trotz des Wochentages über lO.VVt) Zuschauerbei. " ' ' ' ' Zur Erhöhmrg der Lnftbavkeitsftener. Die von der Gemeinde Wien beschlossene Erhöhung der LustbarkeitSsteuec hat in allen Sportkreisen^ lebhafte Aufregung Hervorgerafe«. Tatsächlich erscheint auch der weitere Sportbetrieb durch die hohen Abgaben gefährdet. Bisher mußt» von allen lörprrspvrlichrn Veranstaltungen gleichmäßig 15% an LustbarkeitSs steuer entrichtet werden, «»nmehr ist' eine Abstufung vorgesehen. Am beste« kommt «och der Kußballsport davon, der «»nmehr 25*/» zu leisten hat, «ährend Boxe» und Ringen gar die HAste der Einnahmen abliefern müsse«. Die Fußballvereiue werden zwar versuche«, die Abgabe q«f daS Publikum abzuwälM, ob aber eine weitere Erhöh»«- der Eintrittspreise niche ungünstig auf die Brsucherziffer« ' einwirke» wird, muß erst abgewartetwerden. . ' - Hechadver—Gaswerke Sr2 Obwohl Hechawer zu dieft« Spiele unter ANtzüustiaste« Boraüssetzungrn 'antrat — fehlten doch die bewahrte» Stützen Kofi sch, Lanfer und Axelrad, sowie die diesmal noch mcht Berechtigte« Dank, Dunkler und Feigenbaum —> vermochte sie doch da- Spiel sicher zu gkwinnen. Hechawer lieferte zwar ein sehr ambitioniertes, jedoch keineswegs hochstehendes Spul, in welchem sich Deckung uud Angriff mit Erfolg bemühten, die «Wwache der unrein «»beitende» Verteidiger zu egalisieren. Bon diesen war Wolssoh» d^r Schwächere, er. verursachte durch häufiges Zurückarbe» Zahlreiche kritische Situationen sowie ganze Kornerserien: Deutsch hielt, «öS z« halten war, einen scharfen «Elferwehrte er bravourös ab. Die Deckung bot die ausgeglichenste Leistung, besonders der siinke Spierer stach vorteilhaft hervor. Der Stinm war sein imausgrglicheu. Eckhaus und Paul Weiß waren diesmal die Träger des Angriffs., — Die Gaswerke halten m ihrer rechten Nngnsssseite den besten Mannschasksketl. Kläglich war eS um ihre Schießkunst vor dem Tor bestellt. — Hechawer' trat m folgender Aufstellung an: Deutsch, Ieuö. Weiß, Wolssou, Spierer, Flußmann, Kopfstein, Kälmann. P. Weiß, Großmanu, Eckhaus, Bock. 3 . ' Das Spiel beginnt mit heftigen Angriffen der Gaswerke) rrn Dorstoß von Großmann bringt Hechawer' eine«' Eckstoß ei«. Den von Paul Weiß präzise getretenen Ball, köpft Eckhaus 'in der 8. Minute ein. Dabei bleibt e8 bei wechselnden Angriffen bis z»»r Pause. Nach Halbzeit -leicht Gaswerke mit Hilfe'Wolssoh« auS. In der 29. Minute spielt sich Eckhaus durch und erzielt von der Strafraumgrenze mit Bombenschuß »enerlich die Führung Dald darauf verwandelt Gaswerke e'mei» Elfer wegen «hands'^ P. Weiß übernimmt in der §9. Minute den Ball an der Mittelhme «nb placiert chn, Läuftr und Verteidiger, überlaufeud »enerlich ins Goall Jetzt fetzt Gaswerke mit Heft,«er Äugriffe» ein, mehrere kritische Situattone, - «erde« mit- Glück geklärt, nu Äfer v»Z

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