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Wiener Morgenzeitung · 1921-03-07 · Heft 759 (7.3.1921) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 759 (7.3.1921)
Date
1921-03-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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M. 7W /Mnf» MöMss WidirLr Morge'ttzerLN»s '»I iir ■mim'ii I I— .1—■!.- M I »in Mwaniiwiiiwi.. . .,. . ->>»».«>,»»»!»« Die Riesen-GeteeidediebstLHLe auf Donauschlepper«. Ammer *>wffre Kreise rieht die Untersuchung, bezüBch der clesigEN GewAt- und Mai-diebstähle, dir Matrosen auf Donaufchlrpptru seit lcmaer Zeit verSbt haben, und bei denen der Schaden ^r«Nachteileder Bersorguna Oesterreichs in die Millionen geht. Bisherwurdcn'mDork und Markt ^'schämend. Maria Elend undKroat- Haslcm mebrere Dutzend verdastanürn vorgenvmmen. Nunmehr heb«» sich die Erhebungen nach Mitschuldigen, die das Sichrrheitsmrrr«m kShrt, aas die Ortschaft H a i n b u r g erstreckt. ES wurden ami folarnd« Personen ermittelt, verhaftet und dem Landesgcrichte em«el,esrrr. die im drinzenden Verdacht stehen, von den SchiffSlraten gestobleaeS Getre-de gekauft m haben: der Flerfchhamr Lnto« WorMfchek, der Fleischhauer Karl Woralschek, der Hilfsarbeiter Franz Salinz, der Müllergehilie Johann Schimek und der Fischer Karl Newida. Anton Woraischrk gibt zu, von Newida 7000 kg Mais and 2700 kg Pflaumen und noch atoti Weber* Fuhren Mais in Hainburg gckaust zu haben. Sein Bruder Kar! stellt in Abrede, überhaupt an den Kaufen betttligt gewesen;« sei». Franz Salmgesteht, öfierS beim Verladen auf den Schiffen behilflich gewesen und jedeSmal von den Gchrffsleute« mit etwa 500 kg Mais entlohnt worden zu sei«. Johann Sckimek und Newida geben zu, von den Schiffslrutm öfters Mais gekauft zu habe«. Der Landwirt Johann RiedmMer ans Hainburg, der von Newida 950 kg Korn gekauft hat, vnd der Schiffer Anton Macurek, der oftmals dem Schimek und dem Salinz beim Verladen auf de» Schleppschiffen bebitflich war. wurden der Staat-« anwaltschaft rngezeigt, aber auf freiem Fuße belaffe». Om herrenloses Juwel Samstag kam m das Ivwelenarschaft »Thekla* in der Karntnrrsiraße ein etwa 28jähriger, aroßer» schlanker Mann mit dunklem Teint, bekleidet mit grünem Mantel, grünem Hut. grünen Strümpfen und gelben Halbschnhm und bot in schlechtem Deutsch eine Perlennade! zum Kaufe an. Man wollte chm entaegenkomme», versuchte mrt ihm fiaruöstsch za spreche», doch er verstand die Sprache nicht; dann versuchte man eS mit rumänisch, schließlich mit italienisch und kam endlich wieder zum Deutschen zurück, daS der Mann pan; gut, sogar mit etwas lokaler Färbung sprach. Er nannte sich Harro Godana und behauptete, im Hotel Imperial zu wohnen. Als man ihm nach sei«« Legitimation fragte, behauptete er, sie im Hotel vergesse« zu haben und sie gleich holen zu wollen. Indessen war der Mann verdächtig vorgrkommen und mau batte einem Angestellte» einen Wmk gegeben, eine« Sicherheitswachmann zu holen. Das hatte der Fremde, der jedenfalls Butter auf dem Kopfe hatte, gemerkt, und er lies zugleich mit dem Angestellten auf die Straße. Der Bote verfolgte ihn durch die Karntnerffraße bis zur Goldschmiedpasse. doch ist der Mann im Trubel entkommen. Das Juwel hat er lm Geschäfte zurückgelaffen. ES ist eine Bmennad« mit großer, runder, schöner, weißer Perle rm Gewichte von zwölf 60/100 Grein. Sie hat auf einer Seite emen klenm Auswuchs. Die Nadel hat emm Wert von K 200.000. Der Streik in den Sampftväscheoeie« beendet. Der Streik in den fihtf Dampfwäschereken wurde aut Grund erner Vereinbarung mit der Arbeiterschaft behoben, so daß alle Wiener Dampfw3schere,eN für Haußwäsche (die fogmanmen Kilowäsch dreien) wieder iu vollem Betriebe find. Tätliche LeuchtaaSneenifttMO. Bei dem 73iahngen Beamten Ignaz ProhaSka, lX., Elisadethpro«e«ade 19, wohnte der SSfährige KommiS Karl Zemann als Untermieter. Grstrrn halte mm weder den Greis noch Zeman» gesehen. Die Polizeibehörde wurde, als auf Klopfen und Läute« ferne Antra»-t erfolgte, verständigt, und ließ dir Wohnung gewaltsam öffnen. Sie war mit Leuchtgas erfüllt und im Zimmer fand man beide Männer ohne Zeichen von Lebe« auf. Die RettuugSgefeSschaft wmde berufen uud der Arzt bemühte sich um dir Beiden. Pr ohaSta war aber schon tot, und nur Zamann atmete »och. Er wurde ins Allgemeine Krankenhaus gebracht. Ein Hahn der Gasleitung war offen geblieben. Es handelt sich zweifellos um eint« unglücklichen Zufall. Di« Ambulatorien «tut M» Awbemittrtte. In der Wiest« Aerztekammrr wmde küizluh mktgcteilt, daß daS Franz- Jostf-Amdttlotor um eine Eingabe an die Landesregierung gerichtet habe, m welcher um Bewilligung zur Emhebuna eines Reaieb eitrageS von den Pa tienten bei Beginn der Behandlung in der Hüde vonzweiKronen an gelacht wttd. Dieser Regiebeitrag sollte em einmaliger sein. Nach kurzer Diskussion wurde beschlossen, der Direktion deS genannten AmbulatonumS, deffen Antrag der Aerztekammer zur Begutachtung vorlag, mstzuteilrn: »Die Aerziekammer sicht auf dem Standpunkt, daß in den Ambvlatorirn nur Unbemittelte u»ddtefea«Sschließlichst«entselichzubeh an d e l n f i nd.*! Lerhaftang elneS Erpressers Am 22. b. M. erstattete er» ausländischer Journalist die Anzeige, daß ein gewisser Emmerich Grünfeld an ihm einen Erpreffungsversuch begangen habe» indem er ihm unter der Behauptung, er Hobe cm seiner Gattin ein Sittlichleitsdclikk begangen, mit der Strafanzeige drohte, wenn er nicht den Betrag von K. 66.400 al» Schadenersatz leistet. Der Journalist ging anscheinend auf Pas Verlange» ein. Als Grünfeld vor zwei Tagen in Begleitung eine- Juweliers bei chm erschien, um das Geld zu beheben, wurde er verhaftet und dem Sicher» hertsbureau übergeben. Bei feiner Einvernahme behauptete Grünfeld, daß der Anzeiger vor ungefähr vierzehn Tagen an seiner Frau in einem Badener Hotel einen Notzuchtakt &e« gangen habe; die Summe von 66.400 Kronen habe ihm der Journalist selbst angetoten. Der Begleiter Grünfeldd. der in deffen Absichten nicht eingeweiht war, wurde auf freien Fuß gesetzt. Grünseld, der wegen Diebstahls und BetrugeS schon abgestrast ist und wegen Diebstahls, Betruges und Erpressung kurrendiert wird, wurde dem LandeSgerichte eingelrefert. * Die &fjY«tttreeife de« FStzische» Nativmrlfonds für Seperseich für da» Iah» LSSA. Drkamstlich hat die außerordentbche NaüonalfondSkvvferrnz vom 81. Ausust 1920 be'chloffen, Ehrenpreise sür ersolgreiche NmionasiondSarbeit zu stiften. Den ChrenvteiS der besten Ortsgruppe der Provinz gewann M ö d l i» a mck ll iso.noo Gvendenemnahmen. Den EhrenpretS für die beste DeürkSsektlon Wiens gewann btt Brztrkssektloa X/Xl mit 11*500 Spendenemnshmen. Der Ehrenpreis für die größte Etmellvend« wurde Herrn Johann K r e m e n e z k». Wien, XX., zutnl. Den Ehrenpreis für den molgreichsten Sommler des Jahres 1920 gewann Herr Israel P e r l st e l n, Wien. TL her Über K 200 OQO vam Jüdischen Nationalfonds zvgstMrt hat. De» Ehrenpreis für den Besitzer der eriragreichffrn Nat'oualfondSbüchse Woann der JSdtfche NepionalfoiedS-BerirkSkommiffär für den D. BÄL Üo« «jchnck S d-S« Büchse figft Mittei!s«M aus dem Kublikum. 8 »KLÄ«!V8S«, N,o1«»,Sol«.Mlh»»,Sr»«» «.ULr»» kkc»uro»»«v»rlc»uk0 775 ETTER ÜBot«3it«rxB8tT. SS, Marlakilf«rstr. 93 Grösster und beste? Käufer Wiens «rs Ferien Juwelen, EdelsieinhändlerRebinowiisGla, Juwelier I. Kablerstrasse 5 (früher« Maxlmlllansfrasse) Tel. 8541 II. Hollaiidstreeee 3, nurNr.3(rrUher«$iephanle«tr.)Tel.45l46 im eigenen Hause FreHa* 5 Uhr u. sesaUessea. KSren Sie &aoh unsere Preise. K 10.000 elnbrachte. Das Hmptbnreau dkS Jüdischen NationalfondS .hat »ach Bericht der Nationalfo«dSzrnttale für Oesterreich bttfe bfowftröflt, fämtltcfie Gewinner der Ehrenpreis in daS G oldene Buch des Jüdischen Nationalfonds einzutrage». Die Zemrale des Jüdischen Nationalfonds für Oester, eich beabsichiigt angesichts des überaus gttnsiiaen Erfolges dieser Konkurrenz auch rat J<hre 1921 diese fünf Ehrmpreise auszuschreiben. Gegenwärtig stehen an erster Stelle: Die erfolgreichste Gemeinde der Provinz: Villach Mit K 4000* Die befig Dkirkssektion Wien: für diesen Ehrenpreis stehen segenwärtig der lll. und der s. Bezirk an erster Stelle. Für dm Ebrenvreis für die größte Einzelfvende dieses JahreS steht Gemeinderat Dr. P o l l a k - P a r n a u mir einer Spende oon K 100.000 fftt den ^Jaar Austria* grarnwartig an erster Stelle. Für dm Ehrenpreis für de» erfolgt eichfim Sammler rangiert Herr Adolf Drockmann mit eine« bisherigen Sammelergebms von X 50.000 an erster Stelle. Im Wettbewerb - um den Ehrenpreis für die beste NationalfondSbÜchie steht Herr B a r d» Wim mit einem bisherigen LeerungSergebniS von K 6000 an erster Stelle. 9 Strebend»« iu Palästina. Der Bauleiter der Straßenanlaae TtberiaS-Semach fchteibt unS: In Ihrer Nummer vom 19. Jänner d. I. btingen Sre unter dem Titel »Indische Arbeit in Pslästina" einige Daten, die ich als aller Leser Ihre- Blattes und als Bauleiter der angeführten Straße , berichtigen muß. Die Straße T i b e r r a S—S e m a ch ist leider noch mcht beendigt und beschäftigt eine variable Zahl von Aibettern. bis zu 480 (trab nicht 1700). Obzwar wrr noch «rcht mit dem Bau zu Ende sind, haben wir, glaube ich, bewiesen, daß rackere Studenten uud Kauflente usw. aus Rußland uud aoS Polen, trotz der arabischen Konkurrenz, dieke wtrllrch schwere Arbeit gut machten. Wenn wir noch dieses und jenes verbessern werden — Fehler ergaben sich schon deshalb, weil wir hier im Laude doch »och gar keine richtige Arbeitstradttion hatten — so werden unsere braven ILHaluzim rS so treffen wie langjährige europäische Spezialarbeiter, von denen wir jetzt auch eine tüchtige Gruppe aus Deutschland (aste jüdische Chaussrearbeiter aus Norddmtschlaud) hier haben. Ich halte e§ für wichtig, daß Ihre. Berichte genaue technische Daten entbaltm, da gerade in Wim eine, große Anzahl von Technikern sich ' für diesen Zweig des Aufbaues unserer Heimat interessiert.' * Harrrach» Bereinigung jüdischer F»»schor, SchrrftftrLer «rid KLNftkrr. Am 1. d. M. fand im VortragSiaäle deS Klavteretabltssemeuts Bernhard Kob» die diesjährige Gmewlvnsammlmig statt. Nachdem Bi»kprssidml Jakob K r a n s z i» Vertretung deS verhmdnlm Präsidmtrn Profrffor Dr. Bernhard Geiger die Sitzung eröffnet und die Anwesenden begrüßt hatte. arstaWe Vizepräsident G«gm H ö f l i ch den Rechüisch-stsbericht über die abaelausene Periode,-der ein erfreuliches Bild de? Zusammenschluffes der jüdischen geistigen Arbeiter nnb der Betätigung auf dem Gebiete kultureller Arbeit und, deS Jnreresfenschrches byt. Wsttschaftsreferentin -Frävlein Mnjam Schnabel benchtete über die von chr geleiteten Aktionen.. lleber Antrag deS Profeffor Artur Freud wurde dem scheidenden Ausschuß einstimmig daS Absolutorium erteilt und der Dank auSoesprocheu. — Ber der hieraus vorgmommenen Neuwahl des Borsta»deS wurden folgende Damen und Herren einsinmnia gewählt: Präsidmt: Maler Lazar 5krest<»: Dizepräsideuten: Schriftsteller Eugen Hötlich und Sckiiftsteller Jakob Kraoftt; Ausschußmitglieder: Malerin Frau Blanka Frdern- Livicdütz, Schriftsteller Ludwig Bai6, Profeffor Dr. Jakob Bronn er, Kustos des Jüdische» Mmemus Redakteur Jakob Fmgerma««, Schriftsteller Dr. Z. P. Fmkelstrin. Bildhauer Jakob L8w und Maler Wilhelm Wachtel; Syndizi: Rechtsanwalt Dr. Dsvid Rotbblum und Bankdirektor RechtSanwalt Dr. Marek Scherlag: Rechnungsprüfer: Direktor Dr. Scherlag und Rabb'ner Dr. Artur Z. Schwarz: Wirtschaftsreferentin: Fräulein Mirjam Schnabel. Mit DameSwortm an dm abtrrtendrn Präsidenten Profeffor Dr. G e i g e r und den unermüdlichen arichästSfübrrnden Vizepräsidenten Eugen Höflich wurde die Sitzung geschloffen. Svfoffeftftett der Jaüob Papo, Btjelirna. Den genauen Nan-m der Gesellschaft kennen wir nicht. Schreiben Sie (spanisch) an daS Komitee sevhard,scher Juden, Madrid, Principe Str- 5. — S. S. Eme betr-ffeude Drstiramung ist bisher nicht bekmint. Fragen Sie be, der hiesigen amerikanischen^ Vertretung nach. — Studentin. Nur bei einem gerichtlich beeideten Dolmetsch. Fragen Sie bei der betreftmdm Gesandffchaft wegen eines solchrn nach. — Erziehung. Es« solches Institut ist u«S wcht bekannt. Sienerfragekafterr. RichMck» P., 8. Bezkk. Die ErwerbsieiLrerklärutigLN waren b-E 15. Februar einzubringen. Haben Sie diesen Dermin versäumt, so müssen Sie von der Steuerbehörde noch cüra besondere Aufforderung zur Einbringung der Erklärung binnen einer bestimmten Frist erhalten. ES.ist jedoch ratsam, diese Ausfvrbernng nicht abzuwarten, sondern die Erklärung sofort nachzuholen, da sonst eine l^strasung nicht auSgefck-loffen ist. —- ZstrrrKer K«nftn«mn. Sie müssen den BetriebSbeamn Ihres neuen, Gewerbes sowohl der Gewerbebehörde (Magistratisches Bezirksamt) als auch der Steueradminisiration anzeigen, und zwar soll dies längstens gleichzeitig Mit dem BotriebSbrginn geschehen. Die ErwerbsteuererSarnnq können Sie zugleich mit der Anmeldung überreichen oder die Aufforderung durch die Steuerbehörde abwarten. — MöHÄhanevmg 0. Da Sie die Bucheinsicht fÄbst an geboten habe», dürfen Sie sie jetzt natürlich nicht mehr verweigern. Die beigrzogenen Sachverstäirdigen sind gur strengsten Verschwiegenheit verpflichtet und müssen dies auch angeloben. Doch k-«ien Sie gegen die Deiztchmpg Ihrer geschäftlichen 5kvnk»rveni>en Einwendung erhoben. Hierüber entscheidet dir Steuerbehörde oder die SchätzungSwmmissftm endgültig. — Nevendefthüfttsang. Auch we,m Ihr Gehalt nur ein Nebenernvomiwon biwet, müssen Sie sich doch den Abzug der Einkommensteuer dnrch den Dienstgever st» gefallen lassen, wie wenn der Gehalt Ihr einziges EftrSommen wäre. Achten Sie nnr seinerzeit daraus, daß Ihnen im Zahlungsauftrag, den ' Sie auf Enmrlli deS BakenntnAseS erhalten werden, diese Abzüge richtig verrechnet wach«. — S. SU, XM. »aus Sie m BirlmninH m Bmakmatibaate aiÄt Wf 15. «so« T. Marz ml /6cÖT3T4 ’• ". " r Ti1T""--- . > erbringen, wirb Ihnen .bis geleisteke Vorauszahlung «ichbegünstigt, also .nicht um 20 Pryzent höher angerechnst^ Außerdem können/Sie Geldstrafen, unter Umstänoen auch Arreststrafen erhalten. Kriegsanleihe. ' Sie können di^ Kriegsanleihe noch verwenden', werln Sie die VermögAlsaügabe nach Zustellurrg' des Zahlungsauftrages auf einmal oder üi drei Raten zahlen wollen; dann ist die Zahlung der Hälsta der Abgabe in Kriegsameihe zulässig. — Schriststekler. Jhrj literarisches Urheberrecht' ist abgavepflichtig. Die Bewertung! ist allerdings sehr schwierig'und wird meistens durch Sachverstäirdige erfolgen ^müssen.- Geben Sie. im Bekenntrns alle! für die Bewertung "maßgebenden Umstände an und schätze^ Sie den Wert, so gut Sie es können, pder, lassen..Sie die Bewertung weg. i ■** Letzte Nachrichten. Die heutige« Londoner Beratungen.' London, 6. März. (Havas.) Die Teilnehmer an der Londoner Konferenz werden morgen zwei Sitzungen akchalten. Die erste, die um 11 Uhr stattfindet, wird! wahrscheinlich dazu benützt werden, um den Abordnungen der Griechen und der Türken die Antwort! der Alliierten, betreffend den Vertrag von Sövres zur Kenntnis zu bringen. In der Nachmittagssitzung würden die deutschen Vertreter die Antwort auf das Ultimatum der Alliierten überreichen. „Deutfchlauv wird die bittere PiS« schlucke«." j London, 6. Marz. (Funkspruch.) »Sunday Dmes^ schreiben in Besprechung des Intewiews mit Dr. Simöns-i daß es hoffentlich nicht die gesamten Ausführungen! darstelle, me De. Simons morgen vor dem Rate! machen werde, und fügt hinzu: Daß er zugegeben bat^ und zwar persönlich wie auch für sein Volk, daß Deutschland die Reparationen schulde und zahlen müffej gibt Berechtigung zu der Hoffnung, daß sich Deutsch-- land dazu verstehen werde, die bittere Pille zu schluckend Sollte diese Hoffnung wahr sein und es sich ermög^ lichen lasten, die technischen Schwierigkeiten zu über^ prüfen, so sind auch von alliierter Seite ZugefiändnW zu erwarten. - t Der Hausarzt. ) ftrtigtKt »es Dr. Gsmel Beer. Aebeo Diphtherieerkrankung. Wie der Name Diphtherie (häutrMr Ueberzug) sagt, handelt es sich bei dieser Infektionskrankheit untz einen Belag,' eine D^embran, die in meist graulich-weitzeiZ Farbe vorzugsweöfe an den Mandeln sesthastet. BiS«! wellen werden . aber auch Rachen-, und Nasenhöhle^ Gaumen, ja selbst der Mehlkops von der den Belag ui zeugenden Entzündimg ergriffen, welch letztere Form der gefährliche Krupp bezeichnet wird. Die das lokal^ Krankheitsblld hervorrufenden Diphtheri>ehazrllen,°welches heute als die Erreger der Diphtherie bekannt sind, erzeugen ein gefährliches Gift, welches den ganzen Orga^ nismus überschwemmt und zu den schweren Krankheiis'-i symptomen Veranlassung gibt. Zu den B^roffenen ge-! hören insbesondere Kinder, die aus bestem Wohlbefinden heraus unter hochgradiger Schwäche und Hinfälligkeit an Erbrechen, Schluckbeschwerden und hohem Fieber erkranken. Es liegt dann gewöhnlich die schwer^ Form deck Diphtherie vor, die durch die Wirkung aus den Herzmuskel dem klemm Patienten gefährlich wird. Oft genug entwickelt sich jedoch das Krankheitsblld schleichend, cs ist kaum von einer gewöhnlichen Halsentzündung zu unterscheiden, man sieht bei! Besichtigung des/ Nachens nebertz Rötung und Schwellung der Mandeln kaum ein paar; weiße Fleckchen oder Streifen. Und doch beweisen die i\t der Folge austretenden Nachkrankheiten, daß es sich um echte Diphtherie gehandelt hat. *•; Denn bei keiner' Infektionskrankheit spielen dls Folgekrankheiten ein. so bedeutende Rolle wie bei der Rachenbräune. Nebst den bereits angedeuteten Gefahren von seiten des Herzens, sind die oft genug folgenden Lähmungen gefürchtet.. Am häufigsten ist die Lähmung des Gaumensegels, wobei es zu . Schluckbeschwerden, näselnder Sprache und Rückläufen der Flüssigkeit in dis Nase kommt. Seltener sind Augenmuskel- und Vemlähmungen. i Daß bei komplizierter Erkrankung 'der Nasenhöhls oder gar des Kehlkopfes die Nasenatmung erschwert wird, übelriechender Ausfluß sich einstellt, Heiserkeit und starker Hustenreiz sehr belästigen und zu verzweifelten Srsticknngsanfallen führen, ist erklärlich. Bei so schwerem Ringen nach Lust kann nur ein rasch önrchgeführiee Lkehlkopffchnitt die Rettung bringen. Unter dem Einfluß der neuen Heilmethode, der Einverleibung von Heilserum, sind Lie schweren Fälle seht selten geworden. Die Diphtherie, die eine der mörderischesten Krankheiten war, hat sich in ihrem Verlause vollkommen geändert. Die Tatsache, datz 'die Sterblichkeit der an Bräune erkrankten Kinder von 70 Prozent mif 9 Prozent heräbgesunken ist, beweist zur Genüge, daß Behring durch die Serumtherapie der größte Wohltäter der Menschheit geworden ist. Unter dem Eindruck solch» Erfolge sind auch die Serumgegner verstummt. Das Wichtigste fiir eine erfolgreiche Behandlung ist die.möglichst frühzeitige Einspritzung des Heilmittels Selbst der Verdacht, auf eine diphtherieähnliche Erkram kung rechtfertgt die moderne Serumbehandlung. Nut die frühzeitige Einverleibung des Gegengiftes vermag den Fortschritt der Krankheit zu henunen. Die blSweuep beobachteten Nebenwirkungen des Heilserums, die iifi Sufitataft srnes fiaftaea AuSWageÄ, m MeiM

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