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Wiener Morgenzeitung · 1921-03-06 · Heft 758 (6.3.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 758 (6.3.1921)
Date
1921-03-06
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 8 Wien, Tonnrag rtwüs spezifisch Kennzeichnendes in sich, nämlich die speziell m Palästina übliche Manie, Dbräifche Kultur zu ..machen"» unbekümmert darum, was der Dnhält ist, wenn nur eine Form ist. Und das Nächstliegende Objekt für dieses am Aeutzerllchen haftende kulturchauvmistische Treiben, Hinter dem so herzlich wenig Inhalt steckt, ist die hebräische Sprache. Dcr Foxtrott und der Onesicp sollen wohl hrilrge Güter werden, wenn für sie das hebräische Mort gefunden ist. So kann c5 kommen, daß ein hergelaufener Tanzjüngling es wagen darf, lie hebräische Sprache zu »bereichern". Und zu den Errungenschaften der neuen Kultur Palästinas und der Modernisiecung 'res Hebräischen gehört es, daß wir einen eigenvölkischen AuL- »ruck für Foxtrott und Onestejr kesihen.^ Die Herren Tanzureister werden sich also beqüen'ren müssen, Sprachbiidüng. kompetenteren Faktoren, als sie selbst es> sind, anzuvertrruett. Foxtrott bleibt Foxtrott, und was im neuen Palästina trotz des Wortes Zadei Schoal dahinwrsteckt, ist doch nur Levante. Die Taktik der Antisemiten. Wir lesen, in Berliner Blättern: Am 9. Jänner d. I. berichtete die „Deutsche Zeitung" unter der Ueberschnft: „Schamlose Predigt einer Jüdin in einer Christenkirche", über äinen Bor* trag, den ein Fräulein Dr. Herz,eld über die Verworfenheit der deutschen Fran gehalten habei Es wurde der Entrüstung Ausdruck gegeben, daß ,Mrart schmutzige Gegenstände, die lediglich das Deurschlum herabsetzen könnten, in einer Kirche behandelt würden", Und Redner auf der Straße „protestierten Unter stürmischem Beifall gegen die Entweihung des christlichen -Gotteshauses". Einige Tage darauf richteten, ebenfalls in her.,/Deutschen Zeitung", drei bekannte Fi'chrcr der deulschvötkischen Bewegung (Jürgen von Ramin, Kar! Funk und D.r. Alfred Falb) einen langen „Ausruf an die deutschen Frauen" gegen diese „jüdische Taktlosigkeit",? ,)Tymaßüng" und ..Herausforderung". Jetzt, nach fast zivei Monaten, teilt, lvfederum in der „Deutschen Zeitung"» deren. Chefredakteur, Pastor Dr.Max Maureubrecher, den wahren Sachverhalt mit. Danach. handelte es. sich.. um eine Vortragsreihe der „Arbeitsgemeins.chast für Volks-' Mission", zu der der Berliner Generalsuperin^ndeuft eiugeladen hatte, und in der als letzte.RedÄerin Fräulein Dr. Herzfeld sprach, eine Leipziger Aerztin, die seit Jahren in der christlichen Studen^nbewegung und Volksmission tätig ist, und „deren fachkundige, warmherzige, von innerlicher Frömmigkeit und Liebe getragene Beredtsamkest ihr rasch einen guten Mnien verschafft haben", und die! alsf stärkst Hoffnung dieser Betvegung gilt. Den Deutschvölkischen genügte die falsche Annahme, daß Fräulein Dr. Herzseld.Jüdin sei, um jene Veranstaltung, ohne Rücksicht auf ihren sonstigen Gehalt, in der brutalsten Weise zu stören und zu verunglimpfen. V . •' £ J " j ' Das ist bekanntlich die alte'Taktik der teutonischen Recken, die das Deutschhun gar nicht schwerer toinpromittiereu können, als dadurch, daß sie dafür, „kämpfen". Noch so ein paar „Siege", wie den oben geschilderten, und die unentwegtesten H'akenkreuzter jverden erkenne ns daß es mit ihren Anhängern „ein Kreuz" ist, weil es mit ihrer Ethik einen Haken hat . . .. , Besuch bei den Toten. Es wäre gewiß unbillig, zu verlangen, daß mau von einem. Besuch aus dem Friedhof mit heiteren und fröhlichen Eindrücken heimkehrt. Aber dennoch scheint es, .cs müßte nicht immer so deprimierend und der? lc tzcuo ab laufen. wie das jetzt der Fall ist. Da fährt man zuerst in einer Straßenbahn, in der kreuzfidele Plakate, sehr ftiinnrungsvoll. zum Besuch von allerhand Heurigenschenke (Marke „vornehm wienerisch") und anderen BergnüguugsLokalen ausfordem. In der Kanzlei des Friedhofsanltes unterhält sich ein junges Mädchen nicht minder vergnügt durchß Telephon mit einem kanüten, den sic immerwieder einlädt, '„fesch" zu sein Und. mitzuhalten. Daß in cm solches Amt lauter bedrückte, sorgen volle, bekümmerte Menschen konnnen, dämpft hie fidrle Stimmung nicht im mindesten. Nach Erledigung der Angelegenhelt trabt man die Friedhofsmauer entlang, an den ^florentinischensZnsnen und Türmen des „Neugebäudes^ vorüber zum dritten- Tvr, in stilles Sinnen verloren. Ein Reihe von- Autos tutet hinter dem Wanderer drein uttd fahrtauch pfeifend und lärmend durch das Dorj, 'das die Stätte der Toten von der Stätte der Lebenden 'scheidet:''• Wahrscheinlich', weil bic fchöngefchmüüten Daimn, die Herren in Pelz und Zylinder auch nicht die wenigen Schritte bis zur Zeremonienhallc zu Fuß zurücklegenkömren. Vielleicht auch, weil es ssch' „bessermacht". Uebrrhaupt Heu Friedhofsprunk, der törichteste, sinnfällig törichteste, von allem!?tus diesem neuen, schon in der Zeit der' Kriegsuot entstandenen Teil des Friedhofes gibt es ein Prachtdeulmal neben dem anderen. Wunderdoller Marmor, coc-l in der Fornl, gewählt in der dlusführung, sehr viele, sehr lange Verse — nicht istrmer im besten Geschmack — und der herrlichste Blumenflor, her denkbar ist. Von dep schlichten .Einfachheit, hie die Majestät des Todes erfordert, ist wenig zu merken. Auch die Bestattungen weisen sie nicht aus. Freilich gibt es auch «in qcwichtiges.Hiudernis für wirklich weihevolle Stimmung, und dieses Hindernis heißt: Trinkgeld. 'Man hat so viel zu tun, am überall und rechtzeitig und genügend Trinkgeld zu geben, daß man gar keine Zeit hat, an den Toten zu denken. Der Leichenträger, der den Sarg noch einmal öffnet, bekommt sein Trinkgeld, der Teilnehmer am Lotengebet, der Mjamrnler — alle kommen Wiener «torgenzr«««-__ Letzte Nachrichten. Die Debatte im deutsche« Reichstag. Berlin, 5. Mär;. (Wolfs.) Äbswi'dnctcr Heigt (diulsch- «aribkay führt aus: Nnftrr Grgtnvvr.'iAätz». strlk« ungrhmrrliche Ovftr dar, bic b:nt brutschen Bvlrf.aut ri» Mrüschenalier zugr- Mütrt wLrdru. Dir fogLnauntr«f! Saulrionen sind Gewüü--! audrohungen- und slagrsrter Rechtsluuch. Wir ermshney hie- RrLiernug, von dirftr Linie mÄt abziMichrr. ' $;>' Abgeotdinür Dr.-B r e \ i f ch.e'i d (urrabhäag'.gtc- Sszrgl- \ .dmrolrät) b rm Lug e l t das B-vr sehe n Dr. Sim o^iS’•; in London und sagt weiters: G'rgen die.'. NüSsühr^ngrn Aö))d GesrgrS -hätte fs'srt protestiertwertem müsimi '' Die" EKlwaffnn « g toibtrt such meine Parin. , Tie wirisärastl'chru Fordernngm von Paris halte« auch wir für um erfüll h a r, Ihre Durchfiihrllng . würde die deuifchrn Arbnicr an den Rand des AbgninNZ bringm> und die Arbeiter der i-.en'.den Staaten schwer schädigen. Wir miisjm aber bi§ Montag d e wen« auch unhaltbar scheinende Drücke' betreten, feie Lloyd George geschlagen hat. ' RnchStanrlrr F e h t r « ba ch rrllart bezüglich der Angriffe des Abgeordnete« Breitscheid, aut den Miniäcr des Acußern Dr. Srmöns namenß .der Re^erunär^Die Angriffe, die gegcn unseren Kollegen gerichtet worden sind,, körinrn. die Mitglieder deSKabinettsiu.chrcm u « e-i ».g e schr änktein P ertraueu gegenüter dem KeichSmmistrr/ deS Aeußern in keiner Weise erschütrcrn. Gerade feie UMterkryse^xr^sstey.em'Erg.eh«is.^veirz -diesen weiteren Verhandlungen «n^ hqrtzU'Wvj.Sie. hiehe BÄ^nhjuytzr« nicht stören oder de« Träger der Vrxhandlüngrn m (seiner.Der» - handlungssädigkeit.schwäche«.' (LeMster- DuMl.). ' Abgeordneter Schiffer "(Demokrat)-erklärt: Wir (Wüsten.. der Regierung frei e: H a n d . ba s s e n. Wir wollen nuri£« der Pöläik der Ehrlichkeit fcstlMen, 'nicht zu unterschreibetl. t^aS' wir nicht halten können, aber anch/ an her Politik., des güten Willen-, jetzen Weg zur- Verfstznung und Verständigung in schreijen, der sich innerhalb unserer LeistMgkfähiMt bietet. Dir Redner der Bayrischen Volksvarrei, des Bayrischen Danerul'undes und der Welten rrklär:en, daß die deutschen Bor-» schlüge bis an die äußerste Grenze des Möglichen gehen. Damtt schloß die Besprechung. dran. Man wäscht sbch' die Hände und gibt ein Trinkgeld. Schließlich ist man noch froh, meint die kleinen Lerchen, die sich jubelnd in den Frühlingshimmel schwingen, nicht mit Anspielungen und Andeutungen an den Friedhossbesucher herantreien. Aber vielleicht kommt das noch. . K. M. > Namensändermrg. Die inLeressaiitsstüll Finanzberichte werden leider! nie öffen.tlich ab gestatt^. So <h ah man ap.ch schien Hs erfahren', wieviel - die Westeuernng - der NamestsänW-- rnng eingebracht hat, »vie m<iu auch davorr keine Kenntnis erlangt hat, wieviele >.unb.. welche Namen abge-» ändext wurden. Aber darüberdaß fleißig Namen ausgetauscht werden, und daß. die Juden schuft an diesem Jonglieren ihren redlichen Anteil hat, darüber weiß ivohl jeder Bescheiid, der einen auch nur etwas ausgedehnteren BekänntMkpeisMnU-Da^rMt MMtzW. Tage sein-L Ueberraschnngen . Heute - sendet einem ein"' DokkdL Rvbensperg (mit „p", nicht' zü überseherr) seine Grüße, den man zeitlebens als ehrsamen und gar nicht ritter- . lich-feudalen „Rosenberger" gelaunt, eine- Frau -Lenvir' beinühi sich am- T^AWr,-.ihre?'JLentitä't''mi-b'Evi4hV-'i maligen, weit, iveit zurückliegenden- Frau-Lewy taktvoll begreiflich' zu machen, und ein Ertrieo -Crtstelk>ne geborener Heinrich! Cohn verwendet seine freie - Mit> darauf,' seine 'Betan'n feit jchvnenb ans den- UmschwüüN vorzubereiten. Die allermeisten dieser Neugeborenen vermögest-sich doch' nicht' vo'st ihrem Anfangsbuchstaben zu trennen. Gewöhnlich sagt man: WegLn'der-Wascheinärte, aber es mag'doch auch ein Stückchen Unh'äng- : lichkeit dahinter stecken'. Da aber die Juden eine Veson.dere Vorliebe für das Nanfenspathos nnd obendrein noch' fürdie Anslänvereihaben, kommen dann 'jene Namen zustande, die matt von vornhereitt -als' -„verdächtig" bezeichnen muß. Jncho'fer istfast stetS' Jeiteles, Kalystro ist Kohn/'Palia ist Pol lat ttsw. Wer - daA Malheur hat, einen derartigeu „unnatürlichen". Namen .vom Großvater'oder Urahnen geerbt zu haben, der muß die nnausgefprochene Verdächtigung: ertragen. Uebrigens soll die moralische Börechtigung'auf Namensänderung durchaus nicht aus alle Fälle bestritten werden. Es ist zur Zeit der Namengebttng an die Juden von den . kaiserlichen Beamte« namentlich in .Galizien —' fr viel Unfug getrieben worden, ihaß man -die. Korrektur sehrwohl begreifen kann: Wenn jemand utit einer solchen NamerUarikatnr von den seinerzeitigett Beamten. bedacht wurde, so ist es sehr gut zu verstehen, daß er dieses Uebermutsprodukt nicht zeitlebens mit sich herum«; schleppen will, Nur sollte auch' in - diesen Fallen mit einer gewissen Bescheidenheit-gewählt und »licht immer gleich! has Ritterzeitalter oder die ausländische Literatur bemüht tverden. Seinen Namen aber ^deshalb zu ändern, weit er zu ,/allgetnein" oder „zu jüdisch" istist lächerlich und sollte auch ruhig verspottet werden. Es heißen wahrhaftig genug. Christen „Maiers oder „Schmied" und ist doch noch keinem, ein gefaMn, sich: umzutaufen. Der Herr Epstein aber ober der Herr Feigl können es nicht aushalte, lvenn sie nicht „Eckert" oder „Fabris" auf ihre Visitkarten drucken dürfen und sie fragen sich leider «iemals: Wer wird mir das glauben. Denn Selbstkritik ist ein Gewächsdas bei vielen und aerade. bei den «modernen" Juden nicht gedeiht. Uebrv 6. M8rz 192! Rr. 7M gens ist jetzt bei den Nantensänberungen eine neue- Mode ausgckontmen: die wienerische. Der Herr Wampel-i Hofer-entpuppt .sichhei, näherem Hinsehen als nteinä Freund Löwenstein, die Arau Aloisia Riegler hieß emf» Elise Rosenzweig und wenn-'der.junge Dichter Kränken sich nicht Höllerbauer nennen darf, glaubt:.er um seines 'schönsten Lorbeeren betragen zu sein.. OHvohl der Nüiyfe wahrhaftig noch nie-.nanden gehindert hat, berühmt, zul, nvcrdetr, und alle Beispiele, die dcrs Gegenteil heweisenj - sollen, nur schlechte Ausreden sind. Aber diese Erkenntnis; Hilft, nichts. Die junge -Welt einer gewissen Sorte .wirfü.' zu ..allem anderen galten- Krempel", zu Arbeitsfreude'^ Ehrlichkeit,...Selbstzucht und Sitte auch, noch den NamM hinterdrein. Wenn es so weitergeht, werden Edep. und Haferdenzl bald -- echt jüdische Namen sein. .. ArLs...hex,MMAMeV HSLe.'' Das Jüdische Liorrespondenz-Bureau verösfentlichkdas folgende! grauenerregende Beispiel jüdischer Opfers menschlicher Bestialität in der blutigen Ukraine: Einr! arme Frau erscheint im zionistischen Bureau von' Czernowitz. Leichenfahl, nn Lumpen gehüllt, bittet sie um Hilfe für ftire kranke,zwölfjährige Tochter. Einst wohl-, habend und selbst mildtätig, tvändert sie jetzt als Witwe, und Bettlerin durch die Welt und bittet nur um Hilfe für ihr Kind. Der Mann.ist feon den Horden er sch la» gen lpordett-'ebevso ihr altere.r Sohn. Ihr jüngerer Sohn, kaum 15 Jahre alt, ist an F le ck t h p h us er-, krankt und liegt in!Beßarabien. Es wird ihr Hilfe ge-! leistet. Das zwölfjährige Kind kommt ins jüdische Spitals Es ist schwanger, luetisch infiziert, wird operiert und liegt im Sterben. Die Mutter ist dem Erblinden.nahe. Schon monatelang hat sie überhaupt nicht zu weinen aujge-, hört. Solche Ditlge -ereignen sich.in tmserer knltur-' stolzen Zeit! Hier ist jedes weitere Wort -zu! ItirSaf im Osten wütet weiter der viehische .Terror. * Personalnachricht. Herr EmanuelNeügröschl, Kimf« mann, Wien, 1. Best., Wipplinaerstraße 12, Mitglied der zionistischen Bestickssektion Innere Stdat, hat sich mit Bräuiei^ Rvstsh Kratz aus MarmaroZ-Sziget verlobt. | Wieveraufuahme des Verkehres dev V-Züge! Wien-Bassau—Oftende. Die seit 26. Februar aus dev Strecke Wien—Nürnberg eingestellt gewesenen l>-Züge Wien—j Passau7-Ostende werden ab-Mittwoch dm 9. d. M. an den bi-«e buigen Berkebrsiaflen' wieden im ganzen Durchlauf Verkehren) Der V-Zng Ostende-Wien trifft erstmals am Mittwoch den' 9. d- M. um 10 Uhr 65 Min. abends in Wien-Westbahnhof. ein. In der Gegenrichtung gehr der D-Zug Wien—Ostende zum ersten Male am Donnerstag den 10. d. M. irm 3 Uhr 25 ÜKittj früh von Wirn-Westbahuhos ab. ’ M * Nachschau itt Stundenhotels. Gestern früh zwische» 12 und 3 Uhr haben Kriminalbeamte des poliullicken Sitten^ amtrs eine-Nächfchaüchtden Stundenhotels des l. Bezirkes vov^ genommen. Es wurden 2Z! Mädchen aufgegriffen, von denen! acht a! s g e s ch.1 e ch 1 s k r a n k an das Frauensvital/ab^ gegeben werden mntzteu. (Die Männer bleiben natürlich mw belästigt. Die Red.) . :■;& ’- ini * Der Naubrnordversuch bei der Fiakergenosienck schast. Die Genossenschaft der Fiaker hat eine Belohnung von K 2000 auf die Ermittlung des Täters ansgesetzt. Die Er-» Hebungen nach den Tatern wurden gestern sortgesetzt. Ans de« zahllosen Angaben nnd Mrtteilungen kristalllsiert sich der Ber-! dacht, gegen, eine Anzahl Personen heraus, die gesternt im i Laufe des. Tages im Hause oder in semer Umgebung geschea worden sind. ''©ie Aftüve Meibittger. Die medrrSsterreichischtz Rechtsanwaltslammer hat auf Ersuchen des Rechtsanwaltes Di^LktMn D a utr ■ -biefett öojrt Amt eines Sübstituten deß Dr., Ferdinand Melbinger enthoben und Herrn Dr. Richard! H a s l i n g e r, Rechtsanwalt, zum Substituten bestellt. * Hebräisches Konzert Oberkautor Zakov' ZakobovitS. Das ,Trmpelbaukomitee Prater" veranstaltet morgen, Montag, im Festsaal des Hotcl Continental, H., Tabor«j . straße i, ei« hebräisches Konzert deS Budapests Oberkantorfe Jakob Jaksbovrts, Ihre Mitwirkung haben zugesagtÄ Herr Prof. Joses S n l z e r (Cello), Frau Fmi u n g a v Vvernsängeri»), Herr Albin Ritters heim (Bolksover^j Restliche Karten tn den jüdischen Buchhandlungen und beim ^Tempelbaukomitee Prater" erhältlich. : ' » jKrALenuug'lück. Ans Saarbrücken wird' tzenteldLir Gestern ereignete siä) auf dein Sieinens-Schacht der Grwb«' Do Wendel bci Forbach infolgende schlagender Wetter entj . schweres Grichetlunglück. Von der Belegschaft wurderr mehr! als' 160 Mann eingeschlössen. Bisher konnten nur elf- To te geborgen werden. Der Rest der Velegschaft ist' noch versvaben. j j - Das Mnfeüm der russische« Revolution. Unter hm : Aegide der Sowjetregierung tvurde itt Petersburg ein Museum! ' der russischest Revolution errichtet, in welchem alle eruierbaren;MateWieit..Ver eiltzelnen rnssischen Revolntionen!gesammeft' «n8' gesichtet -werden. Diese Samnilung, wird, wenn ifte die: jetziga Revolution' überleb^ eine unschätzbare Fund-' grirbe für den- Historikerwerben. Jede Revoluti-'onSepoche erhält efnsn eigeiten, Saal, mch . in allentächstsr'Zeit werden! zwc^ nme Säle crüffneft 'MlL'zwar der Saal deß Dekahristen^ revolntion und ein Saal der Partei des BolkSwillertS. Da>^ ans die revolMionare Tätigkeit dieser beiden Richtungen bezügliche historische, Maferial, Büch«, Porträts, Flugschriften' n sw., .-würhe. ein« eigenen historischst. A-ommissiow. zur. Bearbeitung überwieset. Aitläßlich Lc.r- Fünfziüjahrfeiep der Pariser^ K o m' rit n it e wird in dem genannten Museumeine große Ausstellmtg unterdenr Titel „Die Revolutionen in Rußland" eröffnet werden. - < * Für Invalide. Der Reinertrag der Licht- Schattenred oute, die bekanntlich unter dem Ehrenschutz! amerikänrschor mnv englischer-Damen am 23. Jänner statt-, gefllnden hat, würbe in der-Höhe von K. 86.000 folgenden Jnstitutiönon Zugeführt: i-: -Dem -Landesverband deutschöstcrreichischer KriegSinvalidcn, Lerchenfelderstraße 1; 2. dem Verband jüdischer Kriegsinvdliben und Heimkehrer, Obere Donau» straße 65; 3. EliMeth-KriegSwaisenheim, Äralzgässe jfg 4. dem Hilfsverein der Zivil» urch Kriegsblinden Wie auch. etznstzlnep ArtegSopkEW, .

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