Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 758 (6.3.1921)
- Date
- 1921-03-06
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
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Einzelpreis 38 Kronen Prännmerationspreise Wien;' Zit« Abholen' in de« EM»l«on, 3. Bezirk» 'Taborstraße. Ibis 8, oder in einer "Berschleißstelle Grafik,: Monatlich. . Kronen BierteljährNch »10.- Mit Postversand Gr, Wie«, und - Oesterreich: - - - Monatlich... Kronen VO.-?.' Lschech07Slowakei: ' Monatlich . : Kronen 1T.- Bierteljährltch » in tschecho-slowakischerWährung ' - Ungarn: Monatlich . . Kronen V0.- Vierteljährlich - » -10.— in «ngarischer Wahnmg / - Jugoslawien: Monatlich .. Dinar 1».- Bierteljiihrlich * ., ■ >.- ftr V # W { Eiyzelpreis Krortep PrMuDerationspreise: Polen: j Monatlich .. Mark' so.— Vierteljührlich „ »40.-! in polnischer Wahrung •v. * > Deutschland: . i Monatlich . . . Mark IS.-7 J-rankreich: Monatlich . . Francs v.-< _- ... Italien: Monatlich . . . . Lire r . Rumänien: T# Monatlich. . . .Lei .*0.^ . Schwesz u. das übrige Auslands ■ - Moüätlich . '/Francs Sledaktkon n.stl-ministration Taborstr.l—8 Telephone - 44088,48310; av «ltlnabends Nr.l«»OH Postsparkassentönto 150.691 Nr: 758 Wien, kSoHytag den K, März lSZI ■JSm 3. Sührgang iss# Die -StimMe. Amerikas. Itbäftrf '—7. l e n. 6. Mürz. *wntsm zynt-\ ..- MMyr/^rUe-ln ipen-.LMdoySr'!DeHaMungen" emgetretencLst,» trittHie. BoisHM, des! .Präsidenten 'Hai> dmtz-7Hi^MLeH..Mrhly MAn.an^aAe', die 'Amerika in' dMeMtzäMstp MNdtzl^ MMIDHHosim/. Harding UM^sMeMDaatz-dje^MteMrüHK und Wirtschaftliche Bewegungs'fveiheft. Er/wiLHin militärisches Bündnis, keine Anteilnahme an pöliftMen Kommissionen, keine wirtschaftliche VerpfIichtung7 Äber' er will den Frieden. lexKWMuMMeder- Debatte Netchstag. Berlin, ,5. März. (Wolff.) In d er Heutigen 'Sitzung ' des Re i ch s tag es gab' Reichskanzler F e h r e nb-a ch die.Erklärung ab,'daß dZe Regierung während der itt ’ - ■ '•!?\f\ AMeriMOMW gWtkKMg,ttzslnMmenx; hie ällgememe„Abrüstung-.för dtzM MstöD Wien- Weltgerichtshos^ ."zur. Festsetzung' der GwMiMMHer /internationalen Verwandtschaft'cm» eÄLMM. Dje>Botschaft, Je sich.all ein Bekenntnis gegen KÄtzg,rDn'WiaMmllß unö politische Anterdrückung dar» stM, Llchhält^daneben aher Huch die Drohung Hr ge» MW^W^Fayst, .! 7Ie ^dex. Vertesdigüng 'Hr Nepubli! diMen M./Hie ^spricht" dcinn die Gehnsucht Nach, dem llidMrWenAriMmMUs, der jeden UMstitrz Her bestehen» öMMOwWg volMülerika sernhälten lvill,'' kündigt die MzltzKWolitÜ uA>,.'eine Aera dB sozialen 'Schutzes an. r! .--KWMngspr-.gxaHme, .THrmiMen! ilnd KäsidenteyMschaften haheir miteinander den. Zug^ gemeinsam, dA iftc^in felerli.cher, getragener, GtzraD' öieles der-' sjMMn, 'ohne-zü,wsssen, oh' sie^das'Zugesagte auch wer». dM^asteNr^pnenIMr'Ipgs.. PMe'M-.-.Wr/meyr'al^ eiMsolche UeieÄatzsrehe. .Gie'siyd Prograrilm'und Ht'E.' Sie besagen,' «daß'die von Wilson' nach W .VersäiDx.« Niederlage eingeschlagene Taktik der Äbstinenz fortgesetzt/ also bestätigt, wird-. Sie"besätzM Wner, Latz Amerika die rMjM^erMZgL^chsft,,7Nicht^anerkMyt, Kß.'.es' von?oem VMeHünIso. wiesex ^M.FranMW'tMt^lü'eÄ''Iupde/., nschts, wissen will, .öatz /es aber bereit ist, an einer^Kor»: rektür-',.der.,'. unerträglich ' gewordenen Verhältnisse aus frereM .Antrieb jnftzuwsrken.' Und da Leute stnehr wie je Politik und Wirtschaft identisch sind, da jeder politische Gchxftt wirtschaftliche Folgen '' 'h.aü die . in ' Las Getriebe d§r-4 müde. und. schwach gelvordenen Welt mit -den stärk-' stell. Eirrflnssen. eiirgreifem ist'' 8i'e' Erklärung' deö-'Präsu« dssüten nur' sch SÜ. verstehen, daß' h eben nur die Freiheit üD^HäliHlstch sich wahren^, im übrigen aber nach dem ' (^ebpt dxr Ststnö^ pörgehen wirdchOein Staat 'der Welt-- UM hMchöer MWKMgewHüs.deli. anderen -vollkomnlen'' e^tHltelu' SStc;HieltwirtschaftIsIkein' Zustand, sondern > Mh /'was m'einem Land, in einer MächtegW^chgM^t)'-IeftlÄieri'W oft in ganz uner«" 'M 'e.tnän'/anb€rot; Schon heute leidet AMerika. iniHr 'Lem in Europa fortdauernden Kriegs--.' züstand.. SeiU.'Zkoüomischen' Vetbindungen mit Europa s§id. so. subtil, .daß es''das japanische, Kontrollrecht über' das'deutsche Uebersdekabel, das -englische Mandat über die rnesopotamischen Oelgebiete ansicht und 'Anknüpfungen zu Nutzlanid sucht/ um alle-durch den europäischen Hader sich. hie^Wb?ys^wmerziellen -Möglichkeiten wahrzunehmem.MeDWängigkeit Europas öon Ler amerikanischen Gelösiille und Warenproduktion ist zu stark und' .die" Hnteressett des amerikanischen Handels förderii d'ics-BMÄsichtigüngdes Grundsatzes Hardings, daß män dort'rücht verkaufen kann, wd man nicht kaufen kann. f* '".Mrdintz will, die Zolltarife Amerikas dem jetzigen Zustandwnpassen, um. der Konkurrenz zu begegnen. Nun sind,einerseits' die englischen Lager voll Waren und die Ärbeitslosigkeit in England ist aus der Verringerung -der Absatzmöglichkeiten entstanden. Andererseits kann Deutschland Hit seiner schwachen Valuta billig produzieren und die Massenfäbrikate seiner chemischtzn ÜNd Metallindustrie über den. Ozean werfen. Das Gegenseitigkeitsverhältnis iw-kowwerzrelley Leben verträgt sich aber schwer mit der Apftichsüng' .von -Wportschranken. Wenn Amerika werkausM will',''sö.Mutz' es' auch kaufen. Es hat das größte JntKesse daran, Mß der. Wähtimgsverfüll, der zuerst die MittelstMen 'und 'schließlich auch Frankreich ergLiffen /Hab, durchweine" Stabilisierung!, der - europäischen Geldverhältnisse/ aufgehalten wird.iAuf' diesen: Gebiet ist eineMchstmEzi-Mmerrkns . nochweniger möglich als auf dWipölitrschM, und/es' bleibt! von Wilsyns- System,nur die Verwerfung der Friedensverträge.' und des heute CEenhen Völkerhundstatntsührig.'! Die Heue: Regierung Amerikas: UrMr^Ni-cht: bei. .s'.tzxr -.sblptzen'- Negationstehen bUben könn^n.^ Sie. wird Hardings Programm'in den HVWN,rdor: Möglichkeit durchsützrKN: müssen, Sie wird k die Revision der Äriedensdiktate arrüruLoL mMen. Hört! bei deitz KHnmnnisteri^, > Das MPnetL, nylst/HNftHieLen Bedacht . . darauf. siegen/ daß. unsere,.UnierhänWr, bei^-der Durchführung iihrer ÄufgHbe^durch/ MnM,"-in'-.sieineu.Folgen unüber-. isehLaren Angriff ge störst werden. Gemäß der durch denst jdes daß er seine Unterschr'ifMWD. keinerlei B e vp flich tun gen' setzen darf, ' die das deutsche Val k ü ich Lt r a g emi ka n n/rM! diesem Auftrag ist. nichts geänberL wotdewund wird-nichts-geändert werden. (LebhafteriBeifäll'^) - -- '.-r? - Däs-'Kabmett ist-der Ueberzeugung, daß der M-iUister des Aeußern .. ...'Me' Mterha^bUNgsmyglichrriton innerhalb der gezogenen Grenzen ausnützen wird. (Abgeordneter Hoffmannr Dunkel ist der Rede Sinn!) Dassen Sie mich der sichersten Erwartung Ausdruck dM.Hqß.^..tz.egt^ Volk die Unterschrift seines WMkkaZE'eriWsN'ME wensi sie ein>i Zusage foecftV" ^Ek^er -ebenso fest hinter seinen BeauftmgLen stehen wird, wenn stie sich weigeM.;MW7-LWlru>ßA.eA-' Schriftstück izu setzen, das Unmögliches, enthäEt.' (LDhafter Beifall.) r Abgeordneter Müller-Fransten .(Mehrheitsstozialist) führst güs': Wir halten an unserer alten Auf- -fassurH,fest, daß wir hie PariserHorderungen für u n- . idurch/fühwbar halten. Andererseits erkennen wir;aber M,'daß wir auch Positstve Vor schlage' zu .nmchen haben. Wir s ind im Kri ege unterlegen.. D'a s. da r f sticht v e r ge s se n w erb cn, ' I MMe Februar haben in Genf Verhandlungen izwischen den deutschen und den französischen Bauurbeitern im Sinne eines Mmeinsamen Wiederauf-- sbä'ues Nordfrankreichs stattgefunden. .' Diese Verhandlungen haben zu dem einmütigen Beschluß der Beteiligten geführt, daß nur durch gemeinsame Arbeit die zer.störtn Gebiete Frankreichs wiederaufgebaut werden können. Die. europäGchen Regierungen, haben unbegreiflicherweise hierauf keine Rücksicht genommen.. Auch von unserer Regierung müßte eine' Betätigung in diesert. Sinne erwartet werden. Denst mit Geld allein laßt sich diese Frage nicht lösen. Deutschland hat eine Anleihe voll 8 Milliarden angeboten und will dafür Sicherheiten bieten. Mehr Geld läßt sich nach Ansicht aller Sachverständigen überhaupt auf dem internationalen Geldmarkt nicht a u f b r i n g e n. T)^her sollte sich doch hier ein Weg zur Verständigung finden, und zwar mnsoinehr, als mit den Sanktionen doch auch nichts erreicht wirh, zum wenigsten ein Wiederaufbau 'Frankreichs. Daß wir um die Sanktionen , herumzukommen bestrebt sein werden, ist klar. Unsere friedlichen Absichten werden durch das immerwährende Säbelrasseln gestört. Wir wollen den Milt t a r i st e n und Rat r oll allsten im eigenen Lande das Handwerk legen. Leider müssen wir uns aber heute noch Vorhalten lassen, daß wir die En twa f fnun g auf Grund des Versailler Friedensvertrages noch i m m e r n i ch t d u r ch g eführt haben. Wir verlangeir daher, daß die Regierung handle und uns von den in Deutschland noch' exiMerenden bewaffneten Banden befreie. ^Typisch für die Denkungsart der anderen Parteien ist-die Tatsache, daß diese Woche auf der Stinnes-Werft ein neuert Dampfer von Stapel^ .gelassen wurde, dem man den Namen „Tirpitz" beigelegt hat. Sollte dies eine Abkehr von der alten Politik sein? Wir sehen es als die frechste Pvovoratistt der/- Arbeiterschaftan, wenn ■;solche Porgänge von, . leite neiuerReaierunasvartei unterstützt und s gebilligt, werden/ (Lebhafte: Zwüschenruse: und Lärm auf!- :der- Rechten.'-'Abgeordneter G'rlä'f'e -(Deutschrtationalst! wird'wegen des Zwischenrufes," daß: der RednerM fran-.-. s zösischem und'^ eng'lischtzm' Mteresser-'spreche/ zü r O r d« N'UNg gerufen-.).? ' ( - » * 'Abgeordneter M'üller-Franken ^fosttfahrend'v. Mir wollen un^s bemühest,!dest Ätrbeiterschaft die Mdeu-' ' tung des Diktats. vost .Paris klarzumachen,! eine Eini-, gung mit'den andeten' Par^eiew Mer lehnest wir^ab.'^ Die Aüsführupgett., Ho yd Georges über' die zu geringe, Steuerlast DMschUühs'Hiegenüher, den alliierten. Ländern, treffen nicht den Kern der Sache. Wird sind, schon "mit. direkten 'Steuern.."so. belegt, daß,' der Arbeitest' indirekte Steuern nicht mehr tragen kann. Mit. Sklavenarbeit allein kastn aber' Eenropanicht wieder aufgebäuI werden. '. Namens des Zentrums gibt Abgeordneter Tri mb o r n eine Erklärung ab, worin es heißt: Die.Ver-,! Handlungen in- London haben einen Beclauf genommen,, der es als ausgeschlossen , erscheinen läßt,, vom Reichs'-., tag aus ersprießlich eingreifen zu können. Die Zentrums- Partei überlä ß t e s'.de.x..R.e g i e r u n g, d.re W e i t cx* - f ü h r u n g d i'e s e r Be r h a n.d,l u n g e n ,z % h a n h-, habe n, und hat diesbezüglich Vollkommenes Vertrauen... in .sie. Eine Annahme, der Pariser.Beschlüsse ist. nach wie -vor ü ns b.ö! werden kann.! Neue Vorschläge DeuLschLands. London, 5. März. (Funkspruch.) Die deutsche Delegation berät über die Vorschläge des englischen /Premierministers im Zusammenhang mit den von'Berlin erbaltenen Mitteilungen. Es wird berichte^ daß die deutsche Regierung jede mögliche Anstrengung -Machen werde, u m d a s I n k r a f t t r e t e n der Zw an g s m aß regeln zu vetuteiden. Es soll endgültig beschlossen worden sein, daß Dv. Simons -Montag her Konferenz' neue Vorschläge' vorlegezr sollet Die technischen Berater erwägen eine neue Besteuerung, die die!Möglichkeit besserer.Vorschläge ergeben würde. ' '; Paris, 5. März. (Funkspruch.) Im „Petit Parifien^- veröffentlicht Millet. einen Artikel, in dem er ausführt/ die deutsche Abordnung in London habe ihr Verhalten von den deutschen Jndustriemagnaten vorgeschrieben er-.- halten und namentlich dem Einflüsse Stinnes' sei die unnachgiebige Haltung Deutschlands zuzuschreiben. UM - Stinnes zu treffen, sei die Besetzung von Düsfeldorr und Ruhrort in Aussicht genommen worden.! Der Truppendurchmarsch durch die Schweiz. Paris, '4. März. (Havas.) Der V ö l k e r b u u drat hat vor Schluß seiner Tagung den schweizerischen Gesandten in Paris, angehört, der mitteilte, daß die, Schweiz den Durchzug der internationalen Truppen auf dem Transport nach Wilna verweigert habe, da sie an die Möglichkeit eines Konfliktes dachte, der durch die Verletzung der schweizerischen Neutralität hervorgerufen werden könnte. Die Schweiz erkenne jetzt an, daß der Völkerbundrat den Durchzug der Truppen ins Auge gefaßt habe, wenn die Möglichkeit eines Konfliktes beseitigt, sei. Bour.geois.dankte dem. Gesandten und erklärte den Zwischenfall für erledigt., (Diese Meldung ist entweder verstümmelt oder schlecht, übersetzt. Wenn die Möglichkeit eines Konfliktes beseitigt ist, so braucht man keine Truppen zu schicken. -— Red.) Keine Untersuchungskommission für! Smyrna und Thrazien. . ' London, 5- März. (Wolfs.) „Mvrnmg Post" erfährt ' aus verläßlicher Quelle, daß'die Verbündeten beschlossen hätten, vonder Entsendung "eintzr 'UntersuchungskonM °„ onission nach Snlyrna. und Thrazien Abstand nehmen« '