Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 752 (28.2.1921)
- Date
- 1921-02-28
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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«e 758 JVHn, «toitta» Wenigen, die für ei« Amerttanisierimg des Wiener Leben« eintrete«, haben dabei schwerlich die Verpflanzung de« Richter« Lynch in die klassische Heimat der Gemütlichkeit im Auge. Da gibt e« wahrlich schon segenSvekchere Eigen, heitrn, die wir den Amerikanern cck gucken könnten. Organisierte Plasten, die friedlichen Mitbürgern mit dem Knüppel ihre Antipathien -um StoSdrirck brachten, hat e« ja schon vor dom Kriege gegeben? Nur haben sie damal» nicht im Namen einer »sittlrch-veligiösen* Weltanschauung »gearbeitet* und kannten sich nicht der ausgesprochene« Sympathie großer politischer Parteien rühmen. Solch« Beziehungen blieben erst der demokratischen Nachkriegszeit Vorbehalten, obwohl es den Verfechtern der verschiedensten Weltanschauungen gerade jetzt nicht an einem legalen Forum und an Freiheit der Meinungsäußerung mangelt. Gerade die teuersten Ssterreichischen Briefmarken zeigen, seit der fabelhaften Erhöhung deS Briefportos, das Bild deS Parlamerttsgebäudes, womit wahrscheinlich dokumentiert werden soll, daß diese Institution unser wertvollster Besitz ist. Diese Auffassung wird, sich aber bei der Bevölkerung nur schwer durchsetzen könne«, wenn latente Gegensätze der Weltanschauungen und Meinungsdifferenzen auf dem Gebiete der . Legislative »Nd Exekutive hauptsächlich außerhalb deS Hansenschon GriechenbaüeS auf eine nichts weniger als parlamentarische Weife zur Austragung gebracht werden sollen. Eine solche Ultima ratio extremster Demokratie sollte gerade von den Christlichsozialen perhotresziert werden. Erstlich, weil sie bei jeder Gelegenheit, bei der es ihnen nicht'nach Wunsch geht, am lautesten über Terror zu schreien Pflegen, und zweiten», weil sie, speziell waS die Veranstaltung vou Festen in der Hofburg bekrifft. Butter auf dem Kopfe haben. Die erste Vereinigung, die mit diesem Unfug Schule zu machen begann, war nämlich die Organisation der antisemitischen Journalisten, die Deutschösterreichische Schriftstellergenossenschast. Das hindert natürlich die Herren nicht, auf ihre Nachahmer die ersten Steine zu werfen. Solange dies nur bildlich geschieht, wollen wir mit ihnen über Fragen des Taktes und der Taktik nicht streiten. Wenn sie aber beginnen, die Uebertragung des Werfers mit Steinen und anderen Gegenständen aus dem Metaphorischen ins Ge- V mein-Wirkliche zu organisieren, dann wird diesen Pharrsäern das sauber« Handwerk gelegt werden müssen, welches darin besteht, einerseits Caligari-Redouten in der Hofburg zu derhindern, andererseits aber das österreichische Volk mrt der Tendenz geistig zu bearbeiten: Du mußt Ealigari werden! Ein Interview an» dreitausend Meter ESh«. Ein Mitarbeiter des »Az Est* schreibt seinem Blatte Eibsee: Aus-dem schönste« Hotel der bayrischen Berge, dcur Eibsee-Hotel, kokettierten wir vor einigen Tagen mit der 8000 Meter hohen Zugspitze, aus deren höchstem.Gipset ein von ewigem Schnee bedecktes Gebäude steht, in welchem Deutschlands höchste meteorologische Station untevgebracht ist. Der einzige Bewohner dieses WächterhcvuseS, der Wetterprophet, sieht Monate hindurch kein menschlicher Geschöpf. Und doch hat gegenwärtig diese »hohe* Stelle ein Geirrter, Doktor Lohr, Professor der Chemie und Philosophie, um«. Lange würde selbst ein phlegmatischer Engländer e» tn dieser recht exponierten, wen« auch gutdotierten Stellung nicht aushalten. In der Tat wird der Wächter der Zugspitze alljAvlich abgelöst. Mit der Außenwelt hall er mittel- Telephon und Radio die Verbindung aufrecht. Ich hatte an, genommen, daß er e» nicht übelnehmen werde, wenn ihm wenigstens auf diesem Wege durch da« Telephon die Möglichkeit gegeben wird, mit seinen Mitmenschen, die « so selten zu Gesicht bekommt, in Verbindung zu trete«. Rach dom Schwarzen bat ich ihn um ein Interview. „Verzeihen Sie die Störung. Durch das Fernrohr von Eibsee beobachteten vir Hexen Doktor, in» ich konnte dem Verlangen nicht widersbchen» Ihre Zeit für einige Minuten in Anspruch zu nehmen.* „Bitte, bitte! Ich freue, «ich, wenn ich außer dem Sausen des Windes ob und zu'auch eine Menschliche Stimme zu hören bekomme. Womit kann ich Ihne« dienen r* s „Wenn Sie es nicht als Indiskretion ansehen wollen, ' gestatten Sie Me Frage: Wie teilen Sie sich da droben Ihre' Zeit ein? Macht Sie die monatelang währende Einsamkeit nicht melancholisch?* »Durchaus nicht! Ich fühle mich ausgezeichnet, habe kaum Zeit, mich zu langweilen der ganze Dag wird von . inLincin Beruf cmsgefüllt. Ich weiß nicht, ob Sie di« hnndcrtsättkgen Einzelheiten meiner Arbeit interessieren?* »O doch, sehr! Ich wäre Ihnen dankbar, wen» Sie sie mir erläutern wollten!* Nun tragt er viel Interessantes und Lehrreiche» dör, erklärt gründlich und ausführlich die Ursache« de« Temperalurwechjels. Me elektrische Spannung der Atmosphäre, ihre Wirkung auf die Niederschläge und all d« atmosphärischen Erscheinungen, auf Grund deren Beobachtungen « seine. Lenchtc in alle Wett aussendet. Er spricht durch den Ferst, sprecher mit Garrpisch und München, sendet seine Funkenrelegramme nach München, Wien und Hamburg. Ex steht ^.s.' mit der Welt in ständiger Verbindung aber Vriefpost >u.d Zeitungen erhält er nur selten, obgleich e» auch tm ‘oiutvr vorkommt, daß bei ständigem schönen Detter ad vnd Mt cm geübterer Tourist sich auf die Spitz« hinaufwagt. Jeder - csflchcr der Zugspitze sieht es als eine Ehrenpflicht an. die f:r den Meteorologen bestimmt« Post mitzunehmen und zu iil.errnittein. ' . . über die prosaischen Einzelheiten feine« Leben« sprach Dr. Lohr. Da « ganz allem ist. tmncichtet « auch all«' phbsifchen Arbeiten ganz allein. Er putzt und repariert ferne .M-t-umente. bereitet sein Frühstück und fei« Mittagmahl, hält sein« Wohnung und feine Sachen in 4>sdnnn«, W4 hzn- Wr««er ÄkorgeRzekt««-' mmmmmmn. > .. .... .1. Mittkililkge« aus de« Publikum. RKUKTIN, P«rl«a, SolS. Silber, Platt« «.Uhren kauft «ad Ttvkauft 77« ETTER Botentvtntir. 81, KMlnli&f«ritr.98 Bekannt seriöser KSufer fflr Brillanten* Perlen JuweS-EdelsteinfrSnciler Rabinoüttsoh . Juwelier «oo I. Maximilfanstrasse 5 (heisst jetzt MnMeratr.), Tel. 8541 II. 8tephanfe«tr&8«a 3, nur Nr.S.lra eigenen Hanse. Tel. 45146 Freitag«Uhr«.sarasUggesdriMua. H5rsn Sie nach mieepe Preise reichender Nahrung, Getränk und Heizmaterial wird er in den Monaten Juli und August versehen und eS werden für den Winter' so viele Konserven angehäuft, daß er hrS zum nächsten Sommer durchaus nicht Hungersterben muß. Auch mit Büchern ist er reichlich versehen und ein geeigneterer idealerer Ort für Lektüre und Studium ließe sich wohl kaum denken. »Leiden Sie unter der Kälte?* frug ich weiter. »Nein. Am Tag« brennt bei klarem Wetter selbst mitten im Winter di«.Sonne, und da ist der Aufenthalt hier oben ein wahrer Genuß. Heftige Schnee, und Windstürme sind allerdings recht unangenehme Gäste, aber schließlich stopfe ich den Ofen den gangen Tag, daß ich nicht fürchte, e-rfvitzken. zu müssen.* »Nun, und wenn Sie erkranken würden?* Lachend antwortete er: «Daran denke ich gar nicht. In dieser herrlichen Luft, glaube ich, muß man gesund bleiben. Im übrigen bin ich mit Arzneien ausgerüstet und für den äußersten Fall ist ja mach immer das Telephon zur Hand.* «Mit einem Worte, Sie sind glücklich und zufrieden?* «Jawohl, ich bin in meiner Einsamkeit glücklich und zufrieden und sehne mich vorderhand auch gar nicht zurück zu den Menschen.* Die Ehrfurcht vor dem Tode. Gi« Knlturbild a«s Warschau Man sollte meinen, daß die anttseinrtischeir RoheitS. auSbrüche, die in Polen gang und gäbe sind, angesichts des Todes einigermaßen «zurückgehalten würden. Daß die unkultivierte Roheit auch da sich nicht bändigen läßt, davon gibt ei« Brief, den »Kurjer P o l f k i* (wahrhaftig kein juden» freundliches Organ) veröffenstichs. ein Beispiel für viele. Der Briefschrerber, welcher Me Sittenverwilderung des Volkes beklagt, führt folgenden Vorfall an, der ihn, nach seinen eigenen Worten, mit tiefer Sorge wm das Schicksal des Landes erfüllt, wo folchettei Vorkommen ran«: ' „Durch die Jloäagasse bewegte sich ei« jüdischer Leichenzug. Da verstellte eine Schar von Bursche«, Volks- und Mittelschüler, dem Zuge den Weg, schleuderte Beschimp» sungen gemeinster Art gegen Me Hinterbliebenen und führte eine Katzenmusik auf. Schicker höherer Schulen, di« eben vom Unterricht kamen, gesellten sich hinzu, verstärkten de» Thor und es hagelt« Beschimpfungen gegen die Tot«, die von erschreckendem Zynismus ZengnrS gebet». Bon Ehrfurcht vor de» Tode war bei diesem Heranwachsenden Geschlecht der Staatsbürger keine Rede. Das Geleits der Toten durch die Stabt war ein Martyrium für die Angehörigen... Es genügte, daß. der Tvauerzug ein jüdischer war, damit cniS jeder vorbeifahrenden Tramway eine Mut von Beleidigungen und zynischen Spässen sich ergoß, nicht von halbwüchsigen Jungen, fordern von Erwachsenen. Ms der Zug an einer Schicke in der WolnoScgasse vorbeikam, gab er den versammelte« Schüler» Anlaß zu Hebungen im Weitsprung, deren Zielpunkt der Leichen-ug war... Eine» ausländische» Freunde, der jetzt in Warschau weilt und die Szenen mitansah, konnte ich trotz aller meiner Anstrengungen nicht klarmache«, warum die Polizei nicht eingrei-ft... Vor dem FriedhosStlM übten Militärautom'obrle mtt großem Gif« sogenannte Achterschlsisrn und benützten dies, um die Pferd« des Leichenwagens scheu zu machen und die Leute mit Kot zu bespritzen. Auf eine Bemerkung, doch die „Hebungen* so lange einyustellen, bis der Zug vorüber wäre» antwortete em Chauffeur mit den unflätigsten Schimpfworten...* So viel audem Schreiben, das ^tzurjer Pvlfli* veröffentlicht. Bemerkt mutz noch werden, daß derlei Szenen, wie sie der Briefschreiber schildert, in Warschau zu den Alltäglichkeiten gehören; jeder Jude erlebt sie, der das Unglück hat» «ne» Angehörigen zur ewigen Ruhe begleite« zu müsse«. * Dke «e«e« -Ktkchprelse. Mit Verordnung deS Bürgermeister als Landeshauptmann wurden mit Güttigkritsbegin« vom 1. März 1921 neue Höchstprüie für den Verkauf von Milch in Wie« wie folgt festgesetzt: MüchpreiS frachtfrei Bahnhof Wien K 1340 per Liter, Milchpreis bum Weiterverkauf a» Klcinverschleiße» ll 18.60 per Lim, MilchpreiS bei« Wcitcrvcrlauf an Anstalten und Gewerbebetriebe K 19.20 per Liter, Kleiriverfchlrißpreis ll 19.60 per Liter, KleinverschleißpreiS bei der Abgabe molkereimäßig behandelt« Milch K 30.40 per Sit«; Milchmeter- »ifö K 19.60 per 8,1«. * Streik i«i de« Wäscheret««. Gestern erschien » de» Wiener Zriinnge« eme Notiz drS Inhalts, daß der Streck in sämtlichen Wäschereien bereits beendet ist. Demgegenüber erhalte« wir eine Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung, daß dies nicht rrchtlg ist. daß v rlmehr der Streik nur bei den Mietwasch«- anstalten beendet ist, während in den sogenannte« Küowaichcreien Md «mg« Hotelwäschrrrie« der Streck «ach w»e vor andauert. * Verteil««« dev Halbjahroschukzengnisse an de» ftLdtischen Volk»- «nd Büvgersch»ls» Wiens. Vorgestern, SamLtag, bat r« dm städtische» Volks- »nd Bürgerschulen Wiens fMmS tot Lrtovvrstimto die VottrÜ»«« der HalbiahrSjch»lze»g«isse Q& Februar MI 4526p t an di« Schulkinder stattgekundrn. Bekanntlich mußte die B«s teilung der Qualifikationsscheine über dm Fleiß der Schulkind« des ersten halben SchuliahreS wegen Richtfertigstelluna dar Druckiorlrn — die Ausgabe hätte bereits am IS. d. M. erfolg» sollen — verschoben werden. ^» * Plötzlicher Tod eines Lkchechlschan Diplomat««. . Aus M o n 1 p e l l i e r.wird gemeldet: Der tschechssche D,plvma<> Bolmmil C e r m a k, der, wie aug eineni bei rbm vorgefmrdeuew Paß hcrvargeht, mit rmer Wssion in F r a n k r c i ch, den B ch w e r z. in O e ft e r r e i ch und D e u t s ch l a a d be-- auftragt war. ist plötzlich nachts aestorbm. als er m dem Hotel/ in dem er abgestiegen war. ein Bad nahm. l * Selbstmord. Die 60jährige BuchhruckerZgattm Jsfefnttk Miggisch wurde am 28. d. M. in ihrer Wohnung.-7. BeA». Bandgaffe 27, tot aufgefunden. Sie hat sich aus KräickUNst über den vor 14 Tagen erfolgten Tod ihres, Gatten mrb Leuchtgas vergiftet. j *' BetvügeLeie» bei WohnungSMweis«»«^ Dev wegm DiebftablS und Betruges wiederbvlr adgesjrasie »7säbrM Reisende Ferdinand Christ, der-Straf.cn bis zu zehn-Monate«' schweren Kerkers abaeiessin hat nnd nn XiV. Besirk. Robilegasse 41' wohnt, war ins <S?monbev v- I. Miiglirh dcs Brsirssarbüter-! ra'eS im XIV- Bezirk nNd ak§ solches ausübendes Organ dev Wobnung^fürsorge des Arbeiterrares und Besitzer des WohnuntzszuWelümgSamteS. VIU^ Schmidgaße 18. Nach seinem AuSscheidM auS dem Arbeiterrate hat er rn den letzten Monaten der Gkschäs'siiihrerxgattin Marie Exel. XVI., Nrubaugürtsi 23, dem Privatbeamten Ludwig Bande, XVII., Hernalier Hauptstraße 34; dem Kaufmann Jguar Sckwar-, XV.. MariMfergürtcl 37, drm Reisender Salomon Herbst. XlV.. Remdorigasse?, und dem Zahntechniker Äml B.anv. XV.. Märsstraße 4^. unter der Dor» spiegelnng, er sei in seiner Echemchasi als ArbeNerrat in ow Lage, ihnen Wohnung zu verschasien, Geldbeträge in der Ge-, samthöhe von K a3.0;0 entlockt. Christ war m seiner Wohnunme aumtrcsien. Er murre am 23. d. M. vom SicherheilSdureack verhaftet. Er gab m, die erwähnten Geldbeträge erbalte« Mj hab.n, stellt aber e ne betrügerische Absicht m Abrede. Er wmdtz am 26. d. M. drm LandeSgerichte ringelicfcrt. i * Ass Budapest «ach Wie« gelocht. Ein BekrRgvr^ der 'sich Karl Lorenz nennt und in Begleitung seiner angebliche»^ Gattin Diargit ist, hat in Budapest dem Fräulein Margit Kollert Wertsächm und Schmuck tn der Höhe von etwa X 60.000 tttt-, lockt und dann die Betrogene veranlaßt, mit chm hichttMÄs«;! hier hat er ihr noch dir ihr gebliebenen Habsel'gkeiten, Kletder im Wirte von X 80.' ÖO he> ausgelockt. Er redete der Damx «». werde mit ihr nach Amerika reisen. Der Mann ist etwa 89 ZÄh«p alttzvoß. schlank, hat mageres, blasses Gesicht, glattrasiert schmale, gebogene Nase, schwarzes Haar; an der rechte« Hwck' fehlen chm Ring- und llciner ■ Finger und das Endglied to- Müteifingers. Er trägt grauen Anzug- Wiuterrock mit Spant« and grauen Hut. Sieine Frau .'sieht in vier Monate« Mutter-, lrerchr« «tgegrn. ' Letzte Nachrichten. Die Lorchoyer Konferenz. London, 27. Februar. (Funkspruch.) In der tzestrigen Sitzung der verbündeteu Sachverständigen haben die armenischen Delegierten um Schutz der Armenier in Zizilen gebeten und gegen die Vestünmungen des zwischen den Nationalisten von Angora und der Regierung von Eriwan abgeschlossenen Friedens, wonach diese beiden russischen Provinzen unter türkische Herrschaft gestellt, werden sollen, Protest erhoben. Die nationalistischen Vertreter von Kurdistan haben erklärt, die Bevölkerung der kurdischen Wilajets habe bedeutungslose Ansprüche erhoben.; Ihre Angaben wären an Ort und Stelle zu verifizieren. Das amerikanische Einwanderungsgesetz angenommen. Washington, 26. Februar. (Reuter.) Die St&p: vrdnetenkammer hat das vom Senat genehmigte Ml- Wanderungsgesetz angenommen, das vom 1. April ab für 16 Monate die Zahl der Ausländer jeder Nationalität, die berechttgt find, sich in den Vereinigte» Staaten mederzulassen, auf drei Prozent der Zahl dee Angehörigen der betreffenden Nationalität beschrankt, die bei der Volkszählung im Jahre 1910 in den Vep»^ einigten Staaten ansässig waren. Setzerstreik irr Budapest. Die Zeitunge» nicht erschiene«. ' ivrrtzapest. 38. Februar. (Ung. Trl.-Korr.'Bur.) Im Bvdapestrr Bpchdmckereigewrrbe ist em Streik a»»gebrochen. Die Setzer Hütte» gester» nachmittags an die Druckereibesitzer e« Ultimatum gerichtet, worin sie eine durchschnittliche LohrrerhLhnng von öS biS Va'U verlangten. Die Arbeitgeber Han« daraufhin für heute vormittags - eine Konferenz angesetzt, doch wollte» die Setzer das Ergebnis der,. Besprechungen nicht abwar.'en und sind in dm Aut stand getreten. Jnsolgrdeffe« können die Blätter httckE nicht erscheine». ' Der.Hausarzt. Rchigi«r von Dr. Sanrl Beer. Aeber Niersnerkrankung. Der Laie stellt an sich gewöhnlich die Diagnos« einer Nierenentzündung aus den Plötzlich in der Lernde»- gegend fühlbaren dumpfen Schmerzen, die sich dan« meist als Hexenschuß oder gewöhnlicher Rheumatismus entpuppen. . Zur Feststellung einer Nierenaffektion gehört eben unbedingt eine genaue chemische und mikroskopische Analyse des Harn. Die Menge, Farbe, Durch» sichtigckert, der beim Abfetzen zurückbleibende Rest d«8 Harns und die daselbst gefundenen gelösten und geformten Bestandteile gewähre» erst einen Schluß euch die Art der Erkrankung der Niere», der BUde«gtzs j