Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 751 (27.2.1921)
- Date
- 1921-02-27
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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a Mit vr. umaai mt' ntm dM» Hck«SH«rr» nite baytt Wsammensyeechne» sind, wenn sie nicht nkr unter die Mstimmungen des Steuerabzuges durch den Dienstgaber fallen- Hst die Fra» eines Zensiten Arbeiterin oder Beamtin, dann istihr Einkommen dem seinen nicht znzürechnen, ist sie 'aber etwa Privatlehrerin oder Kleidennacherin, dann tritt dieser Fall ein, wodurch der Betroffene in eine ganbedeutend höhere Stufe kdmmt.. > Alle diese Bestimmungen bedeuten rine unge-WL Bevorzugung der Arbeiterschaft gegenüber dem bürgerlichen und Namentlich dem kleinbürgerlichen M ittelst an d. Bei dem heutigen Stand der Arbeitslöhne, wo beispielsweise ein Spenglergehilfe 60 Kronen pro Arbeitsstunde erhält, ist es Seine Seltenheit, baß Ln einer Arbeiterfamilie per Stopf der Erwachsenen ^100 000 Kronen im Durchschnitt verdient werden. Aber jeder einzeln« von ihnen wird nur mit höchsten- 4800 (8000 weniger 20 Prozent) Kronen besteuert, in viele» Fällen aber gar nicht, weil die meisten Dienstgeber die Steuer nicht abziehen. Handelt es sich aber um selbständige Existenzen, bann sind zum Beispiel bei einer dreiköpfigen Familie mit zusammen 300.000 Kronen Einkommen nicht 48OOmal 3 gleich 14.400 (maxiyial). sondexn 66OOO Kronen, fast bas Fünffache,MSteuer zu bezahlen! Das Gesetz .wirkt daher gegendie "selbständige Arbeit, bas heißt gegen Initiative, Wagemut, schöpferische Tätigkeit, was natürlich für die Gesamtheit nur schädlich ist. Das fragliche Gesetz ist drr sieben Monaten gemacht worden. Inzwischen ist der Geldwert bedeutend Munken und deshalb sind die Steuersätze alle zu hoch. Die Sozialdemokratie hat bas auch ins Tressen geführt Md die Sätze bis zu 200.000 Kronen Einkommen sind um ein Drittel ermäßigt worden. Ein höheres Einkommen scheint nach ihrer Ansicht, gleichgültig, wie jgrpß die Familie ist, strafbar zu sein. Von 200.000 Honen werben 26.000 Kronen bezahlt, von den nächsten Ho.000 Kronen bereits 40.000 Kronen! Infolge des schon erwähnten § 137 kann das der Arbeiterschaft gleichgültig sein, weil bei ihr die Einkommen der Haus- Mtungsmitglieder nicht zusammengerechnet ^verhen^ Wo HeöE aber-die!Mrtreter Ker<WürMlichenk- Partzrien, hie im Nationalrat die Majorität bilden? Wenn so -viele Angehörige des Mittelstandes heute durch die geradezu sinnlose. Steuerpolitik in ihrem Standard of life tief Unter das Niveau des Arbeiterstandes gedrückt werden, sig mögen sie sich bei diesen Parteien bedanken. Auch die „bürgerlichen" Blätter bringen nur den Mut auf, gewisse kleine Ungerechtigkeiten, wie zum Beispiel jene bei der Berechnung des Einkommens der Hausgehilfinnen, mit großem Wortschwatz zu'bekämpfen. Jene großen, Ungerechtigkeiten, die hier erwähnt wurden, die sozial schädlich wirken, zu bekämpfen, dazu find sie zu PreiSermatzLgrmg der englischen Kohle. London, 86. Februdr. Krl.-Ko«tp.) Die Bereinigung der Zechenbesitzer bat eine neve PreiSiemSß'grmg für Kohle festgefchf. Kohle destÄ Qualltät. deren Preis bisher 50 Schillmg brtrng. würde jetzt auf 47 Schilling festgesetzt. <; Wiröererfcheinen des KveSzettelS der AarenbSrst. Von Dienstag den 1. März 1921 angesangen wird wiederum regelmäßig, ein amtliches Kursblatt der Wiener Warenbörse an' allen Börsetagen um etwa 3 Uhr nachmittags erscheinen. Die Bezugstelle ist die Wiener Börsekammer, 1. Bez., Schottenring 16; der Preis der einzelnen Nummer beträgt K. 3.—. Die Dienstag- und Frehtag-Ausga-en werden die Kurse für Chemikalien, Leder, Kolonialwaren, Fette, Baumwollgarne, Vaümwollzwirne und rohe Baumwollgewebe, eventuell auch für' Rohleder- Gerbstoffe und Oele enthalten. Die Montag Ausgabe wird die Notierung kaut Schuhwaren, die Mittwoch Ausgabe diejenige von Holz umfassen.? Der Ankauf der -stervekchkfchon GchuldverschEnngm durch die Oefterreichifch-nngartschr Bank. Das Bundesgesetzblatt veröffentlicht eine Verordnung der Bundesregierung vom 122. b. M., mit der auf Grund des Gesetzes vom 20. Dezember 1919 über die Ermächtigung der Staatsregierung. zu vorläufigen Verfügungen auf 'dem Gebiet des Notenbankwesens folgendes verordnet wird: Der Oesterveichrsch-ungarischen Bank wird die Ermächtigung erteilt, km Rahmen ihrer'in der Re publik Oesterreich, gemäß der Dollzugsanweisung vom 22.'De NönaeÄri Tcleptxn 1TH6 *W ****ß** rn tatoeteckeats 8247$ Wie»« t» WlMltoRCHtrisse Nr. LS XFEEIALITAT- FtitWaw. fwMiiiijer a»ftwn»« Wachwpter» 'GdH lf~ mehr«» MttiJßtc ISIS, anSzuübendon Geschäftstätigkeit Schuldverschreibungen der Republik Oesterreich, welche spätestens nach drei Monate» mit ihrem Nennwert fällig find,, zu raufen und zu verkaufen. Die Bank kann solche Schuldverschreibungen auch unmittelbar von der DundeSverwaltunh übernehmen. Die. Anlagen der Bank, zu dem Gezeichneten Geschäft find zur bank» mäßigen Bedeckung des BanküökrnnmlattfS geeignet. Privatverkehr. Im gestrigen Privatverkehr stablierte fitz enorm starkes Geschäft und «fuhren die in de« Verkehr gezogenen Effektengattungen sprunghafte Seiger««» gen. Es stiegen Anglobank bis 1420 um K. 38, Depositenbank bis 1110 um K. 38, Lombarden bis 3970 um K. 864, Staatsbahn bis 6370 um K. 272, Südbahn-Prioritäten bis 6380 um K. 580, Mpine bis 9300 um K. 810 und Rima bis 8880 um K. 810. Die Abstempelung der sowjetistischen Gelbnoten t» der Ukraine. Der »Ukrainische Pressedienst" meldet aus LemLerg: Das auf dem Geibiet der Ukraine wirkende «Komitee zur Errettung der , Ukraine" führt eine Abstempelung der sowjetistischen Geldnöten und Festsetzung ihres Wertes in ukrainischer Währung durch. Es wevbnr die sowjetistischen 100-Rubelnöten mit Stempeln versehen, die chren Wert mit 2 Hrywnr (ukrainische Geldeinheit gleich 1 Krone) bestimmen. Ebenso werden die 250-Rubslr«oten gleich 8 Hrhwrn, die 800 Rubel gleich 10, die gellten 1000-Rubelnoten gleich 20 und die weißen gleich 2 Hrhwni gesetzt. Alles übrige sowjetistische Gold wird aus dem Umlauf vollständig ausgeschaltet. Diese und andere Verordnungen des Komitees werden in Flugschriften der» breitet, welche ständig das Losungswort führen: «Die Ukvar-ne ist auferstanden." Schwierige Situation in der tschechischen Industrie. Aus Prag wird berichtet: Die „Bohemia" mellet: Die schwierige Situation der Industrie zeigt eine ansteigende Tendenz, die sich in fvrtdauornden ArEeiterentlassimgen seitens größerer Unternehmungen äußert. Mehrere bekannte Firmen mußten bereits zu ArHoiterentlafsungen in größerem Maßstabe schveibten. ' Börse für lanbwirtschaftliche Produkte. Betreffs der Aufhebung der Zölle in Jugoslawien liegt eine Bestätigung der Meldung nicht vor. Die Preisgestaltung an der heutigen Wochenbörse hat, im allgemeir.-en keine Aenderung erfahren. Für Neumais bezahlte man 2.40 bis 2.66 Mark, für alte Ware bis 2.70 Mark. Auch heute konnten wieder größere Mengen für deutsche Rechnung geschlossen werden. Dre Deckung des österreichischen Bedarfs ist gegenwärtig sehr schwierig, nachdem die Deutschen wesentlich höhere Preise zugestehen, als hier zu erzielen find. Weiße Dohnen wurden mit 26.60 Kronen bezahlt, bunte Ware ist trotz billiger Preisforderungen vernachlässigt. 'Für. Erbsen und Linsen besteht gutes Interesse, doch werden vorerst die verlangten Preise nicht ZUgestanden. Hirse und Hirfeorein .zeigen «'twaZ Verkehr in der Preislage von 13.60 bis 19.—, beziehungsweise 36.— Krorren. In Zwiebeln Makoer Provenienz konnten kleinere Mengen zu 9.— bis 10.— Kronen den Besitzer wechseln. Mohn ist im Preise unverändert geblieben, wie bei den gegenwärtigen Hochpreisen begreiflich, deckt der Konsum nur allerdvingendsten Bedarf. Das Gros des Bedarfs in Rotklee scheint bereits gedeckt zu fern. Die Offene ebenso bk Nachfrage, sind im allgemeinen mäßig. RoMee, naturell, wertet 116 bis 125 Kronen, seidefreier 136 bis 160 Kronen. Luzerne dürfte in der nächsten Zeit in Ungarn freigegenen werden. Die heutigen Forderungen stellen sich auf 200 bis 260 Kronen. Oberösterretchrschrs Heu ist sehr wenig offeriert. Die! Ursache siegt darin, daß die Salzburger, Tiroler und Kärntner bessere Preise zugestchen. Ein Teil der avisierten Ankünfte aus Ungarn ist bereits cingetroffen, wodurch der heimische Konsum in der Lage ist, sich besser zu verforgrn. Die Preise für oberösterreichisches Heu stellen sich auf 8.60 Kronen ab oberösterreichischer Stationen, für ungarisches 6.— Kronen ad Wien. Öberösterreichisches Stroh kostet 6.— Kronen ab dort, niederösterwichisches 6.— Kronen ab Wien. Für die Landwirtschaft ist der Witterungsgang sehr refrsulich, da die vorbereitenden Arbeiten für den FrühjahrsenExou bereits 'in Angriff genommen werden können. Die Entwicklung der Herbstsaaten ist durchwegs zufriedenstellend. Ferdinands-Norbbah«. Der Derwaltungsrat hat in seiner gestrigen Sitzung beschlossen, eine außerordentliche Generalversammlung für den 2. April 1921 einzuberufen und ihr eine provisorische Aenderung der Gesellschaftsstatuten vor« zuschlagen. Dom MrechnmrgSamt. Das mit der Regelung der Dorkriegsschulden betraute'Abrechnungsamt hat vor kurzem! die Räume im vierten Stock des Handelskammergebärrdes be-sgov. Das britische «k»M> Vfsi» hat breits laufend FordernngSamaVvange» MM SMveichische Schullme^ Vermittelt, die gegenwärtig der Ueberprüftttrg mrtetzoM werben. Die österreichischen Schuldner erhalten ausführliche, Fragebogen zur Feststellung, ob die Schrrlb überhaupt bLstehk^ und nach dem FriedenSverlrag unter bas Abrechnungsverfahre^ fällt. Soweit das Abrvchnungsamt die britischen Anrnelda»>t' gen nach dem mit dem Schuldner gepflogenen Cinvernef anerkennt, werden sie ds» britischen Clearing Ossi« gut<s geschrieben werben. Die Anerkennung der Ford« fetteNS beS Schuldners stört nicht etwaige Becgleichsverhant gen; im Gegenteil, «ach den Vorschriften des britische» ist 'die formell« Anerkennung unbedingt BorauZsetzung de^ Genehmigung vv« Bergleichen. Die Abrechnung des Speo, reichischen Amtes mit dem österreichischen Schuldner wirb erst in einem späteren Zeitpunkt nach Maßgabe der Bestimmungen des in Vorbereitung stehenden Gesetzes über den inneren ÄuK» gleich erfolgen. — Das Abrechnmrgsamt ist gegenwärtig auch damit beschäftigt, auf Grund.der im Lasse des Winters vkugelaufenen Anmeldungen die Geltendmachung der öftere reichliche« Forderungen gegen britische Schuldner einznlette». An diesem Zwe^k wurdendis Gläubiger durch ein Rundschreiben aufgefordert, ihre An-s Meldung durch Fakturenkopien, BuchauszAge oder sonstige Ans« stellüngen in dreifacher Ausfertigung zu ergänzen. Besondech dringlich ist die Einsendung der in den Händen der öfters reichischen Gläubiger befindlichen WechfÄ und sonstigen JBBert5*' Papiere, Handelspapiere, um die fristgemäße Präsentatio» ttfttj Prytesterhebung zu sichern. } SchLve« während der rnwüuische« Bchch«»g Oesterreichische Firmen und Einzolperfonen, die durch die! rumänischen Truppen gelegentlich der Okkupation Ungarns tW ^ahre 1919 Vermögensschäden erlitten haben, werdmr dring»- lrchst aufgefordert, zwecks Geltendmachung der Ersatzansprüche eine genau detaillierte und belegte Anmeldung idem Ab» r e ch n u n g s'a m t, Wien, 1. Bezirk, Biberstraße 16, - bkÄ spätestens 15. März 1921 einzusendmr. Nach diesem? Tage ein langende Anmeldungen können keinesfalls BerÜtssichtignng finden. Soweit Anmeldungen bereits früher bei! der seinerzeitigen Schutz stelle für deutschösterreichische Dev« mögen im Ausland oder deren Budapester Expofitur «der be8 dem Abrechnungsamt selbst erstattet wurden, ist eine neue»-, liche Anmeldung" nicht erforderlich. BsrNrrer BSrss. Berlin, 26. Februar. Zum Wochenschluß zeigte sich lMi^ aus den bekannten Gründen an der Börse wieder nur seh« geringe Unternehmungslust, so daß sich der Kursstand gegen» gestern nicht erheblich veränderte. Anfangs überwogen hesonders cmr Montanmarkte mäßige Einbußen, die jedoch tat Verlaufe zum größten Teile bei andauernder SMe des Geschäftes wieder ausgeglichen werden konnten. Die DevLfsrrÄAese. Prag» 26 F bluar. Kursr der DevLserrjmrlrÄe.) Bckgra> 218l21360), Berlin 129.80 (129 50)^ 105 50 105.75, Mich 1318.50 1336.50. Wien 10 76 (10.72M Asiranr 68.—- <63.12., Warschau 8.65 853), Budsprst (15.—), Jugoflawiiche Noten 204.— (204.50). Deeli«, 26. Februar. (Devisenkurses Wien alles —.— Wien abgesiempÄ IS.^Ä 18.73). Prag 77.27V, (78.15). Budapest 1203 ill.SS). Berlin» 26. Februar. (Kurse der Devssenzenvrale.) Noten: Dollar 62 40 (62 36), Pfund 243.25 (241.50)J Italienische 22« 50 (229.50). Polnische 7.10 (7.12), Tscheche? slowakische 77.40 (77 SO). Alte östervekchische 10.95 (,10.75)*. Oesterreichische gcsirmpelle 8.96 (9.05), Wien alles (—.—), Wien abgrst. —v—.—), Prag —i FSvich» 26 Februar. (Drvsseudrrse. — MiigeE von Ml Schwerzerrschen Kreditanstalt.) 4 Berlln 0.12% (010 , Holland 208.80 (206 50\ New-MÄ 605.— 606 — . London 23.40 '2338), Par,« 43.32V« <43.-8 Mailand 31.97'/« .21.97'/« Brülle) 45.20 (44.65), Koyendaa« m— (109.50. Stockholm 135.— ,135.60, CdristianiH 1 5.- (105.75). Madrid 83.75 (84.25), BnenoS-AireS 210.-«, l2I0.-), Pro" 7 57Vo 7.10'/s). Agram 4.— (4.—). Budapests 1.17V« -1.17V? Bnkarest 8— (7.90), Warscha»-.68 (-.67^ Wnn Gelb 1.30 1.27'/«.Wien Ware—.— (—.—), österr. «m iKronen Geld —.90 (—.90). ssirrr. geß. Kromn Ware — ( AmstevAam» 26. Febnear. (Devisenkurse.) London 11.34'/, (11.33'/«'» Berlin 4.72 '4-701. Paris 9t.—! (20.92*/,). Schwerz 43.50(48.50, Wien —.62'/, (—.02'/.)» Kvpmvagen 52.85 (5310), Stockholm 65.50 (68.40, EhnstiamS 5088 (51.10), New-Nork 298.86 (293L0), Brüffei 34.9K (21.82'/«». Madrid —(40 80). Italien —(Io 65V J Taschenmesser, Scheren, Nagelfeilen, Easierartikel, Haar- und Bart- Schneidemaschinen, Bestecke, Löffel (Alumininm, Alpakka, Alpakkasilber,, Packfong, Martinstahl etc. etc.), Kttchehmesser, Zigarettendosen, Brenneisen, Fenerzenge, Schlüsselketten, Schlittschnhe, Korkzieher, Konserrendflher Wien, I., Tuchlauben 19 , Eisen- & Stahl waren en gros 5 Telephon 22.948 u. 62.299 interurban