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Wiener Morgenzeitung · 1921-02-26 · Heft 750 (26.2.1921) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 750 (26.2.1921)
Date
1921-02-26
Page
– (sequence 1)
Language
German
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FebtuN'.' j j1'. .Die rnstere Politik der einzelnen europäischem c Staaten ist fast überall von der äußeren nicht nur ab- /Hängig, sondern sie: wird sogar: pon ihr beherrscht. An- ' Matt. daß die Regierungen irnh Parlamente der. ein- ^Mnen. Staaten in erster Anw Hr Hanptairgenmerk ' dem wirtschaftlichen Wiederaufbäu entsprechenden ^Hütznahmen der. Beseitigung."M.MrbeiLSlosigkeil und stets zunehmenden Teuerung zuwenden, macht, sich -fast' üheM.. eine ansfchlichli^e/MMtpolittk ge'tend. - ' Falle ist ihr Ziel hie Erhaltung Ser sLAD..Ven. Krieg errungenen Machtposition, im anderen -HdA'Mbüri.che' für.die Niederlage im Weltkrise. Das UHre kann man besonders deutlich' in den einzelnen rtzlttel-^ und osteuropäischen sowie Balkanstaaten b> MM?N. Es würde schon einen gewaltigen Schritt nach tMväri bedeuten, wenn die Verhandlungen in Porio- > rose/das Ergebnis.erzi..len würden, den Weg freizu- Mächen für eine großzügige Wirtschaftspolitik 'der Suk- Wivnsstaaten. Es ist wohl begreiflich, daß nach dem Hustunmenbruch Der Wiener und Pester ZentraiisationsbefMdüngen die Nachfolgestaaten - ängstlich jedes Atom - Ketzl politischen StaätSsoüveränität wahren, allein dies nicht so'weit, gehen, daß immer von neuem über- Hheyr wird/ dÄß die WirtschasLspdklLikdes zivan'zigsteU . Mhryuttderts nur eine Weltwirtsüsaftspollti'k sein -kann. Hch'fMch es arich sein mag, die Entwicklung der-Volker nur-auf' ökonomische Motive zUrückzuführen. so irrig bt^HcMiWtßsMvMAanMimNg'-: mit -allen' ihren i ^üMätivMlrsmtt^'/Är'^'dle/ wlvtsckM^ichdti. Lebens- VÄW Machtet “itttp däHr' naturgemög MMeuG Kriege^u^ld sozialen ^aiastroHop! führen, mutz: f«in(!ÄSi'Mnltrqff bereits WbMteN.-'-'MEAußfD der Wählen in^ Preußen,- das Mstarken Ver 'französischen Kriegspart, i, die fnedenstze- . Kltätwn d§r ütalienisckM,. NytMaZistey,, das Mn MDiDeich -geförderte' Streben nach BildtiNg' eines WiMschewikischen Blocks der Kleinstaaten und das An- Mchfen^ dersözialrevolntionüren Strömttngcn innerhalb öWc; 'Witt.l- - und ' osteuropäischen -sorvie balkanischen HöiMMtön sind ernste, nicht zu unterschätzende Eyptome-dafürdaß die/europaifche Krise sich von neützm aufrwüt. . - ■>.l'gn' ganz Europa haben ' ave Einsichtigen das - dumpfe Gefühl, daß wir am Vorabend neuer Welt- H^tne'-stchen, aber nirgends will man; daraus die rMrkgcn' KonseqüeNzen ziehen. Nirtzends - hat man' die nvÄvendigen Lehren aus dem Weltkrieg und den ihm folgMen Umwälzungen gezogen. Man hält an der Fiktion fest^/däß der Staat des zwanzigsten Jdhrhnnde'rts auf d^'^äüek' ein eiNseitig-nätionäl.s oder konfessionellss Gdprage - haben könne oder einseitigen Nasse'mnteressen bkenbn müssen Die alten Parteien - find - sich - nirgends itzK obersten -Pflicht bewrißt geworden, an 'b:t Klinge. stWüUg dös Staates zum - Rechts-/ Kulturuttd' Wöbl« fahrfsstaate mitznärbeiten. Solange aber dies nicht der FÄst istkönnen die einzelnen Staaten im Innern nicht Se^nden und kann k.jn dauernder Friede zwischen den' emMnen europäischen Staaten Platz greisen. Die eittseiW' Mächtpolitik 'im Verhältnis' der ^Individuen'und NWdnen. Konfessionen' sowie der-'Rasten und Kkasten. gäMtzt auf ein brutales und , vielfach mißbrauchtes - Mästu-itättzprinzip. sie hat' die' MeuWeit' in den - letzten IaHest bereits bis an den Abgrund geführt und muß -- weyst .rtichtdie Pfade einer Völker- und Klassenversöhnung, eiM Kriltur- sowie Wohlfahrtspolitik. betreten werden ^-»/ßü'eine^ neuen Weltkatastrophe, Anstoß geben.!Wentz nwn über mit den gr'oßen Ausgaben,' die in M ^nächsten Zeit der enrbpäischen Regierungen.' und Parlamente harren, ihre Tätigkeit sowohl 'betr.ffS' der Liitzprey,wie--. der./inneren.Politik, vepgleicht. dann sinft dle 'Mffnustg Aiif' eine lichtere Zriküstst auf ein Mini° m'mn herab. Trotzdem abUrbeMht^näch der letzten Äede 'des englischen KabineMchefs' über Mitteleuropa dieleise .Mffnnng, daß angesichts der' großen Gefahren^ diä Eüropa und speziell auch OHerreich in der nächsten Zeit drohen, die verschiedenen Tagungen der nächsten Zeit uM speziell der Konferenz in .Portoröse nichts un» versucht lasten werden, um die Völker der Nachfolge* staateu im Donanbecken einer lästeren wirtschaftlichen MkWft''svWMKr§«.‘ ■■■* r - - > i.-- ♦ DSüMlg, Levq, Klara Zetkin, Braß «nd Adolf Hoffman« ausgetreten. , , Berlin, 25. Februar. Die die ^Nöfe Fahne" mitterlt, hat der Zentralausschutz der B e r e i n i g t e n kommunistischen Partei vom 22. bis 24. Febrrrar in Berlin getagt. Gegenstand der Beratung waren unter anderrm tie Lösung des BüüdnisseS mrt Sowietrutzland, das Verhältnis der kommunistischen Internationale zur K. A. P. D., die Frage der italienischen Parteispaltung. Tie Entscheidung des Zcntralausschnsses in der Frage der italicmschen' Parteispaltnng glaubten fünf Mitglieder der Zentrale wegen der von ihnen angenommenen Rück wirkungen auf die znkünstige Entwicklung der deutschen Partei mit ihrem weiteren Verbleiben in der Leitung der Partei nicht vereinbaren zu können. Mit dieser Be» gründnng sind aus der bisherigen Zentrale der kom» ' mnnistischrn Partei folgende Genosscn auS». geschieden : Tie beiden Vorsitzenden D 5 n m i g itnb Levv, die Sekretäre Fra« Zetkin nnd Bratz und der Beisitzer Adolf Hofimann. Als Porsitzendö - wurden neugewählt Brands er und Stöcker, 'als Sekretäre wurden neugewählt Böttcher, Franz Mayr und Wegmann und als Beisitzer Sievers. Vorsitz des Pcrchsnttnisttrs Tr. S i ra o n S abgOastene : Schltttzbcratnng der S a ch v e r st ä n d i g e n ans ^tten Gebieten des berufstätigen Lebens ist zn dem einheitiheitllchen Ergebnis gekommen, das; die Annahme-der Pariser Forderungen ans wirtschaftlichen nnd finanziellem Drängen mm m 5 c 1 i ch sei. und Wh jeder Ver- - snch. eine'Losung an^.Grundsage der Pariser/Deschlnsse 'zuWnden/ zneinem Z n sa m m e n b r nch d rr Webtw kr t s ch a f t fuhren müsse. Ehre von den Sachvrrständige» gutgeheißene Denkschrift weist diese Unmög» Achscst/rm" rlyDykEMch. Tie. Sachvexstäudigest kkärten sich mit dem' Sfändpünkt der NeiMregieluM,^. kn den. z» machenden festen. GegeMorschlsigeyMPaü'Hsp'' 'Greme der denjschen LeistüngsfähigE" zu gehen/ 'emstimmig einverstanden. »» > ■ - , > / / Der? Inhalt der V0m- SachyerftLndiaenaMchyM gntgDcihenrn Tenkschrist über die; Pariser FyrddH rnngen Iw'.rd morgen den Führern der FräktiönenideH Rcich?faaes, nnd den Mitgliedern des Neichsrates mit» ^geteN-Werdem" ^' «- - -' Die. Londoner Konferenz. Dke OrLeyLfrage. . . Paris, 84.-Februar. Der- Londoner Sonderberichierstaiter der Agence Havas meldet: Grundsätzlich ist die Verhandlung über die Orientfrage vor d-er Könferenz beendet.- Nachdem diefKvnferenz: heule nachmittags die griechische - Abordnung ,mit? statistischen Daten über S m y r n a und T h r a z ie n angehört'und die Widersprüche in der türkischen und griechischen Aüsfassung festgestcllt hatte, beschloß der Oberste Rat, morgen den beiderseili'rn De^e.st'.'rten vorzuschlagen,- den- Schiedsspruch . der Großmächte der.Entente anzunehmeni Ein .Ausschuß ^auS englischen, französischen und itaiienifcf^c^i S a ch ve r st andi - ,g en wird sich nachdem O ri e n t begebe ns um an Ort und Stelle eine UntersnikMg anzüstellen, welche den Verbündeten als Grundlage für die spätere Zuteilung der-strittigen' Gebiete von Smyrna und Thrazie,^ dienen soch. Dieser. Vorschlag wird sicherlich die Zustimmung der- Türlen finden und die Griechen werden sich schwerlich der Unterschrift entzkehen können. . ,i; Die,' türkische«' ^. -; : Basr,'25.. Februar.. (Tel.-Komp.) -NacheinM. Londpnee; Berichtverfehlten die maßvollen ^türkischen Forderungen, die gestern vormittags vorgebracht wurden, ihre Wirkung nicht. Sie wurden von B e! 11 S a m B e i vorgetragen und glichern sich: in einen,.territoriale^ und politischen und in ernen finanziellen,und -wirtschaftlichen Teil...In ^territoria ler Beziehung verlangt die Türkei in'Arabien die Grenzen von^ ISIS ünd 'schlägt in Asien eine' Grenzet vor, bie/ die von Arabern bewohnten Gebiete wort-' den von Türken. bewohnten trennt. -Es -wird ferner J die Räumung Smyrnas verlangt und freies -'Schiffahrt -in-lhWUN^;renge«/.'vhn«'-daß dadurch 'die Sicherheit Konstantinvpels grsährdet würde. Die Meerengen, sollen, entfestigt und entmilitarisiert werden.. D.ie Türken versprechen den Schuh der. Minderheiten, verlangen setwch die ÄkdLrkennMg der türkischen Oberhvheit in Rechtssache« und tzaS Recht, StreMräfte zu Wasser und zu Land haltzn-z» bStfon. M-Türkei besteht darauf, daß chve fiuabhielle. und wirtscha.ft-Nche. NnaShängiguit: MsW' wevd^ «rM LrdM L-s ' das eine gemischte Kommission unter, neutralem Vorsitz gÄikdeE' werden soll, die die Schäden feststellt, welclze. den Ausländern! in der Türkei während des Krieges zugefügt wurden. - ,.. London, 25. Februar. (Funkspruch.) Die Zeituntza» nehmen Stellung gegen die Ansprüche .der Türken bet 'dep gestrizeu Konferenzsihung' und führen aus, so können Sietzey sprechen. Ämerwa ««d die Masdatsfrag«.- l Paris, 2>. Februar. Die „Librr.Sberichret, d r %«,‘K" tu m t d. r S. V ö l k e r b u n d r a t e S an die amerckamschr, N^glkrüng, deren Wottlaut erst in emem iparnrn Zeirvunkt ver« öüer'tlich't wr d n soll, erliäre. der Böckervund sei .bereit/ in nächsten Konfer> m. die; m M a t entweder in Gm' oder an einem anh ren Ort sta tund -n 'solle, die B-'nrerkung-n Amerika m der .M a n d a t S s r a g e entgegenznnrbmen. Er werde daher- bis -zum Einl.mgen der amenkan schm Delegierten dre weitere sprechnng dlef.r Frage ausschall ». Vor dem RAcktritt Telekis. Budapest, 25. Februar. Am Schlüsse der heutisieck Sitzung der Nationalversammlung waren i« . den Wändelgängen K r i s e n g k r ü -ch t e verbreitet. Ministerpräsident Graf T e l e k i, der dicsbczußlich^ von Zeitnngsberichterstattern befragt wurde, erkiarte, wie die Abendblätter melden daß diese Gerüchte eine gewisse Grundlage besitzeEr habe sich/ tatfüchlich Abgrordneten gegenüber geäntzert, er sehe di? - Notwendigkeit nicht ein, daß die Debatte über daS-Nx^' giernnasprogramm derart in die. Längt gezogen werde und würbe, wenn'dic^Dlnge so weitergehen, sehr g e r n e ' .'zn.rücktreten," damit die Nationalversamwlnnß' Gelegenheit hübe, eine Debatte, über daS Pro gram der n e«tu Regicru ng zu eröffnen. Auf di- Frage, ob also die weitere Fortsührnnß der Programmdrbatte rventnell K o.»segnenz-r.» [ habe« werde, antwortete Graf Teleki: I« dieser Stundch noch nicht, aber ikderman» kann ein Unfall tresse«^. br'ieWgSweise ick Möchte diesmal sagen: ei» ftlMfc». M, . ' - ■ \

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