Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 746 (22.2.1921)
- Date
- 1921-02-22
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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SEe 4 Mett. :Men-ras .; -j-, - -y-«— fr- - ,.---.- ' --- El hslÄstündigeu. >i?m Vorsitzenden Keineswegs ustter* dwchenev polirischer RWe über die V-crAeiidung des Letschen Belkes durch bk Hebräer, über den durch pie Iudex »ngczerstl^en und dsdunh für das deutsHe Del? verlorenen -.r.i e g,' über die verderblichs"8VefeM" jsrl.der Hebräer ufw. fbrnch. Die allerdings' nicht stärk Vertretene Opposition blieb dem Herr« di»^ AnLlvort ttwtjt schuldig und vor: seiten der Opposition versuchten chlehrere Mdüer in üraßvoike.r' Weis«"darzutjui»• -aß, es ti3*c Aulturschände sei, auch in die Alpinistik Len Äntst tzemitismus zu tragen. Die Arginnente rnachten-'sowohl den Dorfinenden als auch, die anwesenden Anhänger des Arierparagraphen ziemlich nervös und führten zu «murtorbrochcncn. Lärmszenen., - ' '' .. ,.y: \ ÄlS'letzker Redner geißelte Dr.' Wolf in scharfen Wortes 8aZ jesuitische und parteiliche Verhalten-des 8lusschussts,,/was'. auf die Versammlung sichtlich wie ein kalter Dässerstrahl wirkte.' In vollkommen statulenwidriger WÄse''brachte zum Schlüsse der Vorsitzende den Antrüg -aufEinberufung einer Ha üp t ve rlsamm- Lu n g'behufs StatuLenäi-.bernng' zur Annahme des Arneppar-rgrapl-en zur Abstimmung. Die Herren werden - die jüdischen Mitglieder-rn dieser Versammlung auf dem Kosten finden. Die Oeffehtlichßeit sei aber durchdirschi-: Berich:''darüber aufgeklärt,- daß aüch dieser' alpine Bercür.s zu dessen Mitgliedern zahlreiche Jud-en gehören, är demselben Fahrwasser schwimmt wie derAlpenderem, und 'der'Versuch des Ausschusses, die Vorgänge dieser Versammlung in der Oessentlichkeit' totzuschweigen sollte vielleicht das Touristen-Nächkränzchen oder die Zu erwartenden jüdischen Spenden die Ursache sein? — fei damit wenigstens für unsere Leser zunichte gemacht. \ - Kohtennot und Verkehrsschwierigkettr«. , Die Versorgung Oesterreichs m.t Kohle ist in den letzten Woche«, stark Mückgegangen. Die Dlfferen en in der Anhefrung bewege« sich, zwischen 7000 und 10.000 Tonnen oberschlcsischer Kohle. Man ist angesichts der Situation Haran' angewiesen, m dieser Woche eme möglichste E r n f ch ränk «ng i m P ers o.» en zu gs v er k e hr vorzünchmrn. Ares betrifft außer der S ü d b a h n noch die F r a nz I o s s -- B äh «. die N o r d w est b a h n, N o r d bahn, O st b a h n und. Ä s v a n g b a h n. Bon langer Dauer dürste aber' dieser. Ästand märt iem und mau rechnet damit, daß schon gegen Enke der Woche infolge der neuen Einläufe die Schwimglerien be- Hobe» fern werden. Der G ü t erv er k eh r z w i s ch e n O e st e r r e i ch «ad d e r T s ch e ch o - S l o « a f e i ui seit dem 18. d. vollständig eingestellt. In der Station Slraßhof stcheu etwa 2060 Güterwagen, die brr her trotz allv(L!ernühvnyrn nicht ins Rollen gebracht werden konnten. Die Hauptursache ließt im Kohlen Mangel, ferner auch jm Mangel anLokomotlvcv. Graz, 21. Februar. Die Slaatsbahndtrekliou trrll mit: Ab Dienstag de» 22. d. M. unterbleiben bis auf weiteres auf der Strecke L'ien-Leoben—Tarvis dre dreimal wöchentlich verkehrenden SchnellMe 1101 und 1102 (Äien-Sudbahnhöf ab 7 Uhr 4b Mm. vorminags und. .9 Uhr 40 Mm.-abends) und auf der Strecke Salzburg-Villach die Schnellzüge 803/704 (ab Billach-Hauptbahnhof 11 Uhr 50 Min. vormittags) und 703/804 (ad Salzburg 11 Uhr b Mm. nachts). Dagcgrn verkehren vom gleichen Tage an wieder täglich die Züge 11 und 12 St. Michael— Klageufurt ab St. Michael 5 Ubr nachmntags, ab Klagenfort 8 Uhr früh) - sowie 211 und 212 St. Beit an der Glan—Villach (ab Billsch-Hauptbadnhof 5 Uhr jrüh und ab St. .Beit an der Glan 9 Uhr ö8 Min. abends). ) Die Personenbeförderung bei Zug 290 zwischen Villach- -Hauvtbahnhos ab 6 Uhr 10 Mm.>früh) und St. Beck an der Glau sowie der Aufenthalt bei Zug 281 in St. Martin-Sittich (ad 7 Uhr b4 Ml«, abends) ennallm wieder. ' Billige Möbel für den Mittelstand. In der gestern stattgefundenen Jahresversammlung des Vereines der Deutsch-österreichischen Möbelindustriellen und Möbelinteressen Len' besprach Präsident Norbert Bäck die Schwierigkeiten, welche derzeit der Hebickg des heimischen Möbelexpürts /entgeHrnftehen. Nach amtlichen Ziffern wurden im.letzten Jahre'Möbel rm^Wcrte von ungefähr 100 Millionen monatlich exportiert, unter den Exportindustriezweigen nehme die Möbelindustrie mit dew ersten Platz ein,. Die Schwierigkeiten, die der' Einfuhv-^'nach^ JitWflatuien bereitet wurden, wurden beseitigt, leider sei es rricht gelungen, die Hindernisse, die der Einfuhr in die Lschech.o-Slowakei bereitet werden, zu beseitigen/ Redner teilt mit, daß der Ausschuß den- Beschluß gefaßt habe, der Jahresversammlung den Änrrag zu unterbreiten, Bedarfsmöbel an den Mittelstand., zum. K o st e n p r e i s e mit einem gering fü g i g e n Regiezuschlag abzugeben. Dieser /Antrag -wurde Jin* stlrnmig angenommen. . . Interesienvertretung des zahntechnischen Hilfspersonals. Das Bundesgesetzblatt verlautbart eine Verordnung des Minrsterinms für soziale BertvalLnng "vonr 14. Fe- Lruat 1921 über die S ch aff u ng einer I nteresseKvertretung des zahntechnischen Hilfsp«rso nals, tvelche im wesentlichen folgendes b-rstimmt:' Zur - Währung 'und Förderung der Interessen der bei Zahnärzten oder befugten Zahntechnikern zur Leistung t»n Arbeiten auf dem Gebiete der Zahntechuik angeta/vte*. meM deren ita&l i« tatt* Wlenep 9Rovn^tii«ftttik(t MittrilMgkn ans dem Publikum. Esther Kornbaum Srrersnx . , Ve rl o b t e - Wien; im Febroar 19^1 Zwi Porten Podbajce Der Farnilie Piper^berg gratuliertanlässlich der Ve r ni äh l un g ihrer Tochter Erna .mit. Herrn Radoiu hcrzüchst Salom on/ Reiss und Frau 30 B RILLMiTBM, Perlen^ Gold,Silber, Platin n.mr«n k*'af t^atfr«rkmJt 77« ETTEIS BoteatnTmstr. 23, Max-iabilferatr. 98 - . Bekannt seriöser Käufer für Brifljajflit eit, Perleei juwe!*Edelsieihh3ridier Rabinpwiisch Juwelier - «os I. Maximfffansfrasse 5 (heltst jetzttMait!erstr ),vTel..854t li. Sf«phaniestras88 3, nur Nr.3. im eigenen Hause. 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M.. eineebrochen. -Gestohlen wurde eine Menge tennisgeslreifte englische Seidei\kainmgame flir Anzuge in braun, lichtbräun, blaugcQii^thdgrün,;'ferner gestreifte Hosensto'fe, glatte Üeberzieher- und RaglänStoffe, fertige Sakkos und “Hosen aus genannten Stoffen. Hemden, Krawatten sowie Nutrjaupd Seal- ' Otter-Feile für Pelze. — Für das Züstandebringen des gestohlenen Gutes wird 10 Prozent Belohnung ausgesetzt. Gleichzeitig wird vor Ankauf def gestohlenen Waren gewarnt ZIONISTISCHE BBZIRKSSEKTION LANDSTRASSE Hente um V28 Uhr im Restaurant Littmann, Radetzkystrasse 21 Vortrag OberVermögensabgabe von Finanzrat Dr« Hugo Benedikt Reichste Auswahl zu billigsten Preisen in einfachen : - und Luxus- MMsat VI!., Kaiserstrasse Ti . bei Mariahilterstruse Hattettelle der Sfrassenbabnlinlen 5 und 15 örtlichen Bereich einer Standesvertretung der be- . fugten Zahntechniber wenigstens . 20' beträgt, Standesvertretungen des zahntechnischen Hilfspersonals bestxllt. Die Vollversammlung wird das - erste Mal von dem -zuständigen Landeshauptmann einberufen. Die Affäre des BAdapester>„Merkur". Die „Nntzcnnfche Rundschäu" meldet aus Budapest: „Magyar Hirlap" zufolge vergab die Wiener Filiale der ungarischen Merkur-Bank, um ihre Zahlungsunfähigkeit zu' bemänteln, ungedeckte Schecks. Die Wiener PoNzei hat in der Angelegenheit dieser-falschen Schecks das Strafverfahren gegen die Wiener Filiale der Bgnk eingelertet. Die Strafanzeige wurde gegen den Leiter der Wiener Filiale Rudolf Steiner sowie gegen den ^Bruder von Marcel ' P i ck, der auch in der Wiener Filiale der MerkBr-Bänk angestellt' war, er- . stattet. Did' Budapester Polizei hat festgestellt, -daß die - Aktiven- ' der'Bank 26' Millionen Kronen. »betragen' während ihre Passiven sich auf 86 Millionen Kronen helaufenj sodatz sich ein- Defizit von 10 Mllionen Kronen ergibt - Weiters wurde von der Budavoster' Polizei festgestellt,' ^dost die seinerzeit im H o t e l -B r i-: t a-n n i a'lckgernden Soldaten von dem.Kttrier der Bank'- verschiedene Valuten im Werte von 8 Millionen Kronen' konfiszier haben» Marcel Pick wurde in Präveniivhast zurückbebatten. Bei seiner Einvernahme bei der Polizei wiederholte V oftdütz nnverantivortliche Individuen. tkia ibm amflirfv» ffiemMinil»« DOlhiieiUUCit L2. Ftbm^rÄLt ' _ M. 746? größere Beträge von der Bank erdreßten, mit der Begründung, daß sich die Bai'* mit Schiebergeichäften de-- fasse. Diese Gelder konnte er trotz vieler Urgenzen nicht mehr zurückbekommen. V»s yevratfkye iscymwesett in -Dole« gefährdet. Aus War f chau wird uns berichte^:, In der letzte« Zeit erhält das Zentralbureair -.der, Zionistischen.. Örganisation in Polen, .Wolhynien und Litauen alarmierende Nachrichten über die Lage.der hebräischen Schulen und Kulturinsticutionen.- An vielen Orten haben die Lphrer^ in den letzten Mona^n die Gehälter , nicht erhalten, Diele/ Schulen mußten schließen und Tausende van Kindern bleiben -o hne Unterricht. Die Ursache für diesen Zustand ist der bekannte Beschluß des American J,o.int Distribution Committee, die Subvention für Kultusinstitutionen .e in z u,ste llen. Bon den Summen/ welche Peoples Relief uns! Central Committee nach Polen überweisen, werden die hebräischen Schulen,-iw welchen Zehnlausende jüdischer Kinder der ärmsten Klassen Unterricht und Vielfach auch Aii-sspeisung erhaltenn i dji unterstützt. Die Subventionen des Joint hatten ohnedies nur'einen Teil des Budgets-der hebräischen Volksschulen gedeckt. Da. diese Subventionen Nunmehr-unterbleiben, stehen alle hebräischen Volksschulen in Polen, Litauen, Wolhynien vor! einer Katastrophe. -Das Zentralkomitee der Zionistischen OrganisaLion in Polen hat bisher alles' Mögliche tet* sucht, um. die hebräischeil Volksschulen aus ihrer traurigen Lage zu retten, leider bisher ohne Resultat. Die mllitLrifche Postzensur 1« Pole«. Aus W a r s ch a u 'wird uns berichtet: Die Militärzcnsur kontrolliert noch immer die Briefe und Drucksachen, welche in Polen ankommen.' Diese Zensur bedeutet insbesöudeve für die Handelswelt in Polen eine' enlpsindliche Störung und. bereitet insbesondere dem pünklichen Informationsdienst der Presse erhebliche Schwierigkeiten. Der Ministerrät hat sich schon mehrfach mit der Zensurfrage beschäftigt und dem Justiz-^ und Jnnenministeriuin - Auftrag gegeben, entsprechende Verordnungen zur Regelung der Postzensur, die sich, in Polen. zu einem schlimmen' Uebel ausgebildet hat,' zu erlassen.. Bisher-allerdings ist. in beiden Ministerien noch nichts geschehen. ’ Weiche Uebergriffe sich die militärische Postzensur in Polen erlaubt, geht aus folgender Meldung des'.- „Najen Häjnt"! hervor-: Tsie-Zensur ^ür Ausländsbriefe, die m Polen besonders' streng gehandhabt wird, bezieM sich nicht 'auf Briest ün die Sejm-Deputstrten,'. ES wurde jedoch ststgestellt> daß die Briest, welche'aus' dem Ausland^ an die jüdischen Deputierten Dr. Th o n' und Grünbaum kamen,-militärisch zensuriert wurden. Die beiden Deputierten erhoben Beschwerde beim Kriegs- und PpsttniNistärium. strch verlangten Aufklä-. rung, wer die OeffNung der Briest veranlaßt habe. Das Kriegsministerillm schob die Schuld aufs Postmirüsterium, das Postministsrium verantwortete sich' jedoch dahin, daß das Kriegsministerium, die gesamte Auslandspost zur militärischen Zensur verlangt habe. Diese Antwort wurde! dem Kriegsministerium über-' reicht, es hüllt sich jedoch bisher wohlweislich in Schweigen. * Bor der Schlkebstüs der ifchecho.florvakischen Paßstelle. Wie wir eifadien, destcht die Geiahr der Cchliebmig der chlMrn Ischrcho-stowaMen Paßstelle, da trotz zahlreicher Urgenzen der kompetenten Stelle, die W>ener Tclevhyndireftivn ' die seit etwa 14 Tagen gestörten Telephone der tschecho-slowaki-- schrn Gesandtschaft nicht reparieren laßt. * Keren Hajesiod Beschlutz in Kanada. In Montreal wurde am 30 Jänner der diesiahrrge VII. D leaierttnlaa der fhotvilcn von Kanada eröffnet, der sich mir der Frage des Keren Hajeffod befaßte Die Auffavung Schmarja Lw ns -fand eine überwältigende Mehihen und mit großer B.eae'sterung wurde eine Keren'Hajepob-Entichließung' im Sinne der Londoner Belchlüffe angenommen. Die kanidiscüe Organnanon veipffMeie sich, un Laufe des ersten I ihres 1 Million Dollar zu deichaffen. "Eine Wttnaee Kolonie für Palästina. Der Verband der W lnurr Juden in Ncw-Aork» der über 700 Mbglieder zahlt und. mehrere Kaffen mit großen Kapitalien besitzt, hat brschloffen. in Palästina eine eigene Kolonie zu gründen, wo ec seine LanhSleute anstedeln kann. Jedes Mitglied ist verpflichtet, ' >m Liufe der nächsten Jahre 8 Dollar jährlich zu diesem Zwecks beizutrogen. . * Mafchrnschreiber rmv Steuograp^en für Palästina .8« eit herrscht Nachfrage nach männlichen und weiß-, lichen M.isch nschreibcin und teno^raphen.Erst'' Kräfte erhalten in de« Reg erungskanzleiim zwifchen 12 und 2b Pfund Sterling pro Monat. * Der Arierpotmaraptz i« Alpenverelu. Die Generälveisammlung der S ktidn .Austria" sinket heme um lM Uhr in der Boltshalle des Wiener Rathauses statt. . . - «.ymuzimfurforgellomttee des Palästina-Amt« Wien^X. S v e u d e n a u S weis vom 10. biS 20. Febma 1921. EmigranonSlondS der israelitischen Kult ü s a e m e r n d Wie» K SO.tOO, Jsak vnd MartüS W e r n r e b K 1000( B eztr kssek t i oaX K öjo,SB e t« b er g erG.K 100t 21. 202t K-150, D t v e r s t X 50 Sammlung S a f f o V.tn> a (S ephard. Verein Esperqnräi: A la b j e m M. K 10( E. L e w v X 100, Dr. C o v o K 2oa. Dr. PinkaSX 2 l t *Lvtn ^,00* i e r ano SR. K 100. H a i m M K 100, N R. Kjoo. Lew y B. K loo, Ooad i a N.X tOC Diven e/ 3 i0. Summe L di« jetzt L SlSLbr^S, Sud lumme & 37W84A,