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Wiener Morgenzeitung · 1921-02-13 · Heft 737 (13.2.1921) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 737 (13.2.1921)
Date
1921-02-13
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Seite 10 Me«, Sonntag Wiener MorgrnzettrmK 13... Februar 1921 Nr. 737 Terlyirüiste wären die großen Spiele mit Sparta, Slallia, Viktoria, Hnion-Zizkow, hervorzuheben sowie Osterspiele in Pilsen, dann die großen jüdischen Sporttage in Brünn, wo im Juni Hakoah, Wien (?), Hagibor, Viva es Athlettkar, Budapest, Makkabi, Brünn, Bar Zkochba, Berlin, sowie zahlreiche andere Vereine Zusammentreffen. Die Schwimm se k t io n zählt 63 tätige Mitglieder, die unter sicherer Leitung des Herrn Max Kantor sowie des berühmter ungarische: Meisterschwimmers Schäfser in der heurigen Saison große Aussichten haben — wie im vorigen Jahre — in der tschecho-slowakischchr Meisterschaft die entscheidende Rolle zu spielen. Die Leitung der Leichtathletiksektvn hat der verdienstvolle Mitarbeiter Herr M. Smolka inne. Das' Straßenlaüfen vor 14 Tagen hat drei wichtige Erfolge gezeitigt und besonders der tschechischen Sportöffentlichkeit Achtung abgerungen. Der Pardubitzer Straßenlauf am '6. b. Mi., der in großer Zahl beschickt wurde, hätte den Hagibor-Athleten, die sechs Mann entsendet. hattm, unter ',-iO Läufern den zweiten Platz durch Wurm hinter dem vlyurpischen Rekordmann Vohralik eingetragen sowie den sechstem Platz durch den jugendlichen Koserak. Die beiden Hockeymannschaften des Hagibor zählen zu den besten der Prager Vereine. Die Damensektion weist zahlreiche neue Anmeldungen von sportbegeisterten Damen auf, so daß die Aufstellung mehrere Hazena-Mannschaften notwendig wurde. Die Zöglingssektion umfaßt über 300 Zöglinge und wird auch heuer in tveitestem Ausmaß den Sporibetrieb einleiien. Der Verein geht also in jeder Hinsicht einer glänzenden Zukunft entgegerr. _______ Kreis Oesterreich der jüdische« Turn- und Sportvereine. : . Sonntag Len 20. L. M. vm 9 Uhr vormittags findet im aittlemt Saale LrS Jugmieur- und NrchrtektenvercineS, K Eichenhachgasse S (U. Stock), der Kreistnrntag statt. Tagesordnung : Rechenschaftsbericht der Kreisleitung. Statutenänderung. Wahl der Vertreter der Turn-, respektive Sportvereine in die Lcerslrituttg. Konstituierung des neuen Kreis-, Turn- und Sporttagrs. Im Anschlüsse an den Kreisturntag findet sofort der Kreistarn- und Sporltag statt. Dir Schwerathletik-Wrltmeisterschaften finden Heuer vom 13. bis 15. Juli in Bern statt. ' Deutsche Fußballer i« Italien. Nachdem die Wiener Amateure um die Jahreswende bereits vier Sp'ele m Italien ausgctragen haben, ist jetzt eine Vereinbarung mit einem ,eichsdeut eben Verein abgk'chloss n. Die Svorivc emigung Fmth umd <nü 18. d. M. in Mailand spielen und im Ausschuß daran ein zwtttrs Spie! in Genua oder Venedig austragen. Sportklub Kadinra. Donnerstag den 17. d. M. B o Ntz e r s a.m m l un g. Neuwahlen und Eröffnung deS neuen Klubheims Cafe Jägerhot, IX., Porzellangassc 22. BANKHAUS M. ROHATYN Wien,!., Maria Theresienstrasse 10 Telephon 20-3-63 4ti Der Volkswirt. Sine Krone 1,50 Centimes Geld. In Zunch notierte: die österreichische Krone ..... 1.50 ( 155 am 11. Februar) die osterr. gestempelte Krone . . . 1.05 t 1.05 am II Februar die tschechische Krone...... 8.— ( 7.90 am 11 Februar) die Mark .......... 10 50 10.27'/, am 11. Februar Ägrärn ............ 4.30 ( 430 am 11 Februar Bukaresi... 8 50 ( 8.50 am 11 Fedrua. Budapest ........... 1.20 ( 1.15 am 11 Februar' Warschau ..—.80 .80 am 11, Februar' Wirtschaftliche Bestimmungen im Palästina-Mandatsentmurf. - So werttragend die politische, nationale und kulturelle Bedeutung des jüngst bekannigewordenen Palästina-MandatsentwurftS für da? Judentum auch fein mag, so ist für den Zionismus die nächste und wichtigste Aufgabe doch die Lösung .gewisser wirtschaftlicher und sozialer Fragen. Untersucht man nun die im Mandatsentwurf enthaltenen wirtschaftlichen Bestimmungen, so wirL man eine Reihe von Grundsätzen finden, welche für die ökonomische Entwicklung Palästinas von großem Vorteil fein durften. Zum Beispiel ist von Wichtigkeit, dass die jüdischen Angehörigen aller Völkerbundstaaten gleich behandelt werden sollen, daß jeder Bürger - eines Völkerbundstaates unter gleichen Bedingungen nach Palästina einwandern, dort Schifffahrt, Handel, Industrie oder Gewerbe betreiben kann und dabei — vor allem steuerrechtlich — nicht schlechter gestellt ist als etwa ein englischer Staatsbürger. Bezüglich de8 Landerwerbcs scheinen gewisse Vorbehalte vorgesehen zu sein, was zwecks Verhinderung rein spekulativen Bodenerwerbes nur von Vorteil fern kann. Ebenso wird auch die unterschiedliche Behandlung von Waren nach ihrer Herkunft fallengrlassen und so die bedenkliche Möglichkeit einer zu ausschließlich wirtschaftlicher Einstellung auf gewisse, nur durch politische' Ursachen bestimmte Herkunfts-' und Absahländer beseitigt. Durch d*e Unterscheidung-der Einfuhrwaren nach Ursprungsländern und der Ausfuhrartikel nach, Bestimmungsländern hätte möglicherweise die Produktion und das ganze-Wirtschaftsleben in eine Richtung gedrängt werden können, die sich dann bei freiem Wettbewerb als unhaltbar und unter ökonomischen Krisen und Verlusten als umstellungsledürfttg erwiesen hätte. Ferner erhält im .Mandatsentwurf die Verwalrung Palästinas die Steuer- und Zollfreiheit. Daß sie Steuern und Zölle nur „auf Rat des Mandatars" auferlegen soll, rsi eine durchaus unschädliche Einschränkung, da England als Mandcstsmacht, abgesehen von politischen Interessen, auch än der wirtschaftlichen Prosperität uiib besonders an einer guten Finanzlage Palästinas interessiert ist. Ziemlich eingeschränkt ist im Mandatsentwurf die Möglichkeit einer selbständigen Außenhandelspoltik Palästinas. Das Land selbst kann nur mit jenen Staaten Handelsverträge abschließen, die im Jahre 1914 zur Gänze im Territorium der Asiatischen Türkei und Arabiens eingssch lassen waren. Me übrigen internationalen Abkommen mit anderen Staaten, nicht nur Handels- und zollpolitischen, sondern zum . Beispiel auch völkerrechtlichen. Inhalts, werden von der Mandatsmacht selb st abgeschlossen oder - kontrolliert. Doch hat heute bei der geringen Produktion und dem kolossalen Ueberwiegen der Einfuhr über die Ausfuhr erne selbständige Handelspolitik für Palästina noch geringe Bedeutung, und wenn das Land statt dessen in das Vorzugs- Zollsystem des englischen Kolonialreiches eingegliedert wird und so handelspolitischen Anschluß an ein großes und. starkes Wirtschaftsgebiet findet, so ist das viel mehr wert als die Möglichkeit selbständiger. Außenhandelspolitik. In erster Linie hängt die Entwicklung Palästinas auf Grund des Mandatsvertrages voist Erfolg des Keren H a j e s s o d ab. dieser Pätästina-ÄufbaufondS bedeutet für das Land ungefähr das gleiche wie diä bisher auf dem Papier gebliebenen Wiederaufbaukredite der Entente für Oesterreich. . , , Die duvch den Keren 'Hajessod nach Erez Israel gebrachten Geldmittel würden nicht nur die Passivität der Handelsbilanz Palästinas aüLgleichen, sie würden vor allem die Produktton im Lande derart befruchten und steigern, daß das gegenwärtige Verhältnis zwischen Ein» und Ausfuhr sich ins Gegenteil verkehren dürste und, Palästina in absehbarer Zeit , zu einem Lande mit aktiver Handelsbilanz werden könnte. Dadurch würde Erez Israel auch eine gewisse S e l b st ä n d i g k e i t gegenüber der Mandatsmacht gewinnen» die in. England gelegentlich bemängelte Belastung des englischen. Bildgets würde vollständig aufhören. Diese Belastung des, englischen Budgets durch Palästina ist in Wirklichkeit zwar, eine lächerlich geringe — aber trotzdem mutz der Wunsch und das Interesse am Abbau dieser Aufwendungen Englands für Palästina auch auf jüdischer Seite sehr lebhaft sein. Je besser 'sich Palästina wirtschaftlich entwickelt, desto früher wird die' Ausgabenpost „Palestine" aus dem englischen Budget verschwinden. Und zu der günstigen Entwicklung von Erez Israel worden die wirtschaftlichen Bestimmungen des MandatsvcrtcageS zweifellos ein gutes Stück beitragen. Aber die Hauptarbeit werden wir Juden selbst leisten müssen — und unser Werkzeug bei dieser Arbeit ist der Keren Hajessod. Die Einfwhr von Lebendvieh und Meisch in Deutschland freigegeben. Aus Berlin wird gemeldet: Durch eine Bekanktzi machung des NcichZnunisters für Landwirtschaft und Ernährung wrrd nnl Wirkung vom 15. d. M. ab dw Einfuhr von lebendem Schlachtvieh, Lämmern, Ziegen, Schafen, Schweinen, ferner vop Flersch, Speck usw. iretgegeben. j Dorotheum als Finanzierungsanstalt für die Grosse?ermögensabgabe Belehnung und Ankauf von Edelmetallen, Juwelen, Kunstgegenständen, Antiquitäten, Schmuck- und Ziersachen sowie Gebrauchsgegenständen (Mobiliar-Finanzierungsanstalt für die Grosse Vermögcnsagäbe) Wien, I.,Dorotheergassel7. Auskünfte im Sekretariat Hauptstiege, links, Mezzanin, Tür 18, Tel. Nr. 3498, 9528, täglich von 9 bis 2 Uhr. Abt. 1 für Edelmetalle und Juwelen Hochparterre, Tür 9 (Pretiosonabteiluiig), von 9 Uhr vorm, bis 1 Uhr nachm. Abt. Jl für Gebrauchsfjegensttinde Hochparterre (Effektenabteilung), Tür 8, von 9 Uhr vorm, bis 1 Uhr nachm. Abt. III für Kunstgegenstände I. Stock, rechts (Kunstabteilung), von 9 Uhr vorm, bis 12 Uhr mittags. st Aufnahme des Schiffahrtsdienstes auf der ganz-m Donau. Wie die „D o n a u p o st* meldet, sind sämtliche Donaus schiffahrtSgesellschaftcn darin übcreingeiommen, den Frachtdienst auf der ganzen Strecke am 15. Februar aufzunehmen. Maßgebend für diesen Entschluß, den die Harä>elswelt Mit Befriedigung aufnrmmt, war zunächst die Rücksicht auf den traurigen Zustand der Eisenbahnen in sämtlichen Donaustaaten. als dessen Folge ungeheure Mengen von Lebensrnitteln, Rohstoffen und Waren aller Art des Abtransports vergeblich harren^ während der Wasserweg infolge der im Winter/getroffenen, umfangreichen Vorbereitungen itn laufenden Jahre über gesteigerte Transportmittel' verfügest . dürfte. Ist zweiter Reihe trug zur beschleunigten Aufnahme des Güterverkehrs auf der Donau der günstige Wasserstand der Donau bei. Die deutschen, österreichischen und ungarischen Schiffahrtsgesellschaften lassen bereits ankündigen, daß > sie dichW a r H.n st,.ü,fst a.h me für die, Stattonen-Regentzhurg, Paffau, Linz. Prehburg und' Budapest am 15. d. M, eröffnen. Die Aussichten für' die' diesjährige Kampagne sind günstigen geworden, da infolge der eifrigen Tätigkeit der Internationalen Donaukommission und,i der mit den- -interessierten Kreisen in 'den Donaustaaten getroffenen .Vereinbarungen in diesem Jahre sämtliche Schiffahrtsgesellschaften ihren Dienst bis Galah ansdehnen werden können. Dis P e r so n eck führten werden . voraussichtlich anfangs März mifgtz» nommen werden. . . 1 " . i Die neue Schatzscheinserie. > ©eit 1. Februar wird eine neue Serie derbprozentigest österreichischen Staatsschahschoinü ausgegeben. Es verdient hervovgehoiben zu werden, daß bis dähin, also inneclM weniger Monate, von der ersten Serie, dieser Schatzschm« 1300 Millionen angebracht wurden. Auch die- Nachfrage nach der neuen Serie der Schatzscheine ist außerordentlich leibhaft, Wenn, man die großen Vorteile dieses Titres, zu deren Ge- Währung sich die Staatsverwaltung veranlaßt sah, ins Augtz faßt, so erscheint das rege' Jnitevesse der Kapitalistenuni* ©parerkreife begreiflich. Die Schahscheine können je nach Belieben des Besitzers als kurzfristige Anlage, da sie zu jedem Morratsersten dreimonatig kündbar sind, oder als länge, laufende Anlage, da ihr spätester Rückzahlungstermin detz 1. Jämrer 1627 ist,, verwendet werden. Auch , durch die Es. komptterbarkcit bei der Oesterroichrsch-ungarischen Bank stellerl die Schatzscheine ein' sehr listuides Bermögensobjoki dar Besonders gmvsttg ist das Erträgnis. der Schcchschsrne. ©ic haben em 6proz«nttges Zinsenversprechen. das jedoch nach den NLireston Bonisikcvttonen noch eine weitere Erhöhung M 6.4 Prozent erfahren kann. Wer nÄnlich seinen Schatzschein Offeriere grosse Posten Piffebiägel, Teakstifte, Sensen, Dengelzenge, Hufeisen, Ekluftiägel, Vorhangschl<3sser, Mauslrastcnschl8sser, Rilbenhauen, Holzhacken, Metall- Sägeblätter, Spannsäjäroblätter, Zugsägen, Eimer, Zangen, Schaufeln, Striegel, Holzschrauben, Fassnieten, Werkzeuge, Draht 0*28, sic Otto Wagenberg, Eisen- und Stahlwaren en gros Wien, I., Tacblaufoen 19 — Telephon Nr. 22.948, 02.299«

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