Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 737 (13.2.1921)
- Date
- 1921-02-13
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 85% known words query
- IRI
…/2979076-2979773-2979816--06673-2992649- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
joette 8 Mm, Tonntag * Vortragsreihe Lber „Berühmte Artden auf dem. Gebiete der Wissenschaft, Technik und Kunst". Es gibt kein Gebiet deS Wissens und Schaffens, auf dem das jüdische Volk nicht hervorragende Leistungen m verzeichnen hatte. Lewer, haben aber selbst weite Kreise der Gebildeten - nur rmvollständige. Kenntnisse über berühmte Inden und ihre Taten. Das Gewerbe«, iördrnmpSamt des Jüdischen NationalrateF veranstaltet eine' Rechevon durch Lichtbildern und Demonstrationen unterstützten Vorträgen, die btm Leben und Wirken berühmter Juden aus den mrichirdenen Gebieten der W i s s e n s ch a f't. Technik u n d K u n st gewidmet sind. Die Borträae finden an j e d e m S o n n t a g, 6 Uhr abends, nn Wissenschaftlichen Klub, l., Getreidemarkt7, statt. Recnebeitraa K 5. Den Beginn macht am Sonntag den 2'K d. M. tut Bortrag mit Lichtbildern des Herrn Rabbiner Dr^ Max G r u n w a l d Lber „Berühmte jüdische E r f i n d er". * Di« Tätigkeit des Joint irr Polsn. Das 3 o>i n t Distribution. Committee ut Warschau affigN'.crte die ersten 1V M l l l i o n e n Mark zur Gli'mdnng . von S Parka s s e n in den Provin;stSdtrn. ((£ K. B.) ' * Ein Adreßbuch für Jernsalem. Kürzlich gelangte ein Adreßbuch für Jerusalem zur Ausgabe. Das Buch ist 15 Druckbogen stark und' entbälk sämtliche Adressen von Ein-- Mahnern. Unternrhmnnycn, Gewerbe- und Handelsbetrieben,' Regierungsstellen und sonstigen Armt-rn, ferner unter anderen eine Karte von Jerusalem und ein Verzeichnis der Fernsprechteilnehmer Palästinas. . * Eine «eve Handelsschule in PalLftina. Eine Handels« Sekunden schule wurde von dem Verein der jüdischen Kaufleute in Jerusalem eröffnet. Unter den Lehrfächern l-efint en sich Hebräisch. Arabisch, Enoli'ch, Fran osisch. Wirtschaftslchre, Ge« setzeskyride, Buchführung. Mathematik und Kurse für Beamte. V „Metallum Gold" — (mit dem Regenbogen) die gut» bewahrie Taschenlamvenbattcrie. . - . ' * Indische Tischgesellschaft PorzeLangaffe. Diese rrst seit ganz kurzer Zeit bestehende Vereinigung, bat in. den be- Krei'cn der jüdischen Bevölkerung lebhaftes In,treffe erweckt. Nächste Zusammcnsnnit morgen. 8 Uhr abends, im Damen« falon des Cafe C «jt y. IX., Por-ellangasse 1. Referat: des'Hetrn >J. Lewanon über P a l ä st i n ä; anschließend Diskussion. « Billigst kaufen Sie die. besten und fernsten PäriLmeriewaren, Setten und kosmetischen Artikel sowie die bestbewährte Faws'HaMcreme zu Engrospreisen bei Spiegel, H., Glockengaffe 14. Exporteure Sonderpreise. - * Der Gewirr» deS Kasfmannes liegt schon \m Ern« wnit, weshalb wir auf tue heutige Annonce der Firma Otto Wagenbera, Elsen- und Stakilivenen en gros^ W-en, 1., verweisen, welche als eine der bedeutendsten Firmen dieser Branche in der Lage ist, mit den günstigsten Offerten zu dienen.. « w Dienstag den 15. d. M.. dunst 7 übr, nndet ern Palästina-Abend im großen Saale des ^echni'chen Musenms. Xlll., Mariabillerstraße 212. statt, der von der Bez-rksf-ktian für die Bezirke Xll/X V v'ranstaltct wird. Herr Nabbmer Tr. Max G r u n w a l d wird über den Ausbau d-S Menstaates iu Erez Israel, der Cekrttär des Jüdttchen National« sonds Wolfgang W e i s l über „Das iübiftfse- Palästina und b\t Lage rm Judentum" sprechen. Anschließend L i ch t b i l d e r- Vortrag. Ende nach 9 Uhr. ' , * P"sona!nachrichten. Herr Wilhelm Weiß. W en, hat Nch mtt Fraulrm Martha Eppstein ' aus Rnchenbrra verf11-- Herr Konrad Adosi, Wien. IX , hat sich mit Fräulein Lotte Safran Dien, V.. verlobt. - Herr Rafael Blind hat sich mit Fräulem Sali Rosenkranz verlobt. - Herr Wilhelm Sternklar aus Buczacz hat sich mit Fräulem Klara Anreich. Wien, verlobt. Trost Teuerung stets GrlegenheiLskäufe in Herren- und Dämmstoffen. Serde. Walchstoffen. Weiß.- und Futterwaren konkurrenzlos billig in der Wiener Restenmesse, VI., Wmdmüblgaffe 2, gegenüber der Laimgrubenkuchr. *« ffeschmarstvolle Einladungen, welche d?e „Buchenrander für ihre am 22. d. M. m den Prunlsalen deS Kmlalons <Stadtpark) stattsind ende „Buch-nlandret-oute" versenden, lasten erkennen, daß diese Gemeinschaft dlstinguirter Bukowmaer w>e immer auf..ein vornehmes Auftreten in der Gesellschaft bedacht zst. Es wird nur eine beschränkte Anzahl von E nladunaen ausgegeben; d:e Ausgabe der Emtrittskarten eriolgt artsschlienlich >n der Drremsranzler. l., Eli'abethstraße 86 (Telephon 9852'. vezrehungswrise durch die Komtteemitgliedkt rm Cafs Arkaden zwischen 6 nnd 9 Uhr abends. A * Ei« omsruelles Fest der nach VEina reifenden Handwerker des GewerbeforderungSamteS deS Jüdischen National. rateS. findet Montag den 28. d. M., 6 Uhr abends, im Hotel Continental, II., Tabor straße 4. unter der Devffe „Ein Abend m Erez Israel" statt. Da der Reingewinn der Unterstützung der .Nach Palastma re'fkndrn Handwerker und zur Fortführung der Lehrkurie des Jüdischen NatronalrateS dienen soll, ist ein zahlireicher Besuch zu erwarten. Vorve'kanfskatten im' Judifchsu Mationalrat, II., ^.aborstraßr 20a, Hechaluz-Organisat-on, H., Klaffe 53, nnd beim Jüdischen HochschulauZschuß, IX., Tlnkennraße S. xx. :rf.r?^e5SoK Herzl-Film. Zugunsten des Fürsoraekomitees lür Mische Emigranten und des Jüdischen NationalfondS findet HeMe, Sonntag, lf,n Uhr vormittags, im T e g e t tfe ß f f - Kr n o. B olkspra.ter 66, eine Aufführung des Theodor HrrU-rxrlms statt. Musik des Kapellmeisters Fred D l a c e k, Griangsauartett des Herrn Kantors Josef Grob. Karten a X 20, 50. 40. 50 und 60 (ie K 10 billiger als an der Kaffe) erhältlich bei Dr>, Sacher. Palästma-Amt. II.. ZirkuSb3, vormittags 10 bis 1 Uhr und nachmittags 3 brs 6 Uhr. Tel. 45-3-25. * MrLteilung von A. Gevrrgrtztz A.-G. Günstiger Gelegenhertskanl.' ^uka RMO m weiße E t a m i n e, 80 cm bteit>ber 1 m K 129 Gestrickte D a nt t n-Bind- 1 n f c n, Modefaffou, in schönen Farben, per Stück X 316.—. * Bon des MaaWiL'im, Jüdische Palästina-Rrise- und Transportgrsellsch-nt in Wien, wird mitgkterlt: Im Monat vebrnar geben von Trirst folgende Schiffe des Lloyd Trrestino nach Palästina ab: am 1-7. Eildamvfer „Helouan" nach Alerandnrn; am i'0. direkter Posttampfer nach Jaffa und Harfa; am 25. Eckdnmpfer „Perffa" nach Port-Sard. Wiener MorgenZeunns VtzrtraKs'ahOffü Ole 2ion!siiselie Lerlrlcsselctron X/Xl Versnstaltetsm Montag den 14. Februar 1921/ior8rlse 1fi8 Uhr abends, in Hoffmanns Rosensälen X„ Favoritenstrassc 39. einen Vortragsabend. Sprechen werden die Herren Dr. Edmund Jerusalem über Pharisäer und Sadduzäer und Staatsbahnrat Ing. Robert Stricker über aktuelle Fragen im Judentum. .. E i n tri t t f r e il; 6iö * Jener Herr, der au^ elegante, ersillalsige Garderobe hast wende sich an hie Firma S p ist e r & M a v f n?, II. Stevbamesirahe 1 (nächt^ Stephanixbrücke). Beste Qualitäten, zivile Pr eise! » Beeern der Hsrerfdiaft des jüdischen PLd- LHsgirrrns. Wer einen türbt'gen Lehrer oder eine Lelw'rin 45u. Hrbrci'sch, Tanach. Talrnnd braucht,, wende sich au die obenaenar.nte Horerschast, ll.. Obere Donansirasre 9l, I. Stock." Auch rn Gegenständen für Volks« und Bürgerschule und Gymnasium wird Unierricht erteilt. > . * Vortraasadend. Die Zionistischem BeziMsekiron X/XI veranstastet am Montag den 14i -i M., .vräzffk VrS^Ubr abcniS rn H o f t m a n n s R o s e n s ä l c n, X.. 'Fayar'stnstraste 89. finen Vortragsabend. Sprechen werden die-Herren De. Edmund I ern f alem über Phaniäer und Sadduzäer und Abgeordneter Jnv. Rübrrt 'ß trick 11 über^a k t ue! le Fras e n i m - I u d e n t u m. Eintritt im. Antevricht. BLttkLurs. Der nächste tünfwLchige Abendkurs Mr H a n del §-^B a n ku n d B ö r s e wes e n. Stenoaravbie ^nnd Maschrnschreiben. sowie Sprachkurse für Eng!ffck> Französisch.' Ji:,lieaisch. Tschechisch und' Demsch, 'in der Handrlsschule Deutsch, IX. Hörlaaffe 12. beg'nnt am 15. F e b r u a r 1921. 4 Nbr nach^ 'mittags Einschi'eil'unaen nur nachmittags von 2 bis 7 Uhr. Aus« warügell. sowie Selbstlernenden stehm unskre Lehrbehrlfe Verfügung. - , Vereirr^nachrichLeA. Bolksbildiing i m T e ch n i 's ch e n M u s e u m. Soiinlag den 13. d.- M, 10 Uhr vormittags, im großen Hörlaal Lichtbjli''rrvvrtrag „Die wirtschaftliche Ruhnng der Kohle" von Prof. Dr. E. Strache. — H e-ch a l m - O r gan ' s a t i o-n. Heute inn 2 Uhr, II., ZukuSa-iffe 33. Sitzung des ^Waads Hcchaluz. — P a l a st i n a . S e k t i o n b c s B «reinesj ü di sch er H ö r er an, der Hochschule für. B o den T u 11 lt r. Heute. 9 Uhr vo-m stagZ. Führung des .Ingenieurs Sobek dunch das Technische Museum. Treffpunkt bim Eingang.'— V e r e r n i g n n g j ü d i sch e r H 3 rer an d « r Hochsck,ul? tür Welthan d e l. Heute um '>'..7 Ubr abends lvricht im Heim Prof Dr. Wilhelm Stein über '■ „Deutschtum und Judentum". Gäste willkommen! P a l ä ft i n a- S. e k l i o nd e r B e r e j n i g n n g. Heute. 2 Uhr nach- M'stags. im Heim, II,' Taborstraffe 1. Vortrag Joses Karps: „Der jüdische Ervortakademiker und'Palästina". Gäste willkommenl.-7- I u g e n d ve r e i n E s r a der zionifti» ch e n B e z i r k s s e k t l o n L e o v o l d ft a d t U, C a s 4 Reis.. ll.. S t e v h a n i e st r a st e 4 Dienstag, 7 Uhr. Versammlung der Jugendlichen int <£afe Re-s: ^Die Stellungnahme der Jugend zum Keren Hajefföd" Gäste willkommen! Die EwShrUMg, Der Marktbericht. DaS- Angebot an F l e i s ch war gestern »n der G r o ßnt'öt kl h a I l c viel schmächer a'S m der Vorwoche, aber die Nachfrage war derart gering, daß noch ein zieml'ch beträchtlicher Teil unverkauft blieb. Auf dem Fi sch markt war nur eine kl-ine Sendnng frischer Schellst sche angekommen, für die em Preis von K 90 per Kilogramm gefordert wurde. Gemüse und Aevfel waren zu unveränderten Preisen w .genügenden Mengen vorhanden. Frische Eier kosteten gestern K 13 bis 8 14, kleinere auch K 12 per Stück, aber selbst - bei diesen Preisen ist begreiflicherweise der Absatz ein sehr geringer. ___‘ Lebensmittelabgabe -es Ametlcan Joint Distribution Committeo, AvteUnng Wien. An die im Bezüge der soctlaufendrn Unterstützung stehenden Personen gelangen in der Zeit vom. 14. Febntar.biS einschließlich 25. Februar m der LebenSMittrlsektion. ttl.. Esteplatz 3. gegen Abtrennung des Abschnittes XVN des neuen LebenSmittelbezugSblocks naÄslchcnde Lebensmittel zur unentgelilichen Ausgabe : Frt t,- in dem für Del irstgeselztem Ausmaße. Mehl laut nachstehendem. Schlüffel: An Einzelversoneu % kg, an Familien mit S und S. Köpfen 1-kg. an FamMn -mit 4 bis 5 Köpfen 1V, kg, an Mmilir'n. von 6 Kövien auswärtS'2 kg. Dw Ausgabe eriolat: An PrisoNen, deren Lebensmutelblock m>r der Bezeichnung Mo 2 verleben ist. Montag den 14. k M., Di 2 DienStag den 15., M 8 Mittwoch den 16.. vo S Donnersta den 17., Fr 2 Freitag den 1^.,- "Äo 1 Montaa den 21,' Dl i Dienstag den 22., Mi 1 Mittwoch den 23., vo 1 DonnerZLci den 24. Fr 1 Freitagden 25. Die Faffunaötaoe sowie die für die früheren Fassungen bezrichnete Stunde sind genauest emzuhalten. __ Margarlnearrsgave Vom 13. bis 19. d. M. werben bei den städtischen Margaxiueabgabestellen per Perlon 12 6kg Margarine zum Preise von K 12.90 aüSgegebeu. Organisierte Verbraucher enthalten .12 äkg Pflanzenfett zum Preise von X 13 80. M. 3. W. Farbcneinteilllng genau beachten! Rucksacke oderg roßeTa scheu mitbringen. Dienstag den 15. d. M., 9 bis II Uhr. grün, Mittwoch den 16., 9 bis 11 Uhr, grau, Donnerstag den 17., 9 bis 11 Uhr, weiß, Freitag den 18., 9 vis 11 Uhr, orange. Samstag den t9., 9 bis 11 Uhr, gelb, Montag den 81, 9 bis 11. Uhr, blau, Dienstag den 22., -9 bis 11 Uhr, rot. Mittwoch den 28. d. M., 9 bis 11 Uhr, rosa. 13. Februar 1921 Nr. 737 '■r' "r “•, -—< BühM Md mm. Earl-Lheatrr. Diesmal haben sich die Herrmr Leott und' Reichert die Weltgeschichte aus der Operettenperspektivs angesehen und. -eine Littrrsstße Liebesepisode aus denr Leben des Herzog-Z von Rc-ichstadt für ihre -Zwecke zurecht geschneidert." Den Stoff an sich auf seine Oprrettentauglichkeit untersuchen, hieße sich mit dem Problem der Operette, wie sie sich jetzt vor unseren Augen entwickelt, auseinandersetzen. Mit ..Rücksicht -.auf., deu . knappen »Raum., müssen,' wir uns auf die. .KoilstLtierungcho- •? schränken, daß'es für den braven Zuschauer garviel zu'sehen-' gibt: Den lieben, guten Kaiser. Franz, die .Prinzen, die Prsnzessilinen,,, den ^Hofstaat/ die^ geheime- Polizei,-chen Schönbrunnerpar? mit dem Gloriette, die Burgwache,- das ganze Reglement dnrchererzierend,Zrnd — so nebenbei — .die artige Geschichte vom ersten ^Walzer Lei Hof. Mau sieht schon aus diesen wenigen Andeutungen: Das Rezept enthält —».tit - Anbetracht des „weichen Wiener Gemüts" und seiner vielbesungenen Sehnsucht nach. der. guten alten Zeit — reichlich . sentimentale Ingredienzien. So sehr, daß auch die — mehr , oder minder logisch —. '.eingestreuten komischen Episoden di« . Situation nicht zu retten verm'ögelr. Im ganzen und großen' kein erfreuliches Buchr - merkt die Spekulation. ^:'ß Was Wunder, baß auch die musikalische Inspiration ausblieb. Die Musik, die Herr S t o j a n o v i ts - beigesteuert « hat, ist in keinem " Augenblick mehr als gefällig. Einem glänzenden Aeußern/ -einer., .bemerkenswert, gut klingenden Instrumentierung,. die sogar - den ungewöhnlichst . . Schimmer einer Ee-lesta, nicht missen will,- steht einbedenklicher Mange! an'Eiilfälletr. gegenüber.' Hie und da merkt man an 'einem Dreivierteltakt einen.Anlauf, einen Aufschwung. Doch : ehe man sich's versieht, ist der Atem-zu . Ende. Selbstverständlich finden sich'.auch die Rhythmen'des mo-dernen Tanzes aber nur verschämt gesungen Wien anno 1829), nicht getanzt. Die Ji-.szenierung und Darstellung tat, was sie konnte. -Man weis;, wie sehr Herrn Marischka die sentimentalen Bonvivants liegen, man kennt das mitreißende Temperament der Frau Zwerenz, das sie auch in einer Rolle zu zeigen -Z ^versteht, die offenbar nicht für sie geschrieben wurde, man ^schätzt feit langem das anmutige Wesen des Frl. Sedlitz. - man freut sich der überlegenen Sprechkunst Adolf Weisses, ■ der sich nun (auch die besten Sitten werben vpn bösen Beispielen verdorben) .öMn Opcrettenmammon verschrieben hat. Wenn wir noch die lustigen Figtiren Frl. B a,u e r, die Herren Günther, Bartl, RollZ und Arnold erwähnen, so - wird es begreiflich erscheinen, daß der gestrige Premieren- . ■ erfolg sich in nichts von anderen, ähnlichen Ereignissen unteri schied. ' g. f. Die Krise im jüdischen Theater in Amerika. Ueber die kritische Lage des jüdischen TheaksrI, in Amerika und ganz besonders in New-Aork schreibt der „HeLrew Standard": Das jüdische Theater macht eine Krise durch. In dieser Saison kamen keine großen Schauspieler zu uns. Keßler ist tot, Adler ist alt geworden und Tomaschefski ist im Abblühen begriffen. Er hat schon" seit Jahren keine größere Rolle geschaffen. Von den jüngeren Stars ging Celia Adle«! nach Philadelphia, Ben-Ami ist zur englischen Bühne übergegangen und Z a tz verlor sich in komischen Rollen, die ihm keine Möglichkeit bieten und bieten können« sein Talent zur Entfaltung zu bringen. Alle diese Verluste hätten durch den Genius Schildkraut, der irr dieser Saison unter , uns weilte, aufgewogen werden können, doch auch er ist erkrankt'und unfähig, jetzt aufzutreten. Wir haben demnach jetzt weder jüdische Schauspieler noch jüdische Theaterstücke. In der Tat wurde in dieser Saison kein Stück'gegeben, dem auch nur die geringste künstlerische. Bedeutung beigemessen werderr könnte. Man bekam nichts als billige Melodramen, leichte Komödien ohne viel Inhalt und Vorstellungen zweiten Ranges zu hören und zu sehen. Das jüdische Theater befindet sich in einer bösen Lage und es kostet heute nicht geringe Ueberwindung, einer Vorstellung bis zu Ende beizuwohyen. Aus Len StaatsLheatern. Düeffor WildgauS hat Franz Werfels magische Trilogie „D, e r S v i e g e l m e n s ch^ für das Burgtheater erworben. Das Bühnenwerk gelangt in der nächsten Saison zur Aufführung. - Die Nachtvorstellung von „Robert und Bertram" zugunsten der Altpension'lsten. des Burgrheaters ergab einen Reingewinn v o n X 1.200.000. In drr Staatsoper wird Richard Strauß' „I o s e f s l e g e n d e" aller Voraussicht nach noch in dieser Saison in Szene gehru. Augenblicklich finden Beratungen mit den diversen künstlerischen Faktoten statt, um die Details der Aufführung festznlrgen. Die f emsche Ausstattung wurde Ludwig