Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 737 (13.2.1921)
- Date
- 1921-02-13
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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Sekte 6 SMe#, Sonntag Elend mit sich gebrachtdaß gar manches jüdische Mädchen in der Großstadt plötzlich sich selbst überlassen war,, sie. die im 'Schutze des engen jüdischen Familienlebens aufgewachsen war, Mädchen mit der heißen Phantasie der Jüdin, Mädchen, die die Zügellosigkeit der Zeit am ersten und stärksten ergriffen hat. Viele sind freilich auch unter dem Druck der Verhältnisse freiwillig vom Elternhaus fort. Da' ist die iOjähriH« Tochter eines Kaufmanns aus Süd Ungarn.- Der Vater, ein Kartenspieler und Trinker, wollte sie-mit einem Fünfziger, der allerdings sehr reich war,^verheiraten. Kurz entschlossen entwich das unbedachte Mädchen nach Wien, wo sie, heim- und schutzlos» fast unnnttelbar der .Prostitution verfiel. Die Eltern sandten ihr ihren Fluch, feierlichen, großen Fluch — das Mädel lacht« nur dazu: Das ist überhaupt in der Regel das erste und scheint den entsetzten Eltern das Wichtigste 7-. hie Tochter zu verstoßen. Damit fällt aber die letzte-Türe ins Schloß, die zum ehrbaren Leben zurückführt. Noch schlimmer ist vielleicht der Fall einer jungen postenlosen Kassieriu, einer BeamtListochter aus Mähren. Sie slüchiete unter ziemlich romantischen BegleiLerscheinungen, die die .Jungmädel-Dummheit deutlich illustrieren, nach einem Streit mit der Stiefmutter nach Wien, wo sie zuerst als Kassierin in einem Schuittwarengeschäst ihp Brot verdiente. Als sie die Stellung, die natürlich erbärmlich gezahlt war, verlor, wandte sie sich ohne weiteres Be- . sinnen einer einträglicheren Beschäftigung zu'. Was hätte sie auch sonst beginnen sotten — die Familie hatte nicht einmal mehr nach ihr gefragt. Krankheit hat eine andere junge Jüdin auf die schiefe Bahn gebracht. Das elternlose Mädchen leidet seit ihrer frühesten.Jugend an Lungentuberkulose. Solange es ging, arbeitete, sie als Hausgehilfin. Nun will sie niemand mehr' im Hause behalten, nur für das Dirnenleben — düzir. reicht ihre Gesundheit immer noch. . Selbstverständlich, spielen die. schlechten. Löhne für, Frauenarbeit immer eine bedeutende Rolle jn der Frage . der Prostituierung. Die kleine Berta; behommt im Wäschesalon, in dem sie näht, 300 Kronen in der Woche. Natürlich muß sie einen Nebenerwerb suchen. Die junge Privatlehrerin, die mit Mühe ihre 1500 Kronen im Monat verdient, ist in derselben Lage, und schließlich kann auch von der Sängerin eines Tingeltangels — sie ist die Tochter eines Kantors und hat gediegene Gesangsstudien gemacht — nicht verlangt werden, daß sie mit 2000 Kronen Monaisgage ihr Auslangen finde. Die nackte,, dürre Not aber hat die. kleine Matte ins DerLcrben getrieben. Sie war damals.noch nicht 14 — wie überhaupt Fälle von Schuhmädchenprostitutwn leider in Wien nicht mehr zu den Srltenheitrn zählen. Der Vater, ein./ostjüdischer, ttingenkranWr Hausierer, die Mutter, eine frühgealter^,. hilMe 'FraA Dazu f wohnten die Leute in. dem' Elendsviertel Iinter dem Franz Josefs-Bahnhof — das Mädel brauchte also nicht weit zu. laufen. Es brachte - Geld Nach' Hausse, bekam. Schläge und Essen. Wer will es ihr ühelnehmen, wenn sbe das Spiel wiederholt:? ' ' Allerdings kommt es auch in jüdischen Familien vor, so unglaublich es klingt, daß die Mutter selbstdie Tochter dem Laster zusührt. Dä. gibt, es Fätte, . in denen Mütter ihre Töchter ins Bordell oder, was ja nicht viel anderes bedeutet,'in zweifelhafte Tanzbars bringen. Man sage nicht, das sei nicht möglich, man sage insbesondere nicht, es sei bei Jüdinnen nicht möglich. . Wir dürfen heute wirklich sagen: Dis Zeit ist aus den Fugen. Und.Tatsachen sind'immer "möglich. Das alles sind natürlich Erscheinungen der ganz gewöhnlichen grobschlächtigen ProstituLton. Es gibt auch eine in ihren äußeren Formen feinere- und diese'wird hauptsächlich von den jungen Jüdinnen. gebiLelerer Kreise geübt. Sie gehen nicht wie die'gemeine Dirne auf die Straße, sondern werfen ihre Netze im Halbweltcafe oder im Theater aus. Ihre hübschen.Manieren und — ihre Sprachrenntrrisse leisten der jungen-Dirne bei dieser Gelegenheit treffliche Dienste und manche Eltern haben sich nicht träumen lassen, wozu die Lyzealstudien und die französischen oder englischen Lektionen der Tochter noch einmal nützen würden. Die Sache sieht natürlich hübscher aus, aber im Grunde ist es genau dasselbe, was sich an den verrufenen Plätze», im „Tschecherl", hinter dem Bahnhof, in den Pratervuen abspielt. ' ' Metteicht die merkwürdigste alter ErscheinungLn bei der jüdischen Prostitution aber ist das völlige Versagen der Familie. In Fürsorgestellen, Spitälern, Klöstern, auf der Polizei, immer hört man dasselbe: Bon dem Augenblick an, wo die Schande des Mädchens offenbar wird, zieht die Familie mit eurer Plötzlich" keit die Hand von ihr ab, die erschütternd wirkt. Seltensehr selten nur machen die Eltern einen Versuch, die Gestrauchelte aufzurichten. Die jüdische Allgemeinheit aber bekümmert sich überhaupt nicht um die Dirnen ihres Stammes. Alle Fürsorgemaßnahmen werden von katholischen Vereinen ergriffen, alle Heime, alle Erziehungsanstalten stehen unter streng katholischem Einfluß. Kommt ein jüdisches Kind — und dumine, verspielte' Kinder sind sie' ja alle, diese ' jungen Dinger, die so jäh aus ihrer Bahn gerissen würden — einmül doch in eine solche Anstalt hinein, so wird es seinem natürlichen Milieu noch mehr entfremdet''und damit seine innere Genesrmg unmöglich gemacht. Es sind ja ohnehin die Halt- und Disziplinlosen, die hier landen — der innere Konflikt, der ihnen durch den Gegensatz LSleker Mvrsenzettmr- Letzte Nachrichten. : Die TkuppruLransporte nach Wil«s. Gerts, '12. Februar. (Schweiz. D'ep.-Ag.) Das Völkerbundsekr-uariat hat vom Präsidenten des Völkerbundrates die Mitteilung erhalten,.-..daß die Mitteilung über den Transport, internationaler Truppenkontingente der Gegenstand eines Meinungsaustausches Wüsche» dem amLSführenden Präsidenten des VölkerbundratrS und dem vom Rate mit der Verfolgung der polnisch-litauischen Angelegettheilrn betrauten Komitee bildete. Es würde beschlossen,'die Frage auf die Tagesordnung her nächsten Session des LöllerbundrateZ,. die am 21.Februar beginnen soll, zu setzen. Die DalkszLhlurrg in der Schweiz. Bern, 12. Februar. Nach Mitteilungen von amtlichen Stetten hatte die Volkszählung in der Schweiz im Dezember vorigen Jahres folgendes Ergebnis: Die .Gesamtzahl der Einwohner beträgt 3,877.840. Gegen die Cinwohnerzahtt des - Jahres 1910 bedeutet dies eine Zunahme von 100.000 Seelen.oder 2% Prozent. Die Zahl der Ausländer ist von 552.311 auf 410.983 gesunken,- '57 -Prozent der Bevölkerung sind Protestanten, 41 Prozent Katholiken; die Zahl der Juden beträgt 21.000. ' - ' ' - von. jüdischem und christlichem Wesen aufgedrängt wird, steigert die Wirrnis und den Kampf - in. ihrer Seele. Hier , gilt es, eine Aufgabe, zu erfüllen. Sie duldet keinen Aufschub, sie duldet kein'feiges Augenzudrücken vor unabweislichen Tatsachen. Die jüdische Prostitution besteht, sie ist kein Hirngespinst, die Verwahrlosung der Jugend'macht vor den Türen dey Mischen Familie - nicht Halt. Die jüdische Frau/die in einer sittliche gesünderen Zeit herangewachsen ist, soll nicht in pharisäischem Hochmut auf die gestrauchelt« Schwester blicken. Sie sott der Pflicht gedenken, die unsere schwere, wirre und harte Zeit uns allen auserlegt, der Pflicht, zlz helfen, auch der Letzten und Verachtetsten bcizufiehen: der jüdischen Dirne. , ■_. Klara M a u t n e r. Vom KrregSWucherawt. In der Vorwoche wurde die Üeüerwachüng des Verkehrs mit Vieh und Fleisch auf dem Franz Josefs-Bahnhof und dem- Zentralviehmarkte seitens des Kriegswucheramtes fortgesetzt. Im Zuge dieser Kontrollen wurden drei Anzeigen wegen unbefugten Verkaufs vom Fleisch apf dem-Wege^zwischen hem Bahnhof und dem Markt Erstattet und in vier Fällen wurde festgestellt, daß einlängendes Fleisch im Bahnhof wohl angemeldet wurde, jedvchn i ch t a u f den Markt gelangt ist. An zwei Tagen der abgelaufenen Woche wurde abermals eine Begehung der verkehrsreichen Straßen in allen Bezirken durch Organe des Kriegswucheramtes durchgeführt; sie hatte den Zweck, etwaige' willkürli che Hrnaufnumerierung'en - festzustellen. - - Aus diesem Anlaß wurden insbesondere die Preisanschreibungen der^ Fleischhauer kontrüttiert;. sie wurden auch daraus aufmerksam gemacht, daß neben den Preisen auch der Prozentsatz der- Zuwage, angeschviehen werden muß. Bekanntlich cheträgt die erlaubt Zuwage beim vorderen Fleisch 15 Prozent, beim hinteren Fleisch 20 Prozent. Die Einhaltung der genauen Anschreibung, bei Fleischhauern wird durch Wiederholung der Kontrollen in btt nächsten Woche überprüft werden. Diesmal wurden füys .Anzeigen wegen -unberechtigten Hinaufnumerierens erstattet. Anläßlich der Ueberwachung des Milch Verkehrs im West- und Ostbahnhof, für die an zwei Tagen der abgeltzrcfenen Woche die gesamte fliegende Brigade herangezogen wurde, wurden außer 560 Liker Milch noch größere Mengen Mehl und Brot beschlagnahmt. ■' ’ Im Jänner 1921 wurden 2465 Straserkenntirisse gefättk.. An Strafgeldern sind im Kri:g§wucheramt 540.450 Kronen eingegangen. Die Errichtung des personal Lerviee Vspsrlment (Perfonaldienstgruppe) durch das American foint Distribution Committee in Wien. Das American Joint Distribution Committee erweitert mit Hilfe seiner Abteilungen und Sektionen in Amerika, in fast allen Ländern und größeren Städten m Europa und in Asien fein Arbeitsgebiet in der Richtung der Herstellung der Verbindung mit den im Ausland wohnenden Angehörigen. Durch das jetzt vom American Joint Distribution Committee eingerichtete Personal Service Department soll die Möglichkeit geboten werden, Angehörige l m Ausland, deren Aufenthaltsort, genaue Adresse unoekattnt sind oder von welchen Antworten ausstehen, ausfindig zu machen, indem das American Joint Distribution Committee seine Abteilungen,^,beziehungsweise Sektionen, d,ie Adressen feststellen, »dem Ausfiudiggemachten die vom Suchenden am Fragebogen gemachten Mitteilungen übermitteln, ihn für die Lage des -offenen interessieren und aus diese Weise die Verbindung Herstellen. ■15.° Februar 1921 Nr. 737? . .-—;—*r. ii ir..ifcw.. - —■ Da§ Personal- Service Department des American Joint Distribution Committee ln New-Aork greift auch in gewissen, Fällen rechts schützend ein. ' -1 Die Vermittlung des Personal Service Department <ew folgt vollkommen unentgeltlich. * | Das ^American Joint- Distribution Couunittee?n Mens hat diese Tätigkeit bereits ausgenommen und sind die erforderlichen Formulare sowie jede gewünschte Auskunft bei der Personaldienstgrnppe, (Personal Service Department) dey Sektion Fürsorge für. Einzelpersonen des American Joint Distribution Committee, 9. Bezirk, Berggafle 7, erhältlich, ' ~ \ Der Jüdische Ratioualfonds rm Jahre 192S< ' Der JahreS er trag 1920 an Nationalfonds^ spenden aus aller Welt beträgt 160.114 Pfund, dass, sind, zu den Kursen am Jahresschluß, 9,567.000 französische Francs, beziehungsweise in rmserer LandeÄvähruug .240 Mil«^ Nonen Kronen. . ' jj Diese Jahns summe bedeutet gegenüber jener des Vor^ jahres von 5,552.000 französischen Francs eine S te i.g Sp rung von 72 Pro zent, was umso höher zu schätze^' ist, äls die Entwertung der Valuten in allen . Länder.»! Zentral- und Osteuropas-rapide Fortschritte gemacht hat und als gleichzeitig überall große. Sammlungen für jüdische Wohl^ . fahrtSzwecke aller Art, so zur Unterstützung der Palästina-. Wandcrrmg, durchgeführt wurden. Zn obiger Summe kommen' noch die laut Beschluß der Londoner'Jahreskonferenz (Juli 1920)aus den Einnahmen des Kcrerr Hajessod dem Jüdisch^ Nationalfonds abzusührendeü 20 Prozent hinzu. '> Unser Land mit zirka 250.009 Juden steht mit- 171.000 französischen'Francs an 15. Stelle. Es weist' per Kopf, ein« Beitragsleistung von 68 Centimes und'' gegenüber dem Vorjahr ei>r« Steigerung von 743 Prozent auf.' Seit Gründung des Jüdischen Nationalfonds im Dezember- 1901 sind die Speudenerträge in fast ununterbrochenem Wachstuni begriffen und habet: bisrmn eine S um ml« v 0 n üb «P. 2 7 .Millionen französischen Francs ergeben. \- Der Jüdische Nationalfonds wurdejüngst von öttj palästinensischen Regierung als „gemeinnützige In -j > stitutivn" im Sinne des Gesetzes ausdrücklich anerkannt'!' und steht, vv!l den Fesseln des alten Regimes befreit und!' zu großzügiger Arbeit berufen, vor einer neuen,, inächiigcn'i Eictwicklnng. __ Die Bevölkeryngszahl Frsrrkreichs. Nach eimr Meldung deS Pariser siätistischcn AmteS betrug dir BevvlktcnngZzahl drr 'neunzig französischen Dcpartemeuts (di« drei elsaß-lorhringischen inbegriffen) Ende Juli. 1920 41,476.272^ Im ersten Halbjahr 1920 betryg die Zahl der Geburten 424.668^ rer Todrksallr 356.722, der Ehen 333.211, der Ehetrcnnmigen 12.262. Es ergab, sich.somit im eisten Halbjahr 1920 ein Ucber->! -ichuß der Gebürten ' gegenüber^den Todessällen von 67.S46, ein» Zahl, d:e innerhalb der tttzteu Jahrzehnte nie erreicht wurde. * Personsilnachrichl. Zahnarzt Dr. Ignaz' Schindler ist von seiner Studie»'erse^. aus Amerika zurückgekehrt und ordjniertz wieder wie bLher, lX., Peregringaffe 2. % Sitzung im Rgthause. Der Stadtsenat hält Dienstag vormittags eine Sitzung ab. — Der Gemeinderat tritt Freitags um 4 Uhr zu eiittr Grschäftssitzung zusammen. .! * Eisenüshrrkatastrophe bei Bielefeld. Ans Berlin wttd'gemeldrt: Infolge des Versagens einer Weiche ist in deo Station Bielefeld ein Güterzug mit voller Geschwindigkeit auf den in der Babnhofhalle stehenden stark besetzten v.Zug auf-! aelaliren. -Dem v-Zug wurden Lokomitive und Gepäaswagem veichädipt, von dem Güterzug etwa 12 Wagen zertiümmert.! Sieben Wagen bildeten eine einzige Trümmerpyramidr. Menfchm-i leben sind n i ch t zu bellage«. .s 9 Amtlicher WettexberkchL. Die WestsirSmuug hat sich! von Nordeurvpa rasch'nach dem' 'Festlande 'Verschoben. Ihn -Bereich ist mehr ans das innerste Mitteleuropa beschränkt. Ueberi Norveuropa wurde sie durch eine allgemeine Nordströmung ab^ gelost. An der Grenzlinie iällt stellenweise Schnee. In Oesterreichs rst Aulheiirrung cingetreten. — Voraussage: Vorübergehende leichte Trübung mit lerchtem Schnrefall. dann rasche Aufhettcrnng^ Temperaturabnahme bei nördlichen-Winden. « Die SicherheitSwehr in ParLftina.. P a l 3-stl^ » e» s e r können sich nunmehr in die Liste der Sicherheitswrhr eintragrn lassen, welche von .den englischen Militärbehörden . fäc Palästina eingeführt wird, um die ägyptischen Einheiten' z» ersetzen. Dre Besoldung betragt 4'60 bis 5'60 ägyptische Pfund pro Monat, einschließlich. Bekleidung, Verpflegung mld Unterkunft Die Dienstzeit beträgt c i n J a h r. In: allen-Distrikts-, Polizeiuni» Negirrungsourraus befinden sich Werbestationrn. 9 Rumänische Grenzsperre. AuS Bukarest wird gemeldet, daß die rumänische Regierung mit Rücksicht auf die bevorstehende V 0 l t s z ä h l u n g, die Sperrung der rumänischen Grenzend 15. d. Mangeordnet hat. Einreisebewilligungen nach Rumänien werden nicht mehr erteilt. .* Gräßlicher Tod eines Arztes. In Hirschstetten ist der 40jährige Arzt Dr. Oskar L v w e n st a m m, Wagramerstraße 135 wohnhaft, von einem Zuae der Dampfstraßenbahn auf Fahrt ab gesprungen und gestürzt. Er geriet unter die Räder und erlitt einen offenen Bruch deL rechten und eine Zermalmung des linken Beines und schwere innere Verletzungen. Der Jnspektronsarzt der NrttnngSgesellschast fand ihn sterbend.' aber bei vollem Bewußtsein. Er legte ihm einen Verband an und wollte ihm eine Morvhimninjektion machen. DaS lehnte der Arzt, der mit seltener Ruhe seinen Zustand erkannte und den Tod vor Auge» sab. ab. Auf dmi Wege mS Allgemeine Krankenhaus ist der Arzt gestorben. < * BesvüLnisse am heutigen Tage. A l t e r F r r ed-, b S f: S Uhr 45 Mm. Grünberg Lea, 10 llfir 30 Min Frennd«, Friedrich, 11 Uhr 15 Min. Hirschberger . Mina. — N e n e r Friedhof: S Uhr. 15 Min. .Weinberger Adolf, 9 Uhr^ 90 Min. Boarl Katharina, 10 Uhr Pollak Jsabella, 10 Uho 30 Min. Teller Jgrtaz. 10-llhr 45 Min. Gold Berta, 11 Uhr Silberwrrk Ilka, 11 Uhr 15 Mm. Fcscher David, 11 Uhr 30 ÜJlmJ MarkoS Stdonie, 12 Uhr Koffler Jetti. — D ö b l i n a e i Fridh 0 f: 11 Uhr Kohn Alfred. — F l 0 r r d § d » r f e ä Friedhof: 11 Uhr Marchfeld Wilhelm. j m H»gg«naa8flge nnd Damenk0,,ta^e L FRIED; rä$J«#illf5llBt3 mfolg» kleiner Ragten, «ehr pral»wert m Unl<aWlAn7Ailft411lmHiifal