Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-02-10 · Heft 734 (10.2.1921) · page 1

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 734 (10.2.1921)
Date
1921-02-10
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
83% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2979813--06637-2992610
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Einzelpreis SB Kronen Einzelpreis SS Kronen Prünnmerstionspreiie Vie «' Um» «Ä-ü» «»" pr, 2. ve„rt. Lodor» forte/t drt »*?r itt tbm erftfjkiftfJtßt Monatü». . ftetmtn 5<*.~ Vterteljüürttch .. 150;» Dtzt PostvtksanS rßr Me» «w , . Vesteertikh: PNosstltch . , Kronen 50.- ' M«eqEö»skeir MoNatttch . . Krone» 15.» ' itziertrliödrlrtki ... ^5.— i« tschecho-slowekisiherWöhruRg / ' , . ' ü«g«rn: . NoüNtNch .. Krone« SO.— Siertetiührliir) ,;■ 8“o.» ^'knHvüariWr V-tzrung •.,.,/■ A«ßoslrvien: SKouqtliÄ .. Dtnar HltertelsahrUch 'v «4;~ #V M- > i-,. ' L? Js 1 t> ■ , v. \y 'V - t 1 P J& # #, rener r »Tr--.. 's. Pranumerätionspreiser . .' Virttii: : '" Monatlich .. Mark KO.-* Bter»eljayrilt«h »# ' ISO»-* in volnischer Wödr»»s __ Deutschland: \ Monatlich Mark 10.-4 ^r«mkreich: . Monatlich Franc- 0.—i Italien: . Monatlich . . . Lire 8.-1 Nmnänien:' . Monatlich . . Lei 15.- Cchweiz u. das übrige Ausland; Monatlich. . . FraneS 8.- Redaktion n.Administratto« Wien.Ä.Bez.. Tavorstr.l—S Telephone: 4^»1S. av u Uhr abend« Nr. 10804 Postsparkaisentonto 150.699 «eumecM&aatti Rr./734 Wien» Donnerstag den 10. Februar 1021 3. Jahrgang fmtw ‘r.x ■! \ “• v": i t: 'Ui'ivt Der Text des englischen Entwurfes. sOrigmalberrcht der „Wiener Mörgrnzertnng".) '- * * > : L rsn-'d o n»! 6/Februar. V i'*, -Die englische und'' "anlerikar.ische'- Kresse ' h " . ‘ “ ' ■f'J %}ü veröffentlichen den Inhalt des Pa.gstina- 'Maudatsrntwurfes dex ch-r ist i s ch e n ,. 3} c a?V» ,'r'üNg, »cldö'cc dem.Ra^ts:' des . Bölke.r.- i b'u/Nve.s in f vnv*r^;nflvi*rr-vi.■ v iti dies."'a''Mdn'0l'/ -'sixrttfind'snden- Sitzung in/Äenf -zur Beratung!/. Md. Annähme'myderbreiM./ werden soll.! 'v ' ' würi keine Beranderynge n erfahren -'<t*•» er demÄäte/ des PolkerbundeS-morr- -gelegt tüitö. Es ist audv uicht crns^escklosscn, - -'.;ik>Ntz "deo! ,Rat^ des VWeEundeS . bestimmte ■;vi 5}&'Kimmungen der,Magdq^estM»urf enthalt.^..wn. ''ihn .die britische Delegation bei der Vör.'er« bundsitzung.' am/ 6. 'Dezember 1920 nach er* fvögter- ‘ Uebereinstimmustg ' zwischen der ' englrschen' und der, franzönschrn Neglerung mrt - einem Begleitschreiben Bqlfours dem Nnte des '..HöllerbundeS zur /.Diyig'ung. . überreicht hat. '"'Dama-lS hat der Rat/ heS > Völkerbundes deschltzfietr. in keine sormeLe 'Behandlung deS . iEntwurfes. einzu.ties«i..!splgnye• der Vertrag vo-n " EevreS nicht r a t i f i-z irrt ist, Es . bleibt fraglich. Ob der Völkerbundrat bet seiner - M^n ^'^-'.'Veegs sein ward. __ _ _ * •'• ’ iilisEdigM/ GOwUbfrs/'! ist > §£&■; r »J e vl> t sh »•'nlTat/: /Äh r om ^cl'e/ .vom d./Detzruar entiEMsn; - f*-j: Der Beckrag von Srvro^ /Da' durch Artikel -132 des' -Friedensvertrages, der in /Sevres.am 10.' August 1920 .unterzeichnet - worden -ist. chie' St i|, r f c. i zugunsten der., alktterten.^ Hauptmächte üuf/atte/9kechte und Ansprüche guf /Palästina verzichtet hat,/und da -duxch Artfkel/98 'des/ertpäh.nten Vertrages die//hohen .vertragschließenden... Parteien übereingekommen sinh. > die V e r w a l t u n g / P a.l ä st i n a § innerhälb solcher - Grenzen, als' sie - durch 'die. alliierten Hauptmächte festgesetzt tverden' sollten,. in Anwendung der Bestimmungen des -Artikels 22 einem Mandatar enzuv^rtrauen,. der. von den erwähnten Machten ,aus- 'werden soll; , . / ’ , .. / .da durch den ,gleiHe'n Artikel, die'hohen vertragfchllößenden' Parteien /'ferner . über.eingekominen' sind,. Hatz der Mä n d ä t a r dafür V e ra n t w o r t I i c^ sein soll, die. ursprünglich am N o p e m b e p , UM 7 drrrch . die Ne'gieürng Seiner'britischen, Majestät gemachte .undvon.den. änderen 'allilMen^.Mächten..anerkannte Deklaration zugunsten ' der'. E r x i ch t ü n g einer -Nät(jonalen Heim stat^e'. für das \ ii bi j dy.e.lßoik in' Pa l.a^^st i na dürchzuführcn. wobei <Aar/vetftanden, ist, daß ' nichts' -getan. werden soll.. Ms die.hürgerMen »und -religiösen. Rechte '.bestehender njchtMdlscher^ Gemeinden^ m Palästina oder Äe R e.ch-t e unL/drLnp.M;ti's'-che'-'' 'Stellung; deren .sich / die Fudest in rvelchem anderen Lande auch, imnier, erfreuen, be-lli^ntvrä^b^gen'.würde-; - . - . . ' '7da'hiedürch^die h i st o r! s.ch e 'B erb i n d u n g, des jü^^l>is chdsi'Spi f'e§< m it''^010 fti n a und die GrnWage. /fnr-rdie-.Wiödererri'ch-tung^ selner n a t lomg^en 'I.e um st^11 c ln diesem Lande>a'nerkanns wor!u:n ist/''' // / . ::§a!die/ aüuerten Hauptinachte - S e i n e britische - M a j efsä.i .".a l's ./de.n-Äand a t'.ar '.s ii-r. Pa 1 ä * sti-y.a.WgewaMHüben: .-und': /: / - die Bestimmungendes: Pandats f-in. bezug. auf Palästinas in /den/nachfolgenden Bestimmungen forin«. liert rmd dem' RatedeZ - Völkerbundes/zur,Gutheißung unteKreitet. worden.' sind;,'^''// // da.'Seine^ bntischLMajestät, das Wagdät . in bezug - auf Palästina : > ä/n'g en o^m.m e.n / und . seine : Ausführung 'i m .Au f trag 8 e,'8.'B ö.l-k'.e-r b.u>n'.d e s. m iiebereinstjmmimg mit. den nachfylgetz^en Bedingungen übernommen chyt,./ - - billigt hirMit ^dyr Rat. des Völkerbundes :bie Be. stimumngeu des genannte« Mandars wie folgt: England als Mandatsorarbt. A. rtrk-el' 1.- Seine britische Majestät soll das RE kabsn. alö Mandatar alle in der Nemeruna eines. so u v e ran e n S t a a t es begriffensn/ V oI lmachten auszuüben, insofern sie nich't'.durch die Bestimmungen, des vorliegenden' Mandats beschränkt sein' sollten.. . . Die jüdische nationale Heimstätte. Artikel 2. ^Der Mändatar soll" dafür verantwortlich-fein, das; das Land unter solche p o l i t i sch e ab-m i n i st r a t iv e u n d w i r t s ch a ft l i ch e Beding» ngen gestellt wird. welcl>e.die,Errickitung der jüdischen n a t i o n a l e n H e i m st ä t t e, wst in der Einleitung niedergelegt. und die Entwicklung von Lolb stve rwa lt n n g ssin^st rkn t-io n/e-n - Und ärlchdie Wahrung her b ü r g e r l i che n u n d r e i t giLsen R e d) fc; a I le r Ein w o h n er : P a 1 ä st i näs, ohne Unterschied der Rasse und der'/Nel'igioN) sichern. Lokale Selbstverwaltung. Artikel 3. Ter Mamdatar soll^ die weitestgehenden Maßnahnien für l o k a l e S e 1 b st v e r w a 11 u n g "nterstützen. die mit den vorherrsätenden Bedingungen vereinbar sind. Die zionistische Organisation als öffentliche Körperschalt. ..Artikel s.° Eine angemessene ivdische.Vertt&l u «A soll als eine ö f f e n t J t cho^ ö rpe t*. chctt. ^o.jlülen und anderen Angelegenheiten, die.-die 'Errichtung der jüdischen nati o n a l e n &ß t m ft ä ti e und die Interessen der jüdischen Be vo! k e r u n g in Palästina beeinflussen können, Rai und Mitarbeit gewahren uno, unter ständiger Aufsicht der -Verwaliung, an der Entwicklung des Landes zu helfen und tsilzu« nehmen. - /- ' Die Z i o n i st i s ch e O r g a n i s a t i o n soll, To* lange ihre Organisation und Konstitution nach der Meinung des Mandatars angemessen sind, als "solche Vertretung anerkannt sein. Sie soll in Beratung mit Seiner britischen Majestät Negierung Schritte unternehmen. nrn die M i t a r b e i t a l l e r I u d e n zu sichern, die gewillt find, bei der Errichtung der jüdischen nationalen Heimstätte zu helfen. Territoriale Integrität. Artikel 5. Der Mandatar soll verantwortlich sein, dafür zu sorgen/ daß kein palästinensisches, Gebiet an die Negierung irgendeiner auswärtigen 'Macht abgetreten-oder verpachtet oder auf irgendeinem Wege unter ihre-Kontrolle gestellt wird. Geschlossene jüdische Siedkuug. A r t t k e l 6. *- Die Verwaltung Palästmas soll unter der- Sicherung^ däß die Rechte - und bi4 -Lage der anderen Teile der Bevölsernng nicht beinträchtigt wetden, die jüdische Einwanderung unter geeigneten Bodingungen:: e r leichtern, und - in Zusmnmenarbeit mit der.in. Artikel 4 erwähnten jüdischen Vertretung diegeschlosse-ne Siedlung von Juden auf dem Lande, mit Einschluß der. nicht füröffentliche,. Zwecke erforderlichen Stao.tslände.-!r eien, un d, B räch lande r eie n unter st sitzen. Staatsbürgerschaft für die Juden. Artikel 7. Die Verwaltung von Palästina wird verantwortlich sein für Inkraftsetzung -eines Gesetzes über die Staatsbürgerschaft. In dieses Gesetz sollen Bestimmungen ausgenommen sejn. die so' gefaßt sind, daß/sie die Annalime der. valästinenstschon Staatsb si r g e r s ch a f t Vit r ch I u d e n, die ihren d am e r n° d e.si A u f e n t h a l t in Palästina nehmen, erleichtern. Aushebung der fremden Gerichtsbarkeit.' ' A rti kel 6*'? Die 'Befreiungen 'uUd'-Vorrechte von Ausländern, emschließlich der Vorteile, der 'Konsulargerichtsbarkeit und des konkularischen Schutzes, wie sie stüher ans Grund der Kapitulation oder des Gewohnheitsrechtes im. Ottomanischen Reiche genossen wurden, sind in Palästina endgültig aufgehoben. i : Die Rechtspflege. Artikel 9. Der Mandatar soll verantwortlich Lsür. datür zu sorgen, daß daS in Paiälüna emaeriLtete System der Rechtspflege schützt: a) die Interessen vo« Ausländern;/ b) däs^in Palästina gestehende Recht und — in angewesien erscheinendem Ausmaß -7-. die Rechtsprechung mit Bezug auf die Fragen, die aus religiösen Anschauungen gewisser Gemeinschaften^ entstehen kwie die Gesetze über Wakuf und Personalstand). Inshe»- sondere stimmt der Mandatar zu. daß die Aufsicht 'und' Verwaltung des Wakuf in Uebereinstimmung mit dem religiösen Gesetz, und den Verfügungen der Stifter ausgeübt werden spllen.- ÄuslieserÄngsverträge. Artikel 1 0. , Solange ( nicht besondere - Ms-/ liefcrnugsverträgs. in bezug auf Palästina/ beschlössen, sind, sollen die' Anslieferüngsverträge, die zwischen, dew^ Mändärär nnd^ anderen 'auswärtigen Mächten in Kraft, sind/auf Palästina Anwendung finden. /', ' ‘ Landgesehgcbuns. , Ar tike l 11., Die Verwaltung vop Palästina soll alle notwendigen Maßnahmen treffen,, um dje^Interessen der Allgemeinheit in Verbindilng mit der Entwicklung' des Landes, zu schützen und soll, in Vefolgzmg von \ Artikel 311 des Friedensvertrages mit der Türkei/Voll» macht haben, öffentliches Eigentum oder öffentliche Ans-' sicht für alle natürlichen Schätze des Landes oder für-die - öffentlichen Arbeiten. Betriebe und Nutzgelegenketten / einzurtchtcn^ soweit sie bestehen oder zu errichten sind. Sie soll ein Siedlungssystem einführen,. welches den Äe« dürfnissen des Landes entspricht und unter anderem auf^ die anztlstrebönde Förderung, der geschloffenen Si.?dlun S-und^ derintensiven- Pebammg ^desLandes cn.:: /""//'', ' / '/" "'■/'/ •/".' . / MMliestung deS LäUdeZ durch die Judeü. . Die. Verwaltung kann mit der in, .Artikel 4erwähnten jüdischen' Vertretung Vereinbarungen .treffen, daß diese tmter billigen und.gerechten Bedingungen öffentliche Arbeiten. Betriebe ./und Mchgelegcnheiten errichtet oder betreibt und die natürlichen Schatzö" des Landes entwickelt, soweit diese nicht direkt von der'Verwaltung unternommen werden. Derartige Vereinbarungen sollen Vorsorge treffen, daß die von einer solchen Ver- . tretnng direkt oder indir ekt verteilten Gewinne nicht eine angemessene Verzinsung des Kapitals überschreiten und daß alle weiteren. Gewinne durch sie -z u m Wähle des Landes in einer von der. Verwaltung gebilligten Weise verivendet werden., Auswärtige Bczichungen und diplomatischer Schutz.. . ArLi-ke! 12. Der Mandatar soll damit betraut werden, die auswärtigen Begiebuncren Palästinas zu leiten und-soll das-Recht erhalten, die von auswärtigen Mächten' ernannten Konsuln zu bestätigen. Er soll auch berechtigt sein, den Bürgern Palästinas außerb-a l bs e i n e r G e b i e t s grenze n d.ipl 0 m a't i- - scheu und konsularischen Schutz - g 11 ge- ] währen.' ' ' ' ’ Der Schutz der heiligen Stätten. Aplilei 13.Me gesamte Verantwortung in.Ver- . bindung mit den heiligen Stätten und religiösen Ge- ' bänden oder Plätzen in.Palästina, einschließlich der,für.' dtp Atifrechterhaltüng. bestehender. Rechte,- fürdie Sjche- / rnng. des freien -Zugangs-zu den heiligen Stätten, rclii giösen Gebäuden und Plätzen und für freie Ansübring des Gottesdienstes —^ unter Wahnmg der Erfordet nisse der öffentlichen. Ordnung und des Anstandes — wird. übernommen von dem Mandatar,'der airsschließlich dem . Völkerbund in allen bteniit' verbundenen Angelegeni beiten verantwortlichist: Unter'der Voränssehnng.'daß nichts in diesem Artikel den Mandatar' bindert, eine ' solche/ Vereinbarung, - die er für angemessen hält.' mit'' der Ve'rwältnng zu dem Zweck der Ausführung'der Be^ stimmtmgen dieses Artikels ztt treffen. Und attch unter der Voraussetzttng, daß nichts tn-diesem Mandat so aufgefaßt wird,' daß es'dem Mandatar die Berechtigung gibt, in d-^s Gefüae oder die/Verwaltung' der 'rein' muselmanischen heiligen Stätten einzugreifen, der Immun-ität/garantrert ist. " '' - A rt dk e l 14. In Uebereinstjmmnng mit Artikel 95? des Friedensvertrages mit der Türkei übernimmt der Mandajar die Verpflichtung, so -bald als möglich -eine besondere Kommission einztrsetzen. um alle die verschiedene r e l i g! S s e G e m e i n s ch a f t e n betreffenden Fragen und Ansprüche zu sttldieren und zu regeln. Bei der Zm'armnenTetznvg dieser .Kommission wird de» m Dcaae kommenden veliLtösea Lnteretien Rech-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.