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Wiener Morgenzeitung · 1921-02-09 · Heft 733 (9.2.1921) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 733 (9.2.1921)
Date
1921-02-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Gate 4 Men, Mittwoch Wiener MorgenzeLtmrs "S. Februar rssl 'fftü'TSS auSv^cctfoHci fjcSxn. D^r ' hit«cw£r ' dem •' B-r- HaffungöLMsschuß vorliegende.Entwurf drc Verfassung ist derjenigen Belgiens rtüchgeLildet. Irr Sem Rogieru'.rgsrnpvurfe Das iL.ist.festgelegt, das; SrEen «ue Institutionelle^und j^^aMcntarische -' Monarchie ist. ES.. besteht kvin Zweifel, f-igie Dr. Tri p2 a v r c, daß unser Volk streng inonarchistisch Luü» seiner Dtznastse sehr u-rchhnglich ist.- Der Rsgieruugsentwurf garanü-NL die grunÄegeride Freiheit und Gleichheit «aller Bürger: vor dem Gesetze, weiters die Verantwortlich" kicir der' Ärmster und das Zweikammersysteur. Die' Vertzrssung' .sieht eine Zentralisation der Politik vor. räume aber der freien Fninative weitgehende Betätigung ein. — Die Konstituante hat sich auf 14 Tage vertagt, um dem Vsr-» fLssirntzÄruSschutz' die Möglichkeit' zu. geben, feine ArbÄten Zv Er^e za fuhren. - . . DKMAkLtsstVÄphL iN Mexiks EM. . i(H» TsLe. KN«, 8. Februar. (Tel.-Komp.) Nach einer RÄdung ..Kölnischen - Volkszeitung" oarS - Mexiko, ist Mexiko City infolge'^. te§; Bruches , von 'zwei Dämmen Sei - Pachucha - ULerschwemrnt worden. Bei. der UeLevschwemruung fanden ZOO Personen den Tod in den.Fluten,'über 269 wurden verletzt; Zahlreiche Bersonen hübrn ihr Obdach verloren. Zcchltei'che^VÄ.'Mirrkr'- ffrü>- LborsWrsmm-t.' - '< Mittrilurrgen snß dm Pnblikmrl. 8 vsrke«, »old, 8ili»»i-.xiL«L».ydr»» kauft nad veriaaü 77« ETTER La1»Lt«rM»ir. SS, SS&ri»feilf«rator. 98;--$te „schwsigrnLe« ÄlSrmer*. - $£\t berichtet, wurde am 2.' 8. Äc. abends dein MuylZrLser Karrsmrrnrr Mä^.M e k s e le s von riner ganzen OrmpLgrlie ge^Hemw^ Gauner eln BeMg in sremdö» Aalten in her Höhe von. einer halben Million Kronen örrtlo'ckt. Meifelss harte die Absicht, 500 Dollar' und 7006 tschechische. Krvwsn..hier bestmöglich zn'verwert» nvb %aii£ sich dieserhalb.an seinen Verwandten Markus Sing zi?ausLisLo 'gewendet, der Wege' machte. und \o ob.er. sich wirklich bemühte, einen. Käufer finden. Indessen erwog er,, daß es.ganz gut wäre, wenn man das viele Geld selbst in die Hanhe brächte; v.ur. schwankte ec noch zwischen einer Anzeige wegen .BalrrtaOiebevtzL,. die ihm nur einen Ergreiferpreis in die Haside gespielt hätte, oder einem Gaunerstreich, her -ihM die ganze Summe verschafft.hätte. Er entschied sich nach längerer Beratung.mit seinen „FveuNden" ^'ür.den zweiten einträglicheren Weg,' der denn auch teo% parberertet. wurde. .Der Plan stand-fest, die Rpllen' waren' vtzrterlt, als 'Sin'ßLr in das' kleine Gasthaus in' der Größen Pfarrgasse/'rn Hm Me'srLes wartete, zurück- und Die Post brachte,, er häb^ fchoül-eitlen 'Käufer. Anyungd^i> ging Meiseles in das das ihm Nie SchwirE'r ''sufgHellt. Singer hätte' gleich drei Freunde i-ätgebrach!/ und' sieals die ' Herren „Martin Katz", .,Hochdorft^ und' „Altmann" vorgestellt, die sich i^uch um ''Las. Geschäft' bemüht hätten. Der eigentliche Geldgeber siollts aßet in' der Oberen Donaustraße wohnen nnb' müßte erst ausgesucht werden: Willfährig' trabte Meiseles mit und kam in ein Haus-in der 'Oberen Do.naustraße, in welches, weiß Meiseles heute nicht rnshx.. ' ' . ' ' •:'•'• kaUon fehlt tm Britischen Musestm. Der oder :ie.Verfasser haben die Frechheit gehabt, eine Pveß.Mark- Ses britischen Museums zufingieren, sich darauf. verlassend» daß" menmnd die Lache nachprüfen weÄe. Zum - Beweis dieser Beschuldiguntz übermrttle ich Ihnen den Qriginalschein tz$ 'Britischen' MuseümS mit dem amtlichen Vermerk: »Nicht -crrffindüar". lCannot be fonnd from parüculars given.) Es bedarf-natürlich dieses Beweises, der nur die Prakcif'Ji» her giftmrscherischen Bande ins Lichtrückt, nicht um die' schäbige Machenschaft als solche §u enchülken. Fnter-- rfstmt' ist auch, daß eine Ortsgruppe des »ZentralverernS der. rouifchen StaatÄ»ürger jüdischen- Glaubens" einen Preis von ,WSj . Mark ausgefetzt hat für denjenigen der die Schthe't krcses Buches Zu beweisen vermag.'StatürlÄH hat sich bisher;deinärib gemeldet, der den Preis in Anspruch.nehmen .luichte. A!«r der gottverlassene deutsche Antifemitismus ent» . tfö&ct sich nicht, dieses Äödeste aller antisemitischen- Machtxzt'ic für die Hetze unter dem Volk der »Dichter und Denker" suSzufchroie«. Und eS ist ihm gelungen, auch ,mit den Antij cmite.tr unter den sonst sa vechrßten Angelsachsen etae »Entente CmLiale" einzügehen. . ./ . Im »Deutschen BolkSdlatt" evgcht sich einer, isr .sich, Mirrkwürdrg genug. «CriticuS" nennt, in einem ellenlangen . Leitartikel voll von arisch-xetnraffigen .DrehS" über das MachwerL Auf der einen Seite wird in jesuitischer Wmse Moglichlsit der Unechtheit ofsengelasssn, worauf dann Hz Herr CrrticuS scheinheilig alle Bedenlen überspringt und i-r/ri einem Schapatz aufiuarschiert» der entsprechend aufgeputzt ist, vm de» birderen Alpenländlern das GrusÄn vor den verkufslten Fuden-Freimaurern zu lehren. Diesmal, meint er, xergen die Juden wenig durch Verbreitung der »Fäh fchung" sich ein Corpus de^ücü zum Beweise der »Stuptdh iät .her leichtgläubigen, rsichtludischen Leser" zu schaffen. Die Lüden hätten die Bücher vielmehr aus dem Buchhandel verschwinde» lasten, fo. auch »der Jude Kerenskj". zur Zeit kÄwrr Rsgrerung, so die, Juden in Errglaiü» mit der englischen tlsbersetzung, Zum Glück hat der obengenannte deutsche Derlag. dafür, gesorgt, daß. dieses Kulturgut den Antisemiten erhalten.bleibe zu Nutz und Frommen des »Deutschen- VolkS- und im Vertrauen auf di« »Stupidität der leichtgläubigen, .nichtjüdischen Leser" von der Sorte des Herrn Bekannt seriöser Käufer für Brillanten, Perlen Juwel>£delste!nhänri(er Rabinowitseh Juwelier dies I. MaximHianstraase 5 (heisst jetzt Mahleratr.), Tel. 8541. |i. Stöphaniestrassa 3, nur Nr.3. Im eigenes Hawsö. Tel. 45146 Freitag: 4 Ubr *. Samstag: gesdiiossec. HÖMR SlB »UCh BRSere Preise alt v»L nea es prroB «n&- adatell Sil Ihjahorstrass« 39 Ksiltus- «. Jastiztalare «i-JaÄassffi Spezialisten Rndolf Goldstcla, Sfchasiäsrmei'»l«r, Wien, 1Ü., Taborstrasse st. Gegriindet teSS. Te’ephos 45535. 781 und BureaumSbel die grösste Answahl ‘ Leopold Sielnhart Wien, X., Slbersteaaa« Ifr. 9. SebreibsaasahinemrdpsKtarea raaeb, billig ttnd gut 153 Sfol. 4075/‘VUl Meiseles und AlLmank warteten ihr Flur, während die beiden anderen und ein'gewisser Haselnuß'in. den ersten- Sto^ gingen, zum angeblichen.Wechsler,. Mld danach traten, noch zwei Männer in das Haus, und es; verstrichen wenige Minuten, da kamen die -beiden Männer und Haselnuß die Tt^hpe.hinunter Mh jeder führte einen her Drei^Siüger^ Hochdors und Katz am Kragen. > S ch w'6i g e nd gingen sie an Meiseles und Mtnrann; vorüber urch Derfchwanben M DuÄkek^ Der Kaufmann . ZKeiseles mußte nach der Sachlage annehme'n, daß bas BalutengeschäfL verraten worden sei und daß die drei schweigenden Männer Kriminalbeamte seien, die di^ Drei festgeüommen haben. Er -war noch froh, daß. wenigstens er nichts mit der Polizei zu tun bekam und hielt, es - für geraten, -.zu verschwinden, worin ihn Altmann bestärkie. Später — man war bis zur Tavorstraße ge- . kommen/— 'zötz--.Ä-l'.tmann' über die Amtshandlung los und beteuerte/er werde' einen 'Nechtsäntvalt findet!, der die Enthaftung der drei Personen durchsetzen werde. Er war es auch, d^r Mvüseles auf der Suche nach den drei Leuten begleitete. .Noch in der.Nacht wurden viele Kaffee- und Gasthäuser sowie Hotels abgesucht, und- - schließlich würden alle Partner in der Gaunerkomödie im Kötel W ä n d l auf deyr-P^terZplfttz ausfindig ge» macht: Vermittlar^und .DriürinalbeämA"'rü friedlichLm ' ' Bersm. iJndesseft war MlMchiAanwaU M.?9kapjM0L^ ' verstLMgt iAyxden.;- exi "Kyn dazu m^/hielt/tm^^otek-: den Leuten - ihren -Gaunerstreich vor. - Er.; forderte sie auf. das Geld' dem Misp^s zürückzugebe«, da sonstdie AnzeiAs erstatzte.t würbe>..DiH,ÄeuiK^ waren auch einge-- schüchtert, und Meiseles erhielt 300 Dollar und.7000 tschechische Kronen zurück. 200 Dollar hatte Haselnuß bei sich, dermittreMeile/wtzggegLNgen: war/ Aber auch: er brachte die 200 Dollar am» nächsten Tage in die Kanzlei des Dr. ^appaport. Sv war denn der ganze 'Schaden gu'tgemacht.." Das Sicherheitsbuveau suchte aber nach Erstattung der Anzeige, nach dem Gaunerkonsortium und stellte fest, daß diesem außer Märküs Singer angehört haben:' Der'Schriftsetzer Zkatz, der HanSelsangestellte Altmann, der Vertreter Adolf Hochdorf und der Mann, der Hasel-, nüß heißen' soll »nd v'ort ddm man nichts Näheres weiß. Die Besprechung' hor^^ Ausführung der Tat hat 'im'.Cäfö Quarnero stattgöfilüden. Am 5. d. M. wurden Katz und Altmann im Hotel Bellevue verhaftet. In ihrer Gesellschaft befand sich ein Bruder des Katz,' Leo'Katz,. der an her Sache unbeteiligt ist. Er und Martin Katz,. die als Ausländer abgeschafft sind, hüben gleich Altmann s a l s ch e Pässe. Die,Pässe sind eigenüich echt, lauten aber auf andere Namen und. tragen die Bilder, her Drei, auf denen 'die Awtsstampiglie nachgeahmt ist. Martin Katz und Altmann wurden dem Landesgericht' eingeliefert. Nach ihren Genossen wird gefahndet. •*•... ■X Die erste englische Ehescheidungsklage mit weiblichen Geschworenen. Fn London hat dieser Tage eine Geschworcnsnberhandlung ,in MhescheidüNg^sachon stattgLfunden, welche für ■ die Londoner deshalb sensationell war, weil in ihr zum erste» Male auch Frauen, als/ Geschwotjpae teilnahmen. Einem ausführlichen Londoner Bericht deS.Par'ser »Journal" ist zu entnehmen, daß diese Verhandlung reich an ungLwöhattchon und peinlichen Episoden war. Huf der Geschworenen« bank saßen sechs Männer und sÄhss Frauen. DaS Publikum brächte natürlich vor allem de« Toklette« der wekbllhen Geschworenen daS lebhafteste Interests entgegen^ Als erste erschien Mary Lloyd, eine bekannte Konzertsangerin, die sicherlich em.fachmännisches Urteil abzügeben in der Lage ist, denn sie ist schon.zück' zweiten Male geschieden. Eint. andere Geschworene, Beatrice' Josephinr. E h i l d S, erschien ganz aufgeregt, mit gerötetem Gesicht in lichtblauem Kostüm, mit, einem Veilchenbukett im' Knopfloch. Eine dritte Geschworene fiel dürch ihre etwas männliche Kleidung. auf: Sie schritt, in einem Mäntel gehüllt, auf dem Kops einen T l r o l e r h ü t, die Hände, in den Rocktaschen,. durch den Saal. In der Versammlung selbst loste eine humoristische und .pikante .Szene die. andere, ab. Der - Leiter der. Verhand-- lung Richter H o r r i d g e erklärte' zu Beginn! der Verbandtaw» M AM alteatz-n «efprachm nechtA H?üK» einer der Verteidiger ganz berzw.eifttt sich dagegen ver^ wahrte und meinte, datz> die EinzelhÄten des Ehescheidung-« Prozesses doch nicht vor eine ^gemischte Jury" gehören; er selbst kam gleich, als er das exste Mal :da8 Wort nahm, in die größte. Verwirrung, wer! er unter schallendem Gelüchtr« ' dc-S Auditoriums immerfort nur boy.den »Herren Geschorenen^ sprach. - 83 Liebesbriefe wurden unter ständigem Gekicher des Auditortülps verlesen, mH.die «t der untere« Bankreihe sitzenden männlichen Geschworenen wagten hie ganze Zeit nicht aufzublicken, um nicht den Blicken ihrer /weiblichen Kollegen' zu begegnen. 'Die peinlichste und gleichzeitig lüstigste^ Tzenü spielte sich nach dem Zeügenverhör ab, akS einer der Vevterdiger. als Beweismaterial gegen die des 'Ehebruchs be» schuldigtet Frau ' eine T r a n's p a'r i n tz e i chn u n q vor* wies, deren Züge man nur bei Lampenöder Ksr-enlicht' wahrnehmen konnte. Der- Richter ließ ' durch einerr Gerichts-, diener eine Kerze Sringtti' urch^'börfügte, haß die GescLworeNs«-' der Reihe nach die ZeichüNng untersüchten. Aber schü?n' bÄ erste Geschworene er rötet ebei der Betrachtung der Zeichnung und verwahrte sich entrüstet gegen die weitere Herum» reichrchg der Zeichnung.' Der Richter ließ, denn .auch ''die Zeichrrüng einziehen . liitb. meinte, daß die - weiblichen Geschworenen, unter denen, . nebenbei. bemerkt,. auch . unver» heiratete Damen waren, sich -im Geschworenenzimmer - über. die - Bedeutung der inkriminrerten Zeichnung für den Prozeß informl-eren lassen können. . Me der Prozeß auSgegangett ist,, ist dem.Bericht nicht' zu entnehmen. Der Korrespondent des Pariser BlatteL. kommt jedoch zu dem Schluffe, daß der erste, englische. Ehescheidüngsprozetz mit weiblichen Geschvorenen denenrecht gtt - gebe« habe,-welche von . allem Anfang an im Jntereste d«; Fräuen gegen eine gemischte Gefchwocsnenban? Strttm'.g genommen habe«. .. . . Empfang Baron James Rothschilds in Rew-Pork, . : Wie wir bereits' .-nütgeteilt . habe«,. ist; Baron FameK Rothschild in Rew-Dork aygelangt. .Am 18. Jänner wurde ihm im großen Saale des Hotels Asior ein großer Ernpfang bereitet/ an . dem etwa.1800 Personen, Vertreter der höchste» jüdisch-amerikanischen Gesellschaftskreise, teilnahmen. Mehrere, prominente.Persönlichkeiten hielten Ansprachen, auf die Paro» Rothschild unter stürmischen Ovationen antwortete. Baro», Rothschild beabsichtigt, kurze Zeit in den Vereinigten Staateq zu bleiben und alsdann nach Kanada weiterzureisen.■ , Rew-Aorh 8. Februar. (Jüd. Korr.-Bur.) .. Fame? de Rothschild hatte in der kurzen Zeit seritep- Anwesen«. heit! in Amerika eine Reihe svich^er Besprechungen mit de» führenden politischen und kMialSkraftigen Juden, um sie fürdie finanzielle M i t.arb-M-t-^am W tze der aufb a u -P a I &• -st *« a-r zu gewinnM <-WM.-'RotUchsL.. wies her den. Bs»-' .sprechMgen . aus die/ungshsuro Perantworrung Hin, mft ^drs --^D/^eriLM^Msche» '.Fiüanzier^. beläsrchk Mrdey/ ' wenn^sie/in d'iefem/'Mom'ent. ihren Beistand dsrrr jrrdischs» Bolle-versagen würde». - i . - /. Der irische Tri«ker/ . Her.Mische Trinker ist enne ErMNMschäft 7 QÜriceytyen-. Kci^szeit, Pekanntfich hat bisherdie Ente hiaÜsämM im Mkoholgenuß zu jenen besonderen -Eigeite tümlichkeiten unsever Rgsse gehört, die allgemein lobend - Er^nnt^rdm/mäi/d^ auch sicherlich viel dazu bete getragen haben/ dte Ächtigkeit der Art zu erhalten- Früher hat es selbst unter den schtverarbeitenden Juden Galiziens und Polens, unter den Zkutschern und Mjte trägevn, nur sehr selten Trinker gSZeben, ja selbst in - Amerika, dem Lande des Whisky und der Mixed drinkS . (die-ft, her^ Mgel Mne Limonaden waren), heißt es, daß. die Juden dem Alkohol Widerstand leisteten. Aber m Wien, , dem gemütlichen Wien, wo der gewisse Typus d«es .emheimischen Juden überhaupt keinen höheren . Wunsch ,kennt, als in jedem, dem bodenständigen Spießer zu gleichen,: bricht man jetzt mit uralhen Traditionen der Rasse, vermischt den Vorzug mit der,. Unsitte, .aus, dem einzigen Grund, »teil es ein Vorzug der Jude«, ist, undweil dte Laster der Artfremden anziehende^, sind als die eigenen Rassentugenden. So ein kleiner „Schwammer'Voder „Spitz" oder „Rips" yraS Wienerische hat eine reiche Auswahl von Koseivorten.für den. Rausch zur Bsrfügung)<kst eben gar'fo fesch und>„ur-' weanerisch^ .Man sängt, beim Heurigen an, und es - ist/ur.rsmisch,.-zu beobachten, wie rasch die Judenschaft der^ ,)Durigen^-Bezrr8e dte Allüren, namentlich ^aher; daS, Dok^larium.dsS'Weinbeißers annimmt. Die Jüngeren. Haben freilich in der „Offiztersmesse", wo man sich - nienrals ausschließeu durfte, wollte man kein „fader Kerll/ ^sein, -schon eine gute, Dörschnle gehabt. Sie avbeiten Mt fleißig an ihrer Fortbildung. In den HeuriMschenken steht man eine gute Zahl von Juden, und; wen-r j^ie Begeisterung Vorläufig vielleicht auch noch ein bißchen,, krMpfhaft ist,»ste' saufe», blödeln un8 johle«., jedenfalls schon ganz tapfer mit. Dann gibt es natürlich zur. Fortsetzung der Erztehung die unterschiedlicheir Bars, Kabaretts? und Dergnügungsstätten alter Art. Geld sptelt keü^..Wjte...- Es bgrs auch teiye/sptelim..^. -. - A^r eine finnlvse Verschwendung ist sicherlich nicht der .Huykt,' der am. meisten Bedenken erÄgt. Denn^pb man, Me in dev Lebewelt üblich ist,' bas Geld für Wein, für.Kechörbissen, für Weiber oder zweifelhafte künstle» rische" Darbietungen mit - vollen Händen ausstreph das/.-Deigentlich gleichgültig, bas. eine ist schließlich so unmoralisch wie das andere. Was hter.sn. erster LM«. zu berücksichtigen ist, ist die Tate sache,-,daß aus purer, dummer.. Eitelkeit-über den lim* weg . über, das „Urweanatum" - ein - eingebildetes: Be« 028975

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