Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 730 (6.2.1921)
- Date
- 1921-02-06
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Re. 730 Men, Sonmay . Wiener MorneWertrmg 6. Februar 1921 an den einzelnen Zionisten zu stellen. Dünn, ist man aksSE überrascht von der 'belebenden Wirkuns. die von hep bloßen Skalierung der Forderung ausgeht. Wenn aber dieser Mut von vornherein fehlt, wenn man es gar nicht wagt, den Maasier in voller Höhe zu fordern, so ist der Aktion von Anbeginn an? die Schwungkraft genommen, sie .Versandet und versiegt; und hringt noch viel kleinere Erträge, als man siezu fordern gewagt hatte. Nur wenn wirklich die Forderung des Mrasser gestellt wirb, kann man auf erhebliche Erttäge rechnen. Nicht immer und nicht dauernd wird eine Forderung in dieser Höhe an die' Zionisten gestellt werden; fünf Jahre lang aber werden wir uns der Pflicht des Maasfer unterziehen müssen. Ds^ Maafser wird und muß überall! durchgoführt werden, in allen Ländern, in allen Kontinenten, und er wird auch in Amerika zur Durchführung gelangen. Alle Zeichen deuten darauf hin, daß auch dort in kürzester Zeit die Maasser- Aktion mit aller Energie einsetzen wird. Nur wenn wir freiwillig der Organisation geben, was sonst ein Staat im Zwangswege einzntreiben in der Lage ist, werden wir unser Ziel erreichen. Nur bann werden wir den Nichtzionisten ein anfeuerndys Beispiel geben, da^ auch von ihnen beträchtliche Summen erhoffen "" ' . ■■ N M. -■ Auf dem schmalen Gehsteig der schmalen Gasse stehen sie in Reih und Glied, die kleinen Soldaten der Zukunft, Buben und Mädeln bunt durcheinander. Neben den Schulbüchern und Heften trägt jeder seine Schale oder sein „Häferl" in. der Hand. So stehen sie und tvarten, bis die Reihe an sie kommt, in das Zimmer mit d^en langen Tischen einzurücksn und dort ihren Trunk Milch, in Empfang zu nehmen. Zu sagen, daß siy geduldig wachen, wäre Verleumdung. Aber schließlich ist tzas von Kindern, hie einen Genuß.in Aussicht haben, auch bilkigerweise nicht zu fordern. Eiy Genuß aber ist der Trunk süßer Milch, die der „Joint" seinen kleinen Schützlingen bietet, irr des Wortes vollste Bedeutung. Sieht man die begierig vorgestreckten.Schleckermäulchen, den Aufdruck der Spannung in' den blanken Augen, so fragt man sich^wxhmütig, ob es den»'wirklich eine Zeit gegeben, da liebevolle.ängftliche Eltern „Prämien^ fürs Milchtrinken aussetzten und da der Trunk trotz alledem nur sehr schwer .Hinunterzuhringen war. Viele vpn den Kindern, die da ihre Becher so selig au die Lippen setzen, entstammen jenen Kreis-n, in denen diese Hricks und Kniffe sonst üblich waren, dem gebildeten MWlpznd, Familien, in denen wohl das „Fräulein" oder bje Mamg lustige Gefchichwn vorlesen mußten, Hamit das Milchglas geleert werde. Aber, auch richtig« Proletarierkinher sinh in. der Schar, Kinder, denen man da- Elenp und den Jammer, .den sie miterlebt, ayf hundert Schritts ansieht, kleine Geschöpfe, hinter Heren Nngezügeltheit und Borlautheit ein gutes Stück Kinderleid steckt. Neben den richtigen bodenständigen Wiener Jadenkindern sieht man die hellblonden Köpfchen der kleinen Ostjuden und die breiten Gesichter der mährischen StammeSgenossen.. Denn der „Joint" kennt den engherzigen Standpunkt der „Zuständigkeit nicht — welches Kjyd zwischen S und 13 Jahren bei der ärztlichen Ilnwrsuchung als unterernährt befunden und als bedürftig erkannt wich, das bekommt seinen Milch schein und darf sich, mit Ausnahme des Sonntags, täglich seine« Labetruuk holen. Biele Flüchtlingsrinder sind unter den Beteilten, aber nicht der Nachwuchs jener Schiebexschicht, die in Heu Kaffeehäusern.Geschäfte macht Und dem Haß gegen alles, was Jupe heißt, neue Nahrung zusührt. Zarte Geschäftfcherr. im Wachstum zurück geblieben, «inen scheuen Blick in den unnatürlich ernsten Augen, kleine Heimatlose, biß /,nicht mehr wissenwie es .chaheim" gewesen, nur eine unbestimmte Erinnerung an Wunderherrliches mit sich herum tragen. Der achtjährige Galizianer versteht Sein Wort Polnisch mehr — aber daß er „zu Hauselk auf einem.-Federbett mit weichen Darin-n geigen und jeden Morgen ein „so großes Glas" Milch bekommen hat — das weiß er noch ganz genau. Und ganz genau weiß er auch, daß er ei« „Flüchtlings ist in der großen fremden Stadt und was das an Demütigungen und Bitterkeiten in sich schließt. Das kleine, vytbllonde Mädchen blickt trotz Ihrer zehn Jahre in der Erinnerung auf. Starben und nichts als Sterben zurück. Uls sie vier Jahve alt war,, verlor m den Vater, einen Rechtsanwalt, mit sechs Jahren fefr AAtzw«:diK. üherfahM wurde, eine ält're Schwester starb an Lungentuberkulose und die Großmutter, die sie durch Jahre betreute, ist kürzlich einer Grivpe erlegen; Nun wohnt die Klein« bei der Wien Verwandten, die ihr geblieben, einer alten, mürrischen Tante» und betet zu ^ott und hadert mit ihm, er möge ihr nur diese letzte Stütze erhalten. Hoch trauriger ist das' chchikksal des lang aufgeschossenen Buben, der sein un- NMlichteS Wienerisch mit schlecht angebrachten jüdischen Brocken spickt,, WS ungemein drollig klingt, Aber das tzgchßU vergeht einem,. Wlirr man seine H?schichte Mit. ml dem „Felde her Ehvit" gefallen, di« MiMr aus Schmerz wyhnfinnia geworden^ Bisher huxsje t% sie .in Sheintzof befychsn,' ftitdein fte aber einmal bei seinem Kommen einen Hob suchtSaii fall be- Lonlme« hatte und nur durch hie Zwangsjacke vor den Mgen V«S entsetzten Kindes gehändigt werden konnte; seither haben die Aer^te seinen Besuch verboten. Ein Wais'.chaus hat den Jungen ausgenommen-, das heißt mit.anderen Worten, ein Umwachsen unter. Fremden, ein Auswachsen ohne. Liebe. So wird der Krieg des Wahnwitzes und Verbrechens wei erwirken aus Generationen hinaus. Aber jetzt in diesem .Augenblick sind alle nur Kinder, die . da warten, harrnlose Kinder, die ihre schweren Schicksale^ vergessen haben nnd nur von einem Gedanken erfüllt sind: Wirb es heute Milch geben oder Kakao? Strahlendes Glück erscheint-.ans allen Gesichtern, als sich heraUvstcllt, daß heüte„Kakao-Tag" ist. Nur Kinder können so genießen, nur, Kinder können sich so fremn, und diese! Ireude.zu bescheren, ist ein Verdienst, das nicht zugering veranschlagt werden darf. Der „Joint" hat sicherlich Größeres und Bedeutenderes geschaffen, als diese zehn Milchtrinkhallen, in hen«n täglich ein paar tausend ünterernähM Kinder gelabt werben, Wer trotzdem so manche Wichtigere Hilfe geboten wird, wirkt dennoch kaum eine andere fo stark auf das Gemüt des Zuschauers, wie diese Milchverteilung. Denn was aus dieser "Hi.'fe spricht, das ist die Unmittelbarkeit des guten Wollens, das ist, die Unmittelba«. Veit der Liebe. K. M. Ein neues Herzl-Vuch. Im. Welt-Verlag, Berlin, erscheint demnächst, ein von Felix A; Theilhaber zusammengestelltes Buch unter dem Titel „Herzls Worte", welches unter Benützung'von Herzts Werken und verschledener Schriften über i hn, unter verschiedenen Schlcrgtp-orten, aphoristische Aeußerungen 'des Schöpfers der zionistischen Bewegung bringt. (Gebunden Mk. 14.—.) Einem uns vom Verlag freundlich zur Verfügung gestellten - Druckbogen entnehmen! wir.-^tgönde Stellen: -Es gibt einePflichtder Intellektuellen, wie es in alten Zeiten ein Noblesse ob'lige gab. Es' ist di« Pflicht, än. der Erhöhung - des Menschengeschlechtes mitzuwirken, jeder nach seiner Kaft nnti Einsicht/(„Ältnenland") ' . :;■ . t •;v-' Neue Formeln können nicht oft genug ausgesprochen werben. '/ " / . ' ' Wer betzehrt, ist jung. ' Die Armut erhält lange jung. Was ist Argeutz anderes, als ein Lechzen, eine imuwrchähvenoe Ngierpe? Peim Haben begiUnt die ^rd.vyssenhM^ bas Alter. ' . 'Tr 'V ‘ ' ' Ein Philosoph muß schweigen,' ehr MliMr Hetzen, können./. -V v:.v,?■ ' Ohne Trpst?unh. hältlöS und felg« stütz nur btejeuigen, die noch nicht weise und nicht Mehr gläubig find. » Wer auf den Tag lauert; der verpaßt die Zeit. : Auf nichts blicken wir hqchmüLttzer MrB als auf das, was wir nicht verstehen. »/ Denn um bas Wen ztz erMgerr. brauchen hie Intelligenten einen GÄwnken und dir Einfältigen/eilt Gefühl. ■ * Keinen größeren Hegenhtz gibt es im Staate, als den zwischen Landmenschen und Stadt men scheu, und. wir hassen gerne Dasjenige, was. wir nicht Erstehen. s. ., . , . - - Am Anfang Mar nicht ^as Geld, am Anfang war die Jhee. V Ueber Lakaien herrschen, welch ein geringer Traum! Nein, mächtig ist. wer den Herren gebietet. ■ ' * ■ ■ '' - ' ■ Der Bach fleht weniger großartig aus,, wenn keine Steine da sind, die er hinweg muß. Gott zerbricht die Werkzeuge, deren er W bedient hat. * Die Sehnsucht macht den Messias. . 9 Die Weiterkatastrophe. Zur Bewaltiauna des ka'a-> strovbaken Scknecf.chkS bat dir G'meinde 818 Sckneepüüke in Tätigkeit aeietzt. wom noch d e von den ktraßenl'almen dtigestelllen AibcitSmasckinen tomnien. Für d-e Schneeaufmumungs' arbeuen Üanden somit 5069 Mann mr Verfügung. Durch d>e geünn ml all'n M.ltrln, dprchyeEÜhne .Sänherung war rs moglich, ,n den meisten Verkehr SüraßeN' die Fat»> bahnen kür d.n Fuhrwerk^yerkebr tre'-.umachen. Um dir Mittagsstunde gclaya e8 auch, auf de» stark bnrümen TtrasrenÜlergangen den Morast so weit zu b«rvZlt,gen. dqi die Nehtrsevung her Fahrbahnen für die Fußgeher mvgi ch war. Dir G.meindevrrwaltnng hat sich an die mavgrpenden Stellen deS Bundesheeres gewendet und etz gelang, iür die nächsten Tage eme UnterstÜdung der Säubetungsa beltru durch etwa jOlch Mann der Weh'macht ut erhallen, du bannt» 'äcklich bei der Mumyng deS vastenstraßenzugeS Verwendung finde« sollen. . * VegrLdrrisse «ui heutttz«« Tag«: Reaer F r i e d H o f: 9 Uhr Goldberg Bett. 9 Uhr 40 Min Kaut» mann Joles, 16 Ubr Hochstim Ahrabgm,. 10 Uhr 40 Min. Schwär, Nathan. N Uhr H^cht Cbarlötte. — Zentralf r , e üh »fr 10 Uhr 80®h. Weinhergex Hdow» |l Uhr SO Min Grober HttM've, 13 Uhl Gu tmann Ottilie. -? gewiesen« .Optanten möaen sich im eigenen Interesse am S d M. zw schen 9 und lS Ul r voiMNtagS oder am 7. und 8. h. M. zw ichen 4 und 6 Uhr n '-chmittagS im Rech s« schutzbuwau des Jüdischen N a t i o na l r a t e T a b o r ü r a ß e SO a, melden. Dolnmcule rnitdr ugen. *; , 9 Dir nicht,io-,ristrsche, -Jugend VruLschlarips^'?ü^. Hajeffov". I» Bsrünfand eine grölte Jiraenöverfamm^ lnng statt., in der d^e Führer der - allg^m-inen (nemralen) jüdische». Ingendbkw'aimg. Dr. A v s e l und Dr. Cora B e r l i n e r/ »vrachrn. Sie erklärten d.-e Der e i t w i I l i g fei t a n der n ich t z i o n i ft.i s che N-J ü g e nd, mit atten Kräfte^ K e reu H a j e f fobmitzuarbeiten. Der A u t h a u. Val 8 Ü i n a S dürfe k eine- Part e i a n g e s e g enb eit Beben sondern fe, Sache aller Juden der Welt. Schicksal PaMinaS sei das Ech'ckial deS Judentums. VoM ,ion Mchrr?ette wurde vorgeichlogm. daß man ein BündnW' der praktischen Arbeit schließe, an dem jeder ohne inneren KoM/ vromiü sich be'eiligen könne. (I. C. Ä.) - ' /p Britische Klerdesabtton für Kleirrstintze« 'dM Ul. Bezirkes. Jene un II. 'Beuike wohnhaften Par eien, W > Freitaa ihre Kleiderkarten nicht beheben, konnten, oder jene. we!W7 >ie Klerderabgabe.in der Hoihura versanmtep. tönnm ihre KärM.; Mowagpem?. h. M. rm.Devot,' I^'Kteme^Svkrlg.afse-H.L,'Sd«i.'' 2 bis'Ä Nbr nachmittags ahholen. ' V /! stZorkszästlnüg.' -)« Budapest. Ärr^ B u d^a p eHl wird aemeldet: Nach dem Ausweis des statistischen 'AW'rs betrug die Einwob?-ei -a'm von Budävest ' am l. Jänner 1921. 93H.724' Einwohner,davon 212.078(229%) i ö b i s ch c E inwp hne'rj Die GefündheitsverhällnisteWiens imDezempev.I Im Derember des adgelaüfenen JatzreS ist der Krankenstand \yu: der- Stadt und die Sterblichkeit durch eine bedeutende Zunahtp^ der Krankhciten der Ä'mungsorgane in die Höhe gegangen. Dix? JnfektionSkrankhs ten b ben iüt allgemeinen eine .geringere Aush-e!küng gezeigt als im Vormonat; Scharlach. Diphtherie' UAd^ Bauchtyvhns baden 'wesentlich abgenommen. Eine leichte SteMe^i- ' »mg ist bei Ruhr von 69 aus 90 und bei Grivve von 16 An,eigen ttstmstellen. Die Sterblichkeit in der Stadt war/ wdntf* man vom Derembrr 191«. wo die Gvippe-Eptdemie herrschte, ab- , steht, die höchste, die seit D-^nnien l'eo'bächtet wurde. 'Es stgrdew? 6'52 Pe'sonkn, geaen 2307 >m November' des verganWew^ Jahr eS. die größte. Jahl der TodcSsälle' entfiel" auf die Kränk- Herten der Kreislauforaane. ' ' * Die WerÄLyphuserkvankupge». Amtlich wird geteilt: Die vorgekommenen sporadischen Erkrankungen, au. Fl e ck t y v st u s Haben m einer Beivrechung beim Volks-i gfsundkestsamt über die notwend gen saNltären Vorkehrungen! Veravlaffnng gegeben. Nunmehr hat nch das Kriegsgefangenen- und Ziv lin^r>stdrsen>imt genöligt gesehen," den bisher <üblichem e> stm und direkten Emvfang der Heimkehrer durch/die UngehZvjgEw^ abzustetten». Dw «n den HeimkehrPÜHtrnasjmsstellen -und^Zer-j stienungsstationen eintrkffcnden HciMhrer werden bei ihrer' Hn^.,. kuntt. von nun an nur von den am'kichcn Organen -begtuM werden und hernach sofort einer gründlich?« Desinfektion untere, 'vgen. Die Angehörigen lönnen erst nach zirka vier Stundenchigh Heimgekebrien begrüßen. . * Erleichterungen im GeschAftsreiseverkshr mW Ungarn. Im G'ge der Berhandtungen,. die ,auf den Abschluß,- eines Hand-lSübereinkommens zwischen Oesterreich und Uygar^ abuelen, haben die beidenritigen Reg'erungcn ein d e EueilaM» des Sich t v e r m e v k,e S. agf Pässen, betreffendes. - Utfö*" einkommen getrosien, däs am 1- Jänner p. I. rn Kraft trM... Der Sichtvermerk lpirv auf G?Und der geltenden- P.ißvo^schristß«^ beibehilten. Kauslemen, Industriellen, Gewerbetrelienden (GM ichasls eisenden) wird - gegen, Vorlage der Gewerbeleguimationskarte der Sichtvermerk für eine einmalige Nei'e ohne Per-ägermnE erteilt werden. Personen, welche ein; GewMhelegimananskqE nicht beibringkn tönnen. weiden Sich.veimerke' äüf Grund..divs Empfehlung der zuständig, n Handels- und Gewerbekammer -erV te»l^ Auf Wunsch der Pattei werden b:i G. e s ch ä-f t's^ r e i s e n beivollkommener Velläßlickkeit D a n e r.fichlveiltz?rkx^ die zu bcliebig vsmaliaer GreN übkrschre'tung berechtigen,. bis^ziM Dauer von s e chS M o n a l e n erteil«. n Die Lirenotenfalscher. Wie berichtet, find, in Linz-dr^.- Männer auigelaucht, dre Sendboten der LnefMcheibaride .swW und .der der Bank für Obeiösterrcich und Salzburg 17 500 .Llre'eHgewechselt haben, wo'ür ste annähernd K 4nu.(.00 eihälten h^ben^ erst als die Noten nach Wien ge chickt wnrde»;. stellte stch hcra.iM daß die Noten falsch sind. Nock ehe die Fälschung entdeckt ^wap, find die drei Kavslrme in der Richtung nach Salzburg abgerMO * Dir Verhaftung des RechtsavmaltS Är. .ÄWE blnyer. Ue5er den verhafteten Rechtsanwalt Dr. Melbinge,^ ist die ordentl'che Unlkrsucl'ungshcrft verdangt worden, doch MP bleibt er voiläufig im G.?wahrsmn des PolizriMangenbairses?- Einer der Gebrüder Keller, welche an dem Rechtsanwalt schrveM Erprefsuogen verübten, und zwar drr 17jährige Seraphin' K-?ller>' wurde mm Sicherbe>tSbureau vor geladen und einvernorNmen. Sein Bruder, der Mnglied einer wandernden SchauspiekeM aesellsckalt ist. befindet sich mit dieser Gesellschaft derzeit .in emrE Orte in der Umgebung von Graz. . i * De» Holzknecht mit dem Brillantanhäuger. ÄM 2 d. M. vormittagwurde in der Stadt der 37jahrige HolikneW vom Semmering Ferdinand P a w a r a ü s ch i y änaehaltM weil er bei eine« Juwelier im Käiviertel einen wertvollen- AM bänger a»S Gold und Silber m durchbrochener Ai be.it,HK Brillanten und D-amantey besetzt und mit silberner HalskeiM drei Perlen und eine Haldperle verkaufen wollte. Ueber dir Hcrknyff dreses in der Hand eines HolzfnechtcS ungewöhnliche« Lchmnckrs machte er dir verschiedensten Angaben. Erst wollte er die Juw len im Jani oder JuU v. I. ,n. Graz von einem Unbekannten um ß 3000 gekauft haben; dann Jaa'e-, jtm daß er sie am St v. M. um 1 Uhr nachmntegS auf der PodHxz, bah» hinl-r de« Hotel Erzherzog Johann gefunden 'hqljeM schließlich dl«eb er dabe». daß die Tochter erneS SchutzhansvächteW sie am 3l. v M. am Fuße deS Sonnwendüein bei der SkiiyruyM schanze gesunden «nd ihm sie deShglb übergeben habe, daß er stes Wren schätzen lasse. Der Eigentümer kann sich bei PoliMM Dr. Matter im SichcrhertSbnreau, Elisabethpromenade melden. * Der MiSlonendieb Isidor Krirmholz. Wie berichtet, ist der .Kaufmann* Isidor K r u m h o l z nach monatelängem - Suchen verhastet worden, weck er von der Ncw-Norker Poliz^/ wegen DiebünblS von 85.000 Dollar gesucht wird.' Nunmzht / lr-k aus New-Aork eine neuerliche DeMche über-Pen Millionen»- dich Krumholz im Sichechettsbureau ein; sie. beziffert ldey.vM hm ang--richt ten Schaden, wenn kern Irrtum bei UebertWW. der DeMche vorliegt, auf 250.000 D o l itt tt, Fm * Ruflenabtransport. Sämtliche noch in Oesterreich: lebenden ehemaligen rufsiichen Kr egsgefangenen nnd Zivcklniernierten, welche schon beim Umsturz m österreichischer.Hand gewe'en sind, werden ausgetordert, sich brS zum 20. d. M. zm, Htlmreise in Wien, XUl., ehemaliges Kriegsspital Baumgarten, Baracke IV, Rnffenstedkung, einrufinden. Der letzte' TraktSvvnl ehemaliger ru'stschcr Kr-egsgefängener nnttZivilivreinimer mrläßl Ende Februar Wien. Wer diesen Transport veriaumt, verwirtz den Anspruch aus kostenlose He.mdefSrderung als KrtegSgefangeutt oder Zivilintermerter.! » HW» Kionnenfchei« »Ä» der Haft entlaffew AuS Prag w rh gemeldet: Der sich chische Kommunist Hugh Sonnenschein wurde am 31. Jänner aus der Hast bt| KrriSgrrichtrs in Ku tenberg entlaßen und die Untersuchung gegeis ihn «marstellt. kür NsrryLSLSÜxo nrrä Ha-msokostümo wkolx« Metaw Regien, .»dr preiewert Vi.UßkBWienZOtlO40^UIlBO&[