Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 728 (4.2.1921)
- Date
- 1921-02-04
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Rk. 728 Men. Wiener Movgenzett««^ 4. Februar 1921 efesnr HEn Eltern feie gvsßen materiellen Opfer oufsvLegerr, die mit den jetzigen Tanzveranstaltungen verbunden sind. Gegen diese Maßlosigkeit helfen die historischen ReminiZKenzen auch nicht -vieL ES > ist ja zweifellos, daß in Misenzeitest. der WeltgeschiW Hie ^Tttnzlust hoch airsschämnt und wer es nich^ glaE, mag in Wncvnrts „Eesch'chte der -französischen Revolution. Nachlesen, .wie Paris sich dazumal gebärdete. Mit diesenRückbHken und Bergleichen ist aber, wie gesagt, nicht viel getan. Denn sicher ist vor . allem^ daß es. auch damals M warnenden und mahnenden Stirnrnen nicht gefthlt hziL, dann aber auch, daß die Larrzkrankheit bei weitem ßycht^so.,HarL^in...feaS Leben der bürgerlichen Familie ejnge'griffen hat wie' heute. Die mahlyse VeberschShung, dje 'alle mit feem Tanzen zusammenhängenden Fragen auch, bei der jüdischen Jugend, erfahren, trägt ausgesprochen hysterischen 'Charakter und darum ist auch ihre 'Lehertragbarkeit zu fürchten. . Die. «mÄit Stände Ahmest ja in allem, was Mode heißt, ni^, allzu leicht oberen an und so ist feer 'Umfang der Hrifeemie' noch lange nicht zu begwnzen. Man tanzt auf, Bällen, in Bars, in Tanzschulen, bei Akademien, man tanzt nach Vorträgen, Konzerten,, man tanzt nach Beethoven oder.nach Brahms. Für bas herzzerreißende Elend, das die Ballsäle umgibt, hat die Jugend keinen Mick nnd keinen Gedanken Wien tanzt. Phantsfierr eiues WevrirMen. ■t In unserer Redaktion ist gestecn von eir^m uns Unk^lannten, der sich nicht weiterlegitimierte, rin Schreibe^ ' ^gegeben worden, das die Unterschrift „Artur Trebitsch" trägt und den 8 19 de§ PreßgesetzeS dazu mißbrauchen will, «tlies 'das abzuleugnen, waS wir am 28. Jamler als Inhalt jttnes -Vortrages des besagten Trebitsch mr'tgetsilt haben. Unö interessiert an dieser „Berichtigung" nur ihre Mitteilung, daß dieser JudenstSmmlung Trebitsch angeblich ein psychia- Msches Attest besitzt, das ihn für geistig gesund erklärt.' B»m Jüdische» Nattonalforttzs i« Oesterreich. . Die Leitung des Jüdischen NatioNalsonbs hat feer jüdi-- fchen Bevölkerung von Mödling im Auftrag des National» simds-Häüptburenus im Haag besonderen Dank und aufrichtige Anerkennung für ihre beispielgebenden» Lmstmrgen für den Jüdischen Nationälsonds im abgelaufene,'» Jahre ausgesprochen. . . , . Mödlings-Jude«, die im Jahve 1919 nur 850 Kronen für fern jüdischen Bolksschatz gespendet hatten, haben ir^ diesem Jahve über 130.000 Kronen, daS ist. Hatz 15.3fache des Vorjahres und das IZfache seines Kontingents, aufgebracht. Durch diese. Opferwilligkeit hat sich Mödling, in diesem Jahve an die Spitze aller für den Nätionalfonbs arbeitenden» PrMnzorte'Oesterreichs.gestellt. - . ... Eine ähnliche- Danksagung ist «n, dist.Jnden» -des - 10. und Al. Minwr Jahre LASS , lern besten, von allen Wiener Bezirken .für den» Jüdischen Nattorralsonds 'gearbeilLL haben. Die Bezirke 10 und 11, 'die im Jahre 1919 nur 1600 Kronen für den Jüdischen Nationälsonds abgeliefert haben, spendeten im Jahre 1920, m welchem sie laut Rationalsondsvvränschlag 60.000 Kronen aufüringe^" sollten, über 113.000 Kronen, das ist bas 70fache des BorjahveK und über .169 Prozent des Kontingents. ' - Durch diese Leistung wurde der-Beweis erbracht, welcher Steigerung die Eingänge für den Jüdischen Natior^lfonds , fähig 'sind, wenn mit jener Begeisterung, »nxd Opserwilligkeit ' für. ihn geworben wirb, die der. Fowds, ' welcher der Landnahnre'Palästinas im Namen des jüdischen'Volkes dient, vor» jedem Juden verlangen kann. D!e.T8UgLeiL des IZdischerr StütiouaU " . ratcs »o» Palüstl»«. . _ Zvrvsalsvt, 30. Immer. (Jüd. Korr-Bur.) Das Nationalkomitee (Waad Leumi) der jüdischen National Versammlung in Palästina hat in seiner gestrigen -Sitzung eine gründliche Aussprache über feLe-gegenwärtigen Lage im Lande abgeführt und. darauf eine Stzeihe wichtiger Beschlüsse gefaßt: 1. Die Entsendung eznsr Abordnung sämtlicher jüdischen Parteien Palästinas in die -einzelnen Diasporaländer; 2. die Wahl eüler aus vier Rabbinern und vier Juristen zusammengesetzten Kommission behufs Regelung der Beziehungen fischen Mischpat Haschalom (Friedensgericht) und den rabbinischen Größen; 3. Schritte bei der Regierung, baß die nunmehr organisierten jüdischen Gemeinden Mit dem Rechte der Steuerhoheit auSg-estattet tverden, damit die Mitglieder der jüdischen Gemeinden M' Steuerleiftltng gesetzlich verhalten weiten können. J Amerikanische BodentzLrrfe in Palästina. j In Rew-Aork fand eine Konferurz der angLsehmüen Führer feer Nkw-Porker F'vmstru statt, auf der die.Henen B. Rosrnblatt, Jäkvb dr HäaS und Abraham Golbberg ihre Pläne. entwickelten. Es wmde beschlosten, daß die N e w - A s r k e r Juden für den BädchkW in Palästina 3» M r!! i o u e» Dolla r ausbrmgLrr sollen. Noienblatt verglich .die Bodenbeschüffenhelj und das Äluna Palästinas mit drur SüdcallfotnienS. wo insgesamt LD Mrkkiynrn investiert stnd. Mrt einer Lhnltchen Summe könne »chp Pälästlna zum Kaltfornie» des Ostens .mache«. .Ztzch Bericht Ldxx. die- Lage von Dalfouria, der. erste» Kolonie der Gesellschaft Zwn Commonwealth, lautet äußerst güustig ES wurde Le- Mosten, m Nrw-Nork'1V0VV Mrrn zu je 250 Dollar der Zrvn Commonwealth «ntermbrmgen. Die Stadt wurde nt Diftnkn eiugeterlt; jever D strär hat eine ^sondere Kommiision, iw chr A'vE isst, Kav'.täl der Z o« Commonwealth betrügt bis jetzt 2121 Mrllionm Doll.tr. Die zisnisti-che Oitsgruppr m PittSburg hat sich bereit erklärt eine BNrtelmtllwn Dollar für Bsdenläufe m PakLstina svfrubringen. _ LehrrrWe ffe das Haifasr TechMknm gesnchL. Das ErzichLNSsLevartement der .Londoner Exckuüve der Zismstischrn Oroamsatrsn. wandte sich an den Bnbü«b jLLr'chrr ^Jngenirme. für. de» ...teLmfchrü ßlchba» PäjWmjtS^ B e r l i »« Her m S d j i’ l B iS.ma r ck st r a i t der Aufforderung ihm Perf-neu vorzulchlatz'N, die a!§ L e h r S r a f t e ♦ös da§ voran-stchilich i m H erb st 1981 z u e r 8 f f »ende H a r f ü e r T e ch » i I.» m geeignet '.R»>.v ES V9<;rb's» zur.ächst eine Abteilung für H » ch b s«, eine für T j e fb a u sswir .rn c chanrfche WerkAätte «. später auch eine Äbie.lung!Lr E l e k r v t r ch s i! geplant. Die für das Tech'nrko« eif^rdeillche» Lehrer solle« einer fei# pädagovrsche Erfahiurgru besitzen, anderer'ritS h e h i 8 i t,ch e Krnntniffe haben oder bereit sei«, sich solche nach a»gc-mcste«er .Zeit so wert Lnzueisricu,. daß ste m -dieser Sprache ihre LehMiskrit auSäbr» könne«. Eine gnte JnsrminrprsxlS ist erwünschr, aber nicht unbedingt eifordcrlich. Eine besondere,Koktmission ist gepenwärtis in PaWina dabei, ein hebräisch-- t e ch n i sch es'WS r r e r b « ch herauSmsrben, das für den Lehrkörper em.wesei-Mches Hlüs- «ittel daistellen w rd. GS werden geeignete Drwrrb.er sowohl für de« Posten deS Leiters deS TechnrkumS als such L e h r für die einzeln':» Facher, A s s r st e n t e «, W e r k m erster. Borsrbeiler uiw. gesucht. Dabei handelt rS sich rüvSchst n«r darum, eine Urbtrstcht zu gewinne« über die geeMk'en Personen, die im Prrnz'p bereu sind, eine» Posten als Lehrer, »sw. am Hsifarr Technikum, anzunehmen, nstev der Dsraussrtzung. daß die ÄnstellungSdrdmkunge» ihnen Zusagen werden. Direllr Bewerbungen stnd rmwcdrr a« d«Z Läaeatica V«xt. of tho Zionist Organisation, Central Office, 77, Great RusböU Street, London W, C. 1, oder an de» obttigensnnte» Verband zu richte«. 0 Dr. Schemsr -ah« Lewrrr i« Rmerik«. Doktor Schma'ja tzewin ist mt Aufirag des DuektorrümS deS Keren Hajessod Mute Dezember nach Kanada adtzereist und hat mzwüchcn die Aktion dort eingeleitet. Er hat an der Ende Jänner in Montreal stoltstndcnden Konvenrio« der kanadische» Zionisten teMnommen. Zurzeu befinbet er sich auf Einladung der Exektulve der Zionistische« Orgsnrjüti-» Amerikas m New -?) or k. * Klrrb de« ZLdrschftALiSRare« Arms»- «setz DrLss fchvlräte für Vsn U. Bezirk. Sonntag den 6. d. M. um VelO Uhr vvumrtagS sinket imklernenSitzungssaale des m a g r ft r a t r s ch e n B e z i r i § a at t c §, U.. Karmelnrrgasfe 9. ll. Stock, erne wichtige Sitzung statt. Erscheinen unbedingt Psticht. * Gedenkfeier. Anläßlich der 100. Wiederkehr de§ Geburtstages deH bervorragenden jlfoifchen Gelehrten .Rabbiners Dok'or Adolf Sch « i e s l sind et heute um b Uhr nachmittags im Türk t i ch e n T > m p e l,!!., ZirkuSgasfe ÄS, e n vom Bor» stände der ' israelitischen AültuZgeM''iride Wie». - v/Mstalteter GorteSdirnst sta t. bei dem Rabbiner Dr. Max G r » n w a l d die Fistpredigt hält. & Kirre Merkwürdige Trarmriß. Der „Prster Aohd^ meldet: Derfloffene» Samstag hat sich in Budavest der seltene Fall ereignet, daß dir Trauung eines katholüchrn.Bräntigams und einer j ü d i s ch e n B r a »t von einem katbol schenPnester, srlstverständlich am. Gmnd einer päpstlichen Bewilligung, vollzogen , weiden konn e Die Trauung erfolgte tn bet St.-Strhpan-Basilika und wurde von dem Adlpsarrrr Koloman Koväes vollzogen. Die Braut war Fräulein Klara Kramer, Tochter der Viiwe deS veistordenen Fabriksdirektors Iosek Kramer; Braut'gam war .der Architekt Josef Baranvay. Die Brautmutter hatte sich in der Lache mit einem Gesuch an den hiesigen Nuntius Eizbischof Schtvppa gewandt, aut dess-m Vermittlung hin der Dapst die Bewilligung erteilte.. Kardinal - Fürst. primaS Johann C s s r n o ch verständigte in emrm warmgehaltenen Echre den die Brautmutter von der Entschließung Papstes, die m-t H.uwris ans d,e außerd-ntlich.-n Verdienste erteilt worden ist. die Frau Jos s Kram e r, rr« Mutter der B'.am, während deS Krieges uch um zabü eiche, auch kathol iche charitative Jnsttlätionen erworben bat. Als Trairzeuae» fünoieuen kür die Bram Legationsrat Dr. AladLr v. N ü v a y. für de» Bräutigam Hnfarenvberst G6za v. - B L r a d y. Vor mehreren Jahrzehnten rst einer chrrstlich-jüd-schrn MisÄebe gleich ♦alls durch einen Gnadenakt deS PapsteS die kirchliche Weihe gespendtt worden; es hamelt sich damals um die Verehelichung des uugarischen Staatsbürgers Barons Popper - mit einer Tochter der b rühmten Pariser Grfangslehrerm Marchesi. * Schularztestellen. Bei der Gemeike Wie» aelavgrn acht Schulärztestellen (davon zwei für Aeiztinne«) zur Besetzung. Tue Schulärzte werden vertraglich mit emem derzeit,gen Gehalt von monatlich K 900 rat Ncbenüwte augestellt. Entsprechend belegte Gesuche b>8 15. Februar an dir MagistratLabtrilung 1L DaS Hnndestotterqesrtz. Das Zandesgesedblatt für Wien enthält das Gesetz, hetr.ffend d'e E«nhebu«g einer Gemeindeabgabe für das Halten von Hunden .« Wien, und dcr Durchführungsverordnung zu diese« Gesetz. 9 Theodor Herzl Film. Zugunsten des FSrsorgkkomitees sür jüdische Emigranten und des Jüdischen NativnalfvndS findet Sonntag den 18. d. M.. */b11 Uhr vormittags, imTegetth o f f - K i n o, Volksprater 66> dank der liebrnswürdigen Une:gennütz>gkelt desten Besitzers eine AuUrhrunz des Theodor Herzl-FrlmS statt. Musik des Kapellmeiste!S Fred P l a e e k, Gesangsquarrett deS Herrn Kantors Joief Grob. Karten ü H..Z0, 40, 50, S > und 70 erhältlich . hei Dr. Sacker. Patäsii»'a-Amt, ll., Zii küLgasie 33, vonmttags 10 öi§ 1 Uhr und. nachmittags 3 bis.6 Ühr. Gin Einheitstarif Lei de» Wiener Friseuren. Bon der Meistertreremigung der Friseure Wrenserl:alten-.wir die Mitteilung, daß seitens der Frsieu> e Wiens im Hinblick auf die durch dre nrueiltche ErbLbung der Gehilfcnlöhnr für die Mrisier« schaft emstliLdene BelasiunZ leineSwegs der Beschluß , gefatzt wurde, diele Mehrbelastung «uS eigenem zu tragen nnb aui die Kunden . »>cht zu übrrwälzl'x. Es wurde vielmehr der-Mcifter schall empföhlru, sich strikte an den Preistanf -yom Dezember vottgen JahieS zu halten »ndrhv überall d»lt, wv bisher nntcrd essm Tarif gearb'itet wurde, einheitlich emznfühuu. Rach diesem Tarif w rd daS Rasieren m t bi§ 10. Haarschneiden mir '£ 20, Bollbaii'chnrlden mit K 12, Hambren'.'en mr K 15, Hiarodulnren mit K 2 V Kov'waschen m t K iß und Mamkouren mir K 18 ge e-’ net. Jede rveueie Bedienung, wie Fr iieien. Kspfhaar« oder Echumrdai!« lNMSSK.- .»der t-fcw'x J««-r rnw -L H 5'. 3 T-b'\ DaS Haarkchnerden wird an Samstagen um zu «rhvhren Preist« vorgenommen. A>beiten außer Hause werden nach vorstchendÄr Tänf.um lü)*/* höher berechnet. f Die DenkmalstSvmer ttt der Slorvakei. NvS Neutra wird gemeldet: Heute um 8 Uhr früh haben- Lnbeksvwc.:. Täler daS magyarische M:Üenwms-Deukuts.l aus de«-- Bertzr. Zvbre in die Lust gesprengt. -s Wetzb«rg ei» ne«es SRorrSe Carlo. Wie dw.. Biüuner ^Lidöve Nov'ny" erfahre», beabsichtigt eine ausländische' Ge'ellschaft, m P r e ß l> u r g eine S v i e l b a »k «ach .diV ' Muster von Monte Cailo m errichten. Die maßtzebende» Prag« Stellen sollt» bereits die Zustlmmnng z« dem Prsjekt erteilt habeL.' * WrtterLerichL. Zn Oesterreich hält IrübeS Wetter M. Gestern sind nur geringe Nirdei schlüge gekällen. Die Temperatur hat! sich über Null; in Wie« stieg sie heute bis 6 3". Das Hochbruckgedrek über den Nordseeländern gewinnt an AnSdehnmig und Stärke. Kühle Östwinde haben nach Norddeutsckland übekgegriffen. Voraussage: Trübe, geringe Niedeischlage, etwas kAire. . * Der Dsirgermeistev osrr WalLeniror? verhaftab. - A»S Waltendvrf «rrd gemeldet: Ueber Auftrag, dcr Slea SanwaltkÄaft wurd der h efige Bürgermeister, Banmeisttr Franz R » b i e r, un'er der Beschuldigung drS Mißbrauches dev Am Sgewalt. wegen AmtSverunIremmg, wegen Preistreiberei Nr'« KeitenhandelS verhaftet. .. * B -otVrrßiftunge» Im Polen. Aus K rat a « wlll» - g-meldn: Hier, in Warschau und in andere» Städte« PoleM - mehren sich dre Fälle von Bistvergiftungrn. I» Warschau Md. in den letzten Tage» 21 Pe. s««en an Browergrft««ge», iM Krakau 13 Personen erkrankt. 9 Die Angelegenheit de» DbnarmorenfLlschüttSvL. Die Korrespondenz Wühelm meldet: In dem Bericht stbrr dir Brrhaftttng der Fälscher der 2V--Di«muLte» Wachtel und Bsg8 war erwahnr worden, daß die beide« vor dem Rabbinsr Winter eine« Vertrag sufgesetzt hatteu, ,n de« sich der üvr verpflichtete, dem anderen von jedem Paket — gemeint waren dir falschen Dinarnole« — K 1000 g« geben. Run wird ««S bk» richtet, daß Rabbiner W i n t t r. der feit dem Jahre 190? i« Wien a» einem Tempel im XX. Bezirk tätig ist, Sbnbanvt Nicht gewußt hat, wovsn der Vertrag spricht. GS war darin, lediglich von »Ware"' die Rede und die beiden BertragSteile hielten die Tänscknng amrecht, daß' eS sich um ei« wüklicheS Geschäft. Lbrr » Ware bandle, bei dem das »Risiko^, von dem die Rede -ist, sich n«r da, auf bezog, daß die Ware alleufaüs an der Grenze: beschlag--. «abmt weiden konnte. In gutem Glaube» au dre Heellitä! drS. Geschäftes har Rabbmer Winter seine Mttwnkung bei AnssrtzrM deS Vertrages dem Wachtel zugesagt und gewährt. .',. * Girre Glk«»»rkomodle. Der avS Ungar« aKgekssmreur Ksuimann Max M e i f e! s lernte rm Gasthaus Wen,« m fee» Goßen Pfarrgasie einen Man« kennen, der sich MarkuS Singer aus LtSko nannte. Ihm saate er, daß er fünfhundert Dollar n«« 12000 tschechische Krone» gewechselt haben.Mochte Der ««gebttchr > S nger brockte drer Männer. Mit ihnen ginge« sie in em HaitS in der Oberen Dvnaustraße. Einer der Männer blted bei MerseU, die anderen drei gingen dre Stiege hinauf, von Meifels wrgsaitrg' deodachret. damit sie nicht etwa durch eine« zweiten Ausgang; veischwanre« Die drei Männer ginge» in eine Wohnung. Nach . km er Ze,t mußte Meifrls sehr», daß noch drei Männer, »tt steifen Hüten die Wobunrrg betraten, und knavv daraus, rrschtenr» die drei neuen Geschäftsfreunde des Hernr Meisrls, irder vtz«? einem der Männer mit den steifen Hüreu am Genick geham«, ganz als ob sie verhsllet wären. Der ganze Auszug bewegte, sich stumm an Meifels vorher und spater verschwand auch der.gleich« kam als Geisel zurückgebliebene Mann unter einem Börwanfe^ Spät nachtS kam Meifels darauf, daß «m seme l*/a Mrllione« , Kisnen geprellt wurde. Waggvss «ls Nachtq«arLier fSr Gesindel. Fm Frachtenbahnhos der Ostbahn wurde die Wahrnehrnrmg gemacht, daß die dort stehenden Waggons l. und ll. Klasse von lrcht» icheuem Gesindel als Nachiquaitier benützt wurde«. Daher wm de« in der letzten Zeit wird erholt nachts Streifungen im Bahnhosgeläride voigenomm.'». Dabei wurde« oftmals arbeitsscheue und nnterstanbsloke Bursche« »nd Dirnen angettoffr«. Dw unwillkommenen Gäste sind erne schwere Bedrohung für bje Grsundhen - der Rer'enden, da einige der nächtlichen Gäste mrt Syphilis Kratze behaftet waren.; * Ein «e«e« GameertrrL. .lluerschopflick sind , diij Gauner bei der Ersindnug neuer Abarten all« GaunertriM. lieber emen solchen bat am 20^ v. M. d»e hier auf der DnrH« reue weilende Kauimaunsaatü« Eva K o r b die Anzeige erstattet. Als sie am Vortag m. Ostbahnhos ankam — e§ war 7 ühil^ abends — sah sie einen junge» Burschen mit der Esienbahnev lavvr, den sie mm Trage« ihrrS ReiselüfferS,. der Sache« W Werte vv« L 800! 0 enthielt, in ihr Logis avffordrrtel Frav Kord »nd der Gepäckträger bestiege» vor dem Bahnhof eine«. Straßenbahn m Auf der Fahrt gab eS plötzlich eine» Zwischen ^all, der m dem dichtgefüllten Zuge eine förmliche Panik auK löste. Plötzlich wurde auf rmerllärliche Weise, wahrscheinlich von außen, eine Fevsiericheibe eingefchlage«. Die Leute strcktm dir Köpfe hinaus; der Wagen hielt. Alles lief durcheinander; *S wurde nach Wache gerufen und m dem Trudel war Ms e>«m« rer ^Gepäckirager" d^r Frau Korb samt ihrem Koffer versii.wnnde«, Offenbar hat ei« Spießgeselle des Gauners die Scheibe eiw geschlagen, damit fern Genosie die Verwirrung zur Flucht brnÜM könne. Die Pottzeiinspektion bar durch Erhebungen de» '.GepdiV träger^ m der Person deS i» Ostbahnhof als Wagenputzer ü»» gestellten 2l jährigen Johann S ch l«t % ohne Unterstand, avift geforscht »nd verbastrt. Ehr DilcS «ts dem TaVaniA. Am 7. v. M. ittsiatküj ber Mitinl)aber der Firma Georg Wittels u. Komp., t»* Berlin, Marko Hellmann, im Sicherheitsbureau ^die Arr» zeige, er habe inr. TanzlokaL „Tabarin" einen von W, Berliiier Polizei, verfolgten Dieb namens Bremer geseh«^' Der Mann wurde in der Person des 23jährigen, zu Rottrr^ dam geborenen Privaten A. Bremer, eines holländische«' Deserteurs, ermittelt und verhaftet. Er wohnbe im Hotel „Sächsischer Hof". Er gab nach längerem Leugnen ^an^ daß. er tatsächlich im Borjahre wegen Verdachtes des DrebstahleS zum Nachteile einer gstvisfen Baronin Schlug« in ZürM eine Zeitlang in Dresden in Haft gewese^ sei, haß et jebodf auf freien Fuß gesetzt, wurde. Aus eine AnfrageerwrdeM die Staatsanwaltschaft Dresden, die. Strassache sei KiNchrsteM Bremer mußte Häher , auf freien Fuß gesetzt wachen/ Nuitzsich HrrmS, baß der Mann..wegen Diebstahls eLn^.AnhL«tzseW aus Platin mit Brillanten rm Wert« von 1Ä0.000'M^ gesucht .wird^ Gleichzeitig traf auch ein Haftbefehl und ',6«ref Degehwn um Dusliefrung vom LandgLrichr .11! in -Berli» ein. Cure Weilers Mitteilurrg der Berliner Krimirralpolfztt-' M sagt«, haß di-'. Gattin. Bremers, die 27jLhrigs Klara Bremen, von der Kr-rminalpolizsi. in, Holland wegen Un/LrschlagnAvou Pelz'äche» im Werre von 3000 holländischen GuloW' gesucht wirdl Durch die Erhebungen des Sich'erhrLis8«r!e<üiS! wurde, festgeftcllt, daß sich das Ehepaar nach bei Enthaftung dcü Mannes nach Baden bei Wien bcgüdehaben dürfte.. Die Badener.' PoU-el wurde telephonisch..verständigt und hat das Ehepaar auch gestern verft'ktfirt dem.,'