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Wiener Morgenzeitung · 1921-01-16 · Heft 709 (16.1.1921) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 709 (16.1.1921)
Date
1921-01-16
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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51t, 709 Men. MnMtz LVrener Morgenzett««- BANKHAUS .ROHATYN Wien, Maria Theresienstrasse 10 Telephon 20-3-63 ' m OiShsckey - GtödtskaWpf Wien—Leipzig. Am tz.'Fkbrunr find« in Wir» em Eishockey--Si8dtrknwpf Kwiscken M.AüSwahlutaMschasten. von Wien und Lcivsig fikNt. Die Leipziger stellen du spielstarkste Eishockeymannschaft Deutsch? ' dar. S M SKeter imtrr Wasser. Der FraE Pstziqne»?-MM eme« nrnru Rekord im Sireckentauchrn an», .indem 2 Minuten S'6 Sekunden 162 Meier unter dem Wasser Wrückkegte. Der Weltrekord wird. von. dem Engländer F.nnry tmt ...MMMeter gc-Wie». Derartike Gvo'ritz-mWvMtn sind.für sW'Körv'er' selbßverständsich. Wktß.'fchW:-. j\ Spitze», der Tormann deZ. Sportklub Döttäüstsdl» ist nach .Krisg -Lbcrsiedelt und'de« Spsrtllub Hggibor veigttrrte«. Dev Ex W. A. G-Spieler Gndrich, vs». dem e§ .hieß, W er in der kommenden Sai'vn für ÄstmsirkTäÜtzM'^irde,- tzük sich «anmehr der Rapid angemelvet. - - 7 Akademische' GpsrtLdteUnng (!X., Türken- Mpß'e 6). Turnsektion: -Das Turnen für Herren .. findet jede« Montag und Mcktwoch ab */a8 Uhr im Turmaal dH- Msabeth-' GymnasiumS,, 'lY./"Wiedue^ Hauptstraße.. Ecke Kr ehnberpasse, Mt.'Dre Sportabtellrmg bkabstchtrßt ferner, emeDa.Mky.Dmnsekt'on M-eröffnen. Jene Kolleßinnen, die sich Lasur iutelrjsiercn. mpgm sich im Erkre'ariat Melden.. Fvßdallsrkrio«: . Die Fußballsknon wird am 15.^Februar wieder eröffnet. Anmeldungen werden n« Sekretariat täglich von Vc1°2 brS Vul Uhr'erngesrngensmme«, Jüdischer AthleLidkLud. Morgen, 7 Mr abends, Mrnsramlüs rm I. T. .B. Makkadi, XVIl^, RStzerMe 9/11. i. Äjjürt&ittb H«ks»h. D e.bruLige Generslverckammllmg beginnt pljnltlrck um 3 Uhr nachmiltaaS. Sollte he Vcrfarnmlvng.KN dieser Zeit mcht brschlufsiährg sem, so findet um 4'Uhr siachm ttagS. unter allen Umstanden eine ordentliche Generalversammlung statt,. Aut der umiangreichen Tasessrdnunstehen ßußerst wichtige Derhandluntzspunkte. ■' ' : ——■ ... v - GerichLssaal. p Die Plünderungen in Verden. Aus Wiener-Neustadt w.rd unS berichte!: Die ittHandlungen grge« die Teilnehmer an de» Plünde,Mtsktt'in ) ä d e n fanden gestern vor dem hrrsigen Kleisgerrcht ihre Fortsetzung. Bor dem Nnzrlrichtcr Landesgerrcht^rat Dr. S ch ü l b's f Wen M die:-Hllfsarbeüer -Mlhel«»B-a. l e st-t t n nnd Karl M W e r zu verantworten/ die beschuldigt -sind, an? dem Hotel MiW eine Flasche Mhwsw tz im^ WeWvon K 450 entwendet D Äben. Valentin wurde"rn fe chM o n a t'e« schwere« K-e r k e r 3^verurterlt,,Laßner.wurde, freiges prschey. H:^-Dor , demselben Richter waren - auch die 18jährige Klgra DrWennd W lejäWgr MarieKl ä r ansellagt.wrlchr Dch^dey,Plündktü«gett aüf der Straße r n berausch t e m Hu 'si'.a n-d'e von der Polizei aufgegnssettwurden^ Sie gaben ckrr, daß. ihnen 'der 26jährige HiliSarbeiLer Jv'ef K o r t a t s ch ästZxErrzrZfeld^ welcher im Cafö. Bristol zwei Flä-chrn Likör enr- Urndet hatte, zirka */< Liter Likör zu trinken gegeben habe. Da Wen die Teilnahme an den Plünderun en nicht nachgewlescn werden konnte,wurde« die brrderr Mädchen f r e i g e s p r ochrn. '/Die'steckbriefliche Verfolgung des feit der Plünderung flüchtigen 'ßkortstsch wurde eingrleitet. Mio ZWistthLndlerin ans dem SchleLLTsM. ■ J''’' -Vor dem.Elnzrlrrchtrr- DderlanreS-erichrslar Dr, K <x m -jj-f j»ät .die Njährigr GeEedaudleiLtochtcr Klara M L r s r l Degen Vergehens der PreiStreibrrsi angeklagt. Der Slrafannsg le^!e..rhr f.ür-Lüst, daß sie im Ca'.ä National und anderen UHteberkafstehämern Zwirne angeksuft und zu übermäßigen Preisen weiLcrveraußrrt habe, /A!S die Pölizelägentün in ihr'« MöbuhsuZ eine -Duich-» ÄiMng^ vcraÄKattetrn, raffte'.dir Mvr'el schnell ihrer AohrnürK- .bestndltchen Zw rne zulMmeu un^ wollte damit PfL Vebansimtz Äerlsssen Den Pol'teragente« Ernst Prster, der fir-iaus der Strege anh-elt, versuchte sie ra\t K 2^66 zu bestechen' Bor Gericht gab die Beschuldigte an, daß sie die Zwirnt silbst um ,hohen PrerS e ngrlLusi und rmr mrr maß gem Nutzen «N .Bekannte weiter gegeben habe. Der Richter tSllre rrnru Schuldilruch und verurteilte die Mörse! zu ll. 16.066 G e 1 d str a s e, rh N-chteitlbrrngungsfalle zu 14 Tag e n A r r e st s. Der VoLksmirt. RotrAabstemplung, Notendevalvierung ««d Zwangsanleihe. Wio berlauöüt, füll der UnsnZminifter Dr/ Grimvr «rL feinem Rücktritt gedroht chaLen. falls die Notenabstempelang, die von Gerüchten schon lange ongekürchigt wird, doch zur Dürchsührung gÄangen sollte, Dararrs ist zu entnehmen, dast das Für und Wider einer Notenabstempelung heute zummdest noch sehr strittig ist, Last einstutzreiche Kreise und Personen diese Idee begünstigen» dabei aber auf heftigen Widerstand mrderer nicht weniger einflustreicher Kreise und PersönLichletten stoßen. ES darf bezweifelt werden, ob man sich besonders auf seiten der Verteidiger der Notenabstempelung über; die Tragweite und Gefährlichkeit einer solchen Finanz» operation im Laren ist. Die Nötenabstempelung im weiteren Sinne deS Wortes, dre nichts anderes ist als .eine einfache Kenntlichmachung der Noten ohne deren Wert- Verminderung, ließe sich zur Not noch rechtferttgen. Sie würde nichts anderes bezwecken, als die besonders auf dem Lande vielfach thesaurierten Noten ans Tageötichi ZU bringen, um so deren Besitzer zur Vermögensabgabe hexanzrehen zu können; andererseits würde sie jedoch eine neue, wenn auch vorübergehende Storung in unserem ohnehin iin allen Fugen kracherrden Wivtschaftsapparat bedeuten. Sie würde ferner diejenigen rücht treffen, die so vorsichtig waren, ihre Kronen in Wertpapieren, Valuten, Antiqurtaten, Pretiosen und anderen schönen Dingen anzulegen. - Viel schlimmer würde schon eine solche Notenabstenrpelung in - Verbindung mit einer Zwa-ngsanleihe wr-rken, -eine Idee, die einflußreiche Verfechter, besdErs in den Kreisen der Großpresse und der Großbanken, hat.' Auch hier würden nur..die ohnehin schön schwer genug betroffenen Besitzer von Kronennoten in Mltteidenscha-st gezogen werden; die anderen, dir ihre' Kronen. vechtzeitig - «rbgestoßen haben, sind auch davor sicher. Unmittelbar vorher würde . eine wilde Hausse '-der Effekten-, BMrten- und Warenpreise einsetzen. Die 5daufleute würden, wie es zum Beispiel ber der Notenabftempelung und Zwangsanleihin der Tschecho-Slowakei geschah, entweder ihre Läden überhaupt sperren ober ihre Preise dem eingezogenen Betrag entsprechend erhöhen; Der Erfolg einer sülchen NotrnoLstempolung und Zwangsanleihe wäre nur^ein ganz vorübergehender, denn Wenn die so gegen rrgendwelche verzinsliche oder unverzinsliche StaatSschuldscherne erstgezogcnen Werte einen nennenswerten Betrag ergeben sollten, würde dieser Betrag die'Notenpresse doch nur aus sehr , kurze Zeit entlasten. Bei dem ununterbrochenen Wirbet von Preis-, Lohn- und Gobaltsstergerungen, bei der Defizitwirtschaft. deS Staates, 'der Länder' und GeNleinden wäre diese Summe in überraschend kurzer Zeit wieder verbraucht. Bon den ungünstigsten Folgen für das gesamte Wirtschaftsleben - Oesterreichs wäre dagegen die' No te näbstempelung im engcrcn Sinne des Wortes begleitet, die Notendev alvierung, das heißt die Kenntlichmachung der einzelnen Banknote unter Mehr od'er minder g r o ß e r H e r a b s c tz ü n g ihres Nominalwertes. Die Verteidiger dieser Idee erklären, daß dadurch nicht nur. dasselbewie bei der einfachen RDtenabstempelung (nämlich Heranziehung thesaurierier Gelder zur. Vermögensabgabe) erreicht werden könnte, sondern daß auf diese Weise auch das Verhältnis zwischen Nominalwert und Bedeckung der einzelnen Kronennote verbessert, daß dadurch "der Stckat einen Teil seiner Schulden abstoßen könnte, daß die Effekten-, Valuten- und Warenpreise dadurch entsprechend im Werte sinken würÄrn, da einer klsir.rr gewordenen Geldmenge nach der DevalviLrung die gleiche Warenmenge \ gsgenüberstündtz,- .stich daß schließlich die Krone dann vom ^AüSland höhLri öe-- wertet werden ^dürfte. Me diese Avgumerlte ' sind unstichhAttg. , Glaubt wirklich irgendjemand, daß e§ von Bedeutung, für den sogenannten inneren, Wert der Krone ist, ob siezu' sWen- Promille oder - zu eineirchalö PwKenL metallisch' gsdeÄist? Glaubt, irgendlernand, .der Anspruch, darauf erhebt ernstgenommen Zu werden? daß die Warenprelse, Effekten- ,u.E Valutenkurse inn denselben Prozentsatz Herangehen' werden, daß der Kurs der Krone im Ausland um so viel steigen wird, als durch die Dcvalvieruüig der Wert der einzelnen Banknote ' vermindert wird? Vorübergehend vielleicht, nämlich so lartze,!W. ISim« 1921 m m s S n B BtÜRO# HASCHIKEWu Büna o* rmmammSd- «wir-v-s>rO^ aeLWSE NOQQmr ewRLiCrt jv:£g3XTO3eR, TelephoH 179S5 *"-:-— ■'Pöstseheckonto -2473 ( «Je«» K., W2pftilng;entfa«fle Nr. -SS' | SPEglALlTAT; Fr;tk1|iii{y. Faf^bindgr Xartion^it W^eliKWcahre I bis die Regierung durch'die BerhÄltnissd und das Defizit ge-'s zwungen wave, die durch die Äbsttmpelung eirrgezogesterls Werte neuerlich in Derbehr zu setzen'. UcbrrgenZ würdedrei stmlaufverminderuntz durch nau i» den Perkehr.stTömend^ vorher theftnrrierte Rotsn gu-m großen Test wieder.auM^ glichen werde:!. Aber dre. Nobendevalvierung wäre mcht mrst rvfülglos, sie wa-os auch soziltt -LnHerecht, LolkSwirtschrD^ und .Voütisch gevadesu. gefährUch. Sie ist zunächst eine M- ' steuermrg des BarvermögenZ, die.-L-usschließlich jene ärmsM^ oder finanzrell weniger geschuliett Volksschichten triffst, die. ihre Krönen noch nicht in irge^welche andeve Wertebest» wandÄt. haben und sie zu Wem Gebrauch bereii^Äten' müssen. .Gerade die reichsten, dik' kapitalskräftigsten Bevsl-, kerüngsteile werden von dieser tzskweisen VermögenÄtryfiM f#m ' am allerwenigsten berührt.' .Die rein mechanische ringerung des Notenumlaufes erscheint daher geeigpi^, soziale Unruhen hervorzunrfen. Schließlich wjrd , durch , Nöteridevalviccung der PreiZabblm entweder^ überhaupt.'«Mst öder doch nur in ganz geringfügiiZcrn Ausmaß bewirkt man karm höchstens 'auf "ei-ne',.Stockung m den 'ununst;^ brochencn Preiserhöhungen vechnen. . Dre Richtigkeit der hier vertretenen Anschauungen, durch drc Fina-nzgeschichte der /letzten Jahre bewiesen.^ Tschecho-SLowakei urtt» in Ungarn wurden Notenabstenche-- lungen in Verbindung mit Zwangsanleihen vorgenomme«^ in' der Tschecho-Sl-owabei derart, daß man ergrnilich rst von.estwc -Devalvierung sprechen konnte. Die.Paru§en,'"diesssv beiden Ctaattn, wre auch die Polens, wo eine StempelüW sta-ttfand, machien daraufhin mste kleine Hausse mit/ fi'Äei^ über baild wieder auf ihr frLheretz Nibeaü zurück - und t«M weise -noch darunter. -,Die tschechisch« Krone steht Zürich niedriger als stör der - Abstempelung der.-tschechischen Raten, die polmscho Mark steht tiefer als die österreichische ' Krone -und die ungarische' Krone ungefähr auf demsÄben Niveau^ wie dre österreichische. .Hat man vorr einem wirstichsü Preisabbau in diesen Staaten 'etwas ^gehört? Ist die -fmcM? -z«lle Situation dieser Lmcher, mit Ausnahme' der; TfcheM- Slöwakei, wo die Produktionsmöglichkett die. Valuta:/ver-z bessert hat, besser als vor der Abstempelung? /,•, fj . Die Rettung fftr. Oesterreich.liegt nicht in der mechwch^ schen Verringerung des Notenumlaufes, sondernim-' skoüy^ mrschey Anschluß an ein größeres WirrschafLsgÄ'iet^ - eine Revisiorr des FrisdrnsvertrageS von Saint-GermairrrYp& evlätzlrche Vorbedingung ist, 'Und in der SanientnK. '.we)j^L. nur dürch ausgiebige Kreditgewährung seitens der' val^iW" starken 'Ententestaaten erfolgenkann: - Rst./s 1____ - - *’’.j > p Die Lschecho-slvWakischKZrrdLrstL'rs LLtZahös Die - indststrisüsn Gründungen in der-Ls-chLW» Slowakei, die mit dem Umsturz begrünen, *häl/en im einem GesamLkapital von 276 -MUMen gründet worden waren, sind in dem Nun %4t* ganJenen Jahre 130 industrielle Mtieug:jelifchaften"mji einem Kapital von 765 Millionen Krott.ert teils richtet, teils projektiert worden.' Es-, hand/tltz' sich hieSLi allerdings nicht um durchwegs neue Betr^ef/e in Wjäform, .sondern auch umdie Umwandlwn<z üestehendZt nisssn - möglichst im Inland - zu decket und sich vM hLLausländischen Industrieproduktion. unabhängig zü 'wachen, ' was durch die ^lbsperruttgsstolM der miLLlung der heimischen Bauern mit Agw floit abgesetzt wurden. - Während stes Jahres 1920 wurden zahlreiche Aapitalör-s rBZTm&ssst&ssx^aazxmssaxaasssaaaesBBsmmwm t '(1/ . e;' ' '' ' . i‘; - Taschenmesser,. Scheren, Haarand Bart- . ' scImoWeniasehinen, Basierartikel, Nagelfeilen, Sclilittschulie, Manikarkasetten, Löffel (Aiu- « ' mlniam, Alpaldca, Martinstahl, Gigant, Zinnv " - stahl), Essbestecke, Küchenmesser, Eenerzeage, Haarbrenneisen, Zigaretten-nnd Tabakdosen, s. ,t * _ Mond- und Taschemvagen, Sdil&sselketten. 5 . Otto Wagonberg, StaK* M Eisenwaren en gros Wien, Tncblanben LD — Telephon Nr. GS.ÄSÄ, SL.L-48. ivi*

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