Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 705 (12.1.1921)
- Date
- 1921-01-12
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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Nr. 705 Wen, Mittwoch Wrenee Moegettzettuttg "12. Iämrer 1321 < Seite' Persönlichkeit dieses Mannes — der ein. Jude sein , wollte mrb war. Er kounie die Einzelheüen immer selbst beurteilen, 'Äarunr förderte er alles Jüdische, besonders tvenn nationale Mld bewährte konservativ« Tendenzen überwögen, fc- . Ein Jubv war er aüfgebaüt ans der breiten Basis ^intt.tiefen Liebe zu seinem gehetzten Volke — kein Jude Mner Richtung -7kein e i n gesch r lebe n er Zionist, ui*/) doch, stets den Blick gegen Osten gerichtet, ein treuer Sohn ^ber alten-Heimat seines-Stammes,, .wo nach feinem Willen Pn^.Deil feines.Lebenswerkes ZeugnvI ab'legen soll von feilem önneu und seiner Liebe. -; , Christlicher Vergeltungseifer. f ..'Go oft irgendwo rn der WH Juden vergewaltigt, 'gefoltert und umgebracht werden, wird dies als eine im .Sinne und.im Interesse, der„KriWichm Weltanschau« ^Äng' gelegene Tat hingestellt. Und zwar nicht etiva, Lose man glauben sollte, von verleumderischen Feindtzn des Christentums,' sondern von -dessen enragiertesten Anhängern. Der logische Widerspruch zwischen einem Be- . Kenntnisse zur Religion der Nächsten- und'Feindes- Ciebe und dem Schwelgen inr Blute des Volkes, dem der 'Künder dieser Lehren elttsprossen ist, gehört zu den Mysterien, die der in ethischer Beziehung 'bekanntlich chorrnerte Sinn der Semiten nie ergründen'wird? und 'wir 'mußten es stets ' als eine"berechtigte Abwehr der üm so viel begnadeteren Erkenntniskrast der'Arier hinnehmen, mit unserer Meinung.verlacht M werden, daß »der blutrimstige Weiße Terror, wo immer er austritt, 'weder mit der christlichen noch sonst einer geistigen Lebensauffassüng etwas. zu tun habe, sondern der Aus- Duß der niedrigsten animalischen ' Instinktesei, die sich nur so lange in ein sittlich-religiöses- Mäntelchen - zu füllen lieben, bis diese Hülle alslästiges Hindernis hemmungsloser Ausschweifung - empfunden — und beidenkenlos' abgewocfen wird. Noch gellt uns - das' Lachen . -der 'anderen über^ unsere moralisch inferiore Ansicht in -Hn Ohren— und schon geben uns. die Ereignisse recht. ' s^Der christlichnationale Eifer der „Erwachenden Ungarn" hat nämlich wieder einmal ein Opfer gefordert, das. ungerecht verhaftet und mißhandelt wurde. - In . Mser --Tahsäche allein hätten, nach ihrem bisherigen . Verhalten izu schließen, gewiß auch die Wiener Christlichsozialen nichts Absonderliches, einer Aufregung Wertes erblickt,, wohl aber hat sie die Person-des Opfers einigermaßen irritiert. Es handelt sich diesmal nämlich nicht um einen Juden oder wenigstens um einen Kommunisten, sondern. — Klio, verhülle dein Haupt! um den katholischen Kooperator, des zehnten Wiener Geeines, Mannes, über^ ^dessen untadelig GesinnuW' Bett Horthy gewi'st M . be- Drklärungen bekommen hätte, wenn er 'solche' verlangt hätte. Er hat sie -aber nicht verlangt, und das ist für 'di« ganze Sachlage 'charnkteristisK Die „Erwachenden Ungarn" scheren sich einen Teufel um die Äesinrürng sind Moral ihrer Opferviel wichtiger scheint ihnen deren Wehrlosigkeit zu sein, und mit diesem Maßst'ab gemessen, erscheint' leider heute die österreichische Staatsbürgerschaft ebenso verhängnisvoll, wie Früher einmal - bloß die Zugehörigkeit - zum Judentum. *'^Drese Mkenntnis wirkt natürlich auf die fromme ^ind antisemitische Christenheit - Oesterreichs sehr deprimierend, und es ist kein Wunder, daß diese sich ckrampfhast bemüht, ihre. Wehrlosigkeit gegenüber den geliebten ungarischen Glaubens- und Gesinnungs- Igenössen verschleiern und so die beschämende und'verhängnisvolle Gleichwertung mit den verachteten Juden zu ' verhindernd Der Horthy soll also -- gezwungen werden, den Kooperator von Favoriten, diesen neuesten und .merkwürdigstem Märtyrer des Christentums, freizu- Heben. Wie'das? Auf die einfachste Weise der Welt: Der christlichsoziale ' Bundeskanzler von Oesterreich wurde aüfgefordert. an den derzeit in Wien lebenden , Ungarn Vergeltung ' für alle dem Wiener Kooperator widerfahrene Unbill zu üben: Das heißt: Die vor dem i..christlichen" 'Eifer der „Erwachenden Magyaren" nach Wien geflüchteten Lowys, Horowitze und Kohns sollen Gier dafür büßen, daß in Ungarn-ein christlicher Priester so behandelt wird, als ob er Löwy, Horowitz oder Kohn hieße. Der Gesundheitszustand des Herrn Horthy ist durch diese Vergeltungsmaßregöl. wirklich aufs ernsteste gefährdet:'W MWesiih tötlaHen! Und dann werden sich die Wiener' Erfinder solch teüflischen Revancheplanes vor. Goftes Richterstuhl zu verantworten haben, .wie sie ihren fanatischen Vergeltungseifer mit. den milden- Vergebungslehren des Christentums in-Einklang bringen können. .-. ' ,; Dr. H. Sp. Wie eia Amerikaner denkt. Herr Bezirksrat Rübnor-übermittelt uns die Abschrift eines Briefes, den ein nichtjüdischer Amerikaner an das „Komitee zur Sanierung der israelitischen Wohlsahrts- «rnstaltetr Wiens" richtete. Wir geben bas? bemerkenswerte schreiben'auszugsweise wieder. - „Geehrte. Herren! Ich bin. lein .Jude, sympathisiere Mer-.tief mit. Pein jüdischen Volke, welches so schrecklich, durch' die bösartigen Urheber deß urrglückseligen Krieges gelitten hat, mit dem die Welt heimgesucht wurde. Ich bin Mitglied der Jewish Publtcation Society von Amerika, in dessen Jahrbuch mein Name, .vorkommt. Ich. bin deshalb Mitglied, . um deren wertvolle..jährlichePublikationen.,,zu erhalten, da mich .die Juden, ihrr Geschichte, Literatur und Ueberlieferungen ungemein interessieren. Ich hatte i^ den verflossenen 60 Jahren viele jüdische Freunde und mein , Interesse an diesern Volk ist sehr groß. Obzwar die Juden in keinem Lande während "brr Neuzeit'§ftlsge hervorgerufen 'haben, fcheintes unglücklicherweise keinen europäischen Krieg zu gehen, in welchem die Angehörigen dieser friedliebenden und gesetzestreuen Nation nicht die .am meisten irr Mitleidenschaft Gezogenen sind. "-' : - *. ' / Meine Mittel sind gering und blD Zeiten sind upcht vorteilhaft, für .mich,..aber ich überreiches Ihnen, anher einen Scheck über 1V Dollar, welcherr Sie zweifellos verwenden körmen. .Ich wünsche aufrichtig, ich Wäre in. der Lage, ben- ' selben in einer hundertmal größeren Ziffer ausstellen zu krjrtüett. ' / ' ' 's . Ich glaube, alle Christen in der. ganzen Welt müßten es als ihr Vorrecht und ihre'Pflicht brachten, den großen 'Leiden und der großen Not Ihres Volkes helfend entgegeir» zutreten." "Bitte,' nehmen Sie diese Kleinigkeit.mit meinen herzlichen und'besten Wünschen'für Ihren Erfolg entgegen,. . ' . John G. James." ' Dis Menschlichkeit, die aus diesem. .Schreiben spricht, verdient'öffentlichen Dank. ,; Die BrrndesbürgerschafL Voraussetzttttg für Berufsattsübung. Die „A d v 0 k a t e n r u n d e" macht ihre Mitglieder? darauf aufmerksam, daß die neue ReLtsanwaltsordnung-die- Bundesbür a e r s ch a f t ' a l s V 0 r a u s setz u n g! für die Berulsausübung statuiere« dürfte. Die Optionsfrist endet: bekanntlich am 15. d. M. Eine StreikstatWS. Nach einer Zusammenstellung > eines englschrn Blattes er* -gibt eine Statstik der Streiks in der gauzm Welt im eisten. Semester des Jahres 1980 die folgenden interessanten Daten: . r * Deuischland . . Italien . . , . Frankreich s . . Großbritannien. Bereinigte Staaten . . . Spanien.. . Australle« ...... Schweden . . ... Belgien . . ... . Oesterreich . . . ... Diese Streiks betrafen Zahl der streikenden Arbeiter . .1,866.358 . . 1,781.280 . .1,186.670 .1,117.040 . 958.7s0 . . 724.700 . 303.400 . 180.070 . 176.940 . 97.540 hauptsächlich Verlorene Arbertslage 18.201.660 21650.200 - 19.358.100 6,925.900 11,887.400 11.630.100 7,602.000 , 4,779 170 2,096.440 902.900 die Kohlenwrrke. Lsndesserband zionistischer Akademiker Hefte« reichs. Donnerstag den 18. d. M. um 8 Uhr abends findet' isrj Lokal der NensL aonäsmio», IX., Mersiraüe 3 (Eingang WiM« Lurggasieh einezionistische S t u.tz e nt e n v-es a.m m l-u n g mit der Tagesordnung „K e r en H aj es.s-o statt. Sprechen werde,r Dr. Ch. T a r t a k 0 w e-.r, . DoktM H. K i w e und D. H a l p c r u. Erscheinen zionistischer Stü« dmten Pflicht. « j * Bor einem Poststreik - Der Gewerkschaftsverbam» der Postangestrllten' hat der Reglkruna die ForderurkA nach 'Zwanksenipragmatlsittung des gesamten Nachwuchses emkchließktch der nicht optiönsberechtigt gewesenen Angestellten vorgelegt und. die Forderung "bis Mittwoch den 12,d. M. mittags unter Htreik-i droh'ung befristet. Die De,treter der nichtsozialbemokraüschen Mstangestelltenorganisationen haben d,e Regierung'daym! i«förMÄ daß ste rede Snischkidgung gegen sto mit dem Streik der'pragmki tische» Postangestellten beantworden würden. * Gin großer Gold» und Valuteuschmuggel. Ans Ebeniurth wird uns gemeldet: Die '.hiesige Grenzwacheb^chlagnadmie bei einem Kutscher - - fünf Kilogramm' Gold- Napoleons) und ürka eme halbe Million in ungarischer Valuta welche er. unter dem Sitzbock seines Wagens verdorben, Zber mr Grenze schmuggeln wollte. Der" Kutscher wurde in Hast nomme». > ' 1. * Der Prager Merei-Berlag — eine ameriKanV' sche AktienseseVschaft. Aus Prag wird -gemeldet: 10$; Konzern des Verlages Merci, dem nun auch das „Pragns Tagdlatt" und die „Ostrauer Zeitung" angehöreu, ist mit einep amerikanischen Finanzgruvpe behufs Umwandlung in eine Aktie«« gesellschast rn Unterhandlungen getreie«. '' Metallindustrie. Landwirtschaft und Bauindustrie. Äm Verhältnis zur Gesamtbevölkerung der einzelnen Länder waren die "Streiks in Jtallkn^ am «mfangreichste»,' ihm folgen Frankreich und Deutschland. . Die amerikanische Einwanderungsbill. Larrt der vom amerikanischen Repräsentantenhaus angenommenen EiMvanderungsbill geltenj" die Beschränkungen für 14 Monate oder, da zwei Monate Vorbeveitungszeit Zugelassen werden, richtiger gesagt für 12 Monate, gerechnet vom 60. Tage nach Annahme der Bill. Zur Einwanderung zugelassen werden: Studenten, Touristen, Geistliche und Rabbiner, die einen Paß. ihrer zuständigen Regierung das Visum eines amerikanischen Konsuls besitzen müssen. Auch folgende Verwandte amerikanischer Bürger sind zugelassen: Eltern, .Großeltern und Frauen sowie minderjährige Kinder, Brüder und Schwestern. Diejenigen, die mit die sogenannten ersten Papiere besitzen, köitzrren nur ihre Frauen und minderjährigen Kinder nach Amerika bringer^ ' Nichtbürger können niemanden inD Land bringen. In allen erwähnten Fällen werden - betne Pässe gefordert,- sonder^ die Verwandten haben sich um die Erlaubnis an das Emigrationsbureau in Washington zu wenden. .Hereingelasseuj werden auch Leute aus Kanada ,md Mexiko, die dort mindestens ein Jahr gewohnt haben und für höchstens sechs Monats nach, Amerika kommen. (I. P. Z.) * Das Ende des iLalienkscherr Zeppeli». Rom wnd gemeldet : Der Zeppelin L 61 ist bei einem FlUst über Nom ernstlich beschädigt worden. Falls nicht aus Deutschs land Ersatzteile emlreffeu, muß daS Luftschiff abgebrochen werde«- " Auch JtaUen erhöbt die DepeschengebÄhve«,- Vom 15. Jänner angesanaen,- wnd - der Zufchlag auf DepeschM nach dem Auslande um 300Vo erhöht. \ ,.i * Wetterbericht. Heute früh herrschte in NoMtol E in Teilen von Steiermark leichter Frost. In Wien brachte «m. 4 Uhr früh Westwind rasche Erwärmung. Um Mittags erreicht« der Wind Sturmesstärke. Dre-Temperatur stieg-hiS' 127*^ "Ganz - Mittel- und Westeuropa - werden .von starken westlichen Winde« überwebt. Besonders Norddeütschland hat heftige» Weststunwf Voraussage: Veränderlich, mrlde, westliche Wmde wechftlndtt Stärke, später Regen. . - j - * K«lt«rkommissivtt de« Hitachduth. Heute. VZ7 Ühl^ bält^ Dr. Samuel Auerbach im Ingenieur- Und Archltekkn--. vereinsaal. Etchendachgaffe 11, einen gemervverständlrchdv' Vortrag über Emsteins Relativilätsrheorie. ArztenSstelle. Im Spital der israelitische« KUltsKs"- gemeinde gelangt an der Gynäkologischen Abtrilnüg 'die Stelle'- emes Sekundararztes mit 15- Februar 1931 zur Besetzung. MÄ -. deu Berkonaldokumenten, Studien- und Verwendungszeugniffwi - belegte Gesuche sind bis spätestens Montag den 31. d.' tags 12 Uhr, M Einreichungsvrötokoll der israelitischen Kultus« ' aemeinde W,cn. I., Se.tenstettmaaffe 4, ll. Stock, zu überreiche«' Nähere Bestimmungen können bei dev Spitalsdirektion, XVilM Währmgergürtr! 97, eingesehen werdm. * Neue KraftsteNwagen-Nachtlrnieu. Von heuk/i werden die Lkraftstellwagenlinien, die bisher zur Bolsvp« geW wurden, bis nach Gersthof verlängert. Die Wagen um 11 Uh> 10 Mm., 11 Uhr 50 Miy. 12 Uhr 30 Mm.,, 1. Uhr und 2 Uhr nachtS haben direkten Anschluß nach Gersthof-Städtbähru station.^,Samstag den 15. d.'M. kommen zwei neue Nachtlimni zur Eröffnung.- Die Linie Franz Josefbahn—Stephansvlatz wirhl^ durch die Kärntnerstraße—Margaretenstraße bis zum Margaret»« ' Bezirksamt verlängert., Ferner wird die Pendellinir Slephansvlatz-^ Jvsefstadt über Kolilmartt—Burgtheater—Joseistädterstraßr bis zum Gürte! gesirhrt Der Betriebsbegmn dieser Nachtlrüien erfolgt um 10 Uhr 30 Min. ab Stephavsplatz und dauert bis 4 Betriebsschluß. ' ® Arania. Heute, Mittwoch, */»3 Uhr (Großer Saal) Schülervortrag. — V»6 Uhr (Kleiner Saal) Dr. Fritz Schulhof Schlaf und Hyvnose, V. — */36 Udr (KurSsaal) Prost 'Mfgr Dr« Karl Weczrrzik: Einstihrung in dir Werke CalderonK, H. ' *46 Ukr (Klubsaal) Prof. Dr. Robert F. Arnold: Theorie m Technik des Dramas, H. — 7 Uhr (Großer Saal): W tumor aus vergangener-Zeit. — ^/,8 Uhr (Klemer Saal) Doktor «ktor Pierschmann: Durch Kurdistan u»d Armemm.— ^8'M (Kurslaal) Dr. Rudolf Schmid: Elektromagnetismus. —. Ul (Klubfaal) Ferdinand Redatz: Was jedermann vou Mnsttthesr wissen soll, IV. Flüchtig. Aus Berlin wird berichlet, daß von dor der 87j8hr,ge Adolf Schi m.m e l. ein Berliner, flüchtig " M, nachdem er einer Bank «»m..Betrag ' « DaS Iüdischverbot in Dialystok ausgehsbe». Bekanntlich hat nach dem Abzug der Bolschewiken aus Bialystok der dortige Magistrat den Gebrauch der j ü d i s ch e n S p r a ch e auf Plakate». Schildern und Ankünd'gungen verboten. Nunmehr hat, wie das Blalystoser Tagblatt «Das neue Leben" mitleilt, anläßlich . des Neujahrsempfanges der Wojwode von Bialystok dem dort!gen Rabbiner Dr. Rosenmann erklärt, das Verbot sei von der Wojwod- .schaff anigehoben worden und die jüdische Gemeinde werde demnächst die schriftliche Mitteilung darüber erhalten. . Ber dieser Gelegenheit erklärte der Wojwode, " dre Behörden würden alle Mittel anwenden, um Ungleichhett und Unmfnedenbelt aller Art uyter. de» verschiedenen Teilen-der.Bevölkerung z» b eseitrgr». * Exkaiser Wilhelm als Erbe. Aus Berlin wird gemeldet: Der Landwirt Knorr in Plauen hatte, den ehemaligen ' deutschen Kaiser zu seinem Erbe« eingesetzt. Nack feinem Tode strengten deshalb feine natürlichen Erben einen Rechtsstreit an, Nunmehr ist dieser endgilug zugunsten des Kaisers erledigt 'indem das Reichsgericht eine weitere Rechtsverfolgung für aussichtslos erllärte. . « Begräbnisse am heutigen Tage. Älter Friedhof: 10 Uhr 30 Min. Lichtrnstern Heinrich. — Neuer Friedhof: 9 Uhr 40 Min. Blum Aügaste, 10. Uhr Feldsberg Julie, 10 Uhr SO Ml«. Rosenblatt Rosa, 11 Uhr Dr. Josef Robinsohn. * Eine Stadt mit Zentralheizung. W e die „Technik für Alle" berichtet, wird die nach dem Brande wieder ausgebaute Stadt Bergen in Deutschland mit erncr alle Häuser beheizen-, den Zeniralheizuug anSgrstatlet. ^Umer jedem Däuserviertel w rd ein größerer, unterirdischer 'IbasicibehäNer ang-le.'t, desteu B:- bel-ung während der Nacht durch die freie-Ea rg>e des städtischen Elcklijzitätsw rtes rrsolgt. . worden 400.000 Mark entlockt hat. * Die GttSrrcher mtt VK- AM vrchaM. Vtt M« bvechertrick mit der Kiste hat ziemliches Aufsehen ervegt., sDfe. Gauner haben die Methode: in. dem Hause 8. Bezirk, 'Lang»' gasse 5 bis L angewendet.' Am 30. vl M kamen, sie uM ' die Mittagszeit mit einem Streistvagen vor das Haus, lüde«" eine Kiste ab und fragten mach der RegierungSratswi.twe.. - wurden zu der Wohnung der zützzeit von Wien abwesendes Dame gewiesen und. stellten dort, die Kiste knapp an Me ' Wohnungstür an. Dort ließen die Männer die Mste eiWr Weile stehen; der eine saß auf. der Kiste,,der andere .staM beim Fenster und rauchte. Dann 'trugen sie. die Kiste.' tyi^hoK, weg und später wurde entdeckt, daß aus der Türe' Me;uni£ß' Füllung heraus geschnitten war und daß durch'' die Oesfmtn« ein Gauner, der jedenfalls in der 5kiste versteckt war titraüdas Loch geschnitten hatte, in die Wohnung. gedplnAept -wa«: und sie ausgevlündert hatte. Die von der" Holder "MuhrteH - Erhebungen hatten das Ergebnis, baß schon bis zum 4"..d.'E' trotz der geringen'Spuren und-der dürftigen Angabe^ . 'de^- Hausnreisterstochter über die Person der. Täter^der^ eine^ der' 27jährige Hilfsarbeiter Leopold Fleischer, TO.Bezirk,-. Klosterneuburgerstraße 63 wohnhaft, verhaftet wurde. SpäteÄ toittben auch die anderen Täter in der Person des 27jährigeils^ Hilfsarbeiters Rudolf Max,- 16. Bezirk, Brunnengasse 15, und des 23jährigen .Karl Eßl, 5. Bezirk, Schlvßgasse' verhaftet. Auch der größte Teil der Beute wurde" zusianÄ» gebracht. Die sanrvse Kiste, die dem arbeitenden Errrbreche« als Versteck gebient hat, hat der 17sährigL Wagner Jöftß Horwath, A-losternenlmrgerstraße 63 wohnhaft, angefertigt. Ev soll vo»l den Tätern über den Zweck der informiert worden sein und har angeblich einenj ÄlitLil' ani der Beute 'zugesichert erhatteu. Die Verhafteten wurde« bemi Landesgericht eingelieferi. Nach weiteren Mitschuldigen imr# gcfahiidet. Auch»gegen eine Neide von Hehlern, besonders gegM den 37jäbrigen Gemischtwaronhänds^r Max Sparer, Klosterncuburgerstraße 56, der für einen Mantel aus-der Beute, der mit 200.000 Kronen bewertet' war," blpß 28.000.. , Kronen an Fleischer zahlte, wurde die Strafanzeige erstattet!-.." Modehoaenstoffff®, Kosfttm» MiEÜEB RESTEN - MESSE' am biliigsten yi. 8^.,.iVinMMgssse.^r^S8^K»