Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 702 (9.1.1921)
- Date
- 1921-01-09
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite «' Wre«, ^sonnratz _ ■ . ■■■-- -.ril-BlJOIWlWt 1-n m I..-. ..... Himpt n:$j gar nicht fix verkauft ist und baß vom i Kaufpreis auch nichts erlegt worden ist. Das Ehepaar daher noch gar nicht berechtigt, Antiquitäten zu verkaufen. Van Graz kam auch die Bestätigung, daß die Antiquitäten n.:ü> Mitteilung des Eigentümers Dr. Scapadotti gar keinen so hohen Wort besitzen- Sehr bezeichnend ist, daß schon aus dem Schloß drei Bilder fehler;, eine Lukrezia und zwei Gemälde des süddeutschen Malere Dietrich. Davon, daß Bilder schon weggebracht sind, wollten weder Mels moch seine ^rau etwas tvi-fen. Indessen ist aber hier' festgestellt worden, daß das Lukrezia-Bild um 150D00 Kronen non einem Kunsthändler gelaust worden ist. Während der hiesigen Erhebungen wurde, auch Josef Mels in Graz in \'r.\i genommen. Wie ferner sestgeftellt wurde, leben schon auf Schloß Blankeuwart alle Familienangehörigen deS Ehepaares, unter ihnen sogar . Zie erste Frau des früheren Grafen, von der er geschieden ist. Mels und Frau haben auch Dienstpersonal und zwei ,,Drrekroren" ausgenommen. Für das Verhältnis zw'schon Schloßherru und Direktor ist bezeichnend, daß sich Josef MelS von seinem Direktor schon 40.000 Kronen aus* gepumpt hat- Die weiteren Erhebungen über das Ehepaar MclS und auch über den Verbleib der beiden anderen verschwundenen Bilder find in; Zuge. ■<£in Sche^betrÄg mit 374.000 Ke«men Schaden. Von langer Hand vorbereitet und mit . schlauer Ausnünuug der Ur.iständc durchgeführt, hat ein unbekannter Gauner einen Streich in Szene gesetzt, um eine hiesige Dankfirma um ST 1.000 Kronen zu prellen. Wir erfahren übe: den Gaunerstreich: Bei einer hiesigen Vankfirma erschien vor einigen Wochen ein etwa Schauriger Mann, der sich Weißen- Fein nannte und größere Geschäfte in Valuta , in Auftrag gab. Er lauste und verlauste-und zahlte immer bar, so daß ur schon. einen gewissen Anspruch auf Kredit haben konnte. Olm 20. v. M. um die Mittagsstunde kam der Mann abermals ■c;j. der Ban Firma und teilte mit, daß er 200.000 Polo siche Mar? brauche. Er bekam die polnische Valuta und bezahlte 05.000 Kronen bar und für den Rest gab er einen Scheck auf 110.000 Kronen, lautend auf den Namen „Siegmund Breindler" an den Diener Bankverein. Man nah«: den Scheck nicht ganz gerne an, doch waren am 23. v. M. um di^, M:tta--5siundc die Großbanken in Wien schon gesperrt, so daß die Möglichkeit nicht mehr gegeben war, sich zu überzeugen, ob der Scheck wirklich Deckung besitze. Damit hat der Gauner Tcbcnraücgerechnet und daher das Datum schlau gewählt. Die Weigerung des Bankiers, den Scheck zu übernehmen, suchte der angebliche Weißenstein dadurch zu entkräften, daß rr veriicherre, Breindler sei ein schwerreicher Mann; rin Hinblick out die durch einen Monat klaglos durchgeführten Kassengeschäfte des angeblichen Weißenstein wurde schließlich per Scheck doch an Zdblungö'tait genommen. Bei dieser Ge- , legenheit fragte der angebliche Weißenstein wie von ungefähr, ob er am 23. nachnrittags nicht ' weitere 500.000 polnische Mar? bekommen könne. Er wurde mit dem Bescheid auf später vertröstet; indessen setzte sich der Bankier mit verschiedenen anderen Firmen in telephonische Verbindung; er konnte dem Manne erklären, daß er die halbe Millionpolnische M>nck auch haben könne. Weißenstein ging darauf mit der Erklärung weg, er müsse erst feinen Kommittenten fragen, ob er die Summe wirtlich brauche. Er kam mit dem Bescheid zurück, daß die 500.000 polnischen Mark fix gekauft seren. Er bsangabte i:e mit 10.000 Kronen und kündigte an,'daß cr um 5 Uhr nachmittags desselben Tages kommen und die polnische Valuta beheben werde. Dann werde er, versicherte tt, bezahlen. Um 5 Ilür nachmittags ram der angebliche Eeihenstein wirklich wieder, übernahm die Valuta und'bezahlte 2-16.000 Kronen bar. Für den Rest gab er wieder einen Scheck auf den Diener Bankverein, lautend auf die Summe von 264.000 Kronen und auf den Namen „Siegmund Breindler". Als Adresse dieses angeblichen ' Siegmund Breindler nannte er bas chauL 2. Bezirk, Schiffamtsgaffs P—8. So verchnaen der 24., 25. und 26. v. M., die Bankfeiertäge waren und an denen die Schalter geschlossen blieben. Als die Bankstrma nun endlich am 27. b. M die beiden Schecks beim Wiener Bankverein zur Einlösung präsentierte, stellte sich heraus, daß für die Schecks 'keine Deckung vorhanden war. Die Bankfirma war um 374.000 Kronen geschädigt. Das Sicherbeilsönreau stellte fest, daß im Hause Schiframtsgaße 6—8 ein „Siegmund Breindler" nicht mehr wohnt und daß wohl ein Konto auf den Namen „Siegmund Breindl", Sckrsifamtsgasi- 6, beim Wiener Bankverein an: 80. v. M. eröffne: worden ist. daß aber der Restbetrag von 110.000 Kronen auch am 24. v. M., vormittagch abgehoben worden -st. Fm Hause Schiffaintsaasse 6 hat wohl früher einmal ein Breindl gewannt, doch heißt er mir dem Vornamen „Rubin" und hat mit dem Streich gar nichts zu tun, weiß auch nicht, wer dafür etwa in Betracht kommen könnte. Ter wirklichs Rubin Breindl ist schon vor etwa drei Jahren ’ aus dem Hause Schrffamtsgasse 6 aus-gezogen. Die schlau der Gauner den Streich vorberrite: hat, beweist, daß er sich am 1.8. b M. efe Mermieter «Siegmund Breindl", 2. Schiffamtsgasie 6 wohnhaft, bei der Polizei gemeldet hat. Der Gauner wird beschrieben als etwa 30 Jahre alt, groß, breitschulterig, etwas nach vorne gsveugr, mit stark verdickter Oberlippe und englischen Schnurrbart. Mitteilungen über den Gauner, auf dessen Ergreifung eine Belohnung von 5000 Kronen und 5 Prozent heö zustande gebrachten Geldes ausgesetzt sind, sind an Polizei- Aberkommii-är Dr. Vetters, Sicherheitsöurean-, 0. Bezirk, Hlrst.vechprr:ucn«do 7. Zimmer *01, erbeten. Wiener Morgenzernmg %. ISnn« 1921 Tannam-gwi*» > > ■ ->- >»-»>»>-- .mr-t', ii- -th-*-Hi i~riV-*«.rfyy' Nr. IW» —--4 Neue Gehaltsforderungen der städtischen Beamten. Der Verband der siäduschen Angestellten Hst gestern dem GemeinderatSvrLsidmm neue Gehaltsfordcrungcn überreicht, die auf drr Verdoppelung der G r n n d g e b a s,t e, des OrtszwchlageS, der Teuerungszulage und der Uekcrstundenentlohnung hiuauSkau'en. Die Forderungen sind wohl nicht befristet, doch wurde deren dringliche Behandlung verlangt. ' Darnach würde der MindestgehaltdeS städirfchen Auge» stellten der untersten GehalLsklasse über K' 62.000 dttragcu. ' . Furchtbarer RanLMsrd. Königshütte 7. Jänner. (Wolff.) Einem Raubmord fielen' auf der Grube „Redlichkeit" der Bergverwalter W o i L a ch e r, dessen Lochte r" und dessen A s ' i st e n t zum Opfer. Der Bergverwalter und sein Assistent wurden n r'e d e r g e s ch o s s e n. Die' 10jährige Tochter des Bergverwalters hatte den Banditen freiwillig sämtliche Wertsachen ausgefolgt. Nachdem die Räuber davon Besitz ergriffen hatten, vergewaltigten sie das Mädchen. Darauf wurde die Unglückliche durch-mehrere' Revolverschüsse getötet. Unter dem Verdacht, das Verbrechen verübt zu haben, wurden die jugendlichen Brüder Blonczyk in Neureptcn, beziehungsweise v Kars verhaftet. > _______ . MembrandL und das FudeuLuM. In der Berliner Hochschule für die Wisstpschaft dos Judentums hielt der Hamburger Privatdozent Dr. Panossky einen interessanten Vortrag. über Rembrandts Beziehungen Lnm Judentum: Seit dem 16. Jahrhundert wurden die sogenannten Maromnen, die entflohenen spai^schan und portugiesischen Juden, . in . Holland aus intellektuellen, politischen, religiösen ut$ ästhetischen Sympathien heraus mit offenen Armen ausgenommen. Besonders die.Künstler zog es zu ihnen, deren, Typus die Patriarchen wieder lebendig zu machen schien. Rembrandt war nur der Erwecken einer religiösen Malerei.' weil nur er imstande war, den historischen Stofs mit individuellem Leben zu erfüllen und auch die greifbarste Wirklichkeit in das Menschlich-Edle-hinauszuläutern. Gerade dieses Vestreben aber führte ihn zur genauen Beobachtung der Juden. So zählte er auch den Amsterdamer Oberrabbiner zu seinen Freunden und verfertigte Nadierungen zur Illustrierung eir^es seiner Bücher — ja, das berühmte Blatt Nembrandts, das fälschlich als „Alchymist" bezeichnet wird, stellt jedenfalls eine kabbLlistii'che Beschwörungsszeue dar, deren Verständnis ihm jener Manaffe Ben Israel vermittelt hatte. An Hand von Wiedergaben wies Panossky nach, daß Rembrandt^-der von' Anfang 'an Nur eir* gewissermaßen äußerliches Interesse an den Juden genommen hatte, dies/allmählich in unerhörter Weise verirfte. In ferner ersten Periode interessierte ihn vor allem dreierlei: Der Charäktertypus, die starke Ausdrucksbewegung .und das Malerisch- Phantastische. Ein jüdischer Bettler, der berühmte Rabbiner' des Herzogs von' Devonshire und. dev^ „Belsazar" zeigen, wiestark ihm hier die jüdischen Typen entgegenkamen. Neinbrandt kam'es daraus an, das seelische Leben des einzelnen festzulegen, seinen Eharaktcr bis ins einzelne hinein^ durch ck feine Kunst zu verdeutlichen. ';-; . In seiner zweiten Periode dagegen geht er über dieses Bestreben hinaus: Er gibt Menschen, di: uns stimmungsmäßig vertraut erscheinen, ohne daß nvir etwas über ihren Charakter auszusagen vermöchten. So tritt auch beim Juden, den er porträtiert — etwa denr Ephraim BonuS — das spezifisch Aeußerlich-Jühische zurück hinter dem allgemein Menschlichen und der besonderen innerlichans Art, ü*, ber «der Jude eben dieses Menschliche repräsentiert. - - In der letzten Periode endlich wird der' Psycholotge Rembranbt zum Metaphysikert Die Menschen,, üie Remvrandl nun malt, find nicht mehr typisch oder individuel'lfttünmRttgsmäßig au.'gefaßt-, sondsLn nach Spinozas Wort sub specir aeiernitatis. Sie sind Wesen, deren empirisches Eiriz-elbewnßt^ sein nur der „Modus" einer cillunisassenden, metaphysischen Substanz-äst. Jetzt erst fand Rembrandt in den Inden die Zeitlosigkcit deS Orients und die Äertiesiheit einer uralten Rasse. Er malt .sie nur noch alp Köpfe, und dlesk - Köpfe, eigentlich nur noch-als Augen; aber ans diesen spricht mehr, als was in diesem einen Menschen Vorgehen kanft; die Juden werden ihm'zü bevorzugten RepräsentauLen. eines seelischen, Verhaltens jenseits alles nur Individuellen. . , Jetzig verschwinden „sub specicaelerniiaüs" auch die Gegensätze von Gut und 'Böse, sie lösen sich Ms in der Stimmung seelischer.Gemeinschaft. 'Während der Saul aus dom. früheren Bilde, das ihn mit dem chMfenspirlenden David zusammen, zeigt, chach ganz Grimm und Haß ist," verbindet ihn - au f - dem Spätbild -mit - feinem gungen GLgner 7 citta Gemeinsarnkeit der Slimyinug, die sich in seinem latckloseu Weinen beim Spie! Davids äußert. Am stärksten, tritt diese Auffassung iu einem -seiner letzten Bilder, der Abführung Hamaüs zum Lode-, hervor, wo es sich viel mehr um* eine» unwiderbringlichen Abschied eines.Verlorenen aus der Mitte seiner Freunde als um die Strafe für einen, hartgesottenen Böse-» wicht zu handeln scheint. Dieser Rembrandt erinnert n'rn in. der. -merkwürdigsten Wesse an blv Denkungsart, seines jüdischen Zejtgelwsseu. Spinoza. - Das Iühvesevtzebms des IiLLifchen NatiottLl- . forrds in Äesterrerch. Die Zenft'alv des Jüdischen Nalianalsonds für' Oesterrei.h stellt fest, das; die Inden Oesterreichs die ihnen gesordertcu 2,500.000 im Jahre 1020 aufgebracht und — unter Einvechnung der erst teilweise üezahltsu Bcttv stein« —7 sogar-um über 163.000 Zkronen überschritten habeU. Oesterreich Hätz iw Jahre. '1920 somitz mehr als b6|?, Neünfa ch e dtr 'Spenden des Vorjahres 'aufgebracht. So erfreulich dieser Fortschritt auch ist, so wenig kanil er angesichts^ der ungeheuren' lAufgaben, die 'deS National» sonds. in Palästina harren/ genügen. Es darf n/chtever<< gessen werdet:, daß die Summe von zweieinhalb. Millionen > Kronen ausschließlich zur Deckung der lausenden Ausgaben.-^ der Jüdischen Natronalsonds bestimmt war, unddaßiw..- August die Leitung dc§ NalionalfondS statt dessen die Ausii bringung -von 10.000 Pfund von Oesterreich forderte«- Dieser Betrag ist auch nicht entfernt erreicht wordenlieber diesen. Mißerfolg kann die Tatsache, nicht Hinweg-J täuschen, daß immerhin Oesterreich, das im Jahre i91t)' eines der ' am schlechtesten für. den Jüdischen Nationalfouds arbeitenden Länder war, im Jahre 1920 relativ gut ab- ' geschnitten hat. Auf den .Kopf der österreichischen Juden-' scha-r cntfallcn immerhin schon 22 'Centimes (französisch) yegen 7- Centimes im Jahre 1919.- . Die Kleinheit dieser Ziffer wird genügen, daß in' diesem Jahre die F-reunde des Jüdischen Nationalfonds allesaufbieten werben,, um Oesterreich den ihm gebührenden Platzunter den 'für den Aufbau unserer Heimat in - Ercz' Israel .arbeitenden Ländern zu. verschaffen.; Zrrr Grimdung einer Mischen Juristen- , „ gruppe. ■ ' n ■ Die iit der Diaspora lebenden jüdischen Zlerzie, deSä-° gleichen, die Jngersieurc verschiedener Fächer und viele andere; haben sich bereits zu Organisationen zusammengefthlossen'/. um die in ihr Fach einschlagenden Arbeiten im Hinblick auf.; Erez Israel gemeinsam , durchführen zu können. er Nur die J uri ste n, denen als Verwaltungsbeaniten- sowie alS Richtern, ein .weites '.Feld, der Betätigung pffen-'! stehen wird, haben bis heute ein geschlossenes Vorgehen im-' diesen Fragen nicht erreicht. 'Wem: auch derzeit der Bedarf an Vertoaltungsbeamten§ und Richtern mit Rücksicht auf die Bevölkerungszahl norIF gering ist," so unterlegt cs keinem. Zweifel, daß, wenn erst'/ die Einwanderung gunimmt, ein Stab von tüchtige^ Juristen/, im Lande erforderlich sein wird. . ,v Um eine Aussprache aller Interessenten zu erntöglicheiO und dann eventuell zur Gründung, eir^er Juristen gruppe beim hiesigen Palästina-Amte: schreiten zu können, fielet'-' Dienstag, den 11. Jaüner d. I. um 6 Uhr abends im" Haiiptbnrean des Palästina-Amtes, 1. Bezirk, Bauernmarkt'' Nr. 24 stZimmer 2), eine Zusammrnrunst der tzn Wien: tvohneuden, für die Sache sich interessierendeir Juristen^ sowMe der 'Praktiker als auch'der an: Ende ihrer Studien Stehen-! - den, statt. Vpn der.Teilnahme, und dein.zu bekundendm't Inter-'. ' esse' wird es abhängen, ob .es gelürgen wird, eine tatkräftige st Juristengruppe zu bilden, deren Wirkest für-Erez Israel'-- : vv'u - großer ..-Bedeutung sein kann. ■ .; , , , : , . Begräbnisse am heutige« T«ge. AlterFrie d^. tz o s: S Uhr Sc-be Mar, 11 Uhr 15 Min. Weuglaf Julle.tz-?'.. Re u e r Frieshof9 Uhr Hmdc! Jakob, 9 Uhr 20 Min.,' Hadn Hcnrlcttc. 9 Uhr 40 Mm. Noltcr Berta, 10 Uhr Chatinero- Micharl,, 10. Uhr 20 Min. Srebeck Ekronora, 10 Uhr 40.Mmo.! Ebeusiein Sryn'on, 11 Uhr 20 Mm.'Frmder Map. 5/ - , Eine StrsßrnLahnfahrL — S KvoNcu. DüS Präsidiums^ dcS Geuuünderates sprach gestern Leim Bundeskanzler Doktor - M-alstr". vor. ' r.m das Anltzezrn wegen. Gewährung eines',: StaatszuschusseS zur -Sanierung der Wiener Straßenbahn zu.: urgieren.. Der Bi:nds§ianzler erllarw, die RegLerung wäru« nicht, in der Lage, die Subvention zu bewilligen. Durch die erfolgte ■ Ablehuung dürfte die Gemeinde die Fahrpreise ab>. 15. d, Ni. auf 6 Kronen für ein-e Straßenbahnsahrt fest setzen. -. Dich' SchrchNorcherTchilftu fordern eine Lyprözcnttge, Lohnerhöhung. Die 'Gehilseüvertretung hat der. Schuhmachcr-.f g«nosst.nschafL. die Forderung auf eine OOprozeniige Erhöhung.'., aus dir laut .Ko.llektrvvert.-pag von: 2. November fest'-., gesetztei: Löhne ' überreicht. '' -0 Neue Diszbpli-ardestimmungÄl für die Wiener Lehrer«' schast. Gestern' erschienen dein: Vorsitzendenstelluertrete-r des Wiener Bezirksschulratcs, dltationalrat Glöckel, die V-e:>-' tretcr -des Zcntrcckpcreins der -Wirnrr Lehrerschaft und brachten-- - r das. Ersuchen nach einer ehesten zeitgemäße!: Umgestaltung..- des Diszipllrrarvrr-ay.rLns. für die Wiener Lehrerschaft vor.ß Sie wiesen daraus hin, daß die heute-gelLenden Disziplinär-. ,'. Lesrimtttü'.rgen so' rückständig .sind, daß heute selbst für -diel. Lehrer des Landes Tirol ein weit in-ooetnerLs Disziplinärv verfahren in Geltung steht, als für die Wiener Lehrer. ' Nationalrat Glöckel teilte der Abordnung mit, daß nunmehr - die Arbeiten für die Schafsung eines völlig neuen Diszi'-- plinargi'.setzi'.S unmittelbar abgeschlossen sind. Er zweifle nicht ' dargn,'daß'das Gesetz in -seineraller: moderiie!:'-Anifor.d<!ruug-en'. eutsprcchendpn .Form die -bewechiigten Wünsche der Lehrer^.'.' schäft. durchaus .erfüllen werbe. Die -Abordnung erklärte sich'/ hiernft befriedig:. . . ' - * Eine Zttfammettka-isi v-rn. WittclsSaHer«, HohSburgern,-, HohrchollerL und'Ssvöhcn. Aus Mailand wird gemeldat:- Zur Teilnahme -an der Trauung der Prinzefsim itztaria Bona, der Tochter.des Herzogs Tomaso von Genua, mit - dem Prinzen K-onrad von Bayern sind der Erzherzog Josef,/, gewesener Gouverneur von Ungarn', und eirz S o im des Ex-- KaisersLLilheln: in Aglie bei Turin eingetrosten. Der letztere reift ia. screui^ni Inkognito unter dem 'Namen Graf Jassäbba.. Aus Deutschland. siub zudem Prinz Leopold un'x Prinzessin"Gisela von Bayern (die Esiern das Bräutigams./, cingc-trofsen. Weitere s ü r st l i ch t und politis ch -z Per fön lichte: ten werden erwartet. Die Aermahlungs-. stier hat gestern stattgesunden. D«pi GeLote für Ehefrmren. Wir lue» nn Londvmtz' Zeitungen: Kürzlich erhob. eine noch nicht lang verheiratete Fräst du den .Behörden von W llesden Klage gcgcX ihren Mann. Die Frau beklagte sich insbejondere darüber, daß sic vom Ebcmann m'sth.lnbklt wo:den sei, well sie sich weigerte, nachfolgende drei, t'iu'botc zu :mrcrsch:e b''n: „1. Du jsW nicht in das Hans bc-meZ." Nachbarn gehen. 2. Du sollst. Alst niemandun aus der Strasist spreche!'., tz. Du sollst deine Mutter e'.st wieder sehen,' ivenn sitot ist." Das Urteil der Behörde MViuetjt befavint.